Mahnung Benedikts XVI. an die Synode: „Unbedingt an die Lehre halten!“

Benedikt XVI. Aufforderung: "In der Lehre
Benedikt XVI. Aufforderung: „Halten Sie sich unbedingt an die Lehre!“

(Rom) Edward Pentin, Vatikanist der EWTN nahestehenden Wochenzeitung National Catholic Register, sieht gegenüber dem Vorjahr einige Verbesserungen in der Geschäftsordnung der Synode. Pentin hatte im Oktober 2014 Kardinal Walter Kasper mittels Tonband der Lüge überführt, als dieser zunächst bestritten hatte, rassistische Äußerungen gegen afrikanische Bischöfe getätigt zu haben. In seinem jüngsten Artikel zitiert er eine Mahnung und Aufforderung von Benedikt XVI., die dieser nach der Bischofssynode 2014 geäußert hatte.

Die neue Geschäftsordnung, so Pentin, könnte die Synode weniger manipulierbar machen. Allerdings mangle es auch weiterhin nicht an Gründen, besorgt zu sein. Der Vatikanist listet eine ganze Reihe auf. Vier Kritikpunkte seien genannt.

Unter anderem sind nach Sprachen getrennte Circuli minores als Arbeitsgruppen vorgesehen. Die verstärkte Gewichtsverlagerung zu kleineren Gruppen ziele, so Pentin, auf die Schwächung einiger Synodenteilnehmer ab. Dies sei besonders deutlich bei den afrikanischen Synodalen, die im Vorfeld erklärt hatten, geschlossen aufzutreten, nun aber aufgrund ihrer Sprache aufgeteilt werden.

Ein noch größerer Teil der Synodenarbeit als im Vorjahr wird daher durch Sprecher der Circuli minores gefiltert, von denen einige für ihre abweichenden Meinungen bekannt sind.

Der Umstand, daß das Instrumentum laboris trotz der vorgebrachten Kritik an einigen Teilen, wie philosophische Ungenauigkeiten, Unterminierung der kirchlichen Lehre über die menschliche Sexualität, Aushebelung der Enzyklika Humanae vitae, weiterhin Diskussionsgrundlage bleibt.

Die nach wie vor ausstehende Bestätigung, daß es ein nachsynodales Dokument geben wird, läßt die Möglichkeit offen, daß die Synode letztlich zu keinem Schluß kommt, die umstrittenen Fragen offen bleiben und damit letztlich zum Spielball willkürlicher Interpretationen oder sogar der Verantwortung der Bischofskonferenzen überlassen werden.

Pentin ruft am Ende seines Artikels eine Mahnung und Empfehlung von Benedikt XVI. in Erinnerung, die dieser privat und in deutscher Sprache nach der Bischofssynode 2014 ausgesprochen hatte: „Halten Sie sich unbedingt an die Lehre!“ Ein Wort, das unter den Synodalen in persönlichen Gesprächen bereits herumgereicht wird.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Chiesa e postconcilio

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126 Comments

  1. Der ehemalige Papst Benedikt XVI schürt in mir eine Hoffnung:
    Seine Aussagen und Schriften geben einigen Kardinälen die Gewißheit, dass sie sich auf dem Holzweg befinden. Am Ende er Synode steht dann als Egebnis, Gottes Wort ist auch in der heutígen Zeit wahr und sollte nicht dem Zeitgeist angepasst oder verdreht werden.

    Irgendwie hat Benedikt mir diese Hoffnung bis heute gegeben – ob ich enttäuscht werde??

    Beten, glauben und hoffen wir – denn wir sollten uns klar vor Augen halten, Gott läßt nicht sich spaßen. Wir sägen an dem Ast, auf dem wir sitzen.

    Irgendwie habe ich ein komisches Gefühl: Je mehr die Welt sich von Gottes Wort und seiner Ordnung entfernt, umso mehr freue ich mich auf das ewige Leben. Ist das nicht wunderschön? Deshalb sehe ich vieles gelassener. Einfach ein schönes Gefühl!

    • Lieber Josef,

      diese Hoffnung, diese Freude findet auf das Schönste in mir einen Widerhall. Vergellt´s Gott für Ihre Worte!

  2. Na großartig! Privat geäußert, also eine unsichere Aussage, und wenn schon – na und!
    Was denkt wohl Benedikt, jetzt, wo er immer noch lebt, zwei und ein halbes Jahr nach seinem Rücktritt, über seinen Rücktritt?
    Wählen wir doch die richtige Antwort aus:

    a. Ich würd es wieder machen.
    b. Wäre ich doch geblieben.
    c. Herr, hilf!

    Das ist doch lächerlich, einen an sich banalen Satz „privat“ zu äußern.

    Der Niedergang seither ist dermaßen rasant, dass man emotional und geistig kaum mitkommt. Stünde es mit Benedikt recht, müsste er laut aufschreien. Aber er tut es nicht.

    • Lassen Sie bitte doch den guten Papst Benedikt in Ruhe bzw. hören Sie mit Ihrem (unklugen) Genörgel an ihm endlich auf @zeitschnur.
      Er ist nach wie vor wahrer Papst, aber nicht mehr in der Führung der Amtsgeschäfte, die er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr fortführen konnte- und weil der Allmächtige, den er um Rat fragte, es so schickte.
      Das ist ähnlich so wie bei einem alten Firmenchef, der das Ruder in eine andere Hand abgibt. Ist das intellektuell zu viel für Sie? Der Senior kann aber durchaus, wenn er sieht, daß da einiges schief läuft, noch sein Wort zu den Dingen sagen.

      Sie regen sich grundlos auf. Es gibt genug, worüber man sich mit Recht aufregen könnte, aber sicher nicht über Papst Benedikt. Er ist der Fels im Sturm, vom Hl. Geist geleitet.

      • @Franzel:
        So unklug ist das Genörgel nicht. Papst Benedikt XVI. hat mit seinem Rücktritt die Flucht ergriffen. Im Grunde ist er desertiert. Wenn sein Gesundheitszustand es ihm nicht mehr erlaubte, sich der Pädophilenlobby im Vatikan zu widersetzen, hätte er einen Stabschef ernennen müssen, einen „Praefectus Domesticorum“, der dann den eisernen Besen hätte schwingen können.
        Jetzt ist das Kind im Brunnen. Und jetzt nützen solche Äußerungen wirklich nicht viel. Schlimmer ist die Vorstellung, daß solche Selbstverständlichkeiten zu äußern nötig ist.

      • Eine Auffassung über das Wesen des Papsttums, die ignoranter kaum sein könnte: Der Papst als als alter Firmenchef, der sich zur Ruhe setzt und die laufenden Geschäfte dem Juniorchef übergibt, aber dennoch Firmenchef bleibt…

        Eine Widerlegung verdient so etwas nicht, höchstens Mitleid.

    • Die Abdankung war eine verhängnisvolle Sache, welche das Papstum dekonstruiert und wohl bleibend geschädigt hat. Krankheit, Alter ist niemals ein Grund als ob der römische Papst irgendein ein flotter CEO sein müßte. Dieses säkulare Amtsverständnis ist grundfalsch und anstößig. Durch die Jahrhunderte verstanden es alte und gebrechliche Päpste zu delegieren und so die Geschicke der Kirche zu lenken.

    • Hören Sie doch endlich auf mit ihrem endlosen Nachdenken und Relativieren, nur weil ihnen nicht passt was hier berichtet wird!
      ‚Halten sie sich unbedingt an die Lehre!‘ könnte eindeutiger gar nicht sein, da gibt es keinen Anlass für Diskussion.

  3. Mk 3,24 Wenn ein Reich in sich gespalten ist, kann es keinen Bestand haben.
    Mk 3,25 Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben.
    Mk 3,26 Und wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt und mit sich selbst im Streit liegt, kann er keinen Bestand haben, sondern es ist um ihn geschehen.
    Mk 3,27 Es kann aber auch keiner in das Haus eines starken Mannes einbrechen und ihm den Hausrat rauben, wenn er den Mann nicht vorher fesselt; erst dann kann er sein Haus plündern.
    Mk 3,28 Amen, das sage ich euch: Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden, so viel sie auch lästern mögen;
    Mk 3,29 wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften.

    Leider kann man ja heute nicht mehr davon ausgehen, dass alle Bischöfe die Bibel für authentisch und das Wort Jesu Christi für verbindlich halten. Ob sie also das vom Apostel Markus bezeugte Wort Jesu Christi im Herzen bedenken, kann man in der Tat schwer einschätzen.

    Wo die Praxis(Pastoral) gegen die Lehre steht, diese sich nicht gegenseitig durchdringen, sondern die Lehre lediglich zum unnützen Fragment wird, da kann das Reich, die Kirche, keinen Bestand haben. Drum kann nur derjenige die Kirche plündern, der die Lehre in Fesseln legt. Egal, wer sich gegen den Heiligen Geist, wie er in der Lehre der Kirche aufleuchtet, vergeht, er wird sich das Gericht zuziehen.

  4. @Zeitschnur, ich darf Sie auf den dritten Teil von Drei Motuproprien und ein Jubiläumsablass aufmerksam machen, der am 4. Oktober 2015, pünktlich zur Eröffnung der Synode, auf http://www.kathnews.de erschienen ist.

  5. @Franzel: Was Zeitschnur vielleicht zu streng sieht, fassen Sie offenbar zu wohlwollend auf. Beides ist falsch.

  6. @fides vincit: „Der Papst als als alter Firmenchef, der sich zur Ruhe setzt und die laufenden Geschäfte dem Juniorchef übergibt, aber dennoch Firmenchef bleibt…“- Das habe ich gar nicht gesagt.
    @Wolfgang Franz: der nächst Papst sind Sie.

    • @ Franzel:

      Anscheinend ist Ihnen nicht so recht bewußt, was Sie sagen.

      Zitat: „Er ist nach wie vor wahrer Papst, aber nicht mehr in der Führung der Amtsgeschäfte.“ – Es folgt der Vergleich mit Seniorchef.

      Jetzt bemerken Sie, das hätten Sie gar nicht gesagt..

      Nun, meine Zeit ist mir für solche Albernheiten zu schade. Bitte um Verständnis.

      • Ich habe nicht geschrieben: „Der Papst als alter Firmenchef, der sich zur Ruhe setzt und die laufenden Geschäfte dem Juniorchef übergibt…“ Das sagen Sie, nicht ich. Also unterstellen Sie mir bitte nichts.

        Ich habe geschrieben:
        …“Das ist ähnlich so wie bei einem alten Firmenchef, der das Ruder in eine andere Hand abgibt. Der Senior kann aber durchaus, wenn er sieht, daß da einiges schief läuft, noch sein Wort zu den Dingen sagen.“ …
        Von „zur Ruhe setzen“, von „Juniorchef“, von „laufenden Geschäften“, von „Papst als alter Firmenchef“ ist bei mir keine Rede.

      • @ Franzel:

        Besten Dank für Ihre Mühe. Darf Ihnen indes versichern, daß ich des Lesens kundig bin.

        Sie schreiben: „Er ist nach wie vor wahrer Papst, aber nicht mehr in der Führung der Amtsgeschäfte.“ Dann folgt der von Ihnen gewählte Vergleich.

        Also: Nach Ihrer Auffassung ist Ratzinger noch Papst. Bergoglio führt unterdessen -mit Ratzingers Zustimmung- die Amtsgeschäfte.

        Wie gesagt: Müßige Albernheiten!

  7. 1. Niemand weiß, ob Bischof Ratzinger dies wirklich gesagt hat.

    2. Die Aussage, daß an der Lehre festzuhalten ist, wird von niemand bestritten – selbst von den bewußten Häretikern nicht, die zum Schein an ihr festhalten wollen bzw. der Meinung sind, die von Gott geoffenbarten Normen der Moral gehörten dem Bereich zeitbedingter und deshalb veränderlicher Pastoralstrategien an.

    Was würde man wohl von folgender Schlagzeile halten: „Sensation: Adenauer soll, nachdem er das Amt des Bundeskanzlers abgegeben hatte, im privaten Kreise geäußert haben, am Grundgesetz sei unbedingt festzuhalten…“ ?

  8. Noch ein Nachtrag, wenn gestattet:
    Man sollte Papst Benedikt schon zubilligen, daß er die Wahrheit sagt. Im Interview mit Peter Seewald 2010 sprach er über möglich denkbare Rücktrittsgründe eines Papstes vom Amt. Ob er dabei an sich selbst gedacht hat?- Kann sein oder auch nicht.

    Im Jahre 2012 äußerte er sich über die großen gesundheitlichen Strapazen nach seiner Mexiko- und Kubareise. Seine Ärzte rieten ihm von solchen Reisen in der Zukunft ab. In der Zukunft hieß: etwa nach Brasilien zum Weltjugendtag im Sommer 2013. Da konnte er also @Wolfgang Franz keinen „Praefectus Domesticorum“ hinschicken.
    Papst Benedikt selbst sagte, daß er wegen des Rücktritts von den Amtsgeschäften, aber nicht vom Papstamt als solchem wie es aussieht, ins Gebet gegangen sei. Das muß man schon glauben- und das heißt, daß er mit göttlicher Billigung seine Erklärung am 11.02.2013 abgegeben hatte. Was gibts daran herumzuzweifeln @Wolfgang Franz? Wer will Gott auf die Probe stellen?

