Im Januar erscheint Gesprächsbuch von Papst Franziskus: „Der Name Gottes ist Barmherzigkeit“

Gesprächsbuch von Papst Franziskus: Der Name Gottes ist Barmherzigkeit"
Gesprächsbuch von Papst Franziskus: „Der Name Gottes ist Barmherzigkeit“

(Rom) Papst Franziskus veröffentlicht im kommenden Jahr sein „erstes Buch“, so ADNKronos und Europa Press. Dabei handelt es sich um ein Gesprächsbuch, das zusammen mit Andrea Tornielli, dem Vatikanisten seines Vertrauens, entstanden ist. Es wird den Titel tragen: „Der Name Gottes ist Barmherzigkeit“. Die Herausgabe erfolgt gleichzeitig in sechs Ausgaben. Neben dem italienischen Original werden fünf Übersetzungen vorbereitet. Die deutsche Ausgabe erscheint im Kösel-Verlag.

Andrea Tornielli gehört zu den ständigen Besuchern des vatikanischen Gästehauses Santa Marta. Ausgestattet mit einem Sonderausweis hat er ungehinderten Zugang zum Papst. Tornielli berät Franziskus und  textet und korrigiert für den Papst.

Das Buch wird am 12. Januar 2016 in den Buchhandel kommen, einen Monat nach Eröffnung des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit, das bis zum Christkönigsfest (Novus Ordo) 2016 dauert. Europa Press kündigte das Erscheinen mit einem Video an.

17 Verlagen arbeiten am Erscheinen des Gesprächsbuches mit, das zeitgleich in 84 Staaten in den Buchhandel kommen wird. Für den deutschen Sprachraum ist die Verlagsgruppe Random House des Bertelsmann-Konzerns zuständig, zu der seit 2005 der Kösel-Verlag gehört.

Über den Inhalt des Buches ist noch nichts bekannt.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: ADNKronos (Screenshot)

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Leo Laemmlein
Der Titel stellt eine Behauptung auf, und diese Behauptung ist verwirrend, wenn nicht irreführend. Nach dem überlieferten christlichen Glauben –und hierunter schließe ich ind iesem Punkt die traditionelle katholische und orthodoxe Dogmatik wie auch die bibelbasierte systematische (protestantische) Theologie ein– wird die Barmherzigkeit nicht als ein Name Gottes betrachtet, geschweige als d e r Name Gottes. Barmherzigkeit ist eine Eigenschaft, ein Attribut Gottes, näherhin des göttlichen Willens, und diese Eigenschaft der Barmherzigkeit ist unlöslich verbunden mit Gottes Gerechtigkeit. Was beabsichtigt Papst Franziskus mit diesem Verwirrung stiftenden Titel? Ich vermute vorab, er benutzt ihn in zwei Richtungen. Einmal zur Begründung einer… weiter lesen »
Suarez
Richtig, Barmherzigkeit ist ein Attribut Gottes. Barmherzigkeit ohne Umkehr wäre der Willkürakt des Dämonischen, weil in ihm alles Tun a priori gerechtfertigt wäre. Es käme in der Endkonsequenz der Aufhebung des Moralischen gleich. Dass Jesus Christus dies im Sinn gehabt haben könnte, ist absurd. Zwar vergibt die göttliche Liebe, sie tut dies aber nicht bedingungslos, sondern sie fordert den Sünder, seine Sünde zu bekennen, sie als solche auch anzuerkennen und sich vom sündhaften Tun abzuwenden. Die göttliche Liebe rechtfertigt nicht die Sünde – z.B. als menschliche Schwäche –, dies hat Jesus Christus ganz klar gesagt (Mt 13,8-9). Im Gegenteil, Jesus… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Ja, geehrter Suarez, so sehe ich das auch, und nie haben Jesus Christus und die Apostel anderes gelehrt. Nur ein Beispiel, da zufällig heute morgen wieder gelesen. Am Ende der Bergpredigt spricht Jesus von den zwei Wegen, warnt vor falschen Propheten und redet vom klugen und vom törichten Baumeister (Matthäus 7,13-29). Wir finden hier: zwei Pforten, zwei Wege, zwei Ziele, zwei Gruppen von Menschen; zwei Baumarten und zwei Fruchtsorten; zwei Gruppen im Gericht; zwei verschiedene Bauherren, die auf zwei unterschiedlichen Grundlagen bauen. Das sind Gegensatzpaare. Der Herr zieht eine klare Trennlinie zwischen dem Weg zum Untergang und dem Weg zum… weiter lesen »
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