Papst Franziskus: „Techtelmechtel“ mit radikaler Abtreibungsideologin Emma Bonino

Emma Bonino und Papst Franziskus
Emma Bonino und Papst Franziskus

(Rom) Am vergangenen Samstag griff Franziskus zum Telefonhörer und praktizierte die von ihm eingeführte, umstrittene „Telefonseelsorge“ des Papstes. Er rief eine Symbolgestalt der Kirchenfeindlichkeit in Europa an, die radikale Abtreibungsbefürworterin Emma Bonino. Die Nachricht wurde umgehend zum Medienereignis und vor allem von katholischen Medien in Italien mit großer Aufmachung verbreitet. Bereits im Juni 2013 hatte der neugewählte Papst der damaligen italienischen Außenministerin einen besonderen Gruß zukommen lassen. Gewissermaßen von Piemontese zu Piemontesin.

Emma Bonino erzählte Radio Radicale (Radikales Radio) ausführlich über den Telefonanruf des Papstes. Der 1976 gegründete Radiosender gehört der winzigen, aber einflußreichen radikalliberalen Partei, in der Bonino seit den 70er Jahren führend tätig ist. Finanziert wird der Parteisender vom Steuerzahler. Eine singuläre Regelung für eine Partei, die bei Wahlen im Durchschnitt nur einen Prozent der Stimmen auf sich vereinte, aber als radikale Pressure Groupnomen est omen – über einflußreiche Freunde verfügt. Zu den Gründern der Radikalen Partei gehörte beispielsweise Eugenio Scalfari (siehe auch Freimaurerischer Großorient versucht Papst Franziskus zu vereinnahmen), ein anderer bevorzugter Gesprächspartner des Papstes.

Emma Boninos Bericht über den Papst-Anruf bei Radio Radicale

Emma Bonino nach ihrer kurzzeitigen Festnahme mit Femministengeste. Anschließend Flucht vor Strafverfolgung nach Frankreich
Emma Bonino nach ihrer kurzzeitigen Festnahme wegen Durchführung illegaler Abtreibungen mit Feministengeste (und/oder Freimaurersymbol?). Anschließend Flucht vor Strafverfolgung nach Frankreich

„Gestern nachmittag habe ich einen ebenso unerwarteten wie hochgeschätzten Telefonanruf Seiner Heiligkeit Papst Bergoglio erhalten. Unerwartet und hochgeschätzt, wie ihr euch vorstellen könnt. Er erkundigte sich über meinen Gesundheitszustand, doch zum Glück haben wir darüber nur kurz gesprochen, wobei er mich ermutigte, durchzuhalten, weiterzumachen, was ich auf jeden Fall mit all meinen Kräften versuche. Dann aber haben wir bald begonnen über die Migranten und die Armut des Mittelmeerraums zu sprechen. Ich sagte Seiner Heiligkeit, daß unsere Jungen begleitet werden sollten, Museen zu besuchen, denn auch wir haben italienischen Migrationen: Sie würden dieselben Gesichter sehen, dieselben Augen, dieselben Hoffnungen und dieselbe Entschlossenheit. Wir haben dann über die Armut gesprochen, über Afrika und die Frauen. Sagen wir so: Seine Heiligkeit hat mich sehr ermutigt, weiterzumachen. Ich habe ihn erinnert, daß wir die Migranten, wenn wir es überhaupt schaffen, sie aufzunehmen, sie dann alle ins Gefängnis stecken. Die Gefängnisse sind voll, und ich habe ihn daran erinnert, welche Situation wir im April hatten, und die dann zum Telefonanruf Seiner Heiligkeit an Marco Pannella führte, der damals im Krankenhaus war und einen so schwierigen Eingriff hinter sich hatte, wie wir alle wissen. Seine Heiligkeit sagte: ‚Ja, ich erinnere mich gut‘. Ich habe ihn auch daran erinnert, daß Pannella und die Radikalen auf alle Fälle zu dieser Sache weitermachen, was die Gefängnisse betrifft, aber auch was den Rechtsstaat und die Ärmsten betrifft. Kurzum, es war in gewisser Hinsicht auf herzliches Telefongespräch. Ich habe versprochen, daß ich das Möglichste tun werde, um am 11. Mai an jener Initiative zum Empfang Tausender Kinder der italienischen Schulen teilzunehmen, die Seine Heiligkeit beabsichtigt. Eine Initiative, die von der ‚Fabbrica della Pace‘ ausgeht. Ich werde wirklich das Unmögliche tun, um dabeizusein. Er dankte mir dafür. Er sagte: ‚Dann werden wir die Möglichkeit haben, uns zumindest aus der Ferne zu grüßen‘. Er wiederholte die Aufforderung ‚durchzuhalten‘, denn ‚Unkraut vergeht nicht‘. Ich habe ihm gesagt: ‚Nein, Heiligkeit, meine Mutter sagte, daß ich ein widerspenstiges Kaut bin, aber kein Unkraut‘. Ich bat um die Erlaubnis, dieses Telefongespräch bekanntmachen zu dürfen, da es sich zwar um ein persönliches, ja aber nicht um ein geheimes Telefonat handelt. Er erlaubte mir, es öffentlich zu machen, was ich hiermit über Radio Radicale tue. Er hat mich bestärkt und ermutigt – es ist nicht gerade ein besonders schöner Moment für mich in diesen Tagen –, aber es schien mir vor allem ein Zeichen besonderer Aufmerksamkeit, für die ich wirklich sehr, sehr, sehr dankbar bin.“

