Die großen Manöver für das nächste Konklave haben begonnen – für Kardinal Tagle

Der Thronprinz und Erbe von Papst Franziskus?
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(Rom) Soll Kardinal Luis Tagle, der Erzbischof von Manila auf den Philippinen, der Nachfolger von Papst Franziskus werden? „Die Vorbereitungen für das Konklave: Die großen Medienmanöver weisen auf Kardinal Tagle“, so Don Dio Pace auf Rorate Caeli. „Das wäre sehr besorgniserregend. Ich glaube aber, daß man damit beginnt, eine Kampagne für ihn vorzubereiten“, so der spanische Kolumnist und bekannte katholische Blogger Francisco Fernandez de la Cigoña.

Hinter dem Pseudonym verbirgt sich ein „sehr einflußreicher Kleriker“, so Adelante la Fe. Don Dio Pace hatte erstmals vor einem Jahr darauf hingewiesen, daß in jenen Kreisen, die Papst Franziskus ins Amt gehoben haben, bereits altersbedingt über dessen Nachfolge nachgedacht werde.

Bereits 2011 als „papabile“ genannt

Katholisches.info schrieb am 1. Dezember 2011 mit gemischten Gefühlen: „Manila ist traditionell mit der Kardinalswürde verbunden. Manche nennen Erzbischof Tagle bereits als papabile“. Parallel mit seiner Ernennung zum Erzbischof von Manila begannen Kreise, ihn als künftigen Papst in Position zu bringen.

Ein Jahr später wurde Tagle Kardinal. Er gehört zur „nachgereichten“ Gruppe von sechs Kardinälen, die im November 2012 kreiert wurden. Zu diesem Zeitpunkt soll Papst Benedikt XVI., soweit heute bekannt, seinen Amtsverzicht bereits fest beabsichtigt haben. Die ungewöhnliche Situation von zwei außerordentlichen Kardinalskonsistorien in einem Jahr würde dafür sprechen. Man muß bis ins Jahr 1929 zurückgehen, um Vergleichbares zu finden

Papst Benedikt XVI. hatte bereits im Februar desselben Jahres 22 Kardinäle kreiert, von denen 18 Papstwähler beim Konklave 2013 waren. Gleiches gilt für Kardinal Tagle und die anderen fünf neuen Kardinäle, die im November hinzukamen.

Vertreter der „Schule von Bologna“

Tagle-Biographie von Cindy Wooden
Tagle-Biographie von Cindy Wooden

Als Jahrgang 1957 gehört er zu den jüngsten Kardinälen der Kirche. Tagle ist innerkirchlich kein unbeschriebenes Blatt. Vor seiner Rückkehr nach Manila gehörte er der ultraprogressiven „Schule von Bologna“ von Giuseppe Alberigo und ihrem derzeitigen Leiter Alberto Melloni an, jener Einrichtung, die das Konzil nach progressiver Lesart als „Bruch“ interpretiert und eine Kirche vor dem Konzil und eine ganz neue Kirche nach dem Konzil behauptet. Es erstaunt daher, daß auch „konservative“ katholische Kreise im deutschen Sprachraum in den vergangenen Jahren für Tagle die Werbetrommel rührten.

Don Dio Paces These lautet: Während dem Konklave von 2013 hätten die Ratzingerianer zu spüren bekommen, was es heißt, einer wohlorganisierten Kampagne für einen Kandidaten gegenüberzustehen. Dieser Kandidat war Jorge Mario Bergoglio, der Erzbischof von Buenos Aires.

Nun seien erste große Manöver der Presse zu erkennen, die Kardinal Tagle für das nächste Konklave aufbauen. Es spreche einiges dafür, daß der Erzbischof von Manila von den Bergoglianern als Franziskus-Nachfolger auserkoren wurde.

Die progressive Werbemaschine beginnt zu rollen

Tagle ist eloquent, wirkt immer freundlich, ist klar verortet, aber mit dem Charme der Dritten Welt umgeben und er kommt aus dem einzigen historisch katholischen Land Asiens.

Don Dio Pace verweist auf Cindy Wooden, die Chefredakteurin von Catholic News Service, der Presseagentur der Amerikanischen Bischofskonferenz. Wooden legte im September 2015 eine Tagle-Biographie vor: „Luis Antonio Tagle: Leading by Listening (People of God)”, die inzwischen auch in spanischer und französischer Ausgabe erschienen ist. Darin wird Tagle als der „Kardinal der Armen“ bezeichnet, als Mann des Zuhörens, als Mann des Dialogs und einer Neuevangelisierung, wobei dahinter eine „Neuevangelisierung“ im Sinne einer neuen Kirche gemeint scheint.

In Italien ist in diesen Tagen im Missionsverlag EMI ein Gesprächsbuch von Tagle mit dem Journalisten Lorenzo Fazzini erschienen. Es trägt den Titel „Dio no Dimentica i poveri.“ (Gott vergißt die Armen nicht. Mein Leben, mein Kampf, meine Hoffnungen). EMI ist der Verlag von 15 Missionsorden, die in Italien vertreten sind. Seit den 1970er Jahren ist er sozial- und wirtschaftspolitisch nach links gerückt. Auch in diesem Buch wird Tagle als der „Mann der Armen“ und „Mann der Evangelisierung“ bezeichnet.

Der „Mann der Armen“

„Tagle, ein intelligenter Mann, mit außergewöhnlicher Persönlichkeit, jung (58), eindeutig liberal, ist die ideale Person, um die Hoffnungen alljener zu festigen, die nicht wollen, daß das Pontifikat von Papst Franziskus nur ein kurzes Zwischenspiel sein wird“, so Don Dio Pace.

Sein Lizentiat erwarb Tagle in den USA mit einer Arbeit über die Kollegialität der Bischöfe. Durch seinen Mentor, den philippinischen Jesuiten Catalino Arevalo wurde er von der Föderation Asiatischer Bischofskonferenzen (FABC) als „Vater der Asiatischen Theologie“ anerkannt, einer asiatischen Variante der Befreiungstheologie.

Der Jesuit Arevalo war ein Schüler des protestantischen deutschen Theologen Jürgen Moltmann und seiner politischen „Theologie der Hoffnung“ und einer zweifelhaften Trinitätslehre.

Daß Papst Benedikt XVI. Tagle zum Erzbischof und dann zum Kardinal machte, wurde mit seiner „Sensibilität“ für Theologen erklärt.

Begeisterter Franziskus-Wähler

Tagle gehörte 2013 zu den „begeisterten Franziskus-Wählern“, so Don Dio Pace. Im Januar 2015 stattete ihm der argentinische Papst einen Besuch in Manila ab. Die demonstrative Art, mit der Franziskus Tagle an seiner Seite hielt und ihm eine große Bühne bot, veranlaßte zahlreiche Journalisten und Kolumnisten, ihn als „Erben“ und „Thronfolger“ zu sehen.

Einer seiner eifrigsten Parteigänger ist der honduranische Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga, der Koordinator des C9-Kardinalsrates. Er machte Tagle mit 91 von 133 Stimmen zu seinem Nachfolger als Präsident der Caritas International, dem weitaus größten Hilfswerk der Welt. Maradiaga präsentierte ihn im Mai 2015 als „Verteidiger der Ausgegrenzten“.

Liturgische „Lockerheit“

Auf den Philippinen gibt es umstrittene Versuche zur Einführung eines eigenen philippinisch-katholischen Ritus. Am vergangenen 26. Januar kam es zu einem bezeichnenden Vorfall, als Kardinal Tagle im Rahmen des 51. Internationalen Eucharistischen Kongresses im philippinischen Cebu eine Heilige Messe zelebrierte. Bei dieser Gelegenheit ermutigte ihn sein Vorgänger als Erzbischof von Manila, Kardinal Gaudencio Rosales, bei einer von Tagle zelebrierten Heiligen Messe zu einer „von den Ritualen befreiten Eucharistie“.

Daß Tagle das Wohlwollen von Papst Franziskus genießt, signalisierte das Kirchenoberhaupt, indem es den philippinischen Kardinal sowohl 2014 als auch 2015 zum Co-Vorsitzenden der Bischofssynode ernannte. Tagle gehörte dann auch zu den „auserwählten“ Synodenvätern, die ihre Ansichten bei der täglichen Pressekonferenz bekanntgeben konnten. Das Synodensekretariat und das vatikanische Presseamt trafen dabei eine unübersehbar einseitige Auswahl zugunsten der Kasperianer.

