"Muß der Papst jede Pizza einer Trattoria in Trastevere vor laufenden Kameras segnen?" Francisco de la Cigoà±a über die Würde des Papstamtes

Papst Franziskus Daumen nach oben wie Politiker Filmstars(Madrid/Rom) Der spanische Kirchenhistoriker Francisco Fernández de la Cigoà±a, ein in der spanischsprachigen Welt bekannter katholischer, nicht traditionsverbundener Blogger, gehörte zu den schärfsten Kritikern von Jorge Mario Kardinal Bergoglio als Erzbischof von Buenos Aires. Daß ausgerechnet der argentinische Primas von den Kardinälen als geeigneter Nachfolger Benedikts XVI. und des Menschenfischers erachtet wurde, den de la Cigoà±a noch am Vormittag des 13. März, wenige Stunden vor der Wahl von Papst Franziskus im Zusammenhang mit der jüngsten Besetzung der Kathedrale von Buenos Aires kritisiert hatte, mußte geradezu ein Schock gewesen sein.

De la Cigoà±a kommentierte das Habemus Papam jedoch mit ebenso professioneller Disziplin, wie katholischer Anhänglichkeit: „Kardinal Bergoglio ist tot, es lebe Papst Franziskus“.

Mehrfach betonte er seither, daß es wenig Sinn habe, jemanden schon während der ersten 100 Tage im Amt zu kritisieren. Vielmehr veröffentlichte er mehrfach Ansprachen des neuen Papstes, die ihm „sehr gut gefielen“. Nach 20 Tagen des neuen Pontifikats scheint ihm zumindest in einem Punkt der selbstauferlegte Geduldsfaden gerissen zu sein. Am Ostermontag veröffentlichte er einen längeren Kommentar unter dem Titel Der Papst ist weder ein Pfarrer noch ein Bischof. Dabei geht er auf das in den ersten drei Wochen vor allem von demonstrativen Gesten geprägte Pontifikat von Papst Franziskus ein, der den Gläubigen statt den Segen zu spenden, mediengerecht, aber wenig religiös den Daumen nach oben zeigt nach dem Motto „Alles super, alles toll“. Ob ihn noch niemand darauf aufmerksam gemacht hat, daß diese Handbewegung nicht überall auf der Welt gut ankommt, etwa in der Türkei, wo man sie als Aufforderung zu homosexueller Unzucht versteht?

Wir dokumentieren den Kommentar von Francisco Fernández de la Cigoà±a in deutscher Übersetzung:

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Der Papst ist weder ein Pfarrer noch ein Bischof

von Francisco Fernández de la Cigoà±a

Wie immer gebe ich Ihnen meine persönliche Meinung wider, die nicht geteilt werden muß. Es ist nicht die Stimme der Kirche, wenn ich auch mit dieser zu sprechen versuche. Manchmal wird dies gelingen, andere Male nicht. Nicht aus Mangel an Willen, sondern aus Mangel an Wissen.

Was Papst Franziskus anbelangt, so wird uns, zumindest bis jetzt, das Bild des Papstes als Pfarrer oder des Papstes als Bischof verkauft: Er ist so einfach und so bescheiden, daß er gar nicht Papst sein möchte. Und er versteckt sein Papstsein, wo er nur kann. Bei seinen Schuhen wie bei seinem Ring, bei seinem Brustkreuz und bei seinen Kleidern, bei seiner Wohnung und bei seinem Verhalten … er lebt mit allen, er redet mit allen, und es scheint, als würde er sich nichts anderes wünschen. Er ist nicht einmal ein Primus inter pares.  Nicht der Kardinäle, und nicht einmal der Bischöfe, der Priester, der Gärtner …

Am Ende seiner täglichen Messe grüßt er die Konzelebranten und die Gläubigen, die daran teilgenommen haben an der Kapellentür wie ein Pfarrer. Er ruft seine Freunde am Telefon an, um ihnen Frohe Ostern zu wünschen, er eilt herbei die Rechnung für seine Unterkunft zu bezahlen und eines Tages werden wir ihn im Fernsehen sehen, wie er seine schon berühmten schwarzen Schuhe putzt. Manche spielen schon das Spiel „Wo ist der Ring?“ mit der Frage, ob er heute den Ring des Papstes, des Bischofs oder gar keinen tragen wird.

