Päpstlicher Rat macht Martin Luther zum „Zeugen des Evangeliums“

Papst Franziskus: Luther im Vatikan
Papst Franziskus: Luther im Vatikan

(Rom) Der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen veröffentlichte die Texte für die weltweite „Gebetswoche für die Einheit der Christen 2017″. Sie stehen ganz im Zeichen des Gedenkens „500 Jahre Reformation durch Martin Luther“. Der 500. Jahrestag der Veröffentlichung der 95 Thesen durch Martin Luther wird als „Schlüsselereignis der Reformationsbewegung“ bezeichnet, „die das Leben der Kirche des Westens über Jahrhunderte prägte“.

Wörtlich heißt in der „Einführung zum Thema“:

„Nach intensiven und manchmal schwierigen Diskussionen kamen die Kirchen in Deutschland überein, dass das Reformationsgedenken in ökumenischer Gemeinschaft als Christusfest begangen werden sollte. Die Konzentration auf den Kern des christlichen Glaubens, Jesus Christus und sein Werk der Versöhnung, ermöglicht es den ökumenischen Partnern der EKD (römisch-katholische und orthodoxe Kirche, Baptisten, Methodisten, Mennoniten u.a.), sich an den Feiern zum Gedenken der Reformation zu beteiligen.“

Zugleich wird auf den „wichtigen Bericht: ‚Vom Konflikt zur Gemeinschaft‚“ der Lutherisch/Römisch-katholischen Kommission verwiesen. „Heute können wir konfessionelle Polemik von den theologischen Einsichten der Reformation unterscheiden, und das ermöglicht es Katholiken, Luthers Anfragen für die Kirche heute zu hören und ihn als „Zeugen des Evangeliums“ (Vom Konflikt zur Gemeinschaft, Nr. 29) anzuerkennen“, so der Text, der allen Diözesen der Weltkirche als Grundlage für die Durchführung der „Gebetswoche für die Einheit der Christen 2017″ übermittelt wurde. Nicht gesagt wird, daß der „wichtige Bericht“ keinen verbindlichen Charakter hat und auch nicht haben kann, da er verbindlichen Dokumenten der katholischen Kirche widerspricht.

Umstrittener päpstlicher Kurs zum „Reformationsgedenken“ wird fortgesetzt

Der neue Text des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen folgt dem Weg, der von Papst Franziskus mit seiner umstrittenen Teilnahme am Reformationsgedenken im schwedischen Lund eingeschlagen wurde. Franziskus wollte Ende Oktober ausdrücklich die Katholiken Skandinaviens nicht „gesondert“ besuchen und vor allem keine Heilige Messe zelebrieren, weil dieser katholische „Partikularismus“ die von ihm beabsichtigte „Ökumene“ störte. Erst nach einem heftigen Ringen hinter den Kulissen willigte Franziskus unwillig ein, seinen Aufenthalt um einen Tag zu verlängern und mit den Katholiken in Malmö eine Heilige Messe zu zelebrieren. Dafür war Franziskus zu Allerheiligen nicht in Rom.

Gemeinsame Erklärung in Lund
Gemeinsame Erklärung in Lund

Das gemeinsame Reformationsgedenken fand zwischen Heiligem Stuhl und dem Lutherischen Weltbund statt. Unmittelbar Austragender war jedoch die lutherische Schwedische Kirche. Die schwedischen Lutheraner akzeptieren weltangepaßt Verhütung, Abtreibung, Homosexualität, Pastorinnen und Bischöfinnen, kurzum mehr oder weniger alles, was in der katholischen Kirche verboten ist. Trotz der dünnen Gemeinsamkeiten legte Papst Franziskus größten Wert auf diese „ökumenische“ Initiative, während Weihbischof Athansius Schneider, einer der profiliertesten Bischöfe der katholischen Kirche konterte, daß es bereits eine „unfehlbare Antwort auf die Irrtümer Martin Luthers“ gibt: das Konzil von Trient.

