Die Priorität vieler Bischöfe und Laien, der Feigheit einen neuen Namen zu geben: Dialog und Integration

Krippe Stein des Anstoßes
Krippe Stein des Anstoßes

(Rom) Wir stehen im Advent und Weihnachten naht. Und auch in diesem Jahr häufen sich die Meldungen über eine breite Rückzugsfront von Schuldirektoren und Bürgermeistern, die sich vom Christentum distanzieren, indem der Heilige Nikolaus und das Christkind aus Schulen und Kindergärten verbannt werden und Krippen den öffentlichen Raum nicht „verunstalten“ sollen. Ein Charakteristikum des dritten Jahrtausends. Die antichristliche Haltung verbirgt sich neuerdings hinter dem Vorwand, Andersgläubige „respektieren“ und deren „Sensibilität nicht verletzen“ zu wollen. Gemeint sind damit natürlich die Anhänger des Islams, die heute in Europa leben, und das meist ganz abstrakt, ohne daß diese überhaupt irgendeine Forderung erhoben hätten. In Wirklichkeit handelt es sich um eine Bankrotterklärung des Westens, dessen Fundamente so morsch sind, daß sie durch das bloße Anschauen zusammenbrechen. Und es fehlt nicht an Christen und Kirchenvertretern, die diesen Zusammenbruch unterstützen.

Schuldirektor ersetzt Weihnachten durch „Winterfest“

Der Fall von Rozzano in der italienischen Lombardei wurde sogar international bekannt. Ein Schuldirektor entschied, das Weihnachtsfest abzuschaffen und statt dessen im Januar ein „Winterfest“ zu feiern. Die Begründung? „Aus Respekt für die Nicht-Katholiken“. Einige Eltern erhoben Protest, was den Fall bekannt und zum Mittelpunkt eines erbitterten Kulturkampfes Ertrinkender machte.

Hinter dem „Respekt für Nicht-Katholiken“ verbergen sich die üblichen Bekannten. Es sind die alten Kirchengegner, die reflexartig zur Stelle sind, wo es gegen die katholische Kirche geht, während ihnen Dschihadisten, wie in Paris, eine Bombe unter den Sessel schieben. Neu, wenn auch nicht ganz neu, ist, daß sich auch Katholiken unter sie mischen und es kaum erwarten können, die Kapitulationserklärung zu unterschreiben.

Surreales Szenario: Antwort auf Paris lautet Kapitulation

Das Szenario hat etwas Surreales an sich. Nach den Attentaten von Paris gäbe es allen Grund, sich einige Fragen zur bisherigen Einwanderungspolitik und zu den Regeln des Zusammenlebens zu stellen. Kaum etwas davon geschieht. Die offizielle Antwort auf Paris aber lautet: Kapitulation. Eine Kapitulation, die wortreich und mit missionarischem Eifer vertreten wird, in Wirklichkeit aber etwas Abergläubisches an sich hat, als wollte man mit einem magischen Kult die eigenen Ängste verscheuchen. Ängste der Bedrohung und Ängste der Leere.

Der Schuldirektor von Rozzano tat, was inzwischen Dutzende seiner Standesgenossen auch tun. Er verteidigte seine Entscheidung „wortreich und mit missionarischem Eifer“. Seine Entscheidung sei kein Rückzug vor dem Islam, denn „die Sensibilität der Menschen zu respektieren, die anderen Kulturen und Religionen angehören, ist ein Schritt vorwärts zu Integration und gegenseitigem Respekt“.

