Sexualisierung an Schule und Universität: Feminismus und Pornographie

Pro Familia studiert Kindern Abtreibungsmentalität ein
Pro Familia bringt Kindern Abtreibungsmentalität bei

(Ottawa/Washington) Sexualisierung hat viele Gesichter, Ziele und Folgen. Das Bild zeigt „sexualpädagogisches“ Material zur Kindererziehung, mit dem Pro Familia, der deutsche Ableger des weltgrößten Abtreibungskonzerns Planned Parenthood bereits Grundschulkindern eine Abtreibungsmentalität beibringen will. Die Parole „Mein Körper gehört mir!“ meint zwar vordergründig anderes und soll Kinder „vor sexuellem Mißbrauch“ schützen. Pro Familia zeigt sich mit dem „Aufklärungsbuch“ seit 2002 fürsorglich und klinkte sich damit vor einigen Jahren besonders in den Mißbrauchsskandal ein, der vor allem gegen die katholische Kirche geritten wurde. Zugleich vermarktet sie jedoch geschickt die Kernparole, mit der seit Jahrzehnten die Tötung ungeborener Kinder propagiert und gerechtfertigt wird. Ein Beispiel dafür, daß noch ganz anderes hinter dem steckt, was vordergründig schön verpackt des Weges kommt. Soweit zu Deutschland.

Dieses und die folgenden Beispiele machen deutlich, wie wichtig es ist, daß Eltern nachschauen und nachfragen, was an Kindergärten, Schulen und Universitäten tatsächlich passiert, von der Frühsexualisierung im Kleinkindalter bis zur Gender-Indoktrinierung an Universitäten.

Beispiel Kanada: katholische Schule

Die Medien berichten kaum darüber, doch die üblichen „Gutmenschen“ ruinieren unsere Kinder. Zwei konkrete Beispiele: Kanada, Ontario, Kingston, katholisches Gymnasium „Notre Dame”, 23. Oktober 2015 und USA, Kalifornien, Los Angeles, staatliche Universität von Kalifornien, 19. Oktober 2015.

Die Schule hat für ihre Schüler ein „Gespräch über Freundschaft/gesunde Sexualität“ organisiert. Mit anderen Worten, eine Veranstaltung über „sexuelle und reproduktive Gesundheit“. Als Referentin stand Julie Lalonde am Rednerpult, um zu den Jugendlichen zu sprechen. Lalonde ist eine bekennende Feministin, Abtreibungsbefürworterin und bis ins Mark antikatholisch. Kurzum, sie ist die „Idealbesetzung“, um auf Kinder aus katholischem Elternhaus und Familien, die ihren Kindern eine umfassende Menschenbildung zukommen lassen wollen, losgelassen zu werden.

Lalonde tat ihr Bestes, um ihrem Ruf gerecht zu werden. Im Laufe ihrer Ausführungen erklärte sie es beispielsweis für richtig, „daß ein Mädchen, wenn es damit einverstanden ist, ihrem Freund ein Foto schickt, das sie völlig nackt zeigt“. Das sei, so Lalonde, „eine völlig natürliche Sache“. Wichtig sei, so ihre Anmerkung, daß das Mädchen den Freund gut kenne, um zu vermeiden, daß er das Bild Gleichaltrigen zeige oder im Internet veröffentliche. Für Lalonde würden erst an dieser Stelle „Probleme beginnen“.

Lalondes Rede war vom ersten bis zum letzten Satz im Widerspruch zur katholischen Glaubens- und Morallehre. Sie widersprach dem christlichen Menschenbild und offenbarte eine erschreckend geringe Kenntnis vom Wesen des Menschen.

Die Eltern einiger Schüler, entsetzt von den Ausführungen, protestierten bei der Schulleitung gegen die Einladung einer solchen Referentin, verlangten eine Erklärung dafür und eine Geste der Wiedergutmachung. Sie schrieben zudem einen Brief an die zuständliche kirchliche Autorität im Staat Ontario. Eine Antwort haben sie noch nicht erhalten.

Beispiel USA: staatliche Universität

Wenige Tage vor dem Vorfall, am 19. Oktober, hatte die staatliche Universität von Kalifornien (University of California) in Übereinkunft mit der Studentenvertretung sogar Pornodarsteller bezahlt, damit sie an der Universität einen Einblick in ihr „Metier“ geben. Natürlich alles finanziert mit dem Geld der Universität und damit auch den Steuergeldern für Bildung und Forschung.

Bereits im vergangenen März waren an der University of California Los Angeles zwei Pornodarstellern 2.250 Dollar gezahlt worden, damit sie an der Universität „Einblick“ gaben.

Die Universitätsleitung, Präsidentin ist Janet Napolitano, eine Politikerin der Demokratischen Partei, ehemalige Gouverneurin von Arizona und 2009-2013 Bundesministerin des Heimatschutzministeriums der Regierung Obama, unterstützte die Initiative und behauptete, das sei eine Form zur „Bekämpfung sexueller Gewalt“. Zudem sei es wichtig, den jungen Menschen „eine offene Diskussion zu den Themen der Filme für Erwachsene, dem Einsatz der Sexualität, der Intimität und den Methoden für geschützten Sex zu bieten“. Ein Diskurs mit eindeutigem Anklang an die Ideologie der sexuellen Revolution, die Sexualität als anzustrebenden Akt zwischen beliebigen Menschen betrachtet und sie damit zur Sklavin der Leidenschaften macht, Zügellosigkeit, niedere Instinkte und Perversionen fördert. Damit wird das genaue Gegenteil dessen gefördert, was die Veranstalter behaupten.

Text: Andreas Becker
Bild: Una Fides

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zeitschnur
Na schön, womit wir uns wieder über dieses Thema aufgeregt hätten – wo aber bitteschön ist hier „der“ in der Überschrift verheißene „Feminismus“, der angeblich in Zusammenhang mit „der“ Pornografie steht? Ich finde das unglaublich suggestiv und propagandistisch, eine solche Überschrift über einen solche Text zu setzen: Ohne irgendeinen Beweis oder Hinweis wird em Blocküberschriftenleser suggeriert, „der“ Feminismus“ sei grundsätzlich pornografisch. In dem Artikel kommt aber gar nichts speziell Feministisches vor! Vorkommt lediglich die Beschreibung eines Vortrages zum Thema „Aufklärung für Jugendliche“, der von einer Feministin gehalten wurde. Der Feminismus selbst war her nicht das Thema. Ein guter Teil der… weiter lesen »
voltenauer

Sie haben es wieder mal nicht begriffen.
Man könnte nach dem lesen Ihres Kommentars zu der Ansicht gelangen, dass der Artikel das Problem ist, aber nicht das was dort angeprangert wird.