Waren es früher vor allem bundesdeutsche Kirchenkreise, die Ökumene als Nivellierung aller trennenden Gegensätze praktizierten, besteht heute kein Zweifel, daß auch der Heilige Stuhl auf eine gemeinsame Feier der Reformation drängt. Dazu ist erhebliche Wortakrobatik, Realitätsverweigerung und Ausblendung von Grundwahrheiten von Nöten. Überspielt werden die Gegensätze durch die Betonung der „Zentralität“ Christi.

Motto der Gebetswoche ein Drängen auf Interkommunion

Das Motto „Versöhnung – die Liebe Christi drängt uns“ der Gebetswoche für die Einheit der Christen wurde direkt dem Reformationsgedenken in Lund entlehnt. Beobachter sehen darin ein Bestreben, das Tempo zu beschleunigen und den Druck zu erhöhen, eine ökumenische Einheit zu erzwingen, die in bestimmten Fällen auch die Interkommunion für Protestanten miteinschließen soll. Papst Franziskus hatte eine entsprechende Ankündigung bei seinem Besuch in der Lutherkirche in Rom getätigt. Auf die Frage einer Lutheranerin, die mit einem Katholiken verheiratet ist, wann es soweit sein werde, daß sie mit ihrem Mann gemeinsam die Heilige Kommunion empfangen könne, holte Franziskus zu einer langatmigen, improvisierten Antwort aus. Die Endaussage war jedoch eindeutig: Er sagte zunächst Nein, dann Jein und am Ende, daß jeder selbst nach seinem persönlichen Gewissen entscheiden solle. Die Aussage wurde von den Anwesenden, wie der gastgebende lutherische Pastor, Jens-Martin Kruse, später bekräftigte, als Ja zur Interkommunion verstanden.

Pastor Kruse mit Papst Franziskus in der Christuskirche in Rom
Pastor Kruse mit Papst Franziskus in der Christuskirche in Rom

Mitte Dezember zeigte sich Kardinal Walter Kasper, in theologischer Hinsicht die Graue Eminenz hinter dem derzeitigen Pontifikat, zuversichtlich, daß Papst Franziskus demnächst in seiner

„nächsten Erklärung den Weg zur gemeinsamen eucharistischen Kommunion öffnen wird“.

Kasper vergaß nicht, wie schon bei den wiederverheirateten Geschiedenen, hinzuzufügen, daß dies für „besondere Situationen“ gelten solle. Kritiker haben keinen Zweifel, daß die „Einzelfall“-Aufhebung eines Verbots nur einen ersten Schritt zur Aufhebung des gesamten Verbots bedeutet. Das sei auch das eigentliche Ziel, das derzeit von den Befürwortern nur noch nicht so direkt ausgesprochen werden könne. Die „Einzelfall“-Aufhebung eines Verbots enthalte bereits implizit die Gesamtaufhebung des Verbotes, da sich dessen Aufrechterhaltung nicht mehr rechtfertigen lasse.

Kasper widmete Martin Luther sein jüngstes Buch. Obwohl Luther die lateinische Christenheit, das deutsche Volk und andere Völker entzweite, erklärte Kasper im März 2016, daß Luther „recht hatte“. Eine These, die er auch dem Papst soufflierte, der sie im Juni 2016 wortgleich wiederholte.

Interkommunion „wäre gegen Offenbarung und Lehramt der Kirche“

Die Interkommunion ist das eigentliche Hauptziel der katholischen und lutherischen Ökumeniker, die am gemeinsamen Reformationsgedenken des Papstes in Lund teilnahmen, ist sich auch der schwedische Religionshistoriker Clemens Cavallin sicher. Er wies auf die offizielle Internetseite der lutherischen Kirche Schwedens hin, auf der ausdrücklich zu lesen ist:

„Unser größter Wunsch ist, daß die gemeinsame Zelebration der Eucharistie offiziell möglich wird.“

Papst mit schwedischer Erzbischöfin Antje Jackelen
Papst mit Schwedens lutherischer Erzbischöfin Antje Jackelen

Die Tragweite des angestrebten Paradigmenwechsels wurde vom bekannten Liturgiker Don Nicola Bux, ehemaliger Consultor des Amtes für die liturgischen Feiern des Papstes, in einem Interview mit dem National Catholic Register aufgezeigt: Die Änderung der Regel zugunsten eines gemeinsamen Kommunionempfanges

„wäre gegen die Offenbarung und das gesamte Lehramt der Kirche“.

