Der Papst muss sich entscheiden: Nathan der Weise oder Christus

Nathan der Weise oder Christus, der Papst muß sich entscheiden
Nathan der Weise oder Christus, der Papst muß sich entscheiden

Gastkommentar von Klaus Obenauer*

1. Warum ich schreibe

Kritik an der Video-Präsentation der päpstlichen Gebetsmeinung zum Monat Ja­nuar, in der Papst Franziskus eine maßgebliche und höchst kritikanfällige Rolle spielt, ist schon von zahlreichen anderen geübt worden. Nur weil eine epi­sko­pa­le Stellungnahme von Gewicht – nach meiner Wahrnehmung jedenfalls – bis­lang fehlt und die Sache an sich von allergrößter Bedeutung ist, habe ich mich doch noch dazu entschlossen, den Chor der Protestierenden aus der hinteren Reihe mit meiner unmaßgeblichen Stimme ein bisschen zu verstärken. – Damit nochmals klar ist, worum es geht: Es ist dies das (zu Recht) skandalisierte Video mit seiner relativistisch anmu­tenden Botschaft: viele Wege, Gott zu suchen und zu finden – aber wir alle sind doch Kin­der Gottes; „ich vertraue auf Buddha“ / „ich glaube an Jesus Christus“ etc. etc. – aber wir alle glauben doch an die Liebe.

Wie vielleicht mancher Leser registriert hat, bin ich in letzter Zeit mit (öffentli­cher) Kritik, zumal am Papst, zurückhaltender geworden. Das hat seine Gründe. Und den Vorsatz größerer Zurückhaltung zu brechen, fällt mir nicht leicht. Erst vor nicht ganz drei Wochen hatte ich die Gelegenheit zu einem Gespräch mit ei­nem sehr hohen Mitglied der kirchlichen Hierarchie; und bei dieser Gele­gen­heit sagte ich nebenbei, dass ich die Zeit für derart Stellungnahmen für mich eigent­lich abgelaufen sehe („est tempus loquendi – est tempus silendi“: cf. Ecl. 3,7). Sollte er von dieser Stellungnahme Kenntnis erhalten, bitte ich um Ver­ständ­nis, dass ich mich innerlich genötigt sehe, meinen ausgesprochenen Vor­satz zu bre­chen.

Warum diese Emphase der Zurückhaltung? Nun, Kritik am Papst zu üben, das zehrt doch irgendwie – es hinterlässt irgendwie innerlich Spuren, sich so zu ex­ponieren, zumal wenn dieser jemand, gegen den man sich mit seiner Wort­mel­dung ins Spiel bringt, wahrlich nicht irgendjemand ist, sondern eben der rö­mi­sche Pontifex, demgegenüber der katholisch Glau­bende keinen Höheren auf Er­den anerkennt. Ja, und ganz menschlich: irgend­wann bringt sich das Bedürfnis nach harmonischer Unauffälligkeit mächtig zur Geltung gegen eine gewisse Un­lust, die da sagt: sollen doch andere das Enfant terrible spielen.

Zumal auch in „unseren eigenen Reihen“ Papstkritiker sich gegen so man­ches Verdikt wappnen müssen, habe ich (in bewährter Manier) zum Galater­briefkom­mentar des heiligen Thomas gegriffen, und darin ebenso Anspornendes wie Trostvolles gefunden. Zur berühmten Begebenheit, wonach der hl. Paulus den hl. Petrus, also den von Christus bestellten Felsenmann, zurechtgewiesen hat ob seiner schillernden Haltung gegenüber den Heidenchristen (Gal 2,11-14), be­merkt der heilige Thomas in wirklich nichts zu wünschen übrig lassender bün­di­ger Kürze:

"Das Video des Papstes" - Gebetsanliegen des Papstes im Januar 2016
„Das Video des Papstes“ – Gebetsanliegen des Papstes im Januar 2016

„Aus dem Zuvorbesagten also haben wir ein Beispiel: und zwar die Prälaten ein solches der Demut, dass sie es [nämlich] nicht verschmähen, von Geringeren und Untergebenen zurecht­gewiesen [‚corrigi‘] zu werden; die Untergebenen hingegen ein Beispiel des Eifers und der inneren Freiheit [‚libertatis‘], dass sie sich nicht scheuen, die Prälaten zurechtzuweisen, be­sonders wenn das Vergehen [‚crimen‘] öffentlich ist und zur Gefahr für die Masse zu werden droht.“ (in: ADGalatas II, lectio3)

