„Die Familie ist gleichsam die Ikone der Tischgemeinschaft“

A GeneralaudienzLiebe Brüder und Schwestern,

in der heutigen Katechese wollen wir über die Bedeutung der Tischgemeinschaft im Leben der Familie sprechen. Tischgemeinschaft zu halten und in Freude die Gaben des Lebens zu teilen ist eine wertvolle Tugend. Die Familie, die um den gemeinsamen Tisch zusammenkommt, ist gleichsam die Ikone der Tischgemeinschaft. Sie ist ein Symbol des Austauschs und der Anteilnahme eines jeden Familienmitglieds an den Gütern, den Freuden und Leiden der anderen.

Im Leben Jesu hat die Tischgemeinschaft auch eine besondere Bedeutung: Jesus versammelt sich immer wieder mit den Menschen um den Tisch, vergleicht das Reich Gottes mit einem Gastmahl und schenkt uns im Opfer der Liebe seinen Leib und sein Blut, das als Speise und Trank des Heils die wahre Liebe nährt. Die Familie ist bei der Messe daher sozusagen „zu Hause“. Sie bringt ihre Liebesgemeinschaft in der Feier der Eucharistie mit ein und wird so selbst geheiligt, gestärkt und für die mitmenschliche Liebe geweitet. Die Feier des Messopfers hilft uns, Selbstbezogenheit und Verschlossenheit zu überwinden und in der familiären Zuneigung zu wachsen. Die Selbsthingabe Christi in der Eucharistie ist uns ein Vorbild für unsere Tischgemeinschaft mit den Armen und Bedürftigen über die Grenzen der Familie und unsrer Länder hinaus. So weitet sich der Horizont der Familie hin zum Horizont der Mutter Kirche, der Mutter aller Menschen und Völker.

Einen herzlichen Gruß richte ich an alle Pilger deutscher Sprache. Besonders grüße ich die Schülerinnen der Mädchenrealschule St. Ursula aus Donauwörth. Im Monat November gedenken wir besonders der Armen Seelen und begleiten sie mit unserem Gebet. Der Herr segne euch alle.

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31 Comments

  1. Die „Mutter aller Menschen und Völker“? Wer ist wohl die Mutter in Offenbarung 17,5? Der Herr Jesus sprach sein ganzes irdisches Leben nur vom himmlischen Vater, nie von einer Mutter aller Völker.

    • Will nicht zynisch sein, es ist zum Weinen. Jedoch flûstert mir ein „unguter Geist“, …Mutter der Vôlker? Vielleicht ein-e Bonobo Affe? Oder Andrea M.? Es ist zum Weinen.

      • Die Kirche als Mater et Magistra der Völker ist ein alter Ausdruck, und irgendwo auch nicht falsch, wenn sie nämlich wirklich ihrer Aufgabe nachkommt. Dazu muss sie aber das wahre Evangelium verkünden und die Wahrheit lehren, ob gelegen oder ungelegen. Heute, da die Menschheit in einen totalitären Eine-Welt-Staat und Religionssynkretismus getrieben werden soll, klingt das Wort von der Kirche als all-inklusive Mutter aller Völker höchst schal und ist gefährlich nahe an der „Mutter aller Huren“ (Offenbarung 17,5). Nicht umsonst erschreckt uns diese Gestalt im letzten Buch der Bibel, die das Ende dieser Welt und den Beginn der kommenden Welt zum Gegenstand hat.

      • @ Leo Lämmlein

        Die Kirche ist „Mutter“, wie Sie selbst sagen, und Maria ist DIE Mutter, weil sie Gott geboren hat und dadurch jeden gebiert, der wiederum aus IHM geboren ist, wie @ Freya Ihnen in Erinnerung ruft. Jesus hat das selbst als Vermächtnis am kreuz gesagt. Das ist auch dogmatisch zweifelsfrei festgestellt.

        Sie überlesen in der Offenbarung erstens, dass zuvor von dieser „Mutter“ im 12. kapitel ausführlich die Rede ist. Das „signum magnum“ am Himmel ist diese Gottesmutter, die traditionell auf Maria und Kirche gedeutet wurde und wird.