Die „veritabale Idiotie“ des Dialog- und Integrationsgeschwätzes

Bischof Cipolla von Padua
Bischof Cipolla von Padua

„Eine veritabele Idiotie“, so Riccardo Cascioli, der Chefredakteur der Nuova Bussola Quotidiana. „Ein Dialog ist nur zwischen jenen möglich, die sich ihrer Identität bewußt sind. Wer ein gestörtes Identitätsbewußtsein hat oder Integration mit dem Aufgeben des Eigenen und dem bereitwilligen Annehmen von allem Anderen verwechselt, ist zu keinem Dialog fähig. Die Selbstaufgabe im Namen des ‚Respekts für die anderen‘ ist deshalb eine Bankrotterklärung, weil sie nur den eigenen Identitätsverlust mehr schlecht als recht kaschiert.“

In jüngerer Zeit sei damit zu rechnen, so Cascioli, daß – wann immer es um Kapitulation und Preisgabe der christlichen Identität geht – irgendein Prälat oder anderer offizieller Kirchenvertreter herausspringt, um sich auf die Seite der bankrotteuren Vertreter von „Dialog und Respekt“ zu schlagen.

Im Fall von Rozzano ist das der neue Bischof von Padua, Msgr. Claudio Cipolla. Der Bischof ist seit vergangenem 18. Oktober im Amt. Es handelt sich um eine Ernennung von Papst Franziskus auf der Linie der jüngsten Ernennungen für die Erzbischofsstühle von Bologna und Palermo, mit denen die italienische Kirche den „Geruch der Herde“ annehmen soll.

Bischof von Padua bereit, für „Frieden und Brüderlichkeit“ auf alle Weihnachtstraditionen zu verzichten

In einem privaten Fernsehsender wiederholte Bischof Cipolla letztlich genau das, was der Schuldirektor von Rozzano gesagt hatte. Die Parole des „Hirten der Peripherie“ lautete: Ich bin sogar bereit, auf unsere Weihnachtstraditionen zu verzichten, um den Frieden und die Brüderlichkeit mit unseren islamischen Mitbürgern zu bewahren. „Wir dürfen nicht auftreten und irgend etwas fordern, auch nicht etwas, das für unsere Tradition und unsere Kultur selbstverständlich scheint. Wenn es notwendig wäre, um die Ruhe und die brüderlichen Beziehungen unter uns aufrechtzuerhalten, hätte ich keine Angst einen Schritt zurück zu machen, was alle unsere Traditionen angeht“, so der Bischof wörtlich. „Unglaublich“, so Riccardo Caschioli.

„Feigheit nicht auch noch als mutig darstellen“

„Wer Angst hat, hat keine Angst die Hosen runterzulassen. Der Bischof sollte seine Feigheit nicht auch noch als mutig darstellen“, kommentierte ein Leserbriefschreiber an den Mattino di Padova.

Wegen der Reaktionen der entsetzten Gläubigen versuchte Bischof Cipolla später zurückzurudern, erwarb sich aber auch damit keine Ehre. Er versuchte seine Aussagen damit zu korrigieren, indem er jene angriff, die angeblich seine Worte „instrumentalisiert“ hätten. „Da war nichts zu instrumentalisieren. Es war so eindeutig, was er gesagt hat“, so Cascioli.

Bischof Cipolla versäumte es nicht, sich bei seiner zweifelhaften Selbstkorrektur hinter Papst Franziskus zu verstecken:

Bischof verschanzt sich hinter Papst Franziskus

„Papst Franziskus fordert uns ständig auf, eine Welt des Friedens zu bauen, ohne Konflikte, in der die Beziehung zwischen Brüdern Vorrang habe und die Gleichgültigkeit kein Zuhause finde. Für uns Christen ist das eine starke, ständige Ermahnung, besonders in dieser Zeit des Advents, die uns zu Weihnachten hinführt. Deshalb dürfen wir die Religionen nicht gebrauchen, um Konflikte und unnötige Spannungen zu schüren. Leider werden die Religionen häufig für andere Interessen instrumentalisiert. Ich bin weder gegen die Präsenz der Religion im öffentlichen Raum noch gegen die religiösen Traditionen, doch weder die Religionen noch die religiösen Traditionen dürfen ein Instrument der Trennung, der Konflikte und der Spaltungen sein. Einen Schritt zurück zu machen, bedeutet nicht, eine Leere zu schaffen oder laizistischen Forderungen nachzukommen, sondern durch die Traditionen, die uns gehören und unseren Glauben nähren, den Dialog zu fördern.“

