Bischof ordnet an: In allen Kirchen Tabernakel wieder in den Mittelpunkt des Altarraumes zurückzuführen

Bischof ordnet an, Tabernakel in allen Kirchen der Diözese in den Mittelpunkt des Altarraumes zurückzuführen
Bischof ordnet an, Tabernakel in allen Kirchen der Diözese in den Mittelpunkt des Altarraumes zurückzuführen

(Washington) Der Tabernakel mit dem Allerheiligsten muß in die Mitte des Altarraumes hinter dem Altar zurückkehren. Er ist der Mittelpunkt der Kirche. Das hat in allen Kirchen der Diözese zu geschehen. So lautet die Anweisung von Bischof Robert Morlino von Madison im Staat Wisconsin in den USA.

Im September 2015 hatte Bischof Morlino bei einem Treffen mit den Priestern seiner Diözese eine entsprechende Anordnung mitgeteilt. Öffentlich bekannt wurde die Anordnung erst am Heiligen Abend durch die Tageszeitung Wisconsin State Journal.

Korrektur eines architektonischen Eingriffs in die Liturgie

Bischof Morlino korrigiert damit als zweiter Bischof der USA innerhalb kurzer Zeit eine Praxis der Nachkonzilszeit.Wenige Monate vor ihm hatte bereits Bischof Thomas Paprocki von Springfield im US-Bundesstaat Illinois die gleiche Anordnung erlassen.

Architektonisch wurde nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil von einigen Liturgikern, so die katholische Monatszeitschrift Il Timone, „eisern und mit ideologischer Entschlossenheit“ ein Eingriff in die Liturgie vorangetrieben, der im gläubigen Volk Irritation und Unbehagen auslöste. Durch das Aufgeben der Hochaltäre zugunsten neuer „Volksaltäre“ wurde der Tabernakel aus Ersteren entfernt und aus dem Hauptschiff in ein Seitenschiff verbannt, oder in eine Kapelle, eine abgelegene Nische „oder Schlimmeres“.

Wisconsin State Journal über die Anordnung von Bischof Morlino
Wisconsin State Journal über die Anordnung von Bischof Morlino

In Kirchenneubauten wurde der Tabernakel sofort „beiseite geräumt“. Gemeinsames Wesensmerkmal dieses architektonischen Eingriffs in die Liturgie ist, daß das Allerheiligste bewußt aus dem Mittelpunkt entfernt wurde. Eine symbolische Verschiebung, die einer inhaltlichen entspricht. Die Frage hat daher nicht nur mit sakraler Architektur und Liturgie zu tun, sondern mit dem Kirchen- und Glaubensverständnis.

Begründet wurde der Schritt auf vielfältige Weise. Unter anderem damit, „den Wert der ‚Neuigkeit‘ einer jeden Messe hervorzuheben“, oder „um die Heilige Messe von der eucharistischen Anbetung zu unterscheiden“.

Die natürliche Mitte des Altarraumes und damit der Kirche wird in manchen Kirchen durch den Kirchenchor oder anderes verstellt.

Nachkonziliare Liturgiker drängten auf Bruch mit tridentinischer Liturgie und Architektur

„Den Kern trifft es wohl eher, wenn man sagt, daß damit ein Bruch mit der Liturgie und der Architektur des Konzils von Trient vollzogen werden sollte“, so Il Timone. Die Liturgiker des Aggiornamento warfen diesen eine überzogene Fixierung auf die Eucharistie und die Realpräsenz des Herrn vor, während das gemeinschaftliche Ereignis der Messe zu kurz gekommen sei.

Bischof Morlino zelebrierte bereits in der überlieferten Form des Römischen Ritus
Bischof Morlino zelebrierte bereits in der überlieferten Form des Römischen Ritus

Anderer Meinung ist Bischof Morlino von Madison. Die Rückführung des Tabernakels in den architektonischen Mittelpunkt der Kirche bedeute, das Allerheiligste an seinen natürlichen Platz zurückzuführen und damit das notwendige Gleichgewicht wieder herzustellen. Es gehe darum, den Blick wieder auf Jenen zu lenken, der die Kirche gestiftet hat und deren Haupt ist, der lebendige Gott, der im Allerheiligsten unter uns gegenwärtig ist.