Und wenn wir näher hinsehen: die Thematiken, worin es im aktuellen Fall geht und worum es damals beim hl. Paulus ging, liegen gar nicht so weit auseinander; es gibt gewisse Überschneidungen. Auf jeden Fall geht es in beiden Fällen um die Eindeutigkeit der Heilsuniversalität Christi und des Glaubens an ihn sowie eben um die Konsequenzen daraus. – Wenn ich mir diese Bemerkung noch er­lauben darf: die lakonisch knappen Aussagen des hl. Thomas haben vor dem Hinter­grund einer so fundamentalen Angelegenheit Vorrang; auch gegenüber Mahnun­gen eines heiligen Pater Pio, die nicht zu einem Fetischisieren kritiklo­ser Unter­würfigkeit verabsolutiert werden dürfen. Überdies spricht der Aquinate in der zi­tierten Passage ausnahmslos von den „Un­ter­gebenen“ („subditi“). Frei­lich sind gemäß dem biblischen Prototyp die erst­berufenen Kritiker eines Papstes die Bi­schöfe; das schließt jedoch Nichtbischöfe wie überhaupt (wie in meinem Fall) Laien nicht a limine aus, zumal wenn aus bischöflichem Mund Kritik ausbleibt.

Die konkreten Kritikpunkte an dem ärgerlichen Video sind freilich bekannt, schon längst von zahlreichen anderen benannt und erörtert. Meinerseits darf ich so zusammenfassen: in strikter methodischer Parität werden die Religionen als unterschiedliche Weisen, Gott zu suchen und zu finden, präsentiert 1)Will man skrupelhaft genau sein, muss man freilich zugeben, dass wörtlich nur davon die Rede ist, dass „viele“ Gott auf unterschiedliche Weise suchen und finden – al­lein die dichte kontextuelle Einbindung lässt keinen Zweifel, dass diese ver­schiedenen Weisen der „vielen“ gerade auch und vor allem die der unterschied­lichen Religionen sind., ohne dass nur irgendetwas die Absolutheitsstellung Christi und des Glaubens an ihn erken­nen ließe 2)Welche Absolutheitsstellung bekanntlich Raum lässt für den „anony­men“ Christusglauben und den Kirchen­bezug desjenigen, der schuldlos nicht zur ausdrücklichen Anerkenntnis Christi und seiner katholischen Kirche gelangt ist – was hier aber nicht unser Thema ist.; vielmehr wird das christliche Bekennt­nis in die breite Palette der Reli­gio­nen regelrecht eingeordnet. Es gibt eine ein­zige, uns alle verbindende Gewiss­heit: dass „wir alle Kinder Gottes sind“, ohne dass im geringsten zwischen Kindschaft Gottes im weiteren oder gar ganz wei­ten Sinne und der Kindschaft des Adoptivsohns bzw. der Adoptivtochter, und zwar allein durch Christus, un­terschieden würde 3)Vgl. STh I, 33,3; auch III, 23,3.; abgesehen davon, dass das Grunddogma von der Realität (gerade auch) der (schweren) Sünde es rund­weg ver­bietet, die Tatsächlichkeit der Adoptiv­kind­schaft in der heiligmachenden Gnade für alle zu behaupten. Schließlich wird massiv suggeriert, dass die vielen Religionen ihre Legitimität letztlich aus einer Quintessenz beziehen, in die alle unterschiedli­chen Bekenntnisse einmün­den beziehungsweise mit welcher sie in ihrer Tiefe konvertibel sind: „Ich glaube an die Liebe.“

2. Zur Bewertung des päpstlichen Videos

Ja, als ob das Lehramt sich nie zur Intervention in Form der Erklärung „Domi­nus Jesus“ genötigt gesehen hätte. Und es ist nun keine falsche Bezichti­gungs­sucht, wenn man den Heiligen Vater, Papst Franziskus, für das Video voll ver­antwortlich macht: Wer auch immer am Werk war und den Papst überredet hat; seine Redepassagen fügen sich nahtlos in das ganze Machwerk ein und ge­ben ihm zum Teil erst die nötige Würze. Und als der maßgeblich Beteiligte trägt er die entscheidende Verantwortung, zumal er dieses Ding jederzeit aus dem Ver­kehr zie­hen, widerrufen etc. könnte.

Wie meine einführenden Worte ja zu erkennen gaben: bei aller Kritik, die ich geboten sehe, weiß ich mich zu einer gewissen Zurück­haltung veranlasst; weiß ich um die Gefahr, vermessen zu werden. Des­halb: ich möchte mir keines­falls anmaßen, den Papst persönlich zu zensurieren. Aber um das Ausmaß des Ärger­nisses, wie es sich mir jedenfalls präsentiert, zu kennzeichnen, möchte ich unver­hohlen sagen, auf welche der klassischen Zensuren für falsche Lehrsätze man meines Erach­tens zur Bewertung dieses unsäglichen Videos (das ich ad hoc als eine Gesamt­aus­sage nehme) zurückgreifen könnte, wenn man nur wollte. Und bei der gan­zen Bandbreite möglicher Urteile, je nach größerem Wohlwol­len oder größe­rer Strenge, reicht hier die „Palette“ von „Häresie be­günsti­gend“ („haeresi favens“) bis „wenigstens der Häresie zu­nächst“ („saltem haeresi proxi­mum“). Das muss einmal so deutlich gesagt wer­den.

