Päpstliche Appeasement-Strategie gegenüber Homosexualität – Homo-Star mit Franziskus auf Papstbühne im Madison Square Garden

Rocca als Lektor im Madison Square Garden
Kein Zufall: Homosexueller als Lektor im Madison Square Garden

(Washington) Ausgerechnet ein „Star“ der amerikanischen Homo-Szene war erster Lektor bei der Papstmesse am 25. September im Madison Square Garden in New York. Die Nachricht, die in Europa von den Medien verschwiegen wurde, fand in den US-Medien große Beachtung. Vor allem Homo-Aktivisten zeigten sich in zahlreichen Posts im Internet überrascht und hocherfreut. Papst Franziskus setzte damit einen weiteren Baustein in seiner Appeasement-Strategie gegenüber der Homosexualität.

Beim Lektor handelt sich um Mo Rocca, einen Satireschriftsteller, Schauspieler und Fernsehreporter, der dem amerikanischen Publikum bis zu seinem liturgischen Auftritt vor allem wegen seiner Gegnerschaft zur katholischen Lehre in Sachen Homosexualität und seiner aktiven Befürwortung der „Homo-Ehe“ bekannt war.

Als der Staat New York im Juni 2011 unter zweifelhaften Umständen die „Homo-Ehe“ einführte, schrieb Mo Rocca auf der Homo-Internetseite Stonewall Riots begeistert: „Man muß bei einem so historischen Ereignis dabei gewesen sein… es ist unvergeßlich und bewegend, ein großer Ort, an dem man sein muß.“

Von einer Änderung in Roccas Überzeugung und Lebensstil ist nichts bekannt.

Katholiken fühlen sich hintergangen

Die Anwesenheit eines erklärten Homosexuellen auf der päpstlichen Bühne im Madison Square Garden provozierte, vorhersehbar, berechtige Irritationen und Widerspruch. Zahlreiche Katholiken äußerten ihre Enttäuschung und fühlen sich von den kirchlichen Verantwortlichen hintergangen. Die katholische Vereinigung Church Militant veröffentlichte ein Photo von Mo Rocco, das ihn auf einem Fest mit nacktem Oberkörper und umgeben von zwei jungen Männern ebenfalls mit nacktem Oberkörper und zweifelhafter Aufmachung zeigt, die als Homosexuelle anzunehmen sind.

Pater West, ein katholischer Priester, der im Bereich der Familie und des Lebensschutzes tätig ist, twitterte seine entsetzte Verwunderung, Rocca auf der Bühne neben dem Papst zu sehen und stellte die Frage: „Sollte jemand, der sich öffentlich über die Lehre der Kirche lustig macht, bei einer Papstmesse als Lektor dienen können?“

Homo-Szene begeistert: „Das ist kein Witz! Mo Rocca eröffnet für den Papst [die Messe]„

Homo-Star bei Papst Franziskus
Mo Rocca (Mitte) und die Appeasement-Strategie von Papst Franziskus zur Homosexualität

Die Irritationen unter Katholiken wurden offensichtlich vom Vatikan billigend in Kauf genommen, weil man offenbar mehr Wert auf den Applaus der Homo-Szene und der liberalen Medien legte.

LGBT-Aktivisten zeigten unverhohlene Begeisterung über die „päpstliche Anerkennung“. Paula Poundstone, eine bekannte homosexuelle Komikerin, twitterte: „Das ist kein Witz. Mo Rocca eröffnet [die Messe] für den Papst. Oh mein Gott!“

Joe Sudbay, ein “Veteran” im Streit für “Homo-Rechte” interpretierte die Beauftragung Roccas als Lektor als ein päpstliches Signal der Entspannung und der Öffnung der Kirche gegenüber Homosexuellen. Auf Twitter erinnerte Sudbay an die Bedeutung der inzwischen bekanntesten Aussage von Papst Franziskus: „Wer bin ich, um zu urteilen?“: „Da @MoRocca, erklärter Homosexueller, die erste Lesung im MSG [Madison Square Garden] hatte, scheint das Argument Roccas zu bestätigen, daß die Toleranzerklärung gegenüber Schwulen, die Franziskus im Juli 2013 machte, grandios war!

