Welche Rolle spielte geheimes Netzwerk „Sankt Gallen“ bei Rücktritt Benedikts XVI. und der Wahl Bergoglios?

Enthüllende Biographie über Kardinal Danneels
Enthüllende Biographie über Kardinal Danneels

(Brüssel) Belgiens ehemaliger Primas und Erzbischof von Mecheln-Brüssel, Godfried Kardinal Danneels stand auf der Mittelloggia der prächtigen Fassade des Petersdoms, als am Abend des 13. März 2013 Franziskus der Welt als neuer Papst vorgestellt wurde. Wie kam er zu diesem Ehrenplatz? Die Frage ist nicht neu, sondern gab bereits in jenem historischen Moment Rätsel auf. Nun haben die Historiker Karim Schelkens und Jürgen Mettepenningen eine Biographie über Kardinal Danneels vorgelegt, in der sie die Mitgliedschaft des Kardinals in einem geheimen Netzwerk von Bischöfen und Kardinälen enthüllen. Das Netzwerk namens „Gruppe Sankt Gallen“ setzte sich zum Ziel, den Einfluß des damaligen Glaubenspräfekten Joseph Kardinal Ratzinger zurückzudrängen und dessen Wahl zum Papst zu verhindern. Als dies scheiterte, galt es, das Pontifikat Benedikts XVI. zu boykottieren und schließlich die Wahl des Argentiniers Jorge Mario Bergoglio zu erwirken. Die Buchvorstellung fand am vergangenen Dienstag auf dem Koekelberg bei Brüssel statt.

Danneels wurde 2013 schnell als „Papstmacher“ genannt

Neben dem brasilianischen Kardinal Claudio Hummes wurde Danneels unmittelbar nach der Papstwahl als einer der Förderer von Jorge Mario Bergoglio genannt. Der Platz an der Seite des neuen Papstes nach dem Habemus Papam war nur ein Indiz dafür. Ein anderes war die ausgelassene Genugtuung, mit der Danneels die Wahl des argentinischen Erzbischofs begrüßte.

Noch gewichtiger war die Tatsache, daß der ehemalige belgische Primas seither im Vatikan aus und ein geht und direkten Zugang zu Papst Franziskus hat. Daß der ehemalige Erzbischof von Mecheln-Brüssel mit Franziskus-Vorgänger Benedikt XVI. nicht gut konnte, war ein offenes Geheimnis. Als bedenklich wurde es registriert, daß Papst Franziskus ausgerechnet Kardinal Danneels unter die 16 vom Papst persönlich ernannten Synodalen der Bischofssynode über die Familie 2014 reihte. Gleiches geschah 2015. Wenn in wenigen Tagen die Bischofssynode im Vatikan beginnt, wird Kardinal Danneels wieder durch ausdrückliche Berufung von Papst Franziskus dabei sein und über Ehe, Familie und Homosexualität mitentscheiden, obwohl seine Rolle im Homo- und Pädophilie-Skandal der belgischen Kirche höchst unklar ist.

Ivereighs Enthüllung des „Team Bergoglio“

Kardinal Danneels bei der Buchvorstellung am Dienstag auf dem Koekelberg
Kardinal Danneels bei der Buchvorstellung am Dienstag auf dem Koekelberg

Was Karim Schelkens und Jürgen Mettepenningen nun vorlegten, wurde in abgeschwächter Form bereits Ende November 2014 von Austen Ivereigh, dem ehemaligen Pressesprecher von Kardinal Murphy-O’Connor in seinem Papst-Franziskus-Buch „Der große Reformer“ berichtet. Ivereigh schrieb, daß es ein Team Bergoglio, bestehend aus vier Kardinälen, gab, die gezielt eine Kampagne zur Wahl Bergoglios organisiert hatten. Dabei handelte es sich um die deutschen Kardinäle Walter Kasper und Karl Lehmann sowie Murphy-O’Connor und Kardinal Danneels (siehe Organisierten Kasper, Lehmann, Danneels, Murphy-O‘Connor eine verbotene Kampagne zur Wahl Bergoglios?).

Ivereigh schreibt in seinem Buch: „Sie hatten ihre Lektion von 2005 gelernt. Zuerst sicherten sie sich die Zustimmung von Bergoglio“. Ein zweites Mal wollten sie nicht erleben, wie der Argentinier, wenn es darauf ankommt, einknickt und seine Kandidatur zurückzieht, wie 2005. „Auf die Frage, ob er bereit sei, sagte er, er glaube, daß in dieser Zeit der Krise für die Kirche sich kein Kardinal verweigern könnte, wenn er gefragt wird.“ Murphy-O’Connor habe Bergoglio darauf aufmerksam gemacht, nun besonders vorsichtig zu sein, doch nun sei „er an der Reihe“. Bergoglio antwortete: „capisco“, ich verstehe.

Mit Ivereighs Buch wurde die Frage laut, ob das Team Bergoglio ganz uneigennützig gehandelt oder ob es Wahlkapitulationen gegeben hatte. Mit anderen Worten: Haben sie von Kardinal Jorge Mario Bergoglio Zusicherungen gefordert, gewisse Personalentscheidungen zu treffen oder die Kirche auf einen bestimmten Kurs umzulenken, etwa in Fragen der katholischen Ehe- und Morallehre, wie sie die Bischofssynode behandelt? Und hat Kardinal Bergoglio entsprechende Zusicherungen gegeben? Die Fragen haben bisher keine Antwort gefunden und bleiben daher Spekulation.

Informelles Team Bergoglio in Wirklichkeit organisierter Geheimzirkel Sankt Gallen

Karim Schelkens und Jürgen Mettepenningen werden in ihrer Danneels-Biographie noch deutlicher als Ivereigh. Sie berichten nicht nur von vier Kardinälen, die Ivereigh „Team Bergoglio“ nannte, sondern von einem ganzen Netzwerk von Bischöfen und Kardinälen, die sich selbst einen Namen gaben: „Gruppe Sankt Gallen“. Mit anderen Worten: die subversiven Tätigkeiten einer geheim organisierten Gruppe in der Kirche, um sie auf einen bestimmten Kurs zu bringen, waren weit umfangreicher als Ivereigh enthüllte.

Dabei stehen die beiden Autoren, ebensowenig wie Ivereigh gegenüber Kardinal Murphy-O‘Connor, in einem Gegensatz zu Kardinal Danneels. Kardinal Danneels war persönlich bei der Buchvorstellung in der Basilika auf dem Koekelberg anwesend und schrieb bereitwillig Widmungen in das soeben vorgestellte Buch. Schelkens und Mettepenningen sind beide als Kirchenhistoriker an der Katholischen Universität Löwen tätig. Mettepenningen schaffte es für kurze Zeit zum Pressesprecher von Erzbischof Leonard. Wegen Meinungsverschiedenheiten fiel Mettepenningen dem Erzbischof öffentlich in den Rücken, sprach sich für das Frauenpriestertum aus und kritisierte die Entscheidung des Erzbischofs, der Petrusbruderschaft in seinem Erzbistum ein Apostolat zu erlauben. Die persönliche Haltung von Schelkens und Mettepenningen verleihen ihren Ausführungen besondere Glaubwürdigkeit.

Gründer und Initiator der gegen den damaligen Glaubenspräfekten Joseph Kardinal Ratzinger gerichteten Gruppe war der ehemalige Erzbischof von Mailand, der Jesuit Carlo Maria Martini, der sich selbst als „Antepapst“ bezeichnet hatte. Martini berief geheime Treffen von Bischöfen und Kardinälen in Sankt Gallen in der Schweiz ein mit dem Ziel, die Kirche zu modernisieren, sie mit dem Zeitgeist zu versöhnen und die „Rückständigkeit“, in die sie –laut Martini – durch die Ablehung der Französischen Revolution geraten sei, zu überwinden.

Karl Lehmann und Walter Kasper von Anfang an dabei

"Antepapst" Carlo Maria Martini, Initiator des Geheimzirkels "Gruppe Sankt Gallen"
„Antepapst“ Carlo Maria Martini, Initiator des Geheimzirkels „Gruppe Sankt Gallen“

Das erste Treffen soll 1996 stattgefunden haben. Damals regierte Ivo Fürer als Bischof in Sankt Gallen. Die Geheimtreffen waren bestenfalls wenigen Experten vage bekannt. Es gab einiges Munkeln, Konkretes wußte aber niemand zu berichten, weshalb die Behauptung einer subversiven antirömischen Gruppe in der Kirche leicht als „Verschwörungstheorie“ abgetan werden konnte.

1999 schloß sich Kardinal Danneels der Gruppe an, der damals unter anderen bereits die Kardinäle Walter Kasper und Karl Lehmann aus Deutschland, Kardinal Basil Hume aus Großbritannien, Kardinal Achille Silvestrini aus Italien und der niederländische Bischof Adriaan Van Luyn angehörten.

