Drei SMS – Scheidung auf islamisch

Scheidung auf islamisch
Scheidung auf islamisch

(Rom) In der italienischen Stadt Monza entdeckte die Polizei vor wenigen Tagen einen Ägypter mit zwei Ehefrauen, jede mit drei Kindern. Eine wohnte in einer Wohnung, die andere in einer anderen Wohnung derselben Wohnanlage. Italienische Massenmedien berichteten vor allem über den hygienisch prekären und ungesunden Zustand der Wohnungen.

Abgesehen davon, daß der Mann nicht imstande scheint, ausreichend für seine „erweiterte“ Familie zu sorgen, hatte eine der beiden Ehefrauen ihn im vergangenen Jahr sogar wegen Mißhandlung angezeigt. Die Behörden haben sich offenbar nicht darum gekümmert, sonst wäre der Bigamist früher aufgeflogen.

Liest man den Kommentarbereich der Medien, die darüber berichteten, gewinnt man den Eindruck, daß ein islamischer Bigamist inzwischen in Europa weder aufregt noch Interesse weckt.

Die islamische Ehe ist kein Sakrament

Die Polygamie, eigentlich richtiger Polygynie, ist eine der bekanntesten Ausdrucksformen des Islam. Die Sache, daß ein Moslem vier Frauen haben kann, das wußten europäische Kinder schon zu allen Zeiten. Weniger bekannt ist, daß die islamische Ehe kein Sakrament ist. Sie ist nur ein Vertrag, der vom Koran geregelt ist. Um den Vertrag zu schließen, braucht es die Zustimmung beider Seiten, wobei die Frau allerdings keine Seite ist. Ihre Seite vertritt ihr Vormund, in der Regel der Vater, ein männliches Familienmitglied oder ein Richter.

Damit die islamische Ehe gültig ist, verlangt der Vertrag einen „Brautpreis“, eine Geldsumme oder anderer Besitz, den der Bräutigam an die Braut zahlen muß, oder an den Vater der Braut, wenn – wie häufig der Fall – noch vorislamische Stammessitten gelten.

Scheidung und Verstoßung

Der Vertrag kann unter bestimmten Bedingungen auch wieder aufgelöst werden, zum Beispiel, wenn sich herausstellt, daß die Frau unfruchtbar ist. Die Auflösung der Ehe kann durch Scheidung oder durch Verstoßung erfolgen.

Die Scheidung kann unter bestimmten, schwerwiegenden Bedingungen, laut verschiedenen Koranschulen, sowohl vom Mann als auch von der Frau verlangt werden.

Die Verstoßung, „Talaq“ genannt, ist hingegen ein einseitiger Akt, der ausschließlich dem Mann vorbehalten ist. Nur die Frau kann verstoßen werden. Wie erfolgt die Auflösung des Ehevertrages durch Verstoßung? Allein schon durch die dreifache Ausrufung des Wortes „Talaq“, „ich verstoße dich“. Dieser Vorgang muß nicht einmal in Gegenwart der Frau geschehen. Solange der Mann das Wort nur einmal oder zweimal ausgesprochen hat, kann die Verstoßung zurückgenommen werden. Sobald er sie das dritte Mal gesprochen hat, ist die Auflösung der Ehe und die schandhafte Verstoßung der Frau definitiv und unwiderruflich.

Der Mann kann die Frau jederzeit verstoßen. Er muß nur dreimal „Talaq“ sagen

Jeder „Talaq“ sollte registriert und gleichzeitig geprüft werden, unter welchen Bedingungen er gesprochen wurde. Der „Talaq“ eines betrunkenen oder geistig verwirrten Mannes hat keine Gültigkeit. Die Verstoßung tritt spätestens dann in Kraft, wenn die Frau darüber informiert wurde. Damit nehmen es aber nicht alle so genau. Zwischen einem Talaq und einem anderen sollte zudem etwas Zeit vergehen, um eine Versöhnung möglich zu machen. Soweit die Theorie.

Viele islamische Richter bestätigen die Gültigkeit der Verstoßung auch dann, wenn weder eine Zeit abgewartet wurde noch andere Formalitäten eingehalten wurden. Mit anderen Worten: In der Praxis genügt es, dreimal „Talaq“ auszusprechen, und die Ehe ist null und nichtig. Das kann sogar mittels Telefon geschehen oder neuerdings auch mittels Mail, Skype oder SMS. Den einzigen Zweifel, den einige Richter, eine Minderheit, aufgeworfen hat, ist, ob es drei getrennte SMS braucht oder ob ein einziges SMS genügt, indem dreimal das Wort „Talaq“ geschrieben steht.

Die Angst der Frauen, verstoßen zu werden

An islamischen Rechtsschulen wird der Fall einer pakistanischen Frau erzählt, die vor Gericht die Annullierung ihrer Ehe einforderte. Eines Nachts sei sie aufgewacht und habe ihren Mann dreimal „Talaq“ sagen gehört. Der Mann stritt das entschieden ab. Die Frau behauptete, der Mann könne sich natürlich nicht daran erinnern, weil er im Schlaf gesprochen hatte. Im Islam werden auch unabsichtliche, ungewollte Dinge abgehandelt. Wenn jemand ohne eigene Schuld etwas Unreines berührt, trifft ihn genauso Schuld als hätte er es absichtlich getan. Darauf baute die pakistanische Frau, die offensichtlich ihrer Ehe überdrüssig war.

Interessant ist, daß an islamischen Rechtsschulen diese Episode erzählt wird, die eine Frau als Akteurin zeigt. Die Wirklichkeit sieht nämlich ganz anders aus. Die meisten islamischen Frauen haben große Angst davor, irgendwann und aus heiterem Himmel von ihrem Mann verstoßen zu werden und dagegen nichts tun zu können. Für viele Frauen bedeutet dies eine ökonomisch und sozial ungesicherte Zukunft.

