Erhalten auch „Traditionalisten“ Funktion und Bedeutung im Pontifikat von Franziskus?

Erhalten "Traditionalisten" plötzlich Funktion und Bedeutung im Pontifikat von Papst Franziskus?
Erhalten "Traditionalisten" plötzlich Funktion und Bedeutung im Pontifikat von Papst Franziskus?

(Rom) Papst Franziskus äußerte bald nach seiner Wahl Kritik an den Traditionalisten unter den Gläubigen, oder was er jedenfalls dafür hält. Er warf ihnen vor, Pelagianer zu sein und meinte damit, sie seien ideologisch motiviert. Das katholische Kirchenoberhaupt ließ erkennen, daß sie ihm deshalb unsympathisch seien und er auch in der Pflege des überlieferten Ritus vor allem den ideologischen Ausfluß einer oppositionellen Haltung sehe.

In traditionsverbundenen Kreisen wurde auf die falschen Prämissen hingewiesen, die dieser persönlichen Meinung des Papstes zugrunde liegen, die in der Kirche ein Klima  schafft. Wenn ein Papst öffentlich erklärt, eine bestimmte Richtung rundweg nicht zu mögen, dann hat das Auswirkungen, weil sich manche Kirchenvertreter beeilen, sich seiner Haltung anzuschließen und Traditionalisten ablehnen. Eine Ablehnung, die in Teilen der Kirche seit den 70er Jahren verbreitet ist und schon vor Papst Franziskus ausgeprägt war, allerdings unter Benedikt XVI. aufzubrechen begann.

Der Groll nach der gescheiterten Bischofssynode

Seit der fast gescheiterten Bischofssynode im Herbst 2015, die nicht so verlaufen ist, wie Kardinal Walter Kasper es erhofft und Papst Franziskus es gewollt hatte, herrscht in der päpstlichen Entourage ein tiefsitzender Groll gegen jene, die die „Revolution Franziskus“ behindern.

Als der Brief der dreizehn Kardinäle bekannt wurde, gaben die Medienvertreter im Umfeld des Papstes die Parole aus, „die Konservativen“ stellen sich gegen den Papst. „Konservativ“ ist seit den Studentenprotesten von 1968 ein negativ besetztes Wort, das reflexartig ein ganzes, linksstehendes Spektrum in Frontstellung gegen jene bringt, denen dieser Stempel aufgedrückt wurde. „Traditionalist“ stellt in der Kirche noch eine negative Steigerungsform zu „konservativ“ dar.

Wie Eugenio Scalfari in seiner Kolumne vom vergangenen Sonntag schrieb, unterliegt auch Papst Franziskus dem Zwang, Mehrheiten um sich zu scharen. Das sind zwar keine parlamentarischen Mehrheiten, außer bei Bischofssynoden, wo es Abstimmungsmechanismen gibt. Der Papst braucht aber zumindest ausreichend Unterstützung in der Kirche, um nicht das eigene Pontifikat zu gefährden.

Nachjustierung: Vom Feindbild „Konservative“ zum Feindbild „Traditionalisten“

Mit etwas zeitlicher Distanz zur vorerst etwas mißglückten Synodalisierung der Kirche ist man im engeren päpstlichen Hofstaat offenbar zum Schluß gelangt, daß es langfristig wenig nützlich sei, so einflußreiche Kardinäle wie die dreizehn Unterzeichner, darunter die Kardinäle Müller, Sarah, Pell als gegnerische Gruppe zu benennen und mit dem Finger auf sie als Gruppe zu zeigen. Man laufe damit selbst Gefahr, sie erst zu einer organisierten Opposition zu machen.

Die Angriffe gegen die „Konservativen“ sind daher etwas in den Hintergrund getreten. Dafür wurde eine neue Gruppe als Widersacher gegen Papst Franziskus ausfindig gemacht, von denen man meint, sie ungehemmter angreifen zu können: die „Traditionalisten“.

Fragen nach Überschneidungen oder genauen Unterscheidungslinien spielen dabei keine Rolle. Es geht in erster Linie um einen Kampfbegriff, um die Benennung eines „organisierten“ Gegners, wie der Vatikanist des Papstes, Andrea Tornielli, vor wenigen Tagen in einem Interview mit der argentinischen Tageszeitung La Nacion sagte. Das hat Vorteile. Einen solchen Gegner kann man öffentlich für allerlei verantwortlich machen, man kann sich an ihm reiben und abarbeiten und vor allem man kann die eigenen Reihen schließen. Mehr noch: man liefert eine Etikettierung, die mit hoher Wahrscheinlichkeit eine reflexartige Übernahme durch die Medien sichert. Die Politik liefert dafür vielfältiges Anschauungsmaterial.

Andrea Tornielli als Stichwortgeber

Andrea Tornielli, der persönliche Medienberater des Papstes, gab am 17. Januar die Parole von einer „organisierten Bewegung“, einer innerkirchlichen Opposition gegen Papst Franziskus aus. Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Dekrets, mit dem Franziskus das Ritual der Fußwaschung am Gründonnerstag änderte, schrieb am 21. Januar eine andere Papst-Vertraute, die argentinische Journalistin und Rom-Korrespondentin Elisabetta Piqué in der Tageszeitung La Nacion:

„Mit einem Schritt, der mit Sicherheit in den traditionalistischen Bereichen der katholischen Kirche schlecht aufgenommen wird, beschloß Franziskus offiziell den Fußwaschungsritus zu ändern…“

Am 25. Januar schrieb die internationale Presseagentur Agence France Presse (AFP) über die ungewöhnliche Teilnahme von Papst Franziskus an einer mit dem Lutherischen Weltbund ausgerichteten 500-Jahrfeier von Martin Luthers „Reformation“, eigentlich einer 499-Jahrfeier, im schwedischen Lund:

„Dieser Besuch wird die traditionalistischen katholischen Kreise reizen…“

Fast wortgleich berichtete Reuters, die einflußreichste internationale Presseagentur über den Schweden-Besuch des Papstes und das schon im Titel:

„Der Papst wird an einer katholisch-lutherischen Zeremonie teilnehmen und riskiert den Zorn der Traditionalisten“.

Die Reuters-Meldung beginnt sofort mit den „Traditionalisten“:

„Den Zorn der katholischen Traditionalisten riskierend wird Papst Franziskus…“

Reuters hat inzwischen die Meldung durch eine aktualisierte Fassung ersetzt. Sie kann aber über andere Medien, die sie übernommen haben, wie El Periódico, nachgelesen werden.