Ulrich

Wie bitte, kann man Sexualität oder Nacktheit „in anderen Zusammenhängen“ darstellen? Dargestellte Sexualität dient immer der sexuellen Stimulation und ist daher auch immer Pornografie! (griech. Porno = das Hurenschauspiel)

Tattoo_Lady

Tja leider zu dumm um Fr. Zeitschnur zu verstehen

Ulrich

@Frau zeitschnur
Ihre Art mit Kritik umzugehen ist unverkennbar, da hätten Sie sich das neue Pseudonym sparen können, um mich abzustrafen – Ihr altes hätte es auch getan!
Nebenbei: Ich wusste gar nicht, dass Sie auch noch tätowiert sind – hoffentlich nicht mit dem Gesicht einer Alice Schwarzer?

zeitschnur

@ Ulrich

Ihre Reaktion ist es vielmehr, die Bände spricht: Woher wollen denn Sie wissen, dass ich unter einem 2. Nickname schreibe?

Sie sind leicht bei der Hand, einen Menschen zu verleumden…

Ich bin eine der wenigen hier, die immer und selbstverständlich nur unter einem bekannten Nickname, der den Klarnamen nicht verbirgt,schreibt.
Mein Visier ist IMMER offen.

Ulrich

@zeitschnur
Das kann jeder behaupten!

defendor
Mathias von Gersdorff hat vor gut einem Jahr dazu – insbesondere auf den „Bildungsplan 2015 bezogen – einen Artikel mit dem trefflichen Titel „Angriff auf die Kindheit“ verfasst: - [….] „Möglicherweise aufgrund der Lautstärke der Proteste gegen den „Bildungsplan 2015“ in Baden-Württemberg entging der breiten Öffentlichkeit, daß in den Kindertagestätten (Kitas) für drei- bis sechsjährige Kinder ein Umerziehungsprogramm eingeführt wurde, das gewissermaßen noch radikaler ist als das Projekt für die Schulen. [….] Die ersten Opfer der Gender-Maistreaming-Umerziehung in den Kitas sind natürlich die Kinder. Ihre Mentalität, die sie im Elternhaus erworben haben, muß dekonstruiert und nach der Gender-Ideologie neu programmiert… weiter lesen »
roman

Das Brandzeichen auf/unter der Haut ist nur eine Frage der Zeit – wir stehen kurz vor der Umsetzung!

Severin

Was Hirnforscher auch festgestellt haben:
Gibst du deinem Kind ein SEXBUCH braucht es kein GEBETBUCH mehr!

Kinder, deren Gehirne mit sexuellen Reizen stimuliert werden, verlieren mit der Zeit jegliches Interesse an Religionsausübung. Durch die pornografische Reizüberflutung wie sie heute überall stattfindet (viele Jugendliche sind heute schon Internet/Smartphone pornographiesüchtig) wird das Gebetsleben und dadurch die Verbindung mit Gott völlig gekappt.

Elias

@ Ulrich
Und die Venus von Milo? Oder der David von Michelangelo?

Adrien Antoine
@Elias, Die drei schönste Frauen der Welt befinden sich in dem Louvre in Paris: Die Venus (Aphrodite) von Milo (Melos), die Mona Lisa und die Nike von Samothrake: Wenn man näher betrachtet: Die erste hat keine Armen, die zweite keinen Unterleib und die dritte keinen Kopf. Zwei sind wenigstens total bekleidet und bei der Venus von Milo ist das Unterkleid sehr nützlich: Dieses schönes Standbild ist in der Tat eine Pastiche: das breite Becken einer reifen Frau, den Oberkörper einer jungen Frau und die Schultern/Armen eines männlichen Athleten. Das Kleid verhüllt ggf. Schlimmeres. (Eine ähnliche Pastiche ist übrigens auch der… weiter lesen »
Elias

@ Ulrich
Bitte entschuldigen Sie mich, Sie sprachen von Sexualität, nicht von Nacktheit; das annulliert meine Bemerkung . . .

Adrien Antoine

@Elias,

Das war dann wohl eine „ejectio praecox“ (vorzeitiges Rauswerfen) 🙂
„Polypi mentem obtine“ (Strebe nach dem Geist des Tintenfisches) (Erasmus, Adagia, (Leidener Gesamtausgabe, I,4,61)

Ulrich

@Elias
Leute, die sich für Ihre (vermeintlichen) Fehler oder Irrtümer entschuldigen, zählen in diesem Forum zu den Exoten, die man mit der Lupe suchen muss! In Ihrem Namen ist GOTT gegenwärtig und Ihre Worte versprühen den Geist der SELIGPREISUNGEN!
Der HERR segne Sie!

Carlo

Ich fand Ihre Nachfrage sehr berechtigt resp. die genannten Beispiele treffend. Dargestellte Sexualität („Geschlechtlichkeit“) muss nun wirklich nicht a priori mit Pornographie gleichgestellt werden.

Ulrich

Danke für diese Erläuterung Frau zeitschnur!

zeitschnur

…er sprach von „Sexualität ODER Nacktheit“…

Ulrich
Sie bezeichnen ja alle Kritiker Ihrer Kommentare immer gleich mit „dumm“, nebst anderen Schimpfworten und sind zutiefst beleidigt, wenn man Ihre Meinung nicht teilt – das werde ich hier nicht wiederholen! Wenn Sie aber mein Posting etwas genauer gelesen hätten (was Sie auch permanent von Mitlesern einfordern), hätten Sie vielleicht bemerkt, dass sich meine Definition der Pornographie auf Ihre „dargestellte Sexualität“ bezog; die „Nacktheit“ bezog sich auf „andere Zusammenhänge“! Ich finde es sehr bedauerlich, dass Sie nicht kritikfähig sind und sich immer gleich auf den Schlips getreten fühlen, wenn man Ihnen nicht Beifall klatscht! Ihre Verbalattacken zeugen nicht gerade von… weiter lesen »
Ulrich

@zeitschnur
Nur zur Info: Die „Verbalattacken“ beziehen sich nicht nur auf meine Wenigkeit.

Michael Koppe

Es gibt NICHTS, was die Verbindung zu Gott und das eigene Gebetsleben so zuverlässig zerstört wie UNKEUSCHHEIT. Und wenn dies bei Kindern und Jugendlichen mit ihrem noch formbaren Gehirn geschieht, oft übrigens initiiert durch SEXUELLEN MISSBRACH, ist eine lebenslange spirituelle VERWÜSTUNG fast schon vorprogrammiert,gegen die nur noch die GNADE Gottes etwas vermag.

Wie man PORNOGRAPHIE und FEMINISMUS im Titel irreführend zusammenbringen kann, ist mir auch ein Rätsel.95% aller Pornographie ist Ausdruck von Frauen-HASS und -VERACHTUNG!

