Rabbiner aus Rußland ausgewiesen – Israelitische Kultusgemeinde fürchtet um ihre Zukunft

(Moskau) Die jüdische Gemeinschaft Rußlands fürchtet um ihre Zukunft. Jüngst wurden zwei ausländische Rabbiner wegen Missionstätigkeit des Landes verwiesen. Sie verfügten nur über Touristenvisa. Der russische Präsident Dmitri Medwedew erklärte, sich nicht in religiöse Angelegenheiten einmischen zu wollen, während der Justizminister ein neues Gesetz ankündigte, mit dem die Missionstätigkeit von Nicht-Staatsangehörigen geregelt werden soll.

Rußlands Oberrabbiner Berel Lazar bezeichnete die Ausweisung der beiden Rabbiner als „sehr bedrückendes Zeichen“. „Das erste Mal seit Jahren“, so Lazar, sei die israelitische Gemeinschaft wieder um ihre Zukunft besorgt. Bei den ausgewiesenen Rabbinen, Zvi Hershcovich (Stawropol) und Ysroel Silberstein (Primorva), handelt es sich um Staatsbürger der USA. Ihnen wurde vorgeworfen, Missionstätigkeit ohne notwendige Aufenthaltsgenehmigung für die russischen Föderation ausgeübt zu haben.

Der Aufenthalt ausländischer Religionsvertreter in Rußland sei „kompliziert, da sie in den Listen für die Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis“ nicht berücksichtigt werden, schreibt die Federal Jewish National and Cultural Authority. Zwischen 1998 bis 2003 wurden mehr als 30 Personen, Rabbiner, katholische Priester und protestantische Pastoren aus Rußland ausgewiesen worden, schreibt das Blatt weiter.

(Asianews/JF)

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