Andrea Tornielli behauptete im La Nacion-Interview, daß es in der katholischen Kirche

„eine organisierte Bewegung gibt, die alle Medien nützt, einschließlich Internet, um Zwietracht und Kritik am Papst zu verbreiten“.

Der Wirklichkeit näher kommt aber wohl vielmehr eine andere Feststellung. Eine Frontstellung zwischen Papst Franziskus und traditionsverbundenen Kreisen muß nicht erst geschaffen werden. Papst Franziskus sorgte vom ersten Augenblick seines Auftritts auf der Mittelloggia des Petersdoms durch seine Gesten, Worte und Entscheidungen ausreichend dafür. Er war es auch, der diesen Gegensatz bereits im Juni 2013 postulierte.

Versuch einer Instrumentalisierung

Was es also gibt, ist vielmehr ein organisierter Versuch, „die Traditionalisten“ über die Massenmedien zum Feindbild zu machen. Sie sollen instrumentalisiert werden, und die Initiative dazu geht vom direkten Umfeld des Papstes aus.

Traditionalisten gelten in der Kirche als randständige Gruppe. Die Bezeichnung „Traditionalist“ gilt selbst frommen, gemeinhin als „konservativ“ bezeichneten Katholiken als schlimmeres Schimpfwort als „Modernist“. Der Widerspruch gegen päpstliche Entscheidungen soll offenbar als randständig dargestellt werden. Das soll dabei helfen, die eigenen Reihen zu schließen und eine Solidarisierung, selbst bei inhaltlicher Übereinstimmung, mit der Gegenseite verhindern. Papst-Kritiker laufen Gefahr, sich automatisch des „Traditionalismus“ verdächtig zu machen. Die Betonung der „Traditionalisten“ hat also die Funktion einer sozialen Ächtung mit dem Ziel, die Opposition gegen Papst Franziskus zu schwächen.

Soweit jedenfalls der von Tornielli angestoßene und erste Kreise ziehende Versuch. Es ist naheliegend, zu denken, daß Tornielli seine Aktion mit Papst Franziskus abgesprochen hat. Ob die Rechnung allerdings aufgeht, läßt sich derzeit noch nicht sagen und ist keineswegs gewiß.

Die Aktion bedeutet nicht, daß Papst Franziskus die Absicht hat, gegen traditionsverbundene Gruppen oder Gemeinschaften vorzugehen. Die ihm, laut eigenem Bekunden,  wenig sympathischen „Traditionalisten“ haben vielmehr plötzlich Funktion und Bedeutung für dieses Pontifikat erlangt, wenn auch auf eine unerwartete Art und Weise.

Text. Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons

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53 Comments

  1. Man muss hier dem Missbrauch der Sprache wehren. „Traditionalisten“ sind konsequent als Katholiken zu bezeichnen. Alle anderen konsequent als Ungläubige.

    • @Arrow:

      Sie haben völlig recht. Der Begriff „Traditionalist“ ist ohnehin eine unsinnige Kennzeichnung, bezeichnet er doch ursprünglich eine bestimmte Spielart des (häretischen) Fideismus.

      Allerdings wäre auch zu berücksichtigen, daß es viele Personen gibt, die den ganzen römisch–katholischen Glauben annehmen und bekennen wollen, sich aber aufgrund der derzeitigen Verwirrung hinsichtlich bestimmter Punkte in (physische oder moralisch) unüberwindbarer Unwissenheit befinden. Die Modernisten haben eben „ganze Arbeit“ geleistet.

  2. Papst Franziskus hat eine gute Antenne für Stimmungen. Deshalb wechselt er auch gerne in seinen Aussagen.
    Das auch dem Vatikan Angst wird kann noch vertuscht werden. Doch die Feinde sind selbst verschuldet. Teilweise sogar von der Kurie gefördert worden.
    Statt die Nachrichten zu leiten, wird immer Schönwetter und Toleranz gepredigt und dadurch den Feinden der Kirche die Tür geöffnet. Seit den Freimaurern Tür und Tor geöffnet wurde, werden auch die Erscheinungen der Mutter Gottes immer häufiger negiert. Man hat Angst der Wirklichkeit ins Gesicht zu sehen. Die Heiligen und Märtyrer hat man aus den Kirchen verbannt. Reliquien sind nicht mehr im Altar. Die Eucharistie wird von Gott weg gefeiert. Nach Restaurierungen gleichen Kirchen mehr einem Museum als einem Gotteshaus. Für Italien wird eine Hetzjagd mit Mord und Totschlag auf die Geistlichen prophezeit. Vielleicht werden schon heute die Häuser um den Vatikan, von reichen Arabern aufgekauft. In den Iskreisen kursieren Bilder mit der Schwarzen Flagge Mohamed auf dem Petersplatz.http://www.katholisches.info/2014/09/15/schwarze-fahne-des-dschihad-auf-petersplatz-wir-werden-auch-den-vatikan-einnehmen/
    Habt Ihr schon selber veröffentlicht.

  3. Tradition bedeutet nicht die Asche weiterzutragen, sondern das Feuer, das in der Traditon steckt, und das tut Papst Franziskus und wird darob
    getadelt. Jesus tat vor 2000 Jahre Vergleichbares, er trug das Feuer Israels weiter und entzündete die ganze Welt.

    • @Ballflachhalter:Sie sollten den Ball flachhhalten und hier nicht Papistische Propaganda betreiben.

    • Der Vergleich zwischen Papst Franziskus und dem Herrn Jesus Christus ist hier völlig fehl an Platz.
      Das Feuer Israels weitertragen? Wo sich die Wenigsten im Judentum nach dem Kreuzestod Jesu zu ihm bekehrt hatten?
      Das in der Tradition steckt? Wo doch Papst Franziskus, wie in obigem Artikel beschrieben, nichts von Traditionalisten hält?