Kein Zufall: „Teil einer vatikanischen Appeasement-Strategie“

“Es fällt schwer, zu glauben, die Positionen von Mo Rocca zur Homosexualität seien den Verantwortlichen nicht bekannt gewesen, die die delikate Aufgabe hatten, die Personen auszuwählen, die auf die Bühne zum Papst treten und sogar liturgische Dienste verrichten durften“, so Corrispondenza Romana. Personen, die damit millionenfache Aufmerksamkeit erhielten und eine zweifelhafte Interpretation über die Haltung der katholischen Kirche zur Homosexualität ermöglichen.

„Es fällt daher leichter, anzunehmen, daß die Entscheidung, die erste Lesung einem Homosexuellen von öffentlicher Bekanntheit anzuvertrauen, bewußt und gezielt erfolgte. Mehr noch, daß sie Teil einer geplanten Appeasement-Strategie des Vatikans gegenüber der Homosexualität ist“, so Correspondenza Romana.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Corrispondenza Romana

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19 Comments

  1. Es wird irgendwie immer deutlicher: Führende Kräfte im Vatikan und der Papst selber wollen eine andere Kirche als Jesus Christus.

    • Das ist doch nun wirklich Käse. Jesus Christus hat doch genau dasselbe gemacht und wurde genau deswegen von sittenstrengen Gegnern angefeindet. Das ist doch gerade das schöne am Evangelium: dass es so subversiv ist und die von den Moralaposteln Verworfenen zu Ecksteinen der Kirche werden.

      Was der Papst da tut, ist also bloß die Wiederentdeckung authentischer Christlichkeit gegen verkrustete Moralisten, die das Christentum als sittenstrengen moralischen Kodex fehlinterpretieren.

      • Jesus Christus hat sich nicht mit Sündern eingelassen um sich als Barmherzigen von der Welt feiern zu lassen, wie es Franziskus tut. Christus hat immer den Sünder zur Reue, zur Umkehr und Bekehrung aufgerufen und Sünder nicht in ihre Sünde bestätigt, wie es Franziskus tut. Jesus hat sich nicht vor den Karren von gottlosen Sündern, die nicht umkehren wollen und gegen Gott rebellieren, spannen lassen. Der Vergleich hinkt also gewaltig.

      • K @ Sie haben,wenn es um Käse geht, den meisten fabriziert. Was der Papst tut, ist keine Wiederentdeckung authentischer Christlichkeit, sondern ein Aus-
        verkauf katholischer Wahrheiten. Die “ verkrusteten Moralisten “ sind dabei
        festzustellen, das die Barmherzigkeit von Franziskus nicht wirkliche Barmher-
        zigkeit ist, sondern ein andienen an die Welt. Ihre sehr merkwürdigen Einlas-
        sungen zu gewissen Themen, kann man nur als befremdend empfinden.

      • @K.,
        Sie benutzen leere Worthülse- das beeinträchtigt den Wert Ihres Postings sehr.
        Schlimmer ist, daß Sie totalen Unsinn und Unwahres reden.
        In den Evangelien steht nirgends geschrieben daß Unser Herr Jesus Christus bei Seinen Gebeten und besonders beim Letzten Abendmahl Assistenz durch weiter praktizierenden Sündern hatte.
        Es ist einfach blasphemisch zu schreiben daß Unser Herr „Jesus Christus …doch genau dasselbe gemacht (hat)“ und Ihn als Gott und Mensch auf einer Ebene stellt mit einem sehr unvollkommenen Menschen, wie Bergoglio sich selbst schon nannte.
        Die Schönheit ist theologisch übrigens eine sekundäre Tugend: das Evangelium ist zuallererst „Gut“ (Eu) (deshalb: die Gute Botschaft) und „Wahr“.
        Ein Drittel aller von Unserem Herrn Jesus Christus bekannten Worten und Aussagen sind Drohungen und Vermahnungen- sie legen gerade den Nachdruck auf die Sittenstrenge.
        Das Evangelium ist nicht subversiv, es ist conversiv: der große Auftrag ist es, zu allen Völkern zu gehen und eenen das Evangelium zu verkünden damit die nicht weiter in der Sünde verharren.
        Ein Moralapostel „verwirft“ keine Menschen, sondern hält die Gebote Gottes vor und konfrontiert den Sünder mit den Forderungen des christlichen Lebensstils- was Unser Herr Jesus Christus selbst tat als er klar stellte, daß Er nicht gekommen war um das Gesetz aufzuheben sondern um es zu vervollkommen; und daß an dem Gesetz kein Jota geändert werden sollte.