Stella

@ Michael Koppe:
Aber sie sind die zwei Seitern der EINEN Medaille,nämlich der Haß auf Gott und alles,was von ihm stammt !

zeitschnur
…eben – u.a. anderem meinte ich dies. Aber eben auch, dass nicht jede Rede oder Darstellung von Nacktheit oder sexuellen Dingen bereits pornografisch ist. Es gibt dies in der Kunst. Man müsste, wenn man so denkt, auch das „Hohelied“ im AT für pornografisch halten. Die Sexualität ist für den Menschen im gefallenen Zustand eine große Herausforderung, keine Frage! Mir geht es allerdings darum, nicht das Kind mit dem Bade auszuschütten und nicht durch eine übergroße Regulierungswut Krämpfe zu erzeugen, die dann ihrerseits der perversen Sexualität wieder ganz andere Kanäle öffnen. Die Geschichte der Kirche lehrt uns doch, dass die Supression… weiter lesen »
Suarez
„Ein gesundes Maß muss man halten“ Können Sie dieses „gesunde“ Maß objektiv fassen? Hier wäre mehr Konkretion gefordert. In der Fokussierung aufs Sexuelle erfährt der Mensch in der modernen Gesellschaft die Fiktion von Sinnhaftigkeit. Je mehr sein Dasein real jeglichem Sinn entbehrt, desto stärker drängt es ihn zur sexuellen Begierde, die statt Sinn Lust verschafft. Die Lust erschöpft sich wiederum in ihrer Erfüllung und führt zur Langeweile, zum Stumpfsinn, in dem dann einzig die sexuelle Erregbarkeit noch wahrgenommen wird. Die radikale Emanzipation, wie sie in der Moderne zum Programm wird, hebt notwendig alle Seinszusammenhänge des Menschen, wozu auch das Geschlecht… weiter lesen »
voltenauer
Der Feminismus ist im wesentlichen ein Produkt der 68er Kulturrevolution. Ich meine damit nicht das normale Selbstbestimmungsrecht der Frauen, welches ja jedem Menschen zusteht. Der Feminismus welcher heute im Mainstream propagiert wird, ist selber ein Teil, bzw. ein Vorläufer der Genderideologie. Die Frauen werden hier ebenso für eine fragwürdige Ideologie missbraucht !! Interessant ist doch, dass gegenüber unseren islamischen Paralellgesellschaften von Seiten der Feminismusaktivisten keinerlei öffentliche Forderungen erhoben werden. Obwohl es gerade dort am nötigsten wäre das natürliche Selbstbestimmungsrecht der Frau zu stärken. Schon daran erkennt man wessen Geistes Kind dieser Feminismus ist. Dieser scheinheilige Feminismus ist deshalb genauso Frauenverachtend… weiter lesen »
zeitschnur
Auch wenn ich Ihnen prinzipiell rechtgebe in der Aussage, dass ein großer Teil des postmodernen Feminismus frauenverachtende Züge trägt - nicht jedoch ein weibliches Selbstbewusstsein, das sich nicht einfach vom Mann und dem Mann hörigen Frauen (die meist noch schlimmer auftreten als Männer) erklären lässt, was eine Frau seiner machtgeleiteten Meinung nach zu sein hat (was nicht identisch ist mit dem Willen Gottes, um das auch noch zu erwähnen, da verwechseln nämlich viele Männer und auch hier missbrauchte Frauen einiges… – hat dennoch der Feminismus nichts mit der Pornografie zu tun. Im Artikel oben ging es um Aufklärung von Jugendlichen,… weiter lesen »
Chorbisch
@ Voltenauer: Noch bis in die 70er Jahre gehörte es nicht zum „normalen Selbstbestimmungsrecht der Frauen“ ein eigens Bankkonto zu haben oder zu arbeiten, wenn der „Herr Gemahl“ das nicht wollte. Und bei Vergewaltigungen haben Richter und Staatsanwälte oft genung mehr Engagement darauf verwendet zu prüfen, ob die Opfer (!) durch „aufreizende Kleidung oder Verhalten“ die Täter „ermutigt“ hätten – Denen dann „mildernde Umstände“ zugebilligt werden konnten. Was das Verhalten von Feministinnen gegenüber dem Islam angeht, so wird dessen Frauenbild von Alice Schwarzer seit Jahren laut und heftig kritisiert, auch in Talkshows im Öffentlich-Rechtlichen TV. Dabei greift sie den Islam… weiter lesen »
zeitschnur
Ja,@ Chorbisch, so ist es – was erzkonservative Leute heute dem Islam vorwerfen, war vor nicht langer Zeit bei uns ebenso. Der einzige Unterschied lag darin, dass bei uns die Polygamie verboten war (in der Orthodoxie war aber auch das erlaubt, solange sie hintereinander getrieben wurde und nicht gleichzeitig!). Für maskuline Zügellosigkeit wurde dafür die Frau hinter Tücher gesperrt und hatte sich zu schämen für das, was ganz sicher nicht einseitig auf ihr Konto geht. Aber ansonsten gibt es sehr viele Parallelen, und wir sollten nicht vergessen, dass „Ehrenmorde“ auch in gewissen südlicher gelegenen katholischen Ländern an der Tagesordnung waren… weiter lesen »
Suarez

@Chorbisch
Die Emanzipation wird die Geister, die sie rief, nun nicht mehr los.