    • @Ballflachhalter
      Nein, nicht das Feuer Israels, was in mehrerer Hinsicht falsch ist,sondern höchstens das Feuer eines Teils der Juden, und zwar das lebendige Feuer einer kleinen jüdischen Gemeinschaft, die sich Essener genannt haben, gemäss den Schriften der sel. Anna Katharina Emmerick. Das „Feuer“ der Pharisäer und der Schriftgelehrten kann wohl nicht gemeint sein, oder?
      Etwas Geschichtliches:
      Die erste Wegführung des Nordreiches Israel an den Verbannungsort Assyrien geschah um 733 v.Chr. 2.Kön.15:29 Die zweite und end
      gültige Wegführung erfolgte um 722 v.Chr. 2.Kön.17:5-6
      Es ist sicher, daß die Juden nicht die gesamte Nation Israel darstellen, sondern nur eine Minderheit repräsentieren. Im Alten Testament wurde Israel durch einen Bürgerkrieg in zwei Teile gespalten, in das Haus Juda und das Haus Israel. Das Haus Juda, die Juden bestanden nur aus 2 der 12 Stämme Israel, den Stämmen Juda und Benjamin und außerdem aus einem Teil des Stammes Levi. Die heutigen Juden repräsentieren nur noch einen Überrest des Hauses Juda.
      Nahezu das gesamte Haus Juda wurde im Jahre 580 v. Chr. gefangen nach Babylon geführt, 70 Jahre später kehrten nur 49.000 ins Verheißene Land zurück (ESRA 2:64). „Esra … berichtet über die Rückkehr unter Serubbabel nach Palestina…. von einem jüdischen Überrest. Aber die Masse der Nation und die meisten der Prinzen blieben wegen der Vorzüge in Babylon und Assyrien, wo es ihnen gut ging“ (Scofield Studien Bibel).
      Dieser Überrest Judas blieb in Palestina bis zum Kommen von Jesus Christus. Dann folgte ihre Ablehnung gegen den Messias, die Römer griffen sie im Jahre 70 n. Chr. unter Titus an. Nach einem großen Massaker an hunderttausenden Juden führten sie die Übriggebliebenen fort in die Gefangenschaft.
      Die Juden verheirateten sich weit verbreitet mit den Völkern unter die sie zogen (ESRA 9:2, NEHEMIA 13:23-25), der große jüdische Historiker Josephus, der um die Zeit Christi lebte, sagt aus, daß die gesamte Nation der Edomiter (die Nachkommen von Esau, Jakob’s Bruder) von den Juden annektiert wurde und so aufhörte, eine eigenständige Nation zu sein. Gemäß modernen Schätzungen repräsentieren heute nur etwa 18% des jüdischen Volkes die wahren Nachkommen des Hauses Juda. Sie werden die Sephardim-Juden genannt und sind im Allgemeinen hellhäutig und blond. Die anderen 82% werden Ashkenazim-Juden genannt und sind allgemein dunkelhäutig mit dunklen Haaren, welches keine ursprünglichen israelitischen Charakteristiken sind, sondern von den heidnischen Nationen, unter die sie zogen, geerbt wurde. Quelle:
      https://www.cai.org/de/bibelstudien/wo-sind-die-verlorenen-zehn-st%C3%A4mme-israels

    • @Ballflachhalter,
      „Der Heilige Rest“: ein sehr interessanter Punkt!
      Leider von der post-2-vatikanischen Kirche und den modernistischen Theologen zutiefst abgewehrt.
      Mir scheint hier eher das Feuerzeug der Sankt-Gallen-Mafia in Estafettelauf weiter geführt zu werden.
      (Jetzt hatte ich doch schon „gefürt“ geschrieben- Ivo Fürer läßt grüßen!)

    • Den gegenwärtigen Papst mit Jesus zu vergleichen, wäre mir echt nie in den Sinn gekommen. Der Amtsinhaber macht doch Kirche nach Gutsherrenart und schert sich nicht um die Glaubenswahrheit.

  4. Na und? denke ich. Jetzt seid ihr halt mal selber dran. Erst habt Ihr „Neuerer“ gejagt und dabei selber lauter Neuerungen eingeführt…einschließlich der Totalisierung päpstlicher Autorität; eine vatikanische Geheimmafia führte schon 19. Jh nach dem Wiener Kongress „schwarze Listen“, auf der angebliche „Liberale“ unter den Bischöfen standen, unter anderem auch der spätere Leo XIII. Ihr habt das ganze 19. Jh über unbescholtene Priester und Bischöfe gehetzt und so lange gejagt, bis auch noch der letzte in Rom angezeigt wurde, und wenn dort abschlägig beschieden wurde, habt ihr weitergehtzt. Später gab es die umfangreiche Hetzjagd auf „Modernisten“. Wer auch nur einen Pieps abwich vom „antimodernistischen Kurs“ wurde oft sogar unbesehen verleumdet, manche sogar amtsenthoben. Duie Geheimpolizei „soladitium pianum“ bespitzelte Priester, Bischöfe, ja sogar Kardinäle, auch Kurienkardinäle.

    Dann kamen ein paar Weltkriege dazwischen, und dann das Konzil: auch die Konservativen schiegen dort, weil jeder die Nase voll hatte von dieser Hatz, die soviele Jahrzehnte von Rom ausgegangen war und sich teilweise mit Judenhass, aggressivem Royalismus, mörderischem Faschismus und kriminellen Aktionen verbunden hatte.

    Die „Traditionalisten“ – sie nennen sich selbst so! – haben diesen Ekelstil fast ungefiltert „tradiert“. Auf den ersten Blick geht es um die alte Liturgie.
    Auf den zweiten und dritten aber um andere Dinge, politische Dinge, die einem klammheimlich mit untergejubelt werden sollen.

    Und vor allem ist ein großer und absurder Widerspruch im Raum:

    Dieselben, die vorher nach der Totalmacht des Papstes geschrien haben und förmlich über Leichen gingen, um sie durchzusetzen, nehmen sich heute, da der Papst nicht anch ihrer Pfeife tanzt, das Recht heraus, ihm „Widerstand“ zu leisten – eine Haltung, die sie jedem Liberalen um die Ohren schlagen würden, zu dem sie sich selbst aber großmütig dispensieren.

    Was bleibt übrig?
    Eine Selbsternennung zur „Tradition“ jenseits von Rom.
    Wundert sich einer im Ernst, dass der von früheren Traditionalisten totalitär ausgestattete Papst diese schismatische Gruppe, die macht, was sie denkt, egal, was Rom dazu sagt, nicht „sympathisch“ findet?

    Wie kann man sich wundern, wo man sich in derartige Widersprüche verstrickt hat?

      • Ich bin, wie die meisten anderen auch, müde geworden ihre Kommentare zu lesen und darauf zu antworten. Eines nur – warum sprechen sie mit diesem Kommentar alle traditionsverbundenen Katholiken mit „ihr“ an, wo doch diejenigen, die das was sie denen unterstellen getan haben sollen, entweder nicht mehr am Leben sind oder in den allermeisten Fällen nicht mitlesen?
        Das ist einseitig, unseriös und verallgemeinernd, freundlich gesagt.