Kardinal Tagle erwies sich rund um die Bischofssynode als verläßlicher Verbündeter des Papstes, der einige Verwirrung stiftete. Nachdem das Ergebnis der Synode nicht im Sinne der Kasperianer ausgefallen war, ließ Tagle einen Versuchsballon steigen, indem er die Möglichkeit aussprach, daß es überhaupt kein nachsynodales Schreiben des Papstes geben könnte, sprich, die ganze Synode einfach ad acta gelegt würde.

Tagle sagte zur Presse: „In dieser Synode hat sich der Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils offenkundig in den Synodenvätern manifestiert.“

Cindy Wooden, so Don Dio Pace, präsentiert Kardinal Tagle in ihrem Buch als „Mann der Zukunft“, als einen der großen künftigen Hirten der Kirche.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: AsiaNews (Screenshot)

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119 Comments on Die großen Manöver für das nächste Konklave haben begonnen – für Kardinal Tagle

  1. Tagle hatte sich überdeutlich als Gegner der „Hermeneutik der Kontinuität“ positioniert, die Benedikt XVI. immer wieder -schon als Kardinal- eingefordert hatte. Und dennoch kreierte Benedikt ihn zum Kardinal. Tagle ist eben ein „interessanter Akademikerkollege“, da leistet man sich schon einmal so etwas, womöglich um die eigene „intellektuelle Weite“ kundzutun. Die Konsequenzen werden natürlich in der Ratzinger eigenen professoralen Realitätsferne nicht bedacht – was auch für seine Abdankung gilt, der wir die eklatanteste Fehlbesetzung des Apostolischen Stuhls seit Bestehen der Kirche zu verdanken haben.

    Merke: Man traue keinen Anhängern der „nouvelle théologie“, denn wer die Scholastik ablehnt, lehnt den gesunden Menschenverstand ab.

      • @ Jeanne d‘Arc

        So traurig es ist, und auf die Gefahr eines erneuten Shitstorms hin, aber es ist wirklich wichtig, dass wir sehen, dass auch Benedikt genau dieselben Zeichen bereits machte!

      • @ Sophus

        Gewiss – das sagt der alte scholastische Satz „Credo ut intelligam“, aber andererseits gilt davon abgeleitet auch immer dann „Intelligo ut credam“.

        Ohne Vernunft glauben führt auch zum Glaubensverlust.

      • @zeitschnur — Ich denke, dass diese Zeichen, egal ob sie bewußt oder unbewußt gemacht wurden, auf jeden Fall für den Einfluss der Widersachermächte im Bereich des Klerus sprechen. Selbst wenn es unbewußt geschah, warum haben sie kein Unterscheidungsvermögen, um zu merken was für ein widergöttliches Zeichen das ist ? Das ist alles nur der Gipfel des Eisberges.
        Was bleibt uns an der Basis ? Sowie es aussieht zu beten und opfern, und uns durch ein sakramentales (vor allem Beichte) Leben vorzubereiten, um dem Herrgott in die Augen schauen zu können.

      • @Sophus:

        Sowohl Rationalismus als auch Fideismus sind mit der Lehre der Kirche unvereinbar – beide wurden ausdrücklich von den Kirche verurteilt.

        Im übrigen legt Ihre Bemerkung die Vermutung nahe, daß Sie das im Kommentar Angesprochene überhaupt nicht richtig erfaßt haben. Es kommt weder ausschließlich auf den Verstand an, noch ist er überflüssig. Wer ernsthaft meinte, der Gläubige -a fortiori der Theologe- könne auf den gesunden Menschenverstand verzichten, widerspräche der Lehre der Kirche – und dem gesunden Menschenverstand!

      • @ Antifebronius
        Wo der Menschenverstand herrscht, geht der Glaube verloren. Das Adjektiv „gesund“ habe ich aus naheliegenden Gründen vermieden, aber es macht das mit der Aussage verbundene Problem noch deutlicher.
        Die aufgeklärte, dem sog. „gesunden Menschenverstand“ konforme Ursache-Wirkungs-Gesetzlichkeit, die bekanntlich Vernunft und Glauben streng trennt, schließt die Möglichkeit des Wirkens Gottes in der Welt kategorisch aus. Wunder gibt es nicht. Niemand kann prophezeien auch Jesus nicht. Daher sind seine Tempelprophetien „ex eventu“ entstanden und mit ihnen alle Evangelien – reines Menschenwerk von unbekannten Autoren erdichtet!
        Der historisch-kritische, mit „gesundem Menschenverstand“ begabte Theologe kann gemäß seiner vernunftorientierten Erkenntnisse nicht mehr mit der Historizität der in den Evangelien überlieferten Ereignisse um den historischen Jesus von Nazareth rechnen. Sein „gesunder Menschenverstand“ rechnet nicht mit der Möglichkeit, dass rational scheinbar Unerklärliches historisch wirklich gewesen sein könnte. Denn Historizität darf nur beanspruchen,
        - wenn sich ein Ereignis im Rahmen der Gesetze von Ursache und
        Wirkung bewegt,
        - wenn es nicht absolut einmalig ist und
        - wenn sich etwas ohne Zuhilfenahme eines Wundergottes im
        Innerweltlichen ereignet und diesen Raum nicht überschreitet.
        Das erzählt der gesunde Menschenverstand seit der Aufklärung seinen Gläubigen.
        Dieses seit über 200 Jahren verbreitete verstandesmenschlich begrenzte Denken ist die Ursache für den einhergehenden Glaubensverlust bis in die Gegenwart.
        Umgekehrt ist es harmloser:
        Glauben ohne Vernunft führt in die Innerlichkeit der Frommen, deren Position im Jüngsten Gericht eine durchaus gute sein dürfte.

    • @Antifebrionius — So wie sich alles seit dem II. Vatikanum entwickelte glaube ich nicht, dass die Päpste Kardinäle zur Ernennung frei bestimmen können. Das ist alles manipuliert und speziell ausgewählt. Ich sehne mich sehr danach, dass es einen Rumpler tut und die Kirche wieder so wird, wie sie unser Herrgott sie haben will und wie es von vielen Propheten (A. Irlmaier u.v.a.) angekündigt worden ist.

      • Ich kann in diesem Zusammenhang das Buch von „Mein Sterbeerlebnis“ (2015 publ.) von Helmut Lungenschmid sehr empfehlen: http://www.angelus-media.com/Sterbeerlebnis.html — die 25 Euronen (inkl. Versand) haben sich absolut gelohnt ! Lungenschmid erklärt darin die wahre Bestimmung der Römisch-Katholischen Kirche und die kommenden Ereignisse, durch die uns der Herrgott führen wird. Extrem wichtig ist es, dass wir sakramental vorbereitet sind, vor allem mit guter Beichte (am besten Lebensbeichte, indem man alle Punkte auf einen Zettel schreibt).

    • Der sogenannte gesunde Menschenverstand ist der durch die Erbsünde verdunkelte Verstand.
      Es ist in Wirklichkeit alles ganz anders, als wir in unserem naiven Realismus zu erkennen glauben.
      Man könnte auch sagen: Nichts ist das, was es zu sein scheint.
      Die Scholastik im Sinne einer objektivistischen Seins-und Substanzenmetaphysik aristotelischer Prägung hat somit sündenbedingte Irrtümer zu metaphysischen Prinzipien erhoben.
      Aber nach Jahrhunderten aristotelischer Finsternis sprach Gott: „Es werde Descartes“.
      Jetzt begann der Prozess der Erkenntnis dessen, was alles erkennt aber selbst nie erkannt wurde, des Subjekts; die kopernikanische Wende in der Philosophie, die in Kant ihren Höhepunkt erreichte.

  2. Erstmal beten wir für ein langes Leben unseres hochverehrten Papstes
    Franziskus, damit sein Nachfolger ein gut bestelltes Haus übernimmt.

    • Liebe @Graue Maus, ich wünsche Franziskus sicher ein langes Leben, nur hoffe ich und sicher viele andere, dass er so bald als möglich von seinem Amt zurücktretet. Er hat seine unsere Kirche so sehr geschadet, es reicht!

