Informationen aus erster Hand über die Gespräche zwischen dem Heiligen Stuhl und der Piusbruderschaft

(Buenos Aires) Msgr. Alfonso de Galarreta, Bischof der Priesterbruderschaft St. Pius X. und verantwortlich für die Theologen der Bruderschaft bei den Gesprächen mit dem Heiligen Stuhl, berichtete in einer Predigt in Argentinien über den Stand dieser Gespräche. Er hielt seine Homelie im Priesterseminar von La Reja anläßlich von Priesterweihen und Diakonatsweihen. Msgr. de Galarreta ist Rektor des Seminars seit sein Vorgänger, Msgr. Williamson aus Argentien ausgewiesen wurde.

Nachfolgend die Zusammenfassung seiner Predigt

  • Das Ergebnis des ersten Treffens war sehr positiv.
  • Grundsätzlich wurde der Kalender und die Diskussionsmethode festgelegt.
  • Die zu behandelnden Themen sind lehramtlicher Natur unter ausdrücklicher Ausklammerung der kanonischen Situation der Priesterbruderschaft St. Pius X.
  • Der gemeinsame lehramtliche Bezugspunkt wird das Lehramt vor dem Konzil sein.
  • Die Gespräche folgen einer strengen Methode: wenn sich eine Frage stellt, verfaßt die aufwerfende Seite eine schriftliche Darstellung ihrer Argumente. Die andere Seite antwortet ebenso schriftlich mittels E-mails. In den Treffen wird die Frage dann diskutiert.
  • Alle Treffen werden von beiden Seiten in Ton und Bild aufgezeichnet.
  • Die Schlußfolgerungen jedes Punktes werden dem Heiligen Vater und dem Generaloberen der Bruderschaft unterbreitet.
  • Die Abfolge der Treffen erfolgt je nachdem, ob das Thema neu oder bereits in Diskussion ist: im ersten Fall ungefähr alle drei Monate, im zweiten Fall alle zwei Monate. Das nächste Treffen ist für Mitte Januar vorgesehen.
  • Die theologischen Vertreter des Heiligen Stuhls seien „Personen, mit denen man reden könne“, sie sprechen „unsere gleiche Sprache“ (jene der Thomisten, Anm. der Red.)
  • Einige der zu behandelnden Punkte, die der Bischof nannte:
    • das Lehramt des Konzils und der Nachkonzilszeit
    • die Liturgiereform
    • die Ökumene und der interreligiöse Dialog
    • die Autorität des Papstes und die Kollegialität
    • die Gewissensfreiheit, die Religionsfreiheit, der Laizismus und das soziale Reich Jesu Christi
    • die Menschenrechte und die Menschenwürde im Einklang mit der Lehrmeinung des Konzils

(Panorama catolico Internacional/GN

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