Papst Franziskus erklärt Absolution durch Piusbrüder für legitim und gültig

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Heiliges Jahr der Barmherzigkeit: Beichtsakrament durch Piusbrüder gültig und rechtmäßig

(Rom) Beichte bei einem Priester der  Priesterbruderschaft St. Pius X. und Lossprechung durch einen solchen besitzt volle Gültigkeit und Rechtmäßigkeit. Dies gab Papst Franziskus heute bekannt.

Wie das Presseamt des Heiligen Stuhls erklärte, hat Papst Franziskus für das Heilige Jahr der Barmherzigkeit festgelegt, daß die Verwaltung des Beichtsakramentes durch Piusbrüder rechtmäßig ist und die Lossprechung volle Gültigkeit besitzt.

Verschiedene Bischöfe haben dem Papst über die Gläubigen berichtet, die Meßorte der Piusbruderschaft besuchen, über deren guten Glauben und Sakramentenpraxis, aber auch ihrem Unbehagen in einer „pastoral schwierigen Situation zu leben“, so Papst Franziskus.

„Ich hoffe, daß in naher Zukunft Lösungen gefunden werden können, um die volle Gemeinschaft mit den Priestern und den Oberen der Bruderschaft wiederherzustellen. In der Zwischenzeit, angetrieben vom Bedürfnis dem Wohl dieser Gläubigen zu entsprechen, lege ich durch meine Anordnung fest, daß jene, die im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit das Bußsakrament bei Priestern der Priesterbruderschaft St. Pius X. nützen, eine gültige und rechtmäßige Absolution von ihren Sünden erhalten“, so Papst Franziskus in der veröffentlichten Erklärung.

„Im Vertrauen auf die Fürsprache der Mutter der Barmherzigkeit vertraue ich ihrem Schutz die Vorbereitung auf das außerordentliche Heilige Jahr an.“

Text: Giuseppe Nardi
Bild: InfoVaticana

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2 Kommentare

  1. Wer und wo wohl „diese Gläubigen“ [der Priesterbruderschaft] sind, die dem Bischof der betreffenden Diözese von ihrem Unbehagen, in einer „pastoral schwierigen Situation zu leben“, berichtet haben? Man könnte meinen: in rauen Mengen, dass sie es – in sehr eigenartig anmutendem Zusammenhang – in einen päpstlichen Brief mit universaler Bedeutung geschafft haben.

    Dabei erfahren sie doch gerade von diesen Diözesanbischöfen ringsum Abweisung wenn es darum geht, für ihre Hochzeit oder das Totenamt eines Angehörigen die Kirche des betreffenden Heimatortes zu beanspruchen!

    Auch wenn der ehemalige Erzbischof von Buenos Aires auf eine unerklärliche, jedenfalls nur ihm mögliche Art den „Narren“ an der SSPX gefressen hat, finde ich die Begründung wenig glaubwürdig, eher soll und etwas zugedeckt werden.

    1. Haben sich solcherart gestimmte Gläubige spätestens 1988 von der Priesterbruderschaft abgewandt – oder aber diese Generation ist zwischenzeitlich verstorben.

    2. In meiner Beobachtung sehen die Gläubigen ganz selbstverständlich den Generaloberen in der Autorität, die – wären sie in die Bistumsstruktur eingebunden – dem Diözesanbischof zukommt. Erst recht, da der amtierende Generalobere selber die Bischofsweihe empfangen hat.

    Wenn ich richtig rechne, findet 2016 ein ordentliches Generalkapitel mit Generalratswahlen statt. Eine Amtsperiode dauert 12 Jahre. Mgr. Fellay wird dannzumal 24 Jahre Generaloberer sein.

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