Der Interviewer von Radio Radicale erinnerte dann, daß Marco Pannella, Gründer und schillernde Gallionsfigur der Radikalen Partei am 2. Mai seinen 85. Geburtstag feierte. Bonino antwortete in Anspielung auf den Telefonanruf des Papstes: „Jeder findet seinen Weg, um ihm die Glückwünsche auszudrücken. Ich hoffe einen Weg gefunden zu haben, der ihm Freude bereitet.“

Wer aber ist Emma Bonino?

Legalisierung der Scheidung, der Abtreibung, der Drogen, der Euthanasie: die Kämpfe der Emma Bonnino
Legalisierung der Scheidung, der Abtreibung, der Drogen, der Euthanasie: die Kämpfe der Emma Bonino

Die Wühlarbeit der Radikalen Partei läßt sich beispielhaft anhand der Biographie von Emma Bonino darstellen: Emma Bonino, geboren in Piemont, aus gutbürgerlichem Elternhaus, absolvierte 1967-1972  ein Studium der Sprachwissenschaften mit einer Diplomarbeit über den afroamerikanischen Politiker Malcolm X. (1925-1965), Anführer der Nation of Islam. 1975 war sie Gründerin des Centro di Informazione Sterilizzazione e Aborto (CISA, Informationszentrum Sterilisation und Abtreibung) für die Legalisierung der Tötung ungeborener Kinder. Seither initiierte sie weltweit zahlreiche Kampagnen zur Abtreibungs- und Scheidungsliberalisierung.

Mitte der 70er Jahre war sie an der Durchführung illegaler Abtreibungen als Teil des politischen Kampfes beteiligt, um die Legalisierung der Abtreibung in Italien durchzusetzen. Demonstrativ ließ sie sich festnehmen und zum Idol des politischen Kampfes stilisieren. Anschließend folgte aber die Flucht vor der Strafverfolgung nach Frankreich, wo sie politisches Asyl erhielt.

Nach der Legalisierung des Kindermordes in Italien kehrte sie straffrei nach Italien zurück. Als „Opfer“ von „Faschisten, Patriarchen und Kirche“ dargestellt, wurde sie von der Radikalen Partei in Abwesenheit auf die Kandidatenliste für die Parlamentswahlen gesetzt und gewählt. Dem Italienischen Parlament gehörte sie mit kurzen, selbstgewählten Unterbrechungen bis 2013 an. Bonino schaffte den Sprung ins Parlament teilweise direkt mit der Radikalen Partei, teilweise durch wechselnde Bündnisse ihrer Partei mit der Linken und der Rechten.

1978 inszenierte sie eine Kampagne gegen den damaligen christdemokratischen Staatspräsident Giovanni Leone (1971-1978), der unter Korruptionsverdacht zurücktreten mußte. Die Kampagne stand in direktem Zusammenhang mit Leones Zaudern, das Abtreibungsgesetz zu unterzeichnen. Er unterzeichnete und mußte doch zurücktreten. 1998 entschuldigte sich Bonino bei Leone wegen der ungerechtfertigten Vorwürfe.

1979-1988 und 1999-2006 war sie Europaabgeordnete der Radikalen Partei, anfangs fraktkonslos, dann als Mitglied der Liberalen Fraktion (ALDE). 1986 kam es trotz ihrer erklärten Kirchenfeindlichkeit zu einer offiziellen Begegnung mit Papst Johannes Paul II. wegen ihrer Kampagne gegen den Hunger in der Welt. Seit den 80er Jahren startete Bonino immer neue Kampagnen zur Drogenliberalisierung. 1989-1993 war sie Vorsitzende der Transnationalen Radikalen Partei. 1993 Kampagne für die Errichtung eines Internationalen Straftribunals für das ehemalige Jugoslawien. 1995-1999 wurde sie auf Vorschlag der Mitte-rechts-Regierung von Silvio Berlusconi EU-Kommissarin in der Kommission von Jaques Santer. 1998 nahm Bonino am Treffen der Bilderberger in Turnberry (Schottland) teil.

Es folgten Kampagnen für die Liberalisierung der künstlichen Befruchtung und die Legalisierung der Euthanasie. 2006-2008 war Bonino italienische Handels- und Europaministerin der Mitte-links-Regierung von Romano Prodi. 2007 Initiatorin der gegen Papst Benedikt XVI. gerichteten Kampagne „No Taliban, No Vatican“.

Von 2008-2013 war Bonino Vizepräsidentin des italienischen Senats. 2011 gehörte sie zu den Unterzeichnern des Soros-Briefes des amerikanischen Finanzmoguls George Soros zur Stärkung der EU und Schwächung der Mitgliedsstaaten.