Sie käme einer Aufforderung an die Christen gleich, „eine Blasphemie und ein Sakrileg zu begehen“.

Das eucharistische Verständnis der Lutheraner unterscheidet sich grundlegend von jener der Katholiken. In Ermangelung eines Weihepriestertums haben die Lutheraner keine Eucharistie im eigentlichen Sinn, sondern erheben lediglich den Anspruch darauf. Das Brot bleibt im lutherischen Gottesdienst Brot. Im katholischen Meßopfer verwandelt sich das Brot in den Leib Christi. Die Lutheraner, die trotz Luthers Abschaffung des Weihesakraments dem Anspruch nach, an der Eucharistie festhalten, glauben jedoch nicht an die Transsubstantiation. Grob gefaßt: Vor dem Gottesdienst ist es ein Brot, durch die Wandlungworte erfolgt eine Realpräsenz Christi, doch nach dem Gottesdienst ist es wieder nur ein gewöhnliches Brot.

Papst Franziskus folgt einem „naiven“ Dialogverständnis

Der ehemalige Anglikaner und nunmehrige katholische Priester Dwight Longenecker sieht im gemeinsamen Reformationsgedenken ein „naives“ Verständnis des theologischen Dialogs am Werk. Diesem „naiven“ Verständnis sei auch Papst Franziskus erlegen. Die päpstlichen Aussagen über Martin Luther seien äußerst problematisch, so Longenecker. Papst Franziskus begründe seinen ökumenischen „Enthusiasmus“ mit der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen und des Lutherischen Weltbundes aus dem Jahr 1999. Longenecker erinnerte daran, daß der Heilige Stuhl im Jahr 2000 mit der Erklärung Dominus Iesus eine offizielle Richtigstellung dazu veröffentlichte. Für die katholische Kirche sei nicht die „Gemeinsame Erklärung“, sondern Dominus Iesus verbindlich, auch wenn bestimmte Kirchenkreise das systematisch verschweigen würden. Der damalige Glaubenspräfekt, Joseph Kardinal Ratzinger, stellte klar, daß es zur Rechtfertigungslehre keine Gemeinsamkeit zwischen Lutheranern und Katholiken gebe. „Einige Differenzen zwischen Lutheranern und Katholiken sind von substantieller Art und daher nicht miteinander vereinbar“, so Longenecker.

Ganz anders durfte sich Pastor Jens-Martin Kruse in der Mai-Ausgabe 2016 der deutschen Jesuitenzeitschrift Stimmen der Zeit äußern. Sein Tonfall ähnelt dem ökumenischen „Enthusiasmus“ von Papst Franziskus und vermittelt den Eindruck, als könne Begeisterung objektive Gegensätze überwinden. Nachdem er Martin Luther als „Zeugen des Evangeliums“ in den Mittelpunkt gestellt hatte, schrieb Kruse:

„Wo wir dies als ‚Zeugen des Evangeliums‘ gemeinsam tun, dort kann neu deutlich werden, dass Jesus Christus nicht zerteilt ist, sondern eins (1 Kor 1,13). Da geben wir uns mit dem bisher erreichten Stand der Ökumene nicht zufrieden, sondern tun mutig weitere Schritte hin auf die ersehnte und erhoffte Einheit der Kirche. Wo wir in Luther einen gemeinsamen „Lehrer im Glauben“ sehen und der Papst sein Amt evangeliumsgemäß versieht, dort braucht es nicht mehr viel. Da steht der Weg zur Einheit weit offen:
„Schieben wir“ darum, so ermutigt uns Papst Franziskus, ‚die Zaudereien, die wir von der Vergangenheit geerbt haben beiseite und öffnen wir unser Herz dem Wirken des Heiligen Geistes, dem Geist der Liebe (Röm 5,5), um gemeinsam mit raschen Schritten dem segensreichen Tag unserer wiedergefundenen vollen Gemeinschaft entgegenzugehen.‘
Beste Aussichten also für das Jahr 2017!“