Die Mitglieder des Geheimzirkels tarnten ihre Treffen als „spirituellen Urlaub“. Der geheime Zusammenschluß diente der gegenseitigen Unterstützung in einer Zeit, die sie als „dunkel“ empfanden.

Kardinal Ruini ermittelte wegen Gerüchten über Geheimbund

Die Gerüchte über die Existenz des Geheimbundes gelangten bis in den Vatikan. Dieser beauftragte Kardinal Camillo Ruini, den Vorsitzenden der Italienischen Bischofskonferenz und Kardinalvikar von Rom, einen der engsten Vertrauten von Papst Johannes Paul II. und Papst Benedikt XVI., Ermittlungen anzustellen. Der Zirkel der Eingeweihten wußte jedoch so geschickt die eigenen Aktivitäten zu verbergen, daß Ruini ohne konkrete Ergebnisse zurückkehrte. Gleichzeitig, so Schelkens und Mettepenningen, habe die Gruppe Sankt Gallen damit begonnen, Versuche zu unternehmen, den Kurs des Vatikans zu beeinflussen.

Die zentrale Frage für die Gruppe lautete: Wer wird Nachfolger von Johannes Paul II. Das erklärte Ziel des Geheimzirkels war es, die Wahl von Joseph Kardinal Ratzinger zum Papst zu verhindern. Kardinal Bergoglio wurde 2005 mit Hilfe Martinis als Gegenkandidat gegen den deutschen Kardinal in Stellung gebracht. Kardinal Martini hoffte bis zuletzt mit den Stimmen für seinen Ordensbruder Bergoglio zwar nicht die Wahl des argentinischen Erzbischofs durchzusetzen, aber die Wahl Ratzingers blockieren zu können.

Im Konklave 2005 erwies sich Kardinal Ratzinger jedoch so stark, daß die Versuche der Gruppe Sankt Gallen, seine Wahl zu verhindern, scheiterten.

Pontifikat Benedikts XVI. boykottieren und unterminieren

Die beiden Autoren berichten, daß die Mitglieder der Gruppe Sankt Gallen gezielt das Pontifikat von Benedikt XVI. behinderten und dessen Botschaft an die Kirche und an die Welt zu verdunkeln suchten. Schelkens und Mettepenningen berichten nichts darüber, ob und welchen Zusammenhang es zwischen den Aktivitäten der Gruppe Sankt Gallen und dem unerwarteten Amtsverzicht des deutschen Papstes gab, der sie mit einem Schlag dem Ziel näherbrachte, die Ära des polnischen und des deutschen Pontifikats zu beenden. Der vor kurzem verstorbene Jesuit Silvano Fausti berichtete in seinem letzten Interview, daß Kardinal Martini am 2. Juni 2012 Papst Benedikt XVI. kategorisch zum Rücktritt aufgefordert habe. Acht Monate später gab der deutsche Papst völlig überraschend seinen Amtsverzicht bekannt (siehe Als Kardinal Martini zu Benedikt XVI. sagte: Du mußt zurücktreten).

Die Historiker schreiben allerdings etwas anderes: „Die Wahl von Bergoglio wurde ohne Zweifel in Sankt Gallen vorbereitet. Und die Grundlinien seines Programms sind jene, die Danneels und seine Kollegen seit mehr als zehn Jahren diskutierten“.

Die dunklen Wolken über dem Pontifikat von Papst Franziskus, dem völlig ungewöhnlichen Rücktritt von Papst Benedikt XVI. und der Wahl des argentinischen Kardinals lösen sich nicht auf, sondern scheinen sich mit fortschreitendem Pontifikat zu verdichten.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: MiL/Catho.be

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128 Comments

  1. Wer es nötig hat, sich in Geheimzirkeln zu treffen scheut das Licht und macht sich zum Gefährten der Finsternis. Wenn es wirklich diese geheimen Treffen und Absprachen gab, dann ist die Wahl von Papst F. ungültig!!!

  2. Bei diesem geheimen Netztwerk spielten sicher noch ein par andere eine hinterhältige Rolle. Der jetzige Homophilen-Freund Bischof Büchel und der ehemalige Abt von Einsiedeln z.B, sowie weitere Wölfe im Schafspelz aus dem Zauberschrank der Modernisten des Schweizer Katholizismus …

  3. Vielleicht sind ja die wahren Hintermänner von Vatileaks auch in diesem Grüppchen zu suchen???
    Bin immer überzeugter, dass der Rücktritt von Papst Benedikt erzwungen worden ist – also wäre sämtliches Geschehen nach dem 28. Februar 2013 hinfällig!

    • Wahrscheinlich haben Sie Recht! Eigenartig dass jetzt Kardinal Danneels sichselber beschuldigt.Die Verschwoerungstheorieen sind also doch wahr!

      • Er „beschuldigt“ sich nicht selber er packt eher aus angesichts des Triumphs. Da jetzt die Agenda gesichert ist.

    • Italienische Medien berichteten seinerzeit kurz, daß „die Hauptfäden von Vatileaks nach Argentinien“ liefen. Hab mir damals den Kopf zerbrochen, wieso gerade Argentinien…

  4. Nicht ohne Grund warnte Kardinal Müller kürzlich in einem Interview vor der Gefahr eines neuerlichen Schisma. Bestimmte Kräfte in der Kirche versuchten mit allen Mitteln(!) die Ehelehre der Kirche zu dekonstruieren. Wenn also schon der Präfekt der Glaubenskongregation so deutlich wird, dann steckt die katholische Kirche wahrlich in einer tiefen Glaubenskrise. Dieser Kardinal Danneels ist mir mehr als unsympathisch, der Mann hat etwas durch und durch Suspektes an sich, das fängt schon bei seinem Lächeln an.

      • Sie haben natürlich grundsätzlich recht mit Ihrer Anmerkung, wenn auch der Glaubensschwund des Klerus zwangsläufig Rückwirkungen auf die Erscheinung der Kirche hat. Der Glaube ist eindeutig verdunkelt und droht zumindest in unseren Breiten völlig zu verdunsten. Es ist nun einmal nicht möglich den Klerus von der Kirche als Gesamtes zu trennen und umgekehrt, auch wenn beides nicht in eine völlige Deckung zu bringen ist. Die Kirche bleibt die heilige katholische Kirche auch wenn sie unter dem z.T. unheiligen Klerus leiden muss.

        Ich vermute übrigens, dass Danneels seine Äußerung aus reinem Zynismus gemacht hat, sie soll zeigen, dass dem kleinen Zirkel völlig egal ist, was man von ihm denkt. Er sieht sich in einer höheren Sendung und die Bemerkung „Mafia ähnlich“, als bewusste Überzeichnung, will jede Kritik an solcher Konspiration als absurd erscheinen lassen. Daher ja auch das versteckte „Grinsen“, das man bei dieser Bemerkung sofort zu spüren glaubt.

        Beachtlich ist, dass Danneels so offen das Ziel der Konspiration aufdeckt und so den Papst klar unter Zugzwang setzen will – eine versteckte Drohung in Richtung der Person Bergolio ist unübersehbar.

        Ich glaube, diese homophilen Kreise in der Kirche haben mittlerweile eine Macht und Dominanz, zumindest in Europa, wenn man mal Polen außen vor lässt, dass einem nur Angst und Bange werden kann, was die Zukunft der Verkündigung des Glauben sin unseren Breiten anbetrifft.

    • Geehrter @Suarez,
      Ihre Bemerkungen betr. der Glaubenskrise (und damit zusammenhängend: die Bischofskrise, wie schon v. J. Card. Ratzinger festgestellt), der Dekonstruktion der Ehelehre und die Gefahr eines Schismas teile ich ganz.
      Was Danneels betrifft: Sympathie ist bei der Beurteilung einer Person unwichtig; und ob jemand lächelt oder nicht lächelt und wie er lächelt, ist primordial auch nicht wichtig.

      Was jedoch viel brisanter ist:
      Wenn man Danneels über Jahrzehnte gekannt und gefolgt hat und genau liest was er alles getan und geschrieben hat, gibt es mehr als oberflächliche Vermutungen, sondern dagegen substanzielle Hinweise in Überfülle daß Danneels nicht auf dem Boden des Glaubens an Jesus Christus steht und sicher nich katholisch denkt, sondern daß er etwas ganz Anderes anstrebt.
      In diesem Kontext sieht die gewaltige Pädo-und Homophilisierung der Klerusstrukturen in Nordbelgien ganz anders aus: es ist offenbar so daß es sich um ein gewaltiges Netz von teuflischen Maschinerien handelt um den Glauben an den Herrn kaputt zu machen und anderseits etwas anderes dafür zu introduzieren.
      Man hat offensichtlich bis in den höchsten Etagen Angst um das festzustellen, zuzugeben (wahrgenommen haben sie es sowieso seit vielen Jahren) und ggf. anzupacken (wobei durch Freundschaften und Verbindungen auch Protektion bis auf höchster Ebene vorzuliegen scheint).
      Deus in adiutorium intende.