2013-2014 war sie italienische Außenministerin der Mitte-links-Regierung von Enrico Letta. 2003 wurde sie wegen ihres „Einsatzes zur Förderung der Menschenrechte in der Welt“ mit dem Preis des italienischen Staatspräsidenten ausgezeichnet, obwohl Bonino die weltweite Legalisierung der Abtreibung als „Menschrecht“ fordert.

2011 mit dem Gay Village Award für den beliebtesten homophilen heterosexuellen Politiker ausgezeichnet. 2013 mit dem Amerika-Preis der transatlantischen Italy–USA Foundation geehrt.

Eine bemerkenswerte Karriere mit bedeutendem Einfluß für die Vertreterin einer Partei, die bei Wahlen nur Ergebnisse zwischen 0,2 und 2,8 Prozent der Stimmen erzielte. 1999, 2006 und 2013 kandidierte Bonino erfolglos für das Amt des italienischen Staatspräsidenten.

Danilo Quinto: „Aufgabe des Papstes ist es nicht mit irgendwem zu dialogisieren“

Emma Bonino mit dem Großmeister des Großorients von Italien, Gustavo Raffi (1999-2014)
Emma Bonino mit dem Großmeister des Großorients von Italien, Gustavo Raffi (1999-2014)

Laut Bonino erlaubte ihr der Papst, das private Telefongespräch vom 2. Mai publik zu machen. Führt der Papst mit einem Politiker ein Gespräch, der dieses öffentlich machen kann, handelt es sich auch beim Papst, um eine politische Handlung. Damit wiederholt sich mit Bonino, was bereits zuvor durch den Telefonanruf bei Pannella geschehen war. Der Papst stellt sich auf die Ebene seiner Gesprächspartner. „Damit verrät der Papst seinen Auftrag“, so der katholische Publizist und ehemalige Radikale Danilo Quinto auf Chiesa e postconcilio. „Die Aufgabe des Papstes ist es, das Evangelium zu verkünden und zur Umkehr zu rufen und nicht mit irgendwem zu plaudern und zu dialogisieren. Er hat die Seelen derer auf dem Gewissen, denen er begegnet, mit denen er spricht, und muß sich dafür vor Gott verantworten, wie jeder von uns.“

Emma Bonino und Marco Pannella sind seit Jahrzehnten die radikalste Speerspitze der Kirchenfeindlichkeit in Italien, aber durch internationale Vernetzung auch in der EU und darüber hinaus. Sie haben durch ihre radikale Propagandatätigkeit in den 70er Jahren wesentlich dazu beigetragen, dem Kulturbruch von 1968 zum Durchbruch zu verhelfen. Die Legalisierung der Ehescheidung und der Abtreibung sind die zersetzenden Marksteine, die sie in Zeit und Raum hinterlassen haben. Hinzu kommen durch beständige Polemik eine vergiftete Stimmung gegen die katholische Kirche, die seit Jahrzehnte wiederholte Propaganda zur Drogenfreigabe, der Kampf gegen die Gewissensfreiheit von Ärzten, Anästhesisten, OP-Personal und Krankenpflegern, die sich weigern, an der Tötung ungeborener Kinder mitzuwirken.

Aktuell versuchen Panella und Bonino mit den Radikalen die Kirche in Italien auf steuerrechtlicher Ebene in den Konkurs zu treiben. Das Unterfangen scheint angesichts einer von 68 geprägten Richtergeneration nicht ohne Aussicht, die auch die Justiz als Mittel der gesellschaftspolitischen Veränderung sieht, wo das Parlament aufgrund der demokratisch bestimmten Zusammensetzung diese Rolle nicht wahrnimmt (siehe Will EU Kirche in den Ruin treiben? – Gerechtigkeit, IKEA und Steuerparadiese).

Der falsche Eindruck in der Öffentlichkeit

Die päpstlichen Telefongespräche mit erklärten Kirchenfeinden, Gotteslästerern und Kindesmördern (Emma Bonino brüstete sich in den 70er Jahren, selbst an illegalen Abtreibungen teilgenommen zu haben, um das „Recht“ auf Abtreibung politisch durchzusetzen) haben verschiedene Ebenen. Sie könnten der Person gelten und damit auf deren Seelenheil abzielen. Über die Motive solche Telefonanrufe kann nur spekuliert werden. Da dem Papst die öffentliche Wirkung bekannt sein muß, sind Bedenken mehr als berechtigt.

Die zweite Ebene ist nämlich der öffentliche Eindruck, den diese Telefonate hinterlassen. Das katholische Kirchenoberhaupt ruft aus Eigeninitiative die radikalsten Kirchenfeinde an, wünscht ihnen alles Gute, fordert sie auf „durchzuhalten“ und „weiterzumachen“, plaudert nett mit ihnen über politisch korrekte Themen, zu denen einträchtiges Einvernehmen herrscht. Der Eindruck, der in der Öffentlichkeit entstehen muß: Die radikalliberalen, antichristlichen, kirchenfeindlichen, lebensfeindlichen, familienfeindlichen Positionen der Radikalen werden sogar vom Papst als legitime Standpunkte anerkannt. Ein fataler Eindruck.