Der Aufsatz entspricht einem überarbeiteten Vortrag, den Pastor Kruse im Januar 2016, also knapp zwei Monate nach dem Papstbesuch in Kruses lutherischer Kirche auf Einladung der römischen Jesuitenzeitschrift La Civiltà Cattolica gehalten hatte. Der österreichische Jesuit und Chefredakteur der Stimmen der Zeit, Andereas Battlogg, hat mit Sicherheit recht, wenn er im Leitartikel zur Januar-Ausgabe 2017 schreibt: „So viel Luther war nie“ – jedenfalls nicht aus katholischem Mund.

Giuliano Ferrara, der bekehrte Ex-Kommunist und Gründer der Tageszeitung Il Foglio, beklagte bereits im Januar 2016: „Wie lutherisch Papst Franziskus doch ist“. Die Deutsche Sektion von Radio Vatikan erfreute sich gar daran, Papst Franziskus Anfang Dezember 2016 als „neuen Martin Luther“ ins Bild zu setzen. Mit dieser These hatte zuvor bereits Margot Käßmann, ehemalige EKD-Vorsitzende und nunmehrige „Luther-Botschafterin“ dem Papst im vergangenen Mai im Osservatore Romano geschmeichelt. Womit sich der Kreis der aktuellen ökumenischen Stoßrichtung des Heiligen Stuhls zu schließen scheint.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Vatican.va (Screenshot)

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Elias

Luther als „Zeugen des Evangeliums“ anerkennen? Niemals! NIEMALS! Nun fehlt noch ein „Santo subito“ und „nichts mehr wird sein
wie vorher“.

sydel
Ich lese gerade die neueste Luther-Biografie. Luther nicht als Zeugen des Evangeliums anzuerkennen, ist nach meiner Erkenntnis völlig falsch. Luther hat sich – ich bin gerade bei der Thesenveröffentlichung 1519 – zumindest bis dahin sehr wohl als Zeuge des Evangeliums gezeigt. Er hat zu Recht die Ablasspaxis angegriffen und es war auch sein gutes Recht (wie es viele andere auch getan haben und wie es auf Grund der Zeitumstände auf der Hande gelegen ist), eine Neuorientierung der Theologie zu fordern – weg vom die Theologie beherrschenden Aristoteles (ein Kirchenvater?) und Thomas von Aquin in seinem Gefolge hin zur Bibel und… weiter lesen »
Oberschlesien

Nun gab es aber auch eine Zeit nach 1519. Auf dieser Webseite wurde die Entwicklung Luthers vom Reformer zum Spalter in einer mehrteiligen Beitragsreihe sehr gut dargelegt. Ich habe ihnen mal einen Link dazugestellt.

http://www.katholisches.info/2016/10/04/luthers-kehrtwende-vom-reformer-zum-kirchenspalter-ii/

edith wohldmann
Zuerst natuerlich hatte Luther eine katholische Bildung, er war ja ein Augustiner Moench. Er hat aber seinen Gotteseid verworfen, verliess das Kloster, hat geheiratet und seine Kirche gegruendet nach seinem Gutdenken. Dies hatte eine Kirchenspaltung zur Folge, die sich immer noch forsetzt. Immer mehr verzweigte Abspaltungen und Sekten entstehen auch heute noch, die meinen, sie haben die Wahrheit alleine. Was fuer ein Gewinn jedoch, wenn diese zur katholischen Kirche konvertieren und ihre Jesusliebe und ihre enormen Kenntnisse der Hl. Schriften mitbringen. Selbst wenn man die ganze Hl Bibel auswendig kann, es kommt jedoch auf die kritischen absolut wichtigsten Aussagen der… weiter lesen »
PETRUS
[email protected] Commentfunktion ist sicherlich mit längeren Kommentaren überlastet. Daher in Kürze etwas zu Ihren Einlassungen. Höre ich nicht alte Legenden von dem wackeren Luther,der voll Eifer sich für die notwendige Reform der Kirche engagierte? Die Revolution der Kirchenspaltung hat sich der Sache nach hundert Jahre vor dem Thesenanschlag am Universitätstor ( Schlosskirche ist „fromme“ Legende ) der Uni Wittenberg entwickelt. Wesentliche Faktoren sind:Das abendländische Schisma, die große Pest, die besonders zum Niedergang des Ordensleben beigetragen hat, die Bewegung des Humanismus, die intellektuelle Wirksamkeit von Wiclef und Occam, das Konzil von Konstanz und besonders Basel, das Phänomen Hus. Die Kritik an… weiter lesen »
bozena