      • Geehrter Adrien Antoine,
        ich schrieb bewusst „Grinsen“, worin sich ja darin durchaus etwas ausdrückt, was man auch als diabolisch empfinden könnte.

        Aber Sie haben Recht, so wichtig ist das nicht!

        Die Etablierung der von Ihnen genannten Strukturen findet sich wohl nicht nur in Nordbelgien, sondern hier handelt es sich mittlerweile um ein weitreichendes Problem in der Kirche in Europa.

  5. Benedikt XVI. ist also nicht nur in seinem Pontifikat behindert worden, sondern es wurde ihm na-
    hegelegt auf sein Amt als Papst zu verzichten. Man kann ohne weiteres schlussfolgern, dass ihm
    auch gedroht worden ist. Was das Kirchenvolk von Anfang an vermutete, wurde von zuständigen
    Stellen als Verschwörungstheorie abgetan und zurückgewiesen. Jetzt wird aber durch eine Bio-
    graphie über Kardinal Dannels bekannt, dass es doch einen geheimen Zirkel und Netzwerk gab
    und noch immer gibt, mit der Beteiligung von Kardinal Lehmann und Kasper. Besonder Kardinal
    Lehmann wird nachgesagt, dass er weltweite Verbindungen hat, mit entsprechenden Zielen wie
    auch die Förderung von Franziskus als Papst. St.Gallen nennt sich dieses geheime Netzwerk und
    zeigt, dass im Vatikan nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Was die Zulassung von Geschiede- denenn zur Hl. Kommunion angeht, so war das schon immer ein Ziel von Lehmann, als er noch
    Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz war. Davon kann man ableiten, welche Macht Leh-
    mann entwickelt hat und über das Netzwerk “ St. Gallen “ seine Vorstellungen von Kirche, durch
    diese Kardinäle und Bischöfe doch noch durchsetzen will.

  6. Daß Daneels eine maßgeblicher Drahtzieher beim Konklave war zeigte sich schon bei seinem sehr prominenten Platz bei der Proklamation der Wahl Bergoglios:
    http://2.bp.blogspot.com/-TIY7wMe_cLo/UUDgytY1X-I/AAAAAAAAEjk/-516hIufS4k/s1600/Pope+Francis2+gss-130313-new-pope-13_grid-12×3.bmp
    Das ist sehr unüblich, eigentlich ein Novum, daß ein Kardinal, welcher weder ein besonderes Amt im Kollegium und in Rom inne hat so einen priviligierten Platz bekommt. Das spricht Bände.

    • Nichts Besseres zu tun ist gut, hatten doch diese Lobby-Simonisten („unsere Hirten“ stell‘ ich mir wirklich anders vor!), die von Anfang an den Plan hegten, die Kirche zu zerstören nie etwas anderes im Sinn.
      Noch schaut der Herr geduldig zu, frei nach dem Motto : Lasst beides wachsen bis zur Ernte. Der Tag des Herrn aber wird die Geister scheiden und ihre dunklen Pläne und geheimen Machenschaften zutage fördern: Dann „bleibt nichts verborgen was nicht offenbar werden würde.“ – Sind diese Kirchen-Mafiosis wirklich so verblendet zu glauben, sie könnten dem kommenden Gericht entgehen?

    • Grundsätzlich ist die Frage welchen Zweck hat eine Vereinigung, ist sie wie bei Homolobbies, Logen oder teilweise Studentenverbindungen auf Vetternwirtschaft oder Konspiration aus, ist es kriminell. Beim Andenpakt ist es aber anders dort stand ein existenzieller und politischer Grabenkampf im Vordergrund der teilweise bis ins nachrichtendienstliche geht und gegen solche Konspirationen vorgeht. Gewisse Dinge will diese satanische Homo-Mafia nicht in der breiten Öffentlichkeit, und wenn doch dann nur soviel davon wie es ihnen nützt!!! Apropos es gibt sogar Aussagen amerikanischer Nachrichtendienstlicher und polizeilicher Beamten über einen Pädophilenring im Weißen Haus. Seltsam das dann Mutti Merkel, das amerikanische Schosshündchen, beim Spiegel das Opfer dieses Andenpakts war und wohl behütet wurde, diese schwarze Witwe hat lauter kleine rosa Jungtiere überall verteilt in den Ämtern. Das Thema Anden ist so heiss, wenn sie zuviel darüber reden würden, würden sie Ziel einer Treibjagd sein, damit ist das Ende der Homo-Mafia verbunden! In den Anden wohnt der Tod der Homo-Mafia, mehr will ich dazu nicht sagen. Sie sind auf ein printmediales trojanisches Pferd aufgesessen, werte Jeanne, ist mir auch schon öfter passiert, irgendwann sitzt man auf dem richtigen Pferd. Als ob der Spiegel Ihnen sagen würde was wahr ist, hat der Spiegel oder das ZDF denn jemals berichtet das unter Hitler ein Atomwaffeneinsatz in Russland lange vor Hiroshima stattgefunden hat? – Nein! So sind sie die Medien, Werkzeuge nicht mehr! Der ehem. Politiker A.von Bülow weiss sowas auch wie mit der A-Bombe im Kurland und hat sich leicht verplappert oder auch absichtlich 😉 Wie auch immer von Bülow hat die Wahrheit gesagt, im Gegensatz zum Spiegel.

  7. Glaubt denn hier einer ernsthaft, dass dieser Akt eines abrupten Papstrücktritts ohne wirklich hinreichende Gründe (Benedikt könnte noch heute die Geschicke der Kirche spielend lenken), dafür aber präzisem Timing (Wahlbeteiligung Kasper), freiwillig und ohne perfidem Zwang geschah!? Ich bin mir sicher, dass mit dieser galligen Gruppe so mancher weltliche Geheimdienst, dem Bendedikts erfolgreiche Re-Katholisierung als ein gefährliches Hindernis auf dem Weg zur neuen Weltordnung erschien, sehr eng zusammengearbeitet hat, bis hin zur Manipulation des Konklaves. Das alles sind natürlich Spekulationen. Aber wie lässt es sich rational erklären, dass die Versammlung der Kardinäle sich mehrheitlich für diesen für das Petrusamt in jeglicher Hinsicht vollkommen unfähigen, aber den Gallener aufgrund seiner Persönlichkeitsstruktur so sehr zweckdienlichen Kandidaten geeinigt haben sollte.

    • Unglaublich, dass ein Mensch nicht davor zurückschreckt, sich im Papstkostüm zum Hampelmann der (Vereinten) Nationen zu machen.
      Wer das Gericht Gottes nicht mehr fürchtet, muss den Glauben verloren haben (falls er ihn vorher besaß).

    • Genau das Timing des Rücktritts ist sehr interessant. Mußte die Sedisvakanz noch vor dem 4. März 2013 beginnen. Mit dem 80. Geburtstag an 4. März hätte der einflußreiche Kard. Kasper sein Stimmrecht verloren.

  8. Papst Benedikt XVI. hatte sicherlich genügend Kenntnis von diesen Kardinälen, und zu Beginn seines Pontifikats bat er bekanntlich die Gläubigen für ihn zu beten, daß er nicht vor den Wölfen fliehe. Er war ja seit Anfang der 1980er Jahre die rechte Hand von Papst Johannes Paul II. Es gab in den 90er Jahren schon schwere Kämpfe mit den Kirchenfeinden, so daß sich der Papst damals genötigt sah, etwa ein Frauenpriestertum nochmals in unmißverständlicher Sprache für alle Zeiten auszuschließen.

    Papst Benedikt XVI. hatte alles gegeben, um die Kirche auf dem richtigen Kurs zu halten und zu festigen, aber dann mußte er wohl seinem Alter Tribut zollen. Anläßlich seines „Rücktritts“ am 11.02.2013 konnten die Gegner jubeln, aber er versalzte ihnen dennoch die Suppe ganz gehörig: er blieb nämlich Papst. Damit hatten sie nicht gerechnet. Papst Benedikt hat seine Würde gewahrt.

    „Papst“ Bergoglio`s eigene Unterstützer sägen an seinem Stuhl. Das muß man wohl sagen angesichts der offenen Plauderei der beiden Flamen und ihres Kardinals. So versteht man auch die Drohungen von Kardinal Marx. Sie tricksen sich selber aus und das Tor steht- wie es in der Fußballsprache heißen würde- sperrangelweit offen. Die treuen Kardinäle mit Papst Benedikt im Rücken brauchen eigentlich nur noch den Ball einzuschieben. Der Sieg liegt soz. in der Luft. Ich sehe das so pragmatisch, Entschuldigung.