    • „hochverehrt“
      Von wem?
      Sie sprechen nicht für die Allgemeinheit der Katholiken – jedenfalls nicht für mich!
      Ein langes Leben wünsche ich ihm allerdings auch, damit er noch genügend Zeit hat, seine Fehler zu erkennen, zu bereuen und umzukehren; seine Amtszeit möge alledings bald ein Ende haben. Geistige und körperliche Verfassung (nicht mal eine ehrfürchtige Kniebeuge bei der Wandlung ist ihm möglich) wären Grund genug zum Rücktritt – Papa Benedetto jedenfalls war zum Zeitpunkt seines Rücktritts in jeder Hinsicht in einem noch weitaus besseren Zustand.

    • Das war jetzt aber der Schenkelklatscher schlechthin, oder?
      Ich glaube nicht, dass der Herr Ihren Wunsch teilt, resp., ich bin mir dessen sogar ganz schön sicher!

    • @ Graue Maus:

      Fragen Sie das vielleicht besser die Hacker, die hier dazu beitragen, daß Bergoglio beim „Bestellen des Hauses“ keinen Gegenwind bekommt. Diese bzw. deren Dienstherren dürften unter der letzten der von Ihnen genannten Adressen zu finden sein.

    • @Graue Maus — Die Freistellung der Kommentare dauert manchmal bis zu einem Tag, weil die Redaktion das nicht alles so schnell bearbeiten kann. An manchen Tagen sind extrem viele Kommentare freizuschalten, vor allem parallel in anderen Threads. Ich hatte auch schon mal gedacht mein post sei verloren gegangen und dann erschien es noch.
      Danken wir der Redaktion für ihre wundervolle und segensreiche Arbeit !

  3. Dann wird es Zeit, dass die Konservativen sich gegen diesen Mann positionieren. Es war in der Vergangenheit immer schon ein Manko, daß die Konservativen auch libarale Autoritäten anerkannten, während die Progressisten hemmungslos konservative Autoritäten passiv oder aktiv torpedierten. Es gibt einen guten Papabile, und das ist Kardinal Sara.

    • Zustimmung!
      Kardinal Sarah wäre eine hervorragende Wahl, aber auch die Kardinäle Burke und Pell halte ich für gute Kandidaten. Am liebsten hätte ich allerdings Papa Benedetto zurück!!!

      • Papa Benedetto, der genau dieselben Teufelszeichen machte, wie @ Jeanne d‘Arc oben nachgewiesen hat?
        Und die schon lange bei Benedikt auch auf seinen liturgischen Klamotten vermutet wurden, wenn auch sehr stilvoll, alles unter den Augen dieser wundervollen Kardinäle?

      • Nachdem er sich bekehrt hat, wertes @ marienkind. Ohne Widerruf und Distanzierung von der interreligiösen Apostasie, die auch er nach einigem Zögern mittrug, kein Papsttum mit Anspruch auf Anerkennung und Gehorsam ! Ich traue es ihm zu. D a f ü r sollten wir beten. Aber ohne das geht es nicht.

      • @Leo Laemmlein „Nachdem er sich bekehrt hat…“ – Geehrter Herr Laemmlein, da bin ich voll dabei !
        Ein sehr weiser Pfarrer sagte einmal: „Die Kirche in der Welt ist wunderbar, aber die „Welt“ in der Kirche ist ruinös“.
        So sagte ja auch Paulus: „…bei welchen der Gott dieser Welt (Einheitsübers.: „Weltzeit“ = Zeitalter) der Ungläubigen (gemeint auch ‚Falschgläubige‘ innerhalb der Kirche) Sinn verblendet hat, daß sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Klarheit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes.“ (2. Kor 4, 4). Das heißt, dass wir uns vollständig freimachen müssen vom „Gott dieser Welt “ (= Widersacher) und diesem Zeitalter = „Weltzeit“ (= Endzeit).
        Ja – beten und opfern wir hierfür, dass er die Erkenntnis und Erleuchtung haben wird.

      • @zeitschnur
        Bei Papst Benedikt handelte es sich eindeutig um eine Fotomontage!
        Das sieht ein Blinder mit Krückstock und Hörgerät!!!

  4. Dann wird es Zeit, dass die Konservativen sich gegen diesen Mann positionieren. Es war in der Vergangenheit immer schon ein Manko, daß die Konservativen auch liberale Autoritäten anerkannten, während die Progressisten hemmungslos konservative Autoritäten passiv oder aktiv torpedierten. Es gibt einen guten Papabile, und das ist Kardinal Sarah.

    • leider haben Sie sehr Recht und den Finger auf einen wenig beachteten Punkt gelegt.der sanior pars schläftund schläft“schlaft ihr noch immer? auf der Verräter kommt“ gemahn t mich das an die Passion Christi.Die Kinder der Finsternis sind immer gerissener, schneller und in den Startlöchern-wie oft war das in der Geschichte e.g. zur Reformationszeit etc etc.also aufwachen ad arma zu den Waffen des Gebetes und der Busse und nach Massgabe des Möglichen zu gezielten Aktionen.

  5. Kardinal Tagle und seine – sonderbare – Sicht der Dinge; Auszug aus einem Artikel bei „welt-online“ anl. der Familiensynode:
    -
    [….]
    „Es ist ganz gut, ab und zu verwirrt zu sein“, behauptet der 58 Jahre alte philippinische Kardinal Luis Antonio Tagle auf einer Pressekonferenz. Tagle ist ein sehr lebendig wirkender Katholik mit viel Elan. Das Bestreben von Papst Franziskus, das Wort Jesu Christi mit einer neuen Melodie zu verkünden, verkörpert Tagle wie kein Zweiter. Er gehört zu einem Gremium, das der Synode vorsitzt, und ist nach einer Woche von Fragen und Spekulationen der Erste, der offen über die Unzulänglichkeiten redet und sie der versammelten Weltpresse als Mehrwert verkauft. Die neue Arbeitsmethode habe „definitiv ein wenig Verwirrung“ gestiftet. „Wenn die Dinge immer klar sind, dann hat man wohl den Draht zum echten Leben verloren“, sagt Tagle und lacht.“
    [….]
    -

  6. @Feuer und Flamme
    Was Kardinal Sarah betrifft, so bin ich mit Ihnen völlig einer Meinung. Es gibt aber auch einen sehr guten Kandidaten aus Asien, nämlich Kardinal Ranjith von Colombo.

    • So ist es Kirchen-Kater, und diese Kirche ist nicht mehr katholisch im überlieferten Sinn. Es ist eine „neue Kirche“ –das schrieben ja sogar offen einige ihrer theologischen Vorkämpfer und Vertreter– im Gewand und unter dem Anschein der alten.

    • @ Kirchen-Kater

      Das ist der einzig vernünftige Kommentar zur Frage, wer F. ablösen will.

      Mich persönlich ermutigt das Beispiel des Apostels Paulus sehr, denn es sagt uns, dass Jesus, wenn er das will, auch ohne die Hierarchie einen Apostel berufen kann und berufen wird.

      Wir mögen abhängig sein von der Hierarchie und wissen nicht mehr weiter. Lefebvre und Thuc haben auf eigene Faust Bischöfe geweiht, weil sie die Sukzession glaubten aufrecht halten zu müssen.

      Herausgekommen ist dabei noch mehr Chaos und Verwirrung, als es ohnehin schon herrscht.

      Wir sollten aber wissen, dass der Herr niemals abhängig ist von denen, die doch nur aufgrund seiner Gnade Autorität verliehen bekommen hatten.

      Der Geber ist niemals von denen, die Gaben erhielten abhängig!

      Wir sollen daher zwei Dinge beten:

      „Komm doch bald Herr, so bald wie möglich und so wie Du willst!“

      Und:

      „Wenn Du verziehst schenk uns einen Apostel nach Deinem Herzen, auch das aber nur, wenn es Dein Wille ist.“

      Und dann sehen wir, was geschieht.

