Ja, aber die Kreuzzüge! – Zum Tod von Altkanzler Helmut Schmidt

Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sarg von Altkanzler Helmut Schmidt
Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sarg von Altkanzler Helmut Schmidt

Schon die Römer versuchten den frühen Christen alles Negative in die Schuhe zu schieben.. Heutzutage ist es das Schlagwort „Kreuzzüge“, das als historische Allzweckwaffe das Christentum denunzieren soll.

Ein Gastkommentar zu Äußerungen Helmut Schmidts von Hubert Hecker.

Zum Tode von Helmut Schmidt zeigte Sandra Maischberger am 10. November einen Zusammenschnitt aller Gespräche, die sie mit dem Alt-Bundeskanzler geführt hatte. Ein Themenkomplex dabei war Zuwanderung und Religion.

Zuwanderung aus fremden Zivilisationen schafft kulturelle Probleme

Helmut Schmidt hatte sich mehrfach zu Masseneinwanderung geäußert – mal skeptisch, kritisch und auch drastisch. „Schmidt-Schnautze“, wie er von Gegnern und Bewunderern genannt wurde, gebrauchte gelegentlich provokative Worte wie die: „Wir können nicht mehr Ausländer verdauen, das gibt Mord und Totschlag.“ Aber dieser Sarkasmus im politischen Kampfgetümmel von 1981 charakterisiert nicht unbedingt die grundlegende Einstellung des Altkanzlers zum Problem der Immigration. In der Talkshow von Maischberger äußerte er sich abwägend, aber eindeutig:

„Zuwanderung aus fremden Zivilisationen schafft mehr kulturelle Probleme, als sie uns auf dem Arbeitsmarkt an positiven Faktoren bringen kann.“

Von den politisch korrekten Medien wird uns vielfach eingeredet, dass man das Fremde und die Fremden ausschließlich als Bereicherung unserer Gesellschaft ansehen müsste. Schmidt erkennt dagegen in den Zuwanderern aus der fremden (islamischen) Zivilisation und den entsprechenden kulturellen Differenzen eher das Belastende für unsere freiheitlich-demokratische Kultur und Gesellschaft.

Wenn Helmut Schmidt das Wort von der „fremden Zivilisation“ benutzt, ist er dann fremdenfeindlich? Gewiss nicht, aber realistisch.

Im Koran festgelegt: minderrechtliche Stellung für Mädchen und Frauen

Helmut Schmidt (1918-2015)
Helmut Schmidt (1918-2015)

Der Alt-Bundeskanzler erläutert das Fremd-Zivilisatorische daran, nach welchen Grundsätzen in muslimischen Immigrationsfamilien Sozialisation und Zusammenleben gestaltet werden. „Da ist z. B. die überragende Stellung des Vaters gegenüber seinen Kindern. Da werden die Töchter verheiratet gegen ihren Willen, da muss die Ehefrau tun, was der Mann will.“

Schmidt will diese familiären Regeln und Verhaltensmuster verstehen als zivilisatorische Gewohnheiten, unabhängig von der Religion. Eine ähnliche Ausblendung der Religion vertreten vielfach auch die in Stadtteilen mit hohem Migrantenanteil eingesetzten Sozialarbeiter. In Wirklichkeit sind solche muslimische Familienverhältnisse im Koran in den Suren zwei und vier seit 1400 Jahren „als Allahs Wille“ festgelegt: Der Mann hat ein Vorrecht an Entscheidungen vor der Frau. „Männer sollen vor Frauen bevorzugt werden, weil Allah die einen vor den anderen mit Vorzügen begabte. Rechtschaffene Frauen sollen gehorsam, treu und verschwiegen sein. Bei Ehefrauen, die Anlass für männliches Erzürnen geben“, gibt Mohammed den Männern das Recht, ihre Frauen „ zu verweisen, sie einzusperren und zu züchtigen“ (Sure 2,35). Frauen werden von der islamischen Männergesellschaft seit dem Frühislam im Mittelalter bei der Erbschaft und vor Gericht sowie bei Ehe-Schließung und Ehe-Auflösung nur als halbwertig angesehen.

Die islamischen Rechtsschulen haben die Koran-Weisungen weiter ausgestaltet. Danach ist die Ehe ein Vertrag. Dem müssen zwar beide ‚Seiten’ zustimmen, aber nicht die Frau in persona. Ihre Seite vertritt in der Regel der Vater. Aber auch der Vormund, ein männliches Familienmitglied oder ein Richter können den Ehevertrag für die Seite der Frau gültig unterzeichnen. Das ist die Scharia-Basis für Zwangsverheiratungen in islamischen Kulturen. Denn rechtlich spielt der Wille der Frau bei der Eheschließung keine Rolle.

Eine Auflösung des Ehevertrags, also Scheidung, kann unter schwerwiegenden Bedingungen sowohl vom Mann als auch von der Frau verlangt werden. Darüber hinaus hat der Mann jedoch das Vorrecht, seine Frau in einem einseitigen Akt ohne Begründung verstoßen. Dafür genügt das dreimalige Ausrufen von „Talag“ – „Ich verstoße dich!“ Dieser Verstoßungsakt kann heutzutage auch telefonisch sowie mittels Mail oder SMS geschehen. Die Registrierung von einem Scharia-Richter geht gewöhnlich in Ordnung, so dass viele islamische Frauen Angst davor haben müssen, irgendwann einmal und aus heiterem Himmel von ihrem Mann verstoßen zu werden, ohne etwas dagegen tun zu können.

Verantwortungsethisch geboten: restriktive Einwanderungspolitik

Wenn die Ungleichbehandlung von Frauen und Mädchen durch muslimische Männer nur eine zivilisatorische Gewohnheit wäre, wie Helmut Schmidt unterstellte, könnte sie wahrscheinlich in zwei bis drei Generationen abgeschliffen werden. Tatsächlich aber gehört die rechtliche und soziale Minderstellung der Frau zum Kernbereich von Koran und Islam. Damit ist auch klar, dass dieser Islam nicht zum grundrechtlich basierten Deutschland gehören kann. Aus dem Grund ist noch größere Skepsis als die von Schmidt angebracht, ob die religiös aktiven Muslime sich in absehbarer Zeit überhaupt in die deutsche Gesellschaft von Gleichberechtigung und persönlicher Freiheit integrieren wollen und werden. Allein aus diesen Überlegungen wäre eine sehr restriktive Einwanderungspolitik geboten, die auch Helmut Schmidt für notwendig hielt.

In seiner aktiven Zeit als führender Politiker stand er für eine rationale Politik mit verantwortungsethischer Begründung – auch um „Schaden vom deutschen Volk abzuhalten“. Dazu steht Bundeskanzlerin Merkel mit ihrer gutmenschlichen Gesinnungsethik im krassen Gegensatz. Sie wischt alle rationalen Bedenken zur Migranten-Willkommenskultur als „sinnlos“ hinweg. Denn: „Der Herr-Gott hat uns diese Aufgabe jetzt auf den Tisch gelegt.“ Politik wird durch Esoterik ersetzt. Der Herr- oder Frau-Gott? Oder die ‚Vorsehung’? Oder Allah? – sagt der devoten Angela, was im Kanzleramt gekocht wird. Im Deutschland-Restaurant sollen die Türen für die Millionen Migranten dieser Welt durchgehend geöffnet bleiben, damit sie sich an den gedeckten Tisch setzen können?

Zurück zu den Ehe- und Familienregeln

An dieser Stelle ist die Frage angebracht: Wie kommt es eigentlich zu der im christlich geprägten Europa Idee und Praxis, dass Mann und Frau im freien Konsens in die Ehe gehen? Nicht nur in den vom Islam geprägten Ländern, sondern auch in Indien, China, Japan und weiten Teilen Afrikas werden weiterhin mindestens die Töchter von den Eltern verheiratet. In der griechisch-römischen Antike waren Frau und Mädchen vollständig dem pater familias untergeordnet.

Das Christentum legte die Basis für die Gleichberechtigung in der Ehe

Es war allein das Christentum, das im Laufe der Jahrhunderte aus dem Grundgedanken der geschöpflichen Gleichheit der Menschen ein gleichberechtigendes (Ehe-)Recht ausbildete. Danach ist die Eheschließung ein Treuegelöbnis zwischen Mann und Frau auf Lebenszeit. Beide Ehegatten müssen für einen gültigen Ehebund in persona und aus freien Stücken öffentlich und unter Zeugen mit „Ja“ zustimmen. Das ist seit dem frühen Christentum der Kernbestand einer kirchenrechtlichen Festlegung, die zwar äußere kulturelle Einflussnahmen auf Eheschließungen und Eheführung nie ausschließen konnte, aber sich letztlich in allen christlich geprägten Ländern der Welt in den Grundprinzipien durchsetzte.

Mit logischem Nachdenken sowie etwas historischem Wissen zur europäischen Geschichte hätte der als klug geltende Alt-Bundeskanzler Schmidt auch auf diese Zusammenhänge kommen können. Aber das verbreitete Muster von Selbstverleugnung der christlichen Wurzeln Europas nagelte auch Schmidt ein Brett vor den Kopf. Der erste Bundespräsident Theodor Heuss wusste noch, dass Europa auf den drei Hügeln von römischem Kapitol, griechischer Akropolis und dem Golgotha des Christus-Erlösers aufgebaut ist. Schmidt dagegen war sich mit seinem politischen Freund Valéry Giscard d’Estaing einig, dass erst in der Aufklärung die geistigen Wurzeln Europas lägen. Alles vorher müsste als finsteres Mittelalter abgetan werden.

Antichristliche Unlogik

Aus diesem unhistorischen und anti-christlichen Denkmuster heraus zeigte sich bei Helmut Schmidt – zumindest in den letzten Jahren – eine stereotype Aversion gegen das Christentum,. Die brachte er mit seinem „Hang zur Besserwisserei“ (Baring) in viele Gespräche ein. Auch das Thema: Einwanderung und Islam hielt ihn nicht davon ab, einen Schlag gegen das Christentum zu landen. Zur Erinnerung: Es ging um das Integrationsproblem bei Migranten aus islamisch geprägten Ländern, die keine Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau praktizieren. Schmidt kommt von diesen Menschenrechts-Defiziten im Islam in zwei Argumentationsschritten – zu den Kreuzzügen vor 800 Jahren. Diese unglaublich „rechthaberische“ Unlogik seiner Argumentation geht so:

▪ Bei allen Religionen (mit Einschränkung des Judentums) gälten die Andersgläubigen als minderwertig.
▪ Diese Einstellung würde im Christentum besonders ausgeprägt sein.
▪ „Denken Sie nur im Mittelalter an die unzähligen Kreuzzüge als Eroberungskriege.“
▪ Die hätten natürlich „Gegenreaktionen auf muslimischer Seite hervorgerufen.“

Keine Kenntnisse vom Christentum – außer die üblichen Schlagworte

Schmidt "Mächte der Zukunft", eines seiner Bücher, mit denen er seine Sicht der Welt erklärte
Schmidt „Mächte der Zukunft“, eines seiner Bücher, mit denen er seine Sicht der Welt erklärte

Helmut Schmidt sagte im FAZ-Interview, abgedruckt am 12. 11.: „Ich wusste vom Islam und auch vom Judentum gar nichts – trotz meines jüdischen Großvaters“ – bis ihn Anwar-as Sadat darüber belehrte. Er hätte ergänzen sollen: ‚Auch über die Geschichte des Christentums habe ich gar keine Kenntnisse – außer die üblichen Vorurteile. Dafür habe ich aber eine starke Meinung von den schlechten Seiten des Christlichen’:

Aus dem Wort von den „unzähligen“ Kreuzzügen spricht ein gewisser Unwille, sich überhaupt konkret und historisch mit den Kreuzzügen auseinanderzusetzen. Die reflexartige Redewendung: „Ja, aber die Kreuzzüge…“ hat sich als Muster eines Totschlagbeweises gegen das Christentum eingebürgert, so dass man sich um historische Einordnung der sieben Orient-Kreuzzüge einfach nicht mehr zu kümmern braucht.

Wenn gelegentlich die Kreuzzüge sogar zur argumentativen Allzweckwaffe werden, um alle Probleme zwischen Orient und Okzident zu erklären, dann fühlt man sich an die Worte von Tertullian erinnert. Der hatte seinen römischen Kritikern vorgehalten, dass sie das Christentum für alle möglichen negativen Ereignisse die Schuld gäben.

In diesem Fall ging Schmidt von den Integrationsproblemen muslimischer Migranten aus. Wenn seine Folge-Argumentation irgendeinen Sinn haben soll, dann wären diese Probleme als muslimische „Gegenreaktionen“ auf die Kreuzzüge zu sehen. Es verblüfft die Chuzpe, mit der der hochgejubelte „Jahrhundertmann“ bei einem aktuellen Problem mit Muslimen zum Tiefschlag gegen das Christentum ausholt. Bleibt nur die Frage: Wieso streben Millionen Muslime unter islamischen Herrschaft in die Länder, von denen die „unzähligen Kreuzzüge“ ihren Ausgangspunkt nahmen?

Des Weiteren pustet Helmut Schmidt Frau Maischberger seine These ins Gesicht: „Die Kreuzzüge waren Eroberungskriege.“ Auch diese Behauptung vernebelt die Tatsachen.

Die Kreuzzüge waren Teil der europäischen Reconquista nach 400 Jahren islamischer Eroberungen und Besetzungen

Innerhalb von 100 Jahren nach dem Tode Mohammeds hatten muslimische Kriegsheere mehr als ein Dutzend christliche Länder erobert – einschließlich des für Christen Heiligen Landes. Danach wurden die Mittelmeerinseln von Zypern bis zu den Balearen besetzt, die christliche Bevölkerung getötet, vertrieben, versklavt oder unterdrückt. Schließlich organisierten muslimische Herrscher zwei Jahrhunderte lang Überfälle als See- und Landräuber gegen christliche Städte. Erst danach reagierten die ersten christlichen Herrscher mehr als nur defensiv.

In Spanien begann etwa Mitte des 11. Jahrhunderts die reconquista, wörtlich die Rückeroberung der von muslimischen Heeren eroberten Christengebiete. Tatsächlich hatten die militärischen Aktionen auch das Ziel, die Christen aus der islamischen Bedrückung zu befreien. Die Kreuzzüge waren Teil dieser Strategie, erweitert mit religiösen und wirtschaftlichen Motiven.

Eine kurze Übersicht über die 400 Jahre Eroberungsgeschichte des Islam als Vorgeschichte der Kreuzzüge:

Mohammed selbst führt im Jahre 630 mit seinem Araberheer Krieg gegen die Christenstadt Tabuk. Drei Jahre nach seinem Tode erobern die muslimischen Krieger Damaskus, 637 Jerusalem, 640 Kairo, 637 Barka in Libyen, 650 Armenien. 652 werden die ersten Sizilianer versklavt, 654 erstmals Konstantinopel angegriffen. Bis 710 sind alle christlichen Länder in Nordafrika von Araberheeren erobert und besetzt. Bei den Kriegen kommt etwa die Hälfte der Bevölkerung zu Schaden, in Sklaverei oder zu Tode. 600 Bischofssitze erlöschen. 711 wird die Basilika Santa Maria auf dem Tempelberg in Jerusalem zur al-Aqsa-Moschee. 712 ist Südspanien erobert, 15 Jahre später fast ganz Spanien. 732 wird ein muslimisches Heer bei Tours und Poitiers von Karl Martell erstmals zurückgeschlagen. 810 wird Korsika islamisch, 843 die Christenhauptstadt Rom angegriffen, 870 Malta erobert. Im 10 Jahrhundert werden regelmäßig von Spanien aus die südfranzösischen Städte belagert, verwüstet und die Einwohner versklavt. In den Jahren 952 bis 960 ist sogar ein Teil der Schweiz von spanischen Muslimen besetzt. Über mehrere Jahrhunderte überfallen muslimische Seeräuber von Nordafrika und Sizilien italienische Küstenstädte. Das Niederreißen von Jerusalemer Kirchen im Jahre 1009 war der Auftakt für die Zerstörung von Hunderten von Gotteshäusern in Heiligen Land und darüber hinaus.

Die Christenheit hatte damals über 450 Jahre Erfahrungen mit einem kriegerischen und aggressiven Islam gemacht, wie er heute wieder im Islamischen Staat, Al Qaida, Boko Haram und anderen Salafistengruppen auflebt und die friedliche Menschheit bedroht. Mit dem Ersten Kreuzzug im Jahre 1096 wurde die Gegenstrategie von der damaligen europäischen Christenheit fortgesetzt, die in der spanischen reconquista begonnen hatte.

Text: Hubert Hecker
Bild: Tagesspiegel/Wikicommons (Screenshots)

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106 Comments

  1. Man muss, was das Eherecht betrifft, aber ehrlicherweise dazu sagen, dass auch im ach so christlichen Europa ähnliche Diskriminierungen der Frau nicht nur außerplanmäßig, sondern aus fromm-ideologischen Gründen geschahen und nach wie vor geschehen.