Priorität vieler Bischöfe, Priester und Laien, der Feigheit einen neuen Namen zu geben (Dialog, Integration)

Kapitulation hat viele Gesichter. „In diesem Fall weiß man nicht zu sagen, ob das Loch schlimmer ist als der Deckel, mit dem das Loch gestopft werden soll. Wie kann eine Krippe, die die Geburt Jesu Christi zeigt, ‚Konflikte und unnötige Spannungen schüren‘? Abgesehen davon, sollte Bischof Cipolla wissen, daß die Verkündigung Christi immer Spaltungen provoziert zwischen jenen, die Ihn annehmen und jenen, die ihn ablehnen, wie er selbst ankündigte. Er wurde dafür verfolgt und auch die Seinen werden verfolgt werden. Glaubt der Bischof von Padua den Schlauen spielen zu können?“ so Cascioli.

„Die Wahrheit ist, daß sich seit einiger Zeit die Prioritäten vieler Bischöfe und Priester – und auch Laien – geändert haben und man versucht, einer alten Bekannten einen neuen, positiven Wert und einen neuen, schönen Namen zu geben (Dialog, Integration): der Feigheit. Wenn der Islam einmal mit ausreichend Kräften kommt, wird er nicht einmal mehr kämpfen müssen, weil sich die Christen selbst liquidiert haben werden“, so Cascioli.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: MiL/Diocesi di Padova (Screenshots)

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19 Comments

  1. Unfassbarer Niedergang der katholischen Identität. Beschleunigt durch diese erbärmlichen Instruktoren zum seelischen Selbstmord.

    Diesbezüglich lohnt es sich folgende vor Jahrzehnten verfassten Darlegungen über den Antichristen zu lesen….sie haben die heutige christuslose Nacht vorausgesehen.
    Zunächst Bischof Fulton Sheen in einer Radioansprache aus dem Jahre 1947 über das Auftreten des Antichristen:
    -
    [….]
    Er wird als der große Menschenfreund verkleidet kommen.
    Er wird von Frieden, Wohlergehen und Fülle sprechen, 
    nicht als von Mitteln, um uns zu GOTT zu führen, 
    sondern als Endzielen in sich … 
    Er wird die Menschen dazu bringen, sich beschämt zurückzuziehen, 
    wenn ihre Mitmenschen sagen, sie wären nicht großzügig und liberal. 
    Er wird Toleranz mit Gleichgültigkeit gegen Recht und Unrecht, Wahrheit und Irrtum gleichsetzen …
    Und weil 
    seine Religion Brüderlichkeit ohne die Vaterschaft GOTTES sein wird, 
    wird er sogar die Auserwählten täuschen ….“
    -

    Weiter ein vortrefflicher Artikel von Reinhard Raffalt aus seiner Studie “Der Antichrist“ aus dem Jahre 1966:
    -
    „Die tiefste Sünde, 
    die der Mensch begehen kann, 
    ist die Begrenzung des menschlichen Lebens 
    auf das irdische Dasein, 
    die Einengung des Glückes 
    auf sinnenhafte, körperliche Wohlfahrt, 
    die Fesselung des Geistes an die Belange der Zeit.
    Ein solch gottwidriges Streben des vernunftbegabten Geschöpfes zeigt sich heute praktisch überall 
    und auf allen Gebieten: 
    Religion ist nur noch geduldet als private Angelegenheit. 
    Ja, fast scheint es, die Tage seien gezählt,
    an dem die öffentliche Ausübung des Gotteskultes nicht mehr erlaubt sein wird.

    Zur Zeit des Antichristen
    unterscheidet man nicht mehr zwischen „Gut und Böse“, 
    sondern zwischen „sozial und asozial“. 
    Oberster moralischer Grundsatz ist es, so zu leben, um niemanden Schaden erleiden zu lassen.
    Der Widersacher Gottes in Menschengestalt 
    wird die christliche Moral aufrechterhalten, 
    aber auf ihren Urheber verzichten,
    ja diesen vollkommen ausschalten. 
    Zu diesem Zweck werden die Kirchen umgeformt zu moralischen (rein humanistischen) Einrichtungen 
    im Dienste des weltumfassenden Staatsapparates, 
    der die Menschheit einem identischen Gesetz unterwirft. 
    Der Gotteslästerer bedient sich des Heiligen, um das Heilige zu entweihen; er bedient sich Gottes, um ihn abzusetzen.

