Papst Franziskus: „Techtelmechtel“ mit radikaler Abtreibungsideologin Emma Bonino

Emma Bonino und Papst Franziskus
Emma Bonino und Papst Franziskus

(Rom) Am vergangenen Samstag griff Franziskus zum Telefonhörer und praktizierte die von ihm eingeführte, umstrittene „Telefonseelsorge“ des Papstes. Er rief eine Symbolgestalt der Kirchenfeindlichkeit in Europa an, die radikale Abtreibungsbefürworterin Emma Bonino. Die Nachricht wurde umgehend zum Medienereignis und vor allem von katholischen Medien in Italien mit großer Aufmachung verbreitet. Bereits im Juni 2013 hatte der neugewählte Papst der damaligen italienischen Außenministerin einen besonderen Gruß zukommen lassen. Gewissermaßen von Piemontese zu Piemontesin.

Emma Bonino erzählte Radio Radicale (Radikales Radio) ausführlich über den Telefonanruf des Papstes. Der 1976 gegründete Radiosender gehört der winzigen, aber einflußreichen radikalliberalen Partei, in der Bonino seit den 70er Jahren führend tätig ist. Finanziert wird der Parteisender vom Steuerzahler. Eine singuläre Regelung für eine Partei, die bei Wahlen im Durchschnitt nur einen Prozent der Stimmen auf sich vereinte, aber als radikale Pressure Groupnomen est omen – über einflußreiche Freunde verfügt. Zu den Gründern der Radikalen Partei gehörte beispielsweise Eugenio Scalfari (siehe auch Freimaurerischer Großorient versucht Papst Franziskus zu vereinnahmen), ein anderer bevorzugter Gesprächspartner des Papstes.

Emma Boninos Bericht über den Papst-Anruf bei Radio Radicale

Emma Bonino nach ihrer kurzzeitigen Festnahme mit Femministengeste. Anschließend Flucht vor Strafverfolgung nach Frankreich
Emma Bonino nach ihrer kurzzeitigen Festnahme wegen Durchführung illegaler Abtreibungen mit Feministengeste (und/oder Freimaurersymbol?). Anschließend Flucht vor Strafverfolgung nach Frankreich

„Gestern nachmittag habe ich einen ebenso unerwarteten wie hochgeschätzten Telefonanruf Seiner Heiligkeit Papst Bergoglio erhalten. Unerwartet und hochgeschätzt, wie ihr euch vorstellen könnt. Er erkundigte sich über meinen Gesundheitszustand, doch zum Glück haben wir darüber nur kurz gesprochen, wobei er mich ermutigte, durchzuhalten, weiterzumachen, was ich auf jeden Fall mit all meinen Kräften versuche. Dann aber haben wir bald begonnen über die Migranten und die Armut des Mittelmeerraums zu sprechen. Ich sagte Seiner Heiligkeit, daß unsere Jungen begleitet werden sollten, Museen zu besuchen, denn auch wir haben italienischen Migrationen: Sie würden dieselben Gesichter sehen, dieselben Augen, dieselben Hoffnungen und dieselbe Entschlossenheit. Wir haben dann über die Armut gesprochen, über Afrika und die Frauen. Sagen wir so: Seine Heiligkeit hat mich sehr ermutigt, weiterzumachen. Ich habe ihn erinnert, daß wir die Migranten, wenn wir es überhaupt schaffen, sie aufzunehmen, sie dann alle ins Gefängnis stecken. Die Gefängnisse sind voll, und ich habe ihn daran erinnert, welche Situation wir im April hatten, und die dann zum Telefonanruf Seiner Heiligkeit an Marco Pannella führte, der damals im Krankenhaus war und einen so schwierigen Eingriff hinter sich hatte, wie wir alle wissen. Seine Heiligkeit sagte: ‚Ja, ich erinnere mich gut‘. Ich habe ihn auch daran erinnert, daß Pannella und die Radikalen auf alle Fälle zu dieser Sache weitermachen, was die Gefängnisse betrifft, aber auch was den Rechtsstaat und die Ärmsten betrifft. Kurzum, es war in gewisser Hinsicht auf herzliches Telefongespräch. Ich habe versprochen, daß ich das Möglichste tun werde, um am 11. Mai an jener Initiative zum Empfang Tausender Kinder der italienischen Schulen teilzunehmen, die Seine Heiligkeit beabsichtigt. Eine Initiative, die von der ‚Fabbrica della Pace‘ ausgeht. Ich werde wirklich das Unmögliche tun, um dabeizusein. Er dankte mir dafür. Er sagte: ‚Dann werden wir die Möglichkeit haben, uns zumindest aus der Ferne zu grüßen‘. Er wiederholte die Aufforderung ‚durchzuhalten‘, denn ‚Unkraut vergeht nicht‘. Ich habe ihm gesagt: ‚Nein, Heiligkeit, meine Mutter sagte, daß ich ein widerspenstiges Kaut bin, aber kein Unkraut‘. Ich bat um die Erlaubnis, dieses Telefongespräch bekanntmachen zu dürfen, da es sich zwar um ein persönliches, ja aber nicht um ein geheimes Telefonat handelt. Er erlaubte mir, es öffentlich zu machen, was ich hiermit über Radio Radicale tue. Er hat mich bestärkt und ermutigt – es ist nicht gerade ein besonders schöner Moment für mich in diesen Tagen –, aber es schien mir vor allem ein Zeichen besonderer Aufmerksamkeit, für die ich wirklich sehr, sehr, sehr dankbar bin.“

