Wen weiht Williamson zu Bischöfen? – "Widerstandsgruppe" gegen Rom und Piusbruderschft

Williamson will eigene Bischöfe weihen sind es Pfeiffer und Ringrose(London/New York) Die Anzeichen verdichten sich, daß Msgr. Richard Williamson demnächst unrechtmäßig Bischofsweihen spenden wird. Im Oktober 2012 war der in England lebende Brite Williamson wegen „wiederholten Ungehorsams“ aus der Priesterbruderschaft St. Pius X. ausgeschlossen worden. Williamson war einer der vier Priester, die 1988 von Erzbischof Marcel Lefebvre, dem Gründer der traditionalistischen Piusbruderschaft, zu Weihbischöfen geweiht wurden. Die Weihen sind gültig, erfolgten jedoch gegen den ausdrücklichen Willen von Papst Johannes Paul II. Sie führten zum Bruch mit Rom, während sich Erzbischof Lefebvre und die vier geweihten Bischöfe die Exkommunikation zuzogen. Daß die Exkommunikation nicht mehr fortbesteht, wurde Anfang 2010 vom Heiligen Stuhl festgestellt. Sie ebneten den Weg zu Einigungsgesprächen und einer kanonischen Anerkennung der Piusbruderschaft durch die katholische Kirche. Eine solche war der Piusbruderschaft bereits Mitte der 70er Jahre entzogen worden.

Kurz nach Ausschluß durch Piusbruderschaft gab Williamson die Absicht bekannt, Bischöfe zu weihen

Nach seinem Ausschluß aus der Piusbruderschaft scheint sich Williamson darauf vorzubereiten, selber unrechtmäßige Weihen durchzuführen. Spekulationen dazu gab es bereits unmittelbar nach seinem Rauswurf bei den Lefebvrianern. In seinem wöchentlichen Rundbrief Eleison-Kommentare kündigte Williamson Bischofsweihen bereits an. Am 10. November 2012 schrieb er: „Was mich betrifft, geht es darum Seiner Vorsehung zu folgen durch die Weihe von Priestern oder durch die Weihe von Bischöfen. Gottes Wille geschehe“, so Williamson.

Als wahrscheinlicher Kandidat für eine Weihe durch Williamson gilt der ehemalige Priester der Piusbruderschaft Joseph Pfeiffer. Ein weiterer Kandidat könnte der „unabhängige“ Priester Ronald Ringrose sein. Beide sind Amerikaner.

Joseph Pfeiffer: aus Piusbruderschaft ausgeschlossener Priester

Joseph Pfeiffer war Priester der Piusbruderschaft, wurde jedoch von dieser im September 2012 wegen „Ungehorsam“ ausgeschlossen. Pfeiffer hatte dem Generaloberen und dem Generalat der Piusbruderschaft vorgeworfen, sich „Rom zu unterwerfen“, und bekanntgegeben, dagegen gemeinsam mit einem weiteren Priester der Piusbruderschaft, Pater François Chazal eine „Widerstandsgruppe“ aufzubauen. Nachdem sich beide Priester geweigert hatten, an ihre Seelsorgestellen zurückzukehren, Pater Pfeiffer wirkte auf den Philippinen, jeden Kontakt mit ihren Oberen abgebrochen hatten und in den USA „untergetaucht“ waren, wurden sie von der Piusbruderschaft ausgeschlossen.

Ronald Ringrose: „unabhängiger“ Priester und Treffpunkt der „Widerstandsgruppe“ gegen Einigung mit Rom

Ronald Ringrose gehörte nie der Piusbruderschaft an, stand ihr jedoch nahe. Ringrose ist ein „unabhängiger“ Priester, der seit 30 Jahren eine eigene traditionalistische Gemeinschaft St. Athanasius bei Washington D.C. leitet. Williamson veröffentlichte in seinem jüngsten Eleison-Kommentar vom 5. Januar einen Brief von Ringrose an den amerikanischen Distriktoberen der Piusbruderschaft. „Im Juni letzten Jahres war Hw. Ringrose mit seiner Gemeinde Gastgeber für das erste Treffen der Kernmannschaft jener Bruderschaftspriester, welche in den USA Widerstand gegen den Kurswechsel der Bruderschaft leisten“, so Williamson in seinem Rundbrief. Der ausgeschlossene Bischof hält darin an seiner These fest, daß in der Piusbruderschaft „im Verborgenen“ ein „Kurswechsel“ stattgefunden habe, für den der Generalobere, Msgr. Bernard Fellay verantwortlich gemacht wird. Der „Kurswechsel“ bedeute die „Unterwerfung“ der Bruderschaft unter die „Super-Häresie“, als die Williamson das gesamte Zweite Vatikanische Konzil bezeichnet. Dagegen sei die „wahre Piusbruderschaft“ neu aufzubauen.

Ringrose und Williamson versichern sich im Eleison-Kommentar jeweils der Sympathie und loben sich gegenseitig. Ringrose, der selbst nie der Bruderschaft angehörte, schrieb im von Williamson abgedruckten Brief an die Piusbruderschaft, daß Williamson in Wirklichkeit der sei, der „nach dem Vorbild Erzbischof Lefebvres“ handle. „Und schließlich bin ich empört über die Behandlung von Bischof Williamson durch die Bruderschaft – empört nicht nur über seinen kürzlichen Ausschluß aus der Bruderschaft, sondern auch über sein schäbiges Behandeltwerden während der letzten Jahre“, so Ringrose. Williamson lobt seinerseits Ringrose, dessen Brief er als „bewunderswert“ und „wahrlich ein Modell für scharfsinniges Denken“ bezeichnet. Ringrose sei ein „treuer Freund“ und eine „einzigartige Bastion des Katholizismus“. „Lange lebe Hw. Ringrose“, so Williamson anschließend in seinem Eleison-Kommentar.

Ringroses St. Athanasius-Gemeinde könnte auch der Ort sein, an dem die Bischofsweihen stattfinden.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Jens Falk

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70 Kommentare

  1. An diesem Artikel stört mich zunächst die wiederholte Verwendung des Wortes „unrechtmäßig“ – Erzbischof Lefèbvre weihte seine Bischöfe doch ebenso „unrechtmäßig“.

    Einerseits kann ich es verstehen, daß Bischof Williamson einen Nachfolger und auch ganz einfach jemanden an seiner Seite haben möchte, andererseits hätte eine derartige Weihe sehr wahrscheinlich eine erneute Exkommunikationserklärung zur Folge (da würden schon viele Juden lautstark darauf drängen), und das fände ich bedauerlich.

    „Sie ebneten den Weg zu Einigungsgesprächen und einer kanonischen Anerkennung der Piusbruderschaft“ – mit den Einigungsgesprächen und der kanonischen Anerkennung scheint es aber nicht weit her zu sein. Der kan. Vortrag Fellays über den Stand zwischen Rom und Ecône läßt darauf schließen, daß der Generalobere der Piusbruderschaft nun seinerseits „not amused“ über seine Behandlung durch Rom ist, so daß der piusbrüderliche Eifer für eine Einigung mit Rom so ziemlich zum Erliegen gekommen sein dürfte.

  2. Bischof Williamson war ein Dorn im Auge der Römer,deswegen wurde von St.Pius X Priesterbruderschaft ausgeschlossen und Satan,Juden und die Freimaurer jubeln.