      • Ergänzung:
        Ich glaube, was Kirchen-Kater meinte ist, dass der Umbau der Kirche menschlicherseits abgeschlossen ist! Da wird es keinen weiteren Papst mehr geben, der den Karren aus dem Dreck zieht! The show must go on. Der Herr wird letztendlich selber eingreifen – wie es prophezeit wurde! „….Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwinden können…“. Das ist auch sicher. Nur wird es so aussehen, als hätte das Böse obsiegt. – Aber nur für eine Weile – dann rappelt es im Karton und alle Mietlinge werden in die Hölle gepustet…

  7. Dankeschön für eure Antworten.
    Ich bekomme bei diesem Foto einen Würgereiz und ansonsten fehlen mir tatsächlich die Worte.
    Gottes Segen für euch alle.

  8. @Kirchen-Kater
    Sie meinen wohl den Umbau in Richtung synkretistische Einheitskirche des New World Orders?

  9. @kirchen-Kater Ihrer Feststeelung:“Man mache sich nichts vor: Der Umbau der Kirche ist abgeschlossen.“ kann ich mich nicht anschließen. Der Herr der Kirche wird noch ein Wort mitreden. Lernen wir aus Golgotha, wenn jemand glaubt er hätte ihn besiegt, so wird er und auch sein mystischer Leib glorreich wieder auferstehen. Dies sind mein Glaube und meine Hoffnung.

    • Sehr richtig Hans. Diese Herren auf dem Bild meinen vielleicht, der Umbau sei nun unumkehrbar, aber sie rechnen nicht mit Gott, der immer größer ist, als jedes menschliche Intrigenspiel.

    • Das schon, insofern als die Kirche übernatürlichen Ursprungs ist und bleibt, aber die sichtbare, „natürlich sichtbare“ Institution ist tatsächlich „umgebaut“, da hat der Kirchen-Kater absolut recht.

  10. @Don Quijote, stimme ich Ihnen zu. Es gäbe durchaus geeignete Hirten,
    die nicht längst verurteilten Lehren anhängen…

  11. Vielen Dank werter @Hans, ganz meine Meinung, ER sagte es schon damals – die Kirche wird nicht überwunden werden. Wer daran zweifelt der zweifelt am Zeugnis des Herrn. Die Synkretismuslüge der abtrünnigen Kleriker fängt schon da an wo von jüdisch-christlicher Tradition gesprochen wird, es gibt einen Unterschied der zu gravierend ist um so eine abfällige Wortwahl zu wählen, Jesus sagte klar und deutlich der Vater der Juden ist der Satan, was beweisbar ist, bei uns ist das nicht so. Hätten die jüdischen Laien mal soviel zivilen Ungehorsam und Charakter gegenüber ihren Rabbinern wie sie ihn von den Deutschen gegen Adolf abverlangten und würden mal checken wer da eigentlich bei ihnen angebetet wird. Es wäre nur zu ihrem Seelenheil, unsere Kirchentore stehen immer offen für jene die IHN suchen. Mal was zum nachdenken aber man sieht woher der synkretistische Schmutz, der unreine Geist herkommt, ein Zuckerli von dem Juden Dr. Marcus Eli Ravage (Century Magazine 1928: Ein tatsächlicher Anklagefall gegen die Juden):
    „Wir sind das halsstarrige Volk, welches nie das Christentum annahm,und wir sind das Verbrechervolk, welches ihren Stifter kreuzigte. Doch sage ich Euch, Ihr seid Selbstbetrüger. Euch mangelt es entweder an Selbsterkenntnis oder an Mut, den Tatsachen ins Gesicht zu sehen und die Wahrheit anzuerkennen. Ihr grollt dem Juden nicht, wie viele von Euch denken, weil er Jesus ans Kreuz schlug, sondern weil er diesem das Leben gab. Der wahre Grund Eures Kampfes gegen uns ist nicht, daß wir die Annahme des Christentums verweigerten, sondern das wir Euch das Christentum aufbürdeten.“

  12. Kardinal Dziwisz aus Krakow ist ein sehr weiser Kardinal der die Kultur des Lebens von Papst Joannes Paulus II weiterfuehren kann.Deshalb waehle ich ihn-leider kann ich nicht mitwaehlen!

    • Sie wissen aber sicher auch, das JPII Koranküsser und Buddhaverehrer war und Kardinal Dziwisz als dessen Sekretär das alles mitgetragen hat.

  13. Was bitteschön soll eine „von Ritualen befreite Eucharistie“ denn sein?
    Selfmade-Veranstaltungen à la Martha Heizer oder so was?

  14. Eine Anmerkung zu den befremdlichen Fingerzeichen: Dieses Handzeichen soll zur “Amerikanischen Zeichensprache” (American Sign Language ASL) gehören und nichts anderes bedeuten als “I Love You” / Ich liebe dich/euch. Diese Zeichensprache soll auf den Philippinen weit verbreitet sein und wird auch in der Gebärdensprache so verwendet. Es bleibt dennoch ein fader Beigeschmack.

    • Man sollte sich Zeichen und Gesten enthalten, die zweideutig, weil einschlägig besetzt sind. So empfinde ich es immer als höchst unpassend und missverständlich, wenn heutigentags in der Kirche Regenbogenfarben Verwendung finden. Obwohl der Regenbogen in Wahrheit ein altes biblisches Symbol des Bundes zwischen Gott und den Menschen ist, wird er doch in unserer dekadenten Zeit in erster Linie als Zeichen der Sympathie/Zugehörigkeit für/zur weltweiten Gay-Community verstanden. Dem sollte man Rechnung tragen.

  15. Zur Klarstellung bezgl. der vermeintlichen Teufelsgeste: Das ILY-Zeichen entspringt tatsächlich der amerikanischen Gebärdensprache und kombiniert simultan die Buchstabensymbole für I, L und Y – „I Love You“. Der Unterschied zur Mano Cornuta scheint marginal, ist aber beachtenswert: Bei dieser wird der Daumen nicht abgespreizt, sondern eingewinkelt. Wenn auch die beiden Zeichen verwechselt werden können und werden, ist dennoch hier die korrekte Verwendung durch Franziskus und Benedikt XVI. dokumentiert. Ein Bezug zur Mano Cornuta und zum Satanismus ist damit nicht gegeben und auch in der American Sign Language nicht beabsichtigt. Mögen also sowohl die übrigen Kommentatoren über die Vorgänge denken, was sie wollen, halte ich es als Sprachwissenschaftler für meine Pflicht, hier für eine Richtigstellung zu sorgen.

    • Das wirft doch die Frage auf, warum der Papst nicht allgemein verständliche Zeichen verwendet. Da müßte man ja Wissenschaftler dieser Richtung sein, um das herauszukriegen. Er will doch immer fürs Einfache sein.

      • @sina: Darf ich fragen, warum Ihnen meine Erklärung der Bedeutung des dargestellten Handzeichens nicht überzeugend erscheint? Wenn der Papst und Kardinal Tagle hier tatsächlich, wie Sie anzudeuten scheinen, ein Satanistensymbol zeigen wollten, dann kann das nur folgendes heißen: Entweder der Papst und Kardinal Tagle haben beim Versuch einer Satansgeste irrtümlich das ILY-Zeichen in der Amerikanischen Zeichensprache gemacht, oder aber das Zeichen selbst in der Amerikanischen Zeichensprache ist aufgrund seiner scheinbaren Hornsymbolik teuflischen Ursprungs.

        Die Meinung über den Papst bzw. seine Legitimität überlasse ich natürlich den Lesern, aber was die Zeichen angeht ist es schlicht falsch, hier einen Satansbezug reinzulesen.

  16. Was NEUES aus dem ‚Blätterwald‘: „Verärgerte Merkel ruft bei Papst Franziskus an!“: https://koptisch.wordpress.com/2016/02/14/73610/ – „Vor dem EU-Parlament hielt Franziskus 2014 eine Rede und nannte Europa eine “unfruchtbare Frau”. Prompt rief Kanzlerin Merkel an und “war ein bisschen verärgert”, wie der Papst nun verriet.“ (Zitat aus dem Artikel). Wir gehen unruhigen Zeiten entgegen…

  17. Herr @Reinhold : Die ganze Diskussion erinnert an andere Zeichen (z.B.
    die „Merkelraute“ ) in die alles Mögliche hineingelesen wurde , weil
    man etwas (Böses) darin erkennen WOLLTE .(Satanismus,Freimaurertum und
    andere Verkörperungen von wirklichem/vermeintlichem Bösen . Genauso ist
    es hier . Man lauert ja gerade darauf , wenn man mal wieder belastendes
    Material gefunden hat , und sei es in der Gestalt einer harmlosen/un-
    bedachten/oder einfach unbekannten Geste . Meinen solche Schicksals-
    deuter wirklich , eine so prominente Gestalt würde , wenn satanisch oder
    freimaurerisch inspiriert , in aller Öffentlichkeit solche Zeichen ver-
    wenden . Es ist zum Lachen und zum Heulen !