    Er bedient sich der Wahrheit, um sie zu relativieren

    Der Antichrist
    verwirklicht den `Weltfrieden´ 
    und verlangt als Preis 
    den Verzicht auf die Unsterblichkeit der Seele 
    und die Abschaffung der Persönlichkeit.
    Er benützt die Lehre Christi zum Erweis einer gesitteten Gesellschaftsordnung, 
    in der die Religionen zum `Kodex´ für richtiges Verhalten werden.
    Demzufolge lassen sich 
    Judentum, Christentum und Islam, Buddhismus und Hinduismus 
    ohne Mühe vereinen, 
    da von jeder dieser Religionsformen der Verzicht auf die Definition eines Gottesbegriffes verlangt wird 
    (soweit sie bisher einen solchen zur Voraussetzung hatten). 
    Der Mensch wird in 
    psychologischer Gleichschaltung zum ausschließlichen Gemeinwesen und handelt dafür ein Maximum an irdischem Glück ein. Seine Freiheit verwandelt sich in das lustvolle Vergnügen, das er am Ausleben seiner Triebe finden darf, solange dadurch kein asoziales Verhalten heraufbeschworen wird.
    [….]
    Der Antichrist,
    der sich zur Spitze der Menschheit emporschwingen wird, 
    wird die Maske des Guten tragen.
    Um seine Ziele zu erreichen, 
    ist ein allgemeiner Glaubensabfallvonnöten.
    Diesen Glaubensabfall wird 
    nicht nur die Schein-Christen erreichen, 
    sondern die Kirche selbst!

    Heerscharen von Kritiklosen werden vom Glauben abfallen, 
    ohne es zu merken. 
    Die Gesellschaft wird ‚mechanisiert‘; 
    [….]
    Kardinal Newman
    hielt es für möglich, 
    dass „der größte Gottesfeind aus der Kirche selbst 
    erwachsen könne“. 
    Der Antichrist
    wird alsdann der
    `Vernunft´ zur Allmacht verholfen 
    und die Wahrheit durch die 
    Toleranz in viele Halbwahrheiten zerlegt haben. 
    Für die standhaften Christen
    wird alsdann die Versuchung am größten sein, 
    das irdische Leben als das höchste Gut zu halten, 
    nämlich gerade in dem Augenblick, 
    da sie es verlassen müssen….“
    -

    • Die „Raute des Grauens“ ist auf dem Vormarsch: Es lohnt sich ‚mal zu beobachten wie viele kirchliche (weltliche sowieso) Würdenträger diese berühmte Raute in die Kamera halten!

  2. Wird es nicht höchste Zeit, dass die christustreuen Katholiken sich sammeln, statt sinnlose Einzelkämpfe in einer Bastion zu führen, deren staatliche und geistliche Führung die Tore freiwillig dem Feind geöffnet hat und ihn sogar in die öffentlichen Gebäude, Kasernen und Kirchen einquartiert, während sie zugleich die eigene Bevölkerung drangsaliert und sogar die Waffen auf sie richtet? (Mir steht gerade Wien 1683 vor dem geistigen Auge.)

    • Leo Laemmlein: Christustreue Katholiken versuchen schon heute, sich nach Möglichkeit im Umfeld einer Schuleinrichtung der Priesterbruderschaft niederzulassen, wo es dann auch ein Prioratsleben gibt. Mir scheint dies die beste Verteidigungs- und Aufbauarmee für die Königsherrschaft Gottes.