    Ja, es gibt auch sicherlich andere Ursachen, würde ich als kleiner Christ sagen. Die große Welle des Ungehorsams und des gefährlichen Eigensinns war wohl nicht mehr zurückzuhalten. Man mußte den bekannten Kardinälen geben, wonach sie begehrten. Das hätten 3 Päpste nicht verhindern können. Aber: Papst Benedikt tat ihnen nicht den Gefallen, sich ins Bischofsamt oder so zurückzusetzen. Er ist weiterhin Papa der Kirche in einem anderen Dienst. Von desertieren oder so kann keine Rede sein.

    • Lieber Franzel, ich verstehe Ihre positive Einstellung zu Papst Benedikt, aber bei allem beschäftigt mich doch eine Frage:
      Hätte Papst Benedikt zurücktreten können oder dürfen, hätte er auch nur geahnt, was nach ihm kommt?
      Hat er vollkommen auf das gute, glaubenstreue Wirken seines Nachfolgers vertraut, wer auch immer das sein würde?
      Vermutlich ja, aber wir können halt leider nicht in sein Inneres schauen und seine Gedanken lesen, um zu wissen, was er heute denkt.

  9. Ganz am Schluss hat Benedikt mit seinem Rücktritt den epochalen entscheidenden Fehler gemacht, der das gesamte vorherige Lebenswerk entwertet. Genau wie Merkel mit ihrer Entscheidung, die GRENZEN zu óffnen. Im übrigen erscheinen mir die Synodenthemen Homosexualität und „Wiederverheiratung“ angesichts der weltpolitischen Situation als randständige und abwegige Luxusprobleme!

    • Ganz am Schluss sind wir und Papst Benedikt noch lange nicht!
      Ganz am Schluss wenn Papst Benedikt mit den alten Gewändern bekleidet aus Rom fliehen muss (vgl. Don Bosco) – können wir uns ein Urteil bilden. Vorher sollten wir schweigen! Also abwarten und Tee trinken!

    • Damit sprechen Sie übrigens etwas wirklich Wichtiges aus – dieses alberne Homothema und Wiederverheiratetenthema interessiert die Welt nicht.

      Das sind nämlich Nebenkriegsschauplätze, die aber dem Yellow-Press-Verstand am leichtesten reinlaufen.

      Wir haben ein Riesenproblem mit dem Islam und dem Atheismus – das sind die eigentlichen Fragen. Die einen pflegen weithin so etwas wie ultrakonservative Sippenhaft, die anderen betreiben die totale Dekonstruktion der Sippe.
      Beides ist also kein Indikator für wahres Glauben.

      Man müsste wirklich bei den wesentlichen Punkten ansetzen und nicht bei den Reizwörtern des ewigen Spießers, sei er konservativ, sei er progressiv.

      Anhand der aktuellen Islamdebatte wird deutlich, was unser Problem ist:

      Wie kann man in einer vom Glaubensverlust geprägten Kultur den Glauben leben?
      Wie kann man ihn leben und dabei wissen und berücksichtigen, dass die meisten keine Katholiken sind?

      Wenn Sie mich fragen, haben weder die Progressiven noc die Tradis begriffen, was die Stunde geschlagen hat und debattieren dermaßen rückständig, dass mir schwindlig wird. Die einen regen sich drüber auf, dass Ungläubige bzw. Leute, die dem alten Glauben nicht mehr folgen wollen, homosexuell oder als geschiedene leben. Was habt Ihr denn erwartet? Dass die Atheisten nach katholischen Moralvorstellungen leben?!
      Notwendig wäre innerhalb der Kirche eine konsequente Trennung von all jenen gewesen, die die Lehre nicht mehr anerkennen. Da waren Küng und Co nur die Spitzen des Eisberges. Bei genauerem Hinsehen erkennt man aber, dass das nicht realisierbar wäre und auch von Jesus selbst verboten wurde („Unkraut im Weizen“).

      Sexuelle Abweichungen vom katholischen Konzept offenbaren nur, dass der Glaube der Bteroffenen in der rechten Weise abhanden gekommen IST.
      Doch wer wagt, dies auch zu sagen?
      Der Papst müsste dies klar sagen, aber er will die Millionen Leute nicht verlieren, das Geld nicht, aber gerade dadurch verliert er sie erst recht und verunsichert den Rest so stark, dass davon auch noch ein Teil total verwirrt wird.

      Benedikt hat das nicht klar und mit Autorität gesagt, und F. schon gar nicht.
      Hinter vorgehaltener Hand und „rein privat“ als Ex-Papst etwas zu sagen, was irgendwie richtig ist, hilft nichts mehr.

      • Die Dekonstruktion der Schöpfungsordnung ist ken Nebenkriegschauplatz. Das wäre so, als wenn ein Mediziner behauptete, ein Tumor sei nebensächlich. Lässt man ihn wachsen, dann zerstört er sukzessive den ganzen Körper, indem er Metastasen bildet. So auch bei Thesen, die mit der Lehre unvereinbar sind. Mir scheint, dass Sie mit „Reiizwörter des Spießers“ ausdrücken wollen, dass Ihnen die Lehre selbst nur relativen Charakter hat.

        Und zu dem von Ihnen als Problem erkannten Atheismus sei darauf verwiesen, was ich an anderer Stelle über die Irrationalität der Ideologie der Aufklärung schrieb. Um Ihren Gedanken hier mal aufzugreifen; mir scheint, als werde heute jede Kritik an der Ideologie der Aufklärung und ihrem Absolutheitsanspruch zum Reizwort.

        Suchen Sie also die Ursachen des Problems dort, wo Sie sie finden können.
        und nicht auf Nebenkriegschauplätzen.

      • Sie verstehen mich nicht recht:
        Diese Dekonstruktion der Schöpfungsordnung – was die geschlechtliche Ordnung betrifft – wird schon in der Strafrede Gottes an die Frau in Gen. 3, 16 ausgesprochen!
        In einer geradezu erschütterten Weise sagt Gott die tiefe und unheilvolle Verschiebung der Ordnung voraus. Das hat übrigens auch Benedikt einmal so festgestellt.
        Die restliche Dekonstruktion – die die Todesverfallenheit des Menschen und der gesamten Schöpfung betrifft – wird an Adam ausgesprochen.
        Diese Dekonstruktion ist unmittelbare Folge der Sünde.

        Es ist eine gefährliche Milchmädchenrechnung, wenn viele Tradis glauben, in den anderen Religionen finde sich eine Achtung vor der ursprünglichen Schöpfungsordnung.
        Zwar ist dem Menschen ein „Restbewusstsein“ dieser ursprünglichen Ordnung noch ins Herz geschrieben, aber er ist unfähig, diese Ordnung in rechter Weise zu rekonstruieren und zu leben. Davon spricht der hl. Paulus, wenn er sagt, das Gesetz der Sünde in seinem Fleisch mache jedes gute Streben zunichte.
        Es ist allein Christus, der daraus rettet.

        Eine abendländische Welt, die zu einem großen Teil von Christus abgefallen ist, wird nicht in der Lage sein, die Schöpfungsordnung zu wahren.

        Das Homothema ist da nur eines von vielen Symptomen.

        Was ich meine, ist:

        Es nützt nichts, auf den Putz gegen Homo, Gender und Zerstörung der christlichen Familie zu hauen, wenn all die Faktoren, die zu deren Re-Dekonstruktion beigetragen haben, wobei die Re-Konstruktion ja nicht wieder voll erreicht worden ist – aufgrund des Wirkens des mysterium iniquitatis (wie es ebenfalls der hl. Paulus vorhergesagt hat!) – und dem Menschen in diesem Äon keine „Vollheilung“ verheißen wurde… unerkannt bleiben.

        Die Re-Dekonstruktion ist wohl das, was als „Sünde wider den Hl. Geist“ benannt wird.

        Das Furchtbare an der Lage ist, dass wir, wenn es tatsächlich um diese Sünde handelt, keinerlei Rettung mehr erwarten können. Denn es heißt, dass diese Sünde nicht vergeben wird.

        Man wird mit dem Homo-Gender-Thema nichts retten und nichts mehr verlieren.

        Leider verstehen das die meisten nicht – die vorgelagerten Probleme werden sogar von diesen meisten weder verstanden noch ernstgenommen.

        Unser Problem ist, dass wir seit 200 Jahren hektisch Schuldige suchen: die Modernisten, die Progressiven, die Liberalen, die Freimaurer, der Islam, die Juden, die Aufklärung etc.

        Jeder differenzierte Blick auf jeden dieser verhassten „Schuldigen“ macht klar, dass die Gemengelage wie ein Knäul verwirrter Fäden ist. Es gibt kaum „nur“ Böses oder „nur “ Gutes. Verworrene historische Situationen, und immer hängen Kirchenleute auf allen Seiten durchaus negativ mit drin…

        Aber wir suchen krampfhaft nach einem schlüssigen Erklärungsmuster mit klaren Schwarzweißkonturen für das, was per se und wesenhaft nicht schlüssig ist: das Wirken des Bösen.

        Ob nun die Homos und die Geschiedenen zurückgewiesen werden oder nicht – es ändert so gut wie nichts mehr an der Lage.

        Verstehen Sie das?

      • @zeitschnur

        Nein, ich kann Ihren Gedankenkonstruktionen nicht zustimmen. Mir drängt sich vielmehr der Eindruck auf, dass Sie permanent nach Gründen suchen, den Glauben selbst zu dekonstruieren. Das müssen Sie aber gar nicht, weil sie ohnehin nur in den Glauben durch einen „Salto des Intellekts“ hinein- und wieder herauskommen. Glauben ist Erfahrung und Entscheid.

        Es ist auch Unsinn, wenn Sie schreiben, Papst Benedikt habe die Lehre von der Schöpfungsordnung infrage gestellt, das hat er genau nicht. Es gibt natürlich Ungeordnetheit in der Schöpfung, weil es Sünde gibt, diese Ungeordnetheit darf aber nicht bejaht werden. Wo die Schöpfungsordnung infrage gestellt wird, wird der Glaube in seiner ganzen Wahrheit infrage gestellt, das zu verstehen, sollte eigentlich nicht schwer sein, es sei denn, man will es nicht verstehen. Ferner sei nochmals auf mein Beispiel des bösartigen Tumors im Körper verwiesen. Nur weil es ihn gibt, in ihm sich also auch Zellteilung findet, ist er nicht harmlos. Das Vorhandensein des Bösen rechtfertigt es nicht!

        Wenn Sie der Auffassung sind, dass der Patient (Menschheit) sich schon im Endstadium von metastasierenden Tumoren befindet, dann brauchen wir uns hier sicher keine Gedanken über die Auslegung der Lehre zu machen.

        Und was wollen Sie immer solch plakativen Benennungen, wie „Tradis“ (= Fundis?)? Inhaltlich tragen diese doch nichts zur Diskussion bei. Wer ein Tradi (=Fundi) ist, bestimmen doch lediglich Sie durch willkürliche Setzung. Das ist aber weder der Sache dienlich, noch ein redliches Vorgehen. Ich mag nicht in bestimmte Schubladen gesteckt werden.

      • @ Suarez

        Inzwischen muss ich davon ausgehen, dass Sie mit Bosheit und voller Absicht meine Äußerungen zum Thema „Vernunft“ verzerren.

        Sie unterstellen mir Gedanken, die Ihrem eigenen böswilligen oder einfach defizitären Denken und Ressintment entspringen, um anschließend auf mich draufzuhauen.

        Obwohl ich nun zum wiederholten Male das, was ich wirklich denke, dargelegt habe, ignorieren Sie dies und unterstellen mir weiter Ihren Irrsinn.

        Sie scheuen sich dabei nicht einmal, mir den Glauben abzusprechen.

        Ihnen kann ich nur empfehlen, in sich zu gehen und v.a., wenn Sie chtes Interesse an einem Diskurs haben, das zu lesen, was ich geschrieben habe. Vielleicht muss man manchmal auch einen Moment nachdenken, bevor man schreibt und erst mal begreifen, was der andere geschrieben hat. Da hapert es bei Ihnen ebenfalls gewaltig.

        Ihr letzter Satz im 1. Abschnitt ist übrigens häretisch:
        „Glauben ist Erfahrung und Entscheid.“
        Dieser Satz wurde mehrfach als Häresie verworfen und gehört dem Traditionalismus des 19. Jh an.

        Der Glaube ist zuerst und in diesem Zuerst ausschließlich gnadenhaft – was die übernatürliche Ordnung betrifft – und anschließend fordert er das Fiat des Menschen, das in der natürlichen Ordnung bereits einen Begriff von Gott bilden konnte, auf dem Gott weiter aufbaut.
        Der Glaube fußt gerade NICHT auf Erfahrung und auch nicht auf meinem Entscheid, sondern auf Gottes Gnade.
        Erst dann kann ich antworten, wenn Er es will.
        Das ist Lehre der Kirche.
        Er ist aber ein Gott, der die Vernunft als eine der höchsten natürlichen Gaben des Menschen unbedingt einbezieht – und nicht nur sie.