Der Papst muß sich entscheiden: entweder für Nathan den Weisen oder für Christus
Lessings Nathan der Weise entspringt nicht christlichem Denken

Nein, auch diesmal will ich nicht schon wieder das Fass mit dem Fall des hä­re­tisch gewordenen Papstes aufmachen. Denn obige (rein materielle) Be­wer­tung des Gesamtaussage des Skandalvideos bezieht sich auf diese Aussage absolut, also in sich genommen: zumindest was die zweite, sehr scharfe Zensur betrifft. Es ist nun einmal eine Aussage des Papstes (die er sich zu Eigen macht) – und muss daher im Kontext anderer Aussagen desselben beurteilt werden; umso mehr, als die in sich genommene Gesamtaussage des Videos, wenn, dann oh­nedies nur indi­rekt eine Häresie artikuliert (nämlich durch Auslassungen und Ge­samt­kon­tex­tie­rung 4)Jede Einzelaussage kann man noch „irgendwie hinbie­gen“.). Im Kontext welcher anderer Aussagen? Es ist wohl unumstritten, dass „Evangelii gaudium“ bislang immer noch die Programmschrift des gegenwärti­gen Pontifikats ist – und damit eine hermeneutische Schlüsselstellung innehat. Wenn ich daher im Ge­genzug in die Rolle des Papstapologeten schlüpfe, so muss ich vorab eingeste­hen, dass ich in „Evangelii gaudium“ nichts finde, was in puncto Entlastung aus­gesprochen schlagkräftig genannt zu werden verdient. Aber immerhin finden wir ein deutlich implizites Bekenntnis zur absoluten und konkurrenzlosen Heilsuni­versalität Christi im Abschnitt zum interreligiösen Dia­log; unter Nummer 254 heißt es:

„Die Nichtchristen können, dank der ungeschuldeten göttlichen Initiative und wenn sie treu zu ihrem Gewissen stehen, ‚durch Gottes Gnade gerechtfertigt‘ und auf diese Weise ‚mit dem österlichen Geheimnis Christi verbunden werden‘. Aber aufgrund der sakramentalen Dimen­sion der heiligmachenden Gnade neigt das göttliche Handeln in ihnen dazu, Zeichen, Riten und sakrale Ausdrucksformen hervorzurufen, die ihrerseits andere in eine gemeinschaftliche Erfahrung eines Weges zu Gott einbeziehen. Sie haben nicht die Bedeutung und die Wirksam­keit der von Christus eingesetzten Sakramente, können aber Kanäle sein, die der Geist selber schafft, um die Nichtchristen vom atheistischen Immanentismus oder von rein individuellen religiösen Erfahrungen zu befreien.“ (Die Anführungszeichen markieren Zitate.)

Dass die Ausführungen zur Bedeutung der nichtchristlichen Religionen, die sich ähnlich auch in anderen offiziellen und offiziösen Dokumenten finden, nun ih­rerseits Anfragen seitens zumal „traditionalistischer“ Katholiken provozieren, ist mir klar. Aber es geht hier nur um eines: Mögen solche Aufwertungen außer­christlicher Riten etc. u.U. noch so problematisch sein 5)Auch diese Frage will ich hier nicht diskutieren. – sie wollen offensichtlich nichts anderes als Weisen artikulieren, (bei schuldloser Nichtanerkennung Christi) mit dem Erlösungsge­heimnis Christi und mit seiner sakramentalen Heilsgemeinde, der Kirche, „ir­gendwie“ verbunden zu sein. Und nur so, in dieser Beziehung wird diesen Reli­gionen und deren Riten Heilsbedeutung zugeschrieben. Mag man auch mit gu­tem Recht eine unbekümmert-abgeflachte Diktion in doctrinalibus bei Papst Franziskus bedauern und skandalisieren: am Grunddogma von der Heilsuniver­salität Christi (mitsamt seiner Kirche) will auch er nicht gerüttelt ha­ben. – Es geht hier nicht darum, Papst Franziskus mit Gewalt zu verteidigen; aber so viel Apologetik muss sein, ohne dass dies im geringsten etwas an der Feststellung ändert, dass durch das Video sehr schweres Ärgernis gegeben wor­den ist.