    • das ist doch alles Unfug.
      Benedikt wird in Mater Ecclesia bleiben und wenn Franziskus demnächst auch noch zurücktritt, wird es eben dort eine PapstWG geben und das Papstamt wird durch ein Leitungsgremium ersetzt werden, wenn nicht (kleiner Scherz) Hans Küng, der ja immer noch Priester ist, der nächste Papst wird.
      Ich habe Kardinal Ratzinger sehr geschätzt, aber dieser halbe Rücktritt hat meine Wertschätzung, sehr ins Wanken gebracht.

      • Ratzinger und Bergoglio haben mehr gemein als es naive Konservative zugeben möchten. Sein Adlatus Gänswein hat das mehrmals bestätigt. Die Abdankung oder der „Rücktritt“ (als ob es sich beim Papstamt um ein weltliches Amt handeln würde, zu genau diesem wurde es durch Ratzingers Schritt letztlich degradiert und auch desavouiert) Ratzingers hat seine wahre Gesinnung aber eigentlich endgültig manifest gemacht. Trotzdem hoffen sie noch immer auf ihn und setzten ihre kindischen Träumereien bezüglich ihm noch weiter fort.

      • Sie reden Unfug, nicht ich mit Verlaub @ein besorgter Christ. Papst Benedikt hat gekämpft wie ein Löwe und kämpft weiter in Gebet und Aufopfern und hat sich das Papstamt von den Gegnern nicht entwinden lassen. Er hat nur die Amtsführung abgegeben, nicht das Amt.
        Eine Papst WG wirds nicht geben, auch wenn Ihnen das in Ihrer ideologischen Verbohrtheit wohl sicher zupaß käme.
        Ich glaube ihnen kein Wort, wenn Sie sagen, daß Sie Kardinal Ratzinger geschätzt haben, denn Kardinal Ratzinger hat als Papst nichts anderes gemacht als die wahre Lehre und Glaubensinhalte deutlich zu verkündigen.

      • @ Franzel

        Ich habe Benedikt auch einmal sehr geschätzt. Aber das war vor seinem Rücktritt und bevor ich seine ganzen Schriften gelesen hatte.
        Er ist in vielem eindeutig ein „modernistischer“ Theologe, das betrifft viele Gebiete, v.a. und zentral aber seine Ablehung der Sühnopfertheologie (er widerspricht ausdrücklich Trient in der „Einführung ins Christentum“), seine Psychologisierung des Wunders (widerspricht dem Vat. I) und noch einiges andere, darunter auch seine Herabsetzung Mariens in die „Scharnierrolle“ zwischen AT und NT (die an sich biblisch schwer begründbar ist. Solche Scharnierrollen haben Johannes der Täufer und auch Josef, der Mann der Maria. Sie selbst aber ist wesentlich an einem anderen Punkt, nämlich an dem Punkt, als Gottesmutter Himmeltor zu sein und nicht bloß Bindeglied zweier Bundesphasen, aber das wehrt er ausdrücklich ab!
        Ich kann auch nicht sehen, dass er wie ein Löwe kämpfte … er war wohlbehütet und hofiert. dass man ihn angriff, war teilweise unter Niveau, aber dennoch hat er ja steile Karriere gemacht, nicht wahr? Und Papst war er auch noch geowrden. Dann kann es mit seinem Märtyrertum nicht so weit hergewesen sein, jedenfalls bis jetzt.
        Jetzt hat er einen gepflegten Alterssitz und schaut abends Kommissar Rex.

      • @zeitschnur
        Man muss dabei aber unbedingt zwischen einem frühen und einem späten Ratzinger unterscheiden. Mag er als junger Professor und engagierter Teilnehmer von Vat. II noch modernistische Ansichten vertreten haben, muss man ihm doch zugute halten, dass er mit zunehmendem Alter einen Kurswechsel vollzogen hat, der mit dem Motu proprio von 2007 noch nicht abgeschlossen war. Auch einem Kardinal Ratzinger und späteren Papst Benedikt muss man einen geistlichen Reifungsprozess zugestehen dürfen.
        Vom ersten bis zum letzten Tag seines (bisherigen) Pontifikats hat er nichts anderes getan, als gründlich aufzuräumen und überall die göttliche Ordnung wieder herzustellen, soweit es in seinem Vermögen lag. Welche Gegenkräfte ihn dabei hinderten wird erst jetzt immer deutlicher.
        Von einem gemütlichen Altersruhesitz kann jedenfalls auch keine Rede sein, da er noch täglich an neuen Büchern schreibt und ihn die momentane Verfassung der Kirche bestimmt auch nicht kalt lässt.
        Ich sehe ihn wie Petrus in Fesseln – ähnlich wie Jesus am Kreuz – angenagelt – aber gerade in dieser Ohnmacht bricht die Allmacht Gottes herein. Ich bin mir sicher, dass er als Gefangener in Ketten noch mehr für die Kirche tut und vor allem leidet, als er es vorher konnte. Deshalb sehe ich seinen Rücktritt im Willen Gottes! Warten wir’s ab, die Zeit wird offenbaren welche Pläne der Allmächtige noch mit diesem tapferen Greis verfolgt.
        „Das Schwache aber hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen!“

      • sorry severin, das ist es ja gerade,
        wenn der Papst aus Schwachheit zurückgetreten wäre, weil er seine Geisteskräfte schwinden sähe, man hätte das im Falle Ratzinger, menschlich nachvollziehen können.
        So hießt es immer „Et ist ja so fit, er ist so geistig fit, er schreibt Bücher…..“
        Ja warum ist er dann zurückgetreten?
        Und warum hat er die, die gegen ihn waren, nicht abserviert?
        Er war ja der Papst!
        Oder noch mal anders: wenn die Piraten das Schiff erobert haben, warum erzählt man uns dann seit Jahren, auch von Seiten der Päpste und konservativen Bischöfe, es sei alles in Ordnung in der KIrche?

      • @ severin

        Ihre Deutung vom Petrus in ketten halte ich für sentimental – mit Verlaub. Benedikt hat es gemütlich, er lebt in beheizten Räumen, hat seine Leute um sich, er isst und schläft gut, kann sich den Luxus erlauben, um höchsten Alter noch Bücher zu schreiben.

        Was will man eigentlich mehr? Andere in seinem Alter sind seit 20 Jahren schon tot, um es mal pointiert zu sagen…

        Ratzinger hat sich in manchem gewandelt, aber nicht in allem. Sein jugendliches Plädoyer für die Zulassung wiederverheiratet Geschiedener zu hl. Kommunion hat er zumindest in der radikalen Form zurückgenommen. Aber auch er hat als Papst dafür plädiert, gescheiterte Ehen noch intensiver auf ihre Gültigkeit hn zu prüfen (mangelnder Ehewille).

        Gar nicht verändert hat er seine Einstellung zum Sühnopfer, das er sogar ablehnt. Das besagte Buch hat er sogar noch in seinem Pontifikat in Deutschland neu auflegen lassen.

  9. Die Hexenmeister der Hexenküche St. Gallen (wie passend wenn man Gallen von Galle ableitet) mischen in brodelnden Hexenkesseln ungeniert ihre Fliegenpilzsuppen und Giftcocktails und preisen sie den Menschen als Zauber- und Liebestränke an. Fast wie im Märchen, wenn da nicht die Sache mit dem happy end wäre……und selbst auf einen Harry Potter ist kein Verlass mehr…..

      • @zeitschnur
        Ach nee, was Sie nicht sagen! Das hat ja hier sonst keiner gewusst!!!
        Aber trotzdem danke für die Belehrung! Sie sehen es mir aber bitte nach, wenn ich den hl. Gallus nicht in der Hexenküche verbraten wollte? – Merci!

        Lobend darf ich aber feststellen, dass Ihre Kritik diesmal sehr konstruktiv war und nichts mehr von diesem überheblichen Rundumkahlschlag hatte, dem man hier manchmal schon zum Opfer fiel. Sie machen Fortschritte, weiter so! Lassen wir doch jeden so sein wie er ist und jeden so kommentieren wie er kann. – Der liebe Gott hat sich nun mal diese bunte Herde ausgedacht und das ist auch gut so!

      • @ kirchenmaus

        Bitte keinen Zickenkrieg hier – das nervt einfach nur!

        Ansonsten @ die selbstverschuldeten Platzhirsche: Der eine röhrt und markiert markig sein Revier, der andere denkt und spricht. Jedem das seine…

  10. Man möge die Passage über den Papst in der „Ständigen Anweisung der Alta Vendita“ (19. Jh.) nachlesen. DIE Verschwörung existiert, sie nimmt sich Zeit; das übrige steht in der Offenbarung des hl. Johannes. Das muss uns genügen. Das Gegrübel und Schwafeln über wer ist was wo und wann ist dummes Altweibergeschwätz; „Zeitschnur“ hat völlig recht.