        So, wie Sie mir persönlich gegenüber auftreten, ist das jedenfalls ungehörig und respektlos.

      • @Suarez:

        Bravo! Da haben sie, so wie ich es verstehe, wunderbar geantwortet. Entweder der einfache, gelebte Glaube ODER intellektuell sein und alles in Frage stellen, beides gleichzeitig(Glaube und Wissenschaft) verträgt sich, wie man sieht, schwer.

      • @ zeitschnur

        Was wollen Sie? Sich hier als besonders intellektuell beweisen oder wollen Sie den christlichen Glauben besser verstehen?

        Wenn ich schrieb, Glaube ist Erfahrung und Entscheid, so wollte ich damit den Gnadencharakter doch gar nicht infrage stellen, nur äußert sich ja die Gnade gerade dadurch, dass der Glaubende „Ohren hat zu hören“, also Gott zu „erfahren“. Ein Glaube ohne Glaubenserfahrung ist ein toter Glaube.

        Zudem ist Glaube kein Zwang, das ist auch mit Gnade nicht gemeint, sich also Gott zuwenden oder nicht, bleibt ein Willensakt. Das Böse resultiert eben aus einem freien Entschluss sich von Gott abzukehren, es ist ein Entscheid! Wäre es anders, wäre die Schöpfung pandämonisch und wir nicht Sünder. Die Sünde erleidet der Sünder nicht, sondern er bringt sie in „Freiheit“ hervor, wobei man hier auch wieder genau hinschauen muss, welche Rolle Satan im Ganzen der Sündenproblematik zukommt

        Sie sollten nicht versuchen, immer so vorschnell aus der „Hüfte heraus zu schießen“, um andere als Dummköpfe erscheinen zu lassen. Das ist, um es mal vorsichtig auszudrücken, sehr strapaziös.

      • @ dhmg

        Zum rechten Glauben bedarf es keines Universitätsabschlusses, im Gegenteil, meist fördert das nur den Hochmut.

        Glaube und verabsolutierte Kritik schließen sich aus. Glaube setzt nämlich ein bedingungsloses Vertrauen in Gott voraus. Wo dieses Vertrauen schon durch Kritik zerstört wird, kann es einen rechten Glauben gar nicht mehr geben, dann wird er zu einem Konstrukt. Ein solcher konstruierter Glaube – wir finden heute fast nur noch Glaubenskonstruktionen in der Kirche vor – schließt den Menschen von jeglicher Glaubenserfahrung aus, er wird steril.

      • @ Suarez

        jaja, wenn die Arguemnte fadenscheinig werden verlegt man sich auf die metaebene und verteufelt am Schluss die Universitätsbildung…

        Nein, es ist der Neid der Besitzlosen, der Sie antreibt!
        Ertappt!

        Ich selbst habe hier schon oft kundgetan im lauf der Jahre, dass ich – obwohl ich tatsächlich zu den Unwesen gehöre, die Hochschulabschlüsse haben, daraus nicht ableite, wer welche Leistungen auf theroretischem oder geistigem Gebiet bringen kann.

        Dennoch sollten Leute, die nicht den „Kontrollgang“ durch ein Studium oder die Infragestellung auf dem Wege durch Veröffentlichungen, viele Auftritte, Vorträge etc. gegangen sind (und die schmelzen sehr viel ab vom Hochmut dessen, der glaubt, er müsse alle Welt belehren und Milchmädchenrechnungen als Problemlösungen präsentieren, ganz einfach, weil er sehr vieles noch nicht weiß und nicht durchdacht hat), nicht meinen, sie seien über eine ordentliche Bildung erhaben.

        Auch wenn diese Bildung nicht auf universitärem wege geschehen muss, kann man sie doch nicht einfach überspringen – denn das IST Hochmut.

      • @ zeitschnur

        Sie sind also der Auffassung, dass jeder, der für den rechten Glaube keine Hochschulbildung voraussetzt, dieser entbehrt.

        Ihre „Logik“ ist famos!

        Beruhigen Sie sich, ich kenne die Universität nicht nur vom Vorbeigehen, darum überhöhe ich auch nicht, was in ihr gelehrt wird. Ob an unseren Universitäten heute noch Bildung vermittelt wird, ist überhaupt eine interessante Frage, der man einmal näher nachgehen müsste. Für den Glauben bleibt Bildung jedoch unerheblich. Muss ich Ihnen das noch mit Zitaten aus der Bibel belegen? Aber schön, wenn man sie hat, wobei Bildung schnell in Verbildung umschlagen kann, wie wir an den merkwürdigen Theorien der 68er Bewegung sehen kann, die ja bei Ihnen auch so die ein oder andere Blüte hervorgebracht hat.

  10. Einfache Frage. an wen hätte Papst Benedikt delegieren können? Wer war ihm treu? Wer hätte seine Sache vorbehaltlos unterstützt und in seinem Sinne durchgefochten? Seine Auswahl einiger Würdenträger in seinem engsten Umkreis war doch schon zweifelhaft, wem hätte er wirklich vertrauen können?
    Vielleicht war ihm das klar geworden.
    Jetzt ist für alle sichtbar die Spreu vom Weizen getrennt.

    • An wen hätte er delegieren können? Vielleicht an Kard. Burke. Als US-Amerikaner hat der in seiner Jugend Football gespielt, das gibt Härte und Durchsetzungskraft. Und diese Härte bräuchte es.

      • @wolfgang Franz
        So ist es.
        Er und -um bei den in Rom residierenden Kardinälen zu bleiben- Piacenza, de Paolis, Herranz Casado, Castrillón Hoyos, Comastri und de Giorgi et al wären sicher im Bedarfsfall bereit gestanden um delegierte Aufgaben zu übernehmen und gut zu erfüllen.

    • Wer es innerhalb von acht Jahren der Amtsinhabe -nach jahrzehntelanger Tätigkeit in der Kurie- nicht schafft, einen Stab von vertrauenswürdigen Mitarbeitern zu bilden, tut damit jedenfalls nicht gerade administratives Talent kund -eher, daß er in dieser (!!!) Hinsicht der „Spreu“ zugehört…

      • Sie schrieben doch bereits,dass Ihre Zeit Ihnen (hier) zu schade ist… seltsam, wenn es um Benedikt XVI. geht, oder diejenigen, die Benedikt XVI. weiter schätzen und lieben, da haben sie Zeit genug, regelrecht böse herumzuklaffen, so wie auch immer die gleiche Meute… „intelektuell“ allwissend argumentierend und mit der Zeit verstärkt… Gott weiss, wer Bendikt XVI. war und ist. Diejenigen, die Liebe und Treue im katholischem Glauben leben… sehen und fühlen anders… Benedikt XVI. macht den Satan sehr, sehr wütend.

      • @ Methodus:

        Meine Zeit ist mir zu schade, um mich mit müßigen Albernheiten zu befassen – das habe ich geschrieben. Ich habe nicht geschrieben, daß sich diese Feststellung auf dieses Forum als Ganzes bezieht. Ihre Wortmeldung hingegen können Sie gern unter die erwähnte Kategorie subsumieren.

    • Die Rücksichtslosigkeit von Bergoglio bei Personalentscheidungen hätte ihm sicher geholfen, Bertone und Sodano hätte man vermutlich besser aus dem Verkehr ziehen sollen 😉

      Und die letzten Monate von JP II lieferten sicher auch eher Argumente dafür, nicht selbst in diese Situation geraten zu wollen, das jetzige Pontifikat liefert natürlich eher ein Gegenargument

      so und jetzt kloppt mich, auf kath.net gelt ich manchen als Sedisvakantist, hier wurd ich schon als Ratzinger-Anbeter gebrandmarkt 🙂

      • Sie haben sicher mit dieser Beoachtung recht, dass der Vatikan unter der Decke stets die Meuterei auf der Bounty erlitt.
        Wenn Leo XIII. in seinem großen Michaelsgebet von 1888 betete, dass am Sitz Petri bereits die satanischen Kräfte wirken, dann muss es schon damals fast unmöglich gewesen sein, solche „treuen“ MA zu finden.
        Es haben sich ja auch tatsächlich alle Päpste seither extrem vergriffen und Personen zu Bischöfen erhoben, über die man sich nur wundern kann.
        Wie konnte das passieren?

      • @zeitschnur
        Einspruch euer Ehren!
        Papst Leo der XIII. hat das Michaelsgebet am Schluss der Hl. Messe verbindlich vorgeschrieben nachdem er eine ZUKUNFTSVISION der Kirche hatte – es ging also nicht um die damaligen Zustände! Nachdem er bei dieser Schau vor Schreck ohnmächtig wurde, sah er in der Anrufung des mächtigen Erzengels den einzigen Ausweg aus der zukünftigen Misere (die im Moment auf dem Höhepunkt angekommen scheint).

      • @ roman

        Sie irren. Ich meine nicht das kleine Michaels-Gebet, das am Ende der Hl. Messe gebetet wurde, sondern das große Michaelsgebet, das er in einem Motu proprio am 25. 9. 1888 veröffentlicht hatte:

        „Die überaus durchtriebenen Feinde erfüllen die Kirche,
        die Braut des unbefleckten Lammes,
        mit Galle und Bitterkeit und berauschen sie mit Wermut.
        Ihre frevlerischen Hände haben sie an die heiligsten Schätze gelegt.
        Selbst am heiligen Ort, wo der Sitz des heiligen Petrus und der Lehrstuhl der Wahrheit
        zur Erleuchtung der Völker errichtet ist,
        haben sie den Thron ihrer abscheulichen Gottlosigkeit aufgestellt,
        voller Heimtücke, damit, nachdem der Hirt geschlagen ist,
        sie auch die Herde zerstreuen können.“

        Das ist keine Zukunftsvision, sondern im Präsens formuliert.
        Und Präsens ist die Gegenwart.

        Was daraus hervorgeht ist eindeutig.

  11. Die letzten Monate von Papst Johannes Paul II. sind nur dann ein Motiv wenn man ein funktionalistisches und säkulares Amtsverständnis vom Papstamt hat à la Konzernchef oder Superman in weiß etc.
    Papst Johannes Paul II. hat sein Amt, wie seine Vorgänger, nie so verstanden. Ein wahrer Hirte eben, der nicht davonläuft.

  12. Wer kann der Muttergottes den Mund verbieten, wenn sie an verschiedenen Orten etwas sagt; und wer kann unserem Papst-Emeritus den Mund verbieten, wenn er sich zu wichtigen Themen äußert. Finde ich gut, dass er sich äußert !

    • Sehr schön. Wo genau ist also die zitierfähige Quelle, nach der er diese Äußerung getan hat?

      • @fides vincit
        Tja – mit der Beweisbarkeit haben Sie natürlich recht, aber wenn es so wäre, hat er trotzdem das Recht etwas zu sagen.
        Am meisten würde mich jedoch interessieren, was er über die aktuelle Situation denkt und sagt. Wie @roman, 7. Oktober 2015 um 17:51 sagt, ist es noch nicht aller Tage Abend und wir werden sehen wie der Herr alles weiterführen wird…

    • @ Jeanne dArc:

      Gott wird alles letztlich zum Guten lenken. Wie und nach welchen eventuell noch ausstehenden Katastrophen, weiß Er.

      Die Gottesmutter hat in Fatima gesagt: „Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.“ Diesen Triumph wird nichts aufhalten – kein Modernismus, keine Freimaurer usw., und auch nicht unsere eigene Erbärmlichkeit. Jesus und Maria behalten immer das letzte Wort!

  13. Benedikt XVI hat gesagt, dass sich die Betreffenden unbedingt an die Lehre halten sollen. Das kann doch nicht Grund für breiten Diskurs sein. Diese Äußerung steht ihm zu. Aus welchem Grunde sollte er zum Schweigen verpflichtet sein. ? Da ist mir nichts geläufig. Das kann auch nicht falsch aufgefaßt werden.