Eine Umfrage unter Mosleminnen

Die Bharatiya Muslim Mahila Andolan, eine Organisation islamischer Frauen mit Sitz in Mumbai in Indien führte jüngst eine Umfrage durch. Befragt wurden dazu 5.000 moslemische Inderinnen in den zehn indischen Bundesstaaten mit dem höchsten Moslemanteil. Demnach sprachen sich 92 Prozent der Befragten für eine Abschaffung der Talaq aus. 88,5 Prozent der Frauen forderten zudem Sanktionen für islamische Rechtsgelehrte und Imame, die gegen Bezahlung für Ehemänner, die sich mit den neuen Kommunikationsmitteln nicht auskennen, den dreifachen Talaq verschicken. 93 Prozent sprachen sich zudem für eine verbindliche, aber unabhängige Schiedsstelle aus, die über Anträge auf  Eheannullierung entscheiden sollte.

Apropos: Wenn ein Mann den dritten Talaq ausgesprochen oder verschickt hat, kann er, selbst wenn er es sich anders überlegt haben und die Verstoßung bereuen sollte, seine Ex-Frau nicht noch einmal heiraten. Allerdings gibt es auch hier eine Ausnahme. Sollte sie inzwischen einen anderen Mann geheiratet haben, dieser gestorben sein, Sie geschieden worden sein, oder sie auch vom neuen Mann verstoßen worden sein, dann könnte sie auch ihr vorheriger Mann wieder heiraten.

Die Folge dieser Konstruktion ist, daß in solchen Fällen nicht selten ein Freund des Mannes, der seine Frau verstoßen hat, diese (zum Schein) heiratet, um sie sofort zu verstoßen und damit den Weg zur Wiederverheiratung der Ex-Eheleute freimacht. Allerdings muß drei Monate gewartet werden. Das ist die Straffrist für eine geschiedene oder verstoßene Frau, bevor sie wieder heiraten darf.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: NBQ

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31 Comments

  1. Ich weiss gar nicht was Sie wollen, der Islam ist sooooooooooooooo gut, nur ein paar verirrte Einzeltaeter wenden ihn halt falsch an.
    Leider ist es in Europa zu spaet, seit „Nostra Aetate“ ist der Kampf gegen diese satanische Irrlehre vor allem geistig verloren.
    Die Folgen betreffen uns alle.
    Beten wir fuer die wenigen Auserwaehlten um den Schutz der Gottesmutter.

    • Die „ooooos“ stehen wohl für die Ehefrauen und die dementsprechend vielen Eheringe, die ein Moslem haben darf.
      Ich weiß nur, dass der Scheich von Brunei inzwischen über 300 Haremsdamen sein eigen nennt – wahrscheinlich für jeden Tag im Jahr eine! Das entlastet die einzelnen Frauen – darunter übrigens auch studierte und promovierte Europäerinnen – natürlich enorm und sie können sich ganz ungestört ihrem Lieblingshobby dem „Shopping round the world“ widmen. Dazu sucht besagter Scheich auch jedes Jahr einen neuen Piloten, dem er eine Luxusvilla mit Pool und Personal zur Verfügung stellt.
      Jedenfalls kein Job wo Langeweile aufkommt – aber zu Gesicht bekommt man die vielen Schönheiten natürlich nicht…….alle sind tief verschleiert.

      • … das stimmt allerdings nicht.

        Sie tragen – wie übrigens von alters her weltweit sehr viele Frauentrachten es vorsehen, nicht zuletzt beschreiben römische Quellen auch die germanische Frauentracht – auch Hosen.

        Nur im extremen Islam gibt es die Burka, aber sie ist nie bunt, sondern grau, schwarz, fahlblau – wo käme man hin, wenn die Frau durch Farbigkeit auffiele, wo man sie doch gerade erfolgreich in ein wandelndes gefängnis eingesperrt hat.

        Viele Piusleute entsprechen nicht der „normalen“ islamischen Kleiderauffassung, wie man sie vor der Entstehung des Islamismus überall sehen konnte, z.B. in Indien oder Afrika, oder auch in Balkanstaaten, sondern der fanatischen und extremistischen der radikalen Islamisten.

        Eine Überschneidung der verfehlten und übertriebenen Sitten dürfte sich durch die jahrhundertelange islamische Herrschaft, die teilweise auch damals schon extremistisch war, auf der iberischen Halbbinsel und in Süditalien ergeben haben. Man kannte daher auch nur dort dieses alberne Kopftuch – nördlich der Alpen wäre es niemandem eingefallen, Frauen dazu zu verdonnern, ein Kopftuch zu tragen. Wenn sie es dennoch taten, dann frei und ohne ideologischen Hintergrund.

        Wenn man die oberrheinischen Madonnenstatuen im Badischen Landesmuseum besichtigt, hatten sämtlich mittelalterlichen Madonnenfiguren keinerlei Schleier, sondern lange und wallende Haare.
        Und niemand beanstandete das!

        Die absurden Klamotten-“Normen“ sind wie so vieles „Traditionelle“ in Wahrheit islamische bzw. islamisch beeinflusste oder schlicht moderne ästhetische Erfindungen der fortgeschrittenen Neuzeitmit ihren neurotischen Verengungen.

        Furchtbar.

      • Im Harem geht’s schon recht bunt zu – da dürfen dann auch die Überwürfe (Burkas), die man z.B. beim Shoppen trägt, bonbonfarben sein.