Ich verachte nicht diejenigen noch zürne ich ihnen, die auf anderen Internetforen die Strategie einer (im überliefert-katholischen Sinn) wohlwollenden Papst-Fran­ziskus-Interpretation schier bis zum Geht-nicht-mehr verfolgen. Auch das hat sein, gleichwohl nur bedingtes, Recht. Ich stimme daher Armin Schwibach insgesamt zu, wenn er schreibt: „Wer dem Duktus des Denkens und Handelns des Papstes dagegen aufmerksam folgt, kann weder revolutionäre Umbrüche noch liberale Aufbrüche erkennen. Vielmehr könnte eine bei Päpsten unge­wohn­te Zweideutigkeit festgestellt werden, woraus sich oft die Notwendigkeit einer kon­stan­ten Interpretation von Papstworten ergibt.“ 6)Kath.net-Artikel „Der Papst und die ‚konservativste‘ Rota-Ansprache der letzten Jahre“. Dass sich einer der Verdientesten in der Unternehmung (katholisch-)wohlwollender Papstinter­pretation heute und gestern genötigt sieht, bei all dem Guten, das man bei Fran­ziskus würdigen und zumindest herausinterpretieren kann, diese Zweideutigkeit anzusprechen – ge­nau das ist sehr beredt. Es ist das, freilich längst nicht nur von Schwibach an­ge­sprochene, zentrale Problem bei Franziskus; nämlich diese per­manente Ap­ril­wet­ter­stimmung, jedenfalls im Erleben des überkommen glau­benstreuen Ka­tho­liken: auf den Regen höchst irritierender Worte folgt der Son­nenschein tradi­tions­treuer Aussagen; und schon bald wieder der nächste Schutt. Und man weiß nicht, wie man sich einstellen soll: hat man den Schirm aufge­spannt, ja gar sich gegen einen Tsunami ausgerüstet – glatt lacht dann schon wieder die Sonne. Aber mit der darf man sich auch nicht für so lange anfreun­den, wo doch bald wieder das nächste Unwetter dräut, in täuschender Gefähr­lichkeit. Man kann nicht nicht erschrecken, und muss doch im Hinterkopf behal­ten, dass es halb so schlimm kommt, aber längst nicht so gut, wie man zu hoffen gewagt hätte. – Warum das so ist? Einerseits sehe ich Gründe dafür in der Per­sönlichkeit von Jorge Bergoglio. Und um das etwas in ein sprechendes Bild zu bringen: Wenn ein Kantinenkoch Moralist ist, benimmt er sich gerade so wie ein Bergoglio. Da darf man zum Beispiel nicht sagen, dass man keine Möhren mag; denn dann werden unter sicherer Garantie Karotten aufgetischt. Das bekamen die deutschen Bi­schöfe zu spüren, die hofften, diesmal, dieses eine Mal wenig­stens gelobt zu wer­den; und siehe, sie bekamen die alte Suppe aufgewärmt.

3. Versuch einer Tiefenbohrung

Nun aber: Schluss mit der Fastnacht. Dieser Irgendwie-Moralismus scheint mir bei Papst Franziskus mit etwas anderem zu konvergieren. Vor inzwischen etwas mehr als drei Jahren hatte ich im Kontext der leider erst einmal gescheiterten Bemühung von Papst Benedikt zur kanonischen Integration der FSSPX in die­sem Forum ein Essay gewagt, das dem Hintergrund unseres „Zeitgeistes“ und damit auch schon dem „(Un-)Geist des Konzils“ nachspüren sollte: „Monismus versus Mono-Theismus“. Über Details kann man immer streiten, wie ich auch keine Originalität für meine Gedanken von damals beanspruchte und beanspru­che (in verschiedenen Varianten kann man das, bei Parteigängern und Kontra­henten, auch anderswo lesen). Aber ich denke wahrlich, dass mich der Herrgott schon Richtiges sehen ließ, das gerade bis zur Stunde Bedeutung hat (und viel­leicht auch nur bis dahin?). Das Signum unserer Zeit ist demnach eine Art Mo­nismus, der sich eher selten ausgesprochen metaphysisch in einer „Hen-kai-Pan“- („Ein-und-alles“-) Lehre artikuliert; aber umso mehr im Denken in den Kategorien eines All-ein-Verständnisses, wie man es im deutschen Wortspiel so schön sagen kann. Man ist mit allem einverstanden, und genau dieses Ein-ver­ständnis wird zum allein leitenden Verständnis. Natürlich ist dies so überspitzt idealtypisch gesagt: Aber die bis in die Rechtspflege gehende Skandalisierung von exklusiven Wahrheitsansprüchen und Werturteilen in der westlichen Welt dokumentiert dies deutlich. Im Gefälle dieses „Alleinverständnisses“ dürfen Standpunkte nur vertreten werden, um sich zu verflüssigen im „Dia-log“, der zum programmati­schen Zauberwort dieser Unterströmung avanciert ist. Wahr­heit ist nicht nur, extrem subjektivistisch, für mich: zwischen An-sich und Für-mich wird gar nicht mehr unterschieden (womit wir vielleicht an den tieferen Nerv der moder­nen, subjekttheoretischen Variante des hen-kai-pan rühren). Zu einer aus­drück­li­chen theoretischen Affirmation dieses modernen Monismus, gar mitsamt meta­physischem Unterbau, kommt es eher selten. Und schon gar nicht unter­stelle ich dies, um zum Thema zu kommen, Papst Franziskus. Aber gerade er er­scheint mir in seiner (sich offenbarenden) subjektiven Befindlichkeit in engster Tuch­fühlung mit diesem monistischen Esprit; wohl kaum zu Ende re­flektierend, da­für umso instinktsicherer schwingt er in diesen Esprit ein, wie er eine ausge­spro­chene Sensibilität hat für dessen Agenda, die auf ihre Weise auch hohe mo­rali­sche Ansprüche stellen. Man darf dazu nicht vergessen, dass dieser Monis­mus zumindest auch so etwas wie ein Bastard des Christentums, durchaus auch des katholischen, ist: klar, dass dies ein enormes Verwechslungspotential mit sich bringt. Der monistische Esprit und dessen Agenda werden von nicht weni­gen als das „eigentlich Christliche“ angesehen. Was in weiten Teilen der west­li­chen Welt als die „political correctness“ beklagt wird, ist der Substanz sei­nes Inhalts nach nichts anderes als dieser Monismus. Und die „Diktatur des Re­la­ti­vis­mus“ (Papst Benedikt XVI.) meint im Wesentlichen dasselbe Phänomen. Dass meine Erschließung dieses Phänomens unter dem Stichwort „Monismus“ die rundweg bessere sein soll, nehme ich mitnichten verwegen in Anspruch; glaube aber mit Bestimmtheit, dass sie ganz wichtige, eben auch kirchenpoliti­sche Facetten der sich damit verbindenden Probleme treffsicherer einfängt. Der viel diskutierte „Gutmensch“: im Prinzip auch nichts anderes als der Anhänger der monistischen Agenda.