    Offenbar ist die Instandsetzung der Würde der Frau eines der größten Problem für den Mann. Jesus griff zu drastischen Worten gegenüber seinen männlichen Jüngern („eure Hartherzigkeit“) und sie antworteten prompt auf seine Forderung: „Wenn die Stellung des Mannes in der Ehe so ist, dann ist es besser, nicht zu heiraten.“

    Viele Kirchenväter und heutige Männer, aber auch verblendete Frauen lesen die entsprechenden NT-Stellen in den Pastoralbriefen genau so, wie man die Stellung der Frau im Islam versteht. In vielen Lehrschreiben kommt das zum Ausdruck: einer gebietet (der Mann), der andere „gehorcht“.
    Auch wenn man dann schnell hinzufügt, die Untergeordnete sei es aber nicht in der Art einer Sklavin oder Dienerin, fragt jeder denkende Mensch, wie das zugehen soll: Wenn mir einer gebietet, bin ich nun mal untergeordnet nach der Art einer Dienerin. Denn andernfalls dürfte der andere mir ja nicht gebieten.

    Ich fürchte, die Kirche hat sich hier über lange Strecken was in die Tasche gelogen.

    Dazu kommen seltsame Dinge wie die Behauptung, die Frau sei kein Ebenbild Gottes (im Decretum Gratiani) und müsse deshalb einen Schleier tragen. Das Decretum zitiert hier Schriftstellen, aus denen der Satz, dass die Frau Ebenenbild Gottes sei, einfach weggestrichen wird – als „Schriftbeweis“ (das ist hochgradig häretisch – aber keiner nahm daran Anstoß und der Wahnsinn wurde bis 1917 tradiert) und eine NT-Paulus-Stelle wird förmlich umformuliert, bis es passt und die Frau wieder kein Ebenbild Gottes ist, sondern nur das Abbild des Mannes…

    Nee, bleiben wir ehrlich – wir haben all das, was uns im Islam so widerlich entgegeschlägt, doch selbst in der Ideologie, allerdings der Schrift entgegen.

    Man kann die Pastoralbriefe auch anders auffassen – der hl. Petrus stellt die „Unterordnung“ der Frau, die er allerdings ihr selbst nahelegt und nicht dem Mann, der sie unterdrücken soll, in den Zusammenhang, dass man den Heiden keinen Anstoß gibt.

    Macht man sich klar, dass der Mann nichts schwerer verkraftet als dies, dass er nicht der Chef, nicht der Herrscher, sondern nur Diener ist und dass selbst die Jünger das nicht akzeptieren wollten, was Jesus wollte hinsichtlich der Frau, dann erhalten die entsprechenden Schriftstellen eine andere Richtung: In diesem Äon geht es darum, dass die Seelen gewonnen werden. Natürlich ist der Mann NICHT der Gebieter der Frau! Das wurde ja an Maria deutlich: Sie wurde alleine gefragt, verantwortete ihr Fiat ohne den Mann und im hl. Josef scheint der Mann auf, wie er sein soll, wenn er seinerseits instand gesetzt ist.

    Um der Schwäche und des Stolzes des Mannes und um sein Seelenheil nicht zu gefährden, willen sollen sich Frauen freiwillig – nicht erzwungen – zurücknehmen.

    • Wir täten also gut daran, wenn wir nicht ständig gebetsmühlenhaft wiederholen, dass wir dem Islam hier so weit voraus gewesen wären.

      Noch im römischen Katechismus wird der Frau verboten, das Haus ohne Einwilligung ihres Mannes zu verlassen.

      Ist das wirklich so weit weg vom Islam?

      Und hatten unsere Könige nicht wie die Muslime ihre Mätressen und zeugten im Stand der Rechtgläubigkeit teilweise unzählige illegitime Kinder? Was ist der Unterschied zwischen dieser Haremswirtschaft und unseren katholischen Kaisern und Königen?

      Wehe aber, eine Frau hätte sich umgekehrt so ein Lotterleben geleistet. Der fromme Mob hätte sie zertreten.
      Außer der RKK haben alle anderen Kirchen die aufeinanderfolgende Polygamie zugelassen – natürlich war das gegen die Frau gerichtet.
      Und heute zieht die RKK nach.
      Das Nachsehen hat am Ende nur die Frau.
      Und dies entgegen dem ausdrücklichen Wort Jesu.
      Ja – das IST das Thema, das der Mann nicht verkraftet hat bis heute.
      Und das ist auch der Grund, warum insgeheim so viele mit islamischen Praktiken liebäugeln.

      Und deshalb spielt in deren Frömmigkeit auch die Liebe zu Jesus keine Rolle – wie viele Christen wollen nicht, dass der Sohn Gottes, der als Mann inkarnierte und damit jeden rein irdischen Mann erst mal zum Schweigen brachte, ihr Herr sei? Man pflegt die „Tradition“, aber liebt man Jesus?

      Es ist eine Gratwanderung, auch die Rede vom „alter Christus“ – wie viele Kleriker haben sich angemaßt, was gerade nicht sein soll: sie treten nicht zurück, um IHN sichtbar zu machen, sondern sie halten sich selbst für Gott.

      Der Glaubensabfall hängt ursächlich damit zusammen – damit und mit nichts anderem.
      Wann haben wir von einem Mann und erst recht von einem Kleriker zum letzten Mal den Satz gehört:
      „Was willst du Herr jetzt in dieser Situation?“
      Diesen Satz, ohne dass derselbe schon mit der Antwort aufwartet, anstatt auf den Herrn zu warten.
      Aber er glaubt, was er sagt, sei das, was der Herr sagt.

      Wann hat einer zuletzt geschwiegen und gewartet, ob eine Antwort käme?

      Wir haben wirklich keinen Grund, dem Islam hier etwas vorzuwerfen.

      • Sie sprechen mir aus der Seele. Vieles, was man dem Islam vorwirft, wurde auch lange in der RKK praktiziert

      • Das ist doch wieder typisch. Hier wird völlig undifferenziert allerlei willkürlich durcheinandergemischt. Die mutmaßlichen Übereinstimmungen aus ältesten Tagen sind bei Licht auch kaum vergleichbar. Den gegenwärtigen islam in seiner besonderen gewalttätigen Ausprägung gilt es zu beobachten und nicht ahistorische Phantastereien zu betreiben mit Scheinfakten, die vorne und hinten nicht stimmen.

    • Die von Ihnen genannten Fälle gibt es leider (gegen Jesu Wort und Wunsch) und ich stimme den meisten Ihrer Ausführungen gern zu.
      Dennoch : die Polarität der zwei paulinischen Worte bleibt bestehen; (die veränderte Reihenfolge als kleines Geschenk an Sie) „der Mann liebe seine Frau, wie Christus die Kirche geliebt hat“ (Kreuzestod) und „Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie … (Eph 5,22f)

      • Ich habe bereits an anderer Stelle nachgewiesen, dass der gesamte Abschnitt damit überschrieben ist, dass Mann und Frau sich einander gegenseitig unterordnen sollen in der Ehrfurcht vor Christus..

        Das „Abbilden“ einer Relation, das auf die Ehe auch angewandt wird, hat keinen ontologischen Wert, sondern eben einen symbolischen.
        Denn natürlich „ist“ der Mann nicht Gott und die Frau nicht die Welt.

        Geheimnis: Jesus wurde Mensch, machte sich uns gleich und integrierte uns in seine Gottheit.

        Die paulinischen Hinweise darauf, dass die Frau der Leib des Mannes sei, spielen darauf an: dass Jesus „wir“ wurde aus Liebe. Dieselbe Haltung erwartet er vom Mann. Und dies, obwohl gerade er nicht Gott ist und die Frau definitiv sein menschliches Fleisch ist, ihm also ontologisch vollkommen gleich ist, weil Gott es so geschaffen hat.

        Was viele Männer einfach nicht erfassen ist, dass Frauen, egal wie tief man sie demütigt, immer die Überlegenen bleiben. Sie sind die notwendige „Hilfe“ („adiutorium“) für den Mann und nicht umgekehrt – das ist die gute Schöpfungsordnung. Und das wird an allen Ecken und Enden deutlich. Ich würde sagen, dass die Frau in der Ehe die Stärkere ist, grundsätzlich.
        Und aufgrund seiner dumpfen Herrschsucht verachtet sie den Mann aus tiefstem Herzen.
        Ich konnte diese Haltung v.a. im heidnischen Ausland massiv beobachten (in der eigenen Verwandtschaft). Nirgends verachtet die Frau den Mann mehr als im Heidentum. Je mehr man sie erniedrigt, desto erbärmlicher der Mann – weil sie sein Fleisch IST, leitet er mit ihrer Diskriminierung seinen eigenen Niedergang ein…

        Ein Bekannter erzählte mir neulich, nachdem er aus Arabien zurückkam, er habe erst dort begriffen, dass diese Männer, die meinen, sie müssten mehr als eine Frau begatten, keinen Boden unter den Füßen hätten. Ihre Frauen geben ihnen das Gefühl, unterwürfig zu sein und bilden eine undurchdringliche Mehrfachmacht in seinem eigenen Haus gegen die er nicht ankommt … und verachten ihn aus tiefster Seele.

        Die Frau also ist in Christus gehalten, den Mann so zu achten, wie sie Christus, der ihr eigentlicher Bräutigam ist, liebt und ehrt. Christus wurde ein Mann, um dem Mann zu zeigen, was Mannsein ist. Aber der Mann erfährt das nur über die Frau – darum geht es. Sie ist und bleibt „apostola apostolorum“. Sie gebiert wie Maria alles und er ist darauf angewiesen.

        Es ist ein Phänomen: Frauen kommen fast immer zuerst und ohne den Mann zum Glauben. Zahlreiche Frauen kommen alleine zur Kirche und der Mann steht noch viele Jahre draußen. So haben wir immer einen Überhang an weiblichen Gläubigen gehabt.
        Umgekehrt ist es seltener.

        Daher sagt Petrus zu den Frauen: Spielt eure Macht nicht aus über den Mann, damit die Heiden an eurer Ehrfurcht sehen, welcher Art euer Glaube ist und so vielleicht Christus erkennen können.

        Anders: die Haltung der Frau zum Mann ist die zu Christus.
        Ohne diese „Hilfe“, ohne dieses Zeichen, wird der Mann nur schwer zum Glauben kommen können.

  2. Das ganze Staatstrauer-Zeremoniell wird zu Schall und Rauch. Ewigkeitsentscheidend war alleine der Seelenzustand von Helmut Schmidt in seiner Todesstunde. Diesbezüglich bleibt nur die Hoffnung, dass er denn doch nicht in einem Seelenzustand gestorben ist, den er in nachfolgenden Aussagen angedeutet hat:
    -

    „Ich habe Gläubige zeit meines Lebens immer respektiert, gleich, welcher Religion sie anhängen.
    Aber ebenso habe ich religiöse Toleranz immer für unerlässlich gehalten.
    Deshalb habe ich die christliche Mission stets als Verstoß gegen die Menschlichkeit empfunden.
    Wenn ein Mensch in seiner Religion Halt und Geborgenheit gefunden hat,
    dann hat keiner das Recht,
    diesen Menschen von seiner Religion abzubringen.“
    („zeit-online 2008)

    -

    Einige Zitate über den Tod:
    -

    „Den Trost an ein Leben nach dem Tod brauche ich nicht“
    [….]
    „Wenn es vorbei ist, ist es vorbei“
    [….]
    (Auf die Frage nach der Inschrift auf dem Grabstein)
    „Das war einer, der hat versucht, seine Pflicht anständig zu tun.“

  3. Schmidt sagte mal über sich, dass er weder religiös noch Atheist sei. Sein Vertrauen in Gott habe er aber durch Auschwitz verloren. Und über den Tod sagte er: „Auch nach dem Tod leben wir weiter. Kein Molekül, keine Energie geht verloren. Wir leben in einer Pflanze, in einer Biene weiter, die auf einer Blüte schnuppert.“ Möge er einen gnädigen Richter finden!

    • Ja, solche Dinge erinnere ich auch von ihm. Aber das ist Jahre her.

      Aber:

      Wir wissen nicht, wie er dachte, als er starb.
      Seien wir also zurückhaltend und versündigen wir uns nicht durch Urteile, die auf uns selbst zurückfallen könnten.

      • Es war keineswegs meine Absicht, über Helmut Schmidt bzw. über sein ewiges Schicksal zu urteilen. So etwas maße ich mir nicht an. Ich wollte diese Aussagen einfach nur wiedergeben, weil ich es schon damals nicht verstehen konnte, wie ein Mann seines Formats so etwas formulieren konnte. Wie „religiös“ Helmut Schmidt am Ende seines Lebens tatsächlich war, können wir natürlich nicht wissen. Möglicherweise war er ein viel religiöserer Mensch, als er es sich selbst eingestehen konnte oder wollte. Möge seine Seele ruhen in Gottes Frieden!

      • Vielleicht wrd daran enfach deutlich, dass die Großen der Welt und die, die in der Welt viel gelten und auch Format haben, dennoch nicht die Weisheit des Reiches Gottes haben.

        Den „Unmündigen“ hat der Vater diese Weisheit stattdessen in die Hand gegeben.

        Und natürlich kann dennoch jeder Große der Welt ein Unmündiger werden und so die ewige Weisheit gewinnen.
        Es passiert nur leider so sehr selten oder zumindest so selten sichtbar.

      • Es ist immer wieder rührend, von Ihnen solche Ermahnungen zu lesen, während Sie an anderer Stelle Päpste reihenweise verurteilen, die Tradition grundlos verächtlich machen und untadelige Bischöfe in ehrabschneidenster Weise Hitlerbejubelung und Antisemitismus unterstellen. Fassen Sie sich gütigst an Ihre eigene Nase, bevor Sie sich aufs moralische Podest schwingen, man macht sich sonst leicht lächerlich, unglaubwürdig sowieso!

    • Helmut Schmidt war so was von scheinheilig. Wie die meisten Deutschen zur Nazizeit war er begeistert von Hitler, dem Nationalsozialismus und schwor dem Führer bedingungslosen Gehorsam. Die Deutschen haben ihr Vertrauen auf Gott lange vor Auschwitz beiseite geschoben und stattdessen ihr Vertrauen, ihre Hoffnung völlig auf Hitler, den sie wie ein Messias und Ersatzgott verehrt haben, gesetzt. Es ist ekelhaft wie viele Deutsche, die Hitler, der für Auschwitz verantwortlich war, angebetet haben, Gott anstatt sich selbst anklagen. Nazis haben Auschwitz geschaffen und auf Gott wird die eigene Schuld abgewälzt.

      Helmut Schmidt hat nach eigenen Angaben nach dem Krieg wie die meisten Deutschen seine Hoffnung auf die Kirche gesetzt und wurde enttäuscht. Schmidt ist was den christlichen Glauben anbetrifft nie in die Tiefe gedrungen. Daher hat er in Bezug auf das Christentum außer oberflächliches Halbwissen nichts Erhellendes zu bieten.

      • Zarah, Sie schreiben:

        //Wie die meisten Deutschen zur Nazizeit war er begeistert von Hitler, dem Nationalsozialismus und schwor dem Führer bedingungslosen Gehorsam.//

        Bei der Reichstagswahl November 1932 bekam die NSDAP 33,1 % Stimmen. Bei der Reichstagswahl im März 1933, fünf Wochen nach der sogenannten Machtergreifung Adolf Hitlers, bekam sie 43,9 % der Stimmen, obwohl die Wahlen schon unter hohem politischem Druck standen.
        Sind Sie Deutsche? Welche Partei hätten Sie damals gewählt?

      • @ Zarah

        Worauf stützen Sie Ihr apodiktisches Urteil, Helmut Schmidt sei ein begeisterter Anhänger Hitlers gewesen?

        Könnte es sein, dass Sie allzu schnell zu Urteilen gelangen, die allein auf Ihrer subjektiven Einschätzung beruhen, wobei Sie sich nicht einmal ansatzweise die Mühe machen, dem Beurteilten(bei Ihnen=Verurteilten) Gerechtigkeit widerfahren zu lassen?

        Man war nicht automatisch ein begeisterter Nationalsozialist und Bewunderer Hitlers, weil man in der Wehrmacht war.

        Ihr Gerede, dass „die(!) Deutschen“ ihr Vertrauen auf Hitler als Ersatzgott gesetzt hätten, ist derart verallgemeinernd, dass man es nicht ernst nehmen kann. Haben Sie vergessen, dass es auch in Deutschland einen Widerstand gab und das gerade die katholische Kirche in unserem Land vielen Juden bei der Flucht geholfen hat. Lesen Sie bitte hierzu erst einmal die einschlägige Literatur, z.B. von Roul Hilberg oder Saul Friedländer.