Nichts von dem muß Gegenstand der Kritik sein, auch wenn man sich nicht daran begeistern muß, was nicht wenige tun. Und ihn dabei auch noch im Gegensatz setzen zu denen, die ihm im Pontifikat vorausgegangen sind: „Der schon ist gut und nicht Benedikt oder Johannes Paul“. Auch wenn das dem Willen von Papst Franziskus fremd sein mag.

Uns hat ein minimalistischer Papst in seiner Erscheinung als Papst berührt. Wir waren das nicht gewöhnt. Wir normale Katholiken, ausgenommen also jene, die das nur von sich behaupten, aber die Kirche ablehnen, haben eine solche Verehrung für den Stellvertreter Christi, daß alle Formen des gebührenden Respekts uns noch zu wenig schienen. Und im Laufe der Jahrhunderte haben sich viele Formen angesammelt. Einige waren schon im zu Ende gegangenen Jahrhundert unzeitgemäß, wie die Sedia gestatoria und die Tiara. Es war Zeit, daß sie wegkamen und zu Museumsstücken wurden. Ohne daß etwas passiert ist. Ich denke aber, daß es gut ist, daß der Stellvertreter Christi als Haupt der Kirche mit respektvoller Liebe umgeben wird. Und daß es nicht gut wäre, ihn von diesem Respekt zu entblößen oder daß er sich selbst dessen entblößt.

In Spanien hatten wir jenen bemitleidenswerten Bischof „nennt mich Ramon“, der, obwohl noch am Leben, von allen vergessen wurde. Ich will nicht behaupten, daß das nun der Fall ist, aber allein schon eine gewisse Ähnlichkeit mit diesem erschreckt mich. Nicht für jeden anziehend, aber für viele abstoßend. Die Nähe suchen ist schon gut, aber ohne Kumpelhaftigkeit und mit weniger Geschmacklosigkeit.

Gott benutzt die unerwartetsten Wege, damit seine Gnade in die Herzen der Menschen dringt. Und einer von ihnen kann zweifelsohne die Schlichtheit und Demut eines Papstes sein. Kann sein. Sicher ist das aber nicht. Hat man diese Sicherheit, wenn der Papst jeden Tag die Pizza in einer Trattoria von Trastevere segnet? Und die Köchin küßt, weil sie sie so gut zubereitet hat? Und das alles vor laufenden Fernsehkameras? Ich habe den Eindruck, es kann sein, daß ich mich irre, daß das nicht jedem gefällt, ganz im Gegenteil.

Der Papst hat ein Amt inne, das weit über das eines Pfarrers oder eines Bischofs hinausragt. Jeder wird es nach seinen persönlichen Neigungen ausfüllen. Dabei muß er aber die persönlichen Neigungen teilweise der immensen Verantwortung unterordnen, die mit diesem Amt auf seiner Person lastet. Und weil die Augen der ganzen Welt auf ihn gerichtet sind.

Das ist meine Meinung. Richtig oder falsch. Und als solche lege ich sie dar.

Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: UCCR

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39 Kommentare

  1. „Dios se vale de los más insospechados caminos para que su gracia cale en el corazón de los hombres. Y ciertamente uno de ellos puede ser la sencillez y humildad de un Papa. Puede ser. No es seguro que sea. Si hubiera esa seguridad bendito el Papa comiendo todos los días pizza en una trattoria del Trastévere. Y besando a la cocinera por lo bien que le había salido. Y la televisión`presente. Pero tengo la impresión, puede ser que equivocada, que eso no atraería a nadie. Más bien lo contrario.“

    Diesen Satz, von dem in der Überschrift die Rede ist, würde ich anders übersetzt haben. Etwa:
    „Gott bedient sich der unerwartetsten Wege, damit seine Gnade in die Herzen der Menschen gelangt. Und gewiss kann einer dieser Wege die Schlichtheit und Demut eines Papstes sein. Kann sein. Es ist aber nicht sicher. Wenn es diese Sicherheit gäbe [würde ich sagen]: gesegnet der Papst, der jeden Tag Pizza in einer Trattoria von Trastevere isst und die Köchin dafür küsst, wie gut sie ihr gelungen ist. Das Fernsehen immer dabei. Aber ich habe den Eindruck – ich kann mich irren – dass das niemand anziehend fände. Im Gegenteil.“

    In Ihrer Übersetzung habe ich eher den Eindruck, als ob das mit der Pizzeria nicht als mögliches Szenario deutlich wird, sondern so, als ob Franziskus wirklich jeden Tag in die Pizzeria gehen würde.