Shuca
Ich frage mich schon seit geraumer Zeit wer das ist der Uneinigkeit zwischen Mann und Frau schaffen tut und was bringt es ihm oder ihnen. Ich jedenfalls halte es für sehr unwahrscheinlich das zwischen Maria und Joseph das Thema „Geschlechterkampf“ auf der Tagesordnung stand. Aber warum sagt Maria „Ich bin die Magd des Herrn und mir geschehe nach seinen Willen“. Wenn ich mir vorstelle das Alice Schwarzer dasselbe sagen würde wird es mir so komisch und ich kriege psychologische Probleme. Manchmal wünscht man sich an einem Ort wo tiefe Harmonie für alle Ewigkeit garantiert ist. Wir sind doch ein katholisches… weiter lesen »
zeitschnur
Vielleicht sehen Sie es einseitig – denn Josef ließ sich von Gott im Traum zurechtweisen, als er die Magd des Herrn verlassen wollte. Die Medaille hat einfach zwei Seiten. Wenn Sie sich fragen, ob Alice die Worte der Gottesmutter gesagt hätte, dann frage ich Sie umgekehrt, ob diese Macho-Seilschaft, die die Welt immer noch im Griff hat (ohne Frauen an der Macht, aber mit Frauen, die ihnen hörig sind wie dieses arme Geschöpf da oben im Artikel!), jemals die Zurückhaltung und Selbstaufgabe eines Josef an den Tag legen würden, wo ja nicht einmal unsere Päpste oder Kardinäle auch nur entfernt… weiter lesen »
Shuca
„Vielleicht sehen Sie es einseitig – denn Josef ließ sich von Gott im Traum zurechtweisen, als er die Magd des Herrn verlassen wollte.“ Ich sprach davon das es ich es für nicht wahrscheinlich halte das in der heiligen Familie der Geschlechterkampf auf der Tagesordnung stand. „… da wird es nämlich mir „ganz komisch“, wenn ich mir das Jammerspiel ansehe, das doch in der Hauptsache auf der Machtebene vom Mann inszeniert wird.“ Ist das der Geschlechterkampf fein säuberlich verpackt? „Wenn Sie sich fragen, ob Alice die Worte der Gottesmutter gesagt hätte, dann frage ich Sie umgekehrt, ob diese Macho-Seilschaft, die die… weiter lesen »
zeitschnur
@ Shuca Ja, eben: In der Hl. Familie gab es keinen Geschlechterkampf! Aber – und es war mein ABER, das Sie missverstanden haben: Das lag nicht nur an Maria, sondern sogar wesentlich an Josef. Bedenken Sie doch, was er – für den gewöhnlichen, „unemanzipierten“ Mann UNdenkbar – hinnahm: Er spielte nicht den Chef, sondern wurde stillschweigend eine Art Schutzschild für das, was der eigentliche Chef, nämlich Gott, mit dieser Frau und dem Kind, das nicht der Mann gezeugt hatte (!), vorhatte. Ich sage Ihnen was: Es gab auf Erden wahrscheinlich nicht einen einzigen anderen Mann, der sich in dieser Weise… weiter lesen »
Shuca
@ Zeitschnur „Ich sage Ihnen was: Es gab auf Erden wahrscheinlich nicht einen einzigen anderen Mann, der sich in dieser Weise brauchbar gemacht hätte für das, was Gott wollte!“ Ich weiß nicht so recht. Ich glaube man sollte Johannes den Täufer ruhig mit dazu zählen. „Harmonie, wie ein Mann sie sich wünscht, kommt dann, wenn ein Mann sich so zurückhaltend und selbstentäußert verhält wie Josef. Harmonie, wie eine Frau sie sich wünscht, kommt dann, wenn sie eine echte Marientochter ist.“ Ich hatte eigentlich an der Harmonie im Reich meines Vaters im Himmel gedacht deswegen schrieb ich „für alle Ewigkeit“. Harmonie… weiter lesen »
LeoStratz

Verehrte Frau @Zeitschnur
Auf Ihre Meinung lege ich Wert, deswegen frage ich Sie: Ist es machohaft wenn man behaupten würde, dass der Mann die göttliche Autorität verkörpert und die Frau Sitz der göttlichen Weisheit ist. Es ist eben so: Die Weisheit ist notwendig, damit der Mann schlau wird und die Autorität des Mannes ist notwendig, damit sich die Frau durchsetzen kann.
Zur näheren Erläuterungen dieser Sachverhalte verweise ich auf die Geschichte: „Die beste Ehefrau von allen“ von Ephraim Kishon.

zeitschnur
@ Leo Stratz Für mich sinds vor allem Geheimnisse der Ebenbildlichkeit Gottes. Ich glaube allerdings nicht, dass der Mensch Gott bzw. Eigenschaften Gottes (was scholastisch in eins fällt) „verkörpern“ kann. Wir sind gefallen und errettet, aber noch nicht in Verklärung. Damit kämpfen wir, und die Gefallenheit schimmert immer wieder durch – beim Mann im Wahn, er sei wie Gott oder „verkörpere“ dessen Autorität, bei der Frau in einem totalen Verlust dessen, was sie ist/sein kann, als permanente Defensiv-Reaktion auf diese männliche Anmaßung. Ich weiß nicht, @ Leo Stratz – nach Augustin und Thomas „verkörpert“ der Mensch nicht Gott! Gerade das… weiter lesen »
Suarez

@Shuca
Der Geschlechterkampf ist eine Ausgeburt der Emanzipation und diese wiederum wurzelt in der Aufklärung. Wo alles Unterscheidende eingeebnet, wo das Ungleiche gleichgemacht wird, entsteht notwendig ein Zustand des Kampfes darum, welche Gleichheit denn im Ungleichen die Oberhand gewinnen soll. Die aufgeklärte Gesellschaft ist mit sich entzweit bis in die Geschlechter hinein. Ein Reich(Gesellschaft) aber, das in sich gespalten ist, hat keinen Bestand (Mk 3,24).

Shuca

@Suarez
Das stimmt. Die Jakobiner haben die Gleichberechtigung der Frau beschlossen ohne sie jedoch in der Praxis durchzuführen. Es war damals noch die Zeit der Guillotine und man war in Eile und hatte wichtigeres zu tun.
Per Mariam ad Christum.

zeitschnur
Das ist – mit Verlaub – historischer Blödsinn. Die Jakobiner haben gerade NICHT die Gleichberechtigung der Frau beschlossen, sondern den Rang, den die Frau in der Kirche erhalten hatte, sogar wieder annulliert. Ebenso haben sie die Aufhebung völkischer und rassischer Schranken durch das Christentum wieder aufgebaut und zementiert und dem braunen Mann alle Rechte und Würden entzogen, die sie sich selbst zusprachen: Als nämlich eine Frau vor der Nationalversammlung die Gleichberechtigung der Frau forderte, wurde sie postwendend guillontiniert. https://de.wikipedia.org/wiki/Olympe_de_Gouges Interessant ist dabei, dass die frauenrechtlerischen Forderungen de Gouges vor den Revolutionären als „reaktionär“ und „royalistisch“ galten. Denken Sie beide mal… weiter lesen »
Shuca
@Zeitschnur „Die Jakobiner haben gerade NICHT die Gleichberechtigung der Frau beschlossen, sondern den Rang, den die Frau in der Kirche erhalten hatte, sogar wieder annulliert.“ Und ich hatte dieses geschrieben. „Die Jakobiner haben die Gleichberechtigung der Frau beschlossen ohne sie jedoch in der Praxis durchzuführen.“ Man hat mich im TV das Wort „beschlossen“ untergejubelt aber ich komme ihnen entgegen. „Die Jakobiner haben die Gleichberechtigung der Frau nicht beschlossen ohne daran zu denken sie jemals in der Praxis durchzuführen.“ Sind sie zufrieden? „Ihnen beiden täte es gut, sich ein wenig abzukühlen und erst mal die historischen Fakten zu studieren: die Rechte… weiter lesen »
Suarez

@zeitschnur
Seit wann ist die Aufklärung gleichzusetzen mit Jakobinern?

zeitschnur
@ Shuca Okay – stattgegeben, lassen wir es so stehen. Es ist aber tatsächlich so, dass erst in den Texten der Aufklärer die übelste Niedermache der Frau zu finden ist. Bei manchen irregeleiteten Vätern kommt sowas mal als einzelner Satz und als peinliche Entgleisung angesichts der Gottesmutter und der Frauen, die Jesus in so hohe Würden gesetzt hat, als er lebte und sie rehalbilitierte, vor. Aber ein Kant, ein Schopenhauer etc. ließen sich darüber so aus, dass selbst die schlimmsten Kirchenmachos wie antifeministische Waisenknaben danebenstehen müssen… Nur ganz wenige Aufklärer haben die Frau ausdrücklich wirklich als Frauen geachtet. Mir fällt… weiter lesen »
Elias

@ ADRIEN ANTOINE
Sie verdienen fast den famosen Orden wider den tierischen Ernst!