  14. an die werten Diskutanten,
    keiner von uns kann die Emeritierung von Papst Benedikt XVI derzeit richtig deuten und Nichts, was bisher auf dieser Seite dazu geschrieben wurde hat mich richtig überzeugt. Da wir nicht Wissen, ob die Emeritierung eine geschichtliche oder eine heilsgeschichtliche Bedeutung hat, rate ich zur allergrößten Vorsicht bei der Beurteilung. Daher weise ich zunächst auf folgenden Sachverhalt hin, der neu in der Kirchengeschichte ist: Wir haben zwei derzeit Päpste, einen der von der Mehrheit der Kardinäle dazu bestimmt wurde und die Amtsgeschäfte führt. (Es wird von einigen Christen angezweifelt, ob seine Wahl den Kanonischen Regeln entsprach) und einen Papst, der emeritiert ist und eine Stellung einnimmt, die im Canon nicht vorgesehen ist. Seine Declaratio weist uns möglicherweise einen Weg;
    Er sagte darin den Kardinälen u.a. im Eingangssatz: Ich habe Euch zusammengerufen…um Euch eine Entscheidung von großer Bedeutung für das Leben der Kirche mitzuteilen. Danach ist die Entscheidung, die Amtsgeschäfte niederzulegen eindeutig heilsgeschichtlich zu beurteilen. Vor allem, wenn im Nachsatz steht, ich bin mir bewusst, dass dieser Dienst …nicht nur durch Taten und Worte ausgeübt werden darf, sondern nicht weniger durch Leiden und Gebet. In diesem Satz liegt der Beurteilungsschlüssel. Er betet und leidet weiter für die Kirche und zwar als Papst und nicht als einfacher Christ, der ins Glied zurückgetreten ist, wie etwa einst sein Vorgänger Coelestin V. Ich verstehe dies Gebet als die Fortsetzung des Hohepriesterlichen Gebetes Christi – Christus betete nicht für die Welt, sondern für die, die der Vater ihm anvertraut hat.. Möglicherweise gibt und das neue Büchlein von Agamben Aufhellung. Agamben hat für seinen Diskussionsbeitrag auf ein wissenschaftliche Frühwerk von Benedikt „über das Geheimnis der Kirche“ zurückgegriffen.

    • ich sag es mal so, wenn das dahinter steckt, hätte sich Benedikt auch in allen offiziellen Dingen vertreten lassen können und sich ins Gebet zurückziehen können.
      Alle Päpste vor ihm sind im Amt gestorben und konnten während des Sichtums nichts tun!
      Niemand erwartet von einem Papst dass er beständig durch die Welt jettet!
      Ich versteht es einfach nicht!

      Gerade das er immer noch als Papst auftritt, das macht mich fassungslos.
      Es hat es in der Geschichte schon einigemale gegeben, das Fürsten und auch Fürstinnen ihr Amt niedergelegt haben, (auch und wenn das Amt nach damaligem Verständnis ein lebenslanges war, so wie das Papstamt) und ins Kloster gegangen sind.
      Sorum erschien, zumindest mir, der Rücktritt Benedikts zunächst.
      Aber auch das Bild stimmt nicht, weil er immer noch als Papst auftritt.

      • Wenn er nicht „abgedankt“ hätte, wäre er heute nicht mehr am Leben! Da Gott aber noch große Pläne mit ihm hat, wäre das für die Kirche der absolute SuperGAU ! Vertrauen wir doch einfach auf die wunderbare VORSEHUNG GOTTES! „Meine Wege sind nicht eure Wege spricht der HERR, denn so hoch der Himmel über der Erde ist, so hoch sind meine Wege über euren Wegen!“

    • und was war dann der Blitzeinschlag? Der liebe Gott war wohl not amused….

      Sein Leiden auf 5-Sterne-Niveau mit Spazierengehen in einem der schönsten Gärten der Welt und abends Don-Camillo-Filme schauen hätte ich auch gern, dazu noch ein verdammt gut aussehender Privatsekretär.

      Seine Freundschaften mit Rahner und dem Teufelsexperten Haag finde ich nicht gerade vertrauenserweckend. Ich habe mich mal unter Ureinwohnern der Traunsteiner Gegend umgehört, was die so von ihm halten, und das einfache Volk hat meine Einschätzung bestätigt, daß er ein Falschspieler ist. Seine Aussage, auch in einem Theologen kann ein Teufel stecken, machte mich stutzig. Er war doch als der Häretiker verschrien, der die Hölle leugnete. In diesem Zusammenhang spricht er von Angehörigen, die „nun zum anderen Ufer hinübergegangen“ sind (Ratzinger, Zur Lage des Glaubens, Herder Verlag 1985/2006, S.152) – das hört sich ziemlich ägyptisch an, oder?
      Meine Einschätzung ist, daß zwischen Benedikt und Bergoglio ein oberflächlicher künstlicher Gegensatz von den Papstmachern im Hintergrund geschaffen worden ist, um jedem Hund seinen passenden Knochen hinzuwerfen. Damit keiner merkt, daß die gleichen destruktiven Kräfte weiterwirken. Dazu paßt auch die vordergründig nicht so leicht nachvollziehbare Äusserung von Monsignore Gänswein, daß zwischen beide lehramtsmäßig „kein Blatt Papier paßt“.
      Daß er jetzt an Selbstverständlichkeiten erinnert, ist für mich reine Inszenierung.

      Wie schön, daß die Weltkirche angesichts einer aus den Fugen geratenen Welt sich hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt.

    • Ob die im Gebet getroffene Entscheidung von Papst Benedikt XVI. „geschichtliche oder heilsgeschichtliche Bedeutung“ hat, werden möglicherweise- oder auch nicht- spätere Kirchenhistorikergenerationen in akademischen Elfenbeintürmen noch sicher ausgiebigst erörten können.

      Zunächst gings ja mal darum, ob man- und hier katholisches.info- überhaupt noch etwas von Papst Benedikt berichten darf bzw. sollte – zugespitzt gesagt. Papst Benedikt wurde des Verrats beschuldigt und das „kreuzigt ihn“ ist aus einigen Postings deutlich herauszulesen.
      Persönlich freue ich mich, daß Papst Benedikt offenkundig eine große Hilfe für viele Kardinäle ist, angesichts eines „offenen Diskussionforums“ dieser Synode, wo die katholischen Lehren mit Segen von „Papst“ Bergoglio den Säurebadtest der neuen Lehre des Relativismus überstehen müssen. Ob das Sinn und Zweck der Synode ist und sein kann?

      Was Sie im 2. Teil äußern, ist auch meine Ansicht, und die hatte ich kundgetan in einem meiner postings hier- und auch zu anderen Artikeln schon. Insofern widersprechen Sie Ihrem eingangs geschriebenen Satz.
      Allerdings würde ich sagen: Papst Benedikt XVI. leidet als Papst, wie Sie schreiben, aber auch als „einfacher Christ“. Wenn Sie den Papst kennen, dann wissen Sie, daß er noch nie Lorbeerkränze wollte und sich inmitten des gläubigen Volkes sieht. Das war nie anders bei ihm.

    • Das sehe ich auch so. Gottes Wege sind unergründlich und wenn diese Wege jemand versteht, dann nur aus Gottes Gnade heraus, nicht weil er/sie besonders klug wäre. Wie sagte Jesus in Matthäus 11,25: ‚Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.‘ Ich denke dabei nicht, dass es diejenigen sind die über Benedikt XVI lästern, die die Bedeutung und die Umstände seines Rücktritts verstanden haben. In diesem Sinne würde ich mir da mehr Zurückhaltung wünschen.

      • Nicht alles Unverständliche was hochgestellte Menschen tun ist ein von Gott so gewollter, unergründlicher Weg…

        Das liegt auf der Hand. Allerdings verallgemeinern sie damit zu sehr, da es ausschließlich um den Rücktritts Papst Benedikts XVI ging. Und wenn etwas von Gott so gewollt ist, dann muss es nicht bedeuten, dass sich der Sinn dessen sofort für jeden erschließen würde. Es kann Jahre dauern oder erst im Jenseits sichtbar werden, welchen Sinn(allgemein gesprochen) dieses oder jenes Ereignis hatte.
        Bezüglich Papst Benedikt XVI kommt mir oft das dritte Geheimnis von Fatima in den Sinn. Wer, wenn nicht er, wäre „geeignet“ für die Rolle des Märtyrers, auch wenn das natürlich nur Spekulation sein kann.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Drei_Geheimnisse_von_F%C3%A1tima#Das_dritte_Geheimnis

      • Nein, ich verallgemeinere nicht, sondern antworte auf eine Verallgemeinerung.

        Ich wollte sagen: Benedikts Entscheidung ist nicht identisch mit dem, was Gott von ihm gewollt haben könnte.

        Dass dennoch der Herr der Herr ist, ist davon argumentativ nicht berührt.

      • Woher wollen Sie, Zeitschnur, denn wissen, dass Gott von Papst Benedikt nicht den Rücktritt gewollt haben könnte?
        Haben Sie denn einen derartigen, spirituellen Zugang der ihnen sichere Erkenntnis darüber verleihen würde? Ich bezweifle es sehr, da sie so gut wie alles mit dem Verstand und nicht mit einfachem Glauben betrachten(ihren Ausführungen zufolge), daher sind ihre Meinungen ja auch so exklusiv, weil sie damit meistens alleine da stehen. Ich hoffe nur, dass Ihnen diese Art nicht irgendwann zum Nachteil wird, da in der katholischen Kirche der einfache Glaube zählt und es kein Verein für intellektuellen Wettbewerb ist.
        Ein Beispiel das mir dazu einfällt: Was hätten Sie an Marias Stelle geantwortet, als der Engel ihr die Botschaft brachte, sie würde Gottes Sohn gebären?
        Hätten Sie auch das mittels Verstand ins Kleinste zerlegt und auseinandergenommen? Was hätte wohl der Engel getan, immerhin hat er Zacharias mundtot gemacht, weil er in Frage stellte, dass Elisabeth noch ein Kind zur Welt bringen könnte(Johannes der Täufer).

  15. @ „Dr. Dieter Fasen“:

    „Zwei Päpste“? Eine solche Theologie ist sogar für Ratzinger zu schlecht!

    Man muß nicht einmal Theologe sein, um zu wissen, daß es jeweils nur einen Papst haben kann. Um das zu wissen, würden Kenntnisse des Katechismus auf Hilfsschul- Niveau ausreichen. Bedauerlicherweise wird dieses Niveau von einigen nicht erreicht. Aber, und da sind sie natürlich ganz modern, wo ihnen Kenntnisse fehlen, da äußern sie sich erst recht. Schließlich hat man das „Recht auf eine eigene Meinung“! Argumente werden durch Pöbeleien wider die „Intelektuellen“ (sic, s. oben bei Methodus) ersetzt- anstatt die einzig richtige Konsequenz zu ziehen, die darin bestehen würde, den Mund zu halten.

    • Fides Vincit, Sie haben es sehr treffend in Ihren Kommentaren hier beschrieben.
      „Zwei Päpste“ aber dann doch nur einen wirklichen und einen „papa emeritus“
      „Zwei Formen aber doch ein Ritus“
      „Rücktritt“ and „vollkommener Rückzug“ ins Inklusenleben als Eremit aber dann hie und da doch Auftreten vor Publikum manchmal sogar mit dem Papst, der sich wiederum bevorzugt allein Bischof von Rom zu bezeichnen pflegt aber freilich doch der Papst ist, Hierarchen der Kirche und andere Persönlichkeiten in Audienz empfangen und als „Papst Benedikt XVI.“ oder rührig als „Papst Benedikt“ begrüßt werden, Ehrendoktorate übernehmen etc etc— die großen Schizophrenien der aktuellen römischen Konzilskirche. Dieser Zustand nach der Abdankung mit „zwei Päpsten aber doch nur einen“ macht doch die vollkommene Verwirrung der Amtskirche am deutlichsten manifest.
      Das Papsttum wurde bleibend geschädigt durch diese Abdankung oder wie man jetzt sagt „Rücktritt“ (bereits dieser Begriff ist bezeichnend für das dahinterstehende funktionalistische Amtsverständnis als ob der römische Päpst irgend ein säkularer Amtsträger wäre)

  16. @Dieter Fasen
    ENDLICH eine vernünftige Überlegung. Aber wie das so ist, sie wirft viele Fragen auf…

  17. Es wäre in der Diskussion hilfreich, wenn alle vielleicht mal in ein älteres Herder Lexikon schauen könnten, dort findet sich der Lexikonartikel „Primat“ aus dem Jahre 1963 von Joseph Ratzinger, in dem er die geschichtliche Entwicklung des Primates Roms prägnant erklärt.

    In seinem Aufsatz „Primat Petri und Einheit der Kirche“ hebt Papst Benedikt zum Papstamt hervor: „Die Spannung zwischen der Gabe vom Herrn her und dem eigenen Vermögen wird hier auf erregende Weise sichtbar [gemeint ist hier die Erzählung Mt 16,21-23 Anmerk.: Suarez] ; irgendwie ist daran das ganze Drama der Papstgeschichte vorweggenommen, in der uns immer wieder beides begegnet: dass das Papsttum durch eine nicht aus ihm selbst stammende Kraft Fundament der Kirche bleibt und dass zugleich einzelne Päpste aus dem Eigenen ihres Menschseins heraus immer wieder zum Skandalon werden, weil sie Christus vorangehen, nicht nachfolgen wollen; weil sie glauben, aus eigener Logik heraus den Weg festlegen zu müssen, den doch nur er selbst bestimmen kann: „Du denkst nicht, was Gottes, sondern was des Menschen ist“ (16,23)“

    Hier macht Ratzinger das Spannungsverhältnis zwischen dem Menschlichen und dem Göttlichen im Papsttum doch sehr deutlich.