        Zweitens ist Ihnen nicht aufgefallen, dass der Seher Johannes nach seiner Vision dieses „signum magnum“ über die Erscheinung einer zweiten „Frau“ regelrecht erstaunt ist (17, 6).

        „Et miratus sum, cum vidissem illam, admiratione magna.“

        „Und ich wunderte mich, als ich jene sah, mit großem Erstaunen.“

        Warum erstaunt den Seher diese Gestalt?

        Johannes sieht diese Frau in der Wüste – dort, wohin zuvor gesagt wurde, die Kinder der wahren Mutter hingerettet wurden.
        man muss sich das mal vorstellen: Erst sieht Johannes, wie die Kinder der wahren Mutter vom Drachen verfolgt und in die Wüste gerettet werden.
        Dann entrückt der Engel ihn in die Wüste und er sieht dort …. eine ganz andere Frau!

        Diese Frau ist gekleidet wie eine Königin! scharlach, Purpur, ein gldener Becher!
        Vom göttlichen Kind der wahren Mutter hieß es zuvor, es hab die Völker mit „eisernem“ Stab regiert.
        Also keine Prachtentfaltung bei der wahren Mutter. Bei deren Nachäffung dagegen finden wir Gold und das Rot der Könige.

        Und vor allem: diese Nachäffung ist AUCH DA, wo die wahren Kinder der wahren Mutter exiliert wurden.

        Am Ende des Kapitels wird beschrieben, dass diese falsche Mutter und Königin von den Anbetern des Tieres gehasst werden wird und dass die antichristlichen Kräfte damit das erfüllen müssen, was Gott will. Es heißt von ihr, sie sei die Königin aller Könige der Erde gewesen.

        Ja, es kann einem unheimlich werden, aber es tröstet auch: So wie der Satan Christus nachäfft und viele bösartige Mäner auf Erden den Herrn nachgeäfft haben und nachäffen, äfft auch die Kirche die Kirche nach und es ist schwer zu unterscheiden, welches die richtige Mutter ist.

        Das tröstet, weil wir dadurch wissen, dass alles, was wir erleben, schon seine Richtigkeit hat.
        Das einzige, was uns dabei interessieren sollte ist, dass wir der wahren Mutter Kinder sind und nicht der falschen.

    • Das sehe ich aber völlig anders:
      Die letzten Worte, die Jesus vom Kreuz herab sprach, sind sein Vermächtnis / Testament an uns. In der Sterbestunde spricht man nur noch über wesentliche Dinge. Welche Worte hinterließ uns also der Herr?
      „FRAU siehe deinen SOHN – SOHN siehe deine MUTTER !
      Johannes steht hier stellvertretend für das gesamte Menschengeschlecht:
      In Seiner Todesstunde wurde MARIA zur MUTTER aller Menschen und Völker.

      • Sie haben damit vollkommen recht – aber Leo Lämmlein liest ind er Bibel nur noch das, was er hören möchte.

        Dass der hl. Paulus das „himmlische Jerusalem“ ausdrücklich als „unsere Mutter“ bezeichnete, will er auch nicht hören.

        Die Frau steht im übrigen in der gesamten Tradition für die Braut Christi bzw. für Israel UND auch – insofern sie auf Erden bereits lebt und wirkt – als Mutter aller, die sich bekehren erlöst werden.
        das war Überzeugung der Kirche von Anfang an.

        Leo Lämmlein weiß aber offenbar auch nicht oder will nicht wissen, dass im AT Gott selbst mehrfach in seinen Attributen auch als Mutter bezeichnet wird.