Umarmung in Jerusalem
Umarmung in Jerusalem

Dass sich die besagte instinktive Tuchfühlung von Papst Franziskus mit dieserart Monismus gerade in seinem ökumenischen, interreligiösen Enga­ge­ment wie auch im Kontakt mit Agnostikern und Atheisten zeigt: ich denke, das ist für alle, die meine Problemindikation anerkennen, ausgemacht. – Was die von mir vorsichtig diagnostizierte Einziehung des Unterschiedes von Für-mich und An-sich angeht, so nehme ich im inzwischen berühmten Brief an Eugenio Scalfari vom 4. September 2013 deutliche Anklänge wahr: ich habe dabei in erster Linie die etwas merkwürdigen Ausführungen zur Absolutheit der Wahr­heit im Auge. Nicht dass ich Franziskus unterstelle, er wolle besagte Einziehung des richtenden Unter­schie­des des An-sich zum Für-mich positiv affirmieren; aber er sucht alles andere als die deutliche Abgrenzung dagegen. – Man könnte auch sagen: Dieser „Monismus“, das ist: Einschließen, nur einschließen; und nur das Ausschließen und die Ausschließenden ausschließen (was die Richterfunk­tion der Wahrheit nicht vorlässt). Und wie nahe ist doch Franziskus, bis in die wörtliche Diktion, an diesem Programm dran! Allein: das Neue Testament spricht eine ganz andere Sprache; einer Einzeldokumentation bedarf es nicht 7)Außer dass ich, parte pro toto, auf Johannes 3,18-21 verweise..

Es geht nicht darum, sich an jemandem abzuarbeiten, der zudem noch un­ser regierender Papst ist. Und Gott allein richtet über das Herz von Jorge Ber­goglio, wie wir die Pläne Seiner Vorsehung nicht durchschauen: Er weiß, wa­rum er Jorge Bergoglio 2013 Papst werden ließ; und er allein weiß, was daraus an weniger Gutem, aber auch an Gutem erwachsen kann und tatsächlich wird. Aber deshalb ist es nicht illegitim, dass wir unser vorläufiges Urteil bilden und in diesem Rahmen auch unser Unbehagen ausdrücken. Und da sehe ich schon eine schwere Hypothek darin, dass wir einen Papst haben, der nach meinem be­stimmten Eindruck im Kopf „schon noch“ am Katechismus festhält und im Her­zen in durchaus an-rührender Weise katholisch-christlich ist, dafür aber im Bauchgefühl umso anhänglicher ein Jünger Nathans des Weisen.

Und da sind wir wieder beim Video, das wohl als das prominen­teste Zeug­nis dieser Anhänglichkeit gewertet werden darf. In zeitlich nächste Nähe fällt ein weiteres Zeugnis, nicht so deutlich, zumal begrenzt auf die binnen­christlichen Verhältnisse, also die ökumenische Bewegung, aber von nicht ge­ringem indiziellem Wert. Ich meine die Mittwochskatechese vom 20. Januar: alle Christen, gespalten in Katholiken, Orientalen und Protestanten, sind schon wirklich das Volk Gottes („siamo realmente popolo santo di Dio“); aber noch sind wir kein vollkommen vereintes Volk Gottes („non siamo ancora un popolo pienamente unito“); in der Entsprechung zu unserer Berufung im Annehmen der Gnade werden wir alle immer vollkommener zum Volk Gottes („noi diventiamo sempre più pienamente popolo di Dio“). Keine Spur davon, dass es laut Vatika­num II solche gibt, die dem Volk Gottes = der Kirche Christi, die in der katholi­schen Kirche „ihren Bestand hat“ und darin unzerstörbar eine ist, vollkommen einge­gliedert sind, und eben solche Christgläubigen, mit denen sich diese Kirche nur in unterschiedlicher Weise verbunden weiß. 8)Dazu LG 8 und 13fine – 15; UR 4. Man muss geradezu von einem Hintergehen dieser höchstwichtigen lehramt­lichen Differenzierung mit der Dignität eines Affronts sprechen.