  3. Weihnachten naht und damit die Stunde der Wahrheit. Die einzige Wahrheit, dass “ Jesus Chris-
    tus “ geboren ist, wird immer mehr verwässert und dem Zeitgeist angepasst. Dabei wäre an der
    Zeit, dieses Fest mehr bekannt zu machen. Gerade auch die jüngere Generation zeigt eine er-
    schreckende Unwissenheit um die christlichen Feste wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten.
    Wenn dann auch noch christliche Autoritäten Zweifel schüren und Halbwahrheiten verkünden
    und wie auch Franziskus, nur noch von Dialog, Barmherzigkeit und Armut sprechen, so tragen
    sie dazu bei, dass der Glaube sträflich verletzt und zerstört wird. Wenn man die Entwicklung sieht,
    wenn Theologen, katholische Gremien und auch katholische Hirten, sich winden und mit immer
    neuen Redewendungen den Glauben zudecken, nach dem Motto :..wir müssen unseren kindli-
    chen Glauben ablegen…dann ist es ein Zeichen der geistigen Verwirrung, von der Mutter Gottes
    in La Salette, vorhergesagt.

  4. Gestern sah ich „Sandra Maischberger“. Titel „Jetzt reden wir“. Es waren verschiedene Flüchtlinge eingeladen, zwei Politiker und einmal wurde zu meiner wachsenden Bestürzung (warum erzähl ich gleich) auch ein Heimleiter per Fernleitung aus Bayern interviewt.

    Mir fiel aber ziemlich bald die Kinnlade runter, weil ich die Örtlichkeit deshalb kenne, weil ein Teil meiner Familie daher stammt und wir als Kinder dort öfter waren:

    Eine Aufnahmestelle in Pfarrkirchen in Niederbayern, in einem Salvatorianerkloster, das seit 2012 nach fast 100 Jahren intensiver Seelsorge nun verlassen ist.

    Infos hier: http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_rottal_inn/pfarrkirchen/490726_Orden-bestaetigt-Salvatorianer-verlassen-Gartlberg.html

    Auf dem Gartlberg, einem – soll ich sagen: ehemaligen – Wallfahrtsberg, auf dem auch meine Familienangehörigen begraben waren, turnen also nun Leute aus aller Herren Länder, aber keine Katholiken mehr, herum!
    Ich dachte, es müsste mich zerschneiden!
    Nicht wegen der Fremden – dass sie da sind ist an sich nicht mal das primäre Problem, sondern

    DASS WIR NICHT MEHR DA SIND!

    Wir sind weggegangen, und warum sollten dann nicht andere das einnehmen, was wir verlassen haben – es ist unmittelbare Folge.

    Nachdem der letzte Mönch gegangen ist, kamen sie aus allen Ländern und nun sind sie da. Wie wäre die Lage, wenn die Salvatorianer noch zahlreich dort wären, das Volk fromm und die Kirchen voll wären?

  5. „Wenn es notwendig wäre, um die Ruhe und die brüderlichen Beziehungen unter uns aufrechtzuerhalten …“
    Bei allem Respekt für eine so friedliche Haltung dieses Franziskus-Bischofs: Wenn so etwas notwendig wäre, dann stünde die Brüderlichkeit schon infrage. Wenn so etwas notwendig wäre, dann mangelte es schon ganz grundlegend an Respekt und die Frage stellte sich erst gar nicht.
    Es ist schade, daß wir uns dem Islam und selbst den Säkularisten so sehr mit einer Art Stockholm-Syndrom nähern. Bewahren wir unsere Haltung fest, finden wir Gemeinsamkeiten in Geschichte und Lebensauffassungen und werben wir für die Wahrheit. Das ist es, was wir ganz in Ruhe und brüderlich tun können – und sollten.