    • Herr @ Laemmlein : Es handelt sich bei der von Ihnen genannten Quelle um
      SATIRE !!!
      Im Übrigen , was soll denn bitte durch diese Zeichensrache dem Volk mit-
      geteilt werden , eine Frage , die man auch @Widukind stellen muss .
      Ich behaupte , dass man an diesem Beispiel krampfhaft versucht , den
      (Häretiker , Antichristen, Usurpator , Kryptokommunisten etc ) bewußt ,
      aufgrund reiner Spekulation belasten und beschuldigen will . Damit gerät
      man in die Nähe von „Du sollst kein falsches Zeugnis….“
      Was hat man alles schon hineingedeutet und als Erkenntnis „verkauft“ ,
      angefangen mit der Wohnung in St. Martha über verweigerte Kniefälle und
      Kontakte mit Atheisten . Die Frage ist , wer ist dem Wesen Christi näher
      : ein Papst der Pomp and circumstances oder einer wie F. ?

      • Herr @Prochristo : Muss sich , Gegenfrage , ein spontaner Promi-
        nenter bei öffentlichen Auftritten jede Geste und ihre (verfängliche)
        Bedeutung überlegen . Was ich von Pius XII an an päpstlichem öffentlichen Auftreten erlebt habe , war meistens hölzern in der
        Gestik und „blutleer“ in der Diktion . Da ist mir das Gegenwärtige
        doch erheblich lieber .

      • Martin Eisel
        Dass das Merkel-Video Satire ist, da wäre ich nie drauf gekommmen. 🙂 Ich habe es aber gleich darauf bedauert, es verlinkt zu haben, weil solche Mittel sich für Christen nicht gehören.
        Haben Sie in meinem letzten Kommentar zu dem Zeichen nicht bemerkt, wo ich seinen Gebrauch im Zusammenhang der Veranstaltung erklärte, dass ich ihm selbst nicht soviel Bedeutung zumesse? Kann sein, dass Papst Franziskus es bis dahin gar nicht kannte, dann Kardinal Tagle war es ja, der es ihm vormachte.
        Viel mehr stört mich eigentlich, dass die ganze Szene, von dem speziellen Handzeichen abgesehen (das man nicht zu wichtig nehmen soll), so ausgelassen und würdelos war.

  18. @Martin Eisel

    Einmal ganz unabhängig von Papst Franziskus möchte ich bemerken, dass Bescheidenheit nicht zwangsläufig ein Zeichen innerer Nähe zu Jesu Wesen sein muss und Pomp umgekehrt nicht automatisch eine Ferne signalisiert, denn so einfach ist es mit Sicherheit nicht.
    Was wissen wir Außenstehenden denn schon um die Christusbeziehung der Päpste, ob mit „Pomp“ oder ohne?
    Es wird wahrscheinlich auch nicht jeder „gut“ sein, nur weil er arm ist und umgekehrt nicht jeder „verdorben“, weil reich.
    Ist es u.a. nicht auch eine Frage des Charakters?

    • [email protected] : Nicht zwangsläufig , da haben Sie Recht . Wenn aber eine
      eher bescheidene Lebensführung diffamiert wird , nur weil sie der neueren
      Tradition nicht entspricht , dann ist bei diesen KRITIKERN was „faul“ , zu-
      mal sie in fast allem Tun dieses Papstes etwas Hinterhältiges vermuten .
      Diesen Leuten seien Chesterton’s Father Brown Geschichten empfohlen , das
      heisst tiefe Gläubigkeit bei wachem , objektiven Verstand .

      • Herr @Eisel,
        ich werde nie Papst Franziskus diffamieren.
        Es ist einfach so, dass ich erkannt habe, dass ich meinen Glaubensweg ohne ihn gehen werde.
        Zu ihm habe ich keinerlei Vertrauen mehr, doch bete ich für ihn.
        Es war dies eine innere Entwicklung, für die ich geradestehe und sie in einigen Beichtgesprächen auch zur Sprache brachte.

        In puncto Bescheidenheit des Papst Franziskus möchte ich noch bemerken, dass mich -unter vielem anderen- besonders auch gestört hat, als er im vergangenen Jahr der Elite eines bestimmten Autobauers gestattete, exclusiv die Sixtinische Kapelle für sich zu nutzen. Und anschließend gab es dann ein feines Menu für die Anwesenden, ich glaube, es war in den vatikanischen Museen.
        Es tut mir leid, Herr Eisel, dies bringe ich auch mit aller Mühe nicht mit Bescheidenheit zusammen.
        Und Hollywoodstars zu empfangen gehört meiner Meinung auch nicht unbedingt zu den Aufgaben eines Papstes.
        Aber dies mögen Sie natürlich anders sehen, es sei Ihnen unbenommen.

    • Allerdings hat Jesus selbst mehrfach bescheinigt, dass der Reichtum offenbar doch das Herz eher verdirbt als Armut und ein regelrechtes Glaubenshindernis darstellt. Von der Armut gilt das niemals!

      Es kann aber auch vorgeschützte Armut zum Ausdruck des Reichtums werden – etwa so, wie heute viele Leute bereits verrissene Jeans kaufen und anziehen, ja überhaupt allüberall mit Jeans herumlaufen, was an sich geschmacklose Armerleutekleidung war, Arbeiterkluft, robust, hässlich und kochbar. Es gilt also heute das Hässliche und Billige als „schick“… und kostet oft mehr als ordentliche Kleider…

      F.s dick aufgetragener Pauperismus ist einer solchen Jeans vergleichbar.

      Wie jeder inzwischen überall lesen kann, ist F.s armer Lebensstil teurer als der seiner scheinbar reicheren Vorgänger.

  19. [email protected] : Über die Ausgaben des päpstlichen Haushalts bin ich
    nicht unterrichtet , mir ging es eher um Zeichen und deren Deutung/be-
    zweckte Missdeutung .
    Mit dem angeblichen „Pauperismus“ wird der überbordenden Interpretation
    päpstlicher Zeichen noch ein weiteres hinzugefügt.Ihm unter-
    läge , wenn es stimmte , pharisäische Scheinheiligkeit des nur arm-
    sein -scheinen – Wollens.Damit hätte man einen weiteren Fleck auf der
    weißen Baumwollsoutane entdeckt ohne sicher zu sein , dass die Bescheiden
    heit nur „Mache“ ist .
    Ich vermute , dass einige „Traditionelle“ die Pomp and circumstances
    vor allem deshalb vermissen , weil die ent

    • [email protected] fortsezung : sprechende Gewandung immer ein Symbol für
      Macht war. ( Tiara , Tragesessel,Riesenfächer , Seide+ Samt) Diese
      fürstliche Macht will Franciskus nicht mehr darstellen , möglicherweise
      nach der Devide „Soli Deo Gloria“.

      • …ist geschenkt… das habe ich oft genug angemerkt: diesen Tradis geht es nicht darum, dass sie Jesus als König ehren, sondern darum, dass sich die Kirche als rein weltliches Machtimperium aufplustert.

        Ersteres wäre angemessen, und in einem sehr edlen Sinne sind die Königsinsignien des Papstes eigentlich nicht die Seinen, sondern die Jesu Christi. Er ist als armseliger (!), als wahrer „pauper“ vor dem Herrn (!) nur ein unbedeutender Platzhalter, aber man darf getrost bezweifeln, dass die meisten Päpste das so sahen, von ihren Einpeitschern ganz zu schweigen, die Jesus in aller Regel nicht kennen – jedenfalls nennen sie seinen heiligen Namen selten oder nie.