      • @Zarah
        „Ab Dezember 1944 als Batteriechef an der Westfront zunächst nach Belgien versetzt, äußerte er sich Anfang 1945 während einer Übung auf dem Flak-Schießplatz Rerik an der Ostsee kritisch über Reichsmarschall Hermann Göring und das NS-Regime. Dafür wollte ihn ein NS-Führungsoffizier vor Gericht stellen lassen. Ein Prozess wurde jedoch verhindert, indem zwei vorgesetzte Generäle Schmidt durch ständige Versetzungen dem Zugriff der Justiz entzogen.“ = https://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Schmidt — Ich denke nicht, dass Helmut Schmidt die Nazi-Ideologie komplett subventionierte, eher hat er weite Strecken lang ‚mit den Wölfen‘ heulen müssen, um wie viele andere nicht unterzugehen.

    • @ defendor, @ Tobias Germer
      Danke für Ihre Zitate, die ein Licht auf die Denkweise des verstorbenen Helmut Schmidt werfen. Natürlich weiß keiner, was im letzten Moment des Lebens im Bewusstsein eines Menschen vorgeht. Wahrscheinlich nicht viel anders als wie er sonst auch dachte. Das legen jedenfalls Berichte von Nahtoderlebnissen nahe, von solchen, die sagen, sie wären verloren gewesen, wenn Gott sie nicht hätte ins Leben zurückkehren lassen. Aber vom einzelnen Menschen wissen wir es in der Tat nicht. Doch darf man darüber nachdenken, ob jemand ein Christ war oder nicht. Es gibt ja auch Literatur darüber, wie ein Friedrich der Große, Napoleon Bonaparte, Otto von Bismarck oder Adolf Hitler zum christlichen Glauben stand.

    • Hier redet Schmidt Eigengemachtes daher. Manchmal hat er auch nach seiner Parlamentarierzeit seinem alten Beinamen noch fragwürdige Ehre gemacht. Schmidt war ein faktensicherer Politiker mit Sinn für das Land, aber keiner, der uns glaubensmäßig etwas zu sagen hätte.

  4. Nur in einem haben im Islam die Frauen Vorrang vor den Männern. Nach einem Hadith sahih sind die meisten Höllenbewohner*innen Frauen: weil, wie der Prophet erläuterte, sie so undankbar gegen ihre Männer waren.

    • Frauen würden sich im islamischen Himmel aber auch völlig überflüssig fühlen – mit den 70 Jungfrauen könnten sie auch nicht viel anfangen….

      • Was die moslemische Frau angeht, die es ins Paradies schafft, so bekommt sie, wenn ich mich recht entsinne, zur Belohnung dort ihren Ehemann. 🙂
        Ein Suizidbomber kann mit den 72 Jungfrauen auch nicht das anfangen, was den moslemischen „Märtyrern“ am wichtigsten ist, wenn er an der falschen Stelle explodierte. 🙂 🙂

  5. De Mortuis……………………… !
    H.Schmidt war ein aufrechter Staatsmann, der noch fuer eine Sache einstand und sich (teilweise) nicht vom Zeitgeist ueberrollen liess.
    Als liberaler Geist, der dem Sozialismus nahestand, konnte auch er wenig mit dem roem.kath. Glauben und der Kirche anfangen, allenfalls evtl. noch mit der EKD.
    Es ist seit ewigen Zeiten dieses Misstrauen, was vielen Nichtkatholiken innewohnt, man sieht welch ein Gnadengeschenk der Glauben ist, er laesst sich nicht logisch nachweisen und erlernen.
    Das Geschwaetz ueber die Kreuzzuege hat sich durch die historische Aufarbeitung sowieso eruebrigt, Kriege sind nie gut aber die Intention war ja auch eine andere.
    H.Schmidt steht vor seinem Richter und schaut in den Spiegel auf den, der er werden sollte und den, der er geworden ist (frei zitiert nach Prof.Georg May, Mainz)
    Ich denke mit diesem Vergleich ist alles gesagt.
    Moege seine Seele Frieden finden.

  6. Helmut Schmidt hatte drei gute Momente:
    Sturmflut – Mogadischu – Nachrüstung.
    Ansonsten WEIT ÜBERSCHÄTZT. Besonders als GESCHWÄTZIGER ALTER. Und vom Christentum hatte er nun wirklich überhaupt keine Ahnung! REQUIESCAT IN PACE!

    • Das ist nun wirklich sehr treffend formuliert. Die Geschwätzigkeit ist nicht zu leugnen. übertroffen wird er nur von Heiner Geißler, dem man indes keinen Dreiklang nachsagen kann. Nur der Hass gegen Helmut Kohl war sein eigentliches Lebenswerk.

  7. Ich ehre Bundeskanzler Helmut Schmidt als einen aufrichtigen Staatsmann, der als Politiker versucht hat mit Rückrat eine deutsche Politik zu betreiben und uns Deutschen ein Gefühl der eigenen Identität gab. Mit einigen seiner Ansichten bin auch ich nicht einer Meinung und die historischen sowie theologischen Fakten (z.B. Koran, Evangelien u.v.m.) sprechen gegen seine Thesen. Er hat getan, was als Politiker in seiner Macht stand, wobei auch er viele Dinge nicht ändern konnte, da sie in den Händen anderer lagen und liegen (siehe z.B. den Film ‚economic hitman‘ von John Perkins: https://www.youtube.com/watch?v=4XhRw5sGOR8 ). Er wirkte in einer Zeit, die noch von einer Inneren Sicherheit und Stabilität geprägt war, was leider heute nicht mehr der Fall ist. Kein deutscher Politiker kann heute mehr gegen die transatlantischen Interessen handeln, er muss funktionieren: https://www.youtube.com/watch?v=CxUrP6kCVqA – Willy Wimmer „Migration als Waffe“. Helmut Schmidt war trotz seiner Fehleinschätzungen auch in Hinsicht auf China und Russland ein deutscher Politiker, der unser Land nach bestem Gewissen schützen und stützen wollte so weit wie es ihm möglich war.

    • Das Palästinalied von Walther von der Vogelweide (1170-1230): https://www.youtube.com/watch?v=isxvXITTLLY – zeigt in meinen Augen auch, dass es bei der Intention der Kreuzzüge vorrangig nicht um materielle oder ökonomische Interessen ging, sondern darum die Heiligen Städten Jerusalems für die Christen frei zugänglich zu mähen und die christlichen Pilgerzüge vor Überfällen zu beschützen. Wirtschaftliche Überlegungen mögen im weiteren Verlauf der Kreuzzüge eine Rolle gespielt haben, beispielsweise als der Templerorden, der ja den Status einer Personalprälatur besaß, sich fest etabliert hatte. Die Templer hatten ein eigenes Banksystem und Glaubenssystem etabliert, womit sie unabhängig operierten.

      • Korrektur: Es muss heißen: „…darum die Heiligen Städten Jerusalems für die Christen frei zugänglich zu MACHEN und die christlichen Pilgerzüge vor Überfällen zu beschützen. (Schreibkorrekturprogramm, ggrrr….)

  8. Es ist zwar richtig, dass die Muslime vor den Kreuzzügen blutige Eroberungskriege in christliche Gebiete hinein vollzogen hatten.

    Der Ehrlichkeit halber sollten wir aber der Frage nicht ausweichen, ob die Kreuzzüge wirklich daran interessiert waren, andere Christen von dem Joch des Islams zu befreien, oder ob nicht unter den Christen, die sich gerade im Orient wegen diverser Lehrstreitigkeiten zerfleischt hatten, keinerlei Solidarität herrschte und manche christliche Gemeinschaft lieber unter islamischer Herrschaft als beispielsweise byzantinischer lebte…

    Wenn man die Wahl hatte zwischen chistlichen Scheiterhaufen und einem Dhimmi-Status, der je nach Herrscher auch milde ausfallen konnte, wählte mancher Christ lieber den Dhimmi-Status.

    Die Kreuzzüge sind in der Tat – aus einem gewissen Blickwinkel betrachtet – Eroberungszüge gewesen. Zunächst ging es um Re-Conquista der heiligen Stätten.
    Das war ja noch ehrenwert. Es enstanden Kreuzfahrerstaaten, in denen es toleranter zuging als in Europa – Juden wurden nicht verfolgt (sie waren schließlich nie ganz aus ihrem Heimatland vertrieben worden und lebten die ganzen 2000 Jahre in kleinen Gruppen nach wie vor im Hl. Land – was viele Katholiken nicht wahrhaben wollen und die Muslime sowieso nicht), Muslime auch nicht. Auch die Ketzer durften ihren Glauben unbehelligt leben in „Outremer“

    Zunehmend richteten sich immer neue „Kreuzzüge“ gegen andere Christen und zerfleischten das innerchristliche Vertrauen endgültig. Albigenserkreuzzüge, Kreuzzüge, die erst Konstantinopel zurückeroberten , um es anschließend grausam zu plündern und damit jede Einigung mit der Orthodoxie für Jahrhunderte zu verunmöglichen, sogar Kinderkreuzzüge und Kreuzzüge gegen die heidnischen Völker im Nordosten des späteren Preußen…

    Schmidt hat sehr wohl recht – gerade bei den Kreuzzügen gegen Heiden ging es um reine Eroberungsabsichten. Da wurde nichts „zurück“erobert.

    Übrigens:

    Auch die Zeitgenossen damals übten strenge Kritik an den Kreuzzügen: berühmt die Kritik des Petrus Venerabilis von Cluny, aber auch dessen wissenschaftliche Forschung über den Islam, die aus heutiger Sicht in vielem unzureichend sein mag, aber an vielen Punkten neu zu entdecken wäre bzw. zu überprüfen wäre (z.B. hinsichtlich der These, ob der Islam eine christliche Häresie sei) und hinsichtlich der Aufgabe der Kirche, die Muslime aktiv zu missionieren. Der Abt von Cluny hatte auch eine Widerlegung des Islam verfasst.

    Leider bleiben wir bis heute eine Weiterentwicklung solcher Ansätze schuldig.
    Man kann sagen, dass die Kreuzzüge letztendlich all das schuldig blieben, was sie schuldig gewesen wären:

    Uns ist nicht das Schwert aufgetragen, sondern die Mission ohne Schwert. Wer das Schwert erhebt, kommt durch das Schwert um. Das sagte Jesus. Und so kam es auch.
    Seinen Auftrag, da Evangelium zu verkünden, blieben die Kreuzritter wohl schuldig.

    Es wäre auch heute unser Auftrag, die Muslime, die zu uns kommen, mit Jesus bekanntzumachen.

    • @Zeitschnur,

      Die ersten Kreuzzüge waren eine Reaktion auf islamische Aggression und Invasion, daher an sich legitim. Die Byzantiner haben doch Papst Urban um Hilfe gegen die islamische Invasion angefleht, vorher hatten Katholiken doch nie versucht Jerusalem zu erobern und Kriege gegen den Islam zu starten. Muslime hingegen haben schon immer versucht ganz Europa zu erobern und zu islamisieren. Katholiken haben sich vielmehr damit zufriedengegeben nach Jerusalem, das von Muslime besetzt war, zu pilgern. Irgendwann fingen Muslime friedliche Pilger zu bedrohen und zu attackieren. Orientalische Christen sagen oft, dass der Dhimmni- Status sie vor Verfolgung auch nicht immer geschützt hat. Sie sind zu einseitig, selbst Juden wurden von einigen Päpsten, Königen und Fürsten vor Verfolgung, Scheiterhaufen und den Lynchmob geschützt.

      Der Punkt ist, dass die späteren Kreuzzüge entgleist sind und in Eroberungskriege ausgeartet und gescheitert sind. Es ist wahrhaft Verrat an Christus, dass Katholiken ihre Glaubensgeschwistern, die orthodoxen Christen, die sie helfen sollten, ausgeplündert und attackiert haben. Aber wie immer standen hinter dem Verrat an den orthodoxen Glaubensgeschwistern wirtschaftliche Gründe und Interessen.

      Venedig, das mit Byzanz konkurrierte, leitete, finanzierte den vierten Kreuzzug und profitierte wirtschaftlich enorm von der Eroberung, Plünderung und Zerstörung Konstantinopels. Noch heute verweigert die westliche Christenheit weitgehend ihre verfolgten orientalischen und orthodoxen Glaubensbrüdern Empathie, Hilfe und Solidarität. Was für eine Schande!

      • Zarah,
        ich hoffe, Sie wenigstens haben Empathie, Hilfe und Solidarität gegenüber allen christlichen Glaubensbrüdern, nicht nur (alt)orientalischen und orthodoxen, sondern auch römisch-katholischen, protestantischen und evangelikalen. Haben Sie sie?

      • Ja, aber nichts anderes hatte ich schließlich geschrieben… lesen Sie es doch noch mal in Ruhe nach.

        Alexios hatte den Westen gebeten, aber da das Verhältnis gestört war, nicht ohne Argwohn Bzw. Druck.
        Anders: den Schritt hätte er sicher gerne vermieden, wenn es noch möglich gewesen wäre.

        Das dürfte von Anfang an die ganze Sache zum Scheitern verurteilt haben.

        Und wer wüsste nicht, dass die Gelegenheit, die Byzantiner dann westlicherseits zu erpressen bzw. zu plündern, nicht geradezu mit allen Sirenenstimmen gelockt haben dürfte.

      • Was wieder bei einigen ein typischer Fehler des Denkens ist:

        Die Kreuzzüge waren keine Solidaritätsaktion des Westens mit den orientalischen Christen. Jedenfalls nur unter fernen liefen.
        Es ging shclicht um Macht.

        Ich sagte es ja schon, dass die Zerfleischungen des spätantiken Christentums, die sich im wesentlichen im Orient abspielten, bereits jede Solidarität zerstört hatten.

        Sagen wir es anders: Die Kirche rief zum Kreuzzug auf, um die heiligen Stätten zurückzugewinnen.
        Die orientalischen Christen waren denen doch so hoch wie breit – es war leider nicht sehr viel anders als heute.

        Es ist nur nicht dasselbe Objekt der Begierde, um das es heute geht, aber letztendlich ging es auch damals um Macht, Macht und noch mal Macht.

        Und ehrlich gesagt: Jesus hat uns gesagt, wir sollten an den Früchten erkennen, was eine Sache wert war.
        Die Frucht der Kreuzzüge ist eine einzige Katastrophe und führte zum endgültigen Verlust des Einflusses der Kirche auf das heilige Land.

        Jja: sehen wir es klar – bis heute hat die RKK im Hl. Land am wenigsten zu melden. Dort haben diejenigen Christen den Vorrang, die sie einst verfolgt hatte. Und die verhassten Juden haben es geschafft, dort wieder zu erblühen, also genau das, was die Kirche nicht geschafft hatte in den Kreuzzügen.
        Eine schwere narzisstische Kränkung fütr machtgeile Katholiken.

        Aber dennoch: Gott hat es so gewollt.
        Ja, auch hinsichtlich des katastrophalen Ergebnisses steht der Satz im Raum: Deu lo vult.
        Er griff nicht ein, er mutete uns sogar den Verlust des hl. Kreuzes zu.

        Warum?
        Ich deute es symbolisch: weil wir das Kreuz schon längst verraten hatten und auf das Schwert setzten.
        Der Ausgang der Kreuzzüge könnte auch ein Gericht über uns selbst gewesen sein.

        Auch das ist ein gedanke, der nicht abwegig ist.

  9. In der Übersetzung von Paret oder derjenigen auf islam.de ist das Zitat zum Vorrang des Mannes in Sure 4, Vers 34 zu finden (statt 2,35).
    Was Merkel und Schmidt betrifft, so halte ich die Positionen, die hier wiedergegeben werden, nicht für widersprüchlich. Dass es Grenzen der Integration und der langfristigen Aufnahme gibt, teile ich. Aber auch, dass wir in der Not jedem helfen – so weit wir es irgendwie können. Vgl. Matthäus 25,34-36:
    „Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen.“
    Und Matthäus 5,7:
    „Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.“

  10. Der Altkanzler hat aber freilich verschwiegen, daß bei den Kreuzzügen die Kirche nicht der eigentliche Kriegsherr war. Die Kreuzzüge gehören nicht zu einer im Papst sich repräsentierenden Staatlichkeit. Der Papst hat zwar als padre commune der Christenheit zu den Kreuzzügen aufgerufen, aber er konnte die Teilnahme an einem solchen nicht vorschreiben. Auf Kreuzzug ging man freiwillig. Nur deshalb konnte man ihn als gutes Werk betrachten und mit dem Ablaß belohnen. Nicht die Teilnahme an dem Krieg verstrickt in Sünde und Schuld sondern nur niedrige Beweggründe und konkretes Fehlverhalten. Der Krieg erhält seine Berechtigung aus den Gründen aus denen er geführt wird. Die Schuld der Kämpfer oder des Befehlshabers erwuchs nicht aus dem Krieg sondern aus den Beweggründen von denen sie sich leiten ließen. Der Kriegsgrund war bei den Kreuzzügen gerecht. Daraus folgte jedoch keineswegs, daß jeder Kreuzfahrer mit falscher Einstellung (Beutegier und Begehen unnötiger Grausamkeiten) gerechtfertigt war.
    Dies wird mit Absicht bei H. Schmidt und anderen bewußt mit Absicht verschwiegen um das an sich edle Unternehmen des Kreuzfahrerwesens auf eine Ebene mit dem „dschihad“ der Mohammedaner zu stellen. Es ist ist um Grunde eine weitere intendierte Verharmlosung des Islam.