Der Interviewer von Radio Radicale erinnerte dann, daß Marco Pannella, Gründer und schillernde Gallionsfigur der Radikalen Partei am 2. Mai seinen 85. Geburtstag feierte. Bonino antwortete in Anspielung auf den Telefonanruf des Papstes: „Jeder findet seinen Weg, um ihm die Glückwünsche auszudrücken. Ich hoffe einen Weg gefunden zu haben, der ihm Freude bereitet.“

Wer aber ist Emma Bonino?

Legalisierung der Scheidung, der Abtreibung, der Drogen, der Euthanasie: die Kämpfe der Emma Bonnino
Legalisierung der Scheidung, der Abtreibung, der Drogen, der Euthanasie: die Kämpfe der Emma Bonino

Die Wühlarbeit der Radikalen Partei läßt sich beispielhaft anhand der Biographie von Emma Bonino darstellen: Emma Bonino, geboren in Piemont, aus gutbürgerlichem Elternhaus, absolvierte 1967-1972  ein Studium der Sprachwissenschaften mit einer Diplomarbeit über den afroamerikanischen Politiker Malcolm X. (1925-1965), Anführer der Nation of Islam. 1975 war sie Gründerin des Centro di Informazione Sterilizzazione e Aborto (CISA, Informationszentrum Sterilisation und Abtreibung) für die Legalisierung der Tötung ungeborener Kinder. Seither initiierte sie weltweit zahlreiche Kampagnen zur Abtreibungs- und Scheidungsliberalisierung.

Mitte der 70er Jahre war sie an der Durchführung illegaler Abtreibungen als Teil des politischen Kampfes beteiligt, um die Legalisierung der Abtreibung in Italien durchzusetzen. Demonstrativ ließ sie sich festnehmen und zum Idol des politischen Kampfes stilisieren. Anschließend folgte aber die Flucht vor der Strafverfolgung nach Frankreich, wo sie politisches Asyl erhielt.

Nach der Legalisierung des Kindermordes in Italien kehrte sie straffrei nach Italien zurück. Als „Opfer“ von „Faschisten, Patriarchen und Kirche“ dargestellt, wurde sie von der Radikalen Partei in Abwesenheit auf die Kandidatenliste für die Parlamentswahlen gesetzt und gewählt. Dem Italienischen Parlament gehörte sie mit kurzen, selbstgewählten Unterbrechungen bis 2013 an. Bonino schaffte den Sprung ins Parlament teilweise direkt mit der Radikalen Partei, teilweise durch wechselnde Bündnisse ihrer Partei mit der Linken und der Rechten.

1978 inszenierte sie eine Kampagne gegen den damaligen christdemokratischen Staatspräsident Giovanni Leone (1971-1978), der unter Korruptionsverdacht zurücktreten mußte. Die Kampagne stand in direktem Zusammenhang mit Leones Zaudern, das Abtreibungsgesetz zu unterzeichnen. Er unterzeichnete und mußte doch zurücktreten. 1998 entschuldigte sich Bonino bei Leone wegen der ungerechtfertigten Vorwürfe.

