„Es bleibt jedem überlassen, ob man den Wein nehmen möchte“

Kommunionempfang (Papst Benedikt XVI., kniende Mundkommunion)
Kommunionempfang (Papst Benedikt XVI., kniende Mundkommunion)

Im Journal der Katholischen Pfarrgemeinde St. Maximilian Kolbe, Hannover, findet sich in der Ausgabe Heft 1/2017 in der Rubrik „Kurz notiert“ folgender Abschnitt mit der Überschrift „Brot und Wein – Kommunion unter beiderlei Gestalten“:

„Bei der Kommunion nicht nur die Hostie, sondern auch den Kelch mit Wein gereicht zu bekommen, das wird seit Dezember 2016 regelmäßig in den Gemeinden der Pfarrgemeinde praktiziert. Immer am ersten Sonntag eines Monats wird in allen Messen zusätzlich zur Hostie auch der Kelch mit Wein angeboten. … Es bleibt jedem überlassen, ob man den Wein nehmen möchte, oder nicht – wer nicht möchte, geht einfach vorbei. Auch ob man die Hostie in den Wein eintaucht und dann in den Mund steckt oder aus dem Kelch trinkt, kann jeder selbst entscheiden – der Rand des Kelches wird vorher von dem Kommunionhelfer mit einem Tuch abgewischt.“

In der Instruktion Redemptionis sacramentum über einige Dinge bezüglich der heiligsten Eucharistie, die einzuhalten und zu vermeiden sind, heißt es hingegen:

„Wenn diese Form [Kommunion unter beiderlei Gestalten] zur Anwendung kommt, darf der Kommunikant das Sakrament vom Priester nur mit dem Mund empfangen. Es ist dem Kommunikanten nicht erlaubt, selbst die Hostie in den Kelch einzutauchen oder die eingetauchte Hostie mit der Hand zu empfangen.“

Bild: Vatican.va (Screenshot)

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2 Kommentare

  1. Ich hatte vor Jahren, im Jahre 2014, eine sehr interessante Erfahrung bei kath.net gemacht. Es ging um meinen Kommentar wegen der neuen Messweisverordnung der DBK https://www.mainpost.de/regional/franken/Bischofskonferenzen-Bischoefe-Deutsche-Bischofskonferenz-Generalvikare-Verordnungen-Weine-nach-Praedikat-Qualitaet-Weingaertner;art1727,8291175

    wo die DBK die einigermassen Strenge Verordnung 1976 aufgehoben hat, welche praktisch nur Kabinettweine zuließ, weil denen keine zusätzliche Substanzen beigemischt werden können. Denn nicht jeder Wein taugt als Messwein, wie wir alle wissen.

    Nur aber ein Wein aus Trauben, ohne Zusatzstoffe, gilt als die gültige Materie des Sakraments.

    Ich fragte also, auf kath.net, ob es sich noch um das Blut Christi handeln wird?

    Die Antworten, welche ich von theologische Gebildeten, wohl Priestern erhielt, waren wirklich blasphemisch. Einer schrieb:

    „Glauben Sie, dass das eine Zaubertrang des Miraculix ist?“ oder so ähnlich.

    Als ich nachsetzte, wurde ich von kath.net gesperrt und die Kommentare wurden nicht veröffentlicht.

    Jeder, der sich ein wenig mit Weinanbau auskennt, weiß was alles hizugegeben wird. Durch die EU Normen sind die Regeln sicherlich nicht strenger als 1976.

    Durch das Blutwort „für alle“ ist die Wandlung selbst zweifelhaft, obwohl ich annehme, nach St. Thomas, dass die Form „Dies ist mein Blut“ lautet, ohne das Weitere.

    Wenn aber:
    1. Die Wandlungsworte nicht stimmen oder zweifelhaft sind, in DE
    2. Die Materie, Wein, zweifelhaft ist, Zusätze

    findet dann die Wandlung des Blutes überhaupt statt und sind diese Messen gültig?

    Dies sind keine Skurpeln, sondern ernst gemeinte Frage. Wenn das Blut nicht gewandelt wird, ist dann die Messe selbst noch gültig? M.E. schon.

    Vielleicht wandelt dieser Priester einfach nicht, weil es an nichts glaubt und nicht die Absicht hat das zu tun, was die Kirche tut und deswegen spricht es vom Wein, weil er weiß, dass es nur Wein ist.

    Einfachste Antworten sind manchmal die Besten.

    • Als Priester kann ich Ihnen nur so viel sagen dass selbst ich nur hoffen kann wenn auf einer Weinflasche Messwein steht die darin enthaltene Substanz korrekt ist. Wie soll man es prüfen ausser man arbeitet in Labor? Ich übergebe dies vertrauensvoll dem Herrn und ich bin überzeugt dass der Wein nach der Wandlung zum konsekrierten Blut Christi geworden ist.

      Wenn ich von einem Weinbauer ungemischten Wein bekomme natürlich frage ich was darin enthalten ist dann nehme ich diesen gerne. Die Antwort von diesen theologischen Gebildeten und ev Priestern wie Sie schreiben sind wahrlich komplett daneben. Früher nannte man diese Pharisäer. Jeder Mensch hat das Recht von Gelehrten und Priestern eine vernünftige Antwort zu erhalten. Man nennt dies auch das Volk in Liebe und Respekt in der Ordnung des Herrn in rechter Weise zu unterweisen. Bei Ihrer Anfrage geschah anscheinend das Gegenteil.

      Ich erkenne in Ihrer Frage nichts falsches sondern ernstgemeintes. Vertrauen Sie auf den Herrn, mit Seinen Worten, „der, der glaubt…“

      Selbst wenn der Priester an das was er tut nicht mehr glaubt was heutzutage leider keine Seltenheit mehr ist so ist es wenn der Priester die Wandlungsworte korrekt spricht (das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes Mein Blut das für euch und für viele vergossen wird zur vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis.)für den der glaubt der Wein zum Blut Christi geworden. Dies ist schliesslich unser katholischer Glaube. Hierzu gibt es wunderbare Geschichten: Eucharistische Wunder.

      Ich hoffe ich konnte Ihnen hierbei etwas helfen.

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