Bischof Morlino gab den Pfarreien drei Jahre Zeit, um die nötigen Umgestaltung vorzunehmen. Betroffen ist davon etwa die Hälfte der 134 Pfarrkirchen seiner Diözese. Msgr. Morlino gehört dem Jesuitenorden an, für den er 1974 die Priesterweihe empfing. 1999 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Helena in Montana. 2003 erging der Ruf zum Bischof von Madison in Wisconsin. Der Bischof zelebrierte persönlich bereits in der überlieferten Form des Römischen Ritus.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Wisconsin State Journal/The Remnant/Il Timone (Screenshot)

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fredius
Nach dem II.Vatikanum wurde wie wild der Kirchenraum dahingehend verändert, dass der Hochaltar, wenn nicht unter Denkmalschutz stehend, abgebaut wurde. Der Taber- nakel wurde je nach Lust und Laune des zuständigen Pfarrers und Architekten, ein- fach aus der Mitte genommen und seitwärts platziert. Es gibt Kirchen da findet man den Tabernakel erst nach langem suchen, weil oft auch das rote “ ewige Licht “ fehlte. Da die Progressisten immer nur “ frisches Brot “ haben wollten, wurde im Eingang der Kirche ein Tisch mit ungeweihten Hostien aufgestellt. Jeder Gottes- dienstbesucher konnte dann für sich eine Hostie in eine Schale legen,… weiter lesen »
hicesthodie

Übrigens beschreiben Sie den nachkonziliaren Bildersturm doch recht zurückhaltend und vornehm. Ich kenne Kirchen, da wurde aus barocken(!) und neogotischen Hochältären die Mensa herausgesägt und der Rest, samt Heiligenfiguren, auf nimmer Wiedersehen in den Schredder gegeben. Tja, unsere Konzils- und Liturgiereformfanatiker waren nicht zimperlich und haben ganze Arbeit geleistet und leisten sie noch, Bergoglio als Schutzpatron im Rücken.

hicesthodie

Nein,fredius, es geht doch nicht um „frisches Brot“ (die ollen Brothostien sind so alt und gelb und trocken, dass man sie kaum hinunterwürgen kann), in der zweitvatikanischen Ideologenkirche geht es dem Vernehmen nach darum, dass ein jeder persönlich seine „Gabe(hä??!)“ in den Kelch lege, damit es als sein „Opfer(hä??!)“ zum Volksaltar gebracht, von Gott „angenommen“ und zum Zeichen werde, für die Mahlgemeinschaft mit Ihm und untereinander. Furchtbarer Kitsch, weiss aber nicht, ob ich diesen Litugiereformzinnober auch recht verinnerlicht habe und lasse mich gern belehren. 😉

Galilei
„Nehmt und esset, das ist mein Leib“ hat Jesus gesagt und nicht „Nehmt und betet ihn an, das ist mein Leib“. Dass aus der Lehre der Realpräsenz eine Anbetungsfrömmigkeit in der westlichen Kirche hervorgegangen ist (ganz im Gegensatz zur Ostkirche!), hat eine gewisse Logik. Bei der Eucharistiefeier steht allerdings der Auftrag Jesu „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ im Vordergrund. Im Hochgebet wird Jesus in den eucharistischen Gestalten gegenwärtig. Da ist es wohl ein Widerspruch, wenn er schon zu Beginn der Messe in den eucharistischen Gestalten am Altar gegenwärtig ist. Die Aufbewahrung des Leibes Christi hat, wie die historische Entwicklung zeigt,… weiter lesen »
hicesthodie
Ach, schön auswendig gelernt, was man Ihnen im Pastoralseminar vorgelabert hat. Aber dieser alberne liturgische Historismus ist in Wahrheit die pure Afterlogik, denn die Anbetungsfrömmigkeit war die konsequente Entfaltung dessen, was die Kirche von der Eucharistie lehrte und glaubte: Gott ist immerwährend gegenwärtig in den eucharistischen Gestalten, daher gebührt ihm immerwährendes Lob und immerwährende Anbetung. Wieviel Glaubenskraft und wieviele Heilige sind aus dieser „Tabernakelfrömmigkeit“ hervorgegangen und niemand hat sich auch nur einen Wimpernschlag lang daran gestört, dass der Herr während der Opferung auf den Altären gegenwärtig war. Im Gegenteil, die aktuelle Gegenwärtigsetzung wurde getragen und geheiligt durch Seine immerwährende Präsenz… weiter lesen »
Galilei