  2. Ich sehe das ganz genauso, aber ich denke, wir sollten ein wenig mehr Geduld mit ihm haben.
    Ich möchte für ihn annehmen, das er einfach noch nicht „begriffen“ hat, welche Bedeutung dieses Weltkirchenführungsamt, in der Nachfolge Petri hat.
    Ich sage das völlig ohne Arroganz und Häme.
    Jeder Nachfolger Petri hat das Recht auf seinen eigenen Stil und seine Aktionen am Gründonnerstag etc. sollte man nicht überbewerten.
    Seine Aufgaben kommen noch und die sind von herkuläischer Schwere.
    Dann MUß er wohl oder übel Führung, Härte und Stringenz beweisen zb. die Kirche Chinas, das weitere Abfallen der Kirchen der 1.Welt, die Realität des Islam der die meisten Christen in der Welt aufs blutigste verfolgt, die sensible Ernennung von Bischöfen, die die Interessen Roms wahrnehmen.
    Bei rund 800 Mio Katholiken davon 200 Mio Verfolgten und in Todesgefahr Schwebenden ist seine Art der Anbiederung, nicht nur nicht hilfreich sondern wird auch von den falschen Leuten bejubelt.
    Wenn Franziskus deren Hilfe in Anspruch nehmen will, sind diese als Erste weg und er wird schnell bei der (harten) Realität des Papstamtes ankommen.
    Es sei denn, er plant den radikalen Abbruch der Kirche und schleift die letzten Bastionen gegen den Zeitgeist, die das Vatikanum II noch nicht eingerissen hat.
    Es möge jedem freigestellt sein wie er die Aktionen von Franz beurteilt, allzu ernst sollte man es nicht nehmen.

  3. Mir wird dieser Papst immer sympathischer. Es sind genau diese Äußerlichkeiten wie die roten Schuhe oder das „die Köchin auf die Wange küssen“, die ihn in der erst kurzen Zeit seines Amtes mir um vieles menschlicher erscheinen lassen als alle seine Vorgänger. Hoffentlich bleibt er so.

    • Ja, das ist auch schön, dass Sie den Papst sympathisch finden. Vielleicht fände sie es auch cool, wenn er zu Nachbars Grillparty käme und ein Bierchen mittrinkt? Über Symbolik läßt sich streiten, weil dem einen das gut erscheint, dem anderen etwas anderes. Mir hingegen hat der Artikel von De la Cigona aus dem Herzen gesprochen. Ich verehre den Papst als Stellvertreter Christi. Ich will hinaufschauen zu ihm, ich will gar nicht, daß er zu mir heruntersteigt. Er soll mich geistlich zum Herrn hinaufheben, und da interessiert es mich doch nicht, ob er mit roten oder schwarzen Schuhen herumläuft. Was mich aber stört ist, wenn er schlampig wirkt. Und es wirkt schlampig, wenn man unter seinem Papstgewand sieht, daß er noch gleich zivil gekleidet ist, wie vorher und nur das Weiße Gewand sich überzieht, wie die schlecht gekleideten Ordenleute, bei denen das karierte Hemd und die Straßenhosen unter der Kutte rausschauen. Das wirkt dann nicht echt, sondern nur übergestülpt, immer bereit, das Ordensgewand, das Papstgewand wieder auszuziehen, als wäre es nur etwas vorübergehenedes. Nein, der Papst muß nicht „jede Pizza in einer Trattoria segnen“ und das vor laufenden Kameras. Ich will keine „Alles happy“-Gesten von ihm und vielleicht morgen noch ein „Victory“-Zeichen, wie die perfekten amerikanischen Politikerprofis mit einem breiten aufgesetzten Lächeln. Ich will jemanden, der mir Christus verkündet, das sagt, was wesentlich ist. Das oberflächlich Unwesentliche, das servieren uns alle, täglich, rund um die Uhr. Wir brauchen jemand, der sich davon unterscheidet und nicht dem anpaßt. Denn die kumpelhaften Typen, die sind kurzfristig In und ebenso schnell Out. Würde und Ehrfurcht bauen sich langsam auf, können aber in Windeseile zerstört werden.

      • Dass hier immer gleich verzerrt werden muß. Und wenn der Heilige Vater auf Nachbars Grillparty käme, wäre das soooo entsetzlich? Mir ist ein Papst, der die Armut wirklich kennengelrnt und auch gelebt hat tausendmal lieber als ein Papst, der nur tiaratragend durch die Weltgeschichte reist.