4. Erinnerung an das Erbe von Papst Paul VI

Ich nehme dies zum Anlass, um auf den seligen Papst Paul VI zu sprechen zu kommen. Berühmt geworden sind seine Retuschen an der Vorlage zum Öku­menismusdekret des Zweiten Vatikanums. 9)Dazu: Das Zweite Vatikani­sche Konzil. Dokumente und Kommentare, = Band 13 des LThK2, 124-126. Für Artikel 21 änderte der Papst folgenden Satz ab: „Unter der Bewegung des Heili­gen Geistes finden sie [gemeint sind die Protestanten] in eben den Heiligen Schriften Gott als denjenigen, der zu ihnen in Christus spricht“; geblieben ist folgende Formulierung: „Unter Anrufung des Heiligen Geistes suchen sie in eben den Heiligen Schriften Gott als denjenigen, der gleichsam [‚quasi‘] zu ihnen in Christus spricht“. Bekanntlich sorgte diese päpstliche Intervention da­mals für Verstimmungen bei der Majorität der Konzilsväter, ein Vorgang, der neben anderen als die sogenannte „Schwarze Woche“ in die Konzilsgeschichte eingegangen ist. 10)Dazu: Ralph M. Wiltgen: Der Rhein fließt in den Tiber, Feld­kirch 1988, 242-251. Vor diesem Hintergrund ist es objektiv ein Hohn, wenn Papst Franziskus auf seinem Januar-Video davon spricht, dass die Menschen auf un­terschiedliche Weise, nämlich in den verschiedenen Religionen, Gott suchen und finden. Der Kontrast könnte kaum größer sein. Besonders wenn man sieht, wie in diesem Video zur Denk­art Nathans des Weisen in massiv-sinnenfälliger Greifbarkeit auf­ge­schlos­sen wird.

Papst Franziskus: "Wir sind alle Kinder Gottes"
Papst Franziskus: „Wir sind alle Kinder Gottes“

Zumal vor dem Hintergrund meines früheren Engagements zugunsten der Aus­söhnung mit der FSSPX, worin ich deren Sichtweise für meine Begriffe weit entgegenzukommen suchte, ist natürlich die Anfrage zu erwarten, ob Franziskus denn vom Himmel gefallen ist, ob das nicht konsequente Weiterentwicklung der konziliär-nachkonziliären Entwicklung ist etc. Nein, ist es nicht: so jedenfalls meine entschiedene Antwort. Dass der vom höchsten Lehr- und Hirtenamt, über die Abhaltung eines Ökumenischen Konzils und in dessen Folge, arrangierte Pa­radigmenwechsel auch Anfragen provoziert betreffs seiner Tragfähigkeit, muss deshalb noch nicht in Abrede gestellt werden; wie man auch gut und gern die Frage stellen mag, ob in all dem Vergangenen sozusagen (und sei es erheblich) disponierendes Potential für die jüngsten Entwicklungen unter Papst Franziskus bereitliegt. Nur: Das ändert nach meinem entschiedenen Dafürhalten nichts an dem Novum unter Papst Franziskus, nämlich der provokativen Unbekümmert­heit um die Kontinuität der Ausübung seines Lehr- und Hirtenamtes mit dem der Ver­gangenheit. Bislang verhielt sich das entschieden anders: der konziliär-nach­konziliäre Paradigmenwechsel, wie überzeugend auch immer, war konstant be­gleitet vom Aufzeigen der notwendigen substantialen Identität des heute mit dem gestern. „Hermeneutik der (Reform und) Kontinuität“ ist nur als Wort­schöpfung ein Novum von Papst Benedikt; in der Sache haben alle Konzils- und Nachkonzilspäpste diese Hermeneutik urgiert. Und hier möchte ich nochmals an Papst Paul VI erinnern. Im Jahr des Glaubens von 1968, an dessen Idee bis in die Wortwahl Benedikt XVI anknüpfen sollte, verkündete er feierlich das „Cre­do des Gottesvolkes“. In seiner Vorbemerkung dazu sagte er:

„Diese Formel [nämlich des vorgelegten Bekenntnisses], wenngleich sie im wahren und ei­gentlichen Sinne [!] nicht eine dogmatische Definition zu nennen ist, wiederholt dennoch, un­ter Anwendung einiger Explikationen, welche die geistlichen Bedingungen dieser unserer Zeit verlangen, die nizänische Formel hinsichtlich der Gesamtheit der Sachverhalte. Wir sprechen von einer Formel der unsterblichen Tradition der heiligen Kirche Gottes.“

