Bistum Limburg ermöglicht "kirchliches Begräbnis" bei Urnenbestattungen im Wald

„Der kirchliche Gottesdienst als öffentliche Feier, zu der die Gemeinde eingeladen ist, hat Vorrang vor einer Feier weit ab im Wald, die einen überwiegend privaten Charakter trägt“. Das steht in einer Richtlinie des Bistums, die die kirchliche Mitwirkung bei Urnenbestattungen im Wald regelt. Die Richtlinie tritt zum 1. November in Kraft und ist zunächst auf ein Jahr befristet.

Bei dieser neuen Form der Bestattung wird in einem naturbelassenen, offenen, meist ausgewiesenen Waldstück die Asche Verstorbener in einer kompostierbaren Urne direkt in den Wurzelbereich eines Baumes oder Strauches vergraben.

Bestattungsrechtlich handelt es sich dabei um eine Sonderform der Feuerbestattung. Grund zum Handeln sah das Bistum, weil immer mehr Städte, Gemeinden, aber auch private Betreiber auf dem Gebiet des Bistums Ruheforste oder Friedwälder einrichten. Da viele Verstorbene oder deren Angehörige nicht auf einen Pfarrer oder pastoralen Mitarbeiter verzichten wollen, hat das Bistum nun einheitliche Regelungen zur kirchlichen Mitwirkung bei solchen Urnenbeisetzungen geschaffen. Das Bistum äußert zwar grundsätzliche Bedenken gegen diese neue Form der Bestattung, will aber unter bestimmten Voraussetzungen ein kirchliches Begräbnis ermöglichen.

(PM/JF)

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