  6. Sorry wenn ich das sage, aber wer sich vom oeden Weihnachtsgedudel unserer Zeit mit Weihnachtsmann und Kommerz bis zum Umfallen, grauenhaften Weihnachtsfeiern und Fressen bis der Arzt kommt, einfangen laesst, wer Jeeeeeesssuuuuuuuuuuuss zum Popanz der Geschaeftemacher verkommen laesst, unser Bruder und Kuscheltier, wer sich also von der Wahrheit derart abwendet und Anderen das ureigenst christliche Fest ueberlaesst, der braucht sich ueber die Resultate nicht zu wundern.
    Die NOM Liturgie tut ein Uebriges zum Glaubenabfall, wer hingeht will sentimentale Liedchen wie o Tannenbaum etc. hoeren, was die Gurkentruppen Kleriker auch gerne darbieten, nicht ohne sich vorher tausendfach fuer den Besuch der Messe bedankt zu haben und die die nicht kommenden „barmherzig“ entschuldigen, Gott ist halt ueberall, auch im Weihnachtsplaetzchen oder im neuen I-Phone, weil er ja sooooooooooooooo gut ist.
    Dieses Weihnachten ist ganz und gar nicht mehr christlich und nur noch zum Kotzen.
    Ich versuche dieses Jahr wieder die Weihnachtsliturgie tridentinisch mitzufeiern und den Rest auf ein Minimum zu beschraenken.

  7. @defendor:
    Danke für diese interessante Abhandlung aber leider wird mir nun flau im Magen und sowas die Gänsehaut kommt auf….
    Es läuft wie ein schreckliches Uhrwerk alles nach Plan,man braucht viel Mut und
    Gottvertrauen in dieser Zeit !

  8. „…Das ist doch alles sehr verwickelt…und ich persönlich verstehe wenig davon…“: dieser Originalton v. Franziskus (29.11.2015) hätte Bischof Cipolla doch besser beherzigt, bevor er in der Öffentlichkeit große Worte von sich gibt, dann zurückrudern muß und sich am Ende dann hinter einem Zitat v. Franziskus versteckt.
    Die Qualität dieses Schutzes besteht primär aus der theologischen Professionalität des Urhebers, und die tendiert, wie immer deutlicher demonstriert, gegen Null.

    Charakteristisch für die Hirte, die nach der Eröffnung des 2. Vatikanischen Konzils geboren sind, ist meiner Meinung nach ein gewaltiger Mangel an Rückgrat, an Qualität und Profil.
    Sehr häufig sagen diese Hirten ungefragt Sachen, die sich als falsch herausstellen, dann folgen unendliche Reparierungs- und Relativierungsversuche, und am Ende schweigt man beleidigt, oder greift giftig die Kritiker an.

    Nordbelgien ist dafür ein hervorragendes Beispiel.
    Unvergesslich der Bischof v. Brügge Jozef DeKesel, der am 29.10.2014 einen rezidivierenden pädophilen Priester erneut in die Seelsorge schicken wollte; als sofort breiter geharnischter Protest ausbrach, ließ er am 30.10.2014 tapfer ausrichten, „daß er alles gut durchdacht hatte und nicht auf seine Entscheidungen zurückkommen würde“; keine 18 Stunden später gab er bekannt, daß er den Rücktritt dieses Pädophilen akzeptiert hatte.
    In den nächsten 10 Tagen detonierten 2 weitere Skandale; nach dem Fall Nr.2 fuhr DeKesel nach Brüssel zum Rundfunk und Fernsehen, um dort vor den Mikrophonen ein Statement abzugeben, „…daß keine weitere Leichen im Keller mehr waren.“
    Unsinn: er war noch auf dem Heimweg als Fall Nr. 3 durch die Medien rollte- DeKesel ging dann ein kleines Jahr auf Tauchstation.
    Im Frühjahr 2015 meldete der Pressesprecher des Bistums dann die Aufarbeitunf v. Fall Nr.3 und sagte, daß „der Bischof hier unverzüglich eingegriffen hatte“.
    Bingo! – Sofort stellte sich heraus, daß DeKesel schon 4 !/2 Jahren von diesem Fall wußte.
    Ein zynischer Beobachter schrieb dann auch, daß der ganze militärische Konflikt zwischen Deutschland und der Sowjetunion in dem Zweiten Weltkrieg 6 Monate kürzer dauerte als die „unverzügliche Reaktion“ von DeKesel.
    Großmauligkeit, gepaart an Feigheit und Mangel an innerer Substanz.
    Oder um einen alten Jesuitenprofessor aus Antwerpen (G. Dierickx) zu paraphrasieren:
    das Gegenteil von „Profil und Kompetenz“.