„No Taliban, No Vatican“

Emma Bonino No Vatican No Taliban
Emma Bonino: No Vatican, No Taliban

Erst vor wenigen Jahren standen dieselben Radikalen, als noch Papst Benedikt XVI. regierte, auf dem Petersplatz mit dem Transparent: „No Taliban, No Vatican“ und vermittelten mit ihrem propagandistischen Können, daß die katholische Kirche und die Attentäter der Twin Towers, Osama bin Laden und die Islamisten ein und dasselbe seien. Selbst die mordenden Islamisten haben für die Radikalen um Bonino nur den Zweck, im Kampf gegen die katholische Kirche instrumentalisiert zu werden. So tief sitzt der Haß. Was nichts daran ändert, daß die häufig aus großbürgerlichem Haus stammenden Radikalen sich auf gesellschaftlichem und diplomatischem sicher Parkett zu bewegen wissen.

Noch vor wenigen Monaten war Emma Bonino als Kandidatin für das Amt des italienischen Staatspräsidenten im Gespräch. Durch die Wahl eines Linkskatholiken und aufgrund ihres Alters scheint sich diese Krönung eines „radikalen Lebens“ (Emma Bonino über sich selbst) zerschlagen zu haben. Zur italienischen Außenministerin einer Mitte-links-Regierung und EU-Kommissarin, nominiert von einer Mitte-rechts-Regierung, hat sie es jedenfalls gebracht. Ob links oder rechts, die Radikalen mischten in Italien seit Jahrzehnten mit. Ein Einfluß, der nicht auf die Zahl der Wählerstimmen zurückzuführen ist, sondern auf die Vernetzung mit einflußreichen Kreisen, die hinter ihnen stehen.

Danilo Quinto: Politisch korrekte Plauderei ist „Verrat“ am päpstlichen Auftrag

Papst Franziskus bestärkte mit dem Telefonanruf und den Gesprächsthemen (Migration, Armut, Frauen!) die ihm nachgesagte Affinität zur politischen Linken und zur politischen Korrektheit. Mit Danilo Quinto darf man Zweifel hegen, daß Papst Franziskus Marco Pannella oder Emma Bonino zur Umkehr aufgefordert hat oder auch nur darauf aufmerksam machte, daß „viele Sünden dem Nächsten Schaden zufügen. Man muß diesen, soweit möglich, wieder gutmachen (z. B. Gestohlenes zurückgeben, den Ruf dessen, den man verleumdet hat, wiederherstellen, für Beleidigungen Genugtuung leisten). Allein schon die Gerechtigkeit verlangt dies. Zudem aber verwundet und schwächt die Sünde den Sünder selbst sowie dessen Beziehungen zu Gott und zum Nächsten“, wie es im Katechismus (Nr. 1459) heißt.

Danilo Quinto, der selbst der Radikalen Partei angehörte, sich zu Christus bekehrte und von der Partei lossagte, veröffentlichte ein Buch über die menschenverachtende Ideologie dieser Partei. Zum Papstanruf bei Emma Bonino schrieb er nun: „Was mich betrifft, so warte ich noch immer darauf, daß Marco Pannella mich für die Verfolgung um Vergebung bittet, der er mich und meine Familie wegen meiner Entscheidung für den Glauben aussetzte und für die Verleumdungen, die er über mich verbreitete, weshalb ich mit Sandro Magister übereinstimme.“

„Nähert sich Papst kirchenfernen Positionen“?

Der Vatikanist Sandro Magister schrieb im Juni 2013 nach den ersten 100 Tagen des Pontifikats von Papst Franziskus: „Was am meisten daran verblüfft, ist das Wohlwollen, mit dem die laizistische Öffentlichkeit auf ihn schaut, die während des Pontifikats von Benedikt XVI. besonders aggressiv gegen die Kirche und gegen das Papsttum auftrat.“

Im November 2014 verstärkte Magister in einem Interview die Aussage: „Die Popularität von Papst Franziskus führt nicht zu Wellen von Konvertiten. Im Gegenteil, die kirchenferne, dem Christentum feindlich gesinnte Kultur scheint ihn mit einer gewissen Befriedigung zu sehen. Indem sie sehen, daß das Kirchenoberhaupt sich ihren Positionen annähert, die er zu verstehen und sogar zu akzeptieren scheint.“

Falsche Signale im Zeichen des Relativismus

Dazu Danilo Quinto mit Blick auf den Anruf bei Bonino: “Ich frage mich, mit welchem Geist man am kommenden 10. Mai beim Marsch für das Leben durch die Straßen Roms ziehen wird, wenn man weiß, daß der, der durch göttliches Mandat das Leben verteidigen müßte, angenehm mit einer der führendsten Verfechterin einer menschenverachtenden Ideologie plaudert.“

