„Die kamen vor allem für sich selbst“ – Orthodoxer Christ über Kardinal Marx

Reinhard Kardinal Marx, 2014

„Die kamen vor allem für sich selbst.“ Für Christen am Ort sei nichts herausgekommen. „Dabei brauchen wir euch aus dem Westen, um auch hier das Kreuz zu tragen und zu bekennen. Christen, die es verbergen, gelten als Nichts und laden den Islam geradezu ein, das Vakuum zu füllen.“

Elias Khoury, griechisch-orthodoxer Anwalt, zum Besuch von Kardinal Marx auf dem Jerusalemer Tempelberg, der dabei sein Brustkreuz ablegte, obwohl er im Habit auftrat.

Bild: Michael Thaidigsmann, CC-BY-SA 4.0

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8 Comments

  1. In einer diesjährigen Predigt in der Münchner Frauenkirche erzählte Kardinal Marx, dass er heute schon Angela Merkel getroffen hat. Dann listete er Länder im Nahen Osten auf, die bereits bereist hat.

  2. Eine fröhliche Pilgerfahrt -sicher nicht ganz billig- der deutschen katholischen und evangelischen Kirchenmänner und -frau als Einstieg in ein ebenso fröhliches, ökumenisch gefeiertes Lutherjubiläum – wie gut das doch tut!
    Allerdings könnte es sein, dass ihnen nachträglich die Freude daran etwas abhanden gekommen ist, angesichts der Reaktionen auf die Kreuzabnahme.
    Wer kam eigentlich für die Kosten der Pilgerfahrt auf?

    Ja, es ist wirklich unentschuldbar als Kardinal das Kreuz abzulegen und dies ohne Not.
    Denn hätten die muslimischen Gasteber auf die Anwesenheit der Kirchenoberen wirklich großen Wert gelegt, hätten sie gar nicht erst die Kreuzabnahme verlangt, da sie eigentlich davon ausgehen mussten, dass dies abgelehnt werden würde. Dass Kardinal Marx und die anderen ihrer Bitte so willfährig nachkommen würden, konnten sie sich wohl nicht vorstellen.
    Was bei den Gläubigen Entsetzen auslöste, dient den Muslimen als Grund für nachvollziehbare Verachtung und Triumph.

  3. Wie sagte Kardinal Marx so schön über die Reise: „Wir nehmen den Schwung mit.“ Das heißt ja nichts anderes als „Außer Spesen nichts gewesen“ Und wenn man noch die Kreuz-Ablege-Aktion berücksichtigt, dann wäre er besser zuhause geblieben, hätte sich um seine Schäflein gekümmert und das Reisebudget an bedürftige Christen im Mittleren Osten gespendet.

  4. Beredtes Foto. Kein Kreuz, dafür der Sechszackstern, ein kabbalistisch-okkultes Symbol, das nichts mit biblischem Glauben gemein hat, auch dem alttestamentlichen nicht. (Dort haben wir nur den ehrwürdigen siebenarmigen Leuchter.) Und: wie wäre es, wenn Kardinal Marx, gleichgewichtshalber, sich einmal gegen den virulenten Deutschenhass und (horribile dictu) Weißenhass aussprechen würde? Das ist schrecklich unkorrekt, aber drängend aktuell. Sollte es nicht gesagt werden dürfen?

    • Natürlich dürfen Sie das alles sagen.
      Aber nur in Gegenwart von politisch inkorrekt denkenden Christen, wie ich einer bin !!
      Soweit sind wir leider schon.

  5. Man könnte an das Evangelium des Matthäus erinnern Kap.10 V.33 „Wer mich vor den Menschen verleugnet, den werde ich auch vor meinem himmlichen Vater verleugnen“. Es bleibt das Geheimnis seiner Exzellenz Kardinal Marx, wie er seinen Christenstand und somit seine Bischofs-und Kardinalswürde vor sich, den Gläubigen in seiner Diozäse, vor dem heiligen Vater und vor Gott behaupten kann, und gleichzeitig das Kreuz Jesu auf moslemische Aufforderung hin entfernen. Um ein Gegenbeispiel aus dem Leben des Domikanermönchs und spanischen Grossinquisitors Thomas de Torquemada im 15. Jahrhundert zu nennen. Die katholischen Könige Ferdinand und Isabella wollten nach der Rückeroberung Granadas von den Moslems die Einheit des Glaubens im Lande wiederherstellen. Allerdings hatten die Juden den Herrschern 30.000 Dukate angeboten um weiterhin ihren Glauben auszuüben. In einer Audienz bei den Königen knallte daraufhin Torquemada ein Kruzifix auf den Tisch und herrschte sie an. „Judas hat Christus für 30 Silberlingen verkauft, ihre Hoheiten wollt ihn für 30.000 Dukate verkaufen. Hier ist er, nimmt ihn und verkauft ihn“. Daraufhin verliess er den Saal, das jüdische Angebot wurde zurückgewiesen. Heute dagegen nimmt Kardinal Marx sein Kreuz ab!

  6. Das äußerliche Ablegen des Kreuzes ist nur Ausdruck dessen, was die meisten „unserer“ Bischöfe innerlich schon längst vollzogen haben: Die von Christus geforderte Kreuzesnachfolge ist einer bequemen 5-(Zack)Sterne-Multikulti-Welteinheits-Humanismus-Religion mit Kuschelgarantie gewichen, in der das KREUZESOPFER eines GOTTESSOHNES keinen Platz mehr hat. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis das Hl. Messopfer Geschichte ist!
    Viva Cristo Rey!

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