1979-1988 und 1999-2006 war sie Europaabgeordnete der Radikalen Partei, anfangs fraktkonslos, dann als Mitglied der Liberalen Fraktion (ALDE). 1986 kam es trotz ihrer erklärten Kirchenfeindlichkeit zu einer offiziellen Begegnung mit Papst Johannes Paul II. wegen ihrer Kampagne gegen den Hunger in der Welt. Seit den 80er Jahren startete Bonino immer neue Kampagnen zur Drogenliberalisierung. 1989-1993 war sie Vorsitzende der Transnationalen Radikalen Partei. 1993 Kampagne für die Errichtung eines Internationalen Straftribunals für das ehemalige Jugoslawien. 1995-1999 wurde sie auf Vorschlag der Mitte-rechts-Regierung von Silvio Berlusconi EU-Kommissarin in der Kommission von Jaques Santer. 1998 nahm Bonino am Treffen der Bilderberger in Turnberry (Schottland) teil.

Es folgten Kampagnen für die Liberalisierung der künstlichen Befruchtung und die Legalisierung der Euthanasie. 2006-2008 war Bonino italienische Handels- und Europaministerin der Mitte-links-Regierung von Romano Prodi. 2007 Initiatorin der gegen Papst Benedikt XVI. gerichteten Kampagne „No Taliban, No Vatican“.

Von 2008-2013 war Bonino Vizepräsidentin des italienischen Senats. 2011 gehörte sie zu den Unterzeichnern des Soros-Briefes des amerikanischen Finanzmoguls George Soros zur Stärkung der EU und Schwächung der Mitgliedsstaaten.

2013-2014 war sie italienische Außenministerin der Mitte-links-Regierung von Enrico Letta. 2003 wurde sie wegen ihres „Einsatzes zur Förderung der Menschenrechte in der Welt“ mit dem Preis des italienischen Staatspräsidenten ausgezeichnet, obwohl Bonino die weltweite Legalisierung der Abtreibung als „Menschrecht“ fordert.

2011 mit dem Gay Village Award für den beliebtesten homophilen heterosexuellen Politiker ausgezeichnet. 2013 mit dem Amerika-Preis der transatlantischen Italy–USA Foundation geehrt.

Eine bemerkenswerte Karriere mit bedeutendem Einfluß für die Vertreterin einer Partei, die bei Wahlen nur Ergebnisse zwischen 0,2 und 2,8 Prozent der Stimmen erzielte. 1999, 2006 und 2013 kandidierte Bonino erfolglos für das Amt des italienischen Staatspräsidenten.

Danilo Quinto: „Aufgabe des Papstes ist es nicht mit irgendwem zu dialogisieren“

Emma Bonino mit dem Großmeister des Großorients von Italien, Gustavo Raffi (1999-2014)
Emma Bonino mit dem Großmeister des Großorients von Italien, Gustavo Raffi (1999-2014)

Laut Bonino erlaubte ihr der Papst, das private Telefongespräch vom 2. Mai publik zu machen. Führt der Papst mit einem Politiker ein Gespräch, der dieses öffentlich machen kann, handelt es sich auch beim Papst, um eine politische Handlung. Damit wiederholt sich mit Bonino, was bereits zuvor durch den Telefonanruf bei Pannella geschehen war. Der Papst stellt sich auf die Ebene seiner Gesprächspartner. „Damit verrät der Papst seinen Auftrag“, so der katholische Publizist und ehemalige Radikale Danilo Quinto auf Chiesa e postconcilio. „Die Aufgabe des Papstes ist es, das Evangelium zu verkünden und zur Umkehr zu rufen und nicht mit irgendwem zu plaudern und zu dialogisieren. Er hat die Seelen derer auf dem Gewissen, denen er begegnet, mit denen er spricht, und muß sich dafür vor Gott verantworten, wie jeder von uns.“

Emma Bonino und Marco Pannella sind seit Jahrzehnten die radikalste Speerspitze der Kirchenfeindlichkeit in Italien, aber durch internationale Vernetzung auch in der EU und darüber hinaus. Sie haben durch ihre radikale Propagandatätigkeit in den 70er Jahren wesentlich dazu beigetragen, dem Kulturbruch von 1968 zum Durchbruch zu verhelfen. Die Legalisierung der Ehescheidung und der Abtreibung sind die zersetzenden Marksteine, die sie in Zeit und Raum hinterlassen haben. Hinzu kommen durch beständige Polemik eine vergiftete Stimmung gegen die katholische Kirche, die seit Jahrzehnte wiederholte Propaganda zur Drogenfreigabe, der Kampf gegen die Gewissensfreiheit von Ärzten, Anästhesisten, OP-Personal und Krankenpflegern, die sich weigern, an der Tötung ungeborener Kinder mitzuwirken.