  3. Erzbischof Lefebvre weihte ’seine Bischöfe‘ zwar ‚unrechtmäßig‘, aber in einer realen Notsituation. Bei seinem Alter hätte die Priesterbruderschaft in absehbarer Zeit keinen Bischof mehr gehabt, was ihr Ende gewesen wäre.
    Hiervon kann keine Rede sein bei Bischof Williamson, den Eindruck zu erwecken ist ein schweres Unrecht gegenüber Erzbischof Lefebvre.
    Der Generalobere, das Generalkapitel, haben sich so klar geäußert, dass die Bedingungen Roms unannehmbar sind, dass für Bischof Williamson kein theologischer Notstand besteht, den muss er erfinden.
    Die Priesterbruderschaft St. Pius X. wird IMMER zu Verhandlungen mit Rom bereit sein müssen, sie wird jedes Angebot zu prüfen haben, weil sie röm.-katholisch ist. Und dazu gehört unabdingbar die Einheit mit dem Papst. Nur wenn „Rom“ selbst mit im Zentrum der Krise steht, ist der Ungehorsam als absolute Notreaktion legitim, notwenig aus Liebe zur Kirche und ihrem Glauben.
    Die Liebe zur Kirche scheint Bischof Wiliamson zu fehlen.

    • Bischof Williamson ist auch nicht mehr der Jüngste, und aus seiner Sicht gibt es durchaus Bedarf an möglichst vielen echten Nachfolgern Erzbischof Lefèbvres. Daher ist für Bischof Williamson die Situation zwar nicht die gleiche, aber doch eine recht ähnliche wie damals die Situation für Erzbischof Lefèbvre.

      Bischof Williamson traut Fellay nicht so recht über den Weg, und angesichts der schäbigen Mißhandlung Bischof Williamsons durch Fellay und der zeitweisen Schleimerei Fellays gegenüber Rom kann ich das verstehen.

      Um nicht mißverstanden zu werden: Auch ich würde eine Einigung Roms mit Ecône von Herzen begrüßen, doch: „Keine Einheit ohne Wahrheit“.

      @cuppa: Sie irren in Ihrer Unterstellung, daß Bischof Williamson die Liebe zur Kirche fehle. Sie kennen vielleicht das gute alte „audiatur et altera pars“ (man höre auch die andere Seite). Bischof Williamson gibt wöchentlich seine Eleison-Kommentare heraus. Deren Lektüre halte ich für lohnend, und man kann Bischof Williamson kennenlernen.

  4. Wird es nicht langsam lächerlich? Gewiss, Lefebvre hatte seinen Punkt, aber Williamson? Kann man sich noch katholisch nennen, wenn der Versuch einer Versöhnung mit dem Papst als größter Verrat überhaupt angesehen wird, ja, wenn wenn von der katholischen Kirche nur abfällig von „Römern“ gesprochen wird? Was als nächstes, „Papisten“? „Ultramontane“ wäre auch nicht schlecht. Was ich hier sehe, ist protestantische Sektenbildung, nichts weiter. Ich glaube nicht, dass dies die Intention von Erzbischof Lefebvre war.

    @Georg

    Die Juden haben nicht nur mit Satan frohlockt, sondern auch Fukushima verursacht und alle meine Kabel in der Kiste im Keller miteinander verknotet!!! …Gehts eig. noch? Ihr Antisemitismus hat wirklich nichts mit dem Christentum zu tuen. Es ist verständlich, dass sie dem Holocaustleugner Williamson nachfolgen, aber in der Kirche hat dieser Hass nichts verloren.

    • @Oberschlesien
      Das ist kein Hass,es ist die Wahrheit die viele wie Sie Antisemitismus Nennen.
      Ich folge Jesus Christus und nur Jesus Cristus nach,der die Wahrheit ist.

    • @Oberschlesien:
      Wenn Sie zu etwas Stellung nehmen, sollten Sie schon auch wissen, wozu Sie Stellung nehmen. Aus Ihrem Posting geht klar hervor, daß Sie weder die Piusbruderschaft noch Bischof Williamson kennen.

      Zunächst einmal ist „Römer“ keine Abwertung, sondern lediglich eine Gegenüberstellung von „Rom“ und „Ecône“. Sowohl die Piusbruderschaft als auch Bischof Williamson sehen sich als Katholiken und beten auch für Papst und Kirche – Bischof Williamson übrigens auch für die Piusbruderschaft.

      Das mit dem „Verrat“ hätte einer Einigung mit Rom gegolten, bei der die Piusbruderschaft ihre eigenen Grundsätze verraten hätte. Zu einer solchen Einigung kam es aber nicht, nachdem Rom den Bogen überspannt hatte.

      Übrigens: Bischof Williamson leugnete die nationalsozialistische Judenverfolgung keineswegs. Auch in dieser Hinsicht sollten Sie sich erst einmal kundig machen, ehe Sie Ihre Unwissenheit so bloßstellen (hoffentlich ist es wirklich nur Unwissenheit).

      • 1.) Vielleicht bin ich unwissend, denn ich bin kein Insider bei der Piusbruderschaft und Williamson kenne ich auch nicht gut. Folglich orientiere ich mich daran, was diese Herren so von sich geben und was ich davon einsehen kann. Wenn Herr Williamson sagt,

        “I believe there were no gas chambers […] I think that 200,000 to 300,000 Jews perished in Nazi concentration camps […] but none of them by gas chambers.”

        leugnet er die nationalsozialistische Judenverfolgung nicht wirklich, er verharmlost sie jedoch ungemein entgegen allen historischen Fakten, er impliziert, den Rest hätten die Juden sich ausgedacht. Schön, dass wir das in einer typisch piusbrüderlichen Haarspalterei bis zum Ende hin präzisiert haben. Das kann jedoch nicht maskieren, wessen Geistes Kind Herr Williamson ist.

        • Also zunächst einmal: Weihbischof Williamson war nicht der Sprecher der Piusbruderschaft, sondern sprach seine eigene Meinung aus. Es ist Falschspielerei, der ganzen Piusbruderschaft die Meinung Bischof Williamsons zuzuschreiben.

          Daß Bischof Williamson nicht an die Gaskammern glaubt, habe ich andernorts bereits geschrieben. Er nannte sogar Gründe, warum er nicht daran glaubt.

          Die kann man nun für richtig halten oder falsch, in einem freien Land sollte man frei seine Meinung sagen dürfen.

          Aber nett, daß Sie, „Oberschlesien“, schon einmal erkannt haben, daß Bischof Williamson die nationalsozialistische Judenverfolgung nicht leugnete. Das ist schon einmal ein Erkenntnisfortschritt, vielleicht folgen ja noch andere.

          Übrigens: „DIE Juden“ haben sich das schon einmal gar nicht ausgedacht. Hauptsächlich war das einer: Raul Hilberg. Er ist gleichsam der „Vater“ der Geschichtsschreibung über die Judenverfolgung.

          „Typisch piusbrüderliche Haarspalterei“ – ach wie „sachlich“ …

        • „Wessen Geistes Kind“ soll Ihrer Meinung nach Bischof Williamson denn sein?

          Wollen Sie ihn allen Ernstes wegen seiner Meinung über die nationalsozialistische Judenverfolgung verteufeln?

          Dann sind Sie entweder auf das übelste bösartig oder haben einen arg getrübten Blick auf Mitmenschen.