      • Man sollte die Passage „Frau, siehe deinen Sohn-Sohn, siehe deine Mutter“ komplett lesen; sie geht weiter: „Und von diesem Augenblick nahm der Jünger sie bei sich auf“.
        Alleinstehende Frauen hatten es im alten Israel sehr schwer;
        Witwen, wie Maria nach der Josephsehe und St-Josephs Tod, waren fast komplett auf die Versorgung durch die Kinder (hier: Jesus) angewiesen.
        Jesus denkt in seinen letzten Augenblicken an seine Mutter- und legt ihre Versorgung, ihre Pflege, in die Hände des noch jungen Johannes (Fischer, mit Jakobus Maior eines der 2 Söhnen des Zebedäus, Chefs einer Fischerkooperative).
        Die Gotttesmutter Maria bekommt hier den letzten Zuspruch ihres Sohnes- Er sorgt für sie, über Seinem Tod hinaus.
        Die Gottesmutter Maria ist die Trägerin des Neuen Bundes- deshalb sehr häufig im Tympanon von romanichen und gotischen Kathedralen mit einem Kistchen auf dem Schoß abgebildet, der neuen Arche des Verbunds.
        Die Hl. Maria als „Mutter der Kirche“: das wurde schon Mitte des 20. Jahrhunderts von guten Theologen kritisch gesehen- ist die Kirche doch die Braut Christi, die Sponsa Christi.
        „Die Mutter aller Völker/Menschen“: ich habe schnell mein Liber usualis und das Graduale Triplex überflogen, aber in der ganzen Gregorianik fällt mir diesbezüglich nichts ein.
        „Ekklesia“ kommt übrigens von „E(k)“(aus) und „legoo“ (lesen, auch ausscheiden); das ist natürlich gerade das Gegenteil von der „Inklusion“, die in letzter Zeit so viel besprochen wird.

      • Sehr geehrte Freya,
        erinnern wir uns: das ursprüngliche Thema war, dass Papst Franziskus die Kirche Mutter nennt, und zwar „Mutter aller Menschen und Völker“.
        Viele fromme Redeweisen sind nicht so selbstverständlich, wie sie uns vielleicht vorkommen, weil wir sie gewohnt sind. In der ganzen Heiligen Schrift wird nirgends die Kirche direkt als Mutter bezeichnet. Was für den Glauben wichtig ist, wird in der Bibel klar ausgesprochen, und was sehr wichtig ist, wird wiederholt oder sogar oft ausgesprochen. Der KKK, Nr. 757, erwähnt im Kleindruck die Kirche als „Mutter“ und beruft sich hierzu auf Gal 4,26. Er identifiziert also „das Jerusalem droben“ mit der Kirche. (Nicht ganz selbstverständlich in dem Zusammenhang, aber sei es.) Doch beachten Sie: die Rede ist von den Kindern der Verheißung, von den Kindern Gottes! Bei den frühen Kirchenvätern findet die Kirche als „Mutter“ nur sporadisch Erwähnung, gründlich geht darauf zuerst der hl. Augustinus (4.-5 Jh.) ein. Mutter ist die Kirche dann deswegen, weil durch ihr Wort und Sakrament „aus Sündern Gerechte, aus Unheiligen Heilige, aus Gottlosen Christusgläubige, ja Christus selbst gestaltet“ (12. Vortrag zum Johannesevangelium; zit. nach M. Schmaus, Katholische Dogmatik, Bd. III,1, München 1958). Auch hier: die Kirche ist die Mutter der Gläubigen.
        Die Rede von der Kirche als Mutter aller Menschen ist also weder biblisch noch (meines Wissens) patristisch. Wie kommt es dann zur Kirche als „Mutter aller Menschen und Völker“? In Analogie zu Jesus Christus. Christus ist der Erlöser der Welt (salvator mundi), als Erlöser aller Menschen, und von daher wird analog von der Kirche als Mutter aller Menschen gesprochen. (So weit, die Kirche Mutter der Welt zu nennen, geht man nicht.) Hier dürfen wir aber nicht vergessen: Christus ist Erlöser aller Menschen der Kraft nach, nicht der Frucht nach. Sein Opfer hat die Kraft, jeden Menschen, auch den größten Sünder, zu erlösen. Aber nicht jeder Mensch nimmt dieses Opfer an. Aus der Tatsache, dass Jesus Christus für alle gestorben ist und der Kraft nach (virtuell) alle Menschen erlöst hat, folgt nicht, dass alle Menschen real erlöst werden, sondern nur diejenigen, die den Sohn Gottes im Glauben als Herrn und Erlöser annehmen. Und hier liegt die Gefahr des Ausdrucks von der Kirche als Mutter aller Menschen. So wie aus der vom Herrn vollbrachten objektiven Erlösung keine automatische Allerlösung der Menschheit folgt, so auch nicht aus dem Begriff von der Kirche als (virtueller) „Mutter aller Menschen und Nationen“, dass die Menschheit durch das bloße irdische Vorhandensein der Kirche gerettet wird oder dadurch, dass sie in den sichtbaren Kirchenorganismus eintritt oder auf diesen, wie das 2. Vatikanum sagt, irgendwie „hingeordnet“ ist.
        .
        Schluss folgt

      • Schluss.