    Er schreibt dann an anderer Stelle die sehr interessanten Sätze: „Der Glaube normiert sich an den objektiven Vorgegebenheiten der Schrift und des Dogmas, die in dunklen Zeiten in erschreckender Weise aus dem Bewusstsein des statisch bei weitem größten Teils der Christenheit entschwinden können und doch nichts von ihrer Verbindlichkeit verlieren. In diesem Fall kann und muss sich das Wort des Papstes durchaus gegen die Statistik und gegen den lautstark sich als allein gültig behauptende Macht der Stimmung stellen; das wird um so entschiedener geschehen können, je eindeutiger (wie im vorhin erwähnten Fall) das Zeugnis der Überlieferung ist. Umgekehrt wird Kritik an päpstlichen Äußerungen in dem Maß möglich und nötig sein, in dem ihnen die Deckung in Schrift und Credo bzw. im Glauben der Gesamtkirche fehlt. Wo weder Einmütigkeit der Gesamtkirche vorliegt noch ein klares Zeugnis der Quellen gegeben ist, da ist auch eine verbindliche Entscheidung nicht möglich; würde sie formal gefällt, so fehlten ihre Bedingungen, und damit müsste die Frage nach ihrer Legitimität erhoben werden.“

    Diese Sätze lassen sich sehr genau auf die momentane Situation der Kirche beziehen. Papst Benedikt hebt klar hervor, dass die Legitimation nicht allein auf dem Amt beruht, sondern in der Deckung in Schrift und Credo. Es ist also kompletter Unsinn, wenn neuerdings von den Anhängern Kardinal Kaspers behauptet wird, man dürfe päpstliche Entscheidungen nicht kritisieren, das sei Häresie.

    Das ist definitiv eine Finte!

    Zum Rücktritt Papst Benedikts erlaube ich mir, allen Kritikern sich in aufrichtiger Demut zu üben und vor allem abstoßende Kommentare zu unterlassen.

    • Das sind sehr interessante Zitate, die Sie da vorbringen!
      Sie müssen aber zugestehen, v.a. bei Ihrem drittletzten Abschnitt („Diese Sätze…“), dass genau darüber Uneinigket besteht und nicht erst Kasper eine Untastbarkeit päpstlicher Entscheidungen ausspricht.
      Kapser rekurriert damit nur auf die konservative Meinung, die v.a. im ausgehenden 19. Jh mit einer unglaublichen Vehemenz durchgeboxt wurde.
      Noch vor wenigen Jahren glaubten viele Konservative, der arme Papst würde doch von allen betrogen und missachtet, wo ihm doch der ungeschmälerte Gehorsam der ganzen Kirche zustünde!
      Man müsse nur wieder dem Papst gehorchen und dann werde alles gut.
      Wenn man auch jeden Bischof misstrauisch beäugte – dem Papst traute man nur das Gute zu.
      Dass der Papst vollkommen daneben liegen könnte, glaubte niemand bzw. wollte es – aufgrund des reaktionär verstandenen Dogmas von der Unfehlbarkeit des Papstes – nicht glauben.
      Die Kirche wird hier angesichts F.s also nur von ihren reaktionären Irrungen eingeholt.

      Was Benedikt hier formuliert tirfft natürlich, wenn man die wahre Tradition ansieht, zu, aber es gibt dafür keinen „Modus“, keine „Verfahrensanweisung“. Und durch die Zementierung des Papsttums hat man unterlassen, auch dieses wichtige Korrektiv formeller und damit „realisierbarer“ zu machen.

      Zur Zeit haben wir das Problem, dass zwar viele wissen, dass F. nicht der Papst ist, aber es gibt keine verbindliche Instanz, die das aussprechen und regeln könnte, zumal auch ein Großteil der Bischöfe keine Bischöfe mehr sind.

    • Zu Ihrem Demutsaufruf:

      1. Es ist immer ein schlechtes Zeichen, wenn man andere zur Demut aufruft. Demut ist nichts, was man „fordern“ und „erfüllen“ kann – v.a. man selbst dann nicht, wenn man sie bei anderen vermisst. Alleine das ist schon eine hochmütige Geste.
      Gott weiß, dass ich in meiner Natur keine Demut finde – möge Er sie mir geben. Und wenn ich denke: O jetzt bin ich demütig, dann ist das schon wieder Hochmut.

      Demut kennt sich also selbst nicht!

      2. Abstoßende oder herablassende Kommentare wie etwa der von @ smaragd sind natürlich nicht okay – wieso der Blitz in die Kuppel des Petersdomes eingeschlagen hat, wissen wir nicht und es ist abergläubisch, das nur über jede vernünftige Deutung der Fakten damals zu stellen.

      3. Eine sachliche Kritik am Rücktritt Benedikts muss möglich sein. Sie wird hier u.a. von @ J.R. Ratkaj vorgetragen.

      4. Die frühen Päpste wurden alle Märtyrer. Bereitwillig gaben sie – weil sie dieses Amt innehatten – wie der Herr ihr ganzes menschliches Leben. Es ist schon eine Frage, was eigentlich mit einem Papst los ist, der sich dem verweigert. Gibt es Gründe zu schweigen, hätte er bleiben müssen. Gäbe es uns Gläubigen etwas Wichtiges mitzuteilen, hätte er es kommunizieren müssen.
      So aber hat er uns im Regen stehenlassen.
      Das haben viele mit vollem Recht so empfunden.
      Beten tun wir alle und es sitzen Tausende von Schwestern in ihrer Klausur und haben ein Gebetsapostolat. Das der Papstes ist ein anderes, und er hatte es ja auch einmal angenommen!

      Für mich ist das irgendwie auch ein Ausdruck des männlichen Totalversagens, das Kardinal Burke so unfair den Frauen anlasten will. Nein: es ist der Mann, der zurückweicht, wo es nur geht. Und auch das wird sichtbar an Benedikt.

      Man muss das sagen dürfen: der Herr musste Mann werden, um dem Mann zu zeigen, was ein wahrer Mann ist. Er opferte sich als Mann total auf, damit er als Gott den Menschen retten kann. Das gefällt aber dem Mann nicht – er will sich nicht opfern, v.a. nicht total. Er will wer sein. Papst sein – gerne, wenn man dabei der Chef sein kann und schicke Klamotten tragen darf, Bücher schreiben, irgendwie unbehelligt bleiben. Aber bitte kein Stress und schon gar keine Totalerniedrigung, schließlich ist der Papst die „Elite“ (wie es Pius X. so schön betonte). Bloß: Was macht die katholische Elite? Folgt sie dem Herrn ans Kreuz oder dem Kaiser auf den weltlichen Thron? Ich finde das sehr verwirrend…

      Auch wenn man nicht genau weiß, was alles im Hintergrund schwelte – solange es uns keiner kundtut, habe ich auch keine Pflicht, Benedikts Rücktritt damit zu rechtfertigen, gewissermaßen spekulativ.

      Er hätte das nicht tun dürfen. Und je weiter die Zeit fortschreitet, desto deutlicher sieht man das!

      • @Zeitschnur:

        Nichts für ungut, aber auch ich erkenne in ihren Haltungen Feminismus heraus. Nicht erst, seitdem sie dem Heiligen Apostel Paulus bezüglich Adam und Eva de facto widersprachen.

    • Sie sind ganz schön anmaßend, verehrte @ zeitschnur.

      Zudem wechseln Sie je nach Belieben die Blickrichtung auf das Papstamt. Einerseits sehen Sie eine unzulässige Überhöhung des Amtes ins Göttliche und dann wieder reduzieren Sie das Papstamt auf ein politisches Amt. Das passt nicht zusammen.

      Offensichtlich fehlt das nähere Hintergrundwissen für ein richtiges Verständnis des Papstamtes. Ein Papst ist und bleibt Mensch, mit allen Fehlern behaftet. Gleichwohl ist das Papstamt in die Heilsgeschichte eingebettet. Das können Sie nicht administrativ erfassen oder bürokratisch sondern nur spirituell. Das Heilshandeln Gottes vollzieht sich auf einer uns verborgenen Ebene. Insofern muss Kritik hier Grenzen achten.

      Mit Ihrem Feminismus kann ich wenig anfangen.

      Die Unterstellung, Papst Benedikt habe mit seinem Rücktritt feige gehandelt, ist lächerlich. Papst Benedikt hat sehr nüchtern erkannt, dass ihm die nötigen Kräfte fehlen, insbesondere in einer Zeit, in der zersetzende Kräfte innerhalb der Kirche die Lehre beiseite zu schieben suchen. Leicht ist ihm der Schritt sicher nicht gefallen, aber so kann er durch seine Zwiesprache mit Gott im Gebet in die Heilsgeschichte hineinwirken.

      • Verstehen Sie eigentlich, was ich schreibe?
        Ich habe allmählich große Zweifel!
        Ich beschreibe Haltungen und Meinungen in der Kirche – das sind deshalb nicht meine Meinungen und füge gelegentlich eine wertende Meinung meinerseits zu dem Refierierten hinzu.
        Ich weiß, das fordert dem geschundenen und verachteten Intellekt der Vernunftverächter und Geist-Asketen eine enorme Leistung ab. Aber ohne diese Leistung können Sie mit mir nicht diskutieren.

        Denken Sie über den Unterschied zwischen einer referierten und einer eigenen Meinung nach.

        Das wird Ihnen den Zugang zu meinen Gedankengängen vielleicht ermöglichen.

        Und noch was:

        Auch unter Katholiken muss man nicht immer einer Meinung sein.
        Wenn ich also etwas schreibe, was Sie – vorausgesetzt Sie haben es überhaupt verstanden – so nicht überzeugend scheint, dann gehört das zum Spiel.
        Und es ist nichts Persönliches…

        Alle Ihre Schubladenversuche sind einfach nur albern und unter Niveau. Wer männliche Defizite beschreibt, ist noch lange kein Feminist.

        Ihre Schwarzweißmalerei ist zwar typisch für viele konservative Katholiken, aber deshalb nicht gut und schon gar nicht christlich.

        Sie werden damit leben müssen, dass Sie mich nicht in Ihre Lagerkategorien einsortiert bekommen.
        Und was daran zu bemerken ist: Das ist alleine Ihr Problem – nicht meines.

      • Wenn jemand andere ständig in Schubladen einsortiert, dann sind es doch mit Sicherheit Sie!

        Sie beschreiben auch keine männlichen Defizite, sondern polemisieren in arg vereinfachender Art und Weise, das muss man nicht erbaulich finden.

        Sollten Sie mich mit „Vernunftverächter“ meinen, dann kann ich nur herzhaft über Ihren Scherz lachen. Es ist leider nicht alles vernünftig, was sich als solches ausgibt.

        Ich will Ihnen natürlich nicht ihr Gefühl besonderer Klugheit nehmen.

        Aber wo ich nun Schwarz/Weiß male, wüsste ich dann schon gerne mal etwas konkreter.

      • Wir wissen überhaupt NICHTS über die Hintergründe, die zum Papstrücktritt geführt haben. Insofern ist ihr Aufruf zur Demut mehr als berechtigt. Natürlich hat dieser Rücktritt dem Papstamt schwer und vermutlich dauerhaft geschadet (wenn dieses Amt in seiner tradierten Form Bergoglio überhaupt überdauern sollte), gleichwohl können die Gründe Benedikts sehr ehrenwerte gewesen sein, bspw. wenn er im Rücktritt den einzigen Weg erkannt hätte, noch größeren Schaden von der Kirche abzuwenden. Ich glaube, von all den neunmalklugen Benediktkritikern in diesem Forum könnte sich kaum einer vorstellen, mit was für perfiden Methoden und Mitteln man einen Menschen unter Druck setzen kann, gerade dann, wenn er die Verantwortung für eine 2000jährige Institution und den Glauben von Millionen Menschen weltweit auf seinen Schultern trägt und diese Verantwortung auch wirklich zu tragen bereit ist. Es ist übrigens völlig Fehl am Platze, wegen des gegenwärtigen Okkupanten auf dem Stuhle Petri die Lehre vom päpstlichen Primat in Zweifel zu ziehen. Wie Sie so schön zitieren: da wo ein Amtsträger die aus Schrift und Tradition gespeiste Lehre der Kirche untergräbt oder abändert, hört er auf Papst zu sein. Weder muss noch darf man einem solchen „Papst“ folgen, sondern ihm vielmehr ins Angesicht widerstehen. Und da ein solcher Widerstand aus dem Heiligen Geist geboren wäre, würden sich mit ihm auch Wege eröffnen, solch einem „Papst“ das Handwerk zu legen. Gott wartet auf unsere Gewissensentscheidung, besonders auf die der Synodenväter, der Bischöfe und Kardinäle weltweit: Non possumus.