      • @ Freya

        Im Harem sind Frauen unter Frauen und althergebrachten Gendermännern – da muss man keine Burka tragen…

        Das sind dann einfach normale Kleider…

        Aber dennoch haben Sie recht: es gibt keine sexistischere Kleidung als die Burka, die graue, fahle, und man (Bekannte und Freunde, die viel im Orient gereist sind) erzählt mir übereinstimmend, dass nichts das männliche Gier, die maskuline Übergirffigkeit und ihr Gefummel mehr animiert als diese widerliche Knasttracht.

  2. Talaq hat mit dem Islam absolut und überhaupt rein gar nichts mehr zu tun, und das seit ein Papst den Koran, in dem dieser Vertrag früher geregelt war, geküsst hat.

  3. Die Kirche hat sich doch in Ehrfurcht seit Jahrzehnten vor dieser großartigen Religion verneigt, und vielleicht ist sie frauenfeindlicher als es nach außen hin ausschaut…

    Immerhin entspricht die Talaq-Praxis im Wesentlichen der Verstoßungspraxis, die Moses geboten hatte .

    Und wir haben auch unter Supertradis Islam-Verharmloser gerade aufgrund des „Anti-Feminismus“, den man für ein göttliches Gesetz hält.
    Und wir haben ja auch hier öfters gesehen, dass brave Katholiken die mosaische Verstoßungserlaubnis als „göttliches Recht“ anzusehen belieben, trotz der klaren Worte Jesu und einiger AT-Propheten vor Jesus, die ja dann alle gegen „göttliches Recht“ angeschrieben und anprophezeit hätten…
    Hier kommt auch die Anschleimerie an die Orthodoxie ins Spiel.

    Nur eine gesunde Hochschätzung der Frau, eine konsequente Einehe (außer im Fall der Verwitwung), orientiert an der Freiheit und allen Vorzügen, mit denen die Gottesmutter ausgestattet ist, ist die Rettung.
    Aber man hat den Eindruck, diese „Herzenshärte“ des Mannes in Sünde ist die härteste Nuss, die Gott knacken musste und muss. Und diese Nuss wird auch in der Kirche immer härter.

    Beschämend, erniedrirgend und erbärmlich ist es, dass es gerade oft Frauen sind, die diese Härte im Mann fördern und ein angeblich „untertanes“ Puttchen heraushängen – und dies zu einem einzigen Zwecke: dem Mann ein albernes Machtgefühl einzuflößen, ihn dabei schamlos zu hintergehen und zu beherrschen und andere, gesunde und starke Frauen, die sie beneiden, zu vernichten.

    Wer sich einmal antun will, wie solche Frauen auftreten, der muss sich die Salafistin Nora Illi anhören, eine Schweizer Konvertitin im Ganzkörperschleier, die für die Polygamie plädiert und extrem viele Vorteile darin sieht, wenn ihr Mann auch noch weitere Frauen hat… den Mann hält sie offenbar für ein völlig unkontrolliertes, triebhaftes Tier, das schon beim Anblick ihres Durchschnitts-Gesichts ausrastet wie ein tollwütiger Tiger, und deswegen muss sie sich auch so rücksichtsvoll verschleiern bis unter die Wimpern.

    Aber wie gesagt – seien wir ehrlich: die absolut peinlichen und entwürdigenden Debatten haben wir auch unter Supertradis, mit teilweise denselben Accessoires und Argumenten.

    Es wäre der Moment innezuhalten und erst mal in Ruhe nachzudenken, wo ein in Christus erlöster Mann und eine in Christus geborgene Frau eigentlich stehen (sollten) und womit sie solchen vollkommen irregeleiteten Geistern (Leo XIII. sprach von einem „Wahn“!) ein Zeugnis der Wahrheit geben müssten.

    Ich sehe insgesamt schwarz – die gesamte Kirche hat sich dem Islam angebiedert – nicht nur das Vaticanum II und Woityla und Bergoglio, sondern leider auch die Traditionalisten alleine durch ihren Antijudaismus, Antizionismus und Antifeminismus.

    • Mose hat keine Verstoßung geboten.
      Vielleicht lesen Sie einfach mal in Ruhe und allfällige Vorurteile hintansetzend, was da tatsächlich geschrieben steht.
      Dann müssten Sie selbst drauf kommen, sogar ohne Kommentare zu Hilfe zu nehmen.
      Viel Erfolg!

      • Okay, dann lesen wir doch einfach mal die Schrift und „fühlen“ sie nicht nur als Projektionsfläche unausgegorener Wünsche:

        „Was hat euch Mose vorgeschrieben?
        Sie sagten: Mose hat erlaubt und die die Frau aus der Ehe zu entlassen.
        Jesus entgegnete ihnen: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat er euch dieses Gebot gegeben.“ (Mk. 10, 3 ff)

        Ihre Lesekompetenz wird schon daran fraglich, dass Sie mir unterstellen, ich hätte gesagt, dass Moses die verstoßung geboten hätte.
        Ich schrieb aber: „Immerhin entspricht die Talaq-Praxis im Wesentlichen der Verstoßungspraxis, die Moses geboten hatte.“

        Für Sie noch mal durchbuchstabiert:
        Dem hartherzigen Wunsch des Mannes entsprechend gebot Mose eine definierte Praxis der Verstoßung.
        (Das heißt natürlich nicht, dass er gebot, grundsätzlich seine Frau zu verstoßen – ist das so schwer auseinanderzuhalten für Sie…)

        Im übrigen sehen Sie hier an der Formulierung Jesu auch, dass eindeutig Mose gebot und nicht Gott.
        Was Gott geboten hatte, listet Jesus dann in den folgenden Worten auf.