        In der dogmatischen Kirchenkonstitution Lumen gentium, im Kapitel vom Volk Gottes, wird stark betont, dass die ganze Menschheit in die Kirche berufen ist, aber der Zusammenhang mit Jesus Christus wird genannt und dass diese Berufung eine über diese Welt hinausgehende, jenseitige ist. Abgesehen davon, dass Berufung nicht identisch ist mit Erwählung, besteht heute, gerade unter diesem Papst, die große Gefahr, dass der innerweltliche Aspekt überbetont und der überweltliche Grund mit Absicht ausgelassen wird. Mit Absicht? Ja! Haben wir es nicht bei der Weltbischofssynode erlebt, wie in der Abschlusserklärung aus Familiaris consortio Papst Johannes Pauls II. zitiert wird, wobei der entscheidende Satzteil, dass wiederverheiratet Geschiedene nicht die hl. Kommunion empfangen dürfen, mit Absicht ausgelassen wurde? Papst Franziskus hebt stark und oft die Heilsbedeutung der Kirche hervor, und verschweigt dabei das rettende Evangelium, das der Herr Jesus Christus und die Apostel verkündeten. Kurz: ich bin skeptisch gegen die Rede von der Kirche als Mutter aller Menschen und Völker bei Papst Franziskus, weil er sich als Promotor des Diesseitsprojekts „Neue Weltordnung“ zu erkennen gegeben hat mit der römischen Kirche als treibender Kraft und in führender Rolle. Nach meinem Eindruck stellt er die Autorität der Menschheits-und Völkermutter Kirche in den Dienst einer freimaurerisch-kommunistischen Utopie.

      • Sehr geehrte Freya,
        vermutlich ist Ihnen der Titel „Mutter aller Menschen und Völker“ vertrauter für Maria, die Mutter des Herrn, als für der Kirche. Deshalb wechselten sie einfach das Thema, vielleicht ohne es zu bemerken.
        Auch für Maria ist diese Rede nicht selbstverständlich. Schon gar nicht ist sie biblisch, aber auch die Kirchenväter kannten sie nicht. Wieder auf Augustinus (4./5. Jh.) geht der Gedanke der geistlichen Mutterschaft Mariens zurück, wenn er Maria als „Mutter der Glieder“ (die wir sind) bezeichnet, „weil sie in Liebe mitgewirkt hat, daß in der Kirche Gläubige geboren werden“. Im 8. Jh. nannte Ambrosius Autpertus Maria „Mutter der Gläubigen“. Erstmals Berengaudus (9. Jh.) nennt sie „Mutter der Kirche“ (mater Ecclesiae), die zugleich „Tochter der Kirche“ ist. Sie sehen, es vergingen Jahrhunderte, bis Maria Mutter der Gläubigen genannt wurde. Der Gedanke gehört zu der schon auf Justinus den Märtyrer und Irenäus von Lyon zurückgehenden Idee Mariens als der „zweiten Eva“ und Stammutter einer erneuerten Menschheit und ist eine Parallele zu Jesus Christus als zweitem Adam. Wenn erwähnter Ambrosius Autpertus Maria bei der Verkündigung zuruft: „Die (ganze) Welt hat dich Herrin, zur Geisel [Vertreterin: obsidem] ihres Glaubens gemacht; sprich Dein Ja!“ (ähnlich vier Jahrhunderte später Bernhard von Clairvaux) – dann spricht er von der gläubigen, nicht von der ungläubigen Welt. Maria wird als Vertreterin der Menschheit bei der Verkündigung gesehen. Im ersten Jahrtausend ist also Maria, wie die Kirche, geistliche Mutter derer, die als Glieder Christi bzw. der Kirche geboren wurden.
        Und wie und wann wurde im Glauben der Kirche Maria aus der Mutter der Gläubigen und Auserwählten zur Mutter aller Menschen? Das Wie liegt nahe: wiederum aus dem Gedanken, dass die ganze Menschheit durch Jesus Christus objektiv erlöst und daher potenzielle Kirche ist. Dennoch, wenn Maria bei der Verkündigung und unter dem Kreuz als Vertreterin und Anwältin der Menschheit gesehen wird, und wenn man ihr sogar Fürsorge zuerkennt für die noch ungläubigen Menschen, damit sie zum Heil kommen – so macht sie das noch nicht zur Mutter aller Menschen, also auch der Nichtgläubigen. Wird es Sie erstaunen, wenn ich Ihnen sage, dass das theologische Prädikat „Mutter der Menschen“ für Maria erst Ende 19. Jahrhundert aufkam? Genauer gesagt schrieb Papst Leo XIII. in seinen Enzykliken „Octobri mense“ 1891 und „Adiutricem populi“ 1895 sinngemäß, Maria werde zur Mutter der Menschen bestellt und seither führe sie die ihr damit übertragene Aufgabe aus – ohne dass der Papst den direkten Titel „Mutter der Menschen“ verwendet. (s. Johannes Beumer, Maria der Christenheit, in: Paul Sträter, Katholische Marienkunde, 2. Bd., Paderborn 1947.)