        Die Kirche haß die Sünde aber liebt den Sünder, wenn er sich bekehrt.
        Die Conversio, die Bekehrung, braucht dabei auch eine Zerknirschung des eigenen Geistes über die frühere Sündigkeit: die Contristio.
        Das hat viele große Sünder schon zu großen Heiligen gemacht.
        Die Bekehrung ist jedoch essenziell- ohne die Conversio entsteht nämlich die Per-versio, die Verdrehung der Lehre und die Relativierung der Glaubensinhalte.
        Ein morscher gerissener Backstein taugt als Eckstein nichts, sondern zerbröselt und läßt das Gebäude einstürzen.
        In dem letzten Absatz machen Sie es wirklich kunterbunt:
        meinen Sie jetzt tatsächlich daß erst mit diesem Papst die authentische Christlichkeit wiederentdeckt wird nach 2000 Jahren Pause?
        Gerade die jetzt nicht mehr so üppig vorhandene Kenntnis der biblischen und klassischen Sprachen macht diese „Wiederentdeckung“ doch eher kurios.

    • Haben Sie sich schon Gedanken darüber gemacht, wieviel Sie sich noch zumuten lassen wollen? Wann ist die Grenze erreicht?
      Ich meine, da wird immer mehr kommen, aber immer als gerade noch katholisch verpackt.
      Ist es noch nicht genug, dass der Papst ständig interreligiöse Gebete veranstaltet; dass er den Koran als gleichwertig zur Bibel und den Islam als gleichwertig zum Christentum verkündet; dass er den Herrn Jesus Christus entweder verschweigt oder lästert?
      Genügt es noch nicht, dass er die antichristliche Agende der UN absegnet?
      Reicht es nicht, dass seine Amtserhebung von selbsteingestandenen Kirchenmafioten organisiert wurde?
      Im Ernst: Wann ist für Sie die Grenze erreicht? Was muss passieren?

    • Lieber Suarez, es wird immer schwieriger das Verhalten des Papstes schönzureden. Dieser Papst ist ausgebufft, er wirft den glaubenstreuen Katholiken halbherzig katholische Krümel hin, damit diese still halten während er gleichzeitig Festmahle für Kirchenfeinde von innen und außen gibt. Vor dem US- Kongress hat er sich leidenschaftlich und mit starken Worten für die Abschaffung der Todesstrafe eingesetzt, da war er klar und deutlich, während er kein Wort über Abtreibung verlor, trotz des Skandals um Planned Parenthood, eine Abtreibungsfirma, die mit Körperteilen von abgetriebenen Föten Geschäfte machte.

      In Amerika gab es im Jahr 2014 35 Hinrichtungen von Schwerverbrechern während Millionen unschuldige Babies im Mutterleib hingerichtet wurden.
      Der Tod von 35 Schwerkriminelle wiegen offenbar für Franziskus schwerer als der Tod von Millionen unschuldige Kindern im Mutterleib.

      Der Papst ist klar und deutlich, wenn es darum geht nich-tkatholische Positionen zu verteidigen aber wenn es darum geht den katholischen Standpunkt vor der Welt zu representieren und zu verteidigen, sind seine Reden schwach, doppeldeutig, vage und in alle Richtungen interpretierbar. Lieber Suarez wir haben ein Papst -Problem, das nicht mehr ignoriert werden kann.

      Der Papst hat die Gelegenheit den Katholischen Standpunkt vor der Welt zu bestärken und Christus zu bezugen nicht genutzt stattdessen hat er Obama gelobt und Obamas unchristliche Politik nicht kritisiert. Vor der UNO-Generalversammlung sagte der Papst er komme im eigenen Namen, also nicht im Namen Christi, was den Papst bei den Evangelikale verdächtig machte.