„Ich füge noch einen Wunsch und eine Hoffnung hinzu: Ich wende mich an die Eltern der Kinder, die am 11. Mai von der Fabbrica della Pace eingeladen werden. Zu jener Initiative, zu der der Papst auch Emma Bonino eingeladen hat. Allein schon die Tatsache, daß sie anwesend sein könnte, sollte für die Eltern Grund genug sein, ihre Kinder zu Hause zu lassen. Mit dem Bösen verkehrt man nicht. Man bekämpft es. Und der Papst sollte wissen, daß Emma Bonino diesen Eltern nichts, aber rein gar nichts zu sagen hat, wie man der Gender-Ideologie widersteht, von der die Kinder durch die Schule aufgewiegelt werden, von einer Kultur, die zum Hegemon gegen die Wahrheit geworden ist, deren Verteidiger und Bewahrer der Papst sein sollte“, so der bekehrte ehemalige Radikale Danilo Quinto.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons/Chiesa e postconcilio/MiL/Eutanasialegale/Radio Spada

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17 Comments

  1. Ich möchte höflich fragen, warum es ein „falscher Eindruck in der Öffentlichkeit“ ist, den Papst Franziskus weckt, und warum es „falsche Signale“ sind, die er setzt? Franziskus handelt so, wie er ist, und ist so, wie er handelt: ein Feind Gottes und Feind der Kirche Jesu Christi. Nur dann ergibt dieses Pontifikat einen „Sinn“. Mir fällt weltweit nur eine Persönlichkeit ein, die es in dieser Hinsicht mit Papst Franziskus aufnehmen kann: Präsident Barack Obama.

    • Ja, nur so erschließt sich ein Sinn, eine Mission, dieses Pontifikats.
      Und er ist den langen ‚Weg durch die Institutionen‘ gegangen bis zur höchsten Stufe!
      Welche Kraft! Für das Werk der Auflösung und des Abstiegs?
      Die Kraft der Liebe kann es wohl nicht sein.

  2. Hat denn nicht Papst Franziskus selber sein „Programm“ im Interview mit dem Freimaurer Scalfari in der „La Republica“ so ausformuliert ?!:
    -
    Das Zweite Vatikanische Konzil …
    hat beschlossen, der Zukunft mit einem
    modernen Geist ins Gesicht zu sehen und sich für die
    moderne Kultur zu öffnen.
    Die Konzilsväter wussten, dass Öffnung zur modernen Kultur religiöse Ökumene bedeutete und Dialog mit den Nichtglaubenden.
    Seitdem ist sehr wenig in diese Richtung getan worden.
    Ich habe die Demut und den Ehrgeiz, es tun zu wollen.“
    -

    Ich denke angesichts dieser neuerlichen unverbindlichen päpstlichen „Plaudereien“ dürften jegliche Zweifel ausgeräumt sein, ob Papst Franziskus dies tatsächlich so gesagt hat.

  3. Papst Franziskus könnte ich mit einiger innerer Überwindung und mit viel gutem Willen zugestehen, dass er sich mithilfe seines Telefonats um das verlorene Schaf bemühen möchte.
    Aber so wirklich glauben kann ich das nicht.
    Wenn er sich mit Leuten wie Signora Bonino gemein macht, sie zum „weitermachen“ und „durchhalten“ ermuntert – was heißt das konkret?
    Muß diese sich in ihrem Handeln nicht bestätigt und unterstützt fühlen?
    Man möchte es nicht glauben, aber welche Interpretationsmöglichkeiten bieten sich sonst noch an?

    • „Uns“ wirft der Papst, liebe Marienzweig, mit solchen Telefonaten durchaus die Brocken um die Ohren: zu unserem Heil, zum Nachdenken.
      Der Papst Franziskus ist m.Er. ein Werkzeug letztlich zur Reinigung der Kirche. Das macht er auf seine Art und Weise.
      „Wir“ wissen ja durchaus wie verdorben die Kirche und viele „Gläubige“ sind. Und jeder Christ hat immer wieder Buße und Umkehr nötig: also zuerst die Balken aus dem eigenen Auge entfernen. Und das ist (auch m)eine Lebensaufgabe. Das Übrige kann man dann getrost dem Herrgott überlassen.

      Die Zeiten, wann sich das christliche Volk es schnuckelig machen konnte, sich hinter warmem Ofen verkriechen konnte, sind offenkundig vorüber. Mit diesem Papst geht das nicht wie man sieht.
      Seine Art der Evangelisierung ist ungewöhnlich, aber vielleicht ist das heute der Weg.

      • Wo evangelisiert er denn?
        Sie meinen, indem er irrlichternde Irrlehren, garniert mit gelegentlich rechtgläubig klingenden Sahnehäubchen verbreitet, fordert er den bereits verlorenen Glauben der Laien heraus?

        Woher immer Sie solche Ideen haben, sie sind verrückt, aber auch antichristlich und widersprechen dem, was die Kirche gelehrt hat zum Papst. Aber auch die Forderung Jesu, unser Ja sei ein Ja, unser Nein ein Nein, wird durch eine solche „ungewöhnliche“ Strategie völlig konterkariert.