  11. „Jemand, der nicht kanonisch gewählt, (aber) auf dem Höhepunkt jener Drangsal zum Papsttum erhoben worden sein wird, wird sich bemühen, in raffinierter Weise (wörtlich: mit Scharfsinn) vielen das tödliche Gift (wörtlich: den Tod) seines Irrtums einzuflößt.“

    aus der Papstweissagung, die dem hl. Franziskus von Assisi zugeschrieben wird.

  12. bei der Auslegung des 2 Thess 2 tut sich ein Dilemma auf, will man nicht die an Petrus ergangene Verheißung „Non praevalebunt“ unseres Herrn übergehen. Traditionell wird der, „der zuerst beseitigt werden muß“ mit dem Papst identifiziert. Und offenkundig ist der Widersacher, der sich in den Tempel Gottes setzt, kein rechtmäßiger Papst, sitzt er nicht rechtmäßig auf dem cathedra Petri. Und genau hierin liegt der Schlüssel für die Auslegung dieser Schlüsselstelle: Der Widersacher gibt sich als Papst aus, obwohl er nicht rechtmäßig, sondern mittels manipulierter Wahl aus einem Konklave hervorgegangen ist. Der Rest ist schnell erzählt: Nach dem großen Abfall: Wir blicken in eine globalisierte Welt, beginnen wir in Lateinamerika, wo es einer zahlenmäßig äußerst starken Kirche nicht erst seit dem 2. Vatikanischen Konzil nicht unbequem ist, mit Mitteln aus fernen, finanzstarken Kirchenprovinzen der Befreiungstheologie anzuhängen. Wir wollen nicht verschweigen, dass es in Afrika und Asien eine starke Bekennerkirche gibt, die sich vielerorts (noch) nicht in die Abhängigkeit europäischer Bischofskonferenzen gebracht hat. Aber auch hier besteht die Gefahr, dass das glaubensarme, gottvergessene Europa mit seiner vor allem in Deutschland zum Berufskatholizismus gewandelten Kirche massiv Einfluss nimmt. Und Deutschland selbst, das Nachfolgeland des Sacerdotiums? Hier gibt es aktuell ca 26 Mio Katholiken. Von diesen gehen ca. 10 % sonntäglich zur hl. Messe. Glaubt von diesen ein Viertel an die Realpräsenz?

    Er wird alle, die verloren gehen, betrügen und zur Ungerechtigkeit verführen

    Am 8. Dezember 2015 tritt das neue Motu Proprio in Kraft. Welch ein bedeutungsvolles Datum, das hier ausgewählt wurde: Wir feiern Mariä Empfängnis, den Tag, an dem Gottes Ratschluss durch die Ausnahme von der Erbschuld der natürlichen Empfängnis Mariens durch Anna und Joachim in Kraft trat. Für den Verfasser des Schreibens wohl ebenfalls sehr wichtig, der 50. Jahrestag des Abschlusses des 2. Vatikanischen Konzils. In diesem Motu Proprio wird eine völlig neue Lehre autoritär eingeführt. Die absehbaren Folgen für die Weltkirche waren bereits in Nordamerika erprobt worden. Die Aussagen des menschgewordenen Gottes zur Ehe werden damit in der Praxis auf den Kopf gestellt. Die heilige katholische Kirche, die Hüterin der reinen, unverfälschten Lehre wird zum stromlinienförmigen, zeitgeistkonformem Mittel, eine gottferne menschliche Praxis zu legitimieren bzw. sie pharisäisch umzudeuten.

  13. Wie aber sind die Konsequenzen

    Versuchen wir also, von Gott her zu denken: Was passierte mit dem Volk Israel, wenn dieses Gottes Wege verließ, zu murren began und Götzen anbetete? Gott überließ sie den Konsequenzen ihres eigenen sündhaften Handelns. Was also erwartet uns? Wir können es lesen in der Bibel, vor allem im letzten Buch, in der Apokalypse. Aber auch in den sog. Privatoffenbarungen wie Fatima oder aber auch der Frau aller Völker. Und bei Deutung sowohl der 43. Botschaft der Frau aller Völker vom 5.10.1952 sowie dem eucharistischen Erlebniss der Seherin Ida Peerdeman vom 31.5.1965 fällt der Beginn der Amsterdamer Zeitrechnung auf den 8.12.1965. Die für die Menschheit so bedeutungsvollen Amsterdamer Jahre 50 – 54 stehen uns also unmittelbar bevor.

    Aber wie konnte es soweit kommen?

    Bedeuten diese Änderungen nicht, dass die Gesetze Gottes dem Menschen angepaßt werden? Wird hier nicht statt einem Dienst am Gesetz Gottes diesem Gewalt angetan, stellt sich hier nicht jemand über das Gesetz Gottes oder, um es auf den Punkt zu bringen, gibt sich hier jemand als Gott aus? Biblisch betrachtet kann der Fels, auf dem die Kirche erbaut ist, nicht vom Bösen überwunden werden. Biblisch ist aber auch vorgesehen, dass sich der Widersacher in den Tempel Gottes setzt. Diese aktive Formulierung kann nur bedeuten, dass dieser selbst initiativ wurde und nicht ordentlich auf den Stuhl Petri gewählt worden ist. Voraussetzung dafür ist, dass der beseitigt wurde, der die Macht des Bösen noch zurück hielt.Mit den im obigen Artikel angegebenen Fakten kann sich nun jeder selbst fragen, an welchem Punkt der Heilsgeschichte wir stehen.

  14. Göttliches Zeichen:
    Super-Blutmond vom Montag, 28. September

    Bei einer totalen Mondfinsternis schimmert der Mond in rötlichem Licht – aus diesem Grund wird der Mond dann Blutmond genannt. Vier solche aufeinanderfolgende totale Mondfinsternisse [Blutmonde] nennt man Tetraden. (Bezüglich Mondfinsternisdaten: Siehe http://www.eclipse.gsfc.nasa.gov)
    Beim Vollmond vom kommenden Montag, 28. September 2015, wird es sich um einen sogenannten Blutmond handeln. Genauer: Um den vierten der vier Blutmonde der Jahre 2014/2015. Genaue Uhrzeit dieses Blutmonds: Von 4:10 bis 5:23 in der Frühe, Höhepunkt der Rötung um 4:47 mitteleuropäischer Zeit. Die Daten der vier Blutmonde: 15. April 2014, 8. Oktober 2014, 4. April 2015, 28. September 2015. Erstaunlicher Zufall oder aber Gottes Plan: Alle vier der genannten Blutmonde ereigne(te)n sich jeweils an wichtigen – in der Bibel erwähnten – jüdischen Feiertagen! Und warum gerade an jüdischen? Jesus, Gottes Sohn, war bekanntlich Jude. Dieses Himmelsphänomen kann man also als Gottesbeweis deuten. Ausserdem bemerkenswert: Bei dem Blutmond vom kommenden Montag handelt es sich um einen Vollmond, welcher der Erde besonders nah kommen wird (sogenannter Supermond). Deswegen wird dieser gerötete Himmelskörper diesmal riesig erscheinen.
    Pfarrer John Hagee ist der Autor des Buches „Four blood moons: Something is about to change“ (2013). Er stellte Erstaunliches fest: Innerhalb der vergangenen ca. 500 Jahre, nämlich von 1494 bis 2014/2015, gab bzw. gibt es nur vier solcher „Vierer-Blutmonde“ (Tetraden), die mit wichtigen, in der Bibel erwähnten jüdischen Feiertagen (Passah, Laubhüttenfest Sukkoth) zusammenfielen bzw. zusammenfallen: a) 1493/1494 b) 1949/1950 c) 1967/1968 d) 2014/2015. Auffällig dabei: Drei davon (b,c,d) finden sich in gesteigerter Häufigkeit innerhalb der vergangenen 65 Jahre. Verblüffend: Die vergangenen drei Mal (a,b,c) stand diese äusserst seltene „Vierer-Blutmond-Feiertagskombination“ jeweils in Verbindung mit höchst bedeutsamen politischen Ereignissen in Zusammenhang mit den Juden bzw. mit Israel! Beweis:
    a) Zeit der vier Blutmonde der Jahre 1493/1494: Auf der Basis des Alhambra-Edikts (Vertreibungsdekret) vom 31. März 1492 fand eine krasse Vertreibung der Juden (aus Spanien) statt. Zitat Wikipedia: „Mit dem Edikt begann eine bis dahin beispiellose Vertreibung einer [jüdischen] Bevölkerungsgruppe …“
    b) Zeit der vier Blutmonde der Jahre 1949/1950: Im Jahr 1948 wurde der Staat Israel gegründet und die Juden kehrten (nach 2000 Jahren!) ins Land ihrer Vorfahren zurück. Im Jahr 1949, also im Jahr des Blutmondes, gewann Israel den Krieg gegen die arabische bzw. islamische Welt; Israel wurde im selben Jahr von der UNO als Staat anerkannt.
    c) Zeit der vier Blutmonde der Jahre 1967/68: Als Folge des 6-Tagekriegs (5. Juni bis zum 10. Juni 1967) zwischen Israel und arabischen Staaten kontrollierte Israel (unter anderem) Ostjerusalem. Man sprach fortan gar von einem „Gross-Israel“.
    d) Zeit der vier Blutmonde der Jahre 2014/15: Naheliegende Frage: Wird auch in diesen Jahren ein zentrales politisches Ereignis in Zusammenhang mit den Juden bzw. Israel stattfinden? –
    Es stellt sich nun die Frage: Mit welchem höchst bedeutsamen politischen Ereignis in Zusammenhang mit den Juden bzw. mit Israel wird die aktuelle „Vierer-Blutmond-Feiertagskombination“ der Jahre 2014/2015 in Verbindung stehen? Man mag beten, dass sich nicht ein Krieg mit Israel anbahnt.
    Ist es nicht erstaunlich, dass sich dieses äusserst seltene (!) „Feiertags-Super-Blutmond“-Phänomen ausgerechnet inmitten der brandheissen aktuellen weltpolitischen Ereignisse (bevorstehende Synode im Oktober, Völkerwanderung und drohender Bürgerkrieg in Europa, drohender weltweiter Finanzkollaps, drohender Dritter Weltkrieg, etc.) zeigt? Blutmonde sind gemäss Bibel göttliche Zeichen (Joel 3,4; Apostelgeschichte 2,20-21; Lukas 21,25-26).
    Prochristo1