        Fortsetzung folgt.

      • Fortsetzung.

        In dem erwähnten Artikel bemüht sich Johannes Beumer SJ, die Mutterschaft Mariens über die ganze Menschheit, die er unter dem Begriff der „allgemeinen Mutterschaft“ abhandelt, aus dem Lehramt der Päpste seit Leo XIII. nachzuweisen. Aber auch er schreibt: „Dabei bleibt jedoch bestehen, daß die Glieder der Kirche in eigentlichem Sinne die Kinder Mariens sind; die Gesamtheit der Menschen ist nur zur Kirche berufen, und damit haben sie teil an der mütterlichen Sorge der Gottesmutter. Es ist eine Ausdehnung der geistigen Mutterschaft Mariens, ähnlich wie die Stellung Christi in seiner Kirche, deren Haupt und König er ist, auf die ganze Menschheit erweitert wird.“ Die Mutterschaft Mariens über Nichtgläubige ist also eine Beziehung der mütterlichen Fürsorge, keine eigentliche Mutterschaft.
        So könnten wir auch dem Begriff der „Mutter der Völker“ und der „Mutter der Welt“ und sogar „Mutter des Weltalls/ Universums“ nachgehen.
        Pater Beumer SJ schreibt in der genannten Abhandlung: „Wenn Maria wirklich Mutter der Christenheit, Mutter der Kirche ist, dann ist sie auch in einem wahren Sinne Mutter der Welt.“ Wieso ist sie dann Mutter der Welt? Ist eine solche Begriffsausdehnung nicht verwegen?
        Früher gefiel mir der mariologische Maximalismus. Meine Skepsis entstand, als ich sah, wohin eine solche „Ausdehnung“ führt. Beispielhaft in der Enzyklika Laudato si‘ von Papst Franziskus. Darin schreibt er: „In den Himmel erhoben, ist sie Mutter und Königin der ganzen Schöpfung.“ Wieso ist Maria Mutter der ganzen Schöpfung? Ist sie weibliches Ursprungsprinzip des Universums, neben einem männlichen? Biblisch und christlich jedenfalls nicht. Solches kennen wir nur aus dem Heidentum. Der Normalsterbliche weiß nichts von Analogien, Parallelen, Potenzialität und Realität, Begriffsausdehnung u. dgl., wenn er mit dem Begriff „Mutter der ganzen Schöpfung“ konfrontiert wird. Für ihn klingt das nach „Allmutter“, nach einem weiblichen Schöpfungs- und Erhaltungsprinzip, womöglich neben einem männlichen „Allvater“. Also nach purem Heidentum.
        Das sind keine müßigen Gedankenspiele. Da Jesus Christus mit seinem als schroff und unversöhnlich empfundenen absoluten Heilsanspruch im interreligiösen Dialog stört, bietet sich eine religionsverbindende Mutter aller Menschen, Mutter der Welt und Mutter des Universums als Verbindungsglied an, die zufällig Ähnlichkeit mit Göttin Gaia hat und mit dieser verschwimmt. Diese Ersetzung geschieht tatsächlich. Ich habe über die Erste Interreligiöse Friedenswallfahrt nach Kevelaer im August 2015 berichtet. Höhepunkt war die Einweihung eines Denkmals. Es zeigt eine Erdkugel, daraus recken sich Hände empor, die eine weibliche Figur tragen. Das Ewig- Weibliche zieht uns hinan. Die Religionsvertreter, Christen, ein Jude, ein Moslem u.a., legten dabei eine Hand auf die Erdkugel. Ich kenne die Zeremonie nur vom Foto und sehe darauf die verächtliche Miene des Moslems, als er mit abgewandtem Gesicht die Hand auf die Kugel legt.