Mit Leuten, die eine solche Ausdrucksweise pflegen (Afterkirche, Afterlogik – vielleicht argumentieren Sie jetzt, dass Sie mit After das „nach“ in nachkonziliar meinen, aber für jeden normalen Menschen schwingt da eine andere Bedeutung des Wortes mit), diskutiere ich nicht. Mir wurde auch in keinem Pastoralseminar etwas vorgelabert, da ich nicht Theologie studiert habe. Sie haben offensichtlich nicht verstanden, worum es in der Eucharistiefeier wirklich geht.

hicesthodie

Nunja, auch ohne Ihren Hinweis merke ich schon an Ihrer komischen Reaktion, dass Sie lediglich über einen recht durchschnittlichen Bildungsstand verfügen müssen, sonst wüssten Sie, dass „after“, aus dem mittelhochdeutschen stammend, soviel wie „unecht“ bedeutet und „Afterkirche“ eine ganz gebräuchliche Bezeichnung für alle Religionsgemeinschaften ist, die nicht der einen, heiligen, allgemeinen und apostolischen Kirche Jesu Christi, die die römisch-katholische Kirche ist, angehören.
https://de.wiktionary.org/wiki/after-
Tja, und das gebe ich gerne zu, dass ich die Phantasmen der Liturgiereformfanatiker und deren Eucharistieverständnis nie so ganz begreifen konnte.

Victor
Der Priester ist Christus. Der Altar ist Christus Das Allerheiligste ist Christus. Die gewandelte Hostie ist Christus. Bei der Messe tritt also Christus an Christus, um im Angesicht Christi Brot und Wein in Christus zu wandeln. Die sog. „Reformmaßnahmen“ waren durch kein Gesetz geboten, sondern übereifrigen Liturgikern gedankt, die endlich ihre Fantasien davon, wie Liturgie aussehen soll, durchsetzen konnten. Zu der ollen Kamelle mit „Nehmt und betet an“ hat Papst Benedikt schon alles gesagt – schade, daß Sie offenbar seit 1965 in kein theologisches Buch mehr geschaut haben. Als nächstes machen Sie uns weis, daß die Celebratio versus populum viel… weiter lesen »
zeitschnur
Sie haben sachlich recht, was den Charakter des hl. Messopfers betrifft. Auch insofern, als auch im Hochmittelalter das Tabernakelhaus meist seitlich in der Kirchenwand oder an der Wand eingerichtet war. Trotzdem würde ich keinen Gegensatz konstruieren wollen, und v.a. hat die gegenwärtige Praxis keine innere Verbindung zu der des Hochmittelalters, das eine eucharistische Respektlosigkeit heutiger Art nämlich sicher nicht kannte. Dazu muss amn wissen, dass in früheren Jahrhunderten überhaupt nicht täglich kommuniziert wurde. Diese extrem häufige Kommunion hat m.W. erst Pius X. eingeführt. Das brachte natürlich viele Probleme mit sich – etwa der Druck, mehr beichten zu müssen und eben… weiter lesen »
Carlo
Na, und? In „früheren Jahrhundeten“ konnte man sich auch nicht von jedem Krachen aus so ohne weiteres wöchentlich zu einer hl. Messe einfinden, Fr. Zeitschnur! Der regelmäßige Kommunionempfang aber setzt doch voraus, dass der Mensch entsprechend, d.h. möglichst permanent im Stand der heiligmachenden Gnade lebt – wenn Sie das nicht für anstrebenswert halten, dann bitte schön, aber schieben Sie die aktuellen Missbräuche nicht dem hl. Pius X. unter! Dies war nichts als eine Entgleisung, denn sachlich hat Ihr Lamento nach kürzester Bezugnahme am Anfang mit dem Beitrag des Pastoralseminarabsolventen nichts zu tun. Da sollten Sie besser hicesthodies Beitrag zur Kenntnis… weiter lesen »
Carlo

Nachtrag:

Man sehe sich an, wie vor dem Konzil sogar zu Kriegszeiten die „Massen“ zu kommunizieren pflegten. Sehr berührend!
http://remnantnewspaper.com/web/index.php/articles/item/1367-a-soldier-s-christmas-story