        • Ich habe nie behauptet, dass die ganze Piusbruderschaft diese Meinung hat. Das müssen sie falsch verstanden haben. Ich weiß, dass sich viele ihrer Vertreter von Williamson distanziert haben, und das ist auch gut so. Aus welchem Grund verteidigen sie ihn?
          Und ich weiß nicht, wie ich Williamson verleumden soll, er gibt doch selbst diese Kommentare ab, ich dichte sie ihm nicht an. Der Holocaust ist hinreichend dokumentiert, allein Polen hat mehr als 2 Millionen jüdische Bürger verloren. Ich glaube kaum, dass Williamson aus historischem Interesse diese Aussagen, die völlig unwahr sind, tätigt. Solche Rechnungen stellen für gewöhnlich Antisemiten und Verharmloser auf, z.B. meinen die Türken auch immer, sie hätten nie einen Völkermord an den Armeniern begangen. Dieses Geistes Kind meine ich. Williamson mag seine Meinung haben, aber ich muss diese nicht mögen. Dadurch bin ich lange nicht „bösartig“. Vielen Dank auch ihnen für ihre Sachlichkeit 😉

        • Soso, nie behauptet. sie schrieben aber im Zusammenhang mit Bischof Williamson und seiner Meinung über die nationalsozialistische Judenverfolgung:
          „Folglich orientiere ich mich daran, was diese Herren so von sich geben und was ich davon einsehen kann. …
          Schön, dass wir das in einer typisch piusbrüderlichen Haarspalterei bis zum Ende hin präzisiert haben.“
          Kommentar dazu erübrigt sich wohl.

          „allein Polen hat mehr als 2 Millionen jüdische Bürger verloren“
          1) Sie wissen doch wohl, daß der erste Massenmord an Juden während des 2.Weltkrieges von Polen begangen wurde, nämlich in Jedwabne? Und daß bereits zwischen den Weltkriegen Juden von Polen ermordet wurden?
          2) Sie wissen doch wohl auch, daß Polen das Land mit dem größten Judenanteil in Europa war?

          Sie können übrigens davon ausgehen, daß Bischof Williamson das für wahr hält, was er sagt. Er begründete seine Aussage ja auch. Und er wurde doch dazu gefragt. Indem Sie Bischof Williamson Haß und Lüge unterstellen, verleumden Sie ihn.

        • Ich schrieb:
          „Wollen Sie ihn allen Ernstes wegen seiner Meinung über die nationalsozialistische Judenverfolgung verteufeln?

          Dann sind Sie entweder auf das übelste bösartig oder haben einen arg getrübten Blick auf Mitmenschen.“

          Wenn sie sich nicht für bösartig halten, …

          Allein ihre Schreibung der Anrede, die ich nun zur Antwort übernommen habe, verrät ja schon einiges.

      • 2.) „Rom den Bogen überspannt hatte“ kann man als ähnlich abfällig auffassen! Ich vermisse ein wenig den Respekt vor dem Hl. Vater. Benedikt hat ENTGEGEN der Meinung der Welt und gegen viele Widerstände die Verhandlungen mit den Piusbrüdern aufgenommen und ihre Exkommunikation aufgehoben. Auch wenn die Verhandlungen stillstehen, sollten sie nicht EIN WENIG daran interessiert sein, dass man zu einer Einigung kommt? Stattdessen tut man empört, weil das Angebot keine bedingungslose Kapitulation ist.

        • Aber Rom hat definitiv den Bogen überspannt, als es von der Piusbruderschaft die Unterzeichnung der Präambel verlangte. Das konnte die Piusbruderschaft nicht, ohne sich selbst zu verraten.

          Und wenn hier „Rom“ geschrieben wird, dann ganz einfach deswegen, weil nicht genau bekannt ist, wer dieses unmögliche Verlangen wirklich zu verantworten hat. Mit Abfälligkeit hat das überhaupt nichts zu tun.

          @Oberschlesien:
          Ehe Sie Respekt von anderen verlangen, sollten Sie erst einmal anderen Ihren Respekt entgegenbringen, beispielsweise der von Ihnen so böse verleumdeten Piusbruderschaft und auch Bischof Williamson.

          Und was soll denn eigentlich „die Meinung der Welt“ sein? Sie bilden sich doch nicht etwa ein, daß die Meinung beispielsweise des ZdJ identisch mit der Weltmeinung sei?

          Die Annahme der Präambel wäre übrigens eine bedingungslose Kapitulation, denn die Piusbrüder müßten damit ihrer gesamten Grundlage abschwören.

        • Ich weiß ja nicht ob sie auch mal Fernsehen schaun, Zeitung lesen oder mit Menschen sprechen, die nicht der Piusbruderschaft angehören, aber ihre Gruppe ist nicht besonders beliebt und eher als erzkonservative, antisemitische, frauenfeindliche etc etc sie wissen ja was ich meine verschrien. Ich schätze das Werk der Piusbrüder ein bisschen positiver ein und das tut sicher auch der Papst, sonst hätte wohl keinen Gesprächen zugestimmt. Aber tun sie nicht als ob sie nicht wüssten, dass er sich damit keine Freunde in der Welt gemacht hat. Sogar Mutti Merkel hielt es damals für notwendig, den Papst medienwirksam in die völkische Ecke zu stellen. Papst Benedikt hat den Alten Ritus frei gegeben, auch dafür wurde er zum Teil übel beschimpft. Ist dass alles nicht im Sinne ihrer Bruderschaft gewesen? Sie alle schulden Papst Benedikt Dank und Respekt, ICH schulde Williamson GARNICHTS.

        • Stellen sie sich vor, ich schaue Fernsehen, lese Zeitung und spreche auch mit Menschen, die nicht der Piusbruderschaft angehören.

          ihre (Oberschlesien) Anzweiflungen verraten einmal mehr, welch Ungeistes Kind sie (Oberschlesien) selbst sind.

          Und schon wieder drängt sich die Frage auf, bei wem die Piusbruderschaft „nicht besonders beliebt“ sein soll und als „erzkonservative, antisemitische, frauenfeindliche etc“ angesehen sein soll.

          „Sogar Mutti Merkel …“ Ach diese Stiefmutti, die für ihre Rückgratlosigkeit gegenüber bestimmten Organisationen doch nun wirklich hinreichend berüchtigt ist.

          Im übrigen habe ich doch schon darauf aufmerksam gemacht, daß die Meinung der Welt nicht identisch mit der Meinung einer Organisation wie dem ZdJ identisch ist.

        • Zum Genießen (oder auch nicht):

          „oberschlesien“:
          „Ich schätze das Werk der Piusbrüder ein bisschen positiver ein“

          derselbe „oberschlesien“:
          „Schön, dass wir das in einer typisch piusbrüderlichen Haarspalterei bis zum Ende hin präzisiert haben.“

          Das nennt „oberschlesien“ also „positivere Einschätzung“ …

  5. Danke an Oberschlesien

    Ich bin fundamental katholisch, leider noch lange nicht heilig. Ist das Hochmut????
    Oder ist es einfach nur Dummheit, alles von der Kirche gelehrte vernünftig zu finden?

    Es ist mir zB völlig unverständlich, wie man aus dem Freien Willen des gottgeschaffenen MENSCHEN und der Wahrheit, daß nur in Christus das Heil erlangt werden kann, einen solchen Zirkus machen kann.

    Der selbe Zirkus wird um „für alle / für viele“ veranstaltet.

    Es ist böser Wille, wenn man den Gläubigen weismacht, daß alle „zwangsweise“ in den Himmel kommen.
    (Das gilt auch für die Zwangsabsolution ohne Bekenntnis und Reue zu Beginn der fast allerorts üblichen Hl. Messen; ein krasses Gegenstück zum Stufengebet. Peter Scholl-Latour hat mich mit seinem „Der Tod im Reisfeld“ angestiftet, wieder einmal den Schott zur Hand zu nehmen. Ja, wer es annehmen kann!)

    Es ist doch ganz leicht zu verstehen: Christus hat für alle soviel gelitten, daß jeder mit eigener Anstrengung in den Himmel kommen kann

  6. Ohne Umweg über das Fegfeuer.
    Aber wir kennen uns.

    Offenbar ist auch unsere (meine inklusive) Dummheit, unsere tatsächliche „Allwissenheit“ zu nutzen. Niemand muß wissen, welches Anliegen dem Hl. Vater gerade besonders am Herzen liegt. Oder wer gerade besonderen Beistand bräuchte. Allen könnten wir, sofern wir wollten, helfen.