  15. @Prochristol: Danke fuer diese sehr interessante Berichte. Wir koennen nur beten! Dass unserer Papst Benedikt mit Arglist vertriebeb worden ist, dass hatte ich mich immer schon gedacht, und jetzt hat dieser Kard. Danneels es mit Stolz[!] selber verraten! Ein nicht-glaubiger Bekannter von mir sagte, das war schon immer so dass Paepste Feinde und Verraeter um sich hatten die versuchen sie zu stuerzen.Dass es also nichts neues ist.Und dass einige frueheren Paepste auch ermordet worden seien.Dass das halt Kirchengeschichte ist.Mir trifft es aber jetzt so sehr, da ich Papst Benedikt so sehr liebe.

    • Lieber @ anjali jain,
      ich bin ganz gerührt von Ihrer Liebe zu Papst Benedikt. Auch ich liebe ihn sehr und bete, dass der Herr ihm noch lange eine gute Gesundheit schenkt. Ich würde mir wünschen, dass alle Priester, die hier mitlesen, ihn täglich in die Hl. Messe miteinschließen.
      Deo gratias!

  16. Eigentlich ist das eine überflüssige Frage.
    Nach der authentischen Lehre der Kirche lenkt ausschließlich der Heilige Geist das Konklave, und nicht irgend ein „geheimes Netzwerk“.
    Doch spätestens seit der letzten Papstwahl 2013, die auf den unsäglichen Borgoglio fiel, kann ich der Lehre der Kirche – zumindest in dieser Hinsicht – keinen Glauben mehr schenken. Entweder war es tatsächlich ein gemeines (ist kein Verschreiber!) Netzwerk, oder der so viel und oft gelobte und beschworene „(Un)Geist des Konzils“, aber ganz sicher kein Heiliger Geist.

    • Wenn ein Grüppchen von auserwählten Konklavianern im Vorfeld der letzten Papstwahl verschiedene Kontinente bereist hat, um mit Gleichgesinnten geheime Absprachen zu treffen und auszumachen wer wen wann und wie zu wählen hat – dann wurde der Hl. Geist beim letzten Konklave total ausgesperrt! Wahrscheinlich saß deshalb eine weiße Taube außen auf dem Dach der Sixtina, während man drinnen wählte! Der Hl. Geist wurde ergo durch den Vogel (das Hirngespinst) elitärer Kirchenmänner ersetzt – und was dabei herauskam haben wir jetzt auszubaden!

    • Nach der Lehre der Kirche lässt der Heilige Geist es aber durchaus auch zu, dass Seinem Wirken in einem Konklave sehr menschliche Widerstände entgegengesetzt werden können… Es hat in der Kirchengeschichte schon immer mal Päpste nicht nach dem dem Willen Gottes sondern nach dem Willen der Menschen gegeben. Vielleicht war es sogar die Mehrheit der bisherigen Päpste… Ich fürchte, damit muss man leben, ohne gleich von Glauben an die Vorsehung Gottes abzufallen. Ich bin mir sicher: Wir haben zur Zeit genau den Papst, den wir verdienen!

      • Da der liebe Gott allmächtig und allwissend ist, geschieht nichts unter der Sonne was nicht Seinen unergründlichen Ratschlüssen entsprechen würde.
        Auch die bösen Geister sind nach wie vor Engel, wenn auch gefallene, die IHM dienen müssen und die ER benutzt um SEINEN HEILIGEN WILLEN zu vollstrecken. Sie haben großen Anteil daran, an unserer Heiligung mitzuwirken. ER allein versteht es auf kummen Zeilen gerade zu schreiben….

        Die HL. SCHRIFTEN müssen sich erfüllen!

      • Danke für die Differenzierung – der Papst ist ein Sünder, er fällt nicht vom Himmel und er kann sich willentlich gegenüber dem Hl. Geist verschließen, ebenso wie alle anderen Menschen, Konklavisten eingeschlossen.

      • T. de Ahumada

        Genau das, was Sie hier hervorheben, findet sich in den GS von Joseph Ratzinger, Bd. 8/1 „Kirche – Zeichen unter den Völkern“, in den Betrachtungen zum Charakter und Wesen der Bischofssynode.

        Der Hl.Geist wirkt, aber er zwingt nicht!

        Die Sünde ist des Menschen alleinige Tat.

  17. Ein interessanter Hinweis, deren Botschaftsgehalt ich nicht deuten kann:
    Die Rücktrittserklärung von Papst Benedikt stammt vom 11.02.2013, dem 84. Jahrestag der Lateranverträge, die die Unabhängigkeit des Vatikans festschrieben. Ich glaube jedoch nicht,
    dass es sich bei der terminlichen Übereinstimmung um einen Zufall handelt. Benedikt hat m.E.
    damit ein Zeichen setzen wollen.

    • Und welches?

      Oder ist nicht irgendwie fast an jedem Tag ein Gedenkdatum an irgendwas? Es gibt ganze Bücher darüber…

      „Unabhängigkeit des Vatikans“ ist euphemistisch ausgedrückt… der Vatikan schloss unter der faschistischen Regierung diese Verträge, gewissermaßen das „bittere“ Ende eines Prozesses, in dem der Kirche durch die italienische Einigung fast aller Raum genommen worden war…

  18. Es kann jetzt niemand mehr behaupten, daß die Wahl des mediokren, und unfähigen Modernistenknechtes Bergoglio, nicht durch ein dunkles Komplott zustande kam. Doch
    Benedikt XVI. wußte sehr genau, was für üble Machenschaften schon während seiner
    Wahl gelaufen sind, und wer dahinter stand. Es war in seiner Macht diese Kräfte zu
    eliminieren. Er hat es nicht getan. Für mich ist Benedikt als Papst nur ein mit traditionellen Gewändern behangener Modernist gewesen. Er hatte nie vor die Tradition voll und ganz
    zu unterstützen, sonst wäre das Motu proprio „“Summorum Pontificium“ viel klarer und eindeutiger
    zugunsten der Tradition formuliert worden.

    • @Reichsrömer
      Ihr Name scheint ihr Programm zu sein! Es ist jedenfalls äußerst lieblos und abschreckend, so von Papst Benedikt zu reden!
      Die Tradition ohne Liebe, wie sie leider von vielen Tradionalisten praktiziert wird, ist leere Fassade und führt nicht zum Heil. Weil GOTT die LIEBE ist, hat jedes religiöse und liturgische Tun nur einen Sinn, wenn es zu dieser größeren Liebe hinführt. Am Ende zählt nicht das Zeremoniell – allein die Liebe ist der MASSSTAB GOTTES !

      • Dennoch spricht der Reichsrömer etwas Wahres aus: Benedikt hat sich traditionell gegeben – was Kleider und Style betrifft. Aber seine Worte sind und waren es nicht. Ebeneso wenig seine Handlungen. Es ist nicht lieblos, das nüchtern festzustellen, sondern vernünftig.

