Amoris laetitia

Zweiter österreichischer Bischof unterzeichnet Bekenntnis zum Ehesakrament

Amoris laetitia : Mit Bischof Elmar Fischer unterzeichnete der zweite Bischof Österreichs das Bekenntnis zu den unveränderlichen Wahrheiten des Ehesakraments.
Mit Bischof Elmar Fischer unterzeichnete der zweite Bischof Österreichs das Bekenntnis zu den unveränderlichen Wahrheiten des Ehesakraments.

(Wien) Msgr. Elmar Fischer, der emeritierte Bischof von Feldkirch, ist der zweite österreichische Bischof, der das Bekenntnis zu den unveränderlichen Wahrheiten des Ehesakraments unterzeichnet hat. Das Bekenntnis widerspricht der Auslegung von Amoris laetitia, es könne Ausnahmen von der Unauflöslichkeit der sakramental gültigen Ehe geben und unterstreicht die Bedeutung und Schönheit des Ehesakraments.

Das Bekenntnis zu den unveränderlichen Wahrheiten des Ehesakraments wurde am 31. Dezember 2017 von drei Bischöfen Kasachstans veröffentlicht. Dabei handelt es sich um Erzbischof Tomasz Peta von Astana, den emeritierten Erzbischof Jan Pawel Lenga von Karaganda und Weihbischof Athanasius Schneider von Astana. Die Bischöfe erklären darin, daß ihr Gewissen sie drängt, die unveränderliche Wahrheit und sakramentale Ordnung in ihrer Reinheit und Schönheit zu bekennen, wie sie seit 2000 Jahren unverändert vom Lehramt der Kirche verkündet und praktiziert wird. Grund dafür ist eine um sich greifende Verwirrung auch im Klerus und im gläubigen Volk. Der im vergangenen September verstorbene Kardinal Carlo Caffarra beschrieb die aktuelle Situation am 14. Januar 2017 mit den Worten:

„Nur ein Blinder kann leugnen, daß wegen Amoris laetitia in der Kirche die größte Verwirrung herrscht.“

Die Bischöfe widersprechen mit ihrem Bekenntnis der von Papst Franziskus geförderten These, es könne Ausnahmen vom Gebot der Unauflöslichkeit der Ehe geben, wie es von Jesus Christus verkündet wurde. Es widerspricht damit konkret einer Reihe von „Richtlinien“ verschiedener Bischöfe und Bischofskonferenzen (Kirchenprovinz Buenos Aires, Bistum Rom, Deutsche Bischofskonferenz, Bischöfe von Malta, Regionale Bischofskonferenz der Emilia-Romagna) zur Umsetzung des umstrittenen, nachsynodalen Schreibens Amoris laetitia von Papst Franziskus.

Corrispondenza Romana bezeichnete das Bekenntnis dieser Bischöfe als „beispielgebend“ für den „katholischen Widerstand gegen die Irrtümer, die sich in der Kirche eingeschlichen haben“.

Neben den drei Erstunterzeichnern wurde das Bekenntnis zu den unveränderlichen Wahrheiten des Ehesakraments von weiteren, prominenten Oberhirten unterzeichnet, darunter Kardinal Janis Pujats (emeritierter Erzbischof von Riga), Titularerzbischof Carlo Maria Viganò (vormals Apostolischer Nuntius in den USA), Erzbischof Luigi Negri (emeritierter Erzbischof von Ferrara), Bischof René Gracida (emeritierter Bischof von Corpus Christi in den USA), Titularbischof Andreas Laun (emeritierter Weihbischof von Salzburg), Titularbischof Marian Eleganti (Weihbischof von Chur) und nun auch von Bischof Elmar Fischer (emeritierter Bischof von Feldkirch) unterzeichnet.

Msgr. Elmar Fischer wurde 1961 für das Bistum Feldkirch zum Priester geweiht, dessen Generalvikar er ab 1989 war. 2005 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Diözesanbischof, ein Amt, das er bis 2011 ausübte. Als Wahl- und Wappenspruch wählte er:

„Dei regnum quaerere in cunctis“ – „Gottes Reich suchen in allem“.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Katholische Kirche Vorarlberg (Screenshot)



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1 Kommentar

  1. Österreich
    Kronen-Zeitung:

    Frauenvolksbegehren:
    Alle Ministerinnen dagegen!
    „Obwohl die türkis-blaue Regierung bei ihrem Antritt versprochen hat, einen besonderen Fokus auf die Frauenpolitik zu legen, sind alle Ministerinnen geschlossen gegen das Volksbegehren. Kein weibliches Regierungsmitglied wird die Forderungen unterschreiben.“

    http://www.krone.at/1634215

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