  18. @ die Diskutanten,
    zunächst einmal möchte ich dem Schlusssatz von Suarez voll zustimmen und ihm für die Worte danken:
    „Zum Rücktritt Papst Benedikts erlaube ich mir, allen Kritikern sich in aufrichtiger Demut zu üben und vor allem abstoßende Kommentare zu unterlassen.“ Da meine Zeilen für Verwirrung gesorgt haben, verweise ich nochmals auf den Inhalt meine Zuschrift. Eine sachliche und auch faire Rücktrittsdiskussion ist nur unter Berücksichtigung des Wortlautes der Declaratio Benedikts XVI möglich. Danach sagte Benedikt: Ich habe Euch zusammengerufen…um Euch eine Entscheidung von großer Bedeutung für das Leben der Kirche mitzuteilen. Über das Leben der Kirche könnte man eine lange Diskussion führen, aber es ist für mich eindeutig Heilsgeschichte. Wenn dem so ist, so können wir die Diskussion nur unter diesen Prämissen führen und nicht so tun, als habe Benedikt- wie ein Politiker Fahnenflucht begangen. Gestatten Sie mir noch einen wichtigen Hinweis aus der Declaratio. Er widmet sich jetzt nur mehr dem Opfer und Gebet, derweil er von der Zusage, die er Gott mit seiner Wahl gegeben hat, nicht mehr zurück kann. Die Konsequenz daraus ist, von seinem Amt (mit den Amtsgeschäften) als Bischof von Rom (s.Declaratio) ist er zurückgetreten, aber nicht von seiner besonderen Bindung als Papst an Gott. Er hätte diese Zusage zurückziehen können, tat es aber nicht. Coelestin V verfasste inhaltlich eine Andere Rücktrittsdeclaratio.
    @ fides vincit: Bis vor drei Jahren hätte ich Ihnen voll zugepflichtet. Aber wie beurteilen Sie den die Situation, wenn zwei als Päpste gewandete Herren bei der Heiligsprechung auf dem Petersplatz in Erscheinung treten, der eine in liturgisch aktiver Rolle und der andere eher passiv?
    Die entscheidende Frage ist doch, was ist mit den Schlüsseln des Himmelreiches? Glauben Sie , das der, welcher so Verworrenes und die Lehre entstellendes redet, so spricht, weil er die Schlüssel des Himmelreiches besitzt?

    • Benedikts Hinweis auf Opfer und Gebet sind doch ein klarer Fingerzeig auf Annahme eines Martyriums, die These der Fahnenflucht ist ein Paradoxon und absurd. Danke für Ihre Mahnung zur Besonnenheit in der Sache. Ihren Gedankengang mit den Amtsgeschäften finde ich sehr interessant, es hat leichte Parallelen zur Situation der deutschen Geschichte. Adolf ging nach Cordoba/Argentinien und Kanzler spielte Adenauer, in beiden Fällen ging es nur um die Piraterie der Amtsgeschäfte, das dabei die Wahrheit auf der Strecke bleibt ist mir als Katholik in beiden Fällen sehr verdächtig, Schwefelgeruch macht sich breit.

      • @zeitschnur

        Ich denke mit Ihrer These der Fahnenflucht schlussfolgern Sie zu voreilig, vielleicht auch verständlich emotional berührt, ich denke das es vielen so geht. Es ist doch die Frage wäre das Martyrium im Amt zu bleiben oder ist das Martyrium die Amtsgeschäfte niederzulegen! Da war Benedikt XVI. sehr unmissverständlich, und da bleibt uns nur ihm zu Glauben und zu Vertrauen, so hart es auch sein mag. Die Zeit wird die unbeantworteten Fragen lösen, es ist auch eine Frage der Geduld und Duldung der Situation. Würde er eines Tages einschreiten müssen, da ein vatikanisches Chaos Ausmaße annehmen würde, könnte er es tun ohne die geringste Schuld da er dazu genötigt worden wäre, aber das ist zu spekulativ. Wir kennen das doch alle aus der Kindheit, die Eltern geben eine Weisung, man versteht die Eltern vielleicht erst Jahre später aber ratsam zu hören ist es trotzdem.
        Sie kennen vermutlich den Ausspruch Seehofers „die die gewählt sind haben nichts zu sagen, und die was zu sagen haben sind nicht gewählt“, also ich weiß wie er es meinte und seine Formulierung war sehr clever, ja sogar leicht ironisch. Wir haben in Wirklichkeit 2 Regierungen aber nur eine ist momentan sichtbar für Sie, die andere wird bald sichtbar werden, da sich die Lage immer schneller zuspitzt. Die andere Regierung agiert über Konzerne und andere Strukturen, die hier mal aus Sicherheitsgründen egal sind, daher ist es auch verständlich das ein grüner Jungpolitiker der im Wehrausschuss (!) sitzt, keine Kenntnis davon hat das es HEL (Laser) Waffensysteme gibt aber diese Systeme sogar ohne sein Wissen 2016 in die Bundeswehr eingeführt werden wird. Ich amüsierte mich köstlich über diesen Politiker der wird sich bald richtig wundern, aber an dem Tag der Verwunderung wird er sich neue Arbeit suchen müssen. Beim Papsttum ist es gleich aber es ist es anders, die Differenz ist das der Amtsvorgänger sichtbar ist aber es ist absolut die gleiche Situation, er operiert nicht öffentlich aber könnte jederzeit voll weiter operieren und schalten und walten wie es für ihn nötig wäre, während öffentlich ein anderer amtsmäßig agiert aber nur in dem Rahmen der ihm gesetzten Möglichkeiten. Auf beiden Ebenen wird erst der Notstand die Dinge regeln, leider, so lange Geduld wahren. Apropos das mit dem österreichischen Gefreiten in Argentinien wird Ende des Jahres in den USA offiziell, es waren israelische Dokumentarfilmer, und Zeugenaussagen, die so gesehen den Amis Dampf gemacht haben, einen Teil der Wahrheit zu entschleiern.

      • @ Heinrich

        …bloß habe ich nirgends geschrieben, dass Benedikt Fahnenflucht begangen hat. Ich sagte, er hätte das nicht tun sollen. Und das ist was anders…

        Und das darf man sagen. Sorry – aber das bisschen Freiheit der Gedanken gibt es sogar in der Kirche…

      • @zeitschnur
        Ja Verzeihung, mit der Fahnenflucht das war ein anderer Teilnehmer, meine Augen, mea culpa. Mit seiner Emerierung gehe ich auch nicht konform, es offenbart zu sehr die innerkirchlichen Grabenkämpfe und jeder wird daran beteiligt selbst Nichtkatholiken. Unter Benedikt waren die Schäden in der Kirche definitiv geringer sichtbar aber wie ich unten (9.10./14:58) schrieb die Verwirrungstaktik war schon bei Benedikt die gleiche wie bei Tango Franze. Es kommt einem vor als tragen welche den Ehekrach öffentlich aus, und so etwas ist reine Angelegenheit der Ehepartner, und ehelich korrekt so verfuhr Benedikt, intern Lösungen suchen und nicht auf dem Kirchplatz das Nudelholz werfen.

    • @Dr. Dieter Fasen:

      Es kann nur einen rechtmäßigen Papst geben, weil Christus dieses Amt so eingerichtet hat. Daran kann niemand etwas ändern, und daran hat sich auch vor drei Jahren nichts geändert.

      Zu Ihren Fragen:

      1. Diese Situation halte ich für katastophal – und zwar u.a. aufgrund des oben angeführten Sachverhaltes. Sie ist geeignet, Verwirrung und Ärgernis zu stiften.

      2. Die Binde- und Lösegewalt ist Bestandteil des Papstamtes. Wenn ein Papst sich in der von Ihnen beschriebenen Weise verhält, dann geschieht dies nicht aufgrund der Binde- und Lösegewalt. Vielleicht war Ihre Frage aber eher so gemeint, ob denn etwa ein Mensch, der sich in der von Ihnen beschriebenen Weise verhält, tatsächlich Inhaber des Papstamtes sein kann. Und hier müßte man eben differenzieren, zunächst bezüglich der formellen, dann auch nach der materiellen Qualität der jeweiligen Aussagen. Das kann nicht gut im Rahmen eines Kommentars in diesem Forum geschehen – und das wird wohl auch eine nicht allzu leichte Aufgabe für künftige Theologen, namentlich für Apologeten und Fundamentaltheologen sein.
      Aussagen eines Papstes können eine ganz unterschiedliche Wertigkeit bzw. formale Verbindlichkeit haben. Eine Erklärung ex cathedra etwa, eine sonstige unfehlbare Entscheidung, die fide ecclesiatica credenda wäre (z.B. „Ordinatio sacerdotalis“ von Johannes Paul II.), eine sonstige „bloß“ authentische Ausübung des Lehramtes usw., bis hin zu bloßen Privatäußerungen (dazu gehört z.B. – nicht „faktisch“, aber theologisch-formal – jedes Interview). Dann ist zu berücksichtigen, daß Irrtum eben nicht gleich Irrtum ist. Ein Irrtum kann mehr oder weniger schwerwiegend sein, je nachdem er sich mehr oder weniger weit von der Wahrheit entfernt, aber auch nach dem jeweiligen Sicherheitsgrad der Lehre, gegen die der Irrtum verstößt. Die Theologie kennt hier sehr genaue Unterschiede, die man als theologische Zensuren bezeichnet (z.B. häretisch, irrig, irrtumsnahe, verwegen, verfänglich, fromme Ohren verletzend usw. – jede dieser Zensuren bezeichnet eine bestimmte Art des Irrtums oder zumindest eine unangebrachte bzw. falsche Ausdrucksweise).

      Was nun Bergoglio betrifft, bin ich nicht kompetent, die Unzahl von Merkwürdigkeiten, Ärgernissen, Katastrophen,Zweideutigkeiten usw. seines Ponitifikates präzise zu qualifizieren. Das sollen und werden Berufenere tun. Möglicherweise schafft aber Bergoglio selbst in den nächsten Wochen eine Situation, in der es offensichtlich werden wird, daß er das Papstamt verloren hat.

  19. Liebe Marienzweig: danke für Ihre Antwort.

    Papst Benedikt selbst sagte, daß er in Bezug auf einen Rücktritt von den Amtsgeschäften, aber nicht vom Papstamt als solchem, das alles im Gebet vor Gott gebracht habe. Und er wird schon dann eine entsprechende Eingebung erhalten haben. Das kann gar nicht anders sein.
    Benedikt konnte diesen Ansturm des Verkehrten beim besten Willen nicht mehr abwehren. Das hätte niemand gekonnt.

    Sein (halber) Rücktritt wird sicher das Beste gewesen sein für die Kirche. Der Blitzeinschlag in der Petersdomkuppel ist für mich ein göttliches Zeichen dahingehend, daß jedermann sehen kann, daß die Kirche gespalten ist. Dieser Einschlag erfolgte ja nach der Rücktrittserklärung und ist ein Beweis dafür, daß Benedikt richtig gehandelt hatte und daß durch seinen Rücktritt jetzt alles offenkundig wird, was bis zu dem Zeitpunkt nur halblaut gesagt wurde.
    Durch seinen Rücktrittt kann die falsche Partei endlich ihre Masken fallen lassen- und tut das ausgiebig. Wie viele Priester offenbaren sich ungeschminkt als Anhänger der Irrlehren!? – Das gabs ja bis dahin nicht so. Jetzt kommt durch den (halben) Rücktritt Benedikts, der mit Einverständnis des Himmels geschah, alles ans helle Tageslicht.

    Papst Benedikt wird sicher noch von sich hören lassen.

  20. @ Dr. Dieter Fasen

    Nun enthält aber doch gerade die Rücktrittsdeclaratio Benedikts diese Schizophrenie, die von den Kritikern dieses Rücktritts auch benannt wird. Auch Sie benennen diese Schizophrenie, ordnen Sie aber nicht dem zu, der sie verursacht hat: Benedikt.

    Man darf dann nicht nur die Erklärung ansehen, sondern auch Benedikts Versprechen, sich inallem dem Nachfolger zu unterwerfen, fortan zu schweigen, nicht mehr gesehen zu werden etc.

    Verzeihen Sie vielmals – aber das ist in sich absurd: ein Papst, der Papst bleiben will, sich aber dem nachfolger vollkommen unterwerfen will. Alleine das geht nicht nach der Lehre der Kirche. Der Papst ist der Papst und kann keinem anderen Papst unterworfen sein. Punkt. das ist schnell gesagt und auch ebenso schnell zu verstehen.

    Was man nicht versteht, ist, dass Benedikt uns in einen solchen Irrsinn gestürzt hat, der sich dergestalt auswirkt, dass wir uns nun seinetwegen gegenseitig niedermachen, missverstehen, im Kaffeesatz seiner mageren Schlussworte suchen, ob wir etwa dort die Erklärung finden für das, was unerklärlich ist.

    So sieht es aus, wenn die Vernunft in der Kirche erloschen ist und jeder seinen Individualerkenntnissen folgt – angefangen vom Papst, weitergemacht über die Bischöfe bis hinunter zu den Laien.

    Es gibt Regeln, auch für den Papst, aber was macht man, wenn er sich nicht dran hält?
    Dafür gibt es leider keine Regeln und das ist auch unser eigentliches Problem in der Kirche als sichtbarer Institution.