      • Ein sehr fundierter Kommentar von @Leo Lämmlein.
        Die Qualität der Artikel auf dieser Webseite ist hervorragend; und nicht selten sind die Postings ebenso von sehr hohen Qualität.
        Auch das ist Neuevangelisierung, und wohl in bester Form.

  2. Hier werden die Begriffe der Agapé und der Eucharistia entgegen der gesamten altkirchlicher Tradition total vermischt.
    Meiner bescheidenen Meinung nach scheint mir diese Predigt/Ansprache theologisch nicht sehr strukturiert zu sein.

  3. Sehr problematische Parallelisierung!
    Ich glaube auch nicht, dass der biblische Vergleich des Reiches Gottes mit einem Gastmahl 1:1 auf das hl. Messopfer angewandt werden kann!
    Historisch gehört das Hl. Messopfer zum Sederabend.
    „Seder“ heißt „Ordnung“. Es wird am Sederabend an den Auszug aus Ägypten erinnert, den Auszug aus der Gefangenschaft. In Symbolen war in Ägypten das Messopfer schon angekündigt (Pessachlamm, Blut an der Tür, Brot und Wein, Bitterkraut etc.)

    Dass dabei alle, die dem Herrn gehören, in eine Gemeinschaft gesetzt werden, ist erst der zweite Aspekt nach dem ersten, der von dieser Rettung durch das Opfer spricht. Dass am Ende Gott selbst sich opferte, ist die neutestamentliche „Zuspitzung“.

    Wenn wir also Anteil an dieser Selbstopferung Gottes bekommen, ist es mir mulmig, das wirkliche und heilstiftende „Opfermahl“ unter dem Aspekt einer familiären Tischgemeinschaft zu sehen.

    Das himmlische Gastmahl dagegen feiert die endgültige Vereinigung der Braut mit dem Bräutigam, dann wenn die Vollzahl derer, die zur „Braut“ gehören, erfüllt sein wird. Bis jetzt sind wir noch nicht all eingetroffen und werden nach und nach vorbereitet auf diese Vereinigung, indem wir auf das Opfer Christi kontemplieren und daraus genährt werden und anderen dafür Zeugnis geben und – das ist vielleicht das wichtigste – die Menschen gebären und aufziehen, die Gott noch dabei haben wollte von Anfang an.

  4. Stolz meldet der Spiegel: über 238000 Katholiken in diesem Jahr aus der Kirche ausgetreten! Da muss mal wieder Schön Wetter für die Familie gemacht werden. Denn merkwürdiger Weise fällt sogar dem schwulsten Gendermitglied der Kurie auf, dass ohne Familie kein Nachwuchs mehr kommt.
    Damit meine ich nicht die moderne Atlantikbrücken- und Saban gesteuerten Familien, sondern traditionelle, in denen Morgens und Abends gebetet und zu Tisch gebetet wird. Vor allem auch noch Sonntags die Messe besucht wird.
    Allerdings wenn ich den vielen von den Freimaurern inspirierten Predigten lausche, frage ich mich oft wofür?
    Ach ich vergaß, die Kirche soll ja Protestantisiert werden!

    Mit den Flüchtlingen fühlen, ist wirklich ein gutes Gebot, doch über die Selbstaufgabe hinaus? Vor allem wenn man weiß, wie viele Christen von den strengen Muslimen einfach über Bord geworfen werden. Von den Sexsklaven der ISIS nicht zu sprechen.

    Es heisst doch man soll den Nächsten lieben wie sich selbst, doch in Deutschland ist der Selbsthass Staatsdokrin. Wie soll man da noch Lieben können? Das wird schnell zum Hass umschlagen, dafür habe ich große Angst.