    • Hochwürdiger Adrien Antoine, das erinnert an die heutige Politik. Worte gelten nichts mehr, sie haben ihre Bedeutung verloren, morgen wird das Gegenteil gesagt von heute und es wird erklärt, eigentlich sei es das gleiche, je höher das Gehalt desto hohler und roboterhafter das Agieren und Reagieren, Vernunft ist ersetzt durch emotionsbefrachtete, manipulative Schlagworte usw. usf.

  9. Naja, Orientierung kann man von diesen Bischöfen nicht erwarten. Die Ernennungen Bergoglios in Italien gehen in eine gefährliche Richtung wie man es jüngst in Palermo und Bologna anschaulich sehen konnte. Das sind nicht einmal „Liberale“ sondern z.T. weltfremde Fantasten und Träumer wie dieser Msgr. Cipolla oder auch Modenas Msgr. Castellucci, die zwar im öffentlichen Diskurs keiner ernst nimmt aber eine verheerende Orientierlosigkeit und Verwirrung bei den ihnen anvertrauten Diözesanen auslösen.

  10. „…um den Frieden und die Brüderlichkeit mit unseren islamischen Mitbürgern zu bewahren.“
    Wenn ein Kind in einem Stall geboren wird, weil die Eltern keinen besseren Platz finden konnten, ist das Gedenken daran offensichtlich der Anlass für Unfreiden und Streit. (Natürlich! Dazu ist dieses Kind ja nach eigenen Worten geboren und in die Welt gekommen! Aber das nur nebenbei…) Daher also der Vorschlag des Bischofs, lieber auf das Gedenken zu verzichten um die Freidhofsruhe bewahren.
    Die Hirten, die seine Schafe Weiden sollen, geben diese also lieber auf, nur um das Wolfsgehäul nicht hören zu müssen.
    Ich bringe das jetzt mal auf eine andere Ebene – vielleicht verstehen es die dann besser, die es immer noch nicht kapiert haben. Man stelle sich vor:
    - Karlheinz Rummenigge gäbe bekannt, der FC Bayern spiele ab sofort ohne Torwart, um den Frieden mit den gegnerischen Fans zu bewahren.
    - die Bundeswhr gäbe bekannt, zwar nach Syrien zu fliegen, allerdings seien die Tornados nur mit Platzpatronen bestückt, man wolle schließlich niemand verletzen.
    - Angela Merkl gäbe bekannt, man würde ab sofort auf die Lohn- und Einkommenssteuer verzichten, man habe nämlich festgestellt, die Beschäftigten würden dadurch diskriminiert.
    - …

    Genauso abartig wie diese Liste imaginärer Meldungen ist der heutige Umgang der christlichen Würdenträger mit dem ihnen anvertrauten Schatz – nur leider auf einer Ebene, auf der es um das ewige Seelenheil geht! Die Lehre, die Offenbarung Christi wird preisgegeben, geopfert auf dem Altar der political corectness!
    Das Schlimmste daran: Mietlinge wie Cipolla sind heute die Regel, nicht die Ausnahme.

  11. Feigheit hat einen neuen Namen:“ Dialog der Religionen“. Gerne auch: „niemanden ausgrenzen“, oder ebenso verderblich: „auf Augenhöhe“.

  12. Es braucht keiner seherischen Fähigkeiten, um zu behaupten, daß alles noch schlimmer werden wird.
    Lange vor Houllebecq`s „Unterwerfung “, nämlich am 24. April 1991, sagte breits der Fernsehredakteur Peter Huemer in der ARD-Sendung „Veranda“: „Wir werden teilen müssen unser Geld, wir werden teilen müssen unsere Jobs, unseren Wohnraum, unsere Geschlechtspartner.“ Das ist nur ein Detail eines schon lange laufenden großen Unterwerfungsprogramms.

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