    Ich bitte alle darum, sich einmal über „fuggern“ Gedanken zu machen. Mir scheint, daß es nicht nur manchen Missionaren, sondern der Welt hilfreich sein könnte.

  7. Die Krise ist voll in Rom angekommen, ja. Aber deswegen von den „Apostaten von Rom“ zu sprechen, ist ungeheuerlich. Die holzschnittartigen Beschimpfungen Williamsons zeigen eine außergewöhnliche Respektlosigkeit.
    Bischof Williamson hat nicht nur den Holocaust abgeschwächt, sondern er wollte sich auch von einem bekannten rechtsradikalen Anwalt vertreten lassen. Bischof Fellay musste ihn daran hindern. Wlliamson hat kein Recht, die katholische Tradition, für die die FSSPX steht, in die rechte Ecke zu rücken. Dort war sie nie!
    Sein unreifes Verhalten, den legal gewählten Oberen stürzen zu wollen, von „Fellay und seiner Bande“ zu sprechen, macht ihn für eine katholische Ordensgemeinschaft untragbar. Für jede!
    Und dann weiht man nicht einfach Bischöfe, weil man sich in Opposition befindet. Der Respekt vor dem Bischofsamt verbietet das!
    Der Mann scheint auf einem Egotrip zu sein, leider. Möge er so wenig Unheil anrichten, wie es möglich ist.

    • Informationsfrage: Wer hat wann von „Apostaten von Rom“ gesprochen?

      Was sollen „holzschnittartige Beschimpfungen“ sein? Geht das auch einmal konkret sachlich?

      Respektlosigkeit – wer Respekt beansprucht, sollte sich diesen Respekt schon auch verdienen.

      „hat nicht nur den Holocaust abgeschwächt“ – ach, ist das ein Kapitalverbrechen? In einer freien Gesellschaft sollte doch jeder das Recht haben, seine Meinung äußern zu dürfen – und übrigens auch sich einen Rechtsanwalt eigener Wahl zu nehmen. Von hindern MÜSSEN kann da keine Rede sein.
      Und wie soll Bischof Williamson denn die ganze Piusbruderschaft in die „rechte Ecke“ rücken können? Er ist doch nur ein Einzelner, mit seiner ganz persönlichen Meinung. Oder soll hier wieder einmal von einem Einzelnen auf andere pauschalisiert werden?

      Dieser „legal gewählte Obere“ hat vorher selbst illegal gehandelt, nämlich statutenwidrig Bischof Williamson von dem Generalkapitel 2012 ausgeladen. Danach war das „Fellay und seine Bande“ berechtigt.

      • Nebenbei bemerkt: Den Holocaust kann Bischof Williamson gar nicht abschwächen, das kann niemand. Was geschehen ist, ist geschehen.

        Aber Bischof Williamson meint, daß es keine Gaskammern gab, und daß es auch bei weitem nicht so viele Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung gab.

        Er posaunte das auch nicht von sich aus heraus, sondern beantwortete eine ihm gestellte Frage – und ein höflicher Mensch sollte doch eine ihm gestellte Frage grundsätzlich und grundsätzlich wahr beantworten.

        Bischof Williamson ist nicht Gott, sonst hätte er vielleicht eine bessere Antwort gefunden, so wie Christus, als ihm die Fangfrage gestellt wurde, ob man Steuern zahlen dürfe.

    • Wenn Bischof Williamson wirklich den einen oder anderen Bischof weiht, dann nicht, weil er „sich in Opposition“ befindet, sondern weil er es aus seiner Sicht für nötig hält. Ich selbst würde Bischofsweihen von ihm übrigens nicht für gut halten, u.a. deswegen, weil es dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu einer neuen Exkommunikationserklärung kommen würde. Das sollte Bischof Williamson sich ersparen.

      @cuppa: Auch wenn Sie Bischof Williamson nicht mögen, sollten Sie vielleicht doch etwas sachlicher ihm gegenüber werden. So ist Bischof Williamson keineswegs unreif, sondern ein hochintelligenter Mann, meiner Meinung nach auch um einiges intelligenter als Fellay, und obendrein noch um vieles ehrlicher und mutiger.

  8. Nervig immer wieder von einer Exkommunikation zu lesen:

    „Sie führten zum Bruch mit Rom, während sich Erzbischof Lefebvre und die vier geweihten Bischöfe die Exkommunikation zuzogen. Daß die Exkommunikation nicht mehr fortbesteht, wurde Anfang 2010 vom Heiligen Stuhl festgestellt.“

    Das ist schlicht falsch. Es wurde ein Dekret, in dem von einer Exkommunikation gesprochen wurde, zurückgenommen. Kirchenrechtlich wurde nie eine Exkommunikation seitens des Vatikan ausgesprochen und festgestellt.

    Der Kirchenrechtler Pater Gerald Murrey aus der Erzdiözese New York schrieb 1995:

    [ Folgt im nächstem Kommentar]

  9. „Ich habe ein Lizentiat im Kirchenrecht erhalten und dieses Thema, nämlich die Exkommunikation von Erzbischof Lefebvre, für meine Arbeit studiert (…) Sie sind, soweit ich es erkennen kann, nicht als Schismatiker exkommuniziert, weil der Vatikan nie gesagt hat, sie wären es (…) Man kann (…) nachweisen, daß Lefebvre nie exkommuniziert war, und daher auch niemand sonst. (…) Ich komme zu dem Schluß, kirchenrechtlich gesprochen, daß er nicht an einer durch das Kirchenrecht strafbaren schismatischen Tat schuldig ist. Er ist schuldig einer Tat des Ungehorsams gegenüber dem Papst, aber er vollzog sie auf eine Art und Weise, die es ihm ermöglichte, eine Rechtsvorkehrung in Anspruch zu nehmen, die ihn vor der automatischen (latae sententiae) Exkommunikation für diese Tat bewahrte.“

    Es wäre zu begrüssen, wenn Herr Nardi hier Seriös und sorgfältiger arbeiten würde. Das Zitat ist hier auf der Seite zu finden: Hier https://www.katholisches.info/?p=8838 und hier: https://www.katholisches.info/?p=811.

    • Liebe Frau Hille,

      Ihre Ausführungen sind nicht richtig. Ich zitiere aus dem Dekret der Kongregation für die Bischöfe – Aufhebung der Exkommunikation von vier Bischöfen der Bruderschaft St. Pius X. vom 21.01.2009:

      „Auf Grundlage der mir ausdrücklich vom Heiligen Vater Benedikt XVI. übertragenen Vollmacht hebe ich kraft dieses Dekrets für die Bischöfe Bernard Fellay, Bernard Tissier de Mallerais, Richard Williamson und Alfonso de Galarreta die Strafe der Exkommunikation latae sententiae auf, die von dieser Kongregation mit Datum vom 1. Juli 1988 erklärt worden war. Ich erkläre das damals erlassene Dekret ab dem heutigen Datum für juristisch wirkungslos.“

      Das Dekret vom 01.07.1988 wurde also „ab dem heutigen Datum“ und nicht „rückwirkend zum 01.07.1988“ aufgehoben. Insoweit wurde sehr wohl eine Exkommunikation verhängt und diese Exkommunikation durch Dekret per 21.01.2009 (für die Zukunft) aufgehoben.

      • Sie haben fast Recht. Besser hätte ich schreiben müssen: Es wurde eine nicht gültige Exkommunikation zurückgenommen und das damals erlassene Dekret als wirkungslos bezeichnet.