      • @ dhmg

        Rhetorisches Mittel in dem Fall – und Sie sehen ja: es wirkt. Auch Sie, der Sie angeblich meine Kommenatre nicht mehr lesen und erst recht nicht beantworten, haben ihn gelesen und beantwortet.

        Ich seh das nicht so, dass die heutigen Traditionalisten mit den Ex-Reaktionären und Anti-Modernisten nichts mehr zu tun haben. Das müsste Ihnen anhand des Vokabulars der Poster hier doch aufgehen.

        Sie stehen in deren direkter Nachfolge und erklären deren Kurs als den „katholischen“.

        Ich bin weit davon entfernt, das, was heute abläuft zu rechtfertigen. Das weiß jeder, der meine Kommentare liest – regelmäßig, meine ich 🙂

        Aber ich verweigere mich dem Narrativ der Traditionalisten, die eine Deutungshoheit darüber, was „katholisch“ ist beanspruchen, die ihnen nicht zusteht. Aus der Rückschau kann man bei wachen Sinnen nur sagen, dass dieses angeblich einzig wahre „Katholischsein“ eine einzige, unkluge und teilweise auch häretische Überreaktion war und ist.

        Das Kind ist allerdings im Brunnen. Und es war schon lange vor dem Konzil im Brunnen.

        Man „rettet“ den „wahren Glauben“ nun mal nicht durch Gift und Galle, eine totalitäre Administration und theologische Verengungen, die noch niemals zur Debatte standen. Auch das sind Neuerungssüchte, inverse sozusagen…

      • Rationales Denken würde ihnen sicher helfen, den inneren Frieden zu erlangen. Bis dahin ignoriere ich ihre Kommentare weiter und hoffe, dass Sie sich bekehren.

      • @ dhmg

        Hahaha! Wie schaffen Sie es, meine Kommentare stets zu ignorieren und dann doch darauf zu antworten, obwohl Sie darauf – wie bisher – nicht antworten…
        Hahahaha!

        Bestürzend aber Ihre Bigotterie – was wissen Sie über meine Seele?
        Haben Sie ne Kristallkugel zu Hause?
        Ob diese Quelle wohl die Wahrheit spricht?

    • @zeitschnur:

      Die Existenz und Tätigkeit des sog. Sodalitium Pianum wird hin und wieder in der (kirchenhistorischen) Literatur erwähnt. Die ausführlichste, allerdings sehr undifferenzierte Schilderung dieses Phänomens habe ich vor Jahren in einem niederländischen Werk (Rogier, „In vrijheid herboren“) gefunden.

      Sie berichten aber auch für das 19.(!)Jh. („ab dem Wiener Kongreß“)über eine „vatikanische Geheimmafia“ , die „schwarze Listen“ erstellt habe, über systematische (!) Verfolgung von Klerikern, die als liberal galten usw. Da ich an diesem Thema sehr interessiert bin, wäre ich Ihnen für entsprechende Literaturangaben sehr verbunden

      • War aus dem allgemeinen Gedächtnis heraus geschrieben vorhin –

        ich hab das im Handbuch der Kirchengeschichte von Jedin SICHER gelesen, in dem Band über Leo XIII. und Pius X., glaube Band VI ist das, ansonsten müsste ich nachsehen, wo ich noch darüber gelesen habe…
        Über das Spitzelsystem zur Zt. Pius X. sprach im Rahmen des Seligsprechungsprozesses auf jeden Fall Kardinal Gasparri mit großen Abscheu. Er nannte dieses Geheimsystem sogar „eine Art Freimaurerei“.

        Wenn Sie Geduld haben – ich such das mal bei Gelegenheit und setz es dann irgendwo in ein Kommentarfeld, wenn ich Sie kommentieren sehe. Kann aber dauern, weil ich die Bücher nur geliehen hatte.

      • @zeitschnur:

        Besten Dank für den Hinweis, werde dann bei Jedin im betreffenden Band nachschlagen. Wenn Sie -gelegentlich- weitere Literatur anführen könnten, wäre das natürlich auch willkommen. Aber lassen Sie sich damit ruhig Zeit.

    • Ich weiß nicht, was soll das bedeuten ? Und ehrlich: Man muss das auch nicht verstehen. An Eindeutigkeiten im Glauben fehlt es, wenn man eben nur irgendetwas aneinanderreiht, was so aussieht, als gäbe es einen Zusammenhang.

  5. 1.) Der Hl. Vater hat in dem Punkt recht, daß das Pflegen der überlieferten Liturgie in erster Linie aus der Opposition gegen die Neuerungen kommt den nur damit läßt sich das Festhalten an den alten liturgischen Büchern nach dem 1 Fastensonntag 1976 begründen ,daher ist für „Traditionalisten“
    das Motu proprio Summorum Pontificum keine Lösung sonder ein Angebot an liturgie Folkloristen es wäre nur konsequent von den Priestern die das MP für sich in Anspruch nehmen auch eine verpflichtende Feier des NOM zu verlangen
    2.) Alle Probleme die zur „Traditionalistischen Opposition führten sind seit 1975 die selben der gegenwärtige Papst läßt nur die konservativen Behübschungen der Amtszeit seiner 2 Vorgänger weg

    • Das mag für die Generation Lefebvre meinetwegen so sein, da halt ich mich raus…‎

      Ich bin Jahrgang 1972. Bis zu „Summorum pontificum“ hab ich die «alte Messe» wirklich für ‎abgeschafft, wenn nicht gar verboten, gehalten bzw. die daran Festhaltenden (Piusbrüder) für ‎Schismatiker. 2013 bin ich in Zürich eher zufällig in die Messe der Petrusbruderschaft geraten ‎und war wirklich beeindruckt. Dann hab ich mich näher mit der Thematik befasst und muss ‎mittlerweile sagen, dass mir die «neue Messe» im Vergleich zur «alten» wie Fast Food ‎vorkommt. Einfachstes Beispiel wie das 2. Hochgebet von Louis Boyer und einem Kollegen an ‎einem Nachmittag in einer Kneipe in Trastevere zusammengekleistert wurde – und im Vergleich ‎zum Römischen Kanon empfinde ich das dann halt sprachlich und inhaltlich auch als Fast Food.‎

      Bin ich nun ein „Traditionalist“ oder mache ich Opposition gegen Neuerungen? Für mich ‎persönlich ist die «alte Messe» eine Neuerung 😀

      • Dito. Bin etwas jünger, aber der Rest war für mich sehr ähnlich. Für mich ist der „Traditionalismus“ eine katholische Erneuerungsbewegung in Kontinuität mit der Tradition der Kirche.