        Und genau das gefiel den Männern damals schon nicht:

        „Da sagten die Jünger zu ihm: Wenn das die Stellung des Mannes in der Ehe ist, dann ist es nicht gut zuheiraten.“ (Mt 19, 10)

        Jesus rät daraufhin jedem Mann, der nicht bereit ist, das zu akzeptieren von der Ehe ab.
        Denn die Ehe ist dem Mann genauso Berufung, in der er sich vollkommen unterwerfen muss unter den Willen Gottes wie der Stand des Zölibatärs.

        Tut er es nicht, zerstört er die gesamte Schöpfungsordnung.

  4. Wer nicht sehen will, dass der dreifaltige Gott der Liebe, der Gerechtigkeit, der Wahrheit, der Barmherzigkeit das völlige Gegenteil eines Allah der Willkür, der Lüge, der List, der Täuschung jst, ist dumm oder Freimaurer.
    „Interreligiöser Dialog“ – als ob man mit Satan einen Dialog führen könnte – ist Täuschung der Freimaurer für die naiven Gläubigen, die sich das viele Böse gar nicht vorstellen können.
    Schaut euch das Leben in islamischen Ländern genau an, schaut in die „Familien“ hinein, zu sehen ist Sklaventum, Erniedrigung, Demütigung der Frau, der sogenannten Ungläubigen, Gewalt, Mord und Erziehung der Jungen zu Gewalt, Mord. Recht ist der Wille irgendeines Clanführers.
    Abgrenzung tut not und nicht Verschwendung der Zeit mit „Dialog“.
    Innerchristlich verschwenden wir unsere Zeit auch. Ökumene als Gemeinschaft beim Hochzeitsmahl des Lammes kann es nur geben bei Rückkehr der Protestanten, Anglikaner & Co in die eine Heilige katholische Kirche. Und Teilnahme am Hochzeitsmahl des Lammes kann es nur in der Heiligmachenden Gnade geben.
    Wir sollten besser beten, als unsere Zeit verschwenden.

  5. Wir müssen es machen wie Satan es bei den Ur-Christen machte, die Frauen schicken aber nicht wie bei Satan mit Minirock und geschminkt oder dem heutigem Zeitgeist entsprechend mit Hosen „bekleidet“ und Bubi-Schnitt sondern mit dem Kreuz, das Weib tritt die Schlange. Frauen an die Front, eine marianische Weiberarmee, keine Waffen mehr kein Krieg, ein Segen für den Mensch, eine Welt in der Kinder leben können. Ohne Frauen gibt es keine Moslems, nehmt den Moslems die Frauen macht sie christlich, fällt den Baum an der Wurzel aber mit der Kettensäge des Herrn.

    • Bisschen verworren, was Sie da schreiben und auch oberflächlich – wenn das wahre Wesen der Frau nicht an Äußerlichkeiten hängt, kann es auch nicht auf der Ebene der Äußerlichkeiten ausgefochten werden.

      Die Frau hat den Satan schon geschlagen – Maria und nach ihr und mit viele, viele marianische Frauen.
      Nur: was eine marinaische Frau ist, das steht Ihnen nicht zu, aufgrund reiner Äußerlichkeiten zu bestimmen – so oberflächlich geht es im Reich Gottes nun mal nicht zu.
      Wenn Gott es wollte, nutzte er auch Huren zum Heil, wie die alttestamentliche Rahab.
      Und es friert mich, wen Sie schreiben, der Satan habe die Frauen des Urchistentums vorgeschickt.
      Was geht nur in Ihnen vor?
      Wollten Sie damit die Gottesmutter schmähen?

    • @ Heinrich

      Ob Sie’s glauben oder nicht, es gibt auch viele marianische Frauen, die Hosen tragen und trotzdem ein gottgefälliges Leben führen! Auch ein Kurz- oder Langhaarschnitt verrät noch lange nichts über die innere Einstellung eines Menschen, weder beim Mann noch bei der Frau!
      Aber Ihre ewig gestrigen Diskriminierungen verraten, dass Sie dem verstaubten „Pius-Lager“ zuzurechnen sind – da wär’s endlich mal an der Zeit, den muffigen Moder zu entfernen, der wie dicker Ballast auf der Bruderschaft liegt!
      Was sagte doch der HERR so passend… „wenn man euch nicht aufnehmen will, dann schüttelt den Staub von euren Füßen….“
      Mit dieser Einstellung könnt ihr niemand für eure „Sekte“ gewinnen!

    • @zeitschnur, @Freya
      Falls Sie es noch nicht bemerkt haben der Kampf dauert noch an. Bezüglich der Äusserlichkeiten, innere und äußere Einstellung in Disharmonie? Sehr interessant, Maskenball das kennt man ja vom Fürsten dieser Welt. Ja sollt ja sein, nein sollt nein sein, diese „Jein“-Haltung kann man nicht aktzeptieren, da hilft auch keine Polemik oder Lagerzuweisung. Bei Maria sehe ich keine Disharmonie, es muss ein Trugbild sein was sich da bei manchen reflektiert. Ich bin heute zeitlich angebunden, fasse mich kurz aber es ist Fakt das in der Zeit des Ur-Christentums Frauen unter die Christen geschickt wurden um dort Verwirrung zu stiften, falls Sie es wünschen führe ich es morgen deutlicher aus, Satan kämpft nicht mit neu erfundenen Waffen, Genderismus und Mode als Waffe ist nichts Neues unter der Sonne.