Marienzweig
Das Leben in seinen Höhen und Tiefen bewältigen – im privaten Lebensbereich wie im beruflichen. Miteinander und nicht gegeneinander – ist das denn so schwer zu handhaben? Nicht Mann gegen Frau und Frau gegen Mann. W e m nützt dieser Geschlechterkampf, der doch nur Unfriede bringt? Jedes Gotteskind bringt das an ganz persönlichen Talenten und Möglichkeiten ein, das ihm vom Schöpfer mitgegeben wurde, um die ihn umgebende Welt mitzugestalten. Aber vielleicht ist diese meine Vorstellung ja auch zu simpel und naiv gedacht. Wenn ich jemand mehr mag und sympathischer finde als einen anderen, so hat das nichts damit zu tun,… weiter lesen »
Sophus

Werte @ Marienzweig
Sie sagen: „Wenn ich jemand mehr mag und sympathischer finde als einen anderen, so hat das nichts damit zu tun, dass dieser andere ein Mann oder eine Frau ist. Es entspringt aus unbekannten Tiefen“.
Frage 🙂 : Woher wissen Sie, “ dass das nichts damit zu tun (hat), dass dieser andere ein Mann oder eine Frau ist“, wenn die besagten Gefühle „unbekannten Tiefen“ entspringen?

zeitschnur

Der Einwand ist mehr als berechtigt, @ sophus – über kein Organ ist der Mensch mehr zur Sünde verleitbar als über unhinterfragte „Gefühle“.
Eine tiefe Freundschaft zwischen Mann und Frau „entsteht“ nicht einfach so, sondern ist ein Geschenk, das sorgsam und im höchstem Maßen vernünftig reflektiert und in ständiger Gewissensprüfung verantwortet von beiden Beteiligten gehütet werden muss.
Ja, es gibt in Christus dieses Wundergeschenk, das beim Menschen fast unmöglich ist, aber nicht zum herabgesetzten Preis.

Suarez

@zeitschnur

Als Ehemann und Vater kann ich nur raten, nicht alles „vernünftig reflektieren“ zu wollen, auch noch im „höchsten“(!) Maße, sondern in Liebe und Treue einander verbunden zu sein, auch und gerade wenn man Zeiten erlebt, in denen man den anderen nicht zu verstehen meint. Ehen als Kopfgeburten scheitern in Regelmäßigkeit und wer eine Familie rein auf Vernunft, also vom Kopfe her, leben will, der wird schnell scheitern.

Irgendwie erinnern Sie mich an Arno Schmidt.

Marienzweig
Nun, „unbekannte Tiefen“ mag in diesem Zusammenhang nicht ganz das ausdrücken, was ich meinte. Ich wollte damit sagen, dass im anderen etwas ist, dass ihn mir sympathisch erscheinen lässt, unabhängig des Geschlechts meines Gegenübers. Vielleicht eine Art innerer Gleichklang. Es muss ja gar nicht ein Gleichklang der Meinungen sein. Es kann auch die Ähnlichkeit unserer Charaktere sein oder aber sogar deren Gegensatz. Der Grund für eine Sympathie könnte auch eine ähnliche Lebens- oder Leiderfahrung sein, die uns bestimmte Dinge ähnlich sehen lässt und uns miteinander verbindet. Wie sollte ich alle Gründe kennen! Mit meiner Aussage beziehe ich mich jetzt nicht… weiter lesen »
zeitschnur
…als Ehefrau und Mutter kann ich über Ihren Ratschlag zur Hirnlosigkeit einfach nur den Kopf schütteln – aber das kommt vielleicht daher, dass man sich als Frau und Mutter, wenn man seinen Aufgabe ernstnimmt, nicht so gehen lassen kann, wie mancher Vater,d er in aller regel den Alltag mit den Kindern gar nicht in der Weise ausfechten muss… Nichts ist schlimmer als eine hirnlose, gefühlsgesteuerte Frau! Der eifersüchtige Mann und manche eifersüchtige Frau hätten die Frau da gerne. Da gehört sie aber nicht hin! Insofern hat @ Leo Stratz recht: Maria ist der Sitz der Weisheit. Und Weisheit ohne Reflexion… weiter lesen »
Suarez

@ zeitschnur

Interessant, welche Kapriolen heutige Ausformungen des Feminismus zeitigen!

Übrigens ist eine Frau nicht dumm, weil sie keine Feministin ist, Ihre Unterstellung ist daher bloße Propaganda.

Eines haben Sie in Ihrer Suada vergessen, das notwendige Quäntchen Humor, das man in der Ehe und Familie haben sollte. Wer sich allzu ernst nimmt, wird schnell für andere schwer erträglich.

Freya

@Suarez
Mir ist aufgefallen, das nur unattraktive (meist potthässliche) oder megafrustierte (3-5 x geschiedene) Frauen beinharte Feministinnen sind!
Eine „normal tickende“ Frau, liebt es vom anderen Geschlecht auch als Frau wahrgenommen und behandelt zu werden. Sie hat es nicht nötig, ständig auf ihre Gleichberechtigung zu pochen die „Männin“ spielen zu müssen!

Suarez

@ Freya
Umgekehrt ist es ja nicht anders. Männer, die stets den Macho spielen, sind in der Regel charakterlich eher farblose Persönlichkeiten, die ihre Unsicherheit durch überzogene Posen der Stärke zu kaschieren suchen. Hinter so manchem „Macho“ verbirgt sich ein erstaunlich effeminierter Männertyp.

Suarez
Liebe Marienzweig, Mann und Frau sind ergänzungsbedürftig. Wo sich Mann und Frau autark setzen, wo jeder Unterschied in der Pose nivelliert wird, da entsteht ein Schreckensbild menschlichen Miteinanders. Die Emanzipation, also der Versuch der sich verabsolutierenden Freiheit/Unabhängigkeit, endet immer in der Sinnlosigkeit. Darum kreist ja der emanzipierte Mann/Frau ständig um sich selbst. Das „Zusammenleben“ der emanzipierten Ehepartner wird zum bloßen Übereinkommen auf Zeit, da Liebe als Gefährdung der Freiheit, als innere Versklavung, empfunden wird. In auffälliger Häufigkeit scheitern solche Ehen, in denen die Partner ihre gegenseitige Unabhängigkeit betonen. Wer nicht versteht, dass erst die Ehe ein Ganzes herstellt, der begreift… weiter lesen »
zeitschnur

… auch du lieber Himmel… nein, auf diesem „antifeministischen“ Niveau am Schluss kann man wirklich nicht mehr vernünftig reden…
Das ist der dikursive Tiefstand!