        Was legen Sie sich noch zurecht, um der Tatsache auszuweichen, dass F. kein katholischer Papst sein kann?
        Mit Ihren Argumenten werden Sie dem Antichristen ins Netz laufen!
        Kennen Sie das Märchen vom Rotkäppchen?
        Sie wirken auf mich (und nicht nur Sie!) wie ein Rotkäppchen, das nun auf Teufel komm raus sich selbst beweisen will, dass der Wolf in Großmutters Kleidern die Großmutter ist.

        Es gibt auch Frauen, die zäh daran festhalten, dass der Mann, der sie prügelt, betrügt und verachtet, sie in Wahrheit einfach nur liebt.

        Christsein heißt dagegen: Nüchternheit und klare Gedanken!

  4. Jahrzehntelang hat man unsere Frauen zur Abtreibung und Verhütung animiert und gleichzeitig kommen Millionen Migranten und vermehren sich in Parallelgesellschaften, weil wir kaum mehr christliche Familien mit Kindern haben. Was ist das ? Umvolkung ? Austausch ? Auslöschung ? — Für mich sind das Zeichen der Endzeit und dass das alles auf ein Strafgericht hinausläuft: http://www.kath-zdw.ch/maria/vergleichb.offenbarungen.html

    • Es ist Umvolkung und Auslöschung. Man darf gespannt sein, wie sich die Schar der Abtreibungsideologen und kirchennahen Homolobbyisten in die vermehrungsfreudigen Parallelgesellschaften derEinwanderer integrieren wollen?

    • Hemmungslose Abtreibung ist allerdings in weiten Teilen der Welt ebenfalls an der Tagesordnung. Auch und besonders in sogenannten Entwicklungsländern. In Indien, China etc., man tötet sogar die Kinder gleich nach der Geburt, wenn es zur Abtreibung nicht mehr kam.

      Die Animation zur Abtreibung gilt prinzipiell auf unserem Boden jeder Frau: man will uns als Sexobjekte und hat uns geistig schon längst umstrukturiert zu total verkommenen Männern. Wir sollen das Leben ebenso verantwortungslos und hedonistisch betrachten, wie das der heruntergekommene Mann tut. Nachdem man die Frauen seit langer Zeit durch entsprechendes dümmlich-brutal-doppelmoralistisches Verhalten aufseiten der Männer frustriert hat, stiegen viele Frauen verbittert und zynisch geworden, gerne ein auf das Racheangebot, das aber die Frau zerstört hat.

      Während viele Konservative herumheulen, dass der arme Mann total unter die Räder gekommen sei wegen der bösen Feministinnen, muss man objektiv feststellen, dass der Mann genau das erreicht hat, was er gottlos immer wollte: das Verschwinden der Frau in ihrer Würde und ihrem Königtum.

      Man soll sich nicht täuschen: Frauen, denen der halbe Kopf bandagiert wird bzw. die sich den Kopf freiwillig bandagieren, unten aber allzuoft freizügig ihren Unterleib in löffelengen Hosen und gelegentlich Röcken/Kleidern zur Schau stellen (viele Frauen in dieser Religion tun das!), jedenfalls so lange, bis sie dann die Kinder gebären, die man ja doch hauptsächlich als Kampfmittel betrachtet,
      diese Frauen entsprechen aufs Ei unseren hedonistischen Abtreiberinnen:

      Der Kopf ist weggesperrt, der Leib dargeboten.

      Die Frau gibt es nicht mehr im Straßenbild – die Frau in der Würde, die Christus ihr in Maria zurückgegeben hat.
      Als neulich in meiner Nähe eine SPD-Frau Bürgermeisterin wurde und sich in einem – sagen wir – alternativ angehauchten langen Rock zeigte und zu den Bürgern sprach, musste ich zu meiner Bestürzung hören, wie sich später eine Horde der Männer darüber lustig machte, dass sie sich so kleide.

      Ich trat herzu und sagte: Wo ist das Problem?

      Die Männer sagten, dass es lächerlich sei, wenn Frauen in langen weiten Röcken herumliefen. Nun bin ich absolut kein Antihosenfetischist, aber ich bin auch keine Vertreterin des Wahns, Hosen seien weibliches Statussymbol. Also sagte ich: es ist doch ganz normal, dass Frauen solche Kleidung tragen.
      Was denkt aber der heutige Spießer-Mann offenbar: Eine Frau in der Politik muss Hosenanzüge tragen … oder enge Kurzröcke.

      Das ist symptomatisch! Hätte sie eine Pluderhose getragen, hätte man genauso gespottet!

      Ich finde es dagegen traurig, wenn Katholiken von „Umvolkung“ sprechen.
      Sind wir Rassisten?! Liegt uns nur dran, dass bestimmte ethnische Merkmale beibehalten werden?

      Das Problem der Vernichtung der Frau – parallel zur Vernichtung der Kirche – ist das wirkliche Problem! Und dieses Programm läuft parallel hüben wie drüben.