zeitschnur
Sie werden mir verzeihen, @ Carlo, wenn ich mir erlaube, doch noch etwas zu sagen und hoffe, wir erreichen wieder ein Level, auf dem man nicht schamrot werden muss… Zur häufigen Kommunion. Berührende Bilder nutzen uns hier gar nichts, denn schon im 19. Jh wurden gravierende Missstände bei der Teilnahme an der hl. Kommunion beklagt! Man hat viele Bemühungen unternommen, insbesondere Leo XIII., das Kirchenvolk wieder heranzuführen an die Lehre, man gab die Volksmessbücher heraus, um deren aktive Teilnahme zu bestärken, auch kleine Messandachtsbücher u. dgl. mehr. Das hat zwra vielen geholfen, konnte aber den gesamt doch mangelhaften Zustand nicht… weiter lesen »
zeitschnur
@ Carlo Ansonsten zu den anderen Themen empfehle ich Ihnen, mein Posting noch mal genau zu lesen, möglichst ohne vorher aus Giftbechern anderer Poster zu trinken. Das Sakramentenhaus mittelalterlicher Kirchen diente der Aufbewahrung der Hostien, war aber selbst weniger Ort der Anbetung. Kurzinfo zum Einstieg hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Sakramentshaus Dennoch war eine derart respektlose Art im Umgang mit dem Allerheiligsten nicht üblich, wie wir sie heute haben. Diese Respektlosigkeit – und darum ging es mir – begann aber schon lange vor dem Vaticanum II. Die „Vermassung“ des Kommunionempfangs kann man sehr wohl im nachhinein als eine kontraproduktive Maßnahme ansehen. Wie Sie selbst… weiter lesen »
Carlo
Also wenn bspw. Leone apodiktisch geschrieben hätte, „berührende Bilder nützen uns nichts!“, hätte es mich nicht gewundert, aber bei Ihnen als Künstlerin bleibt mir schon die Spucke weg. Entsetzt bin ich über Ihre Routineapplizierung auf den Kommunionempfang – also nix ex opere operato? Möge da der hl. Bruder Klaus besonders für Sie eintreten! Zudem – nicht nur sachlich, Gnädigste, sondern wärmstens – empfehle ich Ihnen, ignatianische Exerzitien zu absolvieren. Z.B. bei P. Schmidberger, der sich schon einiges gewohnt sein dürfte. Und es bleibt dabei: Die Symbiose Tabernakel und Hochaltar wurde Jahrhunderte vor Pius X. begründet. Dass diese nicht nur angemessen… weiter lesen »
zeitschnur
@ Carlo Zuhören, meine Güte, Zuhören – ist das so schwer? 1. Die Symbiose Altar-Tabernakel habe ich NICHT Pius X. zugeschrieben und nicht kritisiert. ich habe nur drauf hingewiesen, dass sie auch erst eine neuere Tradition ist. und 1500 Jahre es anders war! 2. Das „ex opere operato“ – Sie wissen nicht, was das heißt, richtig? Es heißt, dass eine sakramentale Handlung als sie selbst wirkt und nicht aufgrund des Gnadenstands des Zelebranten oder anderer persönlicher Bedingungen. 3. Ein massenhaft aufgeblasener häufiger UNWÜRDIGER Kommunionempfang – und damit musste man nach DER Vorgeschichte in der Zeit Pius X. mehr rechnen als… weiter lesen »
Carlo

Ja, eben: die hl. Kommunion WIRKT (gnadenreich), sofern sich der Empfänger im Stande der heiligmachenden Gnade befindet. Darum ging’s. Dass Sie momentan nicht über Ihre Nasenspitze hinausdenken, zeigt allen Ihre buchhalterische Protokollführung.

Und es ist eine Schande, was Sie dem hl. Pius X. alles unterjubeln wollen, weil ein quasi Verrückter 60 Jahre nach ihm die Messe zerstört hat. Full stop.

zeitschnur
@ Carlo Es ist momentan hoffnungslos – Sie begreifen nicht, was ich sagen will. Ihr Statement von den Knackpunkten neulich trifft demnach ganz allein auf Sie zu. Wenn ein großer Teil der Katholiken bereits total verdorben ist, nützt es nichts, wenn man meint, man könne das voraussetzungslos durch häufigere Kommunion heilen. Denn dieser große Teil war schon im 19. Jh nicht mehr im Gnadenstand – ich sagte ja, dass sehr viele Klagen aus der Priesterschaft kamen über krass unwürdigen Kommuniongang. Und ich denke nicht, dass das übertrieben war, erst recht nicht, wenn man sich das Chaos schon damals anhand der… weiter lesen »
hicesthodie
„Pius X. hat tatsächlich den Wahn gehabt, er könne mit diktiatorischer „Administration“ Seelen beeinflussen (um es gelinde zu formulieren) und irgendwohin zwingen. Für mich ist das Verrat an dem, was Jesus aufgetragen hat. Ein unfreiwilliger, aufgezwungener Glaube ist kein Glaube und potenziert die Würdelosigkeit.“ Wahnhaft ist eher Ihr Gedankenkonstrukt, in das Sie sich wieder einmal verheddert haben und das nur in Ihrer Phantasie und Ihren falschen Schlüssen besteht, @zeitschnur. Papst Pius X. hat in der Tat zum häufigeren Kommunionempfang aufgerufen und dies hat realiter zu einer spirituellen Vertiefung und religiösen Erneuerung im Volk Gottes geführt. Das bestätigen selbst die größten… weiter lesen »
hicesthodie