        Bei F. kann man aber in der Gesamtschau den Eindruck, den Sie ebenfalls rein theoretisch auch zu Recht annehmen, dennoch nicht haben. Denn auch er offenbart uns kenerlei beziehung zu jesus Christus, ja: schmerzlich oft vermisst man jede Bezugnahme, gerade da, wo sie absolut notwendig wäre, verschweigt er die geistige Herrschaft Christi ausdrücklich…

        Wir sind aber in einer Zwickmühle. das seltsame Gerede in Piuskreisen vom „sozialen Königtum“ Christi hat mir bisher noch keiner erklären können, denn Christus ist bei denen offenbar nur eine Chiffre für irdische Ansprüche. Mir fehlt da ein echtes spirituelles Verständnis, zumal dieer Begriff völlig a-traditionell ist.

  20. Zur @ zeitschnurs Meinung über Papst Franziskus:
    „Denn auch er offenbart uns keinerlei Beziehung zu Jesus Christus, ja: schmerzlich oft vermisst man jede Bezugnahme, gerade da, wo sie absolut notwendig wäre, verschweigt er die geistige Herrschaft Christi ausdrücklich“…
    Nur zur Information ein kurzer Auszug aus der gestrigen Predigt von Papst Franziskus an die indigene Bevölkerung von Chiapas:

    „In dieser Aussage liegt ein Sehnen danach, in Freiheit zu leben, liegt eine Sehnsucht nach dem Land der Verheißung, wo Unterdrückung, Misshandlung und Erniedrigung nicht die gültige Währung sind. Ins Herz des Menschen und ins Gedächtnis vieler unserer Völker ist die Sehnsucht nach einem Land, nach einer Zeit eingemeißelt, wo die Geringschätzung überwunden ist durch die Geschwisterlichkeit, die Ungerechtigkeit besiegt ist durch die Solidarität und die Gewalt zum Schweigen gebracht ist durch den Frieden.

    Unser himmlischer Vater teilt nicht nur diese Sehnsucht, er selbst hat sie angeregt und regt sie weiter an, indem er uns seinen Sohn Jesus Christus schenkt. In ihm begegnen wir dem Vater, der Seite an Seite mit uns geht. In ihm sehen wir, wie dieses vollkommene Gesetz Fleisch annimmt, ein Gesicht bekommt, die Geschichte ergreift, um sein Volk zu begleiten und zu unterstützen; wie es Weg wird, Wahrheit wird, Leben wird, damit die Finsternis nicht das letzte Wort behält und die Morgendämmerung nicht aufhört, über dem Leben seiner Kinder aufzugehen“.

  21. Zu @ zeitschnurs Meinung über Papst Franziskus und dessen Verhältnis zu Jesus Christus:
    Ein kurzer Auszug aus dem Schluss der vorgestrigen Predigt in Mexiko:

    „Wir haben uns für Jesus entschieden und nicht für den Teufel. Wenn wir uns erinnern, was wir im Evangelium gehört haben: Jesus antwortet dem Teufel mit keinem einzigen eigenen Wort, sondern er antwortet ihm mit den Worten Gottes, mit den Worten der Schrift. Denn – Brüder und Schwestern, prägen wir uns das gut ein! – mit dem Teufel führt man keinen Dialog, kann man keinen Dialog führen, weil er uns immer übertreffen wird. Allein die Kraft des Wortes Gottes kann ihn besiegen. Wir haben uns für Jesus entschieden und nicht für den Teufel. Wir wollen seinen Spuren folgen, wissen aber, dass das nicht leicht ist. Wir wissen, was es bedeutet, von Geld, Ruhm und Macht verlockt zu werden. Darum schenkt uns die Kirche diese Zeit; sie lädt uns zur Umkehr ein, mit einer einzigen Gewissheit: Er erwartet uns und möchte unser Herz heilen von allem, was entwürdigt, indem es sich selbst oder andere entwürdigt. Er ist der Gott, der einen Namen hat: Barmherzigkeit. Sein Name ist unser Reichtum, sein Name ist unser Ruhm, sein Name ist unsere Macht, und in seinem Namen wiederholen wir noch einmal mit dem Psalm: »Du bist mein Gott, dem ich vertraue.« Seid ihr bereit, es gemeinsam zu wiederholen? Dreimal: Du bist mein Gott, dem ich vertraue. Du bist mein Gott, dem ich vertraue. Du bist mein Gott, dem ich vertraue“.

    • Der Name Gottes ist nicht Barmherzigkeit !
      Des wurde auf diesem Forum unter einem anderen Artikel schon einmal ausführlich diskutiert.
      Barmherzigkeit ist ein Attribut, eine Wesenseigenschaft Gottes, die nur angemessen verstanden werden kann im Zusammenhang mit Gottes anderen Eigenschaften, die Er uns offenbart hat, besonders Seiner Heiligkeit und Gerechtigkeit.
      Der Name Gottes, den Er selbst den Patriarchen und später Moses offenbarte, ist JHWH. Außer Ihm ist kein anderer Gott. Das schärft Er uns immer wieder und stets von neuem ein, in Exodus, Deuteronomium und besonders eindringlich in Jesaja 45.
      „Höre Israel der HERR (= JHWH) unser Gott der HERR (= JHWH) ist einzig“.
      In der Menschwerdung Seines eingeborenen Sohnes Jesus Christus hat uns dieser einzige Gott darüberhinaus geoffenbart, dass Er dreifaltig einzig, drei-einig ist: „Gehet hin … und taufet sie in den N a m e n (Singular) des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (Matth 28,19).
      Das verschleiert Papst Franziskus wieder in dem von Ihnen zitierten Text.
      Ein Kind bei klarem Verstand kann begreifen, dass der dreifaltige Gott Vater, Sohn, Heiliger Geist nicht identisch sein kann mit Allah, der keinen Sohn hat und jeden zum Kopfabschneiden freigibt und in die Gehenna (Dschahannam) verflucht, der glaubt, dass Gott einen Sohn hat.
      Dass der Name Gottes „Barmherzigkeit“ sei, ist eine Neuerfindung von Franziskus Bergoglio ohne Grundlage in Bibel und Tradition, um seine politisch korrekte, aber theologisch falsche Gleichsetzung des Götzen Allah (Bismillahi rrahmani rrahim = im Namen Allahs des Allbarmherzigen) mit dem wahren Gott des Christentums zu insinuieren, die übrigens kein ehrlicher Moslem nachvollzieht.
      Was in diesem Text erwartungsgemäß auch wieder fehlt, ist jeder Hinweis darauf, dass die Barmherzigkeit Gottes in der Sündenvergebung einen hohen Preis kostete, nämlich das kostbare Leiden und den freiwilligen Opfertod seines Sohnes am Kreuz.
      Ohne die gläubige Annahme dieses Opfers Jesu Christi gibt es keine Sündenvergebung, sondern bleiben alle Menschen unter dem Zorn Gottes. Nur wer an Jesus glaubt, dem gibt Er Macht, Kind Gottes zu werden. Alle anderen bleiben Kinder des Teufels. Das ist Lehre Jesu und der Apostel und war einst auch katholische Lehre.
      Da Sie Papst Franziskus so gut kennen und seine Texte so sehr schätzen: Können Sie einen e i n z i g e n Text aus seinem ganzen Pontifikat bringen, wo er diese grundlegende Glaubenswahrheit klar und eindeutig, dankbar und anbetend predigt?
      Wie kann jemand Jesus Christus lieben, wenn er sich nicht mit JEsu Leiden und Tod (und nur von daher mit seiner Auferstehung) identifiziert und zutiefst dankbar dafür ist und Jesus für seine Liebe am Kreuz öffentlich lobt und preist, gerade auch vor Ungläubigen ?!?
      Die traditionelle katholische Kirche jedenfalls tat das, und das Golgotha-Opfer steht auch im Zentrum der alten Messe! Die katholischen Heiligen und Mystiker versenkten sich in das Leiden des Gotteslamms, denken wir nur Martin von Cochems Beschreibung des Lebens und Leidens Unseres Herrn Jesus Christus, an das bittere Leiden Unseres Herrn Jesus Christus der seligen Katharina Emmerich, oder in jüngster Zeit an die Stundenuhr des Leidens Unseres Herrn Jesus Christi von Luisa Piccarreta.
      Aber auch konservative Protestanten lobpreisen Jesus Christus über alles hinaus
      gerade für sein kostbares Leiden. Literaturhinweis: John Piper, Die Passion Jesu Christi, Fünfzig Gründe warum er kam um zu sterben, CLV Bielefeld (https://clv.de/Buecher/Evangelistisches/Argumente-fuer-den-Glauben/Die-Passion-Jesu-Christi.html?redirected=1 ; gratis Download: http://clv-server.de/pdf/255534.pdf ).
      Mit einlullender Schmeichelstimme vorgetragene Sentimentalität ersetzt nicht klare Glaubenswahrheit, geehrter Herr @ Sophus.
      Gelobt sei JEsus Christus in Ewigkeit. Amen !