    • Der von Ihnen (und auch von anderen) aufgeworfene Punkt betrifft die Frage, ob die Exkommunikation vom 01.07.1988 wirksam war. Dreh- und Angelpunkt dieser Streitfrage ist, ob die Grundlage für die Exkommunikation, der Erzbischof Lefebvre und den vier Weihbischöfen vorgeworfene „schismatische Akt“, tatsächlich vorgelegen hat.

      Ich möchte an dieser Stelle diese Diskussion nicht weiter ausführen, allerdings hat das Dekret vom 21.01.2009 keineswegs das Dekret sowie die aus diesem folgende Exkommunikation vom 01.07.1998 für Unrechtmäßig erklärt, sondern vielmehr die Exkommunikation aus dem „väterlichem Empfinden gegenüber der von den Betroffenen bekundeten geistlichen Beschwernis wegen der Strafe der Exkommunikation“, also aus Gnade, aufgehoben.

      Dass die möglicherweise anstehende Bischofsweihe durch Weihbischof Williamson ein offensichtlicher schismatischer Akt darstellt, ist angesichts seiner schriftlichen Eleison-Kommentare für jeden nachlesbar; da gibt es keinen Zweifel.

      • So wie man nicht erkennen will, dass ein grosser Teil des 2. Vatikanum eine Häresie ist und noch nicht in der Lage ist, dies zu berichtigen, so muss man, um z.B. den deutschen Bischöfen zu gefallen, auch immer wieder die Exkommunikation wiederkäuen. Wie sonst soll heute Kirche funktionieren? Auch ist ein wiederkäuen für die Petrusbruderschaft wichtig, darüber definiert sie sich schließlich.

        • Liebe Frau Hille,

          dann ist für Sie Papst Benedikt XVI. ein Häretiker, da er das gesamte II. Vatikanische Konzil für rechtmäßig hält, er, nach Ihrem Gedankengang, die Häresien des Konzils verteidigt und sogar auch noch verbreitet. Wenn dies der Fall sein sollte, Weihbischof Williamson schreibt in diesem Zusammenhang gerne von „Neurom“, warum sollte Papst Benedikt XVI. als Häretiker überhaupt noch ein rechtmäßiger Papst sein?

          Bei der Beantwortung dieser Frage windet sich übrigens Weihbischof Williamson in seinen Eleison Kommentaren wie ein Aal, weil er weiß, dass er mit einem offenen Sedisvakatismus weit weniger Gläubige auf seine Seite ziehen kann, als mit seiner Dialektik.

          Im Übrigen verstehe ich Ihre Empörung nicht wirklich. Wenn ein großer Teil des II. Vatikanischen Konzils eine Häresie ist, dann dürfte es Ihnen sowie Weihbischof Williamson doch eine Ehre sein, von einem Häretiker exkommuniziert zu werden.

        • Weihbischof Williamson ist kein Sedisvakantist, er erkennt Papst Benedikt XVI. als rechtmäßigen Papst an, betet für ihn und ruft zum Gebet für ihn auf. Deswegen kann er sich in dieser Angelegenheit auch gar nicht aalartig winden, wie Sie, Nassauer, hier vorlügen.

          Für einen Katholiken kann es keine Ehre sein, vom Papst exkommuniziert zu werden, auch dann nicht, wenn der Papst Häresien verkündet. Seine letzte Häresie ist leider erst vor kurzem erfolgt, nämlich in der Bezeichnung Christi (also des Schöpfers) als „Neuschöpfung“ im dritten Jesusbuch. Assisi wäre in diesem Zusammenhang noch zu erwähnen, und damit zusammen auch der zweitvatikanische Relativismus.

          Eine Exkommunikation kann für keinen traditionsbewußten Katholiken eine Ehre sein, weil für solche Katholiken die katholische Kirche die eine von Gott gegründete Kirche ist – was so einige nachkonziliare Scheinkatholiken leider etwas anders sehen.

        • Sehr geehrter Herr Seefeldt,

          danke, dass Sie mich der Lüge bezichtigen. Aber lesen wir doch die Worte von Weihbischof Williamson:

          „In der Tat, wenn ich Benedikt XVI. so gut wie zu einem Neupapst erkläre, wie könnte ich dann noch glauben, daß er ein echter Papst sei? Doch tatsächlich denke ich, daß er beides ist, d.h. Neupapst der Konzilskirche und echter Papst der katholischen Kirche, weil beide sich einander noch nicht vollständig ausschließen.“
          (aus: EC 198).

          These, Antithese, Synthese.

          Entsprechend kommt Weihbischof Williamson zu dem Schluss: „Weil nur formelle Häretiker aus der Kirche ausgeschlossen sind und weil die einzig sichere Methode, eine formelle Häresie nachzuweisen, im Falle eines Papstes nicht anwendbar ist, muß eine gewiße Bandbreite an Meinungen zum Problem der Konzilspäpste offenbleiben.“
          (aus: EC 199).

          Liberale Traditionalisten sowie Sedisvakantisten haben also beide Recht. Der Papst kann Papst sein, muss es aber nicht. Welch´ klare Worte!

        • @Nassauer:

          Auch in dem von Ihnen gebrachten Zitat schreibt Bischof Williamson in aller Deutlichkeit „echter Papst der katholischen Kirche“, ohne Wenn und Aber.

          Das mit dem Neupapst hebt diese Ausage eindeutig NICHT auf.

          Um etwas Ordnung in Ihre Verwirrung zu bringen, schlage ich Ihnen die Lektüre von EC 279 und 281 vor. Das ist zwar auch keine leicht Kost, kann aber weiterhelfen.

  10. Bischof Williamson wurde wegen seines Ungehorsam aus der Priesterbruderschaft St. Pius X ausgeschlossen. Und die jetzige Situation um Bischof Williamson mit der damaligen Situation rund um seine Exzellenz Erzbischof Marcel Lefebvre und der FSSPX zu vergleichen, wäre zumindest in meinen Augen, Schwachsinn. Den was wollte Seine Exzellenz Erzbischof Lefebvre erreichen? Er wollte nichts anderes, als das die Heilige Tradition in der Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche wieder hergestellt wird, und seine Exzellenz hat fasst schon in Prophetischer Art und Weise den Zustand der Kirche in der heutigen Zeit vorhergesagt, und schon damals zu Recht bewiesen, das gewisse Irrlehren die in den „Konzilstexten zu finden sind, dafür verantwortlich sind. Dennoch hat seine Exzellenz immer versucht sich mit dem Heiligen Stuhl zu einigen, und Bischof Williamson hat dies ständig torpediert.

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

    • Fellay sollte einmal bedenken, daß er sein Bischofsamt seinerseits nur einem Akt des Ungehorsams zu verdanken hat.

      Übrigens gibt es einen ziemlich wichtigen Unterschied zwischen Gehorsam und Kadavergehorsam.