Falsche Ökumenismus ist Werkzeug von Satan. Evangeliker sollen konvertieren zum Katholizismus, zurück zu wahren katholischen Lehre. Wer die Mutter Gottes als Mutter der Christen nicht anerkennt, hat keinen wahren Glauben. Ohne Beichte keine Kommunion.

friedrich 2
Wenn wir eine Liturgie auf kleinsten gemeinsamen Nenner haben ,Interkommunion und ein Abendmahlsverständnis wie es die evangelischen Glaubensgemeinschaften haben,dann ist die katholische Kirche überflüssig. Ich lehne ein einheitlich verordnetes Glaubensverständnis ,welches für alle Christen zu gelten hat ab. Wenn ein evangelischer Mitbürger ein anderes Verständnis hat von Eucharistie , muss ich dies akzeptieren und umgekehrt.Es ist Unsinn die katholische Kirche zu einer neuen evangelischen Gemeinschaft zu machen. Dies ist eine Form von Meinungsdiktatur ,die unter dem Deckmantel Ökumene daherkommt,die in Wahrheit ein biederes und spießiges Gottesverständnis hat was auch zur selbigen Art von Gottesdienst führt. Der katholische Gottesdienst im überlieferten… weiter lesen »
dhmg

Es müsste heißen „so viel Luthermanie“ und „nicht so viel Luther war nie“. Eine weitgehende Verklärung Martin Luthers ermöglicht erst diese naiv-modernistische Verehrung dieses vom Glauben abgefallenen und unselig verstorbenen Antichristen.

Barnabas
Es gibt keinen Ökumenismus! Merkt es keiner? Wenn ich bei ökumenischen Veranstaltungen war, dann wurde eigentlich immer alles was katholisch ist (Marienverehrung,Messe mit Eucharistie weggelassen). Aus Höflichkeit. Das ist keine Ökumene, sondern ein evangelischer Wortgottesdienst oder eine Art Andacht, Vortrag oder Predigt. Kleinster gemeinsamer Nenner heisst evangelisch sein! Die katholische Kirche hat ja viel mehr was dazugehört. Es sind anscheinend viele Leute voll mit Vorurteilen und persönlichen Vorlieben und gar nicht interessiert an der Wahrheit. An der wahren Erkenntnis Gottes. Viele wollen fromm sein, aber nach Ihren Regeln, mit Ihren Bedingungen, in den für sie interessanten Gemeinschaften ihrer Wahl. Der… weiter lesen »
Fisch
Stimmt, diese pseudo Ökumene zertört die kath. Kirche. Anstatt die abgespalteten Glaubensgemeinschaften wieder zusammen zu führen wird die heilige kath. Kirche immer protestantischer. Die Kirchenspaltung wird immer offensichtlicher. Dass eine Interkommunion die Beteiligten zum Heile und den Gnaden führen wird, daran glaube ich nicht. Am Ende konsumieren sie einen Keks, der sie ins Verderben führen kann. Besonders die Verantwortlichen werden dies einmal schwer vor Gott verantworten. Und gerade die Schändung der heiligen Eucharistie nimmt zu, da der Glaube an die Realpräsenz fehlt. Vielleicht kennt jemand den ev. Pastor Andreas Theurer, er hat ein Buch mit dem Titel „Warum werden wir… weiter lesen »
Feuer und Flamme
Es wurde unter den inzwischen tendentiell leider extrem links gestrickten Jesuiten (siehe Batlogg) ein Mann gesucht und gefunden. Seine Wahl war von langer Hand vorbereitet, wie ein weltlicher Wahlkampf. Nur Plakate waren keine geklebt. Diesem „Man on the Top“ in der „Funktion eines Papstes“ (so dürfte er sich selbst verstehen) geht es nun nicht mehr vornehmlich um Glaubensinhalte, oder Wahrheiten die von allen angeommen und geglaubt werden, denn diese sieht er, und mit ihm die „moderne Kirche“ als individuell an, und „Gewissensentscheidung“ des Einzelnen. Es geht nur noch darum, innerhalb der Kirche seine Jurisdiktion und disziplinäre Autorität anzuerkennen, die einer… weiter lesen »
edith wohldmann