    • @ Thomas Kovacs:Falls Sie es noch nicht Wissen.Wir sind hier keine Filiale Roms-Laut Rede von Kard.Marx- und das gilt auch für uns hier.Soviel zur „Demokratie“…Aber lassen wir das. Die Lage ist Heute so:Die RKK und der Katholizismus ist heute ein Leichnam, der nur noch dank der künstlichen Sauerstoffzufuhr seitens des Herrn Bergoglio alias „Papst“ F.,interressierter Politiker,Intriganten,Theologen und Kirchenfunktionären den Anschein von Lebendigkeit zu erwecken vermag.Und hier von einem „Hl.Vater “ zu sprechen,das ist schon der Gipfel der Heuchelei und Lüge.Unser Vater ist im Himmel,ihr sollt niemanden auf Ereden HL.Vater nennen!

    • Richtig – die Auseinandersetzung insbesondere zwischen Paul VI. und Lefebvre waren ja nicht gerade ein Spaziergang…

      Ich denke, dass Benedikt XVI.die Traditionalisten auch nicht „sympatisch“ findet. Das hat er nirgends kundgetan.
      Ich habe seine Aktionen (Aufhebung der Exkommunikation, MP S.P.) als eine strategische Intervention aufgefasst, hinter der möglicherweise auch wiederum Aktinen der Pius-Traditionalisten selbst stehen.

      In jedem Fall hat er die „Tradition“ nicht gefördert, sondern einem Wettstreit mit den Bewegungen in der Amtskirche aussetzen wollen.

  6. Vor etwas weiterem möchte ich warnen. Papst Franziskus hat 2014 christliche Fundamentalisten (ohne diesen Begriff näher zu umschreiben) auf gleiche Stufe gestellt mit islamischen Terroristen. Im Kern bedeutet Fundamentalismus heute (ungefähr): der Bibel als exklusiver, wörtlicher Offenbarung Gottes glauben. Das war einmal der Glaube der ganzen Christenheit; heute ist das ein Minderheitsglaube in allen Konfessionen. Diese sieht Papst Franziskus als Haupthindernis zu seiner humanistischen Toleranzreligion. Diese rückt er in die Nähe des Terrorismus. Vorarbeit dazu leistete das vatikanische Bibeldokument von 1993.

    • @Leo Laemmlein:

      Erlaube mir einige Eränzungen zu Ihrem Kommentar:

      Sie schreiben, die Hl. Schrift sei „früher“ allgemein als „exklusive“ Offenbarung angenommen worden. Vom katholischen Standpunkt aus muß man – -heute wie früher- allerdings auch noch die Tradition nennen. Beide zusammen bilden (in ordine cognoscendi) die zwei Quellen der einen, exklusiven Offenbarung Gottes. Manche wollten übrigens auf dem Vat. II. zumindest die „materielle Suffizienz“ der Hl. Schrift lehramtlich festschreiben, sind aber selbst damit gescheitert („Dei Verbum“ übergeht die „Frage“; viel besser hätte man natürlich die „materielle Suffizienz“ ausdrücklich verworfen). Die „formelle Suffizienz“ (Exklusivität) hätten auf dem letzten Konzil nicht einmal die Verwegensten überhaupt in die Debatte einzubringen gewagt (weil diese These mit dem „Sola Scriptura“ Luthers identisch ist).

      Auch würde ich anmerken wollen, daß viele der von der Kirche getrennten Konfessionen den Umfang des Kanons der hll. Schriften nicht so beurteilen, wie das kirchliche Lehramt.

      Das von Ihnen erwähnte Dokument der Bibelkommission hat keinen lehramtlichen Charakter. Interessanterweise hat ausgerechnet Joseph Ratzinger darauf hingewiesen, daß die heutzutage von dieser Kommission verabschiedeten Dokumente keinen lehramtlichen Anspruch erheben -ganz anders, als es bei früheren Dokumenten der Bibelkommission der Fall war. Z.B. hatten -und haben- die unter Pius X. herausgegebenen Stellungnahmen der Kommission lt. damaliger Klarstellung aus Rom lehramtliche Autorität.

      Schließlich ist es -entgegen anderslautenden Gerüchten- auch heute noch für jeden Katholiken erlaubt, an der „wortwörtlichen“, d.h. Verbalinspiration der Hl. Schrift festzuhalten (wie es z.B. der vor wenigen Jahren verstorbene Exeget Van der Ploeg OP -ein Theologe von internationalem Ansehen -getan hat). Ob man aber nun Verbal- oder Realinspiration vetritt: An der völligen Irrtumslosigkeit der Hl. Schrift (und zwar nicht nur in rebus fidei et morum) hält jeder Katholik fest. Nicht auf den Modus der Inspiration kommt es ja letztlich an, sondern auf die Inerranz: Es ist Gott, der hier gesprochen hat, und Er kann sich niemals irren (- wohl aber menschliche Interpretatoren seines Wortes). Mit Terrorismus hat der katholische Standpunkt selbstverständlich überhaupt nichts zu tun.

  7. „(…) ja es kommt die Stunde, in der jeder, der euch tötet, meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten.“

  8. „Traditionalist“ ist das selbe widersprüchliche Wort wie „Homophobie“. Die Leit-Medien haben es kreiert und danach übernahmen es diejenigen, die sonst keine tauglichen Argumente für eine sachliche Diskussion besitzen. Eine Phobie ist eine Krankheit, die es erstens geben muss, die zweitens anhand bestimmter Verhaltensweisen diagnostizierbar sein muss, alles andere ist unseriöse, unsachliche Wortschöpferei. Solange es Homophobie als Krankheit nicht gibt, kann man niemanden dieser Krankheit beschuldigen.
    Dasselbe beim Wort „Traditionalist“ – die katholische Kirche hat doch eine fast 2000-jährige Tradition von Festzeiten, Gebeten, Messzeremonien, Sakramenten und Statuten(10 Gebote, Katechismus), auch wenn manches in Konzilen nachträglich geändert wurde, aber alles halt in einem gewissen Rahmen. Dann muss jeder, der gläubiger Katholik ist und aufgrund des katholischen Glaubens sonntags und feiertags in die Hl. Messe geht ein Traditionalist sein, oder? Das wären aber ganz schön viele, die in das Schema passen würden.
    Mich rührt das nicht an, ich finde den Begriff eher positiv, auch wenn die verwendete Wortendung „-ist“ natürlich negativ klingen soll, das ist klar.