      Fellay sollte außerdem bedenken, daß Erzbischof Lefèbvre ihn gemeinsam mit drei anderen Priestern zum Bischof weihte – darunter eben auch Richard Williamson.
      Von daher wäre etwas mehr Kollegialität Fellays angebracht gewesen. Überhaupt gehört zum Führen schon einiges mehr als nur Befehle zu erteilen und „Ungehorsam“ zu bestrafen …

      • Seefeldt: Was geschieht wenn UNGEHORSAM nicht geahndet wird, ist ja am besten am Zustand der „Körperschaften öffentlichen Rechts katholische Kirche des deutschsprachigen Raumes“ erkennen (siehe Aufruf zum Ungehorsam des häretisch-schismatischen Vereines „Pfarrerinitiative, WiSiKi, POA usw., den liturgischen Missbrauch, die Förderung der aktiven Homoehe und des Massenmordes an ungeborenen Kindern, zumindest in Ö), aber um halt zumindest denn Schein zu geben das man halt doch noch >Papsttreu< sei, wird diese Märchenhaft verkündet, und viele die ein Opfer der Gottes- Glaubenskriese ausgelöst durch das VK II wurden, Glauben den "Berufskatholiken" die sich schon vielfach in Wölfe verwandelt haben, weil diese eben das Gute als Böse und das Böse als Gut verkaufen, und viele Personen möchten nicht mehr so Leben wie Gott der Herr es möchte, sondern nur mehr so, wie es der Widersacher Gottes unseres Herrn wünscht.

        Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen.

        • Erstens ist Fellay nicht der Papst,

          und zweitens sollte ein Oberer mit der Einforderung von Gehorsam doch weise verfahren. Fellay ging schlichtweg zu weit, als er von Bischof Williamson das Ende der Eleison-Kommentare forderte.
          Und wenn ein Oberer von anderen Gehorsam verlangt, sollte er schon auch selbst gehorsam sein, beispielsweise gegenüber den Statuten der Piusbruderschaft, die eine Einladung der Weihbischöfe zu den Generalkapiteln fordern. Diese Statuten hat Fellay aber mit der Ausladung Bischof Williamsons von dem Generalkapitel 2012 gebrochen.

  11. Williamson sollte bedenken, dass Erzbischof Lefebvre von den vier Bischöfen verlangt hat, sie sollten zusammenbleiben. Das heißt nicht, dass unter ihnen keine Konflikte entstehen dürfen. Nur, die drei anderen Bischöfe haben sich geeinigt. Die FSSPX sei aus dieser Prüfung, der Uneinigkeit, gestärkt hervorgegangen, gerüstet, wahrscheinlich noch schwerere kommende Prüfungen bestehen zu können. Dies sagte Bischof de Galarreta am 13. Oktober 2012.
    Ein Generaloberer ist verpflichtet, ein Mitglied auszuschließen, dass offen den Sturz des Leiters fordert . Sonst zerfällt eine Ordensgemeinschaft.
    Dem Ruf Williamsons, „Bischof Fellay und seine Bande“ – o, wie kollegial – zu stürzen, folgte das Generalkapitel nicht.
    Niemand sei gehindert, sich Williamson anzuschließen, wenn er glaubt, dieser sei im Recht. Er möge sich aber bitte! nicht auf Erzbischof Lefebvre berufen, denn dieser wollte zwei Priesterbruderschaften, auf seinen Namen gegründet, auf gar keinen Fall.

    • @cuppa:
      Beachten Sie doch bitte die Reihenfolge:
      Erst lud Fellay Bischof Williamson von dem Generalkapitel der Piusbruderschaft aus und brach damit die Statuten der Piusbruderschaft, erst danach sprach Bischof Williamson von „Fellay und seiner Bande“ und von der Hoffnung (nicht Forderung), daß Fellay auf dem Generalkapitel gestürzt würde.

      Der Ausladung gingen obendrein noch einige andere Bösartigkeiten Fellays gegenüber Bischof Williamson voraus; Fellay erntete nur, was er selbst überreichlich gesät hatte.

      Was nun Erzbischof Lefèbvre angeht, so habe ich den Eindruck, daß Bischof Williamson dem Erzbischof weitaus nähersteht als Fellay dem Erzbischof.

      Und sollte es tatsächlich eine Spaltung der Piusbruderschaft geben, dann hat das Fellay verschuldet, unter anderem eben mit dem Ausschluß Bischof Williamsons und noch einiger anderer Priester.

      • Beachten Sie bitte folgende Reihenfolge:

        Es wurden immer wieder Interna von, oder vom Umfeld Bischofs Williamson ausgeplaudert. Auf der Visitationsreise (Asien), visitierte er nicht, sondern rief zum Widerstand gegen Bischof Fellay auf. Erst danach erfolgte die Ausladung (od. Nichteinladung) zum Generalkapitel. Ob das den Statuten entsprach weiß ich nicht, kann ich mir aber sehr gut vorstellen.

      • Überhaupt, Sie schreiben ständig über die Statuten. Soweit ich weiß sind diese aber nicht gerade öffentlich. Deshalb meine Vermutung, Sie behaupten da etwas was nicht stimmt.

        Die Reaktionen von Fellay sind nachvollziehbar! Das Verhalten von Bischof Williamson eher nicht.

        Er wurde übrigens auch nicht in London kalt gestellt, sondern er musste sich dort wegen anderer Gründe (die nichts mit der Bruderschaft und wenig mit der Gaskammergeschichte zu tun haben) aufhalten.

        Bischof Fellay geht es um den Glauben, um den wahren katholischen Glauben und um die Kirche. Bei Bischof Williamson habe ich den Eindruck ein verzogenes Kind vor mir zu haben, was eigentlich weiß das es falsch liegt, es aber nicht schafft seine Fehler zu korrigieren.

        Der Fehler von Fellay, und vieler anderer Oberen, liegt vielleicht darin zu wenig von Menschenführung zu verstehen. In der Wirtschaft nennt man dies Softkills, glaube ich.

        • „Der Fehler von Fellay, und vieler anderer Oberen, liegt vielleicht darin zu wenig von Menschenführung zu verstehen.“

          In dieser Hinsicht haben Sie völlig recht.

          Bischof Williamson geht es vielleicht mehr um den wahren katholischen Glauben als Fellay. Ihr Eindruck von dem verzogenen Kind ist ziemlich herabsetzend und auch in der Sache falsch.

        • Sie geben mir Recht? Dann stelle ich es klarer da! Fellays möglicher Fehler liegt darin, dass es ihm nicht gelang mit dem „verzogenen“ Bischof Williamson so umzugehen, dass er (Williamson) sich nicht verrennt.

          Um das zu verhindern hätte es einer speziellen psychologischen und pädagogischen Ausbildung bedurft, die aber sicher nicht im normalen Verhältnis Ordensoberer und Ordensmitglied notwendig ist.

          Ich mache Bischof Fellay nicht den Vorwurf, dass er diese Ausbildung nicht hat.

          Übrigens die Beschreibung egomanische Verzogenheit Williamsons ist mehr als zutreffend: Er schrieb am 27.2.2009 in seinem Blog, dass er nun Schweigen wolle (https://www.katholisches.info/?p=3113). Tat er dies? Nein.

          Bischof Fellay bat ihn das Schreiben in seinem Blog zu unterlassen Schließlich verbot Fellay es. Gehorchte Williamson? Nein. Er trickste und verschickt seit dem seinen Newsletter. Ist ja kein Blog! Hallo, wenn dies nicht eine egomanische Verzogenheit ist, was dann?

        • Schade, daß Sie sich mit Ihrer „Klarerdarstellung“ wieder ins Unrecht setzen.

          In der Beurteilung anderer Menschen sollten Sie doch etwas vorsichtiger, auch anständiger sein, und das gilt auch gegenüber Bischof Williamson.

          Weder ist Bischof Williamson verzogen, noch hat er sich verrannt, noch hatte Fellay irgendein Recht, Bischof Willamson die Eleison-Kommentare zu verbieten. Bischof Williamson hat jedes Recht, seine persönliche Meinung zu äußern.

