„Macht kann zu einem Werkzeug der Korruption und des Todes werden“

Liebe Brüder und Schwestern,

in der Reihe unserer Mittwochskatechesen über die Barmherzigkeit in der Heiligen Schrift wollen wir heute das Verhältnis von Macht und Barmherzigkeit betrachten. An verschiedenen Stellen der Bibel begegnen uns Menschen, die mit ihrem Reichtum und ihrer Macht nicht gut umgehen. Mit einer egoistischen und anmaßenden Gesinnung kann die Macht zu einem Werkzeug der Korruption und des Todes werden.

Dies wird zum Beispiel an der Geschichte von Nabots Weinberg deutlich. Der König Ahab will sich das Grundstück seines Nachbarn Nabot einverleiben, aber dieser will es nicht veräußern. Für die Israeliten war nämlich das Land heilig. Es galt als eine Gabe des Herrn, die als Zeichen göttlichen Segens zu hüten und von Generation zu Generation weiterzugeben war. Der Königin Isebel gelingt es durch Bestechung, Nabot aus dem Weg zu räumen und das begehrte Land dem König zu verschaffen. Der Durst nach Besitz wird hemmungslos und will immer mehr. Gott ist aber größer als die Bosheit der Menschen. In seiner Barmherzigkeit schickt er den Propheten Elija zum König, um diesem zu helfen, sich zu bekehren. Das Erbarmen Gottes ist stärker als die Sünde und vermag die Geschichte zu verändern. Das zeigt uns Gott vor allem in seinem Sohn Jesus Christus, der auf die Menschen zugeht und die Einsamkeit und den Tod überwindet, in die die Sünde den Menschen geführt hat. Jesus Christus weist den Menschen den Weg zur Vergebung und zum Leben.

Herzlich grüße ich die Pilger deutscher Sprache, insbesondere die Gruppe von Studierenden der Theologie und des Kirchenrechts der Universität Wien. Ich lade euch ein, im Alltag Solidarität mit den Schwachen zu üben und die Schöpfung als Erbe für unsere Kinder zu bewahren. Der Herr segne euch und eure Familien.

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1 Kommentar

  1. Werter @ Leo Laemmlein
    Sie sprechen ein wahres Wort gelassen aus: „Doch eigentlich ist es ungerecht, sich auf Papst Franziskus „einzuschießen“.
    Zu dieser Ungerechtigkeit haben Sie kein Recht, weil Sie mit Ihren Vorhaltungen, deren vermeintliches Gewicht Sie 2015 sogar zum Austritt aus der katholischen Kirche bewogen haben, nicht gemäß den Bestimmungen des VII für Laien mit Ihren Bedenken erst vor Ihren Bischof und dann vor Papst Franziskus getreten sind. Wäre dies geschehen, um theologische Klarheit erst über Papst Franziskus, dann über sich selbst zu erhalten, hätten Sie diesen Doppelschritt und seine Ergebnisse dem Forum wohl sicher nicht vorenthalten.

    Ihr Anliegen wäre wegen der Schwere Ihres Angriffs gegen die ganze Kirche, rückwärts geurteilt ab dem Jahr 30, das Zweite Vatikanum und den Hl. Papst Johannes Paul II. einschließend, sicher ernst genommen und schriftlich beantwortet worden. Statt dessen versuchen Sie auf diesem Forum und vielleicht noch anderweitig, im Verein mit Gesinnungsgenossen weitere Katholiken der Kirche zu entfremden, wenn Sie die Kirche als mystischen Leib Jesu Christi und damit das Wirken des Heiligen Geistes in ihm – vor allem bezüglich der letzten 700 Jahre – in einem einzigen Satz als nicht offenbarungsgemäß herabwürdigen:

    „Auf der einen Seite haben wir die extrem heilsexklusivistische Theologie der römisch-katholischen Kirche in der Vergangenheit (Bonifaz VIII., Eugen IV., Tridentinum…), auf der Gegenseite die synkretistische Aufweichung seit Nostra aetate, die in den Weltkatechismus übernommen wurde.

    Haben Sie Ihre, nicht nur in der Tendenz höchst problematischen Ansichten zur katholischen Kirchengeschichte schon einmal Kardinal Brandmüller zur Stellungnahme vorgelegt?

    Der hätte Sie sicher darauf hingewiesen, dass Papst Bonifaz VIII. mit seiner Bulle „Unam sanctam“ auf der Basis aber in notwendiger Überhöhung des Wormser Konkordats den drohenden weltlichen Herrschaftsanspruch über die Kirche zurückweisen musste. Während das Tridentinum der Gefahr eines reformatorischen, geistlich-weltlichen Deutungs- und Machtanspruch über den christlichen Glauben insgesamt zu widerstehen hatte.

    Was Ihren Vorwurf der „synkretistische Aufweichung seit Nostra aetate“ betrifft, darf ich Sie an eine von legendengläubigen modernisten Theologen selten ins Auge gefasste Stelle in der Weihnachtsbotschaft erinnern. Bei Lukas 2,13 heißt es: “ Plötzlich war bei dem Engel eine Menge himmlischer Heerscharen, die Gott lobten und sprachen:
    „Herrlichkeit in den Höhen für Gott und auf Erden Frieden den Menschen seines Wohlgefallens“(Münchner Neues Testament).

    Wer sind die Menschen Seines Wohlgefallens bzw. Seiner Huld bzw. Seiner Erwählung bzw guten Willens. – je nach Überetzung. Als die Mutter Melanchthons ihren berühmten Sohn fragte, ob sie selbst auch protestantisch werden solle, habe dieser geantwortet: „Bleib katholisch, das ist sicherer!“
    Meine Empfehlung, @ werter Leo Laemmlein!

    Denn Gottes Mühlen mahlen langsam, aber sicher. Daher wird die hier immer wieder beschworene Eine-Welt-Religion erst dann realisiert sein, wenn gemäß der Schrift alle Völker bis an die Grenzen des Aions die Lehre des Dreieinigen Gottes der Christen angenommen haben und auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft sein werden. Das kann noch dauern.

    Bis dahin dürfen wohl Päpste außerhalb ihrer verbindlichen lehramtlichen Autorität über die irdische Zusammensetzung des Pools an „Menschen Seines Wohlgefallens“ im Sinne des Weltfriedens nachdenken. Und sie haben es nicht verdient, deswegen verteufelt zu werden – zumal sich zur diesbezüglichen Passage der Ansprache der hochrenommierte Theologe und damalige Präfekt der Glaubenskongregation Kurienkardinal Josef Ratzinger nicht zumindest über den vatikanischen Pressesprecher reltivierend zu Wort gemeldet hat.

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