    • @ zeitschnur

      Sie wollen nicht verstehen!

      Sie übersehen immer wieder, was „Emeritus“ meint. Papst Benedikt XVI. Emeritus hat sich ins Gebet zurückgezogen. Er hat zwar die Amtsgewalt an seinen Nachfolger abgegeben, die wiederum immer an den Glauben der Kirche, so wie er von der Kirche in allen Zeiten geglaubt und bezeugt wurde, gebunden bleibt, jedoch nicht die Zwiesprache mit Gott im Gebet eingestellt.

      Mir scheint, Sie haben ein grundsätzliches Problem mit Glauben, der soll Ihnen Wissen sein.

      • Der letzte Satz ist überflüssig und ungehörig – nicht jeder, der anders denkt als Sie, bzw. eine Sache anders auffasst als Sie, hat ein „Problem mit dem Glauben“. Was hat überhaupt das eine mit dem andern zu tun?
        Mich deucht, Sie wollen ein wenig Gott spielen und den ewigen Richter spielen.
        Welches Glaubensproblem auf der dogmatischen Ebene habe ich denn?

        Was Sie da so neunmalklug schreiben, ist eben nicht unumstritten, da er nach wie vor als Papst in Erscheinung tritt – darauf verweist ja auch @ Dr. Dieter Fasen, und da er das Gebet eben nicht als Laienapostolat auffasst, sondern ausdrücklich als Bestandteil seines Apostolates als … Papst.

      • @ Reinhold

        Wie im Sandkasten – wenn es nicht mehr ganz hochreicht bis zum Geist, dann kann man immer noch dem andern die Zunge rausstrecken.
        Bravo, Meister!

      • @zeitschnur

        Und wann hören Sie auf damit, anderen die Zunge herauszustrecken?

        Wo bleibt Ihre Sachlichkeit, wenn es darum geht, die von der Aufklärung gesetzten Prämissen zu hinterfragen. Dann werden Sie in steter Regelmäßigkeit zornig und polemisch.

        Bitte erklären Sie mir, welche Errungenschaften die Aufklärung, abgesehen von technischer Erfindungsgabe, der Menschheit konkret gebracht hat. Hat die Aufklärung den Menschen nun in irgendeiner Weise erlöst, hat sie das konkrete Leid der Menschen, wenn man von kleinen Inseln der materiellen Seligkeit absieht, aufheben können?

        Und welche Rückwirkungen hatte die Dynamik der technischen Revolution auf die Humanität? Etwa nur positive oder überwiegen da nicht ganz eindeutig die negativen Rückwirkungen, wie seit dem Ersten Weltkrieg überdeutlich zu sehen.

        Und welchen qualitativen Fortschritt hat es im Sittlichen seit der Aufklärung gegeben – können Sie hier mal Konkretes vorbringen? Wurde die Menschheit durch die Aufklärung kulturell gehoben? Etwa durch die Pop- und Rock“kultur“?

        Hat sich nicht das ganze Menschenbild seit der Aufklärung hin zum Tierhaften verschoben. Statt sich zu erheben, hat sich der Mensch durch die Aufklärungsideologie niederdrücken lassen.

      • @ Suarez

        Mir ist die Zeit zu schade für Ihr ungehöriges Gefasel ad personam!

        Ich bin im Forum eine der wenigen, die ihre Behauptungen auch begründet.

        Sie wollen hofiert werden für Ihre „Erkenntnisse“. Sobald jemand einige Einwände formuliert, geht der Rollladen herunter und Sie werden persönlich.

      • @ zeitschnur

        Sie müssen bezüglich „Gefasel ad personam“ nicht von sich auf andere schließen!

        Die von mir konkret gestellten Fragen können Sie offenbar nicht beantworten. Insofern schweben Ihre „Begründungen“ in der Luft.

        Es geht mir nicht um Lob oder Hofiert-werden sondern darum, die Selbstgerechtigkeit des aufklärerischen Vernunftverständnisses als solches auch aufzuzeigen.

        Klar dass Sie da böse werden, stellt doch die Aufklärung für Sie den Rettungsanker dar. Das Problem ist nur, dass dieser Anker keinen Grund findet, auf dem er sich verankern könnte, da der Aufklärung erklärtermaßen Aussagen über Sinn fremd sind. Das Schiff Aufklärung treibt eben ziellos auf dem Meer der abstrakten Erkenntnis und findet kein Land. Einzig die Fata Morgana des Fortschrittes, also einer ins Unendliche projizierten Hoffnung, hält die Crew an Bord.

    • Sehr geschätzte Fr. Zeitschnur,
      Erneut bringen Sie es treffend und prägnant auf den Punkt. Auch Ihren übrigen Kommentaren in diesem konkreten thread möchte ich vollumfänglich beipflichten.
      Sie argumentieren auf solider Grundlage des überlieferten Glaubens, der Vernunft und der Kanonistik. So wie es die Alten taten. Freilich wird man deswegen hier gescholten weil naive Träume, alberne Emotionalität und infantile Anhänglichkeit gegenüber einer Person den Blick auf das Konkretum und den Realzustand nicht mehr möglich machen. Die Verwirrung innerhalb der Konzilskirche ist mittlerweile in ein Stadium getreten in welche eben die oben genannte Schizophrenie vollends überhandgenommen hat.

      • Herr J.G.Ratkaj, Begriffe wie „alberne Emotionalität“, „infantile Anhänglichkeit gegenüber einer Person“, „naive Träume“ im Zusammenhang mit dieser Diskussion wundern mich bei Ihnen sehr. Ja, Schizophrenie… „in der Konsilskirche“, sagen Sie und Zeitschnur…, Gott beschütze Sie.

      • Wissen Sie, wenn man wie ich 1972 geboren ist und lange nix anderes kannte als die Konzilskirche, dann hat man nicht mehr erlebt, wie „es die Alten taten“, dann muss man sich erst mühsam durch die ganzen Widersprüchlichkeiten durchkämpfen – und wenn Sie uns dann als doof oder infantil abkanzeln hilft das auch nicht weiter. Und wenn ich Zeitschnur richtig lese, dann gab es dieses „wie es die Alten“ taten vor dem „Pastoral-Konzil“ ja auch schon nicht mehr… also was würden Sie meiner Generation konkret raten? Ihr seid alle Deppen, okay, nehmen wir mal an, ich teile ihre Diagnose, was wäre die Medizin? FSSP oder FSSPX würden ja auch unter Schizophrenie fallen nach dieser Logik. Innere Emigration? Wo soll ich am Sonntag das Messopfer besuchen? So sehr mich die akademische Debatte hier anspricht, was mach ich konkret mit meiner Familie?

      • @ kostantinov
        Ich denke man muss sich darüber im Klaren sein, dass auf dieser Welt alles, auch die Kirche, im Vorläufigen ist,.
        Im Grunde hat sich seit den Zeiten Jesu nicht viel geändert, um ihn herum sind Phariäser, Sadduzäer (die glaubten schon damals nicht an ein Leben nach dem Tod),wundersüchtiges Volk, Gerufene, die ihn nicht verstanden, und ab und an begriff ein Heide, um was es geht.
        Ich denke mittlerweile, man muss aufhören nach der perfekten Gruppierung, hier auf dieser Welt zu suchen. Selber, gerade wenn man Kinder hat, zusehen, dass man dahin geht „wo man noch hingehen kann“, sich von Sünde und Hochmut fernhalten, und tun was eben geht.
        Weil wie heißt es in der Schrift: „Durch vielerlei Drangsale gelangt ihr in das Reich Gottes“.
        Das bedeutet nicht, dass die Kritik an der Kirche, wie sie sich aktuell präsentiert verkehrt ist, aber s.o.

      • „also was würden Sie meiner Generation konkret raten? Ihr seid alle Deppen, okay, nehmen wir mal an, ich teile ihre Diagnose, was wäre die Medizin? FSSP oder FSSPX würden ja auch unter Schizophrenie fallen nach dieser Logik. Innere Emigration? Wo soll ich am Sonntag das Messopfer besuchen? So sehr mich die akademische Debatte hier anspricht, was mach ich konkret mit meiner Familie?“

        Beten (bes. den Rosenkranz), den Glauben bewahren und ausharren sowie am Sonntag die Messe (möglichst) in Ihrer Heimatpfarrei besuchen.

      • @Kosta

        1. Zitat fides vincit: „Gott wird alles letztlich zum Guten lenken. Wie und nach welchen eventuell noch ausstehenden Katastrophen, weiß Er.“

        2. wie von Hr. Ratkaj empfohlen: täglich den Rosenkranz beten.

        3. “ :regelmäßiger Sakramentenempfang (dürfte in Ihrer Pfarrei durchaus „möglich“ sein 😉

      • @ J. G. Ratkaj

        Schon wieder wird fröhlich Glaube, Vernunft und Überlieferung vermengt, ohne dass auch nur ansatzweise eine begriffliche Klärung vorläge. Wenn Sie allein die differierenden Auffassungen von „Katholizität“ auf der jetzigen Synode betrachten, dann müssten Sie mit solchen Aussagen schon vorsichtiger sein. Und der Begriff der Vernunft bedarf erst recht einer Klärung. Welche begriffliche Bestimmung ziehen Sie heran; die der radikalen Kritik? Darin hat christlicher Glaube keinen wirklichen Platz, wie wir heute immer deutlicher sehen. Die Aufklärung ist dem Glauben gegenüber nicht indifferent, sondern ihm eindeutig feindlich gegenüberstehend. Oder meinen Sie eine sich nicht verabsolutierende Vernunft, die Glaube nicht infrage stellt? Wie sieht aber die Vermittlung von Glaube und Vernunft konkret aus? Wie definiert sich dabei Vernunft? Können Sie das hier einmal näher darlegen? Und wer bestimmt überhaupt, welche geschichtliche Vermittlung (Überlieferung) des Glaubens die richtige ist? Sie? Die Überlieferung? – Welche? Was ist mit Heil gemeint, etwa ein vernünftiger Zustand im Sinne der Aufklärung?

      • Ergänzend zu Herrn Carlos Kommentar, den ich vollinhaltlich beipflichten möchte.
        Der Rosenkranz ist der Weg schlechthin um sich Gott zu nähern und auf seinen Wegen zu bleiben. Er ist die von der Muttergottes gelebte Christologie. In Maria finden wir das ideale Universum , in welchem wir Christus betrachten können: wie er geboren wird, wie er im Tempel dargestellt wird, mit den Schriftgelehrten disputiert, wie er Todesqualen leidet im Garten von Gethsemane, gekreuzigt wird, am Kreuze stirbt, aufersteht, zum Himmel auffährt und den Heiligen Geist sendet.
        Ohne jetzt eine Diskussion über Padre Pio da Pietrelcina enfachen zu wollen möchte ich nur auf die letzten Worten und Anempfehlungen dieses Seraphen Mariens verweisen: “ Liebet die Muttergottes und verbreitet diese Liebe! Betet immer den Rosenkranz!“

      • Lieber Kostadinov,
        ich denke, der Versuch Glaube aus der Vernunft destilieren zu wollen, wie heute oft zu sehen, muss scheitern. Unsere Kirche leidet ja gerade daran, dass sie sich zur Magd der Aufklärung gemacht hat und dabei den Glauben immer mehr auf ein Abstraktum reduzieren ließ, so das die lebendige Glaubenserfahrung stets weiter verkümmerte. Wenn man Kardinal Kasper über „Barmherzigkeit“ referieren hört, dann hört man einen Philosophen, keinen Theologen. Wie im Marxismus sind Theorie und Praxis lediglich im Kopf des Referenten zur Deckung gebracht und zwar durch eine abstrakte Glaubensutopie. Auf einem solchen „Glauben“ kann man nicht bauen, schon weil die wichtigste Frage, die nach dem Sinn des Todes, nicht beantwortet ist. Wenn christlicher Glaube überhaupt wieder in die Seele des Menschen Eingang finden sollte, dann nur, wenn die Aufklärungsideologie einer radikalen Kritik unterzogen wird. Erst wenn deutlich wird, dass der Kaiser nackt ist, wird der Glaube auch wieder vernommen, so übertönt der von der Aufklärungsideologie geprägte Zeitgeist das Wahrnehmen des Göttlichen. Wir sind, was den Glauben anbetrifft, taub und erblindet. Wir tappen in unseren abstrakten Denkwelten herum und pochen darauf, dass wir uns selbst erlösen wollen.

      • @ Kostantinov

        Das sehe ich wie einige meiner Vorredner: Leo XIII. war der begnadete Lehrer, der auch das Lehramt innehatte, der in fast 20 Lehrschreiben allen Gläubigen das Beten des Rosenkranzes fast beschwörend ans Herz legte.
        Er hielt es für das letzte wirksame Kampfmittel.
        Ich persönlich glaube das auch und halte ihn darum auch für den letzten großen Papst. Keiner nach ihm hat es für nötig befunden, dies weiterzuführen. Nach ihm setzte man in Rom auf das „Fleisch“ und seine Weisheit. Und so sieht es aus.