  11. Als deutsche Soldaten gegen Paris zogen (1. WK) kommentierten das katholische Hetzprediger kaum anders als es heute islamistische Hetzprediger tun – ja, man könnte gerade denken, es sei heute…

    Kostprobe:

    „Wir wollen uns nicht zu Richtern aufwerfen, aber es ist doch eine allgemein bekannte Tatsache, daß die dunkle Welle der französischen Unsittlichkeit fast in alle Länder der gebildeten Welt geleitet wurde. Schmutzige Romane, liederliche Schaustücke, unzüchtige Kleidertracht sind zum großen Teil im Babylon des Westens entstanden«

    Die Rückkehr des siegreichen Heeres von Paris werde hoffentlich auch die »Umkehr und Abkehr vom Giftgarten des Seinebabels, des modernen Sodoma und Gomorrha« mit sich bringen, von dem die Deutschen »Mode und Unzucht« bezogen hätten.

    Otto Karrer schreibt in einem Beitrag »Auf unsere gefallenen Krieger«, daß »der schöne Heldentod« der Soldaten zu neuer Manneszucht und zu neuem Lebensernst, zu Sittenrein
    heit und zu einem christlichen Leben des Volkes führen müsse, ansonsten würde ihr Blut zum Himmel schreien. »Die Tochter unseres Volkes, die wieder welschem Leben und welscher Mode sich ergibt: der öffentlichen Verachtung sei sie preisgegeben ..«.

    Bischof W. von Keppler läßt die »toten Helden« zum Volke sprechen »über die verbrecherischen Versuche, das deutsche Wesen zu verseuchen durch welsche Art und
    Mode, durch Einschleppung einer fremdländischen giftigen Literatur, durch würdeloses Nachäffen ausländischer Kunstnarrheiten. Wir haben mitgeholfen, Deutschland von dieser Pest zu befreien…«.

    Es folgt die Forderung nach »Gesundheits- und Reinlichkeitspolizei für die Buchläden …«. »Jaget über die Grenzen die Literaten, Künstler, Zeitungsschreiber, die um Geld deutsche Art verderben, deutsche Sitte verderben, Deutschland verpesten«

    Quelle: http://www.paxchristi.de/file/download/AMIfv97hLOTmpzE-rsoh1FBzU0TTXhlbh7EWM36T8y6nR9qcNkLea6mTgel_-bHNhuMTuVwo5dsYQTCANrZxbX_tIVSQmcVHzqVbjFk9qNy_E-09MOGYF0adziKZ5gFFaaYOCO9wAdefAMRalzA3Fx-cez-5HFLLMprse-HKyLczFEsXqRl0UU8/missalla_kriegspredigt_600eV.pdf – S. 30

    Kommt uns das nicht bekannt vor?
    Ich weiß auch nicht, aber man wird seines Lebens nicht froh, wenn man erst mal genauer nachsieht, was im Namen der Kirche alles getrieben wurde…

    Und weiter geht es an selbger Stelle:

    „Wenn auch vor pharisäischer Selbstgerechtigkeit gewarnt wird, so hören die Gläubigen doch, daß das französische Volk »gotteslästerlich« sei, sich »Königsmördern zugesellt« habe und »verbrüdert ist mit den Russen, die seit Jahrhunderten die Kirche Gottes geknechtet haben bis in unsere Tage«. Frankreich sei »aller Welt vorangegangen mit dem Krieg gegen Gott«. Die Franzosen hätten »in ihrer großen Mehrheit das Beten längst verlernt«. Das augenblickliche »Gewinsel um Rettung« sei lediglich von Angst diktiert und nicht von Bußgesinnung.“ (s.o.)

    Nichts Neues unter der Sonne mit verteilten Rollen.

    • „Wir wollen uns nicht zu Richtern aufwerfen, aber es ist doch eine allgemein bekannte Tatsache, daß die dunkle Welle der französischen Unsittlichkeit fast in alle Länder der gebildeten Welt geleitet wurde. Schmutzige Romane, liederliche Schaustücke, unzüchtige Kleidertracht sind zum großen Teil im Babylon des Westens entstanden«

      Ja, dieses Zitat klingt politisch extrem unkorrekt.
      Und wenn es aber so gewesen wäre, dass aus Frankreich Liederlichkeit nach Deutschland kam?

      • …dann wäre das dennoch nicht das Thema…sondern das, was gewisse Katholiken damals daraus ebenso folgerten wie heute die schlimmsten Islamisten.
        Wenn Sie die Zitate oben ansehen hat die Hetzerei aufseiten bestimmter katholischer Prediger absolut dschihadistische Züge – selbst der „Heldentod“ im Kampf gegen das verlotterte Paris kommt vor, also nichts anderes als der Einsatz des eigenen Todes, um das Leben zu retten…bzw. das, was man für das Leben hält.

        Aber auch das war nicht mit Erfolg gesegnet und Gott ließ es nicht gelingen.

    • Wenn wir schon bei der Unsittlichkeit sind, so können wir auch die Frage stellen, wo die Ursprünge der sogenannten sexuellen Revolution 1960 – 1980 liegen. Diese brach nicht wundersamerweise auf einen Schlag überall auf. Sie hatte ihre Vordenker, Ideologen, Protagonisten, Propagandisten, Medien…

      • Die Unsittlichkeit war gang und gäbe … haben Sie es vergessen: Ludwig XIV. la mit seiner legitimen Frau und drei anderen Frauen mindestens zeitgleich in den Federn und zeugte auf diese Weise mindestens 11 illegitime Kinder…

        ..und er war absolut kein Einzelfall… unser Markgraf hier zeugte 40 illegitime Kinder…

        und das sind nur zwei Beispiele….

        Meinen Sie im Ernst, die Vordenker zu diesem Hurenstall waren Liberale und Linke?

        Die Vorgänger waren unser Monarchen und teilweise sogar unsere Hochwürden und Magnifizenzen.

        Ja sorry – aber das Messen mit zweierlei Maß ist eines der Probleme, das das Christentum am meisten unglaubwürdig gemacht hat.

      • Ich fragte konkret nach der in den 1960-er Jahren ausgebrochenen sexuellen Revolution, und die geistigen Köpfe dieser Revolution lassen sich sehr wohl namhaft machen. Das will ich jetzt aber nicht tun. Dieser Tage schaute ich mir zum ersten Mal den berüchtigten Film Jud Süß (1940) an. Die negativste Figur darin, finde ich, ist nicht der Haupt(gegen)held, nach dem der Film benannt ist, sondern der württembergische Kurfürst Karl Alexander (historisch Konvertit vom Protestantismus zur katholischen Kirche). Im Grunde war er der Hauptschuldige an dem ganzen Schlamassel. Leider bemerkte das damalige Publikum das nicht, wahrscheinlich auch das heutige nicht.

    • „Nichts Neues unter der Sonne mit verteilten Rollen“

      Wie wahr, wie wahr, verehrte Frau Zeitschnur. Und wenn man suchte, würden sich die entsprechenden anti-deutschen bzw. anti-österreichischen Tiraden aus der Feder katholischer französischer und italienischer Kleriker sicher bald finden lassen.

      Ich denke sogar, hätten Sie diese Zitate miteinander verknüpft und einige besonders zeittypische Formulierungen geändert, hätten Sie den Text problemlos als Kommentar zu dem Artikel „Die Wende – nach Paris“ stellen können, wo in den Kommentaren ja auch etliche Tiraden über den ach so sittlich verkommenen „Westen“ stehen.

      Schön finde ich auch den Absatz über die „Gesundheits- und Reinlichkeitspolizei für die Buchläden“. Erinnert mich an die Aktionen des neuen polnischen Kultusministers, der sich gerade als Theater-Zensor aufzuspielen versucht. Aber es gibt ja auch hier Anhänger der „Zensur“ – natürlich nur zum Wohle der Gesellschaft und zur Hebung der „Sittlichkeit“.

      Und unmündig und daher solcher Maßnahmen bedürftig sind komischerweise immer nur die „Anderen“.

      Eben: „Nichts Neues unter der Sonne mit verteilten Rollen“

      • Werter @ Corbisch

        Sie behaupten: „Und wenn man suchte, würden sich die entsprechenden anti-deutschen bzw. anti-österreichischen Tiraden aus der Feder katholischer französischer und italienischer Kleriker sicher bald finden lassen“.
        Das ist in dieser Undifferenzierheit zu bezweifeln! Denn als Italien 1915 den Dreibund mit Deutschland und Österreich verließ und die Front wechselte, geschah dies emotionslos, aus reinem politischen Kalkül. Zu Hetzpredigten von italienischen Klerikern gegen die bisherigen Verbündeten bestand nicht der geringste Anlass, weder ein historischer, noch ein aktueller, zumal Papst Benedikt XV. durch dein Beispiel der ganzen Weltkirche gegenüber den kriegführenden Mächten strikte Neutralität „verordnet“ hatte. Auch französische Kleriker hatten zu Hetzpredigten zumindest gegen das katholische Österreich keinen Grund – möglicherweise aber gegen das protestantisch geprägte und geführte Preußen-Deutschland, dem „Erbfeind“ seit dem 7-jährigen Krieg. Ob sich aber tatsächlich katholische Kleriker Frankreichs unter der Knute des herrschenden französichen Laizismus zu dessen Gunsten dazu hergegeben haben, gegen die päpstliche Neutralität Hetzpredigten gegen Deutschland zu halten, die auch dessen katholische, meist transmontane Bevölkerungsteile betroffen (gemacht) hätten, erscheint mir sehr unwahrscheinlich – bis jemand den tatsächlichen Nachweis dafür liefert. Und das müssten schon Sie sein, werter @ Chorbisch!

        Was Bischof von Kettler betrifft, mag seine Hetzerei gegen Frankreich dem main-stream in seiner protestantischen geprägten Diaspora- Diözese R-S, sowie dem herrschenden wilhelminischen Obrigkeitsdenken geschuldet gewesen sein. Jedenfalls sind Ihre, aber nicht nur Ihre diesbezüglichen Verallgemeinerungen zu Lasten der gesamten katholischen Kirche historisch nicht verantwortbar!

      • „Erinnert mich an die Aktionen des neuen polnischen Kultusministers, der sich gerade als Theater-Zensor aufzuspielen versucht. Aber es gibt ja auch hier Anhänger der „Zensur“ – natürlich nur zum Wohle der Gesellschaft und zur Hebung der „Sittlichkeit“.“

        Klar, daß Sie liberaler Blockwart gleich Hab-Acht stehen und es nicht lassen können sich über den polnischen Minister zu echauffieren. Das durfte nicht fehlen.
        Überhaupt ist es infam die Texte dieser Feldprediger auf eine Ebene zu stellen mit den Agitatotionen der Mohammedaner. Dies ist verleumderisch, es gibt eine gewisse Intention dahinter.

      • @ J.G. Ratkaj

        Da ist gar nichts infam – das Problem ist nur, dass wir uns was in die Tasche lügen, wenn wir nicht sehen, dass das meiste, was wir den Muslimen vorwerfen, bei uns fast bis in die Formulierungen hinein ebenso vorkam und von Ihnen und anderen nach wie vor mit anderem Maß gemessen wird wie dasselbe, wenn es andere tun.

        Es ist die Splitter-und-Balken-Problematik. Sie erheben sich über andere und leugnen ab, was an Leichen in unseren Kellern gärt.

        Für mich wird die Sache ja dadurch nicht besser oder entschuldbar.
        Aber wenn uns Muslime oder sonst wer all das vor Augen stellt, dann ist es wirklich die dümmste und unglaubwürdigste Reaktion, wenn man sich totstellt und so tut, als hätte man Jahrhunderte lang eine weiße Weste behalten.

        Die Intentionen hinter solchen Hetzpredigten ist immer die gleiche: Leute aufbringen, emotional manipulieren durch moralische Überheblichkeit und sie als Kampfmaschinen einsetzen, um sich einer Region oder einer Landschaft oder einer Kultur zu bemächtigen und sich noch einzubilden, man habe damit die Welt gerettet.

        Wo bitteschön hat – um mal wieder etwas Christliches zu Wort kommen zu lassen – unser Herr uns so etwas gelehrt?

        Und was hat er falsch gemacht, als er selbst genau das verweigerte und lieber am Kreuz starb, als ein Heer gegen die Sittenlosigkeit zu rekrutieren und aufzuhetzen?

        Ich finde es viel infamer, wenn man so stark auf das vergisst, was Jesus uns ausdrücklich aufgetragen hat.

        Und es ist ja auch herzlich wenig davon die rede in Tradiforen.

        Fehlt nur noch, dass ein Tradi mal fragt, wer eigentlich dieser Jesus ist, von dem man in älteren Texten etwas lesen kann.

      • Werter @ Sophus

        Es war ist keineswegs meine Absicht, das (Fehl-)verhalten einzelner zu „verallgemeinern“ und damit „den Klerus“, „die Katholiken“ oder „die Kirche“ für das Tun und Lassen einzelner ihrer Mitglieder in eine Art Kollektivhaftung zu nehmen.

        Ich wollte lediglich darauf hinweisen, daß die Menschen schon immer auch von den zu ihrer Zeit existierenden Einstellungen oder Ideologien beeinflusst werden und manchmal der Versuchung erliegen, ihr „Mäntelchen nach dem Wind“ zu hängen. Und das nicht erst seit dem Vaticanum II.

        Vor rund 100 Jahren waren Nationalismus und Chauvinismus in ganz Europa sehr verbreitet, der Weltkrieg dürfte diese Tendenzen sogar noch gesteigert haben. Daß auch Kleriker (nicht DIE Kleriker) davon nicht unberührt geblieben sind, zeigen ja die Beispiele von Zeitschnur. Anders als Sie, glaube ich nicht, daß das in Frankreich oder Italien nicht der Fall gewesen ist.

        Mit Beispielen belegen kann ich das im Moment allerdings nicht.

        Was Italien angeht, teile ich Ihre Ansicht nicht, der Kriegseintritt sei „emotionslos“ und aus „rein politischem Kalkül“ erfolgt. Wären die Politiker und Militärs wirklich „emotionslos“ an die Sache herangegangen, dann wäre Italien neutral geblieben. Es wurde weder von den Mittelmächten, noch der Entente bedroht, hätte sich also wie Spanien oder die nordischen Staaten raushalten können.

        Daß es doch eintrat, lag an der Idee der „Irredenta“, ein keineswegs „emotionsloses“ Thema, sondern ein zentrales Ziel sardinisch-piemontesischer und später italienischer Politik seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Hinzu kam der Wunsch, durch Annexion der Küste Dalmatiens die Adria zu einem italienisch beherrschten „Binnenmeer“ zu machen.

        Das einzig kühl kalkulierte am italienischen Kriegseintritt ist die Erkenntnis der italienischen Führung, daß die Entente in der Lage war, ihnen die Erfüllung dieser Ziele zu versprechen, was den Mittelmächten bzw. Österreich-Ungarn nicht möglich war.

        Was Frankreich angeht, so glaube ich nicht, daß der Gegensatz zwischen Kirche und laizistischem Staat wirklich dazu geführt hat, daß sich Prister und Bischöfe jeder „patriotischer“ Stellungnahmen und Aufrufe enthalten haben. Bei aller Kritik am Laizismus, waren sie auch Franzosen und damit wohl ebenso patriotisch und nationalistisch, wie ihre Amtsbrüder auf deutscher Seite. Und nachdem die Deutschen Ende 1914 tief in Frankreich standen, konnten sie nicht so tun, als ginge sie das nichts an.

        Sollte ich mich da irren, und der Klerus, speziell die Bischöfe, Frankreichs haben sich doch nicht zu ähnlichen Entgleisungen hinreißen lassen, wie einige ihre deutschen Amtsbrüder, umso besser.

        Vielleicht gibt es ja eine wissenschaftliche Untersuchung darüber, wie der katholische Klerus in den kriegführenden Staaten auf den Neutralitätsaufruf Benedikts XV. reagiert hat.

      • @ J. G. Ratkai

        Schon interessant, daß man gleich als „Blockwart“ bezeichnet wird, nur weil man andere Ansichten von den Aufgaben eines Kultusministers hat als Sie.

        Ich bin bei dem Thema auch weit weniger „liberal“, als Sie wohl vermuten. Ich halte von diesen „modernen“ Inszenierungen mit ihrer Zurschaustellung von Nacktheit, Sexualität usw. überhaupt nichts. Vor 50 Jahren mag so etwas provokativ gewesen, und damit einen gewissen Sinn gehabt haben, heute ist es nur albern und peinlich und ich verstehe nicht, warum sich die Ensembles da nicht einfach weigern, so aufzutreten. Wenn ich ins Theater gehe, möchte ich gute Schauspieler sehen oder gute Musik hören und keinen Macbeth oder Lohengrin in unordentlicher Feinripp-Unterwäsche und mit rutschenden Socken sehen.

