Papst Franziskus: „Heilge Messe ist kein Spektakel“

Während der Messe kein Selfie mehr mit dem Papst

Das "Bad" im Handy-Meer gehört zum päpstlichen Alltag. Gestern forderte Franziskus jedoch dazu auf, während der Heiligen Messe, das Smartphone steckenzulassen.
Das „Bad“ im Handy-Meer gehört zum päpstlichen Alltag. Gestern forderte Franziskus jedoch dazu auf, während der Heiligen Messe, das Smartphone steckenzulassen.

(Rom) Papst Franziskus kritisierte bei der gestrigen Generalaudienz die Verwendung von Handys und Smartphones in der Heiligen Liturgie. Das katholische Kirchenoberhaupt improvisierte einige Worte, während er die vorbereitete Mittwochskatechese verlas.

Franziskus sagte:

„Oder weil an einer bestimmte Stelle der Priester, der der Zelebration vorstellt, sagt: ‚Erhebt die Herzen‘. Er sagt nicht: ‚Erhebt die Smartphones, um Photos zu machen!‘ Nein, das ist eine häßliche Sache! Und ich sage euch, daß es mich sehr traurig macht, wenn ich hier auf dem Platz oder in der Basilika zelebriere und die vielen erhobenen Mobiltelefone sehe, nicht nur von den Gläubigen, sondern auch von einigen Priestern und auch von Bischöfen. Bitte! Die Messe ist kein Spektakel: Sie ist ein Hingehen, um dem Leiden und der Auferstehung des Herrn zu begegnen. Aus diesem Grund sagt der Priester: ‚Erhebt die Herzen‘. Was heißt das? Erinnert euch: Keine Handys.“

Was meinte der Papst damit genau? Papst Franziskus war noch ziemlich zurückhaltend und sprach von den Gläubigen und „einigen Priestern und auch Bischöfen“. Die folgenden Bilder sollen das Ausmaß veranschaulichen, das erklärt woran sich Franziskus stört.

Die Bilder zeigen Papst Franziskus bei der Zelebration der Heiligen Messe in der Peter- und-Pauls-Kathedrale von Philadelphia in den USA am 24. September 2015. Auf dem ersten Bild sind die Priester, die kein Handy zücken, eindeutig in der Minderheit.

Das zweite Bild zeigt den Priester Stephen Paolino, wie er ein Selfie von sich und dem Papst machte, während der Papst im Hintergrund am Altar war, und dann auf Instagram veröffentlichte.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: MiL

Katholisches wird immer für den Leser kostenlos bleiben. Damit das Magazin Tag für Tag mit neuen Artikel weiterhin erscheinen kann sind Zuwendungen notwendig: Unterstützen Sie bitte Katholisches mit einer Spende.
Zuwendungsübersicht

Unterstützen Sie Katholisches auch, indem Sie ihre Bücher über FalkMedien beziehen. FalkMedien hilft uns regelmäßig bei technischen Aufgaben und beteiligt sich bei der Finanzierung von Servertechnik und Administration.

Der WebShop von FalkMedien umfaßt neue und antiquarische Bücher. Bei jedem Kauf, der über Katholisches.info zustande kommt, werden 10 Prozent Provision an Katholisches ausgeschüttet.

FalkMedien liefert jeden erhältlichen Titel: Die Recherche in einem umfassenden Katalog, der auf dem Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) basiert, ermöglicht es, nahezu alle verfügbaren deutschsprachigen Titel zu beziehen.  -  vlb.falkmedien.de


FalkMedien liefert jedes neue Buch versandkostenfrei ohne Mindestbestellwert.

3 Kommentare

  1. Priester, die statt der Hl. Messe zu folgen, ihr technisches Gerätchen in die Höhe heben, um unnötige Fotos zu knipsen, sind nicht unbedingt eine Ehre für ihren Berufsstand.

  2. Aber bitte, dass solche Dinge stattfinden muss doch jetzt gar nicht verwundern. Das Bewusstsein für die Sakralität der Messe ist nach dem Konzil zunehmend verloren gegangen. Schön Papst Franziskus ist darüber nicht erfreut. Die katholische Kirche hat auch ihren Anteil daran.

  3. Erst befördert Papst Franzikus das Spektakel und den Kult um seine Person, lässt überall Selfies mit sich machen; dann beschwert er sich. Typisch jesuitisch! Und den Verkauf von Zigaretten im Vatikan hat er nun auch verboten. Es gibt wirklich nichts Wichtigeres!

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*