      • Papst Franziskus blasphemierte sogar, dass Jesus am Kreuz gescheitert sei, was weltweit in christlichen Medien mit Entrüstung zurückgewiesen wurde.

      • @ Leo Laemmlein
        Sie dürfen in Papst Franziskus nicht den isolierten Schuldigen für Ihre persönlichen Probleme mit seiner Theologie und Amtsführung sehen, die Ihr religiöses Schicksal so krass gewendet haben, sondern aus seiner jesuitischen Tradition begreifen lernen. Dann werden Sie, wie ich, nachsichtiger urteilen.

        Ich habe oben die Confessio 1969 von Jorge Bergoglio noch einmal wiederholt. Das war des Ergebins der Jesuitenausbildung zum Priester, die der Chemiker Bergoglio erfahren hat und diese Spur von der Jesuitentheologie führt nach Deutschland und endet beim Namen des Konzilstheologen Karl Rahner SJ.
        Der war mit Rudolf Bultmann bekannt und beide waren mehr oder weniger Schüler Martin Heideggers – mit Folgen:
        Rahner übernahm von Bultmann die historisch-kritische Theologie und von Martin Heidegger die existentiale Sprache, die ihn in seinen Irrtümern nach außen hin schützte. Die Ergebnisse Bultmanns von der nichtapostolischen Entstehung der Evangelien trieben Rahner um. Die Evangelien bedeuteten für ihn keine Quelle der göttlichen Offenbbarung mehr. Unter dem Einfluss Heideggers verankerte er von nun an das Christliche im Existentiell-Kerygmatischen. Da kam es nicht mehr auf das Geoffenbarte und lehramtlich Bestätigte an, sondern darauf, was jeder in seinem Leben aufnahm und vernünftigerweise daraus machte.
        In seiner Erklärung der Dreifaltigkeit Gottes kritisiert Rahner SJ den Ausdruck „drei Personen in Gott“. Er meint zwar, man könne den Begriff der Person weiterhin verwenden, weil man Respekt vor dem langen Gebrauch dieses Begriffs in der Lehre der Kirche haben müsse, aber eigentlich treffe dieser Begriff die Sache nicht, und Rahners Erklärung der Dreifaltigkeit läuft dann auf drei Offenbarungsweisen Gottes hinaus, was mit der lehre der Kirche nicht zu vereinbaren war.

        Zu Rahners Positionen gehört auch dessen Leugnung des“Für uns” des Kreuzestodes Jesu: Er glaubte, nachweisen zu können, dass das “für euch” unmöglich von den Lippen des sterbensbereiten Heilands geflossen sein könne und eine spätere Zutat sein müsse.
        Bei Rahner heißt es witerhin in dessen „Grundkurs des Glaubens“ zur Frage der Auferstehung und nachösterlichen Erscheinungen Jesu: „Es kann dabei ruhig zugegeben werden, dass sich die auf den ersten Blick für uns als historische Details der Auferstehungs- beziehungsweise Erscheinungsereignisse bietenden Berichte nicht restlos harmonisieren lassen, also eher zu deuten sind als drastische und dramatisierende Einkleidungen der ursprünglichen Erfahrung ,Jesus lebt‘, als dass sie diese selbst in ihrem eigentlichen ursprünglichen Wesen beschreiben.“ Rahner zufolge sind die Auferstehungs- bzw. Erscheinungsereignisse nicht als „massiv sinnliche Erfahrungen“ zu verstehen.

        Jesus Christus ist für Karl Rahner nicht die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit, sondern „der erste Anfang des endgültigen Gelungenseins der Bewegung der Selbsttranszendenz der Welt in die absolute Nähe zum Geheimnis Gottes. Diese hypostatische Union darf im ersten Ansatz nicht so sehr als etwas gesehen werden, was Jesus von uns unterscheidet, sondern als etwas, was einmal und nur einmal geschehen muss, wenn die Welt beginnt, in ihre letzte Phase einzutreten.“ Der Satz steht in Rahners „Grundkurs des Glaubens“(1976).

        Joseph Ratzinger kritisierte 1978 Karl Rahners „Grundkurs“: „Ist der historische Jesus – vor und nach der Auferstehung – erst einmal im Kaleidoskop der Mythen und inneren Schauungen der Apostel entsorgt, bleibt vom Christentum nicht viel übrig. Dann ist Christsein, wie Rahner ebenfalls im „Grundkurs“ schreibt, tatsächlich nur noch die Annahme des Daseins in seiner letzten Bedingungslosigkeit und infolgedessen nur die ausdrückliche Reflexion dessen, was Menschsein überhaupt ist.“

        Und Ratzinger fragte, „ob nicht in dieser Verallgemeinerung das Christliche dann doch gegenstandslos wird, ob es nicht, indem es logisch und anthropologisch zwingend gemacht, zugleich aufgehoben und gleichgültig wird“.
        Karl Rahner und seine Epigonen haben jahrzehntelang im „Geist des Konzils“ gewirkt und seine Ansichten popularisiert. Kardinal Kasper ist mit seinem Buch „Barmherzigkeit, das schon ins Spanische übersetzt war, bevor der Papstwahlvorgang abgeschlossen war, der Erbe dieser relativistischen Theologie, die Papst Franziskus spätestens an der Jesuitenhochschule in Frankfurt kennengelernt hatte, bevor er diese Bildungsstätte vor Abschluss der geplanten Doktorarbeit wieder verlassen hat.
        Verstehen Sie jetzt, warum ich Papst Franziskus anders sehen muss als Sie und mich gerne – dankenswerter Weise nicht von Ihnen – beschimpfen lasse.

