„Die kleine Nini“ – Ein Kinderbuch mit weitreichenden Konsequenzen

Die kleine Nini, ein gotteslästerliches Buch im "niedlichen" Gewand

„Die kleine Nini“ ist ein scheinbar unbefangenes Kinderbuch von Sophie Scherrer1, ein Anschein, der trügt, wenn man das Buch genauer betrachtet.

Nini, ein achtjähriges Mädchen, macht sich ihre eigenen Gedanken zu allem Möglichen und „packt die Gelegenheiten beim Schopf“2. Auch zum Thema Gott. Mit viel Witz und Leichtigkeit3 profaniert die kleine Nini Jesus, das Allerheiligste Sakrament.

Im Kapitel „Wo ist Gott“ lässt Sophie Scherrer, ihre kleine Heldin eine geweihte Hostie entwenden, indem sie auf diese absichtlich tritt, um später die Reste unter ihrer Schuhsohle abzukratzen und das Allerheiligste letzten Endes in den Papierkorb auf dem Spielplatz zu werfen.

Nur ein harmloser Kinderstreich? Eher nicht.

Eine Episode die eigentlich alarmierend sein sollte, ein Grund zum Aufschreien. Stattdessen, wird darüber hinweggesehen. „Die kleine Nini“ wird gelobt sowohl von Eltern als auch Autoren. Das Buch wird als ein echtes „Lesevergnügen“ zum „Tränen lachen“, schlicht „eine gelungene Mischung aus Komik und Herzlichkeit, Liebe und Wärme“4 beschrieben.

Die kleine Nini
Die kleine Nini

Wie konnte es so weit kommen, dass wir in der heutigen Zeit die religiösen Gefühle anderer verletzen und dabei Komik und Herzlichkeit empfinden? Mehr noch, wie konnte es dazu kommen, dass wir unsere Kleinsten, unsere unvoreingenommenen Kinder, ein Ansporn bieten, die religiösen Gefühle anderer zu verletzen, statt sie zum Respekt und zur Wertschätzung zu erziehen? Haben wir den Sinn dafür verloren, dass Religion und Glaube etwas Heiliges für viele Menschen ist und somit nicht mit Füßen zu treten ist?

Was wird aus der Generation der Kinder, mit denen wir als Eltern lachen, wenn Jesus als „Ding“5 bezeichnet und in den Papierkorb entsorgt wird?

Sind wir bereits so stumpf und gleichgültig geworden oder haben wir den Mumm aufzuschreien? Wie unsere polnischen Nachbarn, die sich dagegen wehren, dass „Die kleine Nini“ die Bücherregale füllt6. Sind wir bereit aktiv zu werden? Petitionen zu starten oder zu unterschreiben? Oder zu mindestens Bücher zu boykottieren, die unseren Kindern Gleichgültigkeit und Respektlosigkeit gegenüber religiösen Gefühlen anderer vermitteln?

Sophie Scherrer ist ein Pseudonym der Autorin und Verlegerin Daniela Thiele. Den Thiele Verlag, dessen Programmleiterin sie ist, betreibt sie zusammen mit ihrem Mann.

Text: Anna Fiege

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Fußnoten:

  1. Scherrer, Sophie: Die kleine Nini, Thiele Verlag 2014 []
  2. Scherrer, Sophie: Die kleine Nini, Thiele Verlag 2014, Klappentext []
  3. Hervorhebungen durch die Autorin []
  4. Kruse, Max: Rezension zu Die kleine Nini, Thiele Verlag 2014 []
  5. Scherrer, Sophie: Die kleine Nini, Thiele Verlag 2014 []
  6. Petition: www.citizengo.org/pl/pr/33509-opis-profanacji-najswietszego-sakramentu-w-popularnej-ksiazce-dla-dzieci, Citizen Go, 2016 []

3 Comments on „Die kleine Nini“ – Ein Kinderbuch mit weitreichenden Konsequenzen

  1. Man kann nur jede und jeden einschließlich der Autorin selbst warnen, dieses Buch weiter zu verbreiten insbesondere an Kinder gemäß der geradezu drohenden Warnung des HERRN selbst in Mt18,6-7:
    „Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde.
    Wehe der Welt mit ihrer Verführung! Es muss zwar Verführung geben; doch wehe dem Menschen, der sie verschuldet.“

  2. Unglaublich so etwas. Ist die Autorin nur dumm, will sie provozieren, oder ist sie in der Macht des Boesen? Gluecklicherweise gibt es viele andere gute Kinderbuecher. Ich habe als Kind gerne die Maerchen von Grimm gelesen.Dort hat das Gute am Ende immer gesiegt.

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