Mit anderen Worten: da will ein Römischer Pontifex, in durchaus hochverbindli­cher Weise, das für immer Verbindliche (natürlich zusammenfassend) in Erinne­rung rufen gerade auch für die Kirche in der Folge des Zweiten Vatikanums. Von daher gehört es zu den höchstrangigen Lehrdokumenten seit „Munificentis­simus Deus“ von 1950. Hier werden irreversible Markierungen gegeben, die man eben nicht in einer Hermeneutik stets neuer „Aktualisierung“ übergehen und ignorieren darf. Dies gilt ganz ungeachtet der faktischen Vergessenheit die­ses Dokuments – vielmehr rückt diese Vergessenheit die faktische nachkonziliä­re Befindlichkeit ins grellste Licht, sie denunziert die Mentalität eines Ungehor­sams, die wohl nur als Widerstand gegen den Heiligen Geist Gottes zu identifi­zieren ist.

Nun zum doktrinalen Inhalt des „Credo des Gottesvolkes“: In feierlicher, nachgerade schön zu nennender Knappheit wird darin das unser Thema Betref­fende auf den Punkt gebracht:

„Wir glauben, dass die Kirche, die Christus gegründet und für welche er Gebete ausge­schüttet hat, unaufhörlich eine ist sowohl durch den Glauben als auch durch den Kult als auch durch das gemeinschaftliche Band der heiligen Hierarchie … – Ebenso hoffen wir, in­dem wir von daher anerkennen, dass außerhalb des Verbandes der Kirche Christi zahl­rei­che Elemente der Wahrheit und der Heiligung gefunden werden, welche als der Kirche sel­ber eigene Gaben zur katholischen Einheit hindrängen … – Wir glauben, dass die Kirche zum Heil notwendig ist. Der eine Christus nämlich ist Mittler und Weg des Heils, der in seinem Leib, der die Kirche ist, uns gegenwärtig wird (vgl. LG 14). Aber der göttliche Heilsratschluss umfasst alle Menschen: diejenigen nämlich, die das Evangelium Christi und seine Kirche ohne Schuld nicht kennen, aber Gott mit lauterem Herzen suchen und dessen durch den Befehl des Gewissens erkannten Willen unter dem Einfluss der Gnade zu erfüllen sich anstrengen, die gehören auch, und zwar in einer Zahl, die allein Gott kennt, zu seinem Volk, wenngleich in unsichtbarer Weise, und können das ewige Heil erlangen.“

Ich habe diesen Text, der zu einem gut Teil den Wortlaut des Zweiten Vatika­nums wiedergibt, deshalb so ausgiebig zitiert, weil zum einen dessen Verständ­nis, ohne die Belastetheit mit den Problemen der „Subsistit-in“-Formulierung, ganz von der direkten Gleich­set­zung der Kirche Christi mit der katholischen Kirche lebt; und weil er ganz in diesem Gefälle zum anderen das Heil strikt an die Zu­gehörigkeit zu dieser einen wahren Kirche Christi bindet, und sei es in un­sichtbarer Weise bei schuldloser Ignoranz. Wenn nun dieses feierliche päpstli­che Bekennt­nis diese Wahrheiten bewusst der Nachkonzilszeit mit auf den Weg geben will, dann gehört dies mit zum bleibend verbindlichen Erbe des Konzils. Dann sind in den konziliären Paradigmenwechsel unverrückbare Markierungen eingezeichnet, die nicht noch einmal in einer eigenmächtigen päpstlichen Me­tahermeneutik verdünnt werden dürfen. Denn dann würde sich der päpstliche Dienst an der der Kirche übergebenen Offenbarung selbst ad absurdum führen. „La tradizione sono io“: dieser berüchtigt-berühmte Ausspruch von Pius IX, ob wirklich so ge­fallen oder nicht, gewinnt einen ganz neuen Klang, liest man ihn vom Wörtchen „tradizione“ her. Der ganze Sinn des Papstamtes steht und fällt mit seiner Funk­tion, die Tradition in ihrer Verbindlichkeit zu verkörpern; und nicht in einer ei­genmächtigen metahermeneutischen Unternehmung, in der je­mand, ausgestattet mit unumschränkten Chefkompetenzen, nach je neuem Gusto den spirituellen Animateur spielt, der der Kirche seiner Zeit unwidersprochen seinen ideologi­schen Stempel aufdrücken darf. Die Ideologien kämen und gin­gen („gestern war gestern, und heute ist heut“), der Chefsessel wäre dage­gen die blei­bende Konstante. Eine Pervertierung von „Pastor aeternus“ (Va­tika­num I) in sein genaues Gegenteil. Keine bloße Behauptung: schaut man näm­lich, gemäß der Methode des „canonical approach“, in das Schwesterdoku­ment „Dei Filius“, worin im dritten Kapitel unter anderem die „katholische Ein­heit“ und die „unbe­siegte Beständigkeit“ („ob catholicam unitatem invictamque stabi­litatem“) als Glaubwürdigkeitsmotiv für den Anspruch der katholischen Kirche genannt wird, um somit als „auf die Nationen hin erhobenes Zeichen“ („signum levatum in na­tiones“) ausstrahlen zu können. Entsprechend war den Vätern von Vatikanum I samt Papst Pius schon klar, dass exklusiv in diesem Be­zugsrahmen der Römi­sche Pontifex mit seiner exponentiellen Gewaltenfülle lo­ziert ist, eine Positio­nierung außerhalb einem Unding gleichkommt.