      • @zeitschnur
        Wie ich oben schon sagte, kommt es nicht darauf an, ob die Worte von Papst Benedikt traditionell (= nur Fassade!) waren oder nicht, sondern allein darauf, dass bei Benedikt Wort und Tat übereinstimmten und dass er die LIEBE lebte !
        Wann wird auch der letzte Tradionalist verstehen, dass Tradition allein (= weil man’s halt so macht und nicht anders!) noch lange keine Eintrittskarte für den Himmel ist?

      • @ mira

        Erstens bin ich kein Traditionalist, sondern ein Traditionalistenkritiker (dafür muss ich mich regelmäßig von einem Tradi-Shitstorm auf niedrigstem Niveau überschütten lassen).

        Zweitens sehe ich Benedikt als einen in sich sehr wohl schlüssigen „Typus“ in der Kirche an – aber für ihn bedeutet die Ästhetik v.a. Ästhetik. Er steht zu den Insignien seiner Sozialisation, ohne sie als Ausdruck einer ewigen Wahrheit zu betrachten.
        Ich denke, er steht Martin Mosebach nahe: Man will nicht formlos sein, man will Ästhetik, um sich darin einigermaßen zu „erden“ und zugleich zu „himmeln“, aber man verknüpft mit dieser Form keine ausschließliche Wahrheit.

        So war alles, was Benedikt tat: Das MP „Summorum pontificum“ sagte im prinzip, dass Ritsu A und Ritus B gleich gut sind und gleich wahr, genauso war es mit dem „pro multis“. In einem früheren Buch vertrat er die Ansicht, dass das „pro multis“ und das „für alle“ sich gegenseitig sogar ergänzen bzw. notwendig bedingen würden.

        Tradis haben das missverstanden und dachten. Hurra! der Papst „räumt jetzt endlich auf“.
        In Wahrheit hat er aber nur den modernistsiche Fundamentalismus liberalisiert und auch das Alte wieder zugelassen, ohne selbst dafür zu optieren.

        Motto: Mal sehen, was daraus wird.

        Ja, das ist schlüssig, aber ist es katholisch?

    • Sehr richtig. Die Abdankung Ratzingers machte seine liberale Gesinnung endgültig manifest. Ratzinger war und ist ein großer Blender. Sie sehen es ja wie naive Konservative noch immer ihre infantilen Hoffnungen ganz auf ihn setzen. Ratzinger war immer Liberaler, freilich hat er die Radikalisierung vieler seiner Gesinnungsfreunde nicht mitgemacht. Deswegen nannten sie ihn „konservativ“. Er ist einer der schwächsten Päpste der Neuzeit. Sein Pontifikat hat der bergoglianischen Smuta den Weg bereitet.

      • Lieber @J.G. Ratkaj,
        Ihre radikalen Ansichten über Papst Benedikt erschrecken mich aufs Heftigste, haben Sie doch hier bisher das Bild eines verständnisvollen, besonnenen und gerechten Kommentators abgegeben. – Wirklich sehr traurig und schade, dass Sie für diesen heiligmäßigen Papst keine anderen Worte finden und ihm derart feindlich gesinnt sind.
        Papst Benedikt hat ALLES ihm Mögliche getan, um das Schiff der Kirche wieder auf Kurs zu bringen. Die „Meuterei auf der Sancti“ hat gezeigt, dass das Schiff längst von feindlichen Piraten eingenommen war, gegen die der zielstrebige Kapitän nicht die geringste Chance hatte. Es blieb ihm keine andere Wahl, als das Kommando den Piraten zu überlassen!
        Ganz ehrlich, wären Sie in der Lage, dieses hohe Amt auch nur einen einzigen Tag zu bekleiden?

      • Nein. Es ist Ihre Sicht, OK. Wer Papst Benedikt XVI. war und ist, weiss der Allmächtiger Gott. Ich bete für den Papst Benedikt XVI, dankbar.

      • @mira
        „Meuterei auf der Sancti“, das gefällt mir. Mich erinnert es eher an „Die Schatzinsel“. Das Schiff der Schatzsucher hieß Hispanola und passt ja zu den Jesuiten, der Pratenkapitän Silver hat einen Papagei und Käpt‘n Franzl twittert gerne und Silver humpelt was ein Indiz ist da Käpt‘n Franzl gerne den Namen Jesus bei seinen Reden öfters vergisst. Ein Pirat heisst auch Israel in dem Roman, sogar der Pantheismus ist bei dem mit Ziegenhäuten bekleideten und verwilderten Benn Gun wiederzufinden. Auf der Schatzinsel ist ein Teleskophügel wo wir wieder bei den Jesuiten sind, die Schatzkiste haben die Piraten aber nicht bekommen, ein gutes Omen.

      • @Heinrich
        Die von Ihnen aufgezeigten Parallelen sind nicht nur witzig, sondern treffen direkt ins Schwarze. Das Wort „Piratenkapitän“ für Papst werd‘ ich mir merken, da wir nach Pirat Daneels Outing im Moment ja keinen solchen mehr haben und schließlich beide Wörter mit „P“ anfangen. An das Happy End mit dem Schatz glaub‘ ich auch, da der Regisseur den Film schon im Kasten hatte, bevor er überhaupt abgedreht wurde! Die Piraten freuen sich zu früh – das Schiff lässt sich nicht kapern!……..die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen….

    • „Mit traditionellen Kleidern behangener Modernist“? Benedikt XVI. war nie mit Etwas behangen, er hat diese Gewänder getragen, in Demut, im Amt des Papstes, des Nachfolgers Petri, zur Ehre Gottes. Das ist meine Sicht. Gelobt sei Jesus Christus. Amen.

  19. Hoffentlich lesen möglichst viele Bischöfe, die an der Synode teilnehmen werden, was der elende Daneels da offenbar von sich gegeben hat.

    Es beginnen anscheinend auch schon die Versuche -lt. Meldung von Rorate Caeli- das Ganze unter den Teppich zu kehren bzw. zu relativieren. Verständlich!

    Daneels hat in seiner senilen Hybris ein bißchen zu viel geplaudert!

    Peinlich vor allem für Bergoglio! Herrlich, wie Daneels seine Kreatur jetzt selbst ad absurdum führt!

  20. Dass die Vorgänge um den Rücktritt Benedikts mehr als dubios waren, sieht ein Blinder mit Krückstock – selbst die Außenwelt sieht das.

    Dennoch ist Vetternwirtschaft, Intrige, Simonie, Nepotismus in der Kirche absolut nichts Neues. Man kann sogar sagen: dieses Unwesen kennzeichnet die Kirche seit der konstantinischen Wende. Immer wieder musste sie in Reformprozessen genau dieses Unwesen abwerfen, bis es wieder zurückgeschwappt kam – in neuen Gewändern.

    Auch Pius XII. soll ja einem relativ ungehemmten Nepotismus gefrönt haben.

    Glaubt hier jemand im Ernst, dass Kirchenfürsten JEDER Couleur nicht schon immer hintenherum Strippen gezogen haben und versucht haben, ihre „Männer“ an die „richtigen Stellen“ zu setzen?

    Mir kommt es eher so vor, als zeige dieses Unwesen seine Fratze heute ohne fromme Larve, etwa so, als würde ein böser Geist, der bislang immer schön tat, mit einem Mal die Maske abreißen und sagen: Ihr Deppen, jetzt seht ihr endlich, wie ich wirklich bin… und auch dann weiß man nicht, ob er es vorher schon war, dessen Unwesen wirkte, oder ob er es sich nun anmaßt und Schieflagen aus der Zeit davor nur für seine Zwecke ausnutzt…

    • Es gibt eine neue Dimension des Bösen in der Kirche und die hat auch etwas mit dem Versuch zu tun, die Lehre der Kirche hinsichtlich Schöpfungsordnung in ihr Gegenteil zu verkehren. Ich glaube, es ist bis heute nicht begriffen worden, was da wirklich mitten in der Kirche vorgeht. Der Skandal um durch Priester missbrauchte Kinder – durchweg Jungs – hat doch die Pforte der Hölle ein Stück weit geöffnet. Kann man sich denn etwas Grauenhafteres vorstellen als solchen Missbrauch durch Hirten, die dem Seelenheil der Menschen dienen sollten? Was heißt das für die Priesterausbildung, welche Rückschlüsse muss man da einfach mal ziehen, auch wenn es schmerzlich ist. Mir hat in den frühen 80er Jahren ein Theologiestudent über verheerende Zustände am Priesterseminar in St. Georgen in Frankfurt am Main berichtet. Praktizierte Homosexualität war da keine Ausnahmeerscheinung sondern offenbar die Regel, zumindest stellte es der junge Mann so dar. Damals schien mir das so unglaublich, dass ich die Beschreibung der Zustände nicht glauben wollte. Heute weiß ich, dass das eine sehr voreilige Einschätzung meinerseits war.