  4. Der Geduldsfaden der konservativen, romtreuen Christen reißt langsam aber sicher. Viele fragen sich, ob es überhaupt noch einen Papst, einen Heiligen Vater auf dem Stuhle Petri in Rom gibt? Die Antwort muß, so schmerzlich sie ist, leider immer deutlicher mit Nein beantwortet werden. Die Ablehung der Mozetta, das Nichttragen der Schuhe Petri, die Verweigerung der Kniebeuge bei der Wandlung, das Aufstellen des Sperrholzaltars haben bereits für große Verärgerung gesorgt. Die Fußwaschung eines Muselmanen (!) -Mädchens(!) hat allem aber noch die Krone aufgesetzt. Da kommt ein „Papst“ daher, der an einer ungläubigen Frau, die auch noch dem sogenannten Propheten Mohammend hinterherläuft, die Füße! Hat dieser „Papst“ etwa auch Mohammedanern und Nichtkatholiken die Hostie ausgeteilt?
    Zu meinem größten Bedauern und in tiefer Traurigkeit stelle ich fest: Die Sedisvakanz dauert an.

    • Es ist viel schlimmer!
      Wenn schon die Hand einer Muslimin zu geben, nicht erlaubt ist, wie muß man dann eine Fußwaschung einordnen? Aus muslimischer Sicht hat der Papst eine unsittliche Handlung vorgenommen.
      Daß noch kein lauter Aufschrei zu vernehmen ist, kann wohl einer großen Verblüffung zugeschrieben werden. Aber keine Sorge, dafür wird bezahlt werden. Ich bin gespannt, welche Verrenkungen hinsichtlich Islam, besonders auf dem Festival der Religionen in Assisi, vom Papst abverlangt werden. Aber die Leidtragenden werden die Christen in den islamischen Ländern sein.
      Mir geht dieser päpstliche Demutstolz auf den Wecker. Es muß schon eine gewisser Hochmut darin verborgen sein, die Gefühle traditionell eingestellter Gläubiger auf Teufel komm raus zu brüskieren.

      • Mt 9,9-13:

        Als Jesus weiterging, sah er einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm. Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, kamen viele Zöllner und Sünder und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern. Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen? Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Darum lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer. Denn ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.

    • Gladium, ich pflichte Ihnen bei. Die Knastmesse mit Fußwaschung ist in ihrer Zeichenhaftigkeit schlicht verheerend. Wie ich schon an anderer Stelle in diesem Portal
      schrieb: an diesem Tag gehört der Oberhirte in die Kathedrale, um mit seinen Priestern das Abendmahlsamt zu feiern.- Was mögen sich die Opfer dieser kriminellen Jugendlichen denken, wenn der Papst durch seine Handlung denen Ehren erweist, die Unrecht getan haben. Es sind ja keine Justizopfer, die zu Unrecht Haftstrafen verbüßen.
      Nein, dieser Papst ist für die Kirche eine Strafe.

  5. Everybody’s Darling
    Ich fürchte, dass das Pauluswort „Wir sind Narren um Christi willen” (1. Korintherbrief 4, 10) von Franziskus falsch verstanden wird. Eine demütige Christusnachfolge, die in den Augen einer hochmütigen Welt als Torheit erscheint, ist etwas anderes als eine anbiedernd wirkende Gutmütigkeit, mit der man sich – ohne es zu wollen und ohne es zu merken – bei anderen zum Trottel macht. Franziskus erinnert mich an manchen meiner Lehrer, die von allen gemocht wurden, aber keinerlei Autorität bzw keinerlei Respekt besaßen, weil sie jedermanns Freund und jedermanns Kumpel sein wollten. Das erinnert mich an das englische Sprichwort „Everybody’s darling is everybody’s fool“. Oder wie die modernen Personalberater sagen würden: „Tappen Sie nicht in die Harmoniefalle!“

    • Es gibt da diese Tarot-Karte des Narren. Der Überlieferung nach stellt sie die erste Positur, aber auch die letzte Positur der großen Arkana dar. Der Mensch beginnt als Narr. Unwissend und unbedarft, aber auch sehr angreifbar. Durch verschiedenste Posituren verschließt sich der Mensch in sich selber, um schließlich in höchster Vollendung wieder wie ein Narr zu erscheinen. Er ist aber dann nicht mehr Narr aus Unwissenheit, sondern im göttlichen Vertrauen. Eine Erklärung für das freimütige Verhalten des Weisen im Gewand des Narren ist, er lehnt es aus Einsicht ab, eine Rolle zu übernehmen, die ihm Einschränkungen auferlegt.