    In einem Posting; Russland hat alle Russen aufgefordert Deutschland zu verlassen! Ob das Stimmt kann ich nicht sagen, doch falls dann brauchen wir wirklich die Gnade Gottes!

    Einflussreiche jüdische Kreise arbeiten am 3. Weltkrieg. Einfach mal auf die Prophezeiungen Christlicher Seher hören! Es sieht böse Aus!

  5. Braucht denn die Tischgemeinschaft eine „Ikone“ ? Derselbige „Papst“ kritisiert den Fundamentalismus und schwatzt etwas über den Pelagianismus ,kritisiert traditionelles als überholt,ect,usw. Aber hier widerspricht er sich wieder erneut selber.Was seine Polemik für das Familienbild betrifft,das ist doch längst Schee von Gestern.Echt spiessig.Aber Bergoglio kanns nicht lassen,er muss immer seine Moralinkeulen austeilen, auch wenn es nichts bringt!!

  6. @ zeitschnur: Sie haben Leo Laemmlein überhaupt nicht verstanden, weil Sie es im Grunde nicht wollen! Sie sollten „Päpstin“ werden, schwatzen können Sie im Überdruss, auch wenn’s oft ein Schmarren ist.

    • Ihnen ist klar, dass Sie gerade wieder eines dieser dreist-unverschämten, persönlich anmachenden und sachfernen Postings abgegeben haben?

      Aber heraus mit der Sprache: was habe ich denn nicht verstanden bzw. will es angeblich nicht verstehen?

      Und jetzt bitte nicht kneifen!

  7. @zeitschnur: Wir stehen vor dem dritten Weltkrieg. Suchen Sie lieber eine sichere Zone und mässigen Sie Ihre Emotionen. Und was Ihre Unterstellungen gegen mich betrifft: Jede unvernünfige Kritik – nichts gegen die vernünftige! – läuft an mir ab wie Jauche an einer Marmorsäule. Im übrigen haben Sie doch mit äusserst despektierlichem Geschreibsel den Hl.Pater Pîo und die Hl.Schwester Faustine Kowalska beleidigt.Indem Sie in Ihrem Blogspot unter dem TITEL:Die dunkle Verehrung des Barmherzigen Jesus (wobei Sie Anführungszeichen verwendeten). der Sr.Faustyna. Sie mokierten sich darüber, indem Sie schrieben:‘Das Bild in seinen beiden Versionen ebenso wie das Tagebuch der Sr.Fausyna, hatten für mein spontanes Empfinden etwas Düsteres und erstickendes‘. Und somit erweisen Sie sich als dreist und unverschämt. Darum haben Sie bei mir jeden Respekt verloren. Es ist daraüber hinaus sowieso unverständlich und unbegreiflich, warum Sie sich erdreisten, solche hanebüchenen Postings von sich zu geben. Im übrigen möchte ich meine Wertvolle Zeit nicht wegen Ihnen vertrödeln, es gibt schöneres zu geniessen…

    • Ach du meine Güte, was ist das denn wieder… das ist ja richtige Gossensprache…Sie halten sich für eine „Marmorsäule“, die „Jauche an sich ablaufen lässt“?!
      Liebe Leser, verzeiht bitte, denkt nicht, das sei alles, was das Tradispektrum zu bieten hat – es gibt auch andere treue Katholiken!

      Ob es Ihrem Horizont nun reinläuft oder nicht: Jeder Gläubige darf an Heiligen und deren Visionen Zweifel äußern, sofern sie begründet sind und er sie sachlich vorträgt. Das ist Kirchenrecht!

      Ich habe nach dem von Ihnen zitierten Eingangssatz meines Artikels sehr genau und sachlich begründet, warum ich große Zweifel an Sr. Faustyna habe.

      Jeder möge selbst lesen: http://zeitschnur.blogspot.de/2015/09/die-dunkle-verehrung-des-barmherzigen.html

      • Schade @ zeıtschnur,die Seite an Ihnen,wo Sie spontan ein ,,Empfinden etwas Düsteres und erstickendes“müssten Sie wirklich nicht begründen,schon gar nicht sachlich….nun,zugegeben,ich empfand bei der Lektüre der hlg.Schw.Faustyna,ähnlich und habe sie(die Lektüre)schnell abgelegt.Und werde es nicht rechtfertigen.Gott beschütze Sie.

