Islamisten planten Ermordung von Papst Benedikt XVI. – Durch Attentat sich „das Paradies sichern“

(Rom) Zwei marokkanische Islamisten planten die Ermordung von Papst Benedikt XVI. Dies berichtet das italienischen Wochenmagazin Panorama in seiner aktuellen Ausgabe unter Berufung auf das italienischen Innenministerium. Bereits am 29. April wurden Mohammed Hlal, 26 Jahre alt, und Ahmed Errahmouni, 22 Jahre alt, unter Geheimhaltung aus Italien ausgewiesen. Beide studierten an der Universität für Ausländer von Perugia. An dieser Universität hatte bereits der Türke Mehmet Ali Agca studiert, der am 13. Mai 1979 mit einem Schußattentat Papst Johannes Paul II. schwer verletzte.

Wörtlich nennt Italiens Innenminister Roberto Maroni im Ausweisungsdekret vom 21. April als Begründung „die religiöse Radikalisierung von Hlal, der den Tod des Staatsoberhauptes des Vatikanstaates herbeiwünschte und erklärte, bereit zu sein, ihn umzubringen, um sich den Eintritt ins Paradies zu sichern“.

Aus Sicherheitsgründen, aber vor allem um keine öffentliche Verunsicherung auszulösen, wurde die Ausweisung erst jetzt bekannt.

Hlal, der 2008 aus Studiengründen nach Italien kam, wurde bereits ein Jahr lang von italienischen Anti-Terroreinheiten überwacht. Als er von Worten zu Taten zu schreiten schien und sich Sprengstoff besorgen wollte, erfolgte der Zugriff. Die Präventivmaßnahme sollte die tatsächliche Durchführung von Attentaten verhindern.

Im Ausweisungsdekret heißt es zu Hlal: „Er stellt eine Gefahr für die Sicherheit des Staates dar, da er auf verschiedene Weise terroristische Organisationen und Aktivitäten, auch internationale, begünstigen kann.“ Vor allem bestehe der konkrete Verdacht, daß er „ein Attentat auf das Oberhaupt des Vatikanstaates“ verüben könnte.

Auf dem Computer des marokkanischen Fundamentalisten fanden die Terrorfahnder zahlreiche Aufrufe von islamistischen Extremisten, darunter auch von Al Kaida. Ebenso wurde ein Stadtplan der norditalienischen Stadt Turin entdeckt, auf der alle Etappen von Papst Benedikt XVI. bei seinem Besuch des Turiner Grabtuchs am 2. Mai eingezeichnet waren.

Errahmouni, der zweite aus Italien ausgewiesene Marokkaner gilt als Bindeglied im „Netzwerk islamistischer Extremisten“, die den Unterstützerkreisen für den internationalen islamistischen Terrorismus nahestünden.

Hlal besuchte häufig die Moschee von Perugia im zentralitalienischen Umbrien unweit von Assisi. Diese Moschee gilt seit einiger Zeit als Stützpunkt radikaler Imame aus Pakistan, die in ihren Freitagsansprachen aufrührerische Töne anschlagen und bereits zum „Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen“ aufgerufen haben sollen.

Hlal und Errahmouni standen mit sechs weiteren Moslems in engerem Kontakt, vier Marokkanern, einem israelischen Araber und einem Tunesier. Alle sind zwischen 22 und 27 Jahre alt. Die Anti-Terrorfahnder beschlagnahmten zehn Computer, die nun ausgewertet werden. Die Ermittler erhoffen sich Aufschluß darüber, ob es sich bei den Moslems lediglich um Kontakte zwischen radikalen Fundamentalisten handelte oder bereits um eine terroristische Zelle.

Die beiden Selbstmordattentäter wurden nach eigenem Wunsch vom römischen Flughafen Fiumicino nach Marokko gebracht und den dortigen Behörden übergeben.

(GN)

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