        Daher hätte ich nichts einzuwenden gehabt, wenn der Minister, der ja auch neu im Amt ist, diese Breslauer Inszenierung für den Versuch genutzt hätte, eine öffentliche Debatte über diese Art „Kunst“ anzuregen. Er „darf“ auch öffentlich erklären, daß er solche Inszenierungen ablehnt, wenn er bei der Wortwahl auch bedenken sollte, daß er nun Minister ist, und nicht kulturpolitischer Sprecher einer Partei.

        Aber als Minister hat er sich nicht als Hüter von Moral und Sittlichkeit aufzuführen und die Absetzung von Theaterstücken zu fordern oder gar zu veranlassen.

      • @ Chorbisch

        Noch ein Gedanke: Diese Gier vieler traditionalistischer Katholiken danach, dass der Staat in die Ästhetik oder die Moral im Feinbereich hineinregiert, dieser Wahn, der den Totalitarismus, den er den Linken unterstellt, geradezu herbeilechzt, wenn er von rechts kommt – das ist eine geistliche Katastrophe.

        Wir hatten das alles ja schon mal. Diese peinliche patriotische Kunst, von einem Banausen wie dem Kaiser gefördert.
        Wenn man die damals geförderten „Kunstwerke“ heute ansieht, packt einen das kalte Grausen: klobige, roh-gegenständliche „Werke“, die eher wie Kriegserklärungen oder Drohungen wirken.

        Die Zeit eines feinsinnigen fürstlichen Mäzenatentums war damals schon vorbei und es blieb auch unter Kaisers fachlicher Führung davon nichts übrig.

        Ist eh ein Treppenwitz, dass die katholishcne Bischöfe Benedikt XV. förmlich in den Hintern traten und sogar gegen ihn hetzten und dafür dem protestantisch-artifiziellen Kaiser huldigten bis zum letzten Mann.

        Benedikt XV. sah das Inferno, das da angerichtet wurde. Und als ich endlich mal Jüngers „Stahlgewitter“ gelesen hatte, begriff ich, welch eine Selbstzerstörung Europa damals geleistet hat. Aber Katholiken regen sich über diese patriotischen Leichenberge nicht auf, nicht darüber, dass hier die Jugend Deutschlands (und der Nachbarn) als Kanonenfutter in einen sinnlosen Krieg geführt wurde, den Pius X. auch noch begrüßt und befeuert hatte („Hoffentlich bleibt Österreich diesmal stark“). Katholiken regen sich (zu Recht) über abgetriebene Kinder auf, aber über die millionenfache Zerstörung der eigenen Jugend im Krieg kam kaum eine Klage. Und die päpstliche Klage aus Rom beantwortete man mit Hass.

        Ich kann das, was heute hier läuft, nicht losgelöst von diesen schweren Sünden auch gerade des Klerus vor 100 Jahren sehen. Man darf nicht mit zwei Maßen messen. Man sollte der Realität schonungslos ins Gesicht sehen.

        Die Wahrheit ist: Wir haben schwerst gesündigt, d.h. die Männer, die Verantwortung trugen hierzuland, und wir haben nun das Ergebnis all dieser Sünden, die nie eingesehen, nie bereinigt. Was waren die vielen Toten, wenn man selbstgerecht über die Rocklängen der Frauen das Abendland retten wollte?
        Stattdessen hat man die Legende vom katholischen Widerstand erfunden. Wenn es ihn gab, dann vereinzelt bei dem einen oder andern Bischof, bei vielen Priestern und Laien, die aber von der Kirche nicht unterstützt wurden.
        Wir haben dafür Bischöfe, die das katholische Volk aufhetzten, um auf Biegen und Brechen ihre royalistische Ideologie lebendig zu halten, und sei der Kaiser ein Protestant. Hauptsache Kaiser. So lief es schon bei Napoléon, und so dürfte es dann auch beim Antichristen laufen.

        Ich kann mir leider nach einigen Quellen nichts mehr vormachen über die Lage.
        Letztenlich stand auch damals der Katholik, der wahre Katholik ganz, ganz alleine. Jedenfalls irdisch gesehen.

      • @ zeitschnur: Aber wie sollen denn die Untaten von damals jetzt noch „bereinigt“ werden? Die Verantwortlichen sind doch schon lange tot.

        Und auch wenn es im Katholizismus die Idee des „Sühneleidens“ gibt, halte ich persönlich davon nichts. Warum sollte durch Leid, das mir wiederfährt, die Sünden meiner Großväter „gesühnt“ werden? Ich habe diesen Gedanken bis jetzt nicht verstehen können.

        Außerdem hat sich zumindest die historische Forschung dieser Thematik intensiv angenommen und manches offengelegt, was man nach dem Krieg nicht wahrhaben wollte, als es vor allem um Schuldzuweisungen oder Selbstrechtfertigung ging. Daher sieht man die Rolle der damlas führenden Personen heute anders.

        Selbst Kaiser Wilhelm II. ist nicht nur der säbelrasselnde Maulheld gewesen, als der er vielen in Erinnerung blieb.

        Er hatte auch sehr sensible Seiten und war im Grunde seiner Aufgabe nicht gewachsen, darin seinem Cousin Zar Nikolaus II. erstaunlich ähnlich. Das Problem war aber, daß von ihm dieses „markige“ Auftreten erwartet wurde und niemand in seiner Umgebung war, der es wagte, ihm wirklich „Contra“ zu geben, weil er ja der „Kaiser“ war. So konnte er sich vor dem Problem drücken.

        Da sich dieses Verhalten nach 1945 wiederholt hat, haben wir es hier eventuell mit einem typisch menschlichen Verhalten zu tun, nämlich sich vor dem (öffentlichen) Bekenntnis zu eigenen Fehlern und eigener Schuld zu „drücken“, speziell, wenn die „Schuld“ soviel Leid und Tod verursacht hat.

      • @ Chorbisch

        O – den Kaiser hab ich v.a. als Kunstmäzen „angegriffen“. Die Säbelrasselei kam zwar von ihm, aber auch sehr von anderen. Die Psychologie des Kaisers ist ein weites Feld, auch dies, dass er schon die Bismarcksche Bevormundung, der sich sein Vater ergeben hatte, abwarf und selber herrschen wollte, aber auch das ist natürlich nur ein Motiv unter vielen.

        Dazu wollte ich mich nicht verbreiten, sondern zur Haltung der Kirche in Deutschland und Österreich und dazu, dass man im Nachhinein nicht zu dem steht, was nicht so gut gelaufen ist.

        Anders:
        Traditionalisten verteidigen immer auf Gedeih und Verderb die damaligen konservativen und reaktioären Positionen, aus Prinzip und nicht aus einem wahrhaftigen Verstand. Oder gar Glauben.

        Man sieht es ja auch hier im Forum: Wenn einer, z.B. ich, nicht in der steifen Brise der Tradifront heult, sondern versucht, die einzelnen Phänomene jeweils singulär anzusehen und auch Zusammenhänge dadurch anders zu verknüpfen, als man es in der Szene gemeinhin tut, hängt ein Teil geistig ab und keift wie eine wildgewordene Meute herum oder es treten Apologeten auf, die ständig zwischen der Grenze zur persönlichen Anmache und etwas sehr unbedarften sachlichen Argumenten hin- und herschlingern.

        Das kanns doch nicht sein – wir müssen doch versuchen, ehrlich zu sein und die Dinge nicht gerade vergewaltigen, wie es uns beliebt.
        Dieselben reaktionären Kräfte, die 1914 unter Pius X. noch papalistisch johlten, gaben mit derselben Attitüde seinem Nachfolger einen Tritt in den Hintern und widersprachen ihm offen – beim einen Papst forderte man Gewehr-bei-Fuß-Kadavergehorsam für den Papst, beim anderen war man stolz darauf, dem Papst nicht zu gehorchen.
        Wie mans braucht eben.

        Natürlich kann sich keiner für diese klerikalen Heulbojen heute „entschuldigen“.
        Aber man müsste doch wenigstens bereit sein, etwas wahrhaftiger zu forschen und eine wahrheitsgemäße Rekonstruktion der damaligen Ereignisse und Einstellungen zu leisten.
        Das genügte schon.

        So aber polarisiert sich alles immer mehr, weil jeder, der hier wahrhaftig bleibt, bereits im Handumdrehen als „Liberaler“ und „Freimaurer“ oder „Verschwörer“ verleumdet wird. Der unmögliche Ungehorsam gegen Benedikt XV. wird – was perfide und bösartig ist – damit rechtfertigt, dass er schließlich auch ein Freimaurer war oder ähnlichem Unsinn.
        Ganz einfach: Wer nicht das macht, was wir diktieren, kann nur ein Freimaurer sein, und man darf ihn mobben, verleumden, darf ihn schlecht behandeln und ignorieren. Sehr katholisch, das alles, wo diese Täter immer behaupten, nur sie seien überhaupt noch katholisch…

        Wo bitte soll dieser verlogene Starrsinn noch enden?

    • @ zeitschnur

      Wenn ein Nationalist und Monarchist zum Beginn des ersten Weltkrieges den Einmarsch deutscher Truppen in Frankreich bejubelte, hatte das doch keinen Bezug zum katholischen Glauben! Wie kommen Sie darauf, dass hier eine Parallele zum Aufruf zum religiösen Krieg (Dschihad) bestünde? Natürlich gab es Katholiken, die auf Grund ihrer politischen(!) Einstellung den Krieg befürworteten.

      Ist Ihnen bekannt, dass Papst Benedikt XV. strikte Neutralität im Ersten Weltkrieg wahrte und auf verschiedensten Wegen versuchte, das Elend dieses verheerenden Krieg zu mindern respektive zu lindern?

      Im Namen der katholischen Kirche konnten also keine Haßpredigten gehalten werden. Wenn Kleriker es trotzdem taten, dann nicht aus dem Geiste Christi und nicht in Konformität mit der katholischen Kirche.

    • Man möge doch die Schnitzeljagd, die Zeitschnur hier zu suggerieren versucht, nicht folgen. Der reale Islam unserer Tage ist das Thema. Bleiben wir beim Thema.

      • Frau zeitschnur mit ihrer elenden relativiererei ist das Problem in diesem Forum. Wenn man ihre Kommentare liest, dann könnte man letzten Endes zu der Ansicht kommen, dass das Christentum nicht besser ist als der Islam – und das als Christ !!

  12. Man sollte nicht das Christentum verantwortlich machen für die moderne Gleichheits-Ideologie in der Ehe. Der Apostel Paulus sagt doch ganz klar (Eph. 5:22-23): „Ihr Weiber, seid unterwürfig euren eigenen Männern, als dem Herrn. Denn der Mann ist das Haupt des Weibes, wie auch der Christus das Haupt der Kirche ist; er ist des Leibes Heiland“.

    • …und wo steht da etwas von ontologischer Ungleichheit?
      Es wird vielmehr ein Deutung der Ehe als sakramentales Symbol vorgelegt, dem jeder der Eheleute genügen sollte.
      Er spricht vom „Geheimnis“.
      Und ein Geheimnis ist nie vulgär.
      Und bitte beachten Sie auch, dass da nicht steht, dass die Männer die Frau unterwerfen sollen, sondern die Frauen in Freiheit sich selbst unterordnen, um dem Symbol der Ehe für die Beziehung Christi zur Kirche zu genügen.
      Interessant, dass Sie die restliche Ansage an den Mann weglassen.
      Jesus kam ja bekanntlich nicht, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen.

      Und der ganze Abschnitt ist mit folgendem Satz überschrieben (Eph. 5, 21):

      „Einer ordne sich dem anderen unter in der gemeinsamen Ehrfurcht vor Christus…“
      Das setzt alles Folgende in ein anderes Licht.
      Dann kommt die Ansage an die Frauen.
      Und dann kommt eine wesentlich längere an die Männer.
      Na?

      • Werte @ Zeitschnur!
        Sie fragen zum Mann-Frau-Problem: „Und wo steht da etwas von ontologischer Ungleichheit“? Na, dann vergleichen Sie einmal den göttlichen Schöpfungsakt des Menschen-Mannes (Gen 2,7) mit dem der Menschen-Frau (Gen 2,21). Da haben Sie bereits die „die ontologische Ungleichheit“: Hier die Frau aus der Rippe des Mannes, dort aber der Mann aus dem Staub der Ackerscholle, mit dem Odem des Lebens, von Gott eingeblasen in seine Nase. Das ist, ontisch gesehen, doch eine ganz andere Qualität! Und nach Mt 5,18 von beiden , Mann und Männin, zu akzeptieren – ohne Wenn und Aber!

      • @ spohpus

        Schauen Sie mal im Wörterbuch nach, was „ontologisch“ heißt.

        Da die Frau aus der exakt selben otologischen Substanz geschaffen ist wie der Mann, kann es keinen ontologischen Unterschied geben. Es kann ihn alleine auch deswegen schon nicht geben, weil diese beiden ein Fleisch werden sollen, um neue Wesen zu zeugen. es wäre nachgerade absurd, wenn man das so entstandene Kind als wesenhaft unterschieden von seinen Eltern betrachten wollte.
        Es ist innerhalb derselben Wesenheit (wie bereits die Eltern) individuell ausdifferenziert, aber nicht ontologisch verschieden.

        Sie vertreten einen arianischen Standpunkt, denn auch hier wurde behauptet, weil der Vater der Urgrund sei, könne der Sohn ihm nicht wesensgleich sein.

        Die Kirche hat das aber längst geklärt. Was aus derselben Substanz entstanden ist, MUSS logisch und zwingend wesensgleich sein.

        Anders: wer die Wesensgleichheit von Vater und Sohn bestreitet, bestreitet immer auch die Wesensgleichheit von Mann und Frau. Er ist aber damit ein Häretiker.

        Und der hl. Paulus setzte dieser Debatte mit dem Satz ein Ende, dass der Mann ebenso durch die Frau komme wie die Frau vom Mann. Damit ist eine logische Aussage getroffen, nämlich die der ontologischen Gleichheit.

        Und wie könnte er sagen, die Frau sei das „Fleisch“ des Mannes (wobei das ganze menschliche Sein gemeint ist), das er niemals hassen darf, weil er sonst sich selbst hasst, wenn diese Aussage nicht logisch die ontologische Gleichheit voraussetzen würde?

        Auch manche Kirchenväter, v.a. Augustinus bestreiten, dass es außerßerhalb der physischen Gestalt von Mann und Frau einen geistigen Unterschied geben könne. Da der Mensch gemeinsam als Mann und Frau Ebenbild Gottes ist, können sie keinen unterschiedlichen Geist haben, auch wenn der Körper sich gestalthaft ausfaltet hinsichtlich verteilter Aufgaben?
        Auch Vater und Sohn sind ja nicht bloß zwei Dinge, sondern v.a. „EINS“ und dies im hl. Geist, der von beiden ausgeht.
        Aber es ist klar: wer hier irrglaubt, versteht auch Mann und Frau nicht.
        Und so kann man leicht erkennen, warum die Orthodoxen die Frau zurücksetzen und Wiederheirat erlauben.

        Immer wieder ist im Schöpgfungsakt der Frau von verschiedenen Theologen ein Anklang an die Geburt des Sohnes aus dem Vater gesehen worden, also auch das Ebenbild der Trinität und nicht nur eines islamischen Gottes, der darauf beharrt, nur einer zu sein, weil nur einer das Sagen haben kann. Gott ist einer und drei. Der Mensch ist einer und Zwei + (weil er zeugen kann)

        Aber Sie und andere illustrieren sehr gut, was auch einmal Pfarrer Milch ausrief: Da sei ihm zuviel Islam bei den Katholiken.

        Und so wirkt es auch auf mich: der Traditionalismus ist hochgradig arianisch gepägt, was man auch an der Mann-Frau-Debatte erkennen kann, aber natürlich nicht nur an ihr.

        Ich sage Ihnen voraus, dass Sie eines Tages eine Allianz mit dem Islam schließen werden.

      • @ zeitschnur

        Mann und Frau sind ergänzungsbedürftig, also nicht wesenhaft gleich, ansonsten Mann und Frau nicht ein Fleisch würden, sondern es schon wären. Nur in der Vereinigung können Mann und Frau ein Kind zeugen.

        Es kommt darauf an, was Sie unter wesenhaft verstehen. Dass beide Mensch sind, ist klar, aber darum doch mit einer je eigenen Seinsprägung, die sich schon naturhaft am unterschiedlichen Geschlecht belegt.

        Ihr feministisch intendierter Scheinkatholizismus führt Sie zu wirklich abenteuerlichen Gedankenkonstruktionen. Sie bieten ein interessantes Anschauungsbild, auf welche Abwege der Feminismus im Glauben führen kann.