      • Gott erhalt mir meine Vorurteile… und wahrscheinlich trugen diese bösen Frauen alle schon im Jahr 40 nach Christus Levis-Jeanshosen und hatten Bubiköpfe. Und die armen Männer – was ist mir denen eigentlich nur los – konnten konnten sich gegen diese bitterbösen Frauen überhaupt nicht wehren und mussten vom Glauven abfallen?!?
        Für mich klingt das – sorry – pathologisch.
        Diese Männer waren auch vorher schon ungläubig geblieben.
        Männer, die sich selbst dermaßen erniedrigen kann man eigentlich nicht wirklich respektieren.
        Im Grunde machen Sie sich so selbst zum animalischen Bündel, das kaum als Mensch zu bezeichnen ist – wollen Sie das im Ernst?
        Achten Sie, anstatt den Frauen unter den Rock zu greifen (ich erinnere an ihr obzönes Posting neulich, wo Sie sich in Fantasien übers „Nacktputzen“ Ihres Hauses durch eine „ledige Frau“ ergingen), lieber mal drauf, ob nicht nur ein einziger in Ihrer Reichweite vielleicht in Disharmonie ist: Sie selbst!

        Ihr damaliges Posting war obszön und darum auch sündhaft.

        Und Sie sitzen zu gericht über Frauen mit Bubikopf – der keineswegs sündhaft ist (das nur am Rande!)?

    • Ich möchte hinzufügen, niemanden auf die Füße treten zu wollen würde ich dies beabsichtigen würde ich mit Ihnen tanzen, was mir fernliegt, nicht wegen Ihnen sondern der Tanzerei an sich und weiblicher Verführungskünste. Im Gegenteil meine Provokation, auch wenn unterschwellig, war voll bewußt gewählt und ich finde es bedauerlich das mir nur zwei Frauen versuchen „aufs Dach zu steigen“, das wiederum spricht jedoch für Sie beide. Ich frage Sie beide mal wo fängt Genderismus eigentlich an, sind nicht „Bubifrisuren“ oder Hosen schon der Anfang vom Ende? Wollen Sie etwa sagen dies geht, aber der Rest nicht? Sind Sie nicht die Totengräber des Christentums ohne es wirklich zu wissen, ja ohne das wahre Ausmaß zu bemerken? Jede Frau ist schön aber nur durch die Jungfrau Maria, nicht durch Hosen oder anderen „Kuriositäten“, oder? Eine Frau die nicht zu 100% weiblich ist kann keine Weiblichkeit wiedergeben nicht als Frau oder als Mutter, und wenn doch dann nur eingeschränkt, man setzt der göttlichen Freiheit als Frau Grenzen indem man sich männlich degradiert, hat Gott das gewollt? Beschränkt so eine sich selbst limitierende Frau nicht auch ihre Familie und ihren Mann? Nun gut, zynisch könnte man sagen ich (<Mann) gehe kommenden Sonntag mal in High Heels in eine Brotfeier der örtlichen Konzilssekte, da ja auch in der Historie franz. Könige Schuhe mit Absätzen trugen, aber dies wäre wohl der Anfang vom Ende. Aber warum soll ich dann nicht dürfen was Sie auch dürfen bzw. man auf Zeitgeist argumentativ fundieren kann? Wer die linke Wange hält muss auch die rechte halten, wer Alpha sagt soll auch Omega sagen, wollen Sie sich dazwischen setzen??? Schafft der Mensch sich nicht seine eigene Welt? Wie wollen Sie in Hosen eigentlich Nonnen gegenübertreten, wenn nicht diese marianischen Frauen wirklich Frau und marianisch sind, wer denn bitte dann? Nein und nochmals nein, Ziege bleibt Ziege – bock bleibt Bock! Wäre ich Satan würde ich definitiv als Frau kommen, vergessen wir nicht die Hure Babylons ist auch weiblich, lassen wir das stupide Emanzengeplänkel, der Mann spielt wirklich keine so große Rolle, es sei denn er widersteht dem ganzen Irrsinn der weltlichen Leidenschaften und hebt sich davon ab. Mutter aller Frauen, siehe deine Töchter!

      • @Freya, bringen Sie nicht die FSSPX in Verruf durch Unterstellungen, ich gehöre nicht der FSSPX an wie Sie fälschlich vermutet haben, es wäre weder der von mir sehr geschätzten Bruderschaft würdig, noch meiner, geschweige denn Ihnen selbst da es nicht der Realität entspricht. Die FSSPX hält sich aber wenigstens konsequent an das goldene Dreieck Lehramt, Tradition und Schrift, was man von Rom nicht immer behaupten konnte. Alleine die Verleumdungen Roms einer vermeintlichen nicht legitimen Exkommunikation, ein Scheintheater von Benedikt XVI. der Lüge überführt sprechen ja Bände wo Satan wirklich im Dreieck tanzt. Niemand sollte so vermessen sein und sich einbilden die FSSPX zukünftig anzufassen, es wäre das Ende für alle, niemand faßt die letzen Katholiken (FSSPX) an, nicht mal Eure Sklaventreiber wären so dumm, denn im Gegensatz zu Euch wissen die was denen ansonsten blüht, Satan hat die Hosen gestrichen voll. Ein Grund mehr als Frau keine Hosen zu tragen 😉 Es gibt auch welche die das Feld ernten wenn Erntezeit ist, das sollte man bei allem päpstlichem Fetischismus nicht vergessen, denn das wird nicht ein geistlicher sondern ein weltlicher Akt.

      • @ Heinrich

        Seien Sie mir nicht böse – aber aus Achtung vor Ihnen und auch vor mir selbst lese ich nach dem zweiten Satz nicht weiter. Das ist unrein, was Sie da vortragen.