      • Ich zitierte diese Stelle auch schon auf kath.net:

        „Die Kirche ist der endgültige, unüberholbare Ort des göttlichen Heilshandelns an den Menschen. Insofern kann der Mensch sich keine Stelle außerhalb oder oberhalb der Kirche mehr schaffen, er muss ein Zeugnis für Gott in der Kirche ablegen, un zu diesem Zeugnis gehört auch das Credo ecclesiam: Ich glaube daran, dass Gott durch diese Kirche sein Heil wirkt in der Welt. Aber diese Endgültigkeit und Unüberholbarkeit gründet in der Fleischwerdung des göttlichen Wortes, die der konkrete Vollzug des Dennoch der göttlichen Gnade ist. Anders gesagt: Die Kirche ist das beständige Zeichen Zeugnis dafür, dass Gott die Menschen rettet, obwohl sie Sünder sind. Insofern gehört zur Kirche, weil sie aus Gnaden ist, auch dieses, dass die Menschen, die sie bilden, Sünder sind. Die Kirchenväter haben diese Tatsache in dem kühnen Bild der casta meretrix ausgedrückt: Ihrer eigenen geschichtlichen Herkunft nach ist die Kirche ‚Dirne‘ – sie kommt aus dem Babylon dieser Welt; aber Christus der Herr hat sie reingewaschen, sie neu geschaffen aus der ‚Hure‘ zur Braut. Hans Urs von Balthasar hat in eingehenden Analysen gezeigt, dass das nicht nur eine geschichtliche Aussage ist, etwa ‚Damals war sie unrein – jetzt ist sie rein‘, sondern dass damit die beiden bleibenden Existenzspannungen der Kirche bezeichnet ist.“ (Joseph Ratzinger, GS Bd. 8/1, „Kirche – Zeichen unter den Völkern“

        Es gilt aber auch:
        „In einem Rückfall in die Eigenmächtigkeit menschlichen Denkens, das die Gnade nicht wahrhaben will, sondern dennoch wieder einen geheimen Triumph des Menschen erdichtet, haben wir uns angewöhnt, Fels und Verleugner in Petrus säuberlich zu verteilen: Verleugner, das ist der vorösterliche Petrus, Fels, das ist der Petrus nach Pfingsten, von dem wir ein seltsam idealisiertes Bild entwerfen. Aber in Wirklichkeit ist er beide Male beides: Der vorösterliche Petris ist schon der, der das Bekenntnis der mitten im Abfall der Masse gläubig Gebliebenen spricht, der über das Meer dem Herrn entgegenläuft, der die unüberholbar schönen Worte sagt: „Herr, zu wem sollem wir gehen? Du hast die Worte ewigen Lebens, und wir haben geglaubt und erkannt, dass du bist der Heilige Gottes“(Joh 6,68f.) Der nachpfingstliche Petrus andererseits ist noch immer der, der aus Furcht vor den Juden die christliche Freiheit verleugnet (Gal 2,11 ff.): immer noch Fels und Stolperstein in einem. Und ist es nicht die ganze Kirchengeschichte hindurch so geblieben, dass der Petrus, der Nachfolger Petri, ‚Petra‘ und ‚Skandalon‘, Gottesfels und Strauchelstein, in einem war? In der Tat wird es für den Gläubigen darauf ankommen, dieses Paradox des göttlichen Handelns auszuhalten, das seinen Stolz allzeit neu beschämt – diese Spannung von Fels zu Satan, in der die äußersten Gegensätze unheimlich ineinanderliegen. Luther hat das Moment des ‚Satans‘ erdrückend klar erkannt und hatte nicht einfach unrecht dabei; seine Schuld war es, die biblische Spannung von Kephas(Petra)

      • Fortsetzung:

        „… und Satan nicht ausgehalten zu haben , die zur Grundspannung eines Glaubens gehört, der nicht von Verdienst, sondern von Gande lebt. Im Grunde hätte niemand mehr diese Spannung verstehen müssen, als der Mann, der die Formel vom ‚Simul iustus et peccator‘ prägte, vom Menschen, der Gerechter und Sünder in einem ist.“ (Joseph Ratzinger, GS Bd. 8/1, „Kirche – Zeichen unter den Völkern“

        Es geht genau darum, sich nicht in die Haltung Luthers treiben zu lassen, aus der dann wieder nur ein neuer Protestantismus erwachsen kann.