      • @ Leo Lämmlein

        …nicht gegen Männer, sondern gegen den „Grattel“ vieler Männer, der auf nichts als Dummheit und Stolz, gepaart mit Gewalttätigkeit bzw. Rüpelhaftigkeit beruht.

        Mit solchen Widerlingen wurde ich erstmalig unter den Tradis megamäßig konfrontiert. Und ich weiß sehr genau, wovon ich rede, sonst würde ich nicht davon so ausführlich reden.

        Es ist eine Schande, was sich dort an Vorurteilen, üblen Verleumdungen, haltlosen Behauptungen über die Frau und geistlichem Hochmut tummelt – all den Dreck, mit dem Frauen Jahrhunderte lang niederghalten hat, um die eigenen schmutzigen Gelüste und Machtinstinkte des Mannes fromm zu bemänteln.

        Hat man das vielerorts hier Gott sei Dank überwunden – die Tradis überliefern uns neben der erwünschten alten Messe auch den Antisemitismus, den europäischen Chauvinismus, den Arianismus und die Frauenverachtung. Und retten damit ihrer Meinung nach die Welt.

        Prost.

  13. Am 25.11.2015 war der Internationalen Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen: Weltweit leben über die Hälfte der Frauen in Ländern, in denen z.B. die Vergewaltigung in der Ehe erlaubt oder zumindest straffrei bleibt. Dies sind über 1 Milliarde Menschen in muslimisch geprägten Ländern, über 1 Milliarde Menschen in hinduistisch bzw. buddhistisch geprägten Ländern, über 1 Milliarde Menschen in Ländern ohne religioeser Prägung und leider leben auch ca. eine halbe Milliarde Menschen in einem solchen Land mit christlicher Prägung.
    Leider verbündet sich sogar der Vatikan gerne mit islamgerägten Ländern, wann es gegen die Rechte von Frauen geht.

    http://www.welt.de/print-welt/article517976/Vatikan-bremst-bei-der-UN-Frauenkonferenz.html

    http://www.focus.de/politik/ausland/islamstaaten-und-vatikan-blockieren-un-konferenz-staerkt-die-rechte-von-frauen-weltweit_aid_941534.html

  14. @Suarez sagt:

    „Worauf stützen Sie Ihr apodiktisches Urteil, Helmut Schmidt sei ein begeisterter Anhänger Hitlers gewesen?
    Könnte es sein, dass Sie allzu schnell zu Urteilen gelangen, die allein auf Ihrer subjektiven Einschätzung beruhen, wobei Sie sich nicht einmal ansatzweise die Mühe machen, dem Beurteilten(bei Ihnen=Verurteilten) Gerechtigkeit widerfahren zu lassen?“

    Ich habe genug und viele Interviews mit Helmut Schmidt gesehen. Er hat selbst gesagt, dass er gerne in die Hitlerjugend wollte. Schmidt hat in vielen Interviews immer wieder das Christentum mit Dreck beworfen. Ich verstehe nicht warum Sie einen Politiker, der abfällig über das Christentum sprach in Schutz nehmen. Tut mir Leid Suarez ich habe Sie immer geschätzt vor allem ihr Engagement bei kath.net aber ihre böswillige Unterstellungen gehen mir mittlerweile mächtig auf den Keks. Was ist los mit Ihnen? Hier regen sich einige über mich auf, dass ich vermeintlich Schmidt verurteile, aber dass er Gott auf die Anklagebank setzt und ihn verurteilt, juckt diejenigen nicht.

    • Verehrte Zarah,
      ich würde nicht bestreiten wollen, dass Helmut Schmidt Atheist war. Ich war auch nie ein Anhänger seiner Politik, wobei ich ihn immer für einen durchaus gradlinigen Menschen gehalten habe. Gerade dass er offen eingestand, in seiner Jugend die Hitler-Jugend für interessant gehalten zu haben, zeigt, dass er eben nicht versuchte etwas zu schönen. Junge Menschen, die damals von der Hitler Jugend angezogen wurden, waren aber darum noch lange keine Nazi-Schergen, die ja eindeutig Massenmörder waren. Hier muss man doch wirklich differenziert urteilen und genau das vermisse ich in Ihrem Kommentar.

      Helmut Schmidt hat nicht untypische Positionen seiner Generation vertreten, die sich immer stärker vom Glauben wegbewegte. Natürlich hat Schmidt Aussagen z.B. über die Kreuzzüge gemacht, die dem üblichen Gerede entsprachen und die sich bei näherer Überprüfung als populistisch erwiesen. Schmidt war vom aufklärerischen Denken bestimmt, das ihn auf einen Rationalismus verwies, der der Kirche feindselig gegenüberstand. Man muss sich mit diesem Denken kritisch auseinandersetzen, dem Menschen aber Gerechtigkeit widerfahren lassen. Schmidt war kein Unmensch und hatte durchaus sehr positive Seiten, wie eben seine Aufrichtigkeit und Schnörkellosigkeit, was im heutigen Politikbetrieb Mangelware ist.

      Gott kann gelassen darüber hinwegsehen, wenn Menschen Gott verurteilen wollen, diese Hybris fällt sowieso auf den Menschen zurück. Aber auch hier ist es das aufklärerische Denken, das Schmidt zu diesem Urteil verleitete, es ist eben nicht die Hybris der Person sondern die Hybris einer Ideologie, die sich längst in unserer Welt verabsolutiert hat. Gegen diese Ideologie muss sich die Kritik richten, nicht gegen den einzelnen Menschen. Insofern „juckte“ es mich durchaus, wenn ein Mensch dem Christentum versagen vorwirft, nur muss man sich mit dem Verwurf und seinen Irrtümern auseinandersetzen und nicht die Person herabsetzen.

    • Werte @ Zarah
      Was Sie @ Suarez spät in der Nacht an den Kopf geworfen haben, können Sie bei Tageslicht nicht verantworten – weder ihm persönlich gegenüber, noch der Sache gegenüber, um die es geht. Selbst nach der Machtergreifung haben die „Deutschen“ mit 56%, also mehrheitlich NICHT die NSDAP gewählt. Von einer allgemeinen „Vergottung“ Hitlers unter „den Deutschen“ kann keine Rede sein, vor allem nicht in den katholischen Gegenden! Da hörte man nach wie vor auf die katholischen Priester, deren Anteil an den KZ-Insassen ab 1938 im Verhältnis zu ihrer Gesamtzahl besonders hoch war. Was Sie über die „Vergottung“ Hitlers sagen, trifft bestenfalls auf die nationalsozialistisch-protestantischen Deutschen Christen zu, die unter Ihren Bischof Jäger forderten, Hausaltäre mit den Bildern von Luther und Hitler zu errichten. Dagegen wehrten sich überall in Deutschland lutherische Christen in der sog. Bekennenden Kirche.
      Fazit: Sie haben nicht den geringsten Anlass, @ Suarez Unterstellungen vorzuwerfen, und schon gar keine „böswilligen“! Er hat sie korrigiert und das mit vollem Recht!

  15. @Leo Laemmlein

    „ich hoffe, Sie wenigstens haben Empathie, Hilfe und Solidarität gegenüber allen christlichen Glaubensbrüdern, nicht nur (alt)orientalischen und orthodoxen, sondern auch römisch-katholischen, protestantischen und evangelikalen. Haben Sie sie?“

    Ich bin römisch- katholisch, falls Sie es nicht mitbekommen haben. Meine Empathie und Solidarität gilt allen verfolgten Christen. Kirche in Not, die ich unterstütze setzt sich für alle Christen ein. Die orientalischen Christen stehen vor einem Genozid und daher mein Augenmerk auf sie. Auf dem evangelischen Kirchentag hat man, all die von ISIS gekreuzigten, geschlachteten und geköpften christlichen Märtyrern mit keiner Silbe erwähnt oder ihnen gedacht.

  16. @ Zarah

    Ich unterstütze Sie, weil Sie auf etwas hinweisen, was auf viele Leute zutrifft, die später in der Bundesrepublik eine positive Rolle einnahmen. Ich wies neulich auch darauf hin, dass selbst der an sich kritische Adenauer dennoch die Allianz gemäßigter politischer Kräfte mit Hitler 1933 ausdrücklich empfohlen hatte.

    Lassen Sie sich von gewissen Herrn nicht fertigmachen – die verstehen meistens nicht, was man gesagt hatte, kennen sich auch fachlich nicht wirklich aus, und schießen sofort in einer peinlichen Weise wirklich blöde, dümmliche Unterstellungen auf einen und agitieren somit bewusst daraufhin, dass sie damit andere Leser emotional gegen die Poster aufbringen, gegen die sie zu Felde ziehen.

    Was @ suarez und auch @ sophus betreiben, ist tatsächlich ein Mobbing-Versuch gegen alles und jeden, der nicht das sagt, was sie in ihrem „hohen“ Verstand erwarten oder überhaupt erfassen können.

    Schmidt war offenkundig kein Christ, hielt aber an vielen christlichen Dingen aus kultureller Überzeugung fest.

    Ich habe auch sehr viele Interviews mit ihm gehört und ihn v.a als Jugendliche erlebt, als er Kanzler war.
    Für vieles habe ich ihn hochgeschätzt, bei anderen Dingen konnte ich ihm weniger folgen. Seine Haltung zum Glauben wirkte auf mich wie eine Art „Ausweichen“.

    Allerdings müssen wir uns eine Frage gefallen lassen: Die sich Christen nennen haben so unendlich viele schreckliche Dinge getan im Namen Jesu, dass das wirklich schwer zu verkraften ist und ein echtes Glaubenshinderis.

    Um noch mal auf die Kreuzzüge zu kommen:
    Ein Papst ruft zu ihnen auf.
    Als Jahrzehnte später alles aus dem Ruder läuft und Christen im Namen Christi Konstantinopel plündern und christliche Häretiker brutal ermorden und brandschatzen, ruft ein anderer Papst vergeblich zur Mäßigung auf.

    Man muss die Frage stellen dürfen, ob sich Petrus nicht oft vergangen hat und nicht eine Sekunde nachgedacht hat über die Folgen dessen, was er da sagt.
    Ein Menschenkenner hätte doch wissen müssen, dass es nicht bei der Rückeroberung der hl. Stätten bleiben würde.
    So waren es nicht selten Päpste, die zur Anarchie aufriefen bzw. sie heraufbeschworen durch unüberlegte Appelle.

    Der kürzlich erwähnte Paul IV. hat mit „Cum ex apostolus officio“ 1559 offen zur Anarchie aufgerufen: jeder, der „offenkundig“ vom Glauben abfalle, solle abgesetzt und ausgeplündert werden, ausdrücklich nennt er Fürsten, Kaiser und Päpste, ja: ganze Grafschaften und Klöster..
    Nur eines vergisst er: uns zu sagen, wer denn die Kompetenz haben soll, das immer zu erkennen und zu entscheiden, wer „offenkundig“ Häretiker ist und wer die Gewalt hat, Häretiker abzusetzen, wenn man solche bei denen findet, die normalerweise diese Gewalt innehätten.
    Der Appell dieses fahrlässigen Papstes erfüllte sich bald darauf im 30jährigen Krieg…

    Ich lehne die larmoyante Lesart der Kreuzzüge seitens der Muslime ab. Sie sind die eigentliche Ursache und die ursprünglichen Aggressoren.
    Das wäscht aber unsere Fehler nicht rein.

    • @ zeitschnur
      Ich möchte Ihnen doch mal etwas Grundsätzliches ad personam schreiben.
      Es wäre eine unglaubliche Gnade, wenn Sie es fertigbrächten, Ihren –so empfinde ich es, aber auch viele andere auf dieser Plattform geben das zu erkennen– lästermäuligen Stil zu überwinden.
      Schauen Sie, das ist nicht so schwierig. Es ist aber ungeheuer wichtig für Sie.
      In den Herzen aller Menschen, die durch das peccatum originale geschädigt sind, steigen böse Gedanken auf – in jedem von uns (Matthäus 15,19).
      Durch den Heiligen Geist aber: durch die Liebe Gottes, die ausgegossen ist in unsere Herzen (Römer 5,5), so wir denn wirklich Kinder Gottes sind (!!!), können wir die bösen Gedanken schon im Keim ersticken und abtöten.
      Wenn wir das tun –und Gott hilft uns dabei, wenn wir es nur innig wollen und Ihn darum bitten–, dann werden die bösen Gedanken immer schwächer und weniger (wenngleich sie nie gänzlich aufhören), und Gott schenkt uns jenes neue Herz, das Er uns im Neuen Bund versprochen hat !
      Es wäre wunderbar, wenn Sie diese correctio fraterna meinerseits einmal schweigend –und demütig?– entgegennähmen, auch in dem Fall, dass Sie sich von mir ungerecht angegriffen fühlen.

      • Sie langweilen mich – Sie bieten mir an, nicht das letzte Wort zu haben, weil Sie es haben wollen? In aller Demut, versteht sich…

        Gähn, worum ging es Ihnen sachlich noch mal – ach ja, um nichts, Sie wollten ja direkt persönlich herumklotzen, richtig, ouah, wissen Sie, es ist spät, geben Sie mir doch noch ein paar Chancen, zu schweigen, wenn es zu mehr nicht hinreicht, ouppps… es ist schon die 5. Jahreszeit.
        Als was gehen Sie?
        Als Mann?

        So, ab jetzt antworte ich Ihnen nicht mehr. Zufrieden?
        :-)))))))

    • @ zeitschnur

      „Lassen Sie sich von gewissen Herrn nicht fertigmachen …“

      Ihr Feminismus geht da wieder einmal mit Ihnen durch.

    • Was ist denn das wieder für eine Falschdarstellung. Christ sei Schmidt nicht gewesen. Das habe ich noch nie gehört. Was es immer mit den „Herren“ auf sich haben mag, gegen die Zeitschnur penetrant zu Felde zieht, weiß ich nicht. Mit den „Damen“ haben wir zur Zeit mehr probleme oder kennen Sie Frau Merkel nicht, Frau Zeitschnur, wie Sie sich hier nennen ?

  17. Beim verstorbenen Altkanzler hätte man sich auch gewünscht, dass er sich auf die Themen besinnt, die anstehen. Manches ging auch gründlich daneben.

    • @Reinhold
      Ja, in der Ewigkeit wird er Hanns-Martin Schleyer begegnen, der ihn fragen wird :“Warum hast DU das getan ?“

      Ich meine das wirklich nicht als Anklage gegen H.Schmidt, dessen Gradlinigkeit in der Politik mir Respekt abverlangt, aber es zeigt, wie sehr Menschen Gottes Barmherzigkeit beduerfen um Ruhe und Frieden zu finden.
      Hoffentlich hatte er in seiner Todesstunde dieses Verlangen.

  18. Ich weiß wirklich nicht, was das Herummosern über Helmut Schmidts Religiosität soll. Er war ein Staatsmann und Politiker, und da hat er Überragendes geleistet. Was ist dagegen zu sagen, wenn er als Grabschrift wünscht: Er hat seine Sache ordentlich gemacht? Das hat er doch, oder etwa nicht?

    Mir ist jedenfalls ein Politiker vom Format Helmut Schmidts, der Zweifel an Glaubensaussagen hat, tausendmal lieber als ein häretischer Papst wie Franz, der mit seinen Auslassungen nur Verwirrung stiftet und den Unglauben fördert, oder unsere deutschen Bischöfe, von denen man den Eindruck hat, dass sie wenig oder gar nichts glauben, sondern nur auf ihren Status und die Privilegien der Kirchensteuer bedacht sind.

    Als Staatsmann war Helmut Schmidt ein leuchtendes Vorbild, dagegen sind unsere heutigen Politiker ganz kleine Lichter, um nicht zu sagen Armleuchter. Über Schmidts Seelenzustand zu spekulieren, ist nicht unsere Sache. Ich denke, dass Gott der Herr ihn nach seinen Taten beurteilt, nach nichts anderem. Und wenn ihm die Gnade des Glaubens an ein ewiges Leben nicht gegeben war, so war er so ehrlich und hat das klar ausgesprochen. Ist das nicht besser als all die verschwurbelten Erklärungen unserer Theologen, die mehr Zweifel säen als die Gläubigen aufrichten.