Warum nicht eine Statue von Judas? ohne ihn haette es keine Kreuzigung gegeben. Dieser Verrat aus Rom an der Wahrheit des Evangeliums ist beunruhigend und haarestraeubend. Aber dann denke ich an unseren Herrn Jesus Christus, wie traurig Er sein muss darueber, und ich gehe zur Anbetung um zu beten.

Barnabas

Judas, Luther.

Die beiden haben Jesus verraten. Die Einheit für die Jesus zum Vater gebetet hat. Luther ist verantwortlich für Millionen von Menschen, die von den Sakramenten abgeschnitten sind und ihre Hilfe nicht in Anspruch nehmen können.

Wie jeder schlechte (liberal-modernistische) Hirte, der seine Arbeit nicht macht und der für den kleinsten gemeinsamen Nenner (dem Protestantismus alias Ökumene) plädiert, statt zur Prüfung der Unterschiede aufruft und sich bemüht Kenntnisse darüber zu verbreiten.

Seefeldt

Was vor 500 Jahren geschah, war keine Reformation der Kirche (die erfolgte erst einige Jahre später, Stichwörter Konzil von Trient und Papst Pius V.), sondern eine Abspaltung der Kirche. Daher bedaure ich es, wenn von katholischer Seite über „Reformation“ statt Abspaltung geredet oder geschrieben wird. Auch wenn Luther zunächst eine Reformation der Kirche anstrebte und einige seiner Anliegen berechtigt waren: Letztendlich betrieb er eine Abspaltung von der Kirche mit vielen schlimmen Glaubensfehlern.

Gunther M. Michel
Aus manchen Kommentaren hier spricht großes Unverständnis. Der Katholik muss freilich von seinem Glaubensstandpunkt aus Martin Luther den Vorwurf machen, dass dieser die Heilige Schrift als oberste Glaubensregel nimmt. Luther hat ja, im Unterschied zu anderen Reformatoren, die Tradition als solche nicht verworfen, sondern nur das in ihr, was seiner Einsicht nach der Schrift widersprach. Ist der so verstandene Grundsatz „sola scriptura“ erst angenommen, ergeben sich die reformatorischen Schlussfolgerungen daraus, im großen und ganzen, wie zwangsläufig. Den Beweis dafür liefert die katholische Exegese selbst. Man lese nur einmal, beispielsweise, Joachim Gnilkas „Theologie des Neuen Testaments“. Das ist solide, seriöse Wissenschaft.… weiter lesen »
Seefeldt

1) Die Behauptung, daß wir Katholiken Luther vorwerfen, die Heilige Schrift als oberste Glaubensregel zu nehmen, ist falsch. Wir werfen ihm vor, sich AUSSCHLIESSLICH an der Schrift zur orientieren (sola scriptura). Man kann dieses „sola scriptura“ eben unterschiedlich verstehen (gilt übrigens auch für die Evangelischen).

2) Nur die wenigstens Schlußfolgerungen Luthers sind zwangsläufig, vielmehr erlag er schlimmen Glaubensfehlern.

3) Für den Haß zwischen Katholiken und Protestanten ist Luther mit seinen wüsten Beschimpfungen von Papst und Kirche selbst der Hauptverantwortliche.