Übrigens, wenn man nur einmal diesen einen von mir zitierten Satz aus Ihren Zuschreibungen analysiert, zeigt sich die ganze Unsinnigkeit Ihrer Anwürfe. Sie nennen die Kommuniondekrete Pius X. „diktatorische Administration“ zu Seelenbeeinflussung. Was aber sind dann alle anderen Dekrete aller anderen Päpste, alle Dogmen, das gesamte Lehramt der Kirche, was ist dann Mission und Pastoral, ja Kirche insgesamt anderes, als eine „diktatorische Administration“ zur Seelenbeeinflussung und damit Verrat an dem, was Jesus angeblich aufgetragen hätte? Merken Sie eigentlich noch, wie sehr Sie ins Antikatholische und in die Gedankenwelt eines Richard Dawkins & Co. abdriften!?

defendor
Auszug aus einer Schrift von Hw Robert Mäder – „Es lebe Jesus der König!“ aus dem Jahre 1927: - „Die katholische Kirche ist das Haus des Königs.  Die katholische Kirche wird des Chores wegen gebaut, das Chor des Altares und des Tabernakels wegen, der Tabernakel des Ziboriums wegen, das Ziborium des allerheiligsten Sakramentes wegen.  Dem König in der Hostie dienen alle Künste:  Architektur, Bildhauerei, Malerei, Musik. Sobald die heilige Hostie verschwindet,  wird die Kirche ein architektonischer  Unsinn. Wenn der König nicht mehr da ist, muss man nicht mehr Gotteshäuser, sondern  nur noch möglichst praktische Versammlungslokale  errichten.  [….] Die katholische Religion ist die Religion des gegenwärtigen Christus.  [….] Wer den Katholizismus wirklich in seinem… weiter lesen »
Kassandro
Ich bin ganz bei Bischof Morlino: Der Tabernakel gehört in den Mittelpunkt des Chorraums der katholischen Kirchen, weil darin der Herr Jesus Christus in der Gestalt der hl. Hostien immerwährend zugegen ist. Ist eine logische Konsequenz aus unserer katholischen Glaubenswahrheit der immerwährenden Präsenz Christi in der konsekrierten Hostie. In Deutschland kommt es zu immer mehr Ausdünnung von Eucharistie- feiern wg. des Priestermangels. Deshalb ist aber gerade eigentlich das Bewusstsein der Gegenwart des Herrn Jesus Christus im Tabernakel und die Möglichkeit – ja eigentlich Verpflichtung – zum Besuch bei ihm und zu seiner Anbetung für die katholischen Gläubigen von essentieller Bedeutung.… weiter lesen »
Leo Laemmlein
@ zeitschnur In einem Kommentar vor einigen Tagen baten Sie mich um meine (durchdachte) Meinung über die gegenwärtige Lage – ich kann es nur noch so allgemein ausdrücken, denn ich habe die Einzelheiten vergessen und kann’s nicht mehr auffinden. Ihrer Bitte glaube ich am besten nachkommen zu können, wenn ich Ihnen empfehle, das Buch „Marriage Supper of the Lamb“ von Susan Davis zu lesen. Sie können preisgünstig, zum Selbstkostenpreis, als Buch kaufen, Sie können es auch gratis aus dem Netz herunterladen: http://sites.radiantwebtools.com/index.cfm?i=15948 https://www.smashwords.com/books/view/162979 Dort finden Sie weitere Bücher derselben Autorin zum gleichen Thema. Sie sind in verschiedene Sprachen übersetzt, einiges… weiter lesen »
Leo Laemmlein
zeitschnur
Danke für die Links. Ich hab das mal ein bisschen angelesen in der bis jetzt kurzen Zeit. Erinnerte mich spontan ein bisschen an die „Warnung“ – nur auf höherem Niveau. Richtig ist natürlich, dass die Verachtung des Prophetenamtes auch eines der Versäumnisse ist, die uns heute teuer zu stehen kommen. Andererseits wird ja in dem Buch auch gesagt, dass es wichtig ist, wahrer von falscher Prophetie zu unterscheiden und vermutlich mehr falsche als wahre Propheten unterwegs sind – wie schon im AT. Nur – wie unterscheidet man das eine vom andern? Es dürfen keine Irrtümer untergejubelt werden. das ist wohl… weiter lesen »