      • @ Sophus
        Das Bekenntnis Jorge Bergoglios ist mir schon 2013 oder 14 irgendwann begegnet. Ich habe es jetzt wieder gelesen. Es wirkt auf mich ambivalent, abgründig, stellenweise unheimlich. Ich nehme an, dass es ehrlich ist, und wollte mich nicht über diesen sehr persönlichen, intimen geistlichen Text hermachen, der ja ein Selbstgespräch und keine Anrede an andere ist.
        Was mir von Anfang an nicht gefiel, war das, was von seiner Schwester direkt nach der Papstwahl zu erfahren war, z.B. die Geschichte mit den schmutzigen Wörtern, die er als junger Priester seinem Neffen beibrachte. Jeder macht Dummheiten in seinem Leben, und Schlimmeres als Dummheiten, und auch Priester sind nur Menschen, aber doch kann ich diese Anekdote nicht mit einem Junggeweihten zusammenbringen, besonders nicht, dass Bergoglio sich vor Lachen kaum fassen konnte darüber, dass der Junge ein solches von ihm gelernte Schmutzwort während der hl. Messe in einem feierlichen Moment in die stille Kirche hineinrief.
        Mit der Vita des Papstes habe ich mich nie näher befasst, aber ich kann mir nicht recht vorstellen, dass ein kurzer Aufenthalt von nur wenigen Monaten in St. Georgen 1986 einen so nachhaltigen geistigen Einfluss auf ihn gehabt haben soll, wie Sie vermuten. Mir scheint, dass die Antworten auf die Rätsel seiner Persönlichkeit in Argentinien zu suchen sind. Bekanntlich ist Argentinien das europäischste Land Lateinamerikas. Aus einem 2013 gelesenen Artikel blieb mir im Gedächtnis haften, dass es auch am stärksten von Esoterik und Okkultismus geprägt sei. Bei Bergoglios interreligiösen Aktivitäten (wie der Empfang einer interreligiösen Pilgergruppe im Vatikan, sein Besuch im Heiligen Land, jetzt das Januar-Video, u.a.m.) taucht immer wieder ein bestimmter interreligiöser Personenkreis auf, zu dem er schon in Argentinien engen Kontakt pflegte.
        Dann ist da auch dieser dunkle Zeitabschnitt in Argentinien – dunkel im Sinne, dass man nicht recht weiß, was da los war –, der in dem kürzlich hier veröffentlichten Artikel erwähnt wird. Womit beschäftigte er sich da? Was lernte er in dieser Zeit?
        Ich glaube nicht, dass Jorge Bergoglio ein geschlossenes Weltbild hat, weder ein christliches noch sonst eines. Auf mich macht er den Eindruck eines tiefunglücklichen Menschen. Das sind aber nur subjektive Impressionen.
        Worauf es ankommt, das sind seine objektiv nachprüfbaren, der Beurteilung unterliegenden Worte und Handlungen. Gegen sie habe ich mich hier ausgesprochen.
        Sie schreiben, nur die Kirche habe zu beurteilen, ob er ein Häretiker sei. Das ist einerseits richtig. Im Poschenker-Blog zB drehen sich kontroverse Kommentare Monate lang, vielleicht Jahre lang im Kreise herum, wie das möglich sein soll, da niemand den Papst richten darf und da kein kirchenrechtliches Procedere gegen einen Papst vorgesehen ist, sollte eine Gruppe von Hierarchen oder Kardinäle zur Überzeugung gelangen, dass der Papst ein Häretiker sei.
        Andererseits gibt doch ein Katholik mit Annahme des katholischen Glaubens nicht sein Gewissen und Urteilsvermögen an eine andere Instanz ab. Vor dem Richterstuhl Gottes muss jeder Mensch persönlich Rechenschaft abgeben. Da wird kein Papst neben einem stehen. Selbstverständlich kann kein einzelner Katholik sich herausnehmen, im Namen der Kirche zu urteilen. Aber für sein eigenes Denken und Handeln kann ihm niemand die Verantwortung abnehmen.

  22. Geehrter Leo Lämmlein: Sie sagen es richtig, daß der Name Gottes eben nicht Barmherzigkeit ist, sondern zusammen (nicht ohne) mit dem „Zwillingsbruder“ Gerechtigkeit eine wichtige Wesenseigenschaft Gottes ist. Der Name Gottes ist ICH BIN (da) oder JHWH wie Sie schreiben.

    Man sagt als Christ aber auch soz. den ganzen, vollständigen Namen Gottes: Jeschua/Jesus. Ich hatte mal gelesen, daß mit dem Tetragramm JHWH der Höchste als Einer und Dreifaltiger soz. dargestellt ist.
    Vom Vater (J) geht die Liebe/der Heilige Geist (H) zum Sohn (W) und vom Sohn wiederum geht die Liebe (H) zum Vater (J).
    Nun, im Namen Jeshua (JHshWH) wird mit dem hebräischen Buchstaben sh/Schin noch die menschliche Natur des Sohnes (W) ausgesagt, also zusammen shW.
    Somit ist im Namen Jesus schon unser ganzes Glaubensbekenntnis grundsätzlich zusammengefaßt (aus)gesagt. Jesus: das kürzeste und prägnanteste Glaubensbekenntnis.

    Über die Bedeutung des Namens Jeshua waren die Schriftgelehrten vielleicht unterrichtet. Und darum verboten sie wohl auch den Christen bei Strafe, diesen Namen zu nennen oder zu gebrauchen. Jedenfalls war der Name Jeshua ja ein häufig vorkommender Name, und warum er nun quasi verboten war, muß gute Gründe gehabt haben.

    • @ Leo Laemmlein
      Jorge Bergoglia traf nach seinem Erweckungserlebnis, auf Grund dessen er sich aus der Chemie verabschiedet hatte, auf jesuitische Lehrer im Priesterstudium. Denen war Karl Rahner SJ als einer der Stars unter den Konzilstheologen sicher vertraut- vor allem dessen „Grundkurs“, der anderes lehrte, als er aus seiner ungebrochen katholischen Sozialisation mitbrachte und die Kirche weltweit nach wie vor lehrte. Wenige Wochen vor seiner Priesterweihe verfasste er sein „Bekenntnis“, das er einem Adressaten zudachte und damit über kurz oder lang der Offentlichkeit übergab. Zu diesem Zeitpunkt hatte er noch immer kein Theologiestudium der üblichen Art absolviert. Das sollte/wollte er in St. Georgen 1986 nachholen – 16 Jahre nach seiner Priesterweihe, wurde aber nach einigen Monaten von seinem Orden zurückgerufen. Ein gewisser Komplex gegenüber „Theologen“ und seine persönliche Unterwerfung unter die relativistische Theologie Kardinal Kaspers und der enorme Einfluss des jesuitische Persolals in der Kurie und der Jesuitenuniversität “ Gregoriana“ haben sicher mit seinem eigenen theologischen Hintergrund zu tun – doch Kurienkardinal Ludwig Gerhard Müller u.a. stehen ihm ausgleichend zur Seite. Unbewiesene Mutmaßungen über esoterische Einflüsse auf sein Denken in Argentinien sind fehl am Platz – bekannter sind seine engen Kontakte zu Befreiungstheologen aus seinem Orden, von denen die meisten nicht mehr auf dem Boden der Lehre der Kirche standen. Der Hl. Papst Johannes Paul II hat hier bekanntlich persönlich rügend eingreifen müssen. Wer natürlich daran interessiert ist, in Papst Franziskus einen Häretiker auszumachen, wird unter Umwertung aller Worte so viel herausholen, um sein irrendes Gewissen zu beruhigen.

  23. Sehr geehrter Leo Lämmlein. Ich möchte mich ja nicht in Ihre interessante Diskussion mit @Sophus einmischen.
    Aber Sie argumentieren schon richtig finde ich. „Papst“ Franziskus ist der Falsche Prophet, und ich denke, daß dieser Begriff ihn am Zutreffendsten charakterisiert. Man könnte so viel dazu sagen und das ist ja auch schon ausgiebig getan worden. Und wer das nicht begreifen will, dann ist das so.
    Wenn man ihn vorurteilslos betrachtet und keine Angst davor hat und sich auch nicht vom deutschen kirchlichen Mainstrom einlullen läßt, dann muß man dieser Tatsache sachlich ins Auge sehen. Denn nur die erkannte Wahrheit bringt uns doch weiter, wage ich zu sagen. Das ist schmerzlich, ein schmerzlicher, aber notwendiger Prozeß.

    Man kann sich lange darüber unterhalten und auch alle Fakten wissen, warum ein Mensch so oder so (geworden)ist. Das ist gut und hilfreich, aber kann das Geheimnis eines Menschen nicht ganz erklären. Vernünftig aber kann man den Papst messen an dem, was er sagt und tut und nicht sagt und nicht macht. Er diskreditiert sich als Papst doch dauernd selbst.
    Die Frage ist doch nur noch, wann es zu einer offenen Konfrontation kommen wird.

  24. @ Franzel
    Sie sagen:…“ aber kann das Geheimnis eines Menschen nicht ganz erklären“.
    Frage: Warum tun Sie es ohne Faktenkenntnis dennoch mit der Behauptung: „„Papst“ Franziskus ist der Falsche Prophet, und ich denke, daß dieser Begriff ihn am Zutreffendsten charakterisiert“. Hat Sie je ein Beichtvater diesbezüglich in Ihrer „Denke“ bestätigt, die Sie an dem messen, „was er sagt und tut und nicht sagt und nicht macht“. Woher können Sie darüber in Gänze Bescheid wissen? Sie kennen nur, was bestimmte Medien kolportieren. Das Quellenmaterial, das der Falsifikation dessen dienen könnte, was sie behaupten, können Sie nicht in seiner Gesamtheit kennen und ihre konträren Ansichten daran messen. Und wenn Sie daraus Bruchteile, wie ich sie vorgetragen habe, kennenlernen, werten Sie diese ab, um sagen zu können: „Er diskreditiert sich als Papst doch dauernd selbst.“ Tut er dies wirklich und sogar „dauernd“?

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