        Bislang hat ja Papst Franziskus die Lehre nicht angetastet und er wird sich auch hüten, das zu tun. Eine von der Wahrheit sich entfernende Praxis hat es in der Kirche leider schon mehrfach gegeben. Dann gab es wieder einen Reinigungsprozess in der Kirche. So wird es wohl auch jetzt wieder sein. Die Kirche befindet sich in der schwersten Krise ihrer Geschichte und sie wird schlimmste Blessuren erleiden. Wir werden die Braut unter dem ganzen Unrat, der über sie ausgegossen wird, fast nicht mehr erkennen können, doch darum wird das Unheil nicht triumphieren.

        Etwas salopp gesprochen, leben wir mittlerweile, was die Kirche angeht, in der Eiszeit des Glaubens.

        Der Papst ist uns keine große Hilfe und Stütze, im Gegenteil, wer sich an ihm festzuhalten sucht, greift ins Leere, in den Nebel eines religiösen Einerleis.

        Die Jesuiten waren solange gute Katholiken, solange sie im strengen Sinne Diener Christi blieben. Als diesen Orden der Hochmut erfasste, die Anmaßung, da verdunkelte sich auch der Glaube. Heute ist der Jesuiten Orden ein Ort der Finsternis und des Ränkespiels. Der Orden ist durch und durch krank und er infiziert die ganze Kirche.

        Aber all das muss wohl so sein, hier stehen wir eben vor einem Geheimnis, das wir nicht zu lüften imstande sind.

  2. Das konnte eventuell erwartet werden, aber es erstaunt dennoch. Ein Bekannter der starken Ho-
    mo-Lobby, Mo Rocca durfte als Lektor die erste Lesung machen. Diese geplante Provokation wä-
    re vor Jahren undenkbar gewesen, dass ein öffentlicher Kirchenfeind und Homo-Aktivist in den
    Altarraum treten konnte um eine Lesung zu halten. Wenn man bedenkt, dass in der “ Hl.Messe al-
    ler Zeiten „der Laie, außer Messdienern, den Altarraum nicht betreten durfte. Hier kann man ab-
    lesen, wieweit wir an Ehrfurcht und Glauben verloren haben. Dass diese Dinge beim Papstbesuch
    besonders heraus gestellt werden, zeigt an, dass das Destruktive von Rom aus in Kauf genom-
    men wird, vielleicht bewusst gefördert wird.

    • Ein Mann der baute einst ein Haus,
      Reich an Wissen und reich an Geld,
      so baute er es ein zweites Male,
      da ihm das erste ja so gut gefällt.
      Sie war‘n aussen und innen gleich,
      und in das Erste, da zog seine Frau,
      im ander‘n traf er die Mätresse,
      wahrlich dieser Mann war schlau.

      Er machte auch nicht einen Fehler,
      doch es kam wie es kommen muss,
      einer fühlte sich sehr betrogen,
      rot die Gestalt mit Pferdefuß.
      Der Mann im Rausche der Welt,
      der Teufel allein, zornig er tobt,
      weg, ein Ohrring der Mätresse,
      so er Macht und Rache gelobt.

      Die Gemahlin ein munt‘res Wesen,
      sie singt, sie fegt, lacht und putzt,
      fröhlich schaut das Himmelbett,
      funkelnde Augen, und sie stutzt.
      Mätresse, Teufel sind jetzt weg,
      der Mann, der hat sich erhängt,
      die Frau hat jetzt viele Kinder,
      ein Haus den Waisen geschenkt.

  3. Nun; angeblich ist heute ein „neues Lesen des Evangeliums“ angesagt; „im Lichte der modernen Kultur“ zu der offenbar auch die Appeasement-Strategie gegenüber der Homosexualität gehört. Aus einem früheren Artikel von „katholisches.info“:
    -
    „Das Zweite Vatikanum“, erklärte der Papst in seinem Civiltà Cattolica-Interview, „war ein neues Lesen des Evangeliums im Licht der modernen Kultur.
    Es hat eine Bewegung der Erneuerung hervorgebracht, die einfach aus demselben Evangelium hervorkommt. Die Früchte sind enorm.
    Es genügt, an die Liturgie zu erinnern.
    Die Arbeit der Liturgiereform war ein Dienst am Volk, um das Evangelium neu zu lesen, angefangen bei einer konkreten historischen Situation.
    Ja, es gibt hermeneutische Linien der Kontinuität und der Diskontinuität, eine Sache ist aber klar: die Dynamik das Evangelium im Heute zu lesen, die dem Konzil eigen war, ist absolut irreversibel“.
    Genau so, sagte es der Papst: nicht mehr die Welt, die im Licht des Evangeliums geformt wird, sondern das Evangelium deformiert im Licht der Welt und der modernen Kultur. Und wer weiß, wie viele Male sich das wiederholen soll, jedes Mal, wenn es zu einem kulturellen Wandel kommt, und jedes Mal wird die vorherige Lesart verworfen. Das ist nichts anderes als die Idee eines permanenten Konzils, das der Jesuit Carlo Maria Martini entworfen hatte.“
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    Die Deformation des Evangeliums im Licht der Welt!