          Meinerseits werfe ich Fellay auch nicht vor, daß er keine psychologischen und pädagogischen Studien betrieb, aber ich werfe ihm eklatante Führungsschwäche vor. Eine führende Person sollte überzeugen können, wenn nicht, ist sie fehl am Platze. Im übrigen hat sich ja inzwischen herausgestellt, wie recht Bischof Williamson mit seinen Bedenken hatte. Aber statt daß Fellay sein Unrecht eingesehen hätte, strafte er auch noch den ab, der zurecht warnte. Schäbiger und erbärmlicher geht es doch nicht mehr.

        • Wenn Sie über die Statuten der Piusbruderschaft informiert werden wollen, können Sie das auf der offiziellen Seite des deutschen Distrikts (pius.info), und zwar in einem Artikel vom 23.VI.2012 unter dem Titel „Generalkapitel der Piusbruderschaft“. Dort finden Sie auch ausführlich beschrieben, wer zum Generalkapitel einzuladen ist – darunter eben auch die Weihbischöfe, also (damals) auch Bischof Williamson.

          Wenn wir schon von Fehlverhalten sprechen, dann können wir mit der Entlassung Bischof Williamsons aus La Reja beginnen, können mit den feigen und schäbigen Distanzierungen der Piusbruderschaft von Bischof Williamson fortsetzen usw. Es bereitet nun einmal keine Freude, wenn man von priesterlichen „Brüdern“, die doch eigentlich in der Not zum Beistand verpflichtet sein sollten, statt Hilfe auch noch einen Dolch in den Rücken bekommt …

          Wer sich übrigens verrannte, war Fellay in seinem Aussöhnungsbestreben (für Aussöhnung bin ich übrigens auch, aber nur in Wahrheit).

        • Das ist eben Ihr persönliches Verrennen. Sie berufen sich auf eine Stelle der Statuten. Das es eine Gesamtheit der Statuten gibt beachten Sie nicht. Die Möglichkeit, dass in denen gewisse Reglungen stehen, die einen Ausschluss Wiliamsson forderten, erwägen sie überhaupt nicht.

          Aus La Reja wurde er entlassen, weil er vom Staat Argentinien ausgewiesen wurde.

          Bischof Williamson tut seine persönliche politische und zeitgeschichtliche Meinung zur Judenvernichtung kund. Und Sie erwarten, dass sich die Piusbruderschaft dieser extrem merkwürdige Privatmeinung anschließt?

          Die Unterstellung, dass die Piusbruderschaft oder Fellay sich außerhalb der Wahrheit versöhnen möchte, ist einfach nur als Unverschämt zu bezeichnen. Oder aber man zeigt ein wenig Verständnis, wie ich es tat, und sucht die Ursache im bockigen Verhalten, das einem verzogenem Kind ähnelt.

        • Wenn der Ausschluß Bischof Williamsons mit rechten Dingen zugegangen wäre, hätte die Piusbruderschaft das klar und deutlich verkünden und begründen können. Genau das ist nicht geschehen, also war das eine krumme Tour.

          Wieder einmal irren Sie sich, indem Sie die Reihenfolge mißachten: Erst wurde Bischof Williamson aus La Reja entlassen, erst danach wies Buenos Aires Bischof Williamson aus dem Land.
          Und gerade hier wird die Reihenfolge wichtig: Wäre die Ausweisung zuerst erfolgt, hätte kein Mensch, auch Bischof Williamson nicht und auch ich nicht, irgendetwas gegen die Entlassung aus La Reja einwenden können. Aber es war eben umgekehrt.

          Wie kommen Sie eigentlich zu der Unterstellung, daß ich erwarten würde, die Piusbruderschaft würde sich Bischof Williamsons Meinung anschließen?
          Wenn die Piusbruderschaft sich von der Meinung Bischof Williamsons distanziert warum nicht. Daß ihn die Oberen aber nicht nur im Stich ließen, sondern auch noch abservierten, ist erbärmlich und schäbig.

        • Bischof Williamson befürchtete aufgrund einiger Anhaltspunkte, daß die Piusbruderschaft mit Rom einen faulen Kompromiß schließen würde – das wäre eine Versöhnung außerhalb der Wahrheit gewesen. Rom hat aber den Bogen überspannt mit dieser Präambel, die von der Piusbruderschaft unmöglich angenommen werden konnte. Was geschehen wäre, wenn Rom nicht ganz so brutal gewesen wäre, muß hier dahingestellt werden.

          Fellay selbst scheint ja auch ziemlich enttäuscht zu sein, sonst hätte er wohl kaum „die Juden, die Freimaurer, die Modernisten“ (immer mit bestimmtem Artikel) als Feinde der Kirche bezeichnet (man kann sich das Gezeter lebhaft vorstellen, wenn Bischof Williamson „die Juden“ mit bestimmtem Artikel als Kirchenfeinde bezeichnet hätte!). Diese Enttäuschung war unnötig, Fellay hätte bloß sich Bischof Williamson besser anzuhören brauchen.

  12. Wenn ich richtig informiert bin, ist für die Bischofsweihe ein anderer Bischof notwendig, Williamson allein kann nicht weihen. Wer soll der andere Bischof sein?

  13. @Seefeldt
    Kann schon sein dass Her Williamson seine Aussagen für wahr hält, die Sache ist nur dass sie nicht wahr SIND. Sie reden sich hier um Kopf und Kragen, um eine Einzelperson zu verteidigen, die einfach einen Fehler gemacht. Hierbei geht es weder um die kath. Kirche, noch um die Piusbruderschaft, es geht nur um Williamson und seine Äußerungen zum Holocaust. Es äatholndert nichts, dass auch Polen beteiligt waren. Wenn sie Williamson so sehr schätzen, dass sie diese Aussagen verteidigen, ist das ihre Sache. Wenn sie daraus ein persöhnliches Ding machen, auch gut. Wenn sie als Kik den Hl. Vater nicht wertschätzen und das mit irgendwelchen Aussagen über den ZdJ verschleiern, ist das bedauerlich. Wenn sie möchten, können sie Herrn Williamson folgen, wo immer er sie hinführen will. Ich bezweifle aber, dass dies die richtige Richtung sein wird.

    • @Oberschlesien:
      Ich halte sie definitiv NICHT für qualifiziert, über Wahr und Falsch historischer Tatsachen zu entscheiden. Das überlassen sie bitte getrost Fachleuten, am besten Historikern, die wirklich an der Wahrheit interessiert sind, nicht „Brotgelehrten“ in Schillerschem Sinne oder anderen, denen es nicht um die Wahrheit, sondern um bloße Propaganda geht.

      Ich soll mich um „Kopf und Kragen reden“? Ich sage doch gar nichts zur Sache, plädiere lediglich für Meinungsfreiheit, das aber entschieden.
      Und es geht mir hier auch nicht darum, Bischof Williamsons Aussagen zu verteidigen, sondern die Meinungsfreiheit zu verteidigen.

      Wie in so ziemlich allem anderen irren sie sich auch, wenn sie mir unterstellen, den Heiligen Vater nicht zu schätzen. Zum einen bin ich Katholik und schätze darum den Papst grundsätzlich, solange er katholisch lehrt, zum anderen bin ich Deutscher und freue mich schon deswegen, daß der jetzige Papst ein Deutscher ist.

      • Aber ich bewerte einen Menschen hauptsächlich danach, was er tut und sagt, und wenn ein Papst etwas tut oder sagt, was der katholischen Überlieferung widerspricht, dann gestatte ich mir, das zu kritisieren, oder ich pflichte anderen Kritikern wie der Piusbruderschaft oder Bischof Williamson bei.

        Das mit dem ZdJ hat übrigens überhaupt nichts mit meiner Haltung zum Papst zu tun, sondern galt ihrer ständigen falschen Gleichsetzung der Weltmeinung mit der Meinung dieser Organisation. Das sollte eigentlich klar genug gewesen sein. Warum sie das jetzt schon wieder so verdrehen, könnte man ja auch einmal hinterfragen.

