Syrische Opposition fordert von USA „effizientere Waffen“ – Punktesieg für Assad

Als Islamisten erhalten sie Waffen von den mit den USA befreundeten Staaten Saudi-Arabien und Katar. Als syrische Opposition wollen sie sie direkt von USA erhalten. Beide Male kommen die Waffenlieferungen den islamistischen Milizen zugute.(Damaskus) Der Abzug der Rebellen aus Homs gehört zu den nennenswerten Punktesiegen der syrischen Armee auf dem Kampffeld, und der Regierung von Staatspräsident Assad auf politisch-diplomatischer Ebene. Die Rebellen evakuieren mit ihren Familien die Altstadt von Homs. Nach zwei Jahren Belagerungszustand räumen sie das Feld. Das Abkommen, das ihren Abzug ermöglicht, kam unter Vermittlung der iranischen Botschaft zustande. Die Rebellen dürfen nach Dar al-Kabira im Norden ausweichen, einer Gegend, die von der Opposition kontrolliert wird. Jeder Mann darf eine Feuerwaffe mitnehmen.

Abzug der Rebellen aus Homs bedeutsamer Erfolg für Assad vor Wahlen

Die Rebellen, die sich in der Stadt verschanzt hatten, wurden zwei Jahre von Regierungstruppen belagert. Darunter hatte vor allem die Bevölkerung von Homs zu leiden. Am Ende fehlten Nahrung und Medikamente für die Bevölkerung und die Rebellen. Im Gegenzug dürfen laut Abkommen auch zwei alawitische, assad-freundliche Städte, Nubul und Zahraa, die von Rebellen belagert werden, mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt werden. Zudem haben sich die Rebellen verpflichtet, einige Geiseln freizulassen, die in Aleppo und nahe bei Lattakia gefangengehalten werden. Unter ihnen sind auch ein Russe und mehrere Iraner. Die Freilassung der Geiseln, die sich in der Gewalt islamistischer Milizen befanden, bestätigt die engen Verbindungen in der Rebellenkoalition zwischen Nicht-Islamisten und Islamisten.

Homs, ein altes christliches Zentrum

Homs ist eines der alten christlichen Zentren des Nahen Ostens. Von dort stammte der zehnte Nachfolger des Apostels Petrus der damals noch geeinten katholischen und apostolischen Kirche (siehe den Bericht Homs ist auch eine (verschwiegene) christliche Tragödie – Die Stadt, aus der ein Papst kam). Vor dem Bürgerkrieg waren mehr als 60.000 oder 8-10 Prozent der Einwohner Christen. Nach zwei Jahren Bürgerkrieg leben derzeit noch 66 Christen in der Stadt.

Das Ende der Rebellen von Homs, eine der ersten Städte, in der sich die Sunniten gegen Assad erhoben, ist ein symbolischer Sieg für den Staatspräsidenten von nicht geringer Bedeutung. Für Anfang Juni hat Assad Neuwahlen ausgeschrieben. Der Erfolg dürfte ihm zugute kommen. In Homs starben in den vergangenen zwei Jahren wegen der Kampfhandlungen mehr als 2.000 Menschen. Unter ihnen auch der Jesuit Frans van der Lugt, der am 7. April vor seinem Haus von einem Rebellen der islamistischen Al-Nusra-Front erschossen wurde (siehe Bericht Jesuitenpater Frans van der Lugt in Syrien ermordet). Als Motiv für die Bluttat wird sein Einsatz angenommen, das Abkommen zur Beendigung des Belagerungszustandes zu erreichen. Das Abkommen wurde erreicht, für ihn aber kam es zu spät.

Oppositionsführer Jarba von Obama empfangen: Brauchen „effizientere Waffen“ von USA

Unterdessen befindet sich Rebellenführer Ahmad Jarba in den USA und wird von US-Präsident Barack Obama empfangen. Von Amerika aus bezeichnete er die Präsidentschaftswahlen von Juni als „Farce“, da viele Syrer wegen des Bürgerkrieges „nicht wählen“ könnten. Assad hole sich nur die Erlaubnis „weitere Jahre töten zu können“, so Jarba.

Der Rebellenchef gilt als nicht-islamistisches Aushängeschild der syrischen Opposition. Die Hauptträger des bewaffneten Widerstandes sind jedoch Islamistenmilizen. Durch den Empfang für Jarba, bekräftigt Obama, auf wessen Seite die USA stehen. Der Oppositionsführer drängt in den USA auf „effizientere Waffen“ für die Rebellen, „um die Gewichtsverteilung auf dem Kampffeld zu verändern“, dann könne man über „eine politische Lösung“ diskutieren. Nutznießer der Waffenlieferungen sind die Islamistenverbände. Sie werden direkt von den mit den USA befreundeten Staaten Saudi-Arabien und Katar bewaffnet und indirekt von USA unter dem Deckmantel, vorgeblich die syrische, nicht-islamistische und demokratische Opposition zu unterstützen.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Asianews

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2 Comments

  1. „Durch den Empfang für Jarba, bekräftigt Obama, auf wessen Seite die USA stehen.“
    Nun das wissen wir doch. Überall wo die US-Administration die Freiheit und die Menschenrechte verteidigt, müssen die Christen um ihr Leben rennen. Es fällt langsam auf. Es kann aber auch sein, dass irgendeiner einen Fehler macht im dialektischen Spiel und dann ……
    Per Mariam ad Christum.

  2. Diese Terroristen die als Rebellen gelten in den Medien schächten Christen vor laufender Kamera.
    Sammeln das Blut auf in kleine Behälter und verkaufen dieses Blut an reiche Araber die sich damit die Hände waschen um am Jihad teil zu nehmen.
    Das ist der Islam den Amerika unterstützt.

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