Kardinal Burke an die Bischöfe des Kompromisses: „Im Gericht steht man vor Gott, nicht vor der Bischofskonferenz“

Kardinal Raymond Burke
Kardinal Raymond Burke: "im Gericht werde ich vor dem Herrn stehen, nicht vor der Bischofskonferenz!"

„2004 hatte ich die katholischen Politiker aufgefordert, ihre öffentlichen Handlungen in Übereinstimmung mit dem von der Kirche gelehrten Moralgesetz zu bringen.

Andernfalls wäre es für sie nicht mehr möglich, die Heilige Kommunion zu empfangen. Denn es ist ein Skandal, öffentlich das Moralgesetz zu verletzten und dann zur Kommunion zu gehen.

Gespräch mit Kardinal Burke
Gespräch mit Kardinal Burke

2004, als ich von der Diözese La Crosse in jene von St. Louis berufen wurde, griffen die Zeitungen diese von mir gemachte Aussage auf. Kurz danach gab es beim Sommertreffen der Amerikanischen Bischofskonferenz, das in Denver stattfand, eine lebhafte Diskussion über diese disziplinarische Praxis der Kirche.

Einige meiner Mitbrüder behaupteten, daß es nicht nötig sei, die Politiker zu bestrafen, deren politisches Wirken ungeordnet ist. Für mich ging es nicht um Strafe, sondern um die einfache Feststellung, daß einige nicht disponiert waren, die Kommunion zu empfangen.

Ein Bischof sagte mir dann: ‚Monsignore, Sie können nicht solche Dinge sagen, denn die Bischofskonferenz hat sich noch nicht dazu geäußert.‘

Ich antwortete ihm, daß die Bischofskonferenz nicht den Auftrag des Bischofs in seiner Diözese ersetzen kann, die ihm anvertraute Herde zu leiten und den Glauben zu verkünden. Und ich fügte hinzu: ‚Monsignore, im Gericht werde ich vor dem Herrn stehen, nicht vor der Bischofskonferenz!‘“

Auszug aus dem im September 2015 erschienen Gesprächsbuches von Guillaume d’Alancon mit Kardinal Raymond Burke:

Guillaume d’Alancon, Entretien avec le cardinal Burke. Un cardinal au coeur de l’Eglise, Editions Artege, Perpignan 2015, S. 71-72

Bild: Editions Artege

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zeitschnur
Hier kommen in der Tat grundsätzlich Fehlentscheidungen Roms zum Ausdruck, die durch das Vat. II noch beschleunigt oder befördert wurden. Ob Burke den Mut hatte, nicht nur anhand einer Episode Kritik daran zu üben, sondern auch grundsätzlich? Denn diese Kaderisierung der Kirche wird ja nun seit der Rede F.s zum Abschluss der Synode 2015 immer noch weiter getrieben („Stichwort: „Synodalität“). Der erste Schlag gegen das Bischofsamt war tatsächlich das Vat. I, das den Bischof weitgehend zum Exekutor des Papstes machte und auf die „unanimitas“ der Bischöfe zusammen mit dem papst keinen Pfifferling mehr geben wollte. Der zweite Schlag erfolgte mit… weiter lesen »
dhmg

Da kritisieren sie ausgerechnet denjenigen, auf den das Gegenteil von dem zutrifft was sie da behaupten. Kardinal Burke war die wichtigste Stimme in der ersten Bischofssynode 2014, als es um die Unauflöslichkeit der Ehe ging. Ich glaube nicht, dass Sie oder jemand anderer es an seiner Stelle besser gemacht hätte.

Karin Hoitsch

Aber er kann doch nicht dem Papst in den Rücken fallen! Sie verlangen Unmögliches!

sina

Nein, er k a n n nicht – er m u s s!

zeitschnur

Wir beklagen uns hier tagaus tagein über Bergoglios Häresien, Tollkühnheiten etc. etc. und darüber, dass keiner was Wirksames tut.

Ein Athanasius hat sich jedenfalls nicht so feige verhalten. Wie es ausschaut, iste dem Kardinal das Hemd auch näher als die Hose, bevor er einmal deutlicher würde.

Und bitte: Wieviel sind wir ihm wert? Oder findet er F. doch nicht ganz so schlimm?

Wenn jemand den Papst wirksam mahnen könnte, wären es die letzten halbwegs gläubigen Kardinäle.

Aber sie tun es nicht!

Da nützen auch solche Interviews nicht.

hicesthodie
„nicht scharfsinnig … nicht mutig … feige … mitschuldig … Lamentierer … weibisch“ So „charkterisieren“ Sie in einem einzigen Ihrer berüchtigten Hetzbeiträge auf katholisches.info einen Kardinal der Heiligen Römisch-Katholischen Kirche, der noch dazu fast als einziger den Mut hat, Bergoglios brutalen Kirchenvernichtungsplänen offen zu widerstehn. Wagen Sie es nicht noch ein einziges Mal, hier gegen mich oder andere den moralischen Zeigefinger zu erheben oder sich in die Rolle des von allen geschmähten Opfers zu flüchten, oder völlig realitätsfern von „justiziablen“ Äußerungen zu faseln. Sie sind mit Abstand die schlimmste Demagogin und übelste Schmäherin auf Gottes weiter Erde. Und ich hoffe… weiter lesen »
Wolfgang Franz

Ich hoffe, daß Sie auf der Tastatur nicht noch mehr Gift verspritzen können.
Typen wie Sie sind geeignet, das Anliegen der Tradition in den Augen Wohlmeinender zu erniedrigen.

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