„Die Familie ist gleichsam die Ikone der Tischgemeinschaft“

A GeneralaudienzLiebe Brüder und Schwestern,

in der heutigen Katechese wollen wir über die Bedeutung der Tischgemeinschaft im Leben der Familie sprechen. Tischgemeinschaft zu halten und in Freude die Gaben des Lebens zu teilen ist eine wertvolle Tugend. Die Familie, die um den gemeinsamen Tisch zusammenkommt, ist gleichsam die Ikone der Tischgemeinschaft. Sie ist ein Symbol des Austauschs und der Anteilnahme eines jeden Familienmitglieds an den Gütern, den Freuden und Leiden der anderen.

Im Leben Jesu hat die Tischgemeinschaft auch eine besondere Bedeutung: Jesus versammelt sich immer wieder mit den Menschen um den Tisch, vergleicht das Reich Gottes mit einem Gastmahl und schenkt uns im Opfer der Liebe seinen Leib und sein Blut, das als Speise und Trank des Heils die wahre Liebe nährt. Die Familie ist bei der Messe daher sozusagen „zu Hause“. Sie bringt ihre Liebesgemeinschaft in der Feier der Eucharistie mit ein und wird so selbst geheiligt, gestärkt und für die mitmenschliche Liebe geweitet. Die Feier des Messopfers hilft uns, Selbstbezogenheit und Verschlossenheit zu überwinden und in der familiären Zuneigung zu wachsen. Die Selbsthingabe Christi in der Eucharistie ist uns ein Vorbild für unsere Tischgemeinschaft mit den Armen und Bedürftigen über die Grenzen der Familie und unsrer Länder hinaus. So weitet sich der Horizont der Familie hin zum Horizont der Mutter Kirche, der Mutter aller Menschen und Völker.

Einen herzlichen Gruß richte ich an alle Pilger deutscher Sprache. Besonders grüße ich die Schülerinnen der Mädchenrealschule St. Ursula aus Donauwörth. Im Monat November gedenken wir besonders der Armen Seelen und begleiten sie mit unserem Gebet. Der Herr segne euch alle.

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Leo Laemmlein

Die „Mutter aller Menschen und Völker“? Wer ist wohl die Mutter in Offenbarung 17,5? Der Herr Jesus sprach sein ganzes irdisches Leben nur vom himmlischen Vater, nie von einer Mutter aller Völker.

Methodus

Will nicht zynisch sein, es ist zum Weinen. Jedoch flûstert mir ein „unguter Geist“, …Mutter der Vôlker? Vielleicht ein-e Bonobo Affe? Oder Andrea M.? Es ist zum Weinen.

Methodus

pardon,Angela.

Leo Laemmlein
Die Kirche als Mater et Magistra der Völker ist ein alter Ausdruck, und irgendwo auch nicht falsch, wenn sie nämlich wirklich ihrer Aufgabe nachkommt. Dazu muss sie aber das wahre Evangelium verkünden und die Wahrheit lehren, ob gelegen oder ungelegen. Heute, da die Menschheit in einen totalitären Eine-Welt-Staat und Religionssynkretismus getrieben werden soll, klingt das Wort von der Kirche als all-inklusive Mutter aller Völker höchst schal und ist gefährlich nahe an der „Mutter aller Huren“ (Offenbarung 17,5). Nicht umsonst erschreckt uns diese Gestalt im letzten Buch der Bibel, die das Ende dieser Welt und den Beginn der kommenden Welt zum… weiter lesen »
zeitschnur
@ Leo Lämmlein Die Kirche ist „Mutter“, wie Sie selbst sagen, und Maria ist DIE Mutter, weil sie Gott geboren hat und dadurch jeden gebiert, der wiederum aus IHM geboren ist, wie @ Freya Ihnen in Erinnerung ruft. Jesus hat das selbst als Vermächtnis am kreuz gesagt. Das ist auch dogmatisch zweifelsfrei festgestellt. Sie überlesen in der Offenbarung erstens, dass zuvor von dieser „Mutter“ im 12. kapitel ausführlich die Rede ist. Das „signum magnum“ am Himmel ist diese Gottesmutter, die traditionell auf Maria und Kirche gedeutet wurde und wird. Zweitens ist Ihnen nicht aufgefallen, dass der Seher Johannes nach seiner… weiter lesen »
Freya

Das sehe ich aber völlig anders:
Die letzten Worte, die Jesus vom Kreuz herab sprach, sind sein Vermächtnis / Testament an uns. In der Sterbestunde spricht man nur noch über wesentliche Dinge. Welche Worte hinterließ uns also der Herr?
„FRAU siehe deinen SOHN – SOHN siehe deine MUTTER !
Johannes steht hier stellvertretend für das gesamte Menschengeschlecht:
In Seiner Todesstunde wurde MARIA zur MUTTER aller Menschen und Völker.