        • Meinen sie mit an der Wahrheit interessierten Historikern evtl. Bischof Williamson? Und vom ZdJ haben sie die ganze Zeit ins Spiel gebracht. Möchten sie vllt. etwas über den ZdJ loswerden? Dann bitte. Ansonsten macht dies doch gar keinen Sinn, denn ich rede nicht davon. Und ich würde eher sagen, sie verteidigen die Meinung von Herrn Williamson und nicht die Meinungsfreiheit, sonst würden sie meine Meinung vllt. entspannter aufnehmen. Für mich trägt jemand, der den Holocaust auf diese Weise herunterrechnet, judenfeindliche Hintergedanken.

        • Bischof Williamson ist kein Historiker, den kann ich schon einmal nicht gemeint haben. Aber ich bin sicher, daß er Werke von Historikern gelesen hat.

          sie haben ständig von der Weltmeinung gefaselt, wenn sie die Meinung von Organisation wie dem ZdJ meinten, und darauf habe ich eben hingewiesen – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

          Ich verteidige die Meinungsfreiheit, ihre Unterstellungen können sie getrost bleiben lassen.

          Und wenn sie schreiben, für sie habe jemand, der den Holocaust herunterrechnet, judenfeindliche Hintergedanken, verraten sie damit nur ihre unbedarftheit und voreingenommenheit.

      • Welchen vernünftigen Christen kann es interessieren, ob jemand Deutscher,
        Afrikaner oder sonst was ist ?

        Unser Herr und König gesagt hat : Mein Reich ist nicht von dieser Welt.
        Deshalb kann unsere Heimat nur dort sein, wo das Reich unseres Herrn ist.

        Die Nationen auf dieser Erde haben sich die Menschen in sinnlosen, Jahrhunderte währenden Kriegen selbst gegeneinander abgegrenzt.

        • Ich bin auch stolz dass der Papst ein Deutscher ist. Das heißt doch nicht, dass man andere Völker automatisch abgrenzt oder abwertet 🙂

  14. Falls sie auch noch sachliche Gegenargumente anführen wollen, bin ich ganz Ohr. Ansonsten bleibe ich lieber „unbedarft und voreingenommen“ ob dieser skurrilen Aussagen.

    • Ich habe sachliche Argumente vorgebracht, sie hingegen nichts desgleichen.
      Und denken sie mal etwas nach: wer das heutige Israel wegen seiner Verbrechen gegenüber den Palästinensern sein, muß kein Judenfeind sein, und auch wer näheres über die nationalsozialistische Judenverfolgung herausfinden möchte, muß auch kein Judenfeind sein.

      • Sie haben mir in gesagt: Nein, nein, alles sei ganz anders und ich hätte keine Ahnung. Das überzeugt mich noch nicht. Wenn sie sich näher über die Judenverfolgung informieren wollen, bitte. Wenn sie von 6 Mio. auf nur noch 300k kommen und Gaskammern habe es nie gegeben, würde evtl. eine Quelle angeben und mich fragen, warum alle anderen Unrecht haben sollten.
        Und zu Israel: Ich finde es immer wieder lustig, wie sich Leute über dessen „Verbrechen“ (ich nenne es Selbstverteidigung) empören, aber schweigen, wenn im Kongo gleichzeitig tausende abgeschlachtet und vergewaltigt werden. Ich glaube, wenn die Israelis keine Juden wären, würde sich in Deutschland keine Sau mehr für den Konflikt interessieren, man würde ihn ignorieren wie Darfur oder Südsudan. Aber da Juden involviert sind, werden sogar schwerbewaffnete Moslemterroristen, die Israel täglich mit Raketen beschießen, zu armen Opfern der „Besatzungsmacht“ umgedichtet.

        • Erstens habe ich weder zu der Anzahl der toten Juden infolge der nationalsozialistischen Verfolgung noch zum Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Gaskammern Stellung bezogen, zweitens gibt es außer Bischof Williamson auch einige andere Leute, darunter durchaus ernstzunehmende Historiker, die zu anderen Ergebnissen hinsichtlich der Toten und der Gaskammern kommen als sie („oberschlesien“), der sie ja ohnehin nur nachplappern, was ihnen vorgeplappert wird. ihr „alle anderen“ ist somit auch schon wieder falsch.
          Wer das, was Israel den Paläsinensern antut, als „Selbstverteidigung“ bezeichnet, hat entweder keine Ahnung oder heißt schlimmste Verbrechen gut und macht sich damit zum Mitverbrecher. ihr Glaube von dem Judesein der Israelis ist auch schon wieder ein deutliches Zeichen ihrer Wahnwelt. Und das mit den „schwerbewaffneten Moslemterroristen“ ist auch wieder so eine groteske Tatsachenverzerrung ihrerseits („osl“). Schwerbewaffnet ist dort allein Israel.

        • sie können ja einmal die deutschen Bischöfe nach ihren Erfahrungen in Palästina fragen. Sie beantworten auch Fragen von Nichtkatholiken.

          Und überhaupt: Bischof Williamson hat die nationalistische Judenverfolgung NICHT gutgeheißen. sie, „oberschlesien“, heißen dagegen die Verbrechen der israelischen Besatzer in Palästina gut.
          Es ist viel schlimmer, Verbrechen gutzuheißen, als Zweifel zu hegen.

  15. @Seefeldt
    Nun machen sie sich aber endgültig lächerlich. Die Hamas fordert nun schon seit Jahren, Israel auszulöschen und verübt Selbstmordanschläge und Raketenangriffe auf Zivilisten. Sich dagegen zu wehren soll ein Verbrechen sein? Sie leben anscheinend in ihrer eigenen Welt, genau wie Williamson, und Vertrauen „seriösen“ Forschern, auch Verschwörungstheoretiker genannt. Der Holocaust ist erlogen, die Hamas ist erlogen, lassen sie mich raten, das WTC wurde auch von den Amis gesprengt, nicht wahr? Und die Israelis sind keine Juden, sondern „Zionisten“, also darf man sie vernichten, oder wie? Kommen sie mal klar auf ihr Leben, und vor allem auf ihr Denken.

    • Eine sachliche Diskussion lässt sich doch nicht führen, wenn sie sämtliche Tatsachen leugnen, weil sie nicht in ihr Weltbild passen. Also beende ich sie.

      • Schon einmal etwas von Verhältnismäßigkeit der Mittel gehört?
        Gerade einmal eine Handvoll Israelis sind durch Hamas-Raketen umgekommen. Natürlich ist auch jeder getötete Israeli ein Getöteter zuviel, aber die Zahl die durch Israel getöteten Palästinenser ist allein in den letzten Jahren vierstellig!

        Und als nächstes wäre natürlich auch zu fragen, warum die Hamas immer wieder Raketen auf Israel abschießt. Die Antwort dazu habe ich bereits genannt: die israelische Blockade des Gazastreifens und die unzähligen sonstigen Verbrechen Israels an den Palästinensern.

        Da „oberschlesien“ anscheinend auch nicht lesen kann, nochmals: Ich habe weder zu der Zahl der Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung noch zu dem Vorhanden- oder Nichtvorhandensein von Gaskammern Stellung bezogen.

        • Historiker, die die Hilbergs und dergleichen Angaben zur nationalsozialistischen Judenverfolgung bezweifeln, werden übrigens „Revisionisten“ genannt. Aber natürlich weiß „oberschlesien“ auch das nicht.

          Ich bin mir übrigens nicht bewußt, hier von „Zionisten“ geschrieben zu haben, und erst recht habe ich nicht geschrieben, daß man Juden vernichten dürfe.

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