  6. Dieser Mann, tut mir leid, ich muss mich so ausdrücken: Dieser Mann, der von den Kardinälen zum Papst gewählt wurde, bekommt keine Kniebeuge hin nach der Wandlung vor unserem Herrn Jesus Christus. Eine Verbeugung reicht.
    Vor Ungläubigen liegt er auf den Knien, wäscht Ihnen die Füße und küsst die Füße. Davon abgesehen, dass kein alter Mann die nackten Füße von ihm fremden jungen Frauen küssen sollte, dieser Mann ist der Papst. Er vollzieht diese Handlung auch noch während der Liturgie.
    Seine Reden sind durchdrungen von dem Ziel einer brüderlichen Welt. Ohne Zweifel glaubt er an Jesus Christus. Der Glaube an ihn hat offensichtlich die Kraft, die zu dieser brüderlichen Welt hin führenden Schritte zu festigen, die Wege zu ebnen.
    Die Konzilskirche hat den Glauben so weit verzerrt, dass viele Katholiken diesen Niedergang nicht mehr bemerken.
    Ich wage nicht zu fragen, was würde Erzbischof Lefebvre dazu sagen, ich wage es wirklich nicht.
    Ich weiß nicht, wie er sich in privaten Gesprächen geäußert hat. Aber dessen bin ich sicher: Er würde sich auch darüber nicht nicht wundern. Mit einem Scharfblick, den sonst niemand hatte, außer Bischof de Castro Mayer, wusste er, dass die Konzilskirche im Niedergang enden würde. Die Konzilskirche, sage ich ausdrücklich. Die Konzilskirche und die röm.-kath. Kirche sind nicht identisch. Die Konzilskirche hat jetzt genau den Papst, den sie verdient hat.

    • cuppa,
      Sie schreiben:
      „Ohne Zweifel glaubt er an Jesus Christus.“
      Gewiss.
      Die Frage ist aber, wie.
      Mit der Zeit werden wir es erfahren.
      Nach diesem Einstieg in sein Amt ist nichts mehr sicher.

    • Mit der fehlenden Kniebeuge sollte man eventuell nachsichtig umgehen. Der Mann hat offenkundig starke Knieprobleme, ich habe das gerade hinter mir. Da wird man etwas zum“Spezialisten.“ Man kann gut sehen, wenn er die Treppe herabsteigt setzt er einen Fuß nach, er ist trittunsicher und er muß gestützt werden. Vor meiner OP konnte ich mich bei der Wandlung auch nur noch verbeugen. Wir wollen hoffen, daß dies die Gründe sind.

      • Dann wäre er verpflichtet, es offen zu sagen. Er müsste darauf hinweisen und alle Priester auffordern, seinem Beispiel nicht zu folgen.

  7. Langsam habe ich den Eindruck (und ich hoffe immer noch sehr, daß ich mich irre), daß dieser Mann besser bei einer dieser vulgären Sendungen Marke „Vatikan sucht den Superstar“ aufgehoben wäre, als auf dem Stuhl Petri. Ihm scheinen das Format, die Würde und auch leider die intellektuellen Fähigkeiten dafür fast vollständig zu fehlen. Von einem Papst wünsche mir den unerschütterlichen und unverbiegbaren Glauben, welchen er nach draußen trägt, und keine laute, billige PR-Show Marke „Ich bin einer von euch“, „Ich bin ja sooo demütig, deshalb mag ich keine roten Schuhe tragen“ und das beste „Ich segne euch nicht, dafür wünsch ich guten Appetit“. Von der politisch-korrekten Fußwaschung ganz zu schweigen. Meine Worte mögen zwar hart und unversöhnlich klingen, aber ein 76-jähriger Mann, der bewußt die Nachfolge Petri angetreten hat (er hätte seine Wahl auch ablehnen können, wenn er sich der Aufgabe nicht gewachsen gefühlt hätte) und sich bisher aufführt wie ein um Popularität buhlender Teenager, hat leider nichts anderes verdient. Entweder er gewöhnt sich allmählich einen seiner Stellung entsprechenden Lebens- u. Auftrittsstil an, und konzentriert sich auf die Evangelisierung der Welt sowie das Seelenheil seiner ihm anvertrauten Schafherde, oder es nimmt ihn in Kürze keiner, wirklich keiner mehr ernst, weder Freund noch Feind.