    • Manche finden das Wort „Umvolkung“ unfein. Es ist aber zutreffend.
      Das deutsche Staatsvolk, laut Verfassung durch Abstammung definiert, wird systematisch ersetzt durch Fremdstämmige. Entsprechend die anderen europäischen Völker.
      http://new.euro-med.dk/20150505-untergang-des-abendlandes-eunato-transportiert-sehr-gerne-taglich-tausende-von-selbst-gemachten-migranten-nach-europa.php
      Resümee des Artikels:
      „Der Untergang Europas ist gegebene, gewollte und beschlossene Sache.“
      Und die katholische Hierarchie mit dem Papst an der Spitze (Lampedusa) ist voll dabei.
      Vor 80 Jahren war man deutschnational, heute ist man globalistisch. Stets wird der jeweilige Zeitgeist zum Quasi-Dogma erhoben. Es gibt keine Grundsätze mehr.
      Spätere Generationen errichten den früheren Dissidenten manchmal Denkmäler, und verfolgen ihre eigenen Dissidenten. Taedet me talis vita.
      Komm, Herr Jesus!

      • Ach tatsächlich – wo steht denn im GG, dass als deutscher Staatsbürger nur der gelten kann, der auch einheimischer Abstammung ist?

        Bitte zitieren Sie das mal!

        Das deutsche Staatsvolk ist gerade nicht ethnisch definiert – nach den Katastrophen…

        Im Gegenteil:

        Art. 3 § 3:

        „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“

        Im übrigen ist es ziemlich egal, welcher ethnischen Herkunft das Staatsvolk ist. Jedenfalls für einen Christen.
        Denn ein halbwegs bewanderter Mensch weiß, dass der ethnische Zustand der Deutschen noch niemals „stabil“ war. Es gibt ethnisch kein größeres Mischvolk in Europa als die Deutschen. Und welche Personen und Stämme nun alle zu diesem „deutschen“ Volk gehören – das war bereits im 19. Jh eine unbeantwortbare Frage – jendenfalls ab dem Moment, ab dem man glaubte, einen Nationalstaat gründen und die Zukunft der Menschen auf ihre nationale Identität bauen zu sollen.
        Das Haus war auf Sand gebaut!
        Denn „Völker“ waren noch nie etwas Stabiles im ethnischen Sinn!

        Für den Christen dagegen zählt tatsächlich nur der Mensch und vor allem dessen Seelenheil. Käme es zu einer großen Bekehrung vieler eingewanderter Muslime – was störte Sie dran, wenn die Deutschen statistisch gesehen etwas dunkelhaariger würden?

        Suchen Sie sich aus, woran Sie sich klammern wollen – an das verkommene ethnische „Volk“ oder an amerikanische Hystery-Videos? An Fantasy-News aus dem Cyberspace, die genauso gefaked sein können wie die Fakes, die sie vorgeben zu entlarven? Will Schmidtchen Schleicher die Welträtsel aufdecken, indem er vor dem Rechner sitzt und durch die Harry-Potter-Winner-Welt evangelikaler Youtube-Exposing-Surprise-Soaps surft?

        Hier ist nichts eine „beschlossene Sache“, was unserem Herrn entginge!
        Den letzten Beschluss zu allem fällt der Herr.
        In Ihm aber ist nicht Jude noch Grieche!
        Das ist die Richtschnur.

  5. Es kann wohl gesagt werden, daß der Papst im Wissen um die Lebensgeschichte seiner Gesprächs“partnerin“ diese hätte zur Umkehr aufrufen können entsprechend dem Worte Christi an die Ehebrecherin: „… geh und sündige nicht mehr“. Verkündige mit aller Kraft das Lebensrecht für ungeborene Kinder und die Wahrheit von Ehe und Familie im Einklang mit den Worten Jesu Christi.

    Schade, daß der Papst mich noch nicht angerufen hat. Ja, ich bin ein Sünder; es ist so. Ich stelle das jeden Tag fest. Aber dann rief er diese berühmte Frau an und mit ihr, denke ich mir, auch viele andere Unbekannte.
    Ich frage mich, was in dieser Emma Bonini innerlich jetzt vorgeht. Sie wurde ja bestärkt, „weiterzumachen“ und das Ganze vor allem auch publik zu machen. Und darum gings dem Papst: nicht um private Vertraulichkeit, sondern um einen „offenen Dialog“, der jedes Abhören überflüssig machte, jeden Spionagedienst arbeitslos.

    Aber die Christen sollten m.Er. Selbstkritik üben: denn würden sie, „wir“ die Lehren der Kirche und der Päpste in Sachen Lebensrecht wie Ehe und Familie treu im Kleinen verkünden und leben, könnte sich ein Papst solche Telefonate sparen. „Wir“ laden ihn ja geradezu dazu ein wie es aussieht. Er hält „uns“ mit solchen Anrufen einen Spiegel vor. Das Ganze könnte ein Weckruf an die allgemein schlafende und müde europäische Christenheit sein. „Bekehrt Euch und macht ernst“: so könnte man seinen Anruf wohl deuten.

  6. Was immer F. wirklich und wortwörtlich zu Bonnino gesagt haben mag und ob überhaupt (wir müssen auch bedenken, dass das alles gelogen sein könnte – wer weiß es denn wirklich so genau?) – auf jeden Fall darf dieselbe Dame unwidersprochen behaupten, F. habe sie mit diesen Worten angerufen.