    • Um die Frage aus der Überschrift des Artikels zu beantworten – Kardinal Sarah wurde von Papst Franziskus als Präfekt der Gottesdienstkongregation eingesetzt, Kardinal Pell wurde Mitglied im Kardinalsrat, das sind immerhin zwei konservative Geistliche die mir eingefallen sind, die wichtige Posten bekamen. Ob es in beiden Fällen Papst Franziskus‘ wissentliche Absicht war, weiß ich allerdings nicht.

    • Eigentlich haben homosexuelle Menschen Angst vor dem Menschen im anderen Geschlecht innerhalb einer Partnerschaft, letztendlich sind Homosexuelle eigentlich ´homophob nüchtern und objektiv betrachtet, es zeigt nur mehr auf wie sehr geistig verwirrt diese „Verbalakrobaten“ sind die mit solchen Platzpatronen schießen.Angst wird von ängstlichen Opfern die zum Täter werden auf die Mutigen projiziert,eine arglistige Täuschung.

  9. Es ist wie ein Wiederhohlung des zweiten Vatikanichen Konzil:

    The true Protagonist of the Council

    Pope Benedict XVI reported on 14th February 2013 in his address to the Parish Priests and Clergy of the Rome Diocese: “The Bishops said: no, let’s not do that. We are bishops, we ourselves are the subject of the Synod; we do not simply want to approve what has already done, but we ourselves want to be the subject, the protagonists of the Council”.

    Such intrinsic pride by these Bishops should have been alarming and leading to the following questions:
    (1a) Are the Bishops really the true protagonists of the Council, by which a majority of them rightfully might have decided what, where and how the Holy Spirit has to work in the Council and therefore being entitled to reject the work done through the Holy Spirit by the preparatory committees?
    (1b) either is the Holy Spirit the true Protagonist of the Council who acts on his own inscrutable way through the Council Fathers together with the Pope?
    (2a) Is it realistic to assume that the Holy Spirit, working in and through the Council, has rejected His own prepatory work?
    (2b) either is it the ‘spirit of a vast majority of the Council Fathers’ known as the ‘spirit of the Council’ that has rejected the work of the Holy Spirit?
    (3) And is such act by the ‘spirit of the Council’ an act against the Holy Spirit?

    Therefore with reference to the Human Dignity the Holy Spirit is respecting the free will of man regardless of his status, He might have tolerated this ’spirit of that vast majority of the Council Fathers‘ that had rejected his work firstly, while He was truly working among a ‘small minority’ of Council Fathers to ensure the schismatic nature of the ‘spirit of the Council’ within the Council could be neutralized.
    Finally the texts, including the so-called ‘watered-down’ texts and the contradictory compromises are accepted by the Council Fathers together with the Pope. In other words, the true work of the Holy Spirit in and through the Council might have more emphasis on the ‘watered-down’-elements, especially with regards to the contradictory compromises to assure continuity with the living Tradition of the Church.
    http://www.ecclesiadei.nl/docs/clarity.html

  10. Vom Otto-Hermann Pesch sind die Progressiven die wahre Konservativen. Sie wollen dich immer die alte verlorene Traditionen herstellen.

  11. @Ballflachhalter: Es geht hier nicht um Ihr „Seelenheil“-das geht mich nichts an und interressiert mich nicht ,sondern um die desaströse Politik des Destroyers auf dem Stuhle Petri!

    • @ Leon – danke für die Nächstenliebe, Papst Franziskus führt die Kirche
      Schritt für Schritt zu dem, was Jesus gewollt hat und was auch der Wille seines Vaters ist in Ewigkeit !!

      • Dann seien Sie doch konkret und sagen Sie, worin das Führen der Kirche zu dem was Jesus gewollt hat und was auch der Wille Gottes ist, bestehen soll. Was gehört da Ihrer Meinung nach dazu?
        Was halten Sie für verbesserungswürdig an der Lehre oder der Pastoral in der katholischen Kirche?

      • @ Ballflachhalter
        Ja, auch Papst Franziskus hält die Kirche und vor allem das Kreuz flach. Die Kirche wird „flachgelegt“, und zwar mit folgender Begründung: Franziskus ersetzt nämlich das Beste mit etwas Gutem. Mit Papst Franziskus (Die Rechtmässigkeit der Papstwahl notabene ist meiner Einschätzung nach eine offene Fragestellung…) wird die kath. Kirche auf das Niveau einer sozialne Wohlfahrtsorganisation heruntergerissen, der vertikale Balken des Kreuzes Jesu Christi wird praktisch eingeebnet, so dass fast nur noch die horizontale Dimension des Kreuzes übrigbleibt, die Mensch-Mensch-Beziehung; das Kreuz wird abgeflacht, damit der Glaube der Gläubigen sich mehr und mehr abflacht. Die Beziehung Gott-Mensch wird zwar noch erwähnt und geduldet, doch klar und eindeutig überschattet von den irdischen Sorgen und Nöten, die ins Zentrum rücken. Der Mensch rückt also ins Zentrum, nicht Gott in Jesus Christus!
        Das Beste (Glaube, Glaubensverkündigung, die Hl. Schrift, die Sakramente, das Gebet etc.) wird im Volk kaum mehr gelebt und praktiziert und hat deshalb seine Bedeutung sehr stark eingebüsst, ist fast nicht mehr vorhanden. Das „Gute“ jedoch, das Franziskus bedeutungsvoll hervorhebt, sprich die Bekämpfung von Armut und Korruption, die Diskussionen um ökologische Probleme, soziale Ungerechtigkeit, mag zwar wichtige Themen in der Welt ansprechen, entsprecht jedoch klar nicht dem Hauptauftrag der Kirche Christi. Hauptauftrag der kath. Kirche ist die Glaubensverkündigung und das Erfüllen des Heilauftrages, damit möglichst alle Gläubigen gerettet werden können. Die Perfidität am Ganzen: Das Gute ist für jeden Menschen sofort einsichtig und nachvollziehbar; das Beste aber, der gelebte Glauben, braucht unglaublich viel mehr Aufwand und Engagement, da man gegen den zweifelnden und ungläubigen Intellekt des Menschen und gegen seine Trägheit ankämpft.
        Im Übrigen: KKK Nr. 675: „Vor dem Kommen Christi muß die Kirche eine letzte Prüfung durchmachen, die den Glauben vieler erschüttern wird [Vgl. Lk 21,12;Joh 15,19 -20]. Die Verfolgung, die ihre Pilgerschaft auf Erden begleitet , wird das „Mysterium der Bosheit“ enthüllen: Ein religiöser Lügenwahn bringt den Menschen um den Preis ihres Abfalls von der Wahrheit eine Scheinlösung ihrer Probleme.“ … Quelle: http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P21.HTM
        Ich bitte um eine Stellungnahme seitens @Ballflachhalter, wie er denn KKK 675 interpretiert. Und ebenso meine nachfolgenden Hinweise…