    • @ Medienliebling

      Sie schrieben, dass Papst Franziskus seine Wahl auch hätte ablehnen können, wenn er sich der Aufgabe nicht gewachsen gefühlt hätte.

      Ich frage: Warum haben die Herren Kardinäle ausgerechnet diesen Mann zum Papst gewählt? Wenn man verschiedenen Medienberichten glauben darf, soll er sogar eine satte 80-Prozent-Mehrheit erhalten haben, und das bereits im fünften Wahlgang. Wie ist diese überraschende Wahl überhaupt zustandegekommen? Kardinal Bergoglio ist ja nicht einfach so vom Himmel gefallen. Gab es keine Alternative?

    • Und es drängt sich immer mehr der begründete Verdacht auf,warum die vorwiegend alten Kardiäle diesen Mann gwählt haben. Sie haben ihn gewählt als Uebergangspapst -dafür spricht sein hohes Alter,andere wären längst in Pension gegeangen.. im Zivilleben jedenfalls.Nein, sie haben ihn geählt,weil er ein Dutzenliberaler ist,nach dem Motto: In der Nacht sind alle Katzen grau.Und damit können die Römlinge doch gut leben,sie können ihren Novus Ordo missae-den Neo-Protestantischen Ritus des Frevlers Montini alias Papst Paul VI,- weiteRhin unbeschwert zelebrieren.Am Volksaltar,Volksdümmlich, der sog.Ausserordentliche Ritus ist passè,ist Geschichte,die Piusbrüder sind gespalten usw.usw.In spätestens einem halben Jahr wird dieser Mann der alten Messe den Garaus machen.Wir werden sehen,dass Hans Küng in den Kardinalsrang gehievt wird.Den Moslems wird er in den Arm fallen.

  8. Ich kann die Beiträge nur befürworten. Ich schließe mich den Meinungen voll und ganz an. Gut dass es dieses Forum gibt, wo sich Gleichgesinnte austauschen und den Kummer, die Angst und die Sorge um den wahren KATHOLISCHEN GLAUBEN wenigstens etwas von der Seele reden können. Der Segen „urbi et orbi“ – der kostbarste Segen den der Papst zu geben hat, was war das für eine ernüchternde und traurige Zeremonie. Na ja, wenn man nur „Bischof von Rom“ ist und nicht PAPST für die Gesamtkirche und wenn man um die Popularität bei der Presse und den Medien buhlt, dann wundert mich nichts mehr, wenn das „HEILIGE DEN HUNDEN“ vorgeworfen wird, sprich auf der Strecke bleibt. Warum nimmt so ein Mann die Wahl an ???????

    • Auf mich hat Papst Franziskus beim „Urbi et orbi“ gewirkt, als würde er die ganze Sache möglichst schnell hinter sich bringen wollen, vom Weglassen der Grüße in zahlreichen anderen Sprachen außer Italienisch ganz zu schweigen. Welch ein Unterschied zu Benedikt XVI! Aber vielleicht ist das auch ein Zeichen seiner so betont zur Schau gestellten Demut und er hat sich einfach nur beeilt, in die Vatikan Kantine zu kommen um dort ganz bodenständig ein Schwätzchen mit den Köchen zu halten und „Guten Appetit“ zu wünschen.

    • Warum um Himmels willen haben die Kardinäle so einen gewählt? Der Heilige Geist wird es nicht gewesen sein, dessen Willen sie beim Konklave gefolgt sind.
      Als ich ihn nach dem Habemus Papam sah, habe ich gedacht, immerhin haben sie keinen Neger gewählt. Aber immer mehr muß ich schmerzlicherweise feststellen, daß die Wahl der Kardinäle die größte Katastrophe seit der Wahl von Johannes XXIII. und der Wahl Paul VI. ist. Wenn jetzt noch mehr Frevel kommen, werde ich den sehr schmerzlichen Entschluß fassen müssen und unsere ehemals Hl. Mutter Kirche verlassen. Es geht auch um mein Seelenheil. Das gefährdet dieser Papst. Es gibt eine Grenze, ab der ich Rom nicht mehr folgen will und auch nicht mehr folgen kann. Ich kann keinem Papst folgen, der Liturgiefrevel begeht und des Muselmanen die Füße wäscht. Ich kann keinen Bischöfen folgen, die einfach einmal so die Abtreibungspille und damit den Mord an ungeborenen Babys erlauben. Das ist nicht meine hl. Mutter Kirche. Die hat man uns Rechtgläubigen einfach weggenommen!

