König unterzeichnet Gesetz – Belgien weltweit erstes Land das Kinder euthanasiert


(Brüs­sel) Die Appel­le der Eutha­na­sie­geg­ner und Lebens­schüt­zer haben nichts genützt. Nichts nütz­te der Appell eines kana­di­schen Mäd­chens, das trotz ärzt­li­chem „Rat“ zur Abtrei­bung gebo­ren wur­de; eben­so wenig der Appell von 210.000 Bür­gern, deren Unter­schrif­ten dem König der Bel­gi­er über­ge­ben wur­den mit der Auf­for­de­rung, das Gesetz zur Kin­der­eu­tha­na­sie nicht zu unter­zeich­nen. Nichts nütz­te auch der Wider­stand des Pri­mas von Bel­gi­en, Erz­bi­schof Leo­nard von Mecheln-Brüs­sel. König Phil­ip­pe folg­te hin­ge­gen dem Par­la­ment, das in dop­pel­ter Lesung sich mit gro­ßer Mehr­heit für die Aus­wei­tung der Eutha­na­sie auf psy­chisch Kran­ke und Kin­der ohne Alter­ein­schrän­kung aus­ge­spro­chen hat­te. Am 13. Febru­ar hat­te das Par­la­ment in letz­ter Abstim­mung mit 86 gegen 44 Stim­men das „Recht“ auf Eutha­na­sie­rung auch von Kleinst­kin­dern beschlos­sen. Der König aus dem Haus Sach­sen-Coburg und Gotha trat damit in die Fuß­stap­fen sei­nes Vaters, König Albert II., der 2002 das erste Eutha­na­sie­ge­setz unterzeichnete.