    http://www.katholisches.info/2013/10/09/christus-ist-keine-option-unter-vielen-schon-gar-nicht-fuer-seinen-stellvertreter-auf-erden-warum-uns-dieser-papst-nicht-gefaellt/
    -

  4. Der Papst fühlt sich unter diesen Menschen wohl, siehe msgr. Ricca. Was soll man dazu sagen? „Gleich und gleich gesellt sich gern?“ Die Schweizer Garde soll von der Bewachung des Domus Sanctae Marthae abgezogen worden sein. Warum wohl?

    • @Tradition und Glauben: Bitte können Sie mehr erzählen über diese Neuigkeit, die die Schweizergarde betrifft. Woran ich sehr interessiert bin?

  5. @K. Genau, das ist „Käse“, den Sie hier von sich geben. Der entscheidende Unterschied, der Ihnen garantiert geläufig ist, von Ihnen aber unterschlagen wird, liegt darin, daß Mo Rocco ohne Bekehrung auf der Papstbühne stand.
    Ein kleiner, feiner, alles entscheidender Unterschied. Der schlimmste Sünder, der sich bekehrt, kann morgen sogar Papst werden. Das ist das „subversive“, das grandiose am Christentum.
    Jeden unverändert in seiner Sauce belassen, das ist hingegen nichts. Das bietet die ganze Welt („jeder nach seiner Façon“), damit will man nur gefallen, das ist Allerweltsschrott, Ladenhüter, Müll, Abfall, „scarto“, wie Papst Franziskus so gerne zitiert, aber offenbar selber praktiziert.

  6. Daß diese Sache in Europa weithin wohl von den Medien übergangen wurde, ist vielleicht so zu verstehen, daß man es nicht berichten will, daß ein Homosexueller eine Lesung vorträgt. „Wie kann ein überzeugter Homosexueller so etwas tun? Das ist doch wie Seitensprung, Verrat: will der Schluß machen und gar ins Lager der Heteros wechseln?“ – Nur keine schlafenden Hunde wecken.

    Die meisten Mittel- und Westeuropäer wissen, besonders die Medienschaffenden, gar nicht, was eine Lesung ist und wollen es auch nicht. Also so gesehen, hat „Papst“ Bergoglio in Europa jedenfalls keine Lacher auf seiner Seite. Das Publikum ist religiös unbedarft. Das Ganze wird wohl als Schnee von gestern gesehen: „ach ja der Papst Franziskus- zum Gähnen.“

    Leider hilft das aber nicht. Man muß hoffen, daß die treuen Kardinäle standfest bleiben.

  7. Sehr geehrter @Leo Lämmlein: Sie haben mich zwar nicht direkt angesprochen, aber ich habe mir Ihre wahrhaften Worte durchgelesen. Worauf noch warten oder hoffen?

    Wann ist die Grenze erreicht?- Kardinal Müller hat ja offen vor einem Schisma gewarnt. Das deutet doch darauf hin, daß „man“ in Rom, im Vatikan und wo auch immer durchaus weiß, daß die „Grenzen“ längst überschritten worden sind. Aber wie geht man damit um? Es kann sein, daß es einen „Plan B“ gibt, der von den treuen Kardinälen durchgespielt wird. Aber man kann damit ja nicht an die Öffentlichkeit gehen. Die Kardinäle sind wie gefesselt, und „Papst“ Bergoglio könnte umgekehrt beim Durchpeitschen seiner Agenda die treuen Kardinäle seinerseits öffentlich vor einer Spaltung warnen. Und dann?

    Vielleicht ist es so, daß die Kirche nach viel Gegenwehr und Selbstverleugnung erst ganz am Boden liegen muß, ehe es eine Auferstehung gibt.

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