Adrien Antoine
In dem Spätmittelalter war das Respekt für den Eucharistischen Leib riesig groß-übrigens besonders gefördert von den großen mystischen Bewegungen. Besonders eindrücklich hier das gewaltige Sakramentshaus (ein ca. 14 m hohe filigran geschnitzter Holzturm)links vorne am Choreingang in dem Ulmer Münster, mit damals einem gewaltigen Altar vorne im Chor. Der häufige Kommunionempfang wurde übrigens schon im Spätmittelalter praktiziert, besondrs bei de frommen Bewegungen wie in der Devotio Moderna (z.B. Kloster van Oisterwijk, Agnietenklooster in Arnheim). Dies wurde dann in der Barockzeit weitergeführt und -entwickelt (wobei besonders in den Beginenhöfen eine häufige Kommunion praktiziert wurde). Gerade die Reformatoren haben die häufige Kommunion… weiter lesen »
zeitschnur
„Häufige“ Kommunion bedeutete im Mittelalter nicht das, was man heute drunter versteht. Es bedeutete möglicherweise auch bloß 4x pro Jahr oder 1x im Monat, in jedem Fall aber nicht täglich oder wöchentlich. Gerade in der gallisch-fränkischen Kirche hatte sich die Kommunion hauptsächlich zur Priesterkommunion entwickelt, und anders ergäben Privatmessen ja überhaupt keinerlei Sinn (wie es dann tatsächlich nach dem Vat. II auch behauptet wurde). Erst durch verschiedene neuzeitliche mystische Bewegungen kam die wirklich häufige Kommunion auf. Für Menschen, die sich mystisch versenken und klösterlich leben, mag das ja segensreich sein. Aber nicht jeder ist eine Thérèse Martin! Pius X. hat… weiter lesen »
zeitschnur
Ich hoffe, der Link klappt, das ist ein PDF, das man über die Suchmaschine mit einem Direktlink findet. Der Autor heißt Bleienstein und ist ein Verfechter der häufigen Kommunion. Interessant am Schluss des Textes auf S. 21 wie er referiert, dass man in alten zeiten für einen häufigen Kommunionempfang (täglich) wesentlich höhere sittliche und geistliche Anforderungen stellte. Das Laterankonzil 1215 hatte jedoch offenbar verbindlich festgelegt, dass eine einmalige Laien-Kommunion (+ Beichte)im Jahr bereits als ausreichend gilt. Nun konnte Pius X. dahinter nicht zurück, weil das eben nun einmal so festgelegt worden war. Der Autor Bleienstein weicht am Ende dann auch… weiter lesen »
zeitschnur

Korrektur:

Nicht: „Bleienstein setzt die euchsaristische Ehrfurcht dem pastoralen Nutzen voran.“

Sondern:

„Bleienstein setzt die eucharistische Ehrfurcht dem pastoralen Nutzen HINTAN.“

Adrien Antoine
In den burgundischen/habsburgischen Niederlanden (ab 1550: spanischen Niederlanden) ist derKommunionsempfang mehrmals wöchentlich sehr gut belegt. Die Volksdevotion war nicht nur tief ausgeprägt und breit vorhanden, sondern bildete ein gewaltige gesellschaftliche Macht: die viele Kartäuserkloster (in der Reformationszeit dann weitgehend aufgehoben/geschlossen), und besonders die Beginenhöfe und im deutschen Reich die Spitäler; in dem Beginhof von Mecheln wohnten Ende des 17. Jhdt ca. 1500 Beginen (ca. 8-10 % der Gesamtbevölkerung der Stadt) mit großem Besitz (in weiblicher Hand) und sehr viel Spiritualität. Die Korrespondenzen der Großfräuleine mit den Bischöfen und Prälaten sind äusserst aussagekräftig betr. des Selbstvertrauens, der ökonomischen und sozialen Macht… weiter lesen »
Tamino

Das ist doch bullshit, zeitschnürchen, einfach nur bullshit

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