Sophus
Martin Luther ist kein „Zeuge des Evangeliums“, im Gegenteil! Denn er hat die Textgrundlage der „Frohbotschaft Gottes“ verändert. Er hat in seiner „Lutherbibel“ die Zahl der Schriften des Alten Testaments von 45 auf 38 zusammengestrichen, indem er auf das Buch der Weisheit, das Buch Jesus Sirach, das Buch Baruch, das Buch Judith, das Buch Tobias und das erste und zweite Makkabäerbuch verzichtete und aus dem 27 Schriften umfassenden Kanon des Neuen Testaments den Hebräerbrief, den Jakobusbrief, den Judasbrief und die Johannes-Apokalypse in den Anhang oder ganz aus „seiner“ Bibel verbannte. Damit bezeugt Luther ein anderes Evangelium, als die in der… weiter lesen »
Gunther M. Michel
Das früheste (halbamtliche?) Dokument der katholischen Kirche, in welchem Martin Luther „Lehrer im Glauben“ genannt wird, ist meines Wissens eine Stellungnahme aus dem Jahr 1983 unter dem Titel „Martin Luther – Zeuge Jesu Christi Wort der Gemeinsamen Römisch-katholischen/Evangelisch-lutherischen Kommission anlässlich des 500. Geburtstages Martin Luthers, 1983″. Ein Kernsatz darin lautet: „Man beginnt, ihn [Martin Luther] gemeinsam als Zeugen des Evangeliums, Lehrer im Glauben und Rufer zur geistlichen Erneuerung zu würdigen.“ Also: Martin Luther als 1. Zeuge Jesu Christi, 2. Zeuge des Evangeliums, 3. Lehrer im Glauben, 4. Rufer zur geistlichen Erneuerung. Diese Erklärung neben anderen wichtigen Texten wurde von der… weiter lesen »
hedi züger
Der ominöse Thesenanschlag (hat übrigens gar nicht so stattgefunden) war nichts Neues und Aufregendes-das berechtigte Anliegen des überrissenen marktschreierischen Ablasshandeles war schon 100 jahre früher Kritkpunkt-aller dings aktualisiert durch Tetzels AuftrittEs war die polternde Sprache Luthers welche die Teutonen begeisterten-in Rom warn die lateinisch übersetzten Schriften Luthers Kopfschüttel( wie kann sowas so viel Staub auf wirbeln, kennen wir doch schon längst“) Was allerdings im ersten Viertel des 16.Jhrt gewaltig durch den enormen wirtschaftlichen Aufschwung begünstigt Furore machte waren die unerträgliche sozialen Unterschiede, die dann zum Bauernkrieg soz. Unruhen sorgten und die abgetakelten verarmten Adeligen zur Revolte gegen die vermeintlichen Reichtümern… weiter lesen »
Sophus
Zur Ergänzung: Als Papst Johannes Paul II. 1980 in Deutschland gewesen war, verabredete er mit dem Vorsitzenden der Evangelischen Kirche die Einsetzung einer Kommission, welche die gegenseitigen Lehrverurteilungen aufarbeiten sollte. Die Kommission bildete sich, es wurden katholische und protestantische Theologen hineingerufen, um jene Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre vorzubereiten, die schlussendlich am Reformationstag 1999 in Augsburg unterschrieben worden ist. Im Zusammenhang mit diesen Vorbereitungen konnte es nicht ausbleiben, dass von modernistisch-ökumenistischen Theologen versucht wurde, die Verdikte des Konzils von Trient über Martin Luther zu relativieren. Die Gruppe, der auch ein Karl Lehmann angehörte, hat das Ergebnis ihrer Gespräche im Jahre 1987… weiter lesen »
Fid

Schrieb nicht Johannes Paul II in seinem Motu Proprio „Ecclesia Dei afflicta“, dass derjenige sich exkommuniziert, der einem Schisma auch nur formell beipflichtet? Ich rate Ihnen, dies einmal nachzuschlagen. Was muss man dann von einer gemeinsamen „Gedenken der Reformation“ etc. halten. Die Häresie Luthers ist eben nicht zu feiern. Zu feiern gab es hier nur etwas für die Hölle…
Wenn „Kardinal“ Kasper zu dem Schluss kommt dass „Luther recht gehabt“ habe, dann sind nun wohl die von A.K. Emmerich prophezeiten Zeiten wirklich angebrochen. Nach ihr hatte Gott allerdings andere Pläne…

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