Aktuell versuchen Panella und Bonino mit den Radikalen die Kirche in Italien auf steuerrechtlicher Ebene in den Konkurs zu treiben. Das Unterfangen scheint angesichts einer von 68 geprägten Richtergeneration nicht ohne Aussicht, die auch die Justiz als Mittel der gesellschaftspolitischen Veränderung sieht, wo das Parlament aufgrund der demokratisch bestimmten Zusammensetzung diese Rolle nicht wahrnimmt (siehe Will EU Kirche in den Ruin treiben? – Gerechtigkeit, IKEA und Steuerparadiese).

Der falsche Eindruck in der Öffentlichkeit

Die päpstlichen Telefongespräche mit erklärten Kirchenfeinden, Gotteslästerern und Kindesmördern (Emma Bonino brüstete sich in den 70er Jahren, selbst an illegalen Abtreibungen teilgenommen zu haben, um das „Recht“ auf Abtreibung politisch durchzusetzen) haben verschiedene Ebenen. Sie könnten der Person gelten und damit auf deren Seelenheil abzielen. Über die Motive solche Telefonanrufe kann nur spekuliert werden. Da dem Papst die öffentliche Wirkung bekannt sein muß, sind Bedenken mehr als berechtigt.

Die zweite Ebene ist nämlich der öffentliche Eindruck, den diese Telefonate hinterlassen. Das katholische Kirchenoberhaupt ruft aus Eigeninitiative die radikalsten Kirchenfeinde an, wünscht ihnen alles Gute, fordert sie auf „durchzuhalten“ und „weiterzumachen“, plaudert nett mit ihnen über politisch korrekte Themen, zu denen einträchtiges Einvernehmen herrscht. Der Eindruck, der in der Öffentlichkeit entstehen muß: Die radikalliberalen, antichristlichen, kirchenfeindlichen, lebensfeindlichen, familienfeindlichen Positionen der Radikalen werden sogar vom Papst als legitime Standpunkte anerkannt. Ein fataler Eindruck.

„No Taliban, No Vatican“

Emma Bonino No Vatican No Taliban
Emma Bonino: No Vatican, No Taliban

Erst vor wenigen Jahren standen dieselben Radikalen, als noch Papst Benedikt XVI. regierte, auf dem Petersplatz mit dem Transparent: „No Taliban, No Vatican“ und vermittelten mit ihrem propagandistischen Können, daß die katholische Kirche und die Attentäter der Twin Towers, Osama bin Laden und die Islamisten ein und dasselbe seien. Selbst die mordenden Islamisten haben für die Radikalen um Bonino nur den Zweck, im Kampf gegen die katholische Kirche instrumentalisiert zu werden. So tief sitzt der Haß. Was nichts daran ändert, daß die häufig aus großbürgerlichem Haus stammenden Radikalen sich auf gesellschaftlichem und diplomatischem sicher Parkett zu bewegen wissen.

Noch vor wenigen Monaten war Emma Bonino als Kandidatin für das Amt des italienischen Staatspräsidenten im Gespräch. Durch die Wahl eines Linkskatholiken und aufgrund ihres Alters scheint sich diese Krönung eines „radikalen Lebens“ (Emma Bonino über sich selbst) zerschlagen zu haben. Zur italienischen Außenministerin einer Mitte-links-Regierung und EU-Kommissarin, nominiert von einer Mitte-rechts-Regierung, hat sie es jedenfalls gebracht. Ob links oder rechts, die Radikalen mischten in Italien seit Jahrzehnten mit. Ein Einfluß, der nicht auf die Zahl der Wählerstimmen zurückzuführen ist, sondern auf die Vernetzung mit einflußreichen Kreisen, die hinter ihnen stehen.

Danilo Quinto: Politisch korrekte Plauderei ist „Verrat“ am päpstlichen Auftrag

Papst Franziskus bestärkte mit dem Telefonanruf und den Gesprächsthemen (Migration, Armut, Frauen!) die ihm nachgesagte Affinität zur politischen Linken und zur politischen Korrektheit. Mit Danilo Quinto darf man Zweifel hegen, daß Papst Franziskus Marco Pannella oder Emma Bonino zur Umkehr aufgefordert hat oder auch nur darauf aufmerksam machte, daß „viele Sünden dem Nächsten Schaden zufügen. Man muß diesen, soweit möglich, wieder gutmachen (z. B. Gestohlenes zurückgeben, den Ruf dessen, den man verleumdet hat, wiederherstellen, für Beleidigungen Genugtuung leisten). Allein schon die Gerechtigkeit verlangt dies. Zudem aber verwundet und schwächt die Sünde den Sünder selbst sowie dessen Beziehungen zu Gott und zum Nächsten“, wie es im Katechismus (Nr. 1459) heißt.