  19. @ Zeitschnur
    Sie mobben sich selbst, Werteste, durch Ihre Kommentare, die insgesamt gesehen in ihrer Bösartigkeit und Gehässigkeit immer absurder und abstruser werden. Daher ist der Appell so wichtig, den Leo Laemmlein oben sehr brüderlich an Sie gerichtet hat.
    Es ist dennoch nötig, die Gründe Ihres aggressiven Verhaltens anzudeuten.
    Sie sind im Jahr 1961 geboren und damit 54 Jahre alt. Sie sind verheiratet, aber, wie Sie durchblicken ließen“, getrennt von Tisch und Bett“, also allein lebend. Ihre Kinder sind offensichtlich aus dem Haus. Sie selbst befinden sich in den schwierigen Wechseljahren. Das erklärt vieles, aber nicht alles! Momentan jedenfalls sind für Sie Männer an allem schuld, Männer im allgemeinen, aber geweihte Männer der Kirche im besonderen. Darüber hinaus richtet sich Ihre Abneigung gegen die Christen insgesamt, vornehmlich gegen die hierarchisch verfasste katholische Kirche, besonders aber gegen konservative Katholiken, die Sie ständig als „Tradis“ verunglimpfen. Aus der Psychologie ist dieses Phänomen bei Frauen in den Wechseljahren bekannt, besonders bei jenen, die mit ihrem bisherigen Leben hadern und daher ihren Frust unkontrolliert an anderen auslassen „müssen“.
    Zu den belastenden Begleiterscheinungen Ihrer Hormonumstellung kommt hinzu, dass Sie als mehrfache Konvertitin mit jüdischen, protestantischen und letztlich katholischen Komponenten, aus denen Sie Ihren Privatglauben nähren, zusätzlich ein Paket an hochgradig explosivem Frust aus Ihrer insgesamt unbewältigten Vergangenheit mit sich herumtragen, den Sie als immerwährende Studentin durch privates Bildungsbemühen abzubauen versuchen. Dem Forum gaukeln Sie ständig einen hohen Bildungshorizont vor, den Sie in Wirklichkeit aber nach meinem Dafürhalten nicht erreicht haben. Denn Ihre historischen Aussagen lassen z.B. durch Ihre unzulässigen Verallgemeinerungen privater Eindrücke einen grundsätzlichen Mangel an Problembewusstsein und Wissenschaftlichkeit in der Problembehandlung erkennen. Ihre diesbezüglichen Ausführungen sind geeignet, jeden Historiker unangenehm zu berühren und seine Kritik herauszufordern. Aber Kritik vertragen Sie nicht! Dann werden Sie beleidigend.

    • Werter @ Leo Laemmlein!
      Sie fragten oben in Richtung @ zeitschnur
      „Warum hegen Sie einen solchen Groll gegen Männer?“
      Können Sie sich jetzt denken: Warum?
      Goethe hat es im Faust auf den Punkt gebracht! Soll ich den Vers zitieren?
      Lieber nicht!

    • Sophus, kenne mich auf kath.net zwar nicht aus, aber dieser Ihr letzter Post macht verständlich, weshalb man Sie dort rausgeworfen hat. Was für eine Perfidie und Niedertracht!

      • @ Carlo Ihrem Urteil schließe ich mich voll an. Ich habe lange nicht mehr solche peinlich taktlosen Entgleisungen hier gelesen. Zeitschnur macht aber selbst einen Fehler, wenn sie sich in dieses Forum einbringt. Denn anders, als dessen Betreiber es sich wahrscheinlich vorgestellt haben, wünschen die meisten der hier schreibenden User gar keine ernsthaften Diskussionen um theologische und kirchengeschichtliche Themen. Sie haben ihr konservatives Kirchenbild (grob gesagt das von 1900) und wollen es nicht kritisch in Frage stellen lassen. Tut dies jemand doch wie Zeitschnur, werden sie wütend. Man möchte nicht diskutieren, sondern sich in der Runde Gleichgesinnter einfach wohlfühlen. Andersdenkende stören nur. Diese Einstellung ist menschlich, allzu menschlich, und man sollte sie respektieren, auch wenn man anderer Meinung ist und vielleicht auch noch die besseren Argumente hat.

      • @ Carlo
        Sie kennen sich nicht nur auf kath.net nicht aus!
        Wer einen Neuankömmling wie mich grundlos einen „komischen Vogel “ nennt, sollte im Nachgang seine Zunge hüten, bevor er unberechtigter Weise gegen ihn die Worte Perfidie und Niedertracht in den Mund nimmt!

    • Sophus!
      Einen solch unwürdigen und erbärmlichen Kommentar hätte ich von Ihnen nicht erwartet! Sie bringen sich und dieses Forum in Misskredit. Ist das Absicht?
      Sie zerren Privates eines Kommentators ans Licht und entblöden sich nicht über dessen hormonelle Disposition (!) Mutmaßungen anzustellen und Ihr per Ferndiagnose zusammengebasteltes Psychogramm zu veröffentlichen. Ist das für ein katholisches Forum relevant?

      Ich bin mitnichten immer mit @zeitschnur einer Meinung. Aber vielleicht hätten Sie eine Antwort auf das von ihr (wenn auch polemisch) formulierte Kernanliegen:
      1) Wie kommt’s dazu, dass im Namen der Kirche so viele Gewalttaten passieren konnten (u.a. Hexenverbrennungen, Julius II als Feldherr)?
      2) Welche Argumente hätten Sie, wenn diese Frage ein Jugendlicher, Atheist, Moslem oder wer auch immer stellen würde. Mit welchen Argumenten wollen Sie jemanden für den Glauben gewinnen und überzeugen, wenn diese historische Last auf der Kirche liegt?
      Das ist doch die brennende Frage.
      Und wenn ein Papst wie Julius II persönlich in den Krieg zieht, ist das Problem nicht @zeitschnur, weil sie diese Frage stellt und schon gar nicht, weil diese Frage halt eine Frau in einem bestimmten Alter stellt!

      • @ Agricola

        Ich stimme Ihrem Beitrag voll und ganz zu. Solche „Psychologisierungen“ gehören sich grundsätzlich nicht.

        Auch beim zweiten Thema Ihres Beitrags bin ich Ihrer Meinung. Es ist eben nicht so, dass (zugespitzt formuliert) „früher alles besser war“. Sünde und daraus folgend Unglück und Not gab es schon immer. Sicher, Reformation, die Revolutionen von 1789, 1917 oder die Entwicklung, die man hier mit „1968″ verbindet, waren epochale Einschnitte.

        Aber die Welt davor war eben keine „heile Welt“, nur weil alle noch katholisch waren. Leo Laemmlein schrieb hier kürzlich, die Benediktiner hätten „die germanischen Stämme unter dem Kreuz geeint“. Stimmt, aber das hat nicht verhindert, daß Angehörige dieser Stämme ihre Mitbrüder und -schwestern mit Krieg überzogen haben. Wobei Kriegführung im Mittelalter vor allem darin bestand, den Besitz des Gegners zu verwüsten, worunter, wie eigentlichh immer in der Geschichte, die kleinen Leute gelitten haben, die mit den Fehden der „edlen Herren“ nichts zu tun hatten.

      • @ Carlos @ Tantumqantum & @ Agricola

        Könnten Sie mir bitte mal erläutern, was an dem nachfolgend zitierten Satz von @ zeitschnur Substanz hat?

        „…die Tradis überliefern uns neben der erwünschten alten Messe auch den Antisemitismus, den europäischen Chauvinismus, den Arianismus und die Frauenverachtung.“

        Bezieht man Aussagen aus anderen Kommentaren von @ zeitschnur ein, so scheint unter „Tradi“ jeder subsumiert, der nicht ihr feministisch geprägtes Kirchenbild teilt. Ich halte es für eine wirkliche Ungeheuerlichkeit, lehramtstreuen Katholiken pauschal zu unterstellen, sie seien Antisemiten, weil sie lehramtstreu sind. Ebenso wird der Vorwurf des Chauvinismus und der Frauenverachtung als nicht hinterfragbares Faktum von @ zeitschnur in den Raum gestellt.

        Mit einem seriösen, an Glaubensfragen orientierten Gedankenaustausch hat das nun wirklich nichts zu tun, es ist reinste Polemik, die den Sinn hat, Katholizität subtil herabzusetzen.

        Natürlich kann man über die Grausamkeiten der Kreuzzüge diskutieren, kann fragen, welche Rolle dabei die Kirche spielte und welche Rolle die weltliche Macht und wie die Verschränkung von beiden negativ auf die Glaubenswirklichkeit sich auswirkte. Hier sind aber Differenzierungen gefordert, die der Komplexität des Geschichtlichen Rechnung tragen und keine hohlen Phrasen. Die Idiosynkrasie, die @ zeitschnur bei nicht wenigen Lesern hervorruft, beruht, so sehe ich es zumindest, darauf, dass sie in sich angleichender Monotonie den katholischen Glauben zum Vehikel ihres Feminismus umfunktioniert. Theologisch ist da wenig Substanz, das meiste bemäntelt sich lediglich mit einem hochmütigen Gestus, der im Grunde nur Beleidigungen aneinanderreiht und übliches Stammtischgerede über die Kirche sprachlich etwas aufhübscht.

        Ich habe hier schon Ausfälle von @ zeitschnur gegen andere Leser gelesen, bei denen ich mich fragte, wie man so bösartig sein kann. Es ist eben keine Kleinigkeit, anderen Lesern im Forum zu unterstellen, sie seien Antisemiten!

        Warum beunruhigt Sie diese Entgleisung nicht?

      • @ Chorbisch

        Die Welt vor dem Nationalsozialismus und Stalinismus war auch keine heile Welt, doch darum lassen sich die Diktaturen nicht in ihrer eigenen Qualität des Bösen relativieren.

        Ihr Geschichtsbild ist stark verkitscht, was schon in den von Ihnen vorgenommenen Verkürzungen zum Ausdruck kommt.

        „Wobei Kriegführung im Mittelalter vor allem darin bestand, den Besitz des Gegners zu verwüsten, worunter, wie eigentlichh immer in der Geschichte, die kleinen Leute gelitten haben, die mit den Fehden der „edlen Herren“ nichts zu tun hatten.“

        Und wie sehen die Verwüstungen des modernen Krieges aus? Wie sah Mitteleuropa kurz nach dem 2. Weltkrieg aus und wie sieht heute Syrien aus oder Vietnam nach dem Krieg?

        Wäre die Substanz des Christentums, dass es nichts Neues unter der Sonne gäbe, wie Sie hier behaupten, dann wäre die radikale Forderung Jesu Christi nach Umkehr nur leeres Gerede.

        Die Französische Revolution war auch kein beliebiges Ereignis in der Geschichte, sondern hat das Denken grundlegend verändert und zwar nicht notwendig zum Positiven. Die Entstehung des modernen Totalitarismus ist nur aus dem der Französischen Revolution entspringenden Denken erklärbar. Der Terror dieses Totalitarismus, wie er sich im Nationalsozialismus und im Stalinismus gezeigt hat, ist Ausdruck des absolut Bösen, wie die 100 Millionen Getötete hinlänglich belegen. Es ist eben keine Kleinigkeit, welche Folgen eine Ideologie in der Geschichte hervorbringen kann.

      • @ Agricola

        Es liegt mir fern, das Forum in Misskredit zu bringen! Vielmehr ist das Gegenteil der Fall! Daher weise ich Ihre eigenen Maßlosigkeiten mir gegenüber mit Bedauern zurück! Das was Frau @ Zeitschnur regelmäßig von sich gibt, ist in seiner Kirchen- und Katholikenfeindlichkeit für ein katholisches Forum durchaus relevant.
        Es ging um die Frage von @ Leo Laemmlein nach dem Grund der überbordenden Aggressivität von Frau @ Zeitschnur. Darauf habe ich geantwortet und zwar aufgrund von Aussagen, die sie im Laufe ihrer umfänglichen Posts selbst gemacht hat. Nicht mehr und nicht weniger!
        Ich habe nichts ans Licht gezerrt, was sie nicht selbst von ihrem Privatleben preisgegeben hat.
        Ihre Fragen @ Agricola sind beantwortbar, nicht aber in der Form, wie sie @ Zeitschnur gegen die katholische Kirche, gegen deren geweihte Personen, gegen Männer insgesamt usw. instrumentalisiert und verallgemeinert hat. Ihre destruktiven Auslassungen haben schließlich einer entsprechenden Antwort bedurft!
        Anlass war ihr ungefragtes Einmischen in einen Disput mit @ Zarah:

        „Lassen Sie sich von gewissen Herrn nicht fertigmachen – die verstehen meistens nicht, was man gesagt hatte, kennen sich auch fachlich nicht wirklich aus, und schießen sofort in einer peinlichen Weise wirklich blöde, dümmliche Unterstellungen auf einen und agitieren somit bewusst daraufhin, dass sie damit andere Leser emotional gegen die Poster aufbringen, gegen die sie zu Felde ziehen.
        Was @ suarez und auch @ sophus betreiben, ist tatsächlich ein Mobbing-Versuch gegen alles und jeden, der nicht das sagt, was sie in ihrem „hohen“ Verstand erwarten oder überhaupt erfassen können“.

        Ist das auf Dauer tolerierbar? Ich sagte mir nach langem Überlegen: NEIN!
        Die Redaktion des Forums jedenfalls hat meinen Antwortkommentar an @ Zeitschnur nicht gelöscht. Und die ist doch wohl für den Kommentarbereich letztlich verantwortlich – auch im Hinblick auf die Bewertung der ständigen kirchen- und männerfeindlichen Polemiken, wie die von Frau @ Zeitschnur, deren „Kernanliegen“ im Herabsetzen derjenigen besteht, die nicht das sagen, was sie erwartet.

      • @ Suarez, wieso ist mein Geschichtsbild „verkitscht“ oder „verkürzt“?

        Natürlich weiß ich, daß die Verwüstungen der nachmittelalterlichen Kriege verheerend und oft noch schlimmer waren. Aber darum geht es hier nicht, also gibt es keinen Grund, das ausdrücklich zu erwähnen.

        Mir ging es lediglich um den Eindruck, daß manche Forumsteilnehmer ein etwas schöngefärbtes Bild der Geschichte haben, eben „Früher war alles besser“.

        Ich bestreite auch nicht, daß Reformation, Französische Revolution usw. epochale Einschnitte waren und teilweise sehr schlimme Folgen hatten. Aber war die Zeit davor wirklich „besser“?

        Haben nicht immer die „kleinen Leute“ am meisten unter den Streitereien ihrer Herren gelitten?

        Gier nach Ruhm, Macht und Reichtum waren schon immer mächtige Triebfedern für Menschen, Böses zu tun.

        Insoweit gibt es tatsächlich „nichts Neues unter der Sonne“. Aber warum sollte das die Botschaft Jesu zu radikaler Umkehr sinnlos machen?

        Hat sich der Hl. Franziskus von seinem Weg der radikalen Umkehr durch die Erkenntnis abschrecken lassen, daß nicht alle seiner bisherigen Freunde seinem Beispiel folgen würden und daß es auch nach seinem Tod Menschen geben würde, die ein Leben in Luxus und Verschwendung der Nachfolge Jesu vorziehen würden?

        Und sind wir nicht alle tagtäglich dazu aufgerufen, der Versuchung zur Sünde zu widerstehen? Obwohl wir wissen, daß wir es nicht immer vermögen?

      • Suarez

        Ganz abgesehen davon, dass ich’s weder mit dem Geisteswissenschaftlichen noch dem Theologischen wirklich „habe“, bedeutet es im Falle des Ausbleibens einer Antwort oder eines Kommentars nicht, dass ich die jeweilige Darlegung Fr. Zeitschnurs nachvollziehen kann resp. sogar teile.

        Der Zufall will es, dass ich beim heutigen Vorbeigucken hier auf Ihre konkrete Frage um Stellungnahme zu „…die Tradis überliefern uns neben der erwünschten alten Messe auch den Antisemitismus, den europäischen Chauvinismus, den Arianismus und die Frauenverachtung.“ just auch Fr. Zeitschnurs Post vom 29. November 2015 um 22:34 @ Chorbisch gelesen habe, in dem ich verschwommen Verknüpfungen ziemlich genau zu dem erahne (!), was Sie – wahrscheinlich aufgebracht – zur Rede stellen wollen. Erahnen heisst, ich muss darüber nachdenken (zu Hilfe, Hl. Geist…), und das bei nicht zum ersten Mal zu Wortmeldungen ihrerseits. .

        Was habe ich davon? Ich weiß es nicht. Indessen sehe ich in ihren Darlegungen kein „Feminismus“-Muster, wie Sie es ihr zuschreiben. Stattdessen kommt mir zu ihrer kämpferischen Art – spontan – ein Betrachtungssatz aus dem ewtn-Way of the Cross zur 8. Station ein „…the women You freed from bondage and isolation“. Hab ich das akzeptiert, hein?

        Ihnen möchte ich sagen, dass ich Ihren Dialog mit ihr interessant und bereichernd fand, bis es dann leider ad hominem wurde. Immerhin haben Sie sich zu keiner Entgleisung hinreißen lassen.

        O Iesu, mitis et humilis corde, fac cor nostrum secundum cor tuum, Wir sind Lichtjahre davon entfernt.

    • Lieber Sophus,
      ich denke, es ist besser, keine Überlegungen über das Privatleben eines Mitdiskutanten anzustellen. Allzu voreilig könnten unsere Bewertungen sein.