        Mir sind die – so scheint es mir jedenfalls – tiefsten Erkenntnisse beim Rosenkranzbeten aufgezeigt worden.
        Keine Erkenntnisse über die Zeitübel oder die große Politik oder Problemlösungen für die Kirche hier und heute, aber Erkenntnisse über die Menschwerdung Christi, sein Sühneopfer für uns und die ungeheuerliche frohe Botschaft, dass er uns damit auf seine Augenhöhe gestellt hat. Ich finde das atemberaubend, v.a. den Schluss, wo er Maria in den Himmel aufnimmt und neben sich… mir stockt wirklich der Atem … NEBEN sich krönt. Genauso wird es ja auch in vielen älteren Bildnissen dargestellt. Er hat uns irgendwie, auf eine geheimnisvolle Weise , in seine Gottheit inkludiert. man kann das gar nicht denken, aber es kann nicht anders sein nach der Lehre.
        Man kann sich da nur unwürdig fühlen… aber er macht sich darum uns zur Würde. Er ist unsere Würde.

        Wer das sieht, erkennt mit einem Schlag auch, welch überragende und ganz eigenständige Rolle Gott der Frau gegeben hat, so dass sie sich überhaupt nicht leidsehen müsste an einem ohne durch Machtgeilheit verfremdeten Priestertum.
        Aber viel mehr noch führt uns unsere Mutter vor, wo Gott seine geliebte Braut (also alle die Ihm gehören) haben will.

        Das kann man doch festhalten und Jesus bitten, einem dies zu erhalten für immer und ewig.

  21. [...]
    6 Denn fortan will ich die Bewohner des Landes nicht mehr schonen, ist der Spruch Jahwes. Vielmehr will ich nun selbst die Menschen ausliefern, einen jeden in die Gewalt seines Hirten und in die Gewalt seines Königs; die werden das Land zerschlagen, und ich werde niemanden aus ihrer Gewalt befreien.
    7 Da weidete ich die Schlachtschafe für die Schafhändler und nahm mir zwei Hirtenstäbe, - den einen nannte ich "Huld" und den andern "Verbindung". Als ich nun die Schafe weidete
    8 und in einem Monate die drei Hirten weggeschafft hatte, wurde ich ihrer überdrüssig, und auch sie hatten einen Widerwillen gegen mich.
    9 Da sprach ich: Ich mag euch nicht länger weiden. Was stirbt, mag sterben, was zu Grunde geht, mag zu Grunde gehen, und was dann noch übrig bleibt, mag sich gegenseitig auffressen!
    10 Dann nahm ich meinen Stab "Huld" und brach ihn in Stücke, um meinen Vertrag, den ich mit allen Völkern geschlossen hatte, zu lösen.
    11 Als er nun an eben jenem Tage gelöst wurde, da erkannten die Schafhändler, die mich beobachteten, daß es Jahwes Wort war.
    12 Darauf sprach ich zu ihnen: Wenn es euch gefällig ist, so gebt mir meinen Lohn, und wenn nicht, so laßt es bleiben! Da zahlten sie mir meinen Lohn aus - dreißig Silbersekel.
    13 Jahwe aber befahl mir: Wirf ihn in die Schatzkammer, den herrlichen Preis, dessen ich bei ihnen wert geachtet ward! Da nahm ich die dreißig Silbersekel und warf sie im Tempel in die Schatzkammer.
    14 Dann brach ich auch meinen zweiten Hirtenstab, "die Verbindung", in Stücke, um so die Brüderschaft zwischen Juda und Israel aufzulösen.

    15 Hierauf befahl mir Jahwe: Nimm dir nun noch das Gericht eines thörichten Hirten;
    16 denn fürwahr, ich selbst will im Land einen Hirten erstehen lassen, der nach dem, das im Begriff ist, zu Grunde zu gehen, nicht sieht, das Verirrte nicht aufsucht, das Verwundete nicht heilt, das noch Gesunde nicht versorgt, das Fleisch der fetten Tiere verzehrt und ihnen die Klauen zerreißt.
    17 Wehe über den nichtsnützigen Hirten, der die Herde im Stiche läßt! Verderben über seinen Arm und sein rechtes Auge! Sein Arm müsse gänzlich verdorren und sein rechtes Auge völlig erlöschen!
    (Sacharja)

  22. Der langen Rede kurzer Sinn: Es gibt Papst-Benedikt-Versteher und P.-B.-Kritiker.
    Der liebe Gott ist zu 100 % auf der Seite der ersteren! – Es nützt nichts, sich in wilden Spekulationen zu verlieren!

    • na dann erklären Sie mir doch mal bitte, was das alles soll?
      Ich habe damals mit dem Rücktritt so verstanden, dass ein alter, erschöpfter Mann in Ruhe und Frieden sterben wollte und das nicht, wie sein Vorgänger, sozusagen im Schaufenster der Medien, tun wollte.
      Auch und wenn ich es schon damals besser gefunden hätte, die Amtsgeschäfte zu delegieren und sich als Papst, wie viele Päpste davor, zurückzuziehen, ergab das für mich Sinn.
      Wir haben also die fast absurde Situation, dass der Pater Familias seiner Familie,, der Kirche, keine andere Wahl gelassen hat, als sich einen anderen Pater Familias zu wählen, also die ganze Kirche sozusagen wiederverheiratet geschieden ist.

      • @ zeitschnur
        Sie machen sich lächerlich mit ihrem Gelache! Seitdem Sie posten, halten Sie es so: „Es gibt immer nur zwei Meiungen: Meine und die falsche!“
        Dieses Bekenntnis kann niemand in Zweifel ziehen und macht Ihnen niemand streitig!

      • @ Suarez

        Keep cool! Regen Sie sich doch einfach mal ab… Ich bin nicht Ihr Feind, nur weil Sie mich dazu machen wollen, okay?

        Ich weiß, dass die Zustände in der Kirche uns alle aufreiben. Ich stehe da ja nicht außerhalb!

        Da einzige, worauf ich Sie eigentlich aufmerksam machen will ist, dass die Aufklärung nicht DER Schlüssel, oder besser: nicht der Universal-Schlüssel zum gegenwärtigen Desaster ist.

        Was Sie und sehr viele Tradis unterschätzen m.E. ist die Tatsache, dass das Böse keine Struktur hat und nicht verortet werden kann in dieser Welt. Es lässt sich nicht „schnappen“ und „dingfest“ machen.
        Sein Wesen ist die Form- und Strukturlosigkeit. Es ist Ungeordnetheit in jeder Hinsicht.

        Was der Mensch tut, ist unvollkommen. Was er meint, ist immer mit einem Makel besetzt.
        Die Makellosigkeit der Kirche besteht nicht darin, dass ihre irdische Gestalt mit allen Taten und Untaten vollkommen gewesen wäre.
        Die Makellosigkeit der Kirche ist alleine Christus.
        So, wie die Makellosigkeit der Gottesmutter Gott ist, den Sie zu tragen und zu gebären gewürdigt wurde.
        Das Gleichnis vom Unkraut und vom Weizen (von alters her auf die Kirche in der Welt gedeutet, s. Römischer Katechismus hinten bei den Predigtanweisengen für die einzelnen Bibeltexte) führt uns vor Augen, dass der Weizen wild verwuchert mit dem Unkraut. Es ist uns verboten, das „reinigen“ zu wollen, weil die Wurzeln beider Pflanzen ineinander hängen und das Ausreißen des einen auch das Ausreißen des anderen bedeutete.

        Es ist ein tiefes Bild: Die Wurzeln hängen zusammen. Es ist nicht derselbe Same, aber beide Gewächse kommen – fürs unvollkommene Auge – aus derselben Wurzel.
        Dieses Gleichnis meinte das, was das Dilemma der Kirche in der Welt sein würde.
        Bei vielem musste das Böse erst ausgären, bevor man es erkannte – ja: schmerzlich ist es, aber man kann es nicht leugnen: Auch in der Kirche.

        Die Schrift sprich jedoch von einem „mysterium“ des Bösen.

        Sie wollen immerzu festlegen, wo dieses Böse „sich versteckt“. Sie machen dabei denselben Feler wie Pius X., der dieses Versteck im „Modernismus“ witterte und in einem gigantischen fleischlichen Werk denselben ausreißen wollte – er gab damit der Kirche aber nur den letzten Rest, weil damit auch das Gute gelähmt wurde.

        Man kann das Böse punktuell natürlich nennen, aber sobald man pauschale Ausagen machen will, kippt man ab in das, was uns nicht erlaubt ist.

        Die Kirche hat daher immer Lehrsätze und einzelne Werke oder Aussagen verurteilt und niemals global komplett geistige Bewegungen. Sie konnte auch Sätze eines und desselben Mannes verurteilen UND für gutheißen!

        Das sollte uns das Vorbild zu einem wahrhaft katholischen Denken sein: Differenzierung, Wahrhaftigkeit, Vorurteilslosigkeit, kein Ansehen der Person.

      • @ zeitschnur

        Schön!

        Und welche objektive Ordnung kennt die Aufklärungsideologie?

        Keine!

        Sie prahlt auch noch damit, keine zu kennen!

        Genau besehen, hat die Aufklärung das Böse im Bewusstsein – nicht faktisch natürlich – zum Verschwinden gebracht, denn wo es keine objektive Ordnung gibt, kann es auch keine objektive Ungeordnetheit geben.

        Darum fühlt sich ja die Aufklärung vom von ihr erzeugten Grauen auch nicht weiter betroffen: Opfer für den „Fortschritt“ müssen eben in Kauf genommen werden.

        Und welche „Struktur“ hat der Fortschritt, der sich in der Gender-Ideologie ausdrückt?

        Die Furie des Verschwindens ist und bleibt ein Kind der Aufklärung.

      • @ Reinhold
        Richtig! Das Problem Zeitschnurs ist unübersehbar. Mich deucht, es rührt aus ihrer Sandkastenzeit her. Es muss die „Machtgeilheit“ von Knaben im koedukativ bespielten Sandkasten gewesen sein! Da ihr seitdem alle Männer, auch Priester und vor allem die Päpste seit Leo XIII. verfremdet erscheinen, trachtet sie nach deren Erniedrigung und betreibt stattdessen Selbsterhöhung. Da stockt einem wirklich der Atem.

      • Hey, sophus, Sie sind ein Witzbold, aber vielleicht sollte man sich die Weisheit auch nicht einfach ungebremst anmaßen… – Reinhold antwortete hier ausnahmsweise mal nicht auf mich. Hahaha!

        Im übrigen – was er mit seinen mirakulösen Worten wohl gemeint haben könnte, steht in den Sternen. Oder im Männerhoroskop.

    • @Pia

      Mal im ernst, diese Verwirrung von Tango Franze mal einen Tag was Gutes und am nächsten Tag mal ordentlich in den Hundehaufen treten, war das bei Benedikt soviel anders? Ich erinnere nur mal an die diabolische Vorgehensweise gegenüber der FSSPX mit total polar entgegengesetzten Forderungen in Verhandlungen zu treten. Ist das nicht die gleiche Methode Verwirrung zu stiften wie es Tango Franze macht? Rom ist gefallen, es muss brennen, damit der unfruchtbare Ast vom Weinstock abgeschnitten wird, die Kirche wird es überleben. Das wahre Rom ist momentan sowieso in der Schweiz, von daher… .

  23. @ Zeitschnur
    Umsonst gelacht, Ungnädigste!
    Wenn Frau sich an Gelesenes – und sei es Verdrängtes – erinnerte, wäre auch sie, bevor sie losbabbelte, im Vorteil!
    Reinhold sagte am
    8. Oktober 2015 um 21:25 lapidar:
    „Das Problem Zeitschnurs ist doch unübersehbar.“
    Reinholds weise Erkenntnis zu erklären, durfte ich mir durchaus „einfach ungebremst anmaßen“, denn es gab ohne Heranziehung eines Männerhoroskops eine plausible Lösung für Zeitschnurs „Unübersehbare Probleme“: Traumatische Erlebnisse mit „machtgeilen“ Knaben im Sandkasten! Die Übertragung der Traumata auf die Kirche mit ihrem männlichen Personal, verbunden mit den folgerichtigen Ab-und Aufwertungen, ist für eine frühtraumatisierte Frau doch nur konsequent, nicht wahr?

  24. Zeitschnur streut hier einmal mehr ihre absonderlichen Thesen unter die Diskutanten. das kennen wir ja zur Genüge. Worum hier eigentlich gestritten wird, wird immer unklarer dank der Sandkastenspiele einiger weniger.

  25. Aus gegebenen Anlaß, fällt mir eine ALT – BERLINER Stammtischweisheit ein: Ick weeß allet – mir kann keener.

  26. Danke geehrter @Suarez für Ihre Ausführungen. Ich möchte Ihnen beipfllichten, in dem, was Sie sagen. Das hat alles Sinn und Grund. Sie sagen die Wahrheit.
    „Aufklärung“ ist ein Begriff, um gerade eben die Menschen zu verwirren. Sie war und ist eine Magd des Bösen.

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