      • @ methodus

        Sie haben Angst, aber wovor?
        Dass es wahr sein könnte, was ich darlegte?
        Sie wissen doch, dass unter Pius XII. und noch Johannes XXIII. der Faustyna-Kult strengstens verboten wurde!
        Ich greife etwas auf, was die Kirche gemeint hatte, leichtfertig über Bord werfen zu können, wie so vieles.
        Wenn Sie weiterlesen würden in meinem Artikel, würden Sie mit Fakten – Fakten, nicht bloß ungeklärten Gefühlen – konfrontiert, um die Sie nicht einfach durch Ignorieren nicht herumkommen.

        Haben Sie denn Angst, dass auch das Hl Officium unter Pius XII. ganz und gar auf der falschen Seite stand? Es hatte auch das Tagebuch der Sr. auf den Index gesetzt…

      • @Zeitschnur,nein Angst habe ich nicht .Es war nur ein Schreck,wohin…Als Kind,wo noch die Religion erlaubt war und wir,als Kinder bekamen uralte Heftchen mit Sünden zu Beichte,verstand ich nicht,das Sünde sein kann,sich Etwas anzusehen,Etwas Hören..etwas zu lesen.Dachte,ich muss auf diese Weise,Dinge erkennen,erfassen.Das tat ich auch,zum Teil,war es OK .Manche Sünde begann ich auch und ich bin dankbar,für die Erkenntniss der Sünde und die Fähigkeit,eine Reue zu empfinden.Heute weiss ich,dass ich nicht genug Kraft habe,auch psychisch,mich mit Manchem,näher zu befassen,ohne meine Seele zu gefährden,oder,völlig zu zerbrechen.Ich lese fast nicht mehr,wie früher.Suche nur,was mir Kraft zur Liebe,Glauben und Hoffnung gibt.Die versuche ich weiterzugeben,wo ich gerade bin.Nein,Angst habe ich nicht..mehr.Von hlg.Schw.Faustyna las ich zuerst vor einigen Jahren,wo ich über die Barmherzigkeit der Menschen,grübelte.Ich wusste vor 20 Jahren nicht mal,den Namen des Papstes.Leider habe ich auch ein Pro Familia Schein bekommen und dadurch sah ich diese,,neue Kirche“in Einmarsch.Nein,Zeitschnur,Angst ist es nicht mehr,hoffe ich,möchte nur nicht,den Glauben,der mir geschenkt wurde,Glauben an den Dreieinigen Gott,mit einer ,,Gehirnwäsche“verlieren.Manche Ängste bleiben,Ängste um andere Menschen und unschuldige Lebewesen…So hatte ich ,manchmal, Angst um Sie.Sie wissen und ahnen viel,zu lange voraus,jedoch,der Heilige Geist,weht und es gibt Wunder.

      • Zeitschnur,in meinem Gerede hatte ich vergessen,Dank zu sagen,doch,für die Info,ich hatte keine Ahnung,da werde ich eben,vorsichtig,nachlesen.

  8. @zeitschnur: Ich habe grosse Zweifel ob Sie überhaupt über einen Horizont verfügen,und wenn,dann ist dieser unterste Schublade. Sie sind eine traurige und bemitleidenswerte Frau. Hier zum Geleite noch ein Zitat: In seinem Durchschnitts-‘ Organ‘ ist der deutschen Kaholizismus mies, bis dreckig, in seinen Methoden dumm bis dreist. (Heinrich Böll).Angenwendet bezüglich Ihrer Sprache ,trifft dasselbige Zitat auf Ihre „netten“ Artikel vollauf zu-mies ,bis dreckig und dumm bis dreist.

  9. Und nun möchte ich mich nicht mehr mit Leuten unterhalten,da Sie diese grosse Heiligen Sr.Faustine und den Hl.Pater Pio in despektierliche und ünwürdiger Art beleidigen. Ersparen Sie sich ihre Gifpfeile ,das tut ihnen nicht gut….

  10. Die Mutter aller Völker erschien 1945 der Ida Peerdeman in Amsterdam.Sie würde einen neuen Heiligen Geist ausgiesen,das Bild ist,immerhin,interessant.Ja.

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