Schade nur, dass damit jedes (Vor-)Urteil über den Geisteszustand der Katholiken perfekt bestätigt wird. Ich wünschte, es gäbe so etwas wie eine würdige, philosophische, katholische Kultur, die diesen Namen verdient, aber das bleibt wohl eine Illusion, je länger der Herr nicht kommt… es entgleist alles immer weiter…

Suarez

@zeitschnur

Interessant, kennen Sie die Lehre der Kirche zur Ehe nicht?

zeitschnur

@ Suarez

Packen Sie doch bitte die Rhetorik und die Propagandatechnik wieder ein – was wollen Sie bitte konkret?

Mein voriges Posting zielte übrigens auf @ Freya – es haben aber ein paar andere noch vor mir auf sie geantwortet, daher ist das unklar geworden.

Freya
Arme @zeitschnur, seien Sie doch einfach mal mit Freuden Frau, ohne sich ständig darüber Gedanken zu machen, wie Sie Ihre Weiblichkeit in Beziehung zum anderen Geschlecht leben und gestalten sollten! Das muss doch auf Dauer sehr anstrengend und unbefriedigend sein! An dieser Stelle kann ich nur empfehlen, sich mit Leib und Seele MARIA zu weihen, der FRAU schlechthin. Ich jedenfalls habe die Erfahrung gemacht, dass sich durch die Ganzhingabe an die Gottesmutter, das Frausein erst richtig entfalten kann und eine neue Dimension und Fruchtbarkeit gewinnt, sozusagen veredelt wird. Wo MARIA in Leib und Leben eingelassen wird, ist auch die HARMONIE… weiter lesen »
Marienzweig
@zeitschnur Sie schreiben: “ …über kein Organ ist der Mensch mehr zur Sünde verleitbar als über unhinterfragte „Gefühle“. Das stimmt sicher, vor allem dann, wenn es Gefühle sind, die den Betreffenden regelrecht überschwemmen und er ihnen nichts entgegensetzt. Hass, Aggression, Rachegelüste im Menschen können ungeahnte Katastrophen auslösen. Doch ich bin sicher, auch ein Mensch mit großem Verstand -vor allem, wenn dieser Verstand kalt und mitleidlos ist- kann diese schrecklichen Katastrophen heraufbeschwören. Schrecklich emotionale Verbrechen, so schlimm sie sich auch auswirken mögen, rufen zwar furchtbares Entsetzen hervor, sie können manchmal aber auch eine Art Verständnis in mir hervorrufen. Dies ist nicht… weiter lesen »
Suarez
Liebe Marienzweig, Sie haben das sehr treffend formuliert. In der Tat ist es nicht die Emotionalität, die das wirklich Böse schafft, sondern der Verstand, der reflektierende Wille, der sich vom Herz loslöst. Das Böse gründet immer auf der Überheblichkeit, dem sich verabsolutierenden Hochmut. Der Mensch glaubt aus der Perspektive des Adlers auf die Menschen herunterblicken zu können und sie wie Marionetten in einem Spiel manipulieren und auch zerstören zu können/dürfen. Stalins Mangel an Empathie ist hinlänglich bekannt, er erzeugte in seinem direkten Umfeld eine Atmosphäre der Eiseskälte. Wer ihn versehentlich beim Nickerchen störte, den ereilte das Todesurteil! Stalin ließ Millionen… weiter lesen »
zeitschnur
@ Marienzweig Ich verstehe, was Sie meinen, halte das aber für ein verzerrtes Bild von der menschlichen Seele. Es ist die Frage, seit wann man überhaupt Emotionen losgelöst von den intellektuellen Akten betrachtet hat. Genau dies ist tatsächlich erst in der jüngsten Moderne geschehen. Auch unser Verstandesdämonisierer @ Suarez ist sich über dieses Faktum nicht bewusst: was er da anpreist, ist erst nachaufklärerisch so gedacht worden! Es ist eher aus der Rumpelkammer der Romantik und der Psychoanalyse, wenn man Emotionen als isolierte „Instanz“ ansieht. Gefühle entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie korrigieren nicht die Gedanken, sondern sind das Ergebnis intellektueller… weiter lesen »
zeitschnur
Und noch ein Hinweis auf das AT, das der beste Beweis ist für das, was ich sage: kain ist getrieben von satanischen Gefühlen: Hass, Neid, Missgunst, Mordgier. Gott sagt ihm: 5 Da überlief es Kain ganz heiß und sein Blick senkte sich. 6 Der Herr sprach zu Kain: Warum überläuft es dich heiß und warum senkt sich dein Blick? 7 Nicht wahr, wenn du recht tust, darfst du aufblicken; wenn du nicht recht tust, lauert an der Tür die Sünde als Dämon. Auf dich hat er es abgesehen, doch du werde Herr über ihn! (Gen 4) Aus diesem Beispiel wird… weiter lesen »
Suarez
Verehrte @ zeitschnur, lesen Sie, was Hannah Arendt über das Böse schreibt und wie sie Eichmann charakterisiert. Oder lesen Sie die Studien zum Holocaust von Saul Friedländer oder Roul Hilberg. Sie finden da eine ganz andere Charakteristik des Bösen, als Sie sie hier konstruieren(!). Da Sie ja eine so eifrige Verfechterin der Aufklärung sind, müssten Sie hier doch sehr intensiv auf Schopenhauer und Nietzsche Rekurs nehmen. Für Schopenhauer ist der Verstand lediglich ein Instrument des Willens. Nietzsche sieht Moralität, Gewissen, gar als Trugbild der von Platon ausgehenden Metaphysik an. Eine Illusion also. Schaut man auf die Wirklichkeit, respektive Geschichte, dann… weiter lesen »
Suarez

Ergänzung

Zudem wäre zu präzisieren, was Sie konkret unter einem Gefühl verstehen und wie es mit dem Intellekt vermittelt ist.

Ist Liebe ein Gefühl oder eine Verstandeskategorie?