  9. Das sollte man vor allem dem Papst überlassen, bei Benedikt und Johannes Paul kritisierte ich oft, dass sie nach rechts blinkten und links abbogen. Ähnlich war es ja auch bei Paul VI. Aber der Papst ist Papst und nicht die Traditionalisten oder die Modernisten. Außerdem ob die höfische Gestelztheit des 19. und 20. Jahrhunderts die zutreffende Auslegung des Papstamtes war ist auch sehr die Frage.

  10. Was hier passiert, ist ein Rückfall in die 70er Jahre.
    Genau so fing es damals an: weg mit den Formalitäten. Die 68er lassen grüßen.
    Turnschuhe, Love. Peace. All you need is love.
    Die Liturgie wurde immer flacher und oberflächlicher, gegenseitiges Umarmen. Händeschütteln. Die Richtung zueinander statt gemeinsam auf Gott hin.

    Und das soll jetzt das spezifisch Neue sein?

    • Sein noch lebender Vorgänger war ein Bayer mit Stil und Anstand, Franziskus gibt sich wie ein Bayer am Wirtshaustisch.

      Ist er sich seiner Verantwortung als Papst bewusst? Glaubt er an einen Himmel und eine ewige Hölle? Ich glaube eher nur an ersteres.

    • Deswegen weil sein Verhalten an diese Leute Sie erinnert, muss es noch nicht dasselbe sein. Man muss abwarten, aber so viel schöner war die Seligsprecchung von Johannes XXIII. und Johannes Paul auch nicht. Da ist mir so ein Verhalten viel lieber

  11. Widerliche Kommentare! Hier ziehen sich einige an einzelnen oberflächlichen Dingen hoch und sind um nichts besser als ihre „progressiven“ „Gegner“, die über die gleichen oberflächlichen Dinge jubeln. Was hindert Sie alle daran einfach mal still zu sein, den Papst arbeiten zu lassen und für ihn und sein Amt zu beten. Und für die Kirche. Und einfach mal versuchen, zu verstehen, was Papst Franziskus uns sagen will. Dann kann man in einem Jahr gerne wieder zusammen kommen und eine erste Bilanz ziehen. Wenn ich lese, wie sehr manche darüber schwadronieren, wie doch Benedikt von seinen Landsleuten geschmäht wurde und wie sehr man ihn verletzt habe – z.B. jetzt gerade wieder im FELS – und dann Beispiele lese… Das war doch alles gar nichts gegen das, was allein in diesem Forum an Widerwärtigkeiten, ja Glaubensabfall (oder soll ich sagen Sedisvakantismus) ins Wort gebracht wurde. Ich bin entsetzt!

    • Respekt vor Ihrem Entsetzen, aber bitte gestehen Sie den Menschen auch ihre Unsicherheit und ihr Erstaunen zu, was sie bei den „erstenSchritten“ Papst Franziskus, durchaus haben.
      Es gibt eine Würde des Amtes des hl. Vaters, das von seinem Vorgänger vielleicht auch übererfüllt wurde.
      Benedikt stellte sich und seine Persönlichkeit immer unter das Amt und war ein in Wort und Tat demütiger Mensch, im besten Sinne.
      Franz ist völlig anders, er definiert das Papstamt mit anderem Temperament, aber auch er darf nicht vergessen, das sich Amt und Person auf Dauer nicht trennen lassen.
      Seine Intentionen und Aktionen in Ehren, aber wenn man darf sich wundern wieso zb. er vor dem Allerheiligsten die Kniebeuge unterläßt, aber am Gründonnerstag die „tiefste Gangart“ bei der Fußwaschung bevorzugt.
      Das nur als kleines Beispiel, aber was dem Gemeindepriester nachgesehen wird, hat beim Stellvertreter Christi ungleich größeres Gewicht.
      Koranküsse und Assisitreffen, bei aller guten Absicht, sind halt Zeichen gewesen, die offen gegen die Lehre der Kirche sprechen, auch wenn sie ein Papst vollzogen hat.
      Ich denke aus den meisten Menschen hier spricht eine maßlose Enttäuschung heraus, denn wir brauchen wahrlich nicht den Applaus der Welt, sondern sind auf einem steinigen Pfad unterwegs.
      Aber ich gebe Ihnen Recht, man sollte dem Papst Zeit geben sein Amt wahrzunehmen.