        Verführungskünste – und dann auch noch meinerseits, die ich rein intellektuelle Kontakte pflege?!
        Ist das nicht ein bisschen paranoid? Ich kenne Sie gar nicht! Und wenn ich tanze (was selten und nur auf großen Festen wie Hochzeiten etc. vorkommt), habe ich schon oft mit anderen Frauen und Männern getanzt, und zwar aus Lebensfreude. Verführt wurde dabei auch in einem inzwischen schon langen Leben niemand.
        Ich sage Ihnen was: Dazu braucht man nicht zu tanzen!
        Ihr Kopf ist ja auch ohne Tanz voll von diesen Unsauberkeiten…

        Bitte hören Sie auf mit diesen unreinen Gedanken, gehen Sie zur Beichte, ich bitte Sie, Sie entgleisen immer mehr – das ist für jede Frau, die normal denkt, erniedrigend – weil sie den Mann so nicht achten kann (eines der großen Probleme für viele christliche Frauen).

        Bitte, als Bruder in Christus, seien Sie ein Mann, der sich fragt, ob Christus auch so unsauber auf Frauen geblickt hat!

      • @ Hosen-Heinrich

        Ihre Verbalrundumschläge „Konzilssekte“, „Scheintheater“, „Brotfeier“ und vor allem „Weiber !!!!“ – lassen sich leider nicht anders zuordnen!
        Wenn Sie nicht der FSSPX, angehören, können Sie nur noch ein Zeuge Jehovas sein, – keine andere Sekte sonst, würde jemand mit solch verschrobenem Gedankengut bei sich aufnehmen!
        Im Übrigen möchte ich Ihnen sagen, dass dem REINEN ALLES REIN ist !!! Wenn Sie Probleme mit hosen- oder High-Heels-tragenden Frauen oder auch Frauen mit Kurzhaarfrisuren haben, dann liegt das Problem eindeutig bei Ihnen und Ihren UNREINEN PHANTASIEN und nicht beim weiblichen Geschlecht! Lassen Sie sich bitte auf Ihren Gesundheitszustand überprüfen, bevor Sie zur Gefahr für die Menschheit werden!

      • Ja wie zu erwarten gab es keine Antwort auf die Frage, wo fängt für Sie Genderismus an, vermutlich weil man sich selbst überführen würde längst mindestens gedanklich in diesem Sumpf zu schwimmen. @Freya,das die Exkommunikation ein Scheinthater war und Benedikt XVI. diesen Schaden sachgemäß behoben hat wollen Sie doch wohl nicht leugnen oder? Und mäßigen Sie sich mal bitte mit Ihren Beleidigungen, ich bin geistig kerngesund, nicht eine Frage haben Sie beantwortet, das allein ist schon Aussage genug. @zeitschnur, das mit dem Tanzen war lediglich eine rethorische Rolle, es war Selbstironie über meine Tanzkünste, ich machte lediglich einen Witz über mich selbst, nun gut…Das Frauen so etwas auch animalisch ausnutzen kann man nicht leugnen, es heißt nicht das es grundsätzlich so ist aber es passiert und das oft genug. Ich habe selbst erlebt wie zwei verheiratete Frauen und mehrfache Mütter gleichzeitig mit mir etwas haben wollten, woher kommen solche Zustände denn bitte? Da sage mir doch einer ich hätte Probleme… .

      • @Heinrich
        Eines sollte ihnen klar sein: So wie man in den Wald hineinruft – so ruft es auch zurück!
        Nur so viel dazu: Eine Frau in Hosen mit Kurzhaarfrisur kann eine weiblichere Ausstrahlung haben als ein burschikoses „Mannweib“ mit Rock und Langhaarfrisur – das hat mit Genderismus nun überhaupt nichts zu tun! Ich habe auch keine Hemmungen mit Hosen bekleidet, Nonnen im Ordenskleid gegenüber zu treten; habe dabei vor kurzem mein blaues Wunder erlebt: Die Ordensfrau, komplett in schwarz und voller Montur, vertrat eine derart modernistische Auffassung vom Glauben, dass es mir fast die Schuhe auszog (keine High-Heels übrigens)!
        Bestimmt trug sie unter ihrem Habit einen kessen Minirock und unter ihrem Schleier einen frechen Bubikopf…..

      • @Freya
        Ihr Beispiel ist nachvollziehbar. Mir bleibt aber die Frage nach innerer und äußerer Harmonie, Eitelkeit ist ja ein weltliches Laster und also warum haben Frauen denn dann Probleme mit Röcken, wo ist da marianische Selbstlosigkeit? Wichtig ist dies zu Erkennen und es frei aus dem Gewissen zu machen, andernfalls ergeben sich vermutlich solche Fälle wie den von Ihnen geschilderten Fall, ich bin definitiv kein Freund von Zwang. Es mag oberflächlich erscheinen ist es aber nicht, denn würden Priester in den Gemeinden nach den natürlichen Ständesystem verfahren würde auch mehr Ordnung in der „Konzilskirche“ herrschen, im Straßenverkehr braucht es auch eine gewisse Ordnung da sonst alles in Anarchie endet.

      • CHRISTUS hat uns zur FREIHEIT befreit – da haben Zwänge und Zwangsverordnungen keinen Platz mehr.
        Was die Kleiderordnung betrifft, können wir uns auch ganz gut an den Speisevorschriften orientieren: Als Petrus gehemmt war „unreine“ Meerestiere zu sich zu nehmen, verlangte der HERR in einer Vision von ihm zuzugreifen: „Nimm und iss! Was ICH für rein erklärt habe, das erkläre du nicht für unrein!“
        Dieses Herrenwort können wir 1:1 auf die Kleiderfrage übertragen.
        Ich persönlich liebe die Abwechslung: In der kalten Jahreszeit ziehe ich aus praktischen Gründen das Tragen von Hosen vor, während ich sonst auf Kleider und Röcke stehe.
        Übrigens ist es auch kein bisschen anstößig – höchstens gewöhnungsbedürftig – einem Schotten im berühmten Schottenrock zu begegnen. Das wirkt auch nicht genderisch weibisch, sondern verleiht dem Träger einen äußerst männlichen Touch, den Frauen sehr anziehend finden. Nur soviel dazu.