        Ich wiederhole mich: Die Prophezeiungen vom hl. Franziskus von Assisi, der seligen Katharina Emmerick, der hl. Brigitta von Schweden, der Worte der Gottesmutter Maria in Akita, in Quito, zu Don Gobbi („Die Kirche wird die Stunde ihrer grossen Apostasie kennen. Der frevelhafte Mann wird bis in ihr Innerstes eindringen und im Tempel Gottes sitzen, während der Rest der wahren Gläubigen den schlimmsten Prüfungen und Verfolgungen ausgesetzt sein wird. Ab dann wird die Apostasie (der Glaubensabfall) allgemein um sich greifen, weil fast alle Menschen dem falschen Christus und der falschen Kirche folgen werden. Dann wird die Tür für das Erscheinen des Antichristen weit geöffnet sein!“ Quelle:
        http://kath-zdw.ch/maria/texte/12profezeiungen.html) etc. sind Beweise genug, dass das jetzige Pontifikat Grausliges beabsichtigt. Wer Augen hat, der sehe, wer Ohren hat, der höre!
        PS: Pedro Regis, dessen Berichte von Botschaften von seinem Bischof öffentlich anerkannt werden, berichtet über die Worte der Jungfrau Maria:
        „Der Tag wird kommen, an dem der (wahre) Papst von seinem Thron verjagt werden wird… Gesetze werden erlassen, die das Eingreifen der Kirche unterbinden werden…
        Im großen Endkampf wird der Rauch Satans im Hause Gottes zu spüren sein, doch das Licht des Herrn wird vorherrschen… Die fehlende Liebe zur Wahrheit und die Respektlosigkeit gegenüber den Sakramenten wird dazu führen, dass viele Geweihte an den Abgrund der Apostasie geleitet werden… Die Zukunft der Kirche wird durch eine große Spaltung und eine traurige religiöse Diktatur gekennzeichnet sein. Petrus wird Judas auf seinem Weg treffen… Betrug umgibt den Thron Petri… Es wird eine Entscheidung getroffen werden, die im Palast (dem Vatikan) große Verwirrung stiften wird… Die Zukunft wird bestimmt von Spaltungen und Skandalen in der Kirche meines Jesus‘…
        Verrat gelangt bis zum Throne Petri… gekennzeichnet durch einen ernsten Konflikt zwischen wahrer und falscher Kirche.
        Der Hl. Petrus wird sein Schiff durch große Unwetter steuern. Das Schiff Petri wird ins Schwanken geraten und es wird große Verwirrung herrschen…
        Ein scheinbar guter und gerechter Mann wird in der Welt erscheinen. Er wird viele Menschen täuschen, indem er große Wundertaten vollbringt. Er wird aus der südlichen Halbkugel kommen und viele Menschen werden in ihm den Heiland sehen. Seid wachsam und lasst euch nicht täuschen…
        Es wird zwei Throne geben, doch nur auf einem wird der echte Nachfolger Petri sitzen… ein arroganter Papst wird die Kirche spalten. Seine Anordnungen werden befolgt und alles Wertvolle wird verworfen werden. Eine große spirituelle Verwirrung bahnt sich an… der, der Petrus hätte sein können, wird zum Judas werden. Er wird dem Feind die Türen öffnen und allen gläubigen Männern und Frauen Leid zufügen… Die Kirche wird ohne Petrus sein… über Rom wird ein Krieg ausbrechen und nur wenige werden überleben.
        Quelle: http://kath-zdw.ch/maria/texte/12profezeiungen.html
        PS: Aufschlussreich ist auch die Analyse vom privaten Gelehrten Dirk Schröder. Es lohnt sich, diese zu lesen. Quelle: https://wissenschaft3000.files.wordpress.com/2013/04/papstfranziskusi.pdf

      • @Ballflachhalter,
        Daß Sie nun indirekt das Treiben von Francesca Chaouqui und ihr Protector/ (Vaterschaftsanwärter) nun mit dem Namen und dem Willen Unseres Herrn Jesus Christus in Verbindung bringen, ist starker Tobak.
        Da ist sicher viel Feuer der Leidenschaft im Spiel aber sehr wenig Heiliger Rest.

      • Ballflachhalter hatte bisher im Grunde nur eines zu sagen:

        „Bergoglio ist der Beste. Er hat als einziger Papst begriffen, was Jesus wollte. Wer anderer Ansicht ist, ist böse. Schalom, Bruder, der Friede Bergoglios sei mit dir.“ usw.usw.usw.

        Es ist bedauerlich, daß man hier im Forum überhaupt auf solche Albernheiten ausführlich eingeht. Würde meinen, für so etwas wäre die Zeit zu schade.

  12. @ballflachhalter
    „Er trug das Feuer Israels weiter“ – nein, Jesus hat SEIN Feuer auf die Erde geworfen; das ist nun nicht dasselbe!