    F. widerspricht nicht oder er kann nicht widersprechen, oder hat es genau so auch gesagt.

    Alle drei Möglichkeiten zeigen doch, wer im Vatikan regiert.

    Das Kreuz auf sich nehmen heißt nicht, dass man sich an der Verlästerung des Herrn in kirchlichen Kostümen und im Rahmen einer blasphemischen Verwaltung beteiligen muss. Wer dies nicht zu unterscheiden weiß, geht am Abgrund entlang!
    Man kann zu einem solch pervertierten Apparat doch nur Distanz einnehmen. Kein Mensch würde den Kampf, wenn er jetzt nicht diese Distanz einnimmt, bestehen können. Niemand kann, den Herrn mit den anderen, indem man dableibt, wohl oder übel lästernd, hier standhalten.
    Gehen! Wenn viele gehen würden, wenn viele schon gegangen wären – es sähe anders aus. So aber zieht man noch andere mit in den Abgrund und verzögert und vernebelt das Offenbarwerden dessen, was hier geschieht durchs Ausharren am falschen Ort.
    Der Beginn von Psalm 1 sagt uns, dass niemand sich an einem solchen Ort aufhalten kann, ohne selbst allergrößten Schaden zu nehmen.

    Die Frage „wohin?“ kann man inzwischen nicht mehr einfach und öffentlich verhandeln. Aber auf gar keinen Fall zu den Häretikern, die die kirche immer verurteilt hat: NICHT zu den Protestanten und Evangelikalen, auch wenn dort viele sicher, mangels besseren Wissens und fehlenden Glaubenszeugnisses durch die Katholiken, guten Willens sind, aber eben den Herrn im allerheiligsten Altarsakrament nicht anerkennen wollen bzw. können. Das Konzil von Trient hat sich dazu EINdeutig geäußert. Dort hat kein Katholik also etwas verloren! Denn im Ggs. zu den dort Wohlmeinenden, die es nicht anders kennen, weiß er es besser und sündigt schwer, wo man das über viele der ihren nicht so eindeutig sagen kann – eben weil sie es nicht besser kennen.
    Auch der Gang zur Orthodoxie ist Wahnsinn – auch hier gilt: viele dort meinen es gut, weil sie es nicht anders kennen. Ein Katholik aber weiß es durch die Kirche besser. Und was dieselbe vor dem Vaticanum II zu dem Thema gesagt hat, weiß jeder gute Katholik ohne nachkonziliares Wenn und Aber. Er kann niemals, wenn es mit ihm recht steht, zu den Schismatikern überlaufen. Zumal gerade ihre antichristliche Ehelehre sie eigentlich entlarven sollte. Warum zu einer schismatischen Kirche rennen, die einem Herrenwort krass ins Angesicht widerspricht?!
    Tradi-Schismatiker, auch wenn sie gut organisiert und vernetzt sind, sind ebenfalls zweifelhaft. Sie erkennen ja diesen Wolf in Rom an!

    Über eines aber bin ich mir ganz sicher: Maria versammelt die ihren an dem Ort, der der richtige Ort für sie ist. Jeder bitte darum, jeder suche intensiv. Den Rest macht der Himmel

    • Okay, einverstanden mit dem „wohin“… zumindest in der Theorie. Jetzt mal ganz praktisch: Wo ‎soll ich denn dann am Sonntag hingehen, wo ich den Herrn noch im allerheiligsten Sakrament ‎des Altares finden kann? Piusbrüder können’s ja Ihrer Meinung nach nicht sein, Petrusbrüder ‎vermutlich auch nicht, Novus Ordo noch weniger… also das „wohin“ ist schon eine berechtigte ‎Frage…‎

      • Ich sagte: die Piusbrüder dürften jedenfalls mit hoher Wahrscheinlichkeit noch das Hl. Messopfer feiern – allerdings „una cum haeretico“. Ausdrücklich leiten sie ihr Tun von ihm her.
        Das kann ich nicht mehr.
        Daher auch nix mit Petrusbrüdern oder sonstigen altrituellen Priestern – viele sind sicher brave Leute, gewiss, aber alle sagen „una cum“ und nennen dann einen Häretiker.

        Das ist eine schlimme Situation, und eine einfache Lösung gibt es für keinen. Allerdings kann er suchen, wo es in seinem Umkreis non-una-cum-Messen gibt, die von einem halbwegs vernünftigen Priester zelebriert werden.
        Halbwegs vernünftig heißt: Er ist nicht gestört, sondern geistig und seelisch gesund und weiß, dass er eine Art Notfall-Programm fährt.
        Sobald einer oder die ganze Gruppe, der er angehört, sich aufspielt als Lehramtsersatz: sofort weggehen – das ist nicht von Gott.

        Sicher sind auch einige orthodoxe Messfeiern gültig.
        Aber von alters her galt für den Katholiken, dass er sich wegen der zahlreichen Lehrirrtümer dort nicht aufhalten sollte.

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