Irak: Christen werden mit „US-Amerikanern“ gleichgesetzt

(Lond0n) Den Zusammenbruch des Irak und die Zersplitterung des Landes in verfeindete Herrschaftsgebiete haben britische Experten der Denkfabrik „Chatham House“ in einer gestern veröffentlichten Studie vorausgesagt. Sie fordern einen radikalen Kurswechsel in der Besatzungspolitik. Die Regierung in Bagdad sei mittlerweile völlig machtlos: Es gebe nicht nur einen Bürgerkrieg, sondern mehrere. Die Konflikte reichten bis tief in die Bevölkerung und verursachten den Zusammenbruch des sozialen Gefüges, erklärten die Experten des früheren Königlichen Instituts für Internationale Angelegenheiten.
Viele Christen müssen ihre irakische Heimat verlassen, weil sie um ihr Leben fürchten. Gezielte Anschläge auf Christen geben Anlaß zu Sorge. Die Nahostexpertin von amnesty international Deutschland, Ruth Jüttner, sieht eine Verbindung zwischen den Anschlägen auf Christen und der Wahrnehmung der Amerikaner als ungeliebter Besatzungsmacht: „Wir gehen davon aus, daß ein großer Teil dieser Gewalt, die gegen Christen gerichtet ist, motiviert ist durch ihre Religionszugehörigkeit. Es gibt einige radikale sunnitische Gruppen, die auf ihren Webseiten Haßtiraden gegenüber Christen formulieren, was möglicherweise auch dadurch motiviert ist, daß sie sagen: Die Amerikaner, die im Irak einmarschiert sind, um die Regierung von Saddam Hussein zu stürzen, sind Christen. Und die Christen, die jetzt Ziel dieser Angriffe werden, werden mit den ungeliebten Besatzern gleichgesetzt oder als Ungläubige bezeichnet.“

(Radio Vatikan)

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