Danilo Quinto, der selbst der Radikalen Partei angehörte, sich zu Christus bekehrte und von der Partei lossagte, veröffentlichte ein Buch über die menschenverachtende Ideologie dieser Partei. Zum Papstanruf bei Emma Bonino schrieb er nun: „Was mich betrifft, so warte ich noch immer darauf, daß Marco Pannella mich für die Verfolgung um Vergebung bittet, der er mich und meine Familie wegen meiner Entscheidung für den Glauben aussetzte und für die Verleumdungen, die er über mich verbreitete, weshalb ich mit Sandro Magister übereinstimme.“

„Nähert sich Papst kirchenfernen Positionen“?

Der Vatikanist Sandro Magister schrieb im Juni 2013 nach den ersten 100 Tagen des Pontifikats von Papst Franziskus: „Was am meisten daran verblüfft, ist das Wohlwollen, mit dem die laizistische Öffentlichkeit auf ihn schaut, die während des Pontifikats von Benedikt XVI. besonders aggressiv gegen die Kirche und gegen das Papsttum auftrat.“

Im November 2014 verstärkte Magister in einem Interview die Aussage: „Die Popularität von Papst Franziskus führt nicht zu Wellen von Konvertiten. Im Gegenteil, die kirchenferne, dem Christentum feindlich gesinnte Kultur scheint ihn mit einer gewissen Befriedigung zu sehen. Indem sie sehen, daß das Kirchenoberhaupt sich ihren Positionen annähert, die er zu verstehen und sogar zu akzeptieren scheint.“

Falsche Signale im Zeichen des Relativismus

Dazu Danilo Quinto mit Blick auf den Anruf bei Bonino: “Ich frage mich, mit welchem Geist man am kommenden 10. Mai beim Marsch für das Leben durch die Straßen Roms ziehen wird, wenn man weiß, daß der, der durch göttliches Mandat das Leben verteidigen müßte, angenehm mit einer der führendsten Verfechterin einer menschenverachtenden Ideologie plaudert.“

„Ich füge noch einen Wunsch und eine Hoffnung hinzu: Ich wende mich an die Eltern der Kinder, die am 11. Mai von der Fabbrica della Pace eingeladen werden. Zu jener Initiative, zu der der Papst auch Emma Bonino eingeladen hat. Allein schon die Tatsache, daß sie anwesend sein könnte, sollte für die Eltern Grund genug sein, ihre Kinder zu Hause zu lassen. Mit dem Bösen verkehrt man nicht. Man bekämpft es. Und der Papst sollte wissen, daß Emma Bonino diesen Eltern nichts, aber rein gar nichts zu sagen hat, wie man der Gender-Ideologie widersteht, von der die Kinder durch die Schule aufgewiegelt werden, von einer Kultur, die zum Hegemon gegen die Wahrheit geworden ist, deren Verteidiger und Bewahrer der Papst sein sollte“, so der bekehrte ehemalige Radikale Danilo Quinto.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons/Chiesa e postconcilio/MiL/Eutanasialegale/Radio Spada

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Leo Laemmlein

Ich möchte höflich fragen, warum es ein „falscher Eindruck in der Öffentlichkeit“ ist, den Papst Franziskus weckt, und warum es „falsche Signale“ sind, die er setzt? Franziskus handelt so, wie er ist, und ist so, wie er handelt: ein Feind Gottes und Feind der Kirche Jesu Christi. Nur dann ergibt dieses Pontifikat einen „Sinn“. Mir fällt weltweit nur eine Persönlichkeit ein, die es in dieser Hinsicht mit Papst Franziskus aufnehmen kann: Präsident Barack Obama.

Engelchen

Ja, nur so erschließt sich ein Sinn, eine Mission, dieses Pontifikats.
Und er ist den langen ‚Weg durch die Institutionen‘ gegangen bis zur höchsten Stufe!
Welche Kraft! Für das Werk der Auflösung und des Abstiegs?
Die Kraft der Liebe kann es wohl nicht sein.

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