    • Die Affinität zwischen den Erfahrungen des Volkes Gottes mit seinem Gott
      zu Jesu Lehre ist doch sehr groß- beide Feuer stammen aus dem gleichen
      göttlichen Feuer

  13. Der Allmächtige dreifaltige Gott ist der größte Traditionalist aller Zeiten!!!!!!
    Bitte in der Bibel nachlesen (AT, Psalmen, NT)
    Gott ist und bleibt Ewig – also traditionell- derselbe Liebende, barmherzige und gerecht strafende himmlische Vater.
    Wer Traditionalisten beleidigt, beleidigt Gott und damit den Heiligen Geist höchstpersönlich. Die Bibel sagt, das die Sünde wider den Heiligen Geist Gottes nicht vergeben werden kann…..
    Gott kann und wird sich nie ändern, weil er allen Menschengenerationen gegenüber gleichermaßen gerecht und fair sein und bleiben muss. Gott kann niemals die Liebe sein, falls er Menschen irgendeiner Generation bevorzugt behandeln würde. Mit welchem Recht sollte Er das tun? Gott liebt alle Menschen gleichermaßen – niemand wird bevorzugt oder benachteiligt. Was für Menschen unmöglich erscheint, ist es für Gott nicht! Ein beliebiger Gott wäre unzuverlässig, launisch und wortbrüchig statt treu. Er wäre die Lüge und nicht die Wahrheit. Gottes Heiliger Geist ist und bleibt heilig. Der Zeitgeist ist beliebig, launisch, scheinheilig und die Lüge. Gott von Gott – Licht vom wahren Licht – in Gott gibt es keinerlei Falschheit.
    Fundamentalisten sind Menschen, deren Haus auf einem festen Fundament gegründet ist. Ein Haus auf Sand, hat bekanntlich kein Fundament, auf welchem es ruhen kann – es zerfällt!
    Die Bibel sagt deshalb: „Wenn man euch um meinetwillen beschimpft und verfolgt, freut euch und jubelt, denn euer Lohn im Himmel wird groß sein.“
    Angriff, Beleidigung, Diffamierung und Verfolgung beweisen immer, das wir Traditionalisten, Konservative oder Erzkonservative auf dem richtigen Weg zu Gott unterwegs sind, weil die Wahrheit im Gegensatz zur Lüge i m m e r angegriffen, gefoltert oder gar getötet wird, siehe Kreuzigung Jesu Christi!
    Wer mir nachfolgen will, nehme täglich sein Kreuz auf sich, sagt Jesus.
    Kein Kreuz ohne Gnaden und keine Gnade ohne Kreuz!
    Gelobt, gepriesen, angebetet und verherrlicht sei in Ewigkeit die allerheiligste Dreifaltigkeit.

    • Ich achte Ihren Glaubenseifer!

      Aber Ihre Argumente sind angreifbar:

      1. Wer verfolgt wird, hat deswegen noch nicht recht. Mit dem Argument müssten auch die Modernisten Heilige sein, denn auch sie wurden verfolgt.

      2. Der Begriff „Fundamentalismus“ stammt meines Wissens von protestantischen Gläubigen, die in der protestantischen Wandlung hin zur sogenannten „Bibelkritik“ fest auf dem Fundament des von Luther gesäuberten Schrifttextes stehen bleiben wollten und deren Verbalinspiration glauben.

      3. Der Begriff „Fundamentalismus“ wurde später auf alle Bewegungen angewandt, die sich einer Modernisierung verweigern – selbst in der Partei der Grünen sprach man, als die Partei in die Regierungsverantwortung kam und Zugeständnisse machen musste, von „Realos“ (also solchen, die sich anpassen) und „Fundis“ (solchen die auf der strengen Parteidoktrin bestehen).

      4. Der Begriff „F.“ wurde zum Totschlagbegriff, weil er auf die Phänomene, die er bezeichnen soll, meist nicht passt und der Diffamierung dienen soll. Die evangelikalen Fundamentalisten meinten damit das Fundament der Schrift für den Glauben – mehr nicht.
      Die aber heute von „Fund.“ sprechen, meinen damit eigentlich „Radikalismus“. Das wäre die zutreffendere und weniger missverständliche Bezeichnung.

      5. Nicht jeder „Radikale“ trägt andern gegenüber gewalttätige Züge. Auch nicht im verbalen oder psychischen Bereich. Radikal ist man, wenn man Dinge konsequent vorträgt und durchzieht. Er ist aber sich selbst gegenüber möglicherweise „gewalttätig“. Askese, Eremitentum, Märtyrertum (bei Christen) – das alles isnd radikale Wege.

      6. Radikale Haltungen können aber umschlagen in Fanatismus und sich nach außen und gegen andere richten. Das liegt in exzessiver Form beim Islam vor.

      7. Das liegt im Christentum und den meisten anderen Religionen nur als Randerscheinung vor. Man ist dort oft radikal, aber selten fanatisch.

      8. Was bei F. erschreckend ist, das ist, dass er offenbar keine Toleranz besitzt. Man könnte doch einfach die Auseinandersetzung mit den „radikalen“ Christen wagen, sie akzeptieren und nur den Fanatikern wehren – denen, die gewaltsam politische Konzepte durchsetzen wollen.
      In einem gewissen Sinn muss auch die katholische Geisteswelt bunt sein, sonst.

      Zum Thema „Gott“:

      Gott ist selbstverständlich kein Traditionalist!
      Gott ist ewig und wohnt in einem Licht, zu dem keiner hinzutreten kann, kein Mensch außer dem Sohn hat Gott je gesehen…

      „Tradition“ meint sowohl einen gewissen „kulturellen Bestand“ als auch dessen lebendige Weitergabe.

      Gott lässt sich niemals in solchen schwachen, menschlichen Kategorien messen.

      ER ist der lebendige, heilige Gott, der Vollkommene und allein Weise, Er ist Liebe, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit und der Ewige, der alles neu macht und dessen Wort bleibt bis in alle Ewigkeit.

  14. Es ist meines Erachtens nicht zu leugnen, dass nicht wenige Traditionalisten einen etwas starren Traditionsbegriff haben, der sich stark auf den Zustand Mitte/Ende des 19. Jahrhundert bezieht. Verglichen mit dem worauf die „Liberalen“ sich beziehen (Modernismus, lib. Protestantismus) ist natürlich pures Gold. Grundsätzlich würde uns jedoch eine gewisse Weite guttun.

  15. @Veritas Jesu Christi vincit
    Sie werfen in Ihrem Beitrag Papst Franziskus vor, dass er die Beziehung zwischen Mensch und Gott als nebensächlich betrachtet. Ich kann das nicht nachvollziehen.
    Mir kommt eher vor, dass Sie (und manch andere) den Auftrag, den Jesus seinen Jüngern gegeben hat, und auch seinen eigenen Auftrag etwas verengt sehen. Betrachten Sie doch einige zentrale Stellen, in denen Jesus über seinen Auftrag spricht oder seinen Jüngern einen Auftrag erteilt wie z.B. Lk 4, 18-21 / Lk 7,22 / Lk9,1 oder Mt 25,35 ff.
    Auch für die heutigen Priester und den Papst selbst gilt nicht nur der Auftrag Joh 20,21-22.
    Ich glaube, dass Papst Franziskus dies klar erkannt hat und auch deutlicher ausspricht als sein Vorgänger.

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