      • @Freya
        Verzeihung das ich erst heute antworte. Wenigtens haben Sie im Gegensatz zu Frau @zeitschnur das Rückgrat einer Frau, meinen vollsten Respekt erstmals dazu. Ich muss eingestehen das mit dem Speisegesetz ist wie mit dem Gesetz der Beschneidung, die irrelevant für den Herrn ist, aktuell beschäftigt mich diese Frage sehr da einige „Päpste“ gegen Tätowierungen waren und ich mir auf dem Oberarm den Erzengel Michael wie auch ein Gesicht das halb Jesus halb Julius ist tätowieren zu lassen, eigentlich zählt das Herz der Corpus vergeht eh. Ich mag die Schotten und ihre Kultur sehr vor allem die Dudelsäcke, Sie haben gewissermaßen Recht. Ich möchte falls ich Sie gekränkt habe Sie auf jeden Fall demütig um Verzeihung bitten.

  6. „Vielweiberei“ gibt es bei uns in Deutschland unter Muslimen auch; habe ich selber erlebt als ein Bekannter in einem Krankenhaus in Bayern mit einem türkischstämmigen Gastarbeiter stationär behandelt wurde. Der muslimische Zimmergenosse bekam abwechselnd Besuch von seinen beiden Familien: An einem Tag besuchte ihn die türkischstämmige Ehefrau mit der er sechs, schon etwas ältere Kinder hatte; am nächsten Tag kam die etwas jüngere, deutsche Ehefrau, die regelmäßig die drei gemeinsamen, minderjährigen Kinder mitbrachte! Die beiden Familien trennte er strikt voneinander, so dass Frauen und Kinder in verschiedenen Wohnungen untergebracht waren und sich auch sonst nicht in die Quere kamen, wie er behauptete.
    Na jedenfalls tat er etwas für die Altersversorgung!

    • Ist das so anders als bei uns?
      Er hat die beiden Frauen offenbar hintereinander gehabt.
      Genau das haben wir doch auch!
      Und wir hatten auch immer schon Männer, die eine offizielle Ehefrau und inoffizielle Mätressen hatten. Sobald einer etwas Geld hatte, leistete er sich das…

  7. Nun muss ich mir doch die Mühe machen, ausführlicher über die biblische Ehescheidung zu schreiben.

    Welches sind die alttestamentlichen Worte über den Scheidebrief?
    Dt 24,14: 1 Wenn ein Mann eine Frau nimmt und sie heiratet1 und es geschieht, dass sie keine Gunst in seinen Augen findet, weil er etwas Anstößiges2 an ihr gefunden hat und er ihr einen Scheidebrief geschrieben, ihn in ihre Hand gegeben und sie aus seinem Haus entlassen hat, 2 und sie ist aus seinem Haus gezogen und ist hingegangen und die Frau eines anderen Mannes geworden, 3 wenn dann auch der andere Mann sie gehasst und ihr einen Scheidebrief geschrieben, ihn in ihre Hand gegeben und sie aus seinem Haus entlassen hat oder wenn der andere Mann stirbt, der sie sich zur Frau genommen hat, 4 dann kann ihr erster Mann, der sie entlassen hat, sie nicht wieder nehmen, dass sie seine Frau sei, nachdem sie unrein gemacht worden ist. Denn ein Gräuel ist das vor dem HERRN. Und du sollst das Land, das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt, nicht zur Sünde verführen. 

    Von wem stammen diese Worte über den Scheidebrief?
    Sie befinden sich im Buch Deuteronomium, nach dessen Verfasser (bis Kap. 32,47) auch 5. Buch Mose genannt. Es enthält Abschiedsreden, die der 120-jährige Mose in den letzten Wochen seines Lebens an Israel richtete. Darin überbrachte er mündlich dem Volk Israel Offenbarungen, die er von Gott empfangen hatte. Von wem also stammen die Lehren im Pentateuch? Darauf gibt das Gebet Antwort, das beim gottesdienstlichen Emporheben der Gesetzesrolle gesprochen wird: „Dies ist die Lehre, die Mosche vor die Kinder Israel gelegt, auf Befehl Gottes durch Mosche“ (aus Dt 4,44 und Num 9,23). Und es wird eingeschärft: „Ihr sollt nichts hinzufügen zu dem Wort, das ich euch gebiete, und sollt nichts davon wegnehmen, damit ihr die Gebote des HERRN, eures Gottes, haltet, die ich euch gebiete!“ (Dt 4,2; 13,1)

    In der zitierten Passage Dt 24,1-4 wird Ehescheidung weder befohlen oder empfohlen, noch stillschweigend geduldet oder nahegelegt. Scheidung war im Alten Orient weit verbreitet. Das Alte Testament hingegen betrachtet Scheidung als eine Tragödie, vgl. Mal 2,16: „Denn ich hasse Scheidung, spricht der HERR, der Gott Israels, ebenso wie wenn man sein Gewand mit Unrecht bedeckt, spricht der HERR der Heerscharen. So hütet euch bei eurem Leben und handelt nicht treulos!“ Es ist schwierig, zu bestimmen, was dieses „Anstößige“ genau war. Es war nicht Ehebruch und nicht vorehelicher Vorkehr, denn auf beides stand die Todesstrafe. Dt 24,1-4 ist also kein Gesetz, das die Ehescheidung mit entsprechenden Regeln einführt, sondern nur eine nähere Bestimmung der bestehenden alten semitischen Sitte.