Und was meint Paulus, wenn er sagt:

1 Kor 13,2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts.

Ich glaube, Sie basteln sich da ihren privaten „Katholizismus“.

zeitschnur
@ Suarez Denken Sie doch, was Sie wollen – Hannah Arendt und andere sind ja nicht das Orakel von Delphi, oder? Im übrigen ist es noch die große Frage, ob Arendt wirklich anders denkt als ich… Sie werfen große Namen in die Runde, ohne deren Argumente dazulegen. Stattdessen führen Sie nur wieder Ihre eigenen Gedanken an. Ich finde das unredlich – mit Verlaub! Sprechen Sie für sich selbst bitte! Ihre Thesen sind dagegen sehr wirr, weil Sie gar nicht klären, was Sie unter Gefühlen verstehen, was Sie unter Verstand verstehen etc. Sie beziehen sich auf Schopenhauer, den Sie sonst verteufeln… weiter lesen »
Marienzweig
@zeitschnur @Suarez, auf den ich große Stücke halte, hat Ihnen vorhin einiges dazu dargelegt. Doch ich brauche nicht einmal auf Stalin, Hitler, Pol Pot ua. hinweisen, die gehandelt haben, als ob sie keinerlei Herz gehabt hätten. Mir genügt es, den Blick auf die berüchtigte Liste der Terrror-Verdächtigen zu lenken, die Obama wöchentlich vom Geheimdienst (es sind deren 17 an der Zahl), vorgelegt werden. An einem Tag der Woche wählt er dann „gottgleich“ die Menschen aus, die von den Drohnen getroffen, d.h. zerfetzt werden sollen. Diese Menschen werden auch nicht mit ihren Namen bezeichnet, sondern mit Buchstaben-Kürzeln versehen. Noch einmal, es… weiter lesen »
Marienzweig

@zeitschnur
eine für mich sehr wichtige Korrektur möchte ich hier anbringen:

Das Wort „gottgleich“ will ich ersetzen.
In obigem Zusammenhang käme dies einer Beleidigung Gottes gleich.
Und unseren guten Herrn weh tun, will ich auf keinen Fall.
„wie Satan“ oder „teuflisch“ kommt der beschriebenen Situation weitaus näher.

Sophus
Werte Frau @ Zeitschnur. Ich fürchte, Ihnen steht noch die sog. Kant-Krise bevor. Wenn Sie Kants „Kritik der Urteilskraft“ gelesen hätten, hätten Sie sich längst in irgendeine Einsamkeit zurückgezogen – wie Heinrich von Kleist auf ein Inselchen in einem See in der Schweiz – und seinen Worten im Brief an seine Verlobte Wilhelmine vom 22. März 1801 nachgesonnen: „Wir können nicht entscheiden, ob das was wir Wahrheit nennen, wahrhaftig Wahrheit ist oder ob es uns nur so scheint […] Mein einziges, mein höchstes Ziel ist gesunken, ich habe nun keines mehr.“ Die von Ihm verstandesmalträtierte Dame verließ ihn. Er selbst… weiter lesen »
Suarez

@ zeitschnur

Beantworten Sie doch einfach meine Frage.

Ist Liebe ein Gefühl oder eine Verstandeskategorie?

Und was meint Paulus, wenn er sagt:

1 Kor 13,2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts.

Sie sind ein gutes Beispiel einer lärmenden Pauke (1 Kor 13,2).

Sophus

Werte Frau @ Zeitschnur!
Mittlerweile haben Sie den Antwortversuch ja unternommen. Ein Versuch – mehr ist es nicht. Wenn Sie mit dem geehrten @ Suarez auf Augenhöhe diskutieren wollen, dann müssen Sie seine, mit den genannten Namen verbundenen Argumentationsimpulse aufnehmen und aus ihrer Sicht argumentativ erwidern. Dazu fehlt Ihnen aber das notwendige Wissen gänzlich. Daher hätten Sie als Alternative schweigen können. Sie aber versuchen sich mit der Ihnen eigenen Aggressiv-Rhetorik zu behaupten, was wieder einmal fehlschlagen musste. Damit blieb Ihnen nur, die weitere Diskussion aufzukündigen und sich auf diese Weise sehr billig zu verabschieden.

Marienzweig

@zeitschnur, am 2.10., 20.19 Uhr

Aus Ihrer Antwort:
„…als Ehefrau und Mutter kann ich über Ihren Ratschlag zur Hirnlosigkeit einfach nur den Kopf schütteln – …“

„Nichts ist schlimmer als eine hirnlose, gefühlsgesteuerte Frau!“

Danke für Ihre wohlwollende Einschätzung meinerseits!

Und weiter:
„Und Weisheit ohne Reflexion gibt es nicht.“
Wie wollen Sie denn wissen, ob ich nicht auch fähig zur Reflektion bin?

Ich vertraue darauf, dass mir der Schöpfer neben Herz und Gefühl auch eine, zumindest kleine Portion Verstand mitgegeben hat und zwar dort, wo das Gehirn normalerweise seinen Platz hat.

Suarez

Liebe Marienzweig,
sowohl Herz als auch Verstand sind bei Ihnen reichlich und im rechten Verhältnis vorhanden.

Das, was Paulus im Ersten Brief an die Korinther über das Erkenntnisvermögen sagt, ist an Klarheit nicht zu übertreffen. Ohne Liebe wird der Mensch zur lärmenden Pauke. Ein schönes Bild der Überheblichkeit, die man bei allen Apologeten der Aufklärung beobachten kann.

Viel Lärm um nichts!

zeitschnur
Also, ehrlich gesagt, dieses ganze wirre, infantile Zeug, das sich seitens @ Suarez, @ Marienzweig und @ Sophus ergießt – das ist indiskutabel… Wie man hier sehr schön sieht, sind Gefühlsmenschen nicht in der Lage, zwischen Person und Sache zu trennen… und sie hüpfen von Thema zu Thema – was habe ich bitteschön mit Obama und seinen Machenschaften zu tun?! Davon war doch hier überhaupt nicht die Rede. Und als jemand der Philosophie studiert hat, steht mir ganz gewiss keine „Kantkrise“ bevor… zumal ich niemals ein Kantianer war. Wenn ich von gefühlsgesteuerten Frauen allgemein redete – wieso denkt dann @… weiter lesen »
Sophus
Werte @ Zeitschnur Sie sagen: 1. „Also, ehrlich gesagt, dieses ganze wirre, infantile Zeug, das sich seitens @ Suarez, @ Marienzweig und @ Sophus ergießt – das ist indiskutabel..“ Frage:Ist dieser Satz das Ergebnis ihrer „vernunftgesteuerten Reflexion“ oder liegt das Problem tiefer? Ist das nicht die Sprache “ einer gefühlsgesteuerten“ …..Frau? 2. „Und als jemand der Philosophie studiert hat, steht mir ganz gewiss keine „Kantkrise“ bevor… zumal ich niemals ein Kantianer war.“ Ihr Satz besagt, dass Sie spontan nicht wissen, was es mit dem Begriff „Kantkrise“ auf sich hat. Gerade weil Sie, wie Sie sagen, „niemals ein Kantianer“ gewesen sind,… weiter lesen »
Pia

Sie sind ein ausgezeichneter Psychologe und ein guter Menschenkenner!

Sophus

Danke, verehrte Frau @ Pia!
Meine liebe Ehefrau hat Ihrer wohlwollenden Bewertung meiner bescheidenen Bemühungen um die Vernunftfrau Z. auflachend zugestimmt.
„Frau“ @ Zeitschnur wird diese Wertschätzung nicht gefallen, nachdem sie meine Kommentare als „wohlfeile Zwischenmätzchen“ bezeichnet hat, um nicht sach- und vernunftgerecht antworten zu müssen. Lieber wird sie in ihrem Gefühlsstau wieder zur Gefühlsfrau und bedient sich gänzlich unreflektiert ihrer nutzlosen Abwehrrhetorik.