      • Ausdrücklich muss ich Ihnen widersprechen, Michael! Dieser Mann ist 76 Jahre als, und er ist Kardinal. Er weiß genau, was er tut. Jede seiner Gesten sind von Anfang an genau gewählt, genau theologisch überdacht. Wenn er zittrig wäre, aufgeregt, was vergessen würde, dann könnte man sagen, er muss ins Amt hineinwachsen, man muss ihm Zeit geben, bis er sich an die Bürde des Amtes gewöhnt hat.Und an öffentliche Auftritte. Aber ein Kardinal weiß ja wohl mit 76 Jahren, was das Petrusamt bedeutet. Wenn er das mit 76 Jahren erst noch lernen muss, dann ist er fehl am Platz, dann lernt er es nie!
        Das wäre das Ende des Papsttums: Wenn Laien großzügig sagen, wir lassen dem Papst Zeit, bis er weiß, wie sein Amt zu führen ist. Wie gesagt, Schwächen auf der rein menschlichen Ebene, da sollte man großzügig sein. Aber doch nicht, wenn er bewusst sein Amt uminterpretiert, wenn er Reden hält, die ein Freimaurer genauso halten könnte, wenn er sich Ungläubigen gegenüber gebärdet wie der schlimmste Relativist. Und das in der Gründonnerstagsliturgie. Der Papst hat über den Glauben der Kirche zu wachen, um das mal in Erinnerung zu rufen! Mit 76 Jahren müsste er ihm eigentlich bekannt sein…

        • Sie haben ja im Prinzip Recht, ich hoffe und bete nur das er sich besinnt. Und dafür ist natürlich Zeit erforderlich.
          Verfährt er weiter in diesem Stile, haben wir das Beispiel des Antichristen, dem die Welt zujubelt.
          Denn von der Mißachtung zur Unterlassung ist kein weiter Weg und der Jubel ist sicher.
          Davor graut mir, ich verdränge das so gut ich kann, gebe ihm seine Zeit.

    • „Franziskus“ hat Mohammedanern, darunter Frauen, die Füße gewaschen. Ein Kniebeuge bekommt er aber nicht hin. Können wir sicher sein, daß er bei der „Messe“ im Gefängnis nicht auch Mohammedanern, die dem Falschen Propheten aus der Offenbahrung folgen, die Kommunion erteilt hat?
      Was für ein schreckliches Unglück ist über unsere hl. Mutter Kirche mit diesem „Papst“ gekommen! Der Stuhl Petri ist seit dem Rücktritt unseres Papstes Benedikt XVI. vakant!
      Ich möchte dringend und inständig die Bruderschaft Pius X. bitten, ihre Bischöfe zu einem Konklave zu rufen, auf daß sie aus ihren Reihen einen Papst wählen, der wahrhaft katholisch ist!

      • Das werden die Bischöfe der Piusbruderschaft sicher nicht tun, jedenfalls hoffe ich es sehr. Es geht ja nicht an, dass jeder sich seinen Papst wählt. Die Kirche ist die Eine Kirche, daran stoßen sich offensichtlich sehr viele.
        Ich habe auch einige Bauchschmerze mit diesem Papst und fühle mich irgendwie im falschen Film, wenn ich andere jubeln sehe (besonders die kirchenfernen Medien und protestantische Freunde). Aber er ist der Papst, daran besteht kein Zweifel und daher werde ich ihm allen Respekt des Stellvertreters Christi entgegenbringen, auch dieses Kreuz annehmen und notfalls leiden. Aber nie mir meinen eigenen zurechtgezimmerten Papst wählen… Wirklich nicht!

        • Verehrter Albrecht von Prag.Es ist Ihnen aber bewusst,dass es in der langen Kirchengeschichte einige häretische und wurmstichige Päpste gegeben hat,und dass es eine Factum ist und war,dass es Gegenpäpste gab.Vielleicht ist Ihnen der Name Palmar de Troya ein Begriff? Vielleicht erelben wir es noch zu unseren Lebzeiten,das ein Gegenpapst gewählt wird.

  12. Dass er die Tiara und die Sedia Gestatoria als veraltet bezeichnet, kann ich ohne Zusatzinfos nur als unsinnige Aussage des de la Cigoña werten.

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