Anglikanische Kirche Australiens von sexuellem Mißbrauchsskandal überrollt

Staatliche Untersuchungskommission von Australien legt Bericht über sexuellen Kindesmißbrauch in der anglikanischen Kirche des Landes vor.
Staatliche Untersuchungskommission von Australien legt Bericht über sexuellen Kindesmißbrauch in der anglikanischen Kirche des Landes vor.

(Brisbane) Die Anglikanische Kirche von Australien wird mit Anzeigen wegen sexuellem Kindesmißbrauch überschüttet. Insgesamt sind bisher 1084 Anzeigen eingegangen. Wie aus Medienberichten hervorgeht sind 75 Prozent der Opfer durchschnittlich elf Jahre alte Jungen.

Die Fälle betreffen den Zeitraum 1980-2015. Die Daten gehen aus dem Bericht der 2013 vom Staate errichteten Royal Commission into Institutional Responses to Child Sexual Abuse hervor.

569 mutmaßliche Täter sind identifiziert. 247 davon sind Pastoren, 285 Laien und von 37 fehlt die genaue Standeszuordnung. 94 Prozent der Täter sind Männer.

Der anglikanische Erzbischof, Philip Freier, brachte seine „Bestürzung“ über die Enthüllungen der Untersuchungskommission zum Ausdruck. „Wir sind zutiefst beschämt“, so Freier.

In den vergangenen Jahren war bereits die katholische Kirche Australiens durch sexuelle Mißbrauchsfälle erschüttert worden.

„Der Skandal in der anglikanischen Kirche ist kein Grund zur Schadenfreude, weil es dieses Mal andere erwischt hat. Der Fall bestätigt jedoch, daß sexueller Kindesmißbrauch kein Spezifikum der katholischen Kirche ist, wie es manche dargestellt haben. Von Sportvereinen und bestimmten weltlichen Kinder- und Jugendgruppen ganz zu schweigen“, so Francisco Fernandez de la Cigoña.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: ANN (Screenshot)

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Leo

94% der Täter sind Männer: Das deckt sich mit einer Studie, die belegt, dass nur ca. 5% aller Straftaten von Frauen verübt werden; für die restlichen 95% sind ihre männlichen Artgenossen verantwortlich. Demnach muss das kriminelle Gen auf dem Y-Chromosom liegen!

Wulfila

Es gibt kein „kriminelles Gen“. Typisch männliche Verhaltensweisen sind es aber, die eher strafbedroht sind.
Beispiel: Physische Gewalt, eher männlich, wird bestraft; psychische Gewalt, eher weiblich, nicht.
Im Straßenverkhr zu drängeln oder zu schnell zu fahren, wird bestraft. Den Verkehr aufhalten, nicht.

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