      @Zeitschnur´s Kommentare und Reaktionen empfinde ich oft als von Stolz und Überheblichkeit geprägt. Dass sich dadurch gelegentlich auch etwas weniger Selbstbewusste -etwa ich- wie unwissende, tadelnswerte Schüler vorkommen, ist nicht angenehm.
      Dennoch muss ja nicht alles grundfalsch sein, was @Zeitschnur sagt.
      In ihrer Antwort auf Zarah hat sie Sie und @Suarez öffentlich des Mobbingversuchs beschuldigt. Das war nicht in Ordnung und es wäre daher für mich sehr leicht nachvollziehbar, wenn Sie dieser völlig unnötige und unhaltbare Vorwurf hart getroffen haben sollte und Sie ihn zurückweisen.
      Ungeachtet dessen glaube ich nicht, dass eine Fernanalyse des familiären und geistigen Hintergrunds von @Zeitschnur die richtige Antwort darauf sein kann.
      Würde mir das widerfahren, wäre ich sicher peinlich berührt.

      • Liebe @Marienzweig,
        Ihrem Kommentar kann ich mich nur anschließen.
        Ein edles, vernünftiges und notwendiges Posting.

        Übrigens: was hat dies alles mit dem verstorbenem Helmut Schmidt zu tun?

      • Sehen Sie, liebe @ Marienzweig, wie schnell Sie bei @ zeitschnur in Ungnade gefallen sind und nun ebenfalls des Mobbings respektive Heckenschützentums bezichtigt werden.

      • Sehr geehrte @Marienzweig: das hier, der Kommentarbereich, ist (auch) eine Schlangengrube bzw. Wolfshöhle. Da muß man, wenn man sich beteiligt, nicht nur jedes Wort dreimal wägen wenns sein muß, sondern auch unbeirrbar von anderen stur die eigene Meinung und die Wahrheit sagen.

        Persönlich habe ich auch schon ausgeteilt an @zeitschnur, aber auch wieder den Rückzug angetreten, wenns angemessen war und Sinn machte.
        Ich selbst hatte schon das „Vergnügen“, aber auch von ihr traktiert zu werden- und das war zuerst.

        Sie sind fast zu fein für dieses Forum habe ich den Eindruck. Und das ehrt sie, möchte ich sagen. Sie sind eine gute Seele liebe @Marienzweig, wenn ich das sagen darf.
        Franz

      • Es gibt Leute, die, unbewusst oder bewusst, grundsätziich Prügel gegen andere austeilen. Auch solche Menschengruppen gibt es. Wer eine solche Mentalität nicht kennt, tut sich schwer damit.

      • Hey, @ Franzel, darf man Sie dran erinnern, dass Sie neulich dermaßen eskaliert sind mir gegenüber, ohne dass ich Sie zuvor überhaupt persönlich auch nur beachtet hätte, dass Ihr Posting von der Redaktion gelöscht werden musste?

        Und dies war keineswegs das erste Mal – Sie haben eine auffallend niedrigschwellige Frustrationstoleranz. Sie fühlen sich ja schon „traktiert“, wenn Ihnen einer argumentativ was entgegenhält.

        Und dass Ihre Entschuldigung für Ihre verbale Gewalt-Eskalation taktischer Natur war, haben Sie hiermit auch zugegeben. Gut katholisch mal wieder?

        Und für die hier von den einschlägigen Leuten Getröstete gilt offenbar immer noch gilt das alte Sprichwort:
        Sage mir, wer Deine Freunde sind und ich sage Dir, wer Du bist.

  20. Der Männerhaß zieht wie ein roter Faden die ganzen mit zum Teil grotesken Wörtern (ontologisch) zusammengeschmirkelten Aneinanderreihungen diverser Gestaltungsmerkmale, die in sich quer nur eins nicht ergeben: einen Sinn.

  21. Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt möge ruhen in Frieden.
    Er hatte großartig gehandelt bei der Hamburger Sturmkatastrophe. Als Bundeskanzler stand er gegen den RAF-Terror.

    Helmut Schmidt war gegen Franz-Josef Strauß überfordert. Da griff er in die unterste Schublade, um diesen, wie die Linksmedien, zu dämonisieren. Das war 1980 ein bösartiger Anti-Strauß Wahlkampf von Schmidt und der SPD. Inhaltlich thematisch hatte die SPD nichts zu bieten.
    Die Menschenrechtspolitik des Baptisten und US-Präsidenten Jimmy Carter gegenüber dem Ostblock lehnte er ab. Gute Wirtschaftsverhältnisse zur barbarischen Sowjetunion waren ihm lieber.
    Auch die Freiheitsbestrebungen der Polen gegen den Kommunismus unterstützte er nicht.
    Über eine moralische-geistige Erneuerung Deutschlands, von der „jüngere“ Helmut Kohl sprach, spottete er nur.

    Meines Erachtens, aber das zählt nicht, wurde und wird Helmut Schmidt weit überschätzt. Er war weder der große Kanzler, als der er sich selbst sah, noch ein geistiger Wegführer zum Guten hin.

    • @Franzel:
      Ich glaube nicht, dass Schmidt gegen F.J. Strauß überfordert war. Daß er gegen ihn öffentlich in die unterste Schublade griff, mag sein. Aber ich denke, daß die beiden sich da gegenseitig nichts geschenkt haben.
      Fest steht, daß Schmidt seinen Gegenspieler Strauß hoch geschätzt hat, wie er glaubwürdig in seinem Buch „Weggefährten“ bezeugt. Es ist auch bezeugt, daß Strauß ihn häufig spät abends zu langen Gesprächen unter vie Augen aufgesucht hat, und daß Schmidt Strauß nach seinem Ausscheiden in München privat besucht hat. Und: hat Schmidt, bei aller sonstigen Wertschätzung, so unrecht gehabt, als er sagte, daß Strauß sich nicht unter Kontrolle hatte? Strauß war ein hochintelligenter Mann, auf Augenhöhe mit Schmidt, aber er konnte sich wirklich oft nicht beherrschen und am Zügel halten. Das sage ich freimütig, obwohl ich ihn als Politiker hochgeschätzt habe.
      Und was Sie zu Schmidts Verhältnis zu Carter und seiner Ostpolitik sagen, ist so verkürzt, daß Sie damit der Wirklichkeit absolut nicht gerecht werden. Seine Politik gegenüber China und der Sowjetunion war weit vielschichtiger als Sie sie hier dazustellen versuchen. Es würde viel zu weit führen, darauf näher einzugehen.
      Ich würde Ihnen aber empfehlen, mal die „Erinnerungen“ von F.J. Strauße und Schmidts „Weggefährten“ zu lesen und miteinander zu vergleichen. Hier ein von sich selbst überzeugter Machtmensch, auf der anderen Seite ein reflektierender Mensch, der es nicht nötig hatte, sich selbst und seine Ansichten ständig in der Vordergrund zu spielen.
      Fazit: Wo gibt es heute in der „politischen Klasse“ noch Figuren wie Schmidt und Strauß? Das sind doch gegen diese alles Armleuchter und kleine Würstchen! Man muß sich nur unsere Kanzlerin Murksel betrachten, die das Land in den Abgrund führt, und keiner aus der ganzen Politikerriege scheint in der Lage, sie aufzuhalten.
      Sie scheint mir vielmehr das einzige sichtbare Errgebnis von Helmut Kohls viel beschworener „geistig-moralischen Wende“ zu sein. Wie erbärmlich! Oder was haben Sie sonst von dieser „Erneuerung“ verspürt?
      Nein, Helmut Schmidt wird nicht weit überschätzt. Wir könnten uns glücklich schätzen, hätten wir in diesen schweren Zeiten jemand vom Format eines Schmidt oder Strauß! Stattdessen nur Kasperlefiguren wie Merkel, Seehofer, Maas, Altmaier, de Maizière, Gabriel und Co. Armes Deutschland!

      • Ich möchte es mal so sagen: Helmut Schmidt stand auf der falschen Seite der Geschichte @siri, klipp und klar. Er hatte für den Geist, den wirklichen Geist schlichtweg keine Antenne oder wollte nicht.
        Er hatte Solidarnosc nicht nur nicht unterstützt, sondern sie gar nicht zur Kenntnis genommen nach dem Motto: was will denn so ein kleiner Elektriker, dieser Lech Walesa eigentlich? Man muß doch „Realpolitik“ betreiben- mit den Mächtigen im Osten.
        Was ist das für ein „Gedöns“, also diese Menschenrechte. Was soll das? Das ist doch nichts für Politik. Also dieser Jimmy Carter, der hat keine Ahnung.- So war seine Einstellung. So tappte er durch die Weltpolitik.
        Seine eigene Partei hatte ihn abgesetzt. Da stieß er an mit seinen Obertönen.

        Helmut Schmidt hatte keinen wahrhaft christlichen Glauben und als halber Freimaurer (zumindest) war er kein Freund der Wahrheit.
        Er müffelte an Helmut Kohl herum, weil dieser eine geistig-moralische Wende in Deutschland forderte. Das war Anfang der 80er Jahre. Wo steht heute Deutschland?- Mit beiden Füßen im Abgrund.

        Ich hatte ihn respektiert, aber ihm nie getraut, dem Katholikenfresser Helmut Schmidt.

  22. zu: @zeitschnur
    1) „Ein Bekannter erzählte mir neulich, nachdem er aus Arabien zurückkam, er habe erst dort begriffen, dass diese Männer, die meinen, sie müssten mehr als eine Frau begatten, keinen Boden unter den Füßen hätten. Ihre Frauen geben ihnen das Gefühl, unterwürfig zu sein und bilden eine undurchdringliche Mehrfachmacht in seinem eigenen Haus gegen die er nicht ankommt … und verachten ihn aus tiefster Seele.

    2) Die Frau also ist in Christus gehalten, den Mann so zu achten, wie sie Christus, der ihr eigentlicher Bräutigam ist, liebt und ehrt. Christus wurde ein Mann, um dem Mann zu zeigen, was Mannsein ist. Aber der Mann erfährt das nur über die Frau – darum geht es. Sie ist und bleibt „apostola apostolorum“. Sie gebiert wie Maria alles und er ist darauf angewiesen.“

    zu 1: Der Islam zeigt nicht zuletzt in seiner „Ehelehre“, daß er anti-christlich ist.
    zu 2): Widerspruch: Jesus Christus ist nicht der eigentliche Bräutigam einer katholisch getrauten Ehefrau. Das ist ausschließlich ihr Ehegatte. Nur Christus sich geweihte Jungfrauen, Nonnen, haben Ihn als Bräutigam.

    Christus wurde auch nicht „Mann“, denn er ist der Sohn des Vaters, gezeugt vor aller Zeit, eins mit dem Vater. Ihre Aussage ist häretisch.

    Der Herr Jesus hat in der Tat, Männer gelehrt, wahre Männer zu sein- auch keusch und ehelos wegen des Himmelreiches, und gleichermaßen Frauen gelehrt, wahre Ehefrauen wie auch Jungfrauen zu sein.

    „Aber der Mann erfährt das nur über die Frau“: das ist so nicht richtig formuliert von Ihnen, denn Gott schuf den Menschen als Mann und Frau- und die Frau wurde aus der Rippe Adams gebildet und wurde so seine Gefährtin.

    „Sie gebiert wie Maria alles und er ist darauf angewiesen.“ – Auch dieser Satz stimmt so nicht. Der Sohn Gottes hätte auch ohne Maria und ihr Ja zur Welt kommen können. Er hätte als Erwachsener plötzlich aufgetauchen können. Aber das wollte Er nicht. Er wollte wie alle Menschen geboren werden und aufwachsen, nichts anderes. Aber Er mußte das nicht. Bei Gott gibts kein Muß.

    Umso mehr ist Maria zu loben und zu preisen als Mit-erlöserin und Mutter der Menschen, aller Menschen. Nur durch Maria kommt ein Mensch zum wahren, dem Dreifaltigen Gott.

  23. Danke an die Herren, die sich hier oben für mich einsetzen – das ist nett von Ihnen und freundlich. Ich danke Ihnen auch als Männern, weil Sie damit Ritterlichkeit, Respekt und Vernunft beweisen, auch wenn wir oft nicht einer Meinung sind. So sollte das eigentlich unter Christen sein…
    Danke!

    Wie einer schreibt, interessieren mich die Themen – nur sie.
    Weil ich sehe, dass an ihnen die ganze Misere der Kirche hängt und sie es sind, die sorgsam bearbeitet werden müssen und absolut nicht dazu taugen, den „wahren Glauben“ zu fundieren.

    Es ist deprimierend, dass das nicht nur den völlig blindwütigen Zorn derer hervorruft, die anderer Meinung sind, sondern auch noch den ganzen Bodensatz an Neidgefühlen, an Missgunst, psychologischer Übergriffigkeit, Machtwahn und Geltungsgier, all diese ungeordneten Emotionen in den Seelen.
    Wie bekommt man das mit der abendlichen Gewissensprüfung zusammen?
    Wie schafft man es, andere persönlich und psychomäßig mittels Verleumdungen zu beleidigen und versöhnt mit dem Herrn zur Hl. Kommunion, selbstredend NUR im alten Ritus, zu gehen?

    Die Lüge wird aber nicht wahrer dadurch, dass man sie wiederholt oder andere, die es auch gesagt haben, als Zeugen heranzieht.

    Wir erleben die schwerste Krise der Kirche, seit Menschengedenken, v.a. weil sie medial wie ein riesiger Funkenregen in den letzten Seelenwinkel vermittelt wird. In früheren Zeiten war das technisch unmöglich und man blieb ein Stückweit bewahrt vor dem Chaos, in dem wir nun stehen.

    Entweder wir stellen uns den Fragen, oder wir gehen unter.

    Tendenziöse Foren, in denen man sich gegenseitig seine Ressentiments bestätigt und so in immer tieferer geistiger Befangeheit landet, führen schnurgerade in den Abgrund.

    Ja, das ist allzumenschlich, @ Tantumquantum.
    Und vielleicht kann man niemanden davon abhalten, ohne genügend Öl einzuschlafen vor der Ankunft des Herrn.
    Die Suche nach diese Horde, in der man sich gegenseitig bestätigt und hochschaukelt, ist aber nichts weiter als ein Ort, „an den man sein Haupt hinlegen“ will, also genau das, wovor uns der Herr doch gewarnt hat!

    Vielleicht kann wirklich nur jeder selbst danach jagen, niemals zu wenig Öl in der Lampe zu haben – egal, was andere „Katholiken“ meinen und denken.

  24. Allgemein stelle ich in gewisser Regelmäßigkeit fest, dass bestimmte christliche Überzeugungen bei der angesprochenen politischen Klientel nicht vorhanden sind und gleichzeitig der Tiefgang fehlt, was bestimmte umstrittene Themen wie Ausländerpolitik oder eben, wie hier erwähnt, die Kreuzzüge betrifft. Meine Vermutung ist, dass es in diesen Kreisen auch gar nicht möglich ist, die Wahrheit solche Themen betreffend zu vertreten oder in Gesprächen zu reflektieren.
    Abtreibung, Euthanasie, Ehebruch, Förderung von Homosexualität, prinzipielle Ausländerbevorzugung(=mittelfristig sichere Wählerstimmen), Schuldenpolitik, Atheismus und die Aufgabe von Heimatbewusstsein werden da gerne vertreten, im Gegenzug bekommen sie dann Arbeit, mehr Geld, bessere Stellungen in der Gesellschaft und vor lauter Dankbarkeit tragen sie ihre Stimme ein Leben lang hin und glorifizieren die eigene politische Weltanschauung über alle Maßen. Der freie Wille zur politischen Selbstbestimmung wird im Gegenzug aufgegeben. Diese Politik, die von marxistischer Ideologie und gewerkschaftlicher Interessensvertretung ausgehend für Bereiche verantwortlich ist, von denen sie aufgrund ihrer Überzeugungen eigentlich nichts versteht, ist mit dem christlichen Glauben unvereinbar.

  25. an @zeitschnur: „Hey, @ Franzel, darf man Sie dran erinnern, dass Sie neulich dermaßen eskaliert sind mir gegenüber, ohne dass ich Sie zuvor überhaupt persönlich auch nur beachtet hätte, dass Ihr Posting von der Redaktion gelöscht werden musste?

    Und dies war keineswegs das erste Mal – Sie haben eine auffallend niedrigschwellige Frustrationstoleranz. Sie fühlen sich ja schon „traktiert“, wenn Ihnen einer argumentativ was entgegenhält.

    Und dass Ihre Entschuldigung für Ihre verbale Gewalt-Eskalation taktischer Natur war, haben Sie hiermit auch zugegeben. Gut katholisch mal wieder?

    Und für die hier von den einschlägigen Leuten Getröstete gilt offenbar immer noch gilt das alte Sprichwort:
    Sage mir, wer Deine Freunde sind und ich sage Dir, wer Du bist.“

    Danke für Ihre Äußerungen. Da bin ich ja ganz beruhigt. Dann habe ich ja doch alles richtig gesagt.

  26. Ich möchte Sie @Marienzweig um Verzeihung bitten und ebenso Sie @zeitschnur und all jene, die ich verletzt haben sollte.

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