Gaia statt Kreuz – Anbetung von Mutter Erde?

Sonntagsmesse in Saint Etienne: Mutter Gaia
Sonntagsmesse in Saint Etienne: Mutter Gaia

(Paris) Vom 28.-30. August fand in der Stadt Saint Etienne, Bischofssitz der gleichnamigen französischen Diözese, eine „Christliche ökologische Versammlung“ statt, deren Themen um die Erde und die Öko-Enzylika Laudato Si von Papst Franziskus kreisten. Veranstaltet wurde die Versammlung von der Diözese Saint Etienne, der Kirchenzeitung La Vie, der katholischen Einrichtung Service National Famille et Societé und der Französischen Bischofskonferenz. Das zentrale Stichwort lautete: „Ökologische Umkehr“, so Riposte Catholique.

Zur „Ökologischen Versammlung“ war viel sozialistische Prominenz erschienen: die ehemalige Ministerin Corinne Lepage und nunmehrige Vorsitzende der Partei Rassemblement citoyen-Cap21, einer Parteineugründung von Sozialisten, Grünen und Linksliberalen des Jahres 2014 für „Ökologie, Humanismus und Partizipative Demokratie“; Jo Spiegel, Bürgermeister von Kingersheim im Elsaß und Vorsitzender der Metropolitanregion Rhin-Rhone; Benoit Leclair, Vize-Präsident der Region Rhone-Alpes und Energie- und Klima-Sprecher der französischen Grünen; oder die militante Öko-Aktivistin und linke Globalisierungsgegnerin Genevieve Azam, die Versammlungsleiterin war.

Gruppendynamik, linke Prominenz und Globalisierungskritik

Sonntagsmesse in Saint Etienne: Mutter Erde
Bischof Lebrun

Das Programm wirkte wie ein 68er-Nostalgikum: endlos Diskussionen in zahlreichen Stuhlkreisen, Kollagen, Malen, Basteln, gruppendynamische „Prozesse“, interreligiöse Elemente, viel linke Globalisierungskritik für eine „neue Welt“. Das zentrale Stichwort, „Ökologische Umkehr“, war der Öko-Enzyklika von Papst Franziskus entnommen.

Am Sonntag, den 30. August fand im Rahmen der „Ökologischen Versammlung“ eine Heilige Messe mit liturgiefremden Elementen statt. Neben mehreren Priestern nahm auch Bischof Dominique Lebrun daran teil. Teilweise stand statt des Kreuzes ein selbstgebastelter Globus im Zentrum, um den sich kreisförmig alle versammelten, einschließlich Bischof und Priester. Bischof Dominique Lebrun stand mit Mitra, Krummstab und Kasel, ebenso im Meßgewand die Priester, um den Globus. Der Priester rechts im Bild hält ein Meßbuch in der Hand.

Wurde am Sonntag, den 30. August in Saint Etienne Gaia, die Mutter Erde angebetet? Handelte es sich bei dieser zweifelhaften Liturgie um Bischof Lebruns Abschiedsgeschenk an die Diözese Saint Eteinne?

Bischof Lebrun wurde am vergangenen 10. Juli von Papst Franziskus zum Erzbischof von Rouen und Primas der Normandie ernannt. Die Diözese Saint Etienne ist derzeit offiziell vakant.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Riposte Catholique

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2 Kommentare

  1. Nach Ihrer Nachfrage habe ich ein viereinhalbminütiges Video mit Aufnahmen von (angeblichen) Aliens an einer Berggrotte in der argentinischen (!) Provinz Cordoba und andernorts gefunden und angeschaut. Bin nicht sicher über die Echtheit. Aber Echtheit angenommen, bleibt die Frage nach der Erklärung der Phänomene. Dass Papst Franziskus sie ernst nimmt, ist nicht Schrulligkeit. Der Vatikan steckt voll in ihrer Erforschung, Stichwörter: Exo-Vaticana, Observatory Mt Graham Arizona, Telescope Lucifer. Papst Franziskus ist so weit gegangen, die Ablehnung von Aliens zur Häresie zu erklären. Das ist nicht mehr zum Lachen. — Bin zufällig auf diesen Artikel gestoßen: jewfacts.com/is-there-life-on-other-planets-according-to-the-bible/

    • Vermutlich war ich zu ungenau, wie gesagt es gibt keine Aliens, das ist ein Hollywood Phantasma. Da es also ein menschliches Phänomen und kein marsianisches ist und ich Mariengrotte meinte, also eine von Menschenhand gestaltete Stätte wie man auch eine Kapelle errichtet, kommen Höhlen nicht in Betracht. In der unteren Hälfte des Links sehen Sie die Mariengrotte, dem Kommentar des Amerikaners ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, wirft jedoch Fagen auf bezüglich medialer gesteuerter Desinformation.

      http://www.sharkhunters.com/14Arg9.htm

      Drei Dinge sind relevant um all das zu verstehen: Wer ist Jesus (Name/Vita), wer sind die „wahren Juden“ und wer die Synagoge Satans und drittens die Bundeslade. Sobald das letzte Thema akut ist sehen sie den Menschen Gottes, in einer Hand das Schwert in der anderen die Fackel, mit dem Schwert wird dann die Menschheit geteilt und auf eine Hälfte schmeisst er die Fackel; dann kann die ganze Welt diese „Heerscharen des Herrn“ vom „Mars“ in vollem Tatendrang erleben.
      Ich schliesse mit einem Zitat:
      „Glaubt nicht, daß der Deutsche seine göttliche Urheimat verloren hat. Eines Tages wird er sich wach finden am Morgen eines ungeheuren Schlafes.“ – F.Nietzsche
      + L X IC + Alter alterius onera portate +

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