Marienzweig
@zeitschnur Es ging u.a. auch um schreckliche Verbrechen aus emotionalen Gründen wie auch solche, die aus reinem, knallharten Kalkül begangen werden. Statt erneut auf Stalin &Co. zurückzugreifen, habe ich Obama und seine Drohnen-Todesliste als Beispiel angeführt und zwar deshalb, weil es aktuell ist und nicht Jahrzehnte zurückliegt. Es ist uns überlassen, welche Quellen wir lesen und anführen oder nicht – die Mitkommentatoren haben die Freiheit, darauf einzugehen oder eben nicht. Das hat mit „hüpfen von Thema zu Thema“ recht wenig zu tun. Und ich denke, das wissen Sie auch, @zeitschnur. Auch in anderen Themensträngen entfernen sich Kommentatoren gelegentlich vom Ausgangspunkt.… weiter lesen »
zeitschnur
Sie haben immer noch nicht verstanden, was ich hinsichtlich der Entstehung von Emotionen dargelegt hatte. Sie schweifen vom Thema ab, und das verwirrt auch die eigenen Gedanken. Mein Ausgangsposting war sehr bei der Sache – aber ich wiederhole gerne noch mal in andern Worten, was ich dort sagte. Ob wir nun Hitler, Stalin oder ein aktuelleres Beispiel nehmen ist doch völlig egal – es geht um die Behauptung, diese Personen handelten ohne „Gefühl“. Das behaupten Sie ebenso wie Ihr Freund @ Suarez, und @ sophus gibt dazu wohlfeile Zwischenmätzchen. Genau diese Behauptung habe ich bestritten, und dies mit guten Gründen,… weiter lesen »
Suarez
@ zeitschnur Nochmals, die moderne Hirnforschung hat nachgewiesen (MRT/CT), dass das Frontalhirn bei Psychopathen unterentwickelt, beziehungsweise kaum aktiv ist. Dieser Hirnbereich ist aber allein für die Empathie zuständig. Wo keine Empathie, da kein Mitleid. Natürlich ist damit nicht die Schuldfähigkeit infrage gestellt, die bleibt unangetastet, doch erklärt sich, wie Täter ohne weitere Emotion töten können. Lesen Sie einmal den Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“ von Robert Musil. Dort wird ein Psychopath – Moosbrucker – sehr eindrücklich beschrieben. Sie umschiffen konsequent, was Paulus in dem Ersten Brief an die Korinther (1 Kor 13,2 ), aus dem ich oben zitiere, aussagt. Wo… weiter lesen »
Suarez

Kleine Korrektur:

Sollte natürlich Moosbrugger heißen!

Suarez
@ zeitschnur Ihr Problem ist, dass Sie eine rein abstrakte Auffassung von Vernunft haben. Insofern gebe ich dem hochgeehrten @ Sophus Recht, dass Ihnen die Kantkrise, die ja explizit auch eine Vernunftkrise ist, noch bevorsteht. Kants abstrakte Handlungsmaxime beruhen auf dem Irrtum, dass sie voraussetzen, was erst bewiesen werden müsste. Der kategorische Imperativ setzt voraus, dass der Mensch moralisch handeln will. Kant wusste einerseits, dass der Mensch aus so krummen Holze geschnitzt ist, dass von ihm mehr Böses als Gutes zu erwarten ist, setzte aber andererseits in seiner „Kritik der praktischen Vernunft“ einfach voraus, dass es einen grundsätzlichen Willen zum… weiter lesen »
zeitschnur
Wie ich sehen kann, sind hier wieder gewisse Seilschaften auf dem Plan und spielen sich die Bälle in die Hand, wenn es drum geht, mich persönlich herabzusetzen und geistliche Urteile über mich zu sprechen. Und selbstverständlich finden sich auch wieder die üblichen Claqueuere dazu ein. Alle selbstverständlich getrieben von hehren Motiven, von „Demut“ und Caritas. Die traditionelle Moraltheologie hat dem Menschen die Herrschaft des Willens über jegliche Versuchung zur Sünde abverlangt. Das betraf für den Otto Normalverbraucher v.a. das Thema „Sexualität“. Ob manche moraltheologischen Verspinnungen hier immer von Gott waren, darf man jedoch ebenfalls bezweifeln. Hier wurden Haare gespalten –… weiter lesen »
Suarez

Was Sie hier vortragen, hat mit Vernunft und ihrer Begründung nun wirklich nichts zu tun.

Sie beantworten meine Frage nicht, wie die Setzung des Interesses an Wahrheit vernünftig begründet werden kann.

Warum überhaupt eine konsequente(!) „Disziplinierung des Geistes“. Müssen Sie hier nicht zuvor beantworten, welchen objektiven Sinn Sie dem Dasein unterlegen?

Und was meinen Sie mit „alles andere ordnen kann“?

Ordnen worauf?

Interessant ist auch Ihre Aussage, dass die konsequente(!) „Disziplinierung des Geistes“ die „Gefühle der Angst“ steuern könne. Worauf beruht Ihre Annahme?

Sophus
Lamentieren Sie nicht, werte @ Zeitschnur, wenn Sie Gegenwind bekommen. Wenn mehrere Foristen Ihren gedanklichen Obskuritäten gegenüber andere Ansichten teilen, bilden Sie noch lange keine Seilschaften, um Sie herabzusetzen. Nein, Sie sollen freiwillig den Platz einnehmen, den Sie mit Fug und Recht beanspruchen können, nicht weniger – aber auch nicht mehr! Wenn Sie „die konsequente Disziplinierung des Geistes“ ansprechen, so meinen Sie doch wohl nicht, dass der Geist selbst konsequent dizipiniert werden soll. Dann träte genau das Gegenteil von dem ein, was „die konsequente Disziplinierung DURCH den Geist“ bewirken soll, nämlich „alles andere“ zu ordnen – „die Gefühle ebenso wie… weiter lesen »
Marienzweig
Für mich abschließend, geehrte @zeitschnur, möchte ich sagen, dass ich Ihnen gegenüber keinerlei „Seilschaften“ erkennen kann, die sich „gegenseitig die Bälle zuspielen.“ Zumindest weiß ich mich keiner zugehörig! Jeder, der mag, gibt hier seine ganz persönlichen Einschätzungen zu bestimmten Themen wider. Diese Bewertungen stimmen entweder überein, ähneln sich in etwa oder stehen sich ganz konträr gegenüber. Trifft es einmal mich und ich stehe allein da, muss ich das aushalten, auch wenn´s vielleicht keine angenehme Erfahrung ist. Und wenn einzelne Kommentatoren -auch Sie- dazu noch in der Lage sind, ihr erworbenes Fachwissen einzubringen, kann das doch für alle anderen nur von… weiter lesen »
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