    1. Fortsetzung folgt

    • 1. Fortsetzung

      Beachte die genaue Aussage: Es werden vier Bedingungen genannt: W e n n das und das geschieht (1. der Mann findet etwas „Schändliches“; 2. er schreibt der Frau einen Scheidebrief und entlässt sie; 3. die Frau heiratet einen anderen Mann; 4. der neue Mann trennt sich von ihr oder stirbt. Es wird nicht gesagt, dass dies geschehen solle oder dürfe) – d a n n darf der erste Mann diese Frau nicht wieder heiraten. Warum? John MacArthur merkt dazu an: „Dies ist so, weil sie derart ‚verunreinigt‘ ist, dass es ein Gräuel für den Herrn ist und eine sündige Befleckung des verheißenen Landes. Was ist mit dieser Befleckung gemeint? Darauf gibt es nur eine mögliche Antwort – durch die Wiederheirat hatte sie sich verunreinigt, da kein Grund zur Scheidung bestand. Als sie zum zweiten Mal heiratete, wurde sie zur Ehebrecherin (Mt 5,31.32) und folglich so verunreinigt, dass ihr erster Ehemann sie nicht zurücknehmen kann.“ (John MacArthur Studienbibel)

      Was sagt der Herr Jesus Christus?
      „31 Es ist aber gesagt: Wer seine Frau entlassen will, gebe ihr einen Scheidebrief. 
      32 Ich aber sage euch: Jeder, der seine Frau entlassen wird, außer aufgrund von Hurerei, macht, dass mit ihr Ehebruch begangen wird; und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.“ Matth 5,31-32; vgl. Mk 10,2-12; Lk 16,18)

      Was Jesus zitiert, ist nicht das Gesetz Mose –dessen Worte haben wir oben gelesen–, sondern laxe rabbinische Auslegung des Gesetzes. Lesen wir dazu diese Episode in Matthäus 19, 3-9:
      3 Und Pharisäer kamen zu ihm, versuchten ihn und sprachen: Ist es einem Mann erlaubt, aus jeder beliebigen Ursache seine Frau zu entlassen? 4 Er aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen, dass der, welcher sie schuf, sie von Anfang an als Mann und Frau schuf 5 und sprach: „Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und es werden die zwei ein Fleisch sein“ – 6 so dass sie nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch? Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden. 7 Sie sagen zu ihm: Warum hat denn Mose geboten, einen Scheidebrief zu geben und zu entlassen? 8 Er spricht zu ihnen: Mose hat wegen eurer Herzenshärtigkeit euch gestattet, eure Frauen zu entlassen; von Anfang an aber ist es nicht so gewesen.  9 Ich sage euch aber, dass, wer immer seine Frau entlässt, außer wegen Hurerei, und eine andere heiratet, Ehebruch begeht; und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.“
      Wir sehen hier also eine falsche pharisäische Auslegung des Gesetzes Moses. (Deswegen schrieb ich in meinem kurzen Kommentar zu Bischof Athanasius Schneiders Synodenkritik, er hätte besser schreiben sollen: „neopharisäisch“, anstelle von „neomosaisch“.)

      2. Fortsetzung folgt.

    • 2. Fortsetzung/ Schluss.

      Das mosaische Gebot war kein Gebot zur Scheidung, sondern eine Einschränkung der Wiederheirat nach der Scheidung. Das „Schändliche“, was eine Scheidung „erlaubt“ machte, war nach Jesu Deutung in Vers 9 eine sexuelle Sünde: „Hurerei“, „Unzucht“ (griechisch: porneía – umfasst alle sexuelle Sünden). Dies stimmte mit der rabbinischen Schule des Schammai überein, während die Anhänger von Rabbi Hillel (beide waren fast Zeitgenossen des Herrn Jesus) eine liberale Ansicht hatten und dem Mann erlaubten, eine Frau aus beliebigem Grund zu entlassen. Der Ausdruck „Herzenshärtigkeit“ unterstreicht die Wahrheit, dass die Scheidung (Trennung) nur eine letzte Zuflucht ist, wenn der Partner unbußfertig in sexueller Sünde lebt.

      (Bibelzitate nach der Elberfelder Bibel).

      • So kann man alles schönreden:

        Der langen Rede kurzer Sinn muss sich an dem messen, was Jesus dazu kurz und bündig sagte und was den Jüngern absolut gegen den Strich ging – wie ich zitiert habe.

        Jesus spricht davon, was Mose geboten hat. Er sagt nicht, dass die pauschale Antwort der Jünger falsch sei und den armen Mose missverstanden habe. Er sagt vielmehr, dass Mose sich um der Herzenshärte des Mannes willen darauf eingelassen hat.

        Die Vielweiberei beginnt gleich nach dem Sündenfall mit Adams Enkel Lamech – er ist der machtbesessene Mann, der in Gen. 3, 16 beschrieben wird: er will andere unterwerfen und schafft sich auch dazu gleich noch zwei Frauen an, vor denen er mit seinen grausamen Heldentaten prahlt.

        Der „alte Orient“ sind, sagen wir es doch deutlich, die Väter Israels, die – außer Issak – polygam lebten, und noch Abraham gehört zu den Männern, die eine Sklavin gegen deren Willen nehmen und anschließend gegen deren Willen samt Kind verstoßen.

        Das dürfte wohl auch der tiefste Grund für die Geißel des Is…m sein: der Stammvater samt der Stammmutter haben hier Unrecht getan, und Gott lässt nichts einfach sang- und klanglos verschwinden.

        Die verstoßenen Nachfahren Abrahams stehen schäumend vor Zorn über ihre Zurücksetzung vor uns und wollen uns vernichten….

        Wir sollten es uns nicht zu leicht machen… mir geht das oft nach, dass Gott wirklich gerecht ist, dass er zwar Sünden vergibt, aber nicht einfach deren Folgen aus dem Weg räumt.

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