5. Schluss

Um zu einem Fazit zu kommen: Ich beharre darauf, dass mit diesem päpstlich verantworteten Video ein maximaler Skandal heraufbeschworen wurde; ganz gleich, ob dies in der Breite auch so empfunden wird. Nicht weil ich jemanden aufhetzen, ihm ein Stichwort geben oder in unkontrollierte apokalyptische Hy­sterie verfallen wollte: Aber warum sollen sich religiös sehr ansprechbare Ge­müter nicht an den vom Heiland im ausdrücklichen Anschluss an den Propheten Da­niel angekündigten „Greuel der Verwüstung“ (Mt 24,15parall.) gemahnt se­hen? Man kann schon auf so einen Gedanken kommen. Und sollen dann doch wieder nur diese „gesetzestreuen Fanatiker“, die nicht verstehen, wie gut es der Papst doch meint, selbst daran schuld sein, statt derjenige, der an maßgeblichster Stelle das Ärgernis in die Welt gesetzt hat?

Jedenfalls hat die Aporie ein bestürzendes Ausmaß erreicht. Und so: Auch wenn ich weiß, dass es ziemlich riskant ist, so meine ich doch, das letzte Wort Rainer Maria Rilke geben zu sollen:

Herr, es ist Zeit …

*Dr. theol. Klaus Obenauer ist Privatdozent für Dogmatische Theologie an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Bonn

Bild: Youtube/Asianews (Screenshots)

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1. Will man skrupelhaft genau sein, muss man freilich zugeben, dass wörtlich nur davon die Rede ist, dass „viele“ Gott auf unterschiedliche Weise suchen und finden – al­lein die dichte kontextuelle Einbindung lässt keinen Zweifel, dass diese ver­schiedenen Weisen der „vielen“ gerade auch und vor allem die der unterschied­lichen Religionen sind.
2. Welche Absolutheitsstellung bekanntlich Raum lässt für den „anony­men“ Christusglauben und den Kirchen­bezug desjenigen, der schuldlos nicht zur ausdrücklichen Anerkenntnis Christi und seiner katholischen Kirche gelangt ist – was hier aber nicht unser Thema ist.
3. Vgl. STh I, 33,3; auch III, 23,3.
4. Jede Einzelaussage kann man noch „irgendwie hinbie­gen“.
5. Auch diese Frage will ich hier nicht diskutieren.
6. Kath.net-Artikel „Der Papst und die ‚konservativste‘ Rota-Ansprache der letzten Jahre“.
7. Außer dass ich, parte pro toto, auf Johannes 3,18-21 verweise.
8. Dazu LG 8 und 13fine – 15; UR 4.
9. Dazu: Das Zweite Vatikani­sche Konzil. Dokumente und Kommentare, = Band 13 des LThK2, 124-126.
10. Dazu: Ralph M. Wiltgen: Der Rhein fließt in den Tiber, Feld­kirch 1988, 242-251.
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zeitschnur

Gut! Sehr gut!
Und Herr Obenauer redet nur, weil die Bischöfe – und zwar allesamt – es nicht tun.
Das sollte hier manchen einen Seifensieder aufgehen lassen.

Franzel

Kenne Sie die Geschichte (heut ist Weiberdonnerstag) mit der Frau, die obenherum ganz „naggisch“ war?- Nä? – Also die Geschichte ist die, daß die untenherum auch nix angehabt hat.

Franzel

Ergänzung:
Zur Erklärung: nichts Persönliches heuet an Weiberfasching und wenn so aufgefaßt, dann bitte ich um Entschuldigung. Mein Anliegen war/ist aufzuzeigen, daß man schon unterscheiden muß zwischen Bischof und Bischof und nicht allesamt in einen Topf stecken kann.

zeitschnur

Vom Ergebnis her nicht – keiner der Herren muckst sich angesichts des Greuels!

Was nützt dann frommes tridentinisches Getue, wenn es nicht zum Glaubensmut führt?

Ist Ihnen denn nicht klar, dass diese Bischöfe sich schwerst versündigen an den Seelen? Dieser Bischöfe wegen wagen viele Gläubige nach wie vor nicht, das zu sehen, was an sich vor Augen ist.

Ihre Fastnachterei in Ehren, aber hier ist bitterer Ernst!

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