Satanistenspektakel am Hochfest Mariä Himmelfahrt: „Kali frißt Maria“

Satanistenspektakel zeigt, wie Maria von Jai Kali Maa, der "Göttin der Zerstörung" gefressen wird
Satanistenspektakel zeigt, wie Maria von Jai Kali Maa, der "Göttin der Zerstörung" gefressen wirdSatanistenspektakel zeigt, wie Maria von Jai Kali Maa, der "Göttin der Zerstörung" gefressen wird

(Washington) Auf der Plattform CitizenGo wurden mehrere Unterschriftensammlungen gegen die Durchführung einer „Schwarzen Messe“ im Civic Center Music Hall von Oklahoma City gestartet. Die „Schwarze Messe“ ist für kommenden Montag, den 15. August geplant. Von einem „schwerwiegenden Sakrileg“ gegen das marianische Hochfest spricht der Erzbischof von Oklahoma, Msgr. Paul Coakley. Organisiert wird das Spektakel von der Satanistengruppe Dakhma of Angra Mainyu. Dahinter steht Adam Daniels, ein Mann, der laut CitizenGo, im Register der Sexualstraftäter aufscheint.

Hinduistische und zoroastrische Götter der Zerstörung

Das römisch-katholische Hochfest heißt Asumptio Mariae und gedenkt der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel. In sakrilegischer Nachäffung nennt sich das Spektakel von Oklahoma City „Consumptio Mariae“ und meint wörtlich die „Aufzehrung Mariens“ im Sinne von Vernichtung und Aufgefressenwerden. Der vollständige Titel des  Spektakels lautet „The Consumption of Mary by Jai Kali Maa“. Jai Kali Maa ist ein hinduistischer Todesgötze. Die „Göttin der Zerstörung“ wird meist als vielarmige Schreckensgestalt dargestellt, die mit ihrem entsetzlichen Brüllen das Weltall erfüllt. Gemäß Ankündigung wird Maria im satanistischen Spektakel von Oklahoma City von Kali gefressen. Am 19. April 1995 fand in Oklahoma City ein Bombenanschlag auf das Murrah Federal Building statt, bei dem 195 Menschen getötet wurden. Das Attentat stand in keinem erkennbaren Zusammenhang mit dem Satanismus. Seither zieht es Satanisten jedoch nach Oklahoma City, das sie als „besonderen“ Ort der Zerstörung sehen.

„Menstruationsblut“ und „Seiten des Korans“ zur „Entstellung“ Mariens

Satanist Adam Daniels als "Priester" der "Ahriman Church"
Satanist Adam Daniels als „Priester“ der „Ahriman Church“

Laut Angaben der Organisatoren sollen bei dem sakrilegischen Spektakel „Menstruationsblut“ und „Seiten des Korans“ eingesetzt werden, „um das Bild der Jungfrau Maria zu entstellen“. Der Eintritt kostet 37,5 Dollar. Die Organisatoren wollen die „Evolution des Satanismus zum Ahrimanismus“ zeigen. Das Spektakel bestehe daher aus „zwei getrennten Ritualen“. Das erste „Ritual“ sei eine „Schwarze Messe“ im Gedenken an eine 2014 bereits in Oklahoma von Daniels praktizierte „Schwarze Messe“. Das zweite „Ritual“ die „Verzehrung Mariens durch Jai Kali Maa“. Dieses zweite „Ritual“ wolle das Publikum dazu „erziehen, den Ahrimanismus zu praktizieren“.

Angra Mainyu, nach dem sich die Satanistengruppe nennt, ist der „Gott der Zerstörung“ des Zoroastrismus. Ahriman ist nur eine andere Bezeichnung für Angra Mainyu. Die Satanistengruppe bete, laut Daniels, die Gottheiten der Zerstörung an. Im Satanismus und Okkultismus berufen sich verschiedene Gruppen auf Ahriman, dazu gehören der Vampirismus und andere Vorstellungen von Verwandlungen zwischen Mensch und Tier.

Erzbischof ruft zu Gebetsaktion gegen „schwerwiegendes Sakrileg“

Erzbischof Coakley spricht von einem „schwerwiegenden Sakrileg und einer Blasphemie“, das „unter jedem Gesichtspunkt horrend und beleidigend ist“. Der Erzbischof startete einen Aufruf zu einer Gebetsaktion gegen die „Schwarze Messe“ und „andere Handlungen der Gewalt und des Hasses“.

„Schwarze Messen“, so CitizenGo, „sind in der Regel eine Nachäffung der katholischen Messe, bei der Satan angebetet und die heilige Eucharistie geschändet wird, meist durch sexuelle Handlungen.“

Laut Angaben des OKC Civic Center Music Hall sei es nicht möglich, präventiv die Nutzung der Veranstaltungssäle abzusagen. Das Veranstaltungszentrum gehört der Stadt und ist daher öffentlich. Man sei in der Vergangenheit wegen Verweigerung von Räumlichkeiten vor Gericht gezerrt worden und habe dadurch „viel Steuergeld verloren“.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Sacerdotus (Screenshot)

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