zeitschnur
Sie haben damit vollkommen recht – aber Leo Lämmlein liest ind er Bibel nur noch das, was er hören möchte. Dass der hl. Paulus das „himmlische Jerusalem“ ausdrücklich als „unsere Mutter“ bezeichnete, will er auch nicht hören. Die Frau steht im übrigen in der gesamten Tradition für die Braut Christi bzw. für Israel UND auch – insofern sie auf Erden bereits lebt und wirkt – als Mutter aller, die sich bekehren erlöst werden. das war Überzeugung der Kirche von Anfang an. Leo Lämmlein weiß aber offenbar auch nicht oder will nicht wissen, dass im AT Gott selbst mehrfach in seinen… weiter lesen »
Adrien Antoine
Man sollte die Passage „Frau, siehe deinen Sohn-Sohn, siehe deine Mutter“ komplett lesen; sie geht weiter: „Und von diesem Augenblick nahm der Jünger sie bei sich auf“. Alleinstehende Frauen hatten es im alten Israel sehr schwer; Witwen, wie Maria nach der Josephsehe und St-Josephs Tod, waren fast komplett auf die Versorgung durch die Kinder (hier: Jesus) angewiesen. Jesus denkt in seinen letzten Augenblicken an seine Mutter- und legt ihre Versorgung, ihre Pflege, in die Hände des noch jungen Johannes (Fischer, mit Jakobus Maior eines der 2 Söhnen des Zebedäus, Chefs einer Fischerkooperative). Die Gotttesmutter Maria bekommt hier den letzten Zuspruch… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Sehr geehrte Freya, erinnern wir uns: das ursprüngliche Thema war, dass Papst Franziskus die Kirche Mutter nennt, und zwar „Mutter aller Menschen und Völker“. Viele fromme Redeweisen sind nicht so selbstverständlich, wie sie uns vielleicht vorkommen, weil wir sie gewohnt sind. In der ganzen Heiligen Schrift wird nirgends die Kirche direkt als Mutter bezeichnet. Was für den Glauben wichtig ist, wird in der Bibel klar ausgesprochen, und was sehr wichtig ist, wird wiederholt oder sogar oft ausgesprochen. Der KKK, Nr. 757, erwähnt im Kleindruck die Kirche als „Mutter“ und beruft sich hierzu auf Gal 4,26. Er identifiziert also „das Jerusalem… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Schluss. In der dogmatischen Kirchenkonstitution Lumen gentium, im Kapitel vom Volk Gottes, wird stark betont, dass die ganze Menschheit in die Kirche berufen ist, aber der Zusammenhang mit Jesus Christus wird genannt und dass diese Berufung eine über diese Welt hinausgehende, jenseitige ist. Abgesehen davon, dass Berufung nicht identisch ist mit Erwählung, besteht heute, gerade unter diesem Papst, die große Gefahr, dass der innerweltliche Aspekt überbetont und der überweltliche Grund mit Absicht ausgelassen wird. Mit Absicht? Ja! Haben wir es nicht bei der Weltbischofssynode erlebt, wie in der Abschlusserklärung aus Familiaris consortio Papst Johannes Pauls II. zitiert wird, wobei der… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Sehr geehrte Freya, vermutlich ist Ihnen der Titel „Mutter aller Menschen und Völker“ vertrauter für Maria, die Mutter des Herrn, als für der Kirche. Deshalb wechselten sie einfach das Thema, vielleicht ohne es zu bemerken. Auch für Maria ist diese Rede nicht selbstverständlich. Schon gar nicht ist sie biblisch, aber auch die Kirchenväter kannten sie nicht. Wieder auf Augustinus (4./5. Jh.) geht der Gedanke der geistlichen Mutterschaft Mariens zurück, wenn er Maria als „Mutter der Glieder“ (die wir sind) bezeichnet, „weil sie in Liebe mitgewirkt hat, daß in der Kirche Gläubige geboren werden“. Im 8. Jh. nannte Ambrosius Autpertus Maria… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Fortsetzung. In dem erwähnten Artikel bemüht sich Johannes Beumer SJ, die Mutterschaft Mariens über die ganze Menschheit, die er unter dem Begriff der „allgemeinen Mutterschaft“ abhandelt, aus dem Lehramt der Päpste seit Leo XIII. nachzuweisen. Aber auch er schreibt: „Dabei bleibt jedoch bestehen, daß die Glieder der Kirche in eigentlichem Sinne die Kinder Mariens sind; die Gesamtheit der Menschen ist nur zur Kirche berufen, und damit haben sie teil an der mütterlichen Sorge der Gottesmutter. Es ist eine Ausdehnung der geistigen Mutterschaft Mariens, ähnlich wie die Stellung Christi in seiner Kirche, deren Haupt und König er ist, auf die ganze… weiter lesen »
Adrien Antoine

Ein sehr fundierter Kommentar von @Leo Lämmlein.
Die Qualität der Artikel auf dieser Webseite ist hervorragend; und nicht selten sind die Postings ebenso von sehr hohen Qualität.
Auch das ist Neuevangelisierung, und wohl in bester Form.

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