      Papst Benedikt wurde von einer bestimmten Gruppe, die in der Kirche nahezu eine absolute Macht gewonnen hat, zum Rücktritt mehr oder weniger gezwungen, indem man ihn immer weiter isolierte. Dieser doch recht feinsinnige Mann ist solch widerlichen Intrigen nicht gewachsen, ob man das nun gut findet oder nicht. Man darf hier auch nicht übersehen, welche Bösartigkeit da am Werk ist, wenn selbst kleine Kinder kein Tabu sind! Der bis heute nur zum Teil aufgedeckte Missbrauch von zumeist Kindern männlichen Geschlechts ist nicht einfach nur ein Makel der Kirche, es ist das in der Kirche wohnende Grauen, es ist wie eine nochmalige Kreuzigung des Herrn!

      Und nun erklärt Papst Franziskus medial sehr nett inszeniert den Missbrauch für eine Schande der Kirche und gleichzeitig holt er Kardinal Danneels zur Familiensynode, dem man nachsagt, er könne sich nicht rühmen, konsequent in Belgien Missbrauchsvorwürfen nachgegangen zu sein! Zudem steht Danneels doch für eine „Modernisierung“ der Kirche, die gerade das Sündenverständnis beweisbar relativiert hat, sonst hätte es doch solche Priester, Bischöfe und Vertuschungen bis hin zum Vatikan gar nicht geben dürfen. Will Papst Franziskus nicht sehen, was da in der Kirche los ist oder ist seine Demutsgeste ein bloßes Lippenbekenntnis, die, wie so oft seit diesem Pontifikat, zwar medial sich gut verkauft, aber darum am eigentlichen Übel gar nichts ändert.

      Wer bitte hat denn die Jungen in der Kirche missbraucht und welche Neigung war da im Spiel?

      Papst Benedikt hat hier noch als Präfekt der Glaubenskongregation deutliche Worte gefunden.

      Und dann hört man heute von Kardinälen nur von Diskriminierung!

      Gab es keine Täter sondern nur Opfer?

      • Ob das wirklich so ist? Oder entzaubert sich nur für uns etwas, das wir vorher illusionär gesehen haben?
        Immerhin wurde schon im 19. Jh die Verkommenheit des Klerus beklagt – nicht zuletzt in La Salette, das immerhin die Priester als „Kloaken“ bezeichnet.

        Das Aushebeln der „Schöpfungsordnung“ gehört zu den Folgen des Sündenfalss – das darf man nicht ausblenden. Will saen: die Schöpfungsordnung ist tief verwundet seit Adam und Eva und hat sich in der Kirche zwar teilweise erholen können, aber eben nur teilweise, denn das Böse hat von Anfang an weitergewirkt – in der Kirche, nicht außerhalb (!) – und es bis heute nicht geschafft, hier Ordnung und Gerechtigkeit zu schaffen.
        Das fängt damit an, dass man zwar die Sünde theoretisch benannt hat, auch die restauration der Frauenwürde – zumindest theoretisch und auch in manchen Vollzügen – aber weithin hat man ind erselben Kirche, die hier Heilung verkündete, dieselbe auch wieder erfolgreich unterlaufen, und dies vonseiten der Kleriker.
        Das ganze Thema ist also hochkomplex.
        Es war früher nicht alles gut, und man wusste einfach auch vieles nicht oder verwechselte den ungerechten Status quo mit der „Schöpfungsordnung“.
        Zölibatsbruch gab es immer, zu manchen Zeiten besonders ekelhaft, dann besann man sich wieder etwas mehr. Kindesmissbrauch ist ebenfalls keine Erfindung der Postmoderne… Und dass es nun eher Knaben als Mädchen betrifft, ist kein Grund, das Vebrechen nun „schlimmer“ zu finden. Es war auch schon gegenüber den Mädchen eine himmelschreiende Sünde.
        Auch die sexuelle verstümmelung förderten Kirchenfürsten in der Vergangeheit – man denke nur an die Kastraten (wurde in der Kirche erst 1904 abgeschafft). Und warum Kastraten? Weil man die Schöpfungsordnung nicht anerkennen wollte, in denen es eben die Frauen sind, denen Gott die hohen Stimmen gegeben hat. Aus Hass gegen die Frau verschnitt man Männer, um die Frau zu ersetzen, wo Gott sie eigentlich hingestellt hatte.

        Wenn man erst einmal so anfängt weiterzugraben, entdeckt man, wie verkommen der Klerus auch scon lange zuvor gewesen sein konnte – nicht alle und jeder, aber in Wellen mal mehr mal weniger.

        In einem Punkt aber gebe ich Ihnen recht: dass man diese Verkomenheit nun auch liturgisch und lehrmäßig installiert, das gab es so früher nicht, – aber das berührt das verkommene Tun nur insofern, als es dasselbe erleichtert hat, denn es war so oder so da.

      • Geehrter @Suarez,

        Vor ein paar Tagen erschien auf der gut informierten Website http://www.kavlaanderen.blogspot.be ein Artikel über die psychiatrische Hintergründe der Pädophileskandalen in Belgien und über die Rolle von Danneels.
        Da fiel der Terminus TPS („Theatralische Persönlichkeitsstörung“), mit Histrionie und nicht selten gewaltige Fixierung auf abstoßendes (uns anstoßgebendes) sexuelles Verhalten.
        Über dieses Kapitel wird in allen Sprachen geschwiegen.

        Wo vanGheluwe sitzt bzw. was mit ihm seit 2011 passiert ist, weiß man nicht;
        zu Bischof geweiht , kann er nicht „entweiht“ werden bzw. könnte er ggf.andere Bischofsweihen durchführen und jede Menge Unfug begehen; er ist offensichtlich, weil uneinsichtig (und gerade bei der TPS eine sehr hohe Rezidivgefahr besteht), „gerollt“ worden, sprich entführt und sichergestellt.

        Nicht zu unrecht hat Danneels hier von „Mafia“ gesprochen- er wuird es sicher wissen.
        Es kommt noch schlimmer:
        In der Dutroux-affäre (belgischer Kriminelle der junge Mädchen entführte und teils tötete, dabei hauptsächlich Pädokreise belieferte) wurden die Hintergründe nie aufgedeckt; einige Verdächtigte starben, einige Täter wurden getötet.
        Am Ende blieb das Fundamentale total unklar.
        Immer wieder wurde jedoch ein Hotel „Cromwell“ in Knokke an der belgischen Küste als Treffpunkt für diese Kreise genannt, wo offensichtlich auch hohe britische Politiker (von anderen Nationen will man erst nicht reden) sich trafen;
        und wie man hört, kam auch der damalige Bischof von Brügge (Provinz Westflandern, wozu Knokke gehört) vanGheluwe regelmäßig in dem Hotel Cromwell vorbei.
        vanGheluwe hatte da pastoral und vom Amtswegen nichts verloren.
        Auwei.

        Die kirchliche Hierarchie wurde ab den 70er Jahren teilweise massivst durch Sexualmaniakken durchsetzt mit Bildung von Netzwerken und auch mit Feiern von dämonischer Ausprägung.
        Es gibt einige seriöse alte Priester die dadurch seelisch total geknackt sind und sich sterben ließen.
        Das letzte Wort ist da noch nicht gesprochen.

      • Liebe Zeitschnur.

        Die Kirche ist eine Kirche der Sünder. Das war sie auch schon vor der konstantinischen Wende, denn die Auseinandersetzung darüber war ja davor.
        Der Mensch ist so. Und deshalb gibt es die Hierarchie, daß sie gegen die immer vorkommenden Verbrechen einschreitet.
        Daß die Hierarchie hierin in unserer Zeit versagt hat, ist die Folge der Barmherzigkeitsduselei nach dem II. Vaticanum. So hat es sogar der entsprechende Bericht des irischen Parlaments hervorgehoben.

        Auch die Kirche muß in der Welt arbeiten. Sonst geht sie unter. Und auch das muß man, wie alles Menschliche, verstehen. Das mit den Kastraten war auch wohl nicht dem „Haß auf Frauen“ geschuldet, sondern der gleichen Vorsicht, aus der heraus man auf den Segelschiffen keine Frauen an Bord hatte.

      • Geehrter @Suarez,

        Als papabile bei der Konklave 2013 wurde Bergoglio damals kurz vor seiner Wahl nach den Pädofilieskandalen befragt, worauf er antwortete „…daß, wie man hörte, dies in einigen Bistümern ein Problem schien gewesen zu sein… aber daß er persönlich davon nichts wußte…“

        Bei der Konklave 2005 spielte die Pädophilie in der Kirche eine gewaltige Rolle, und wohl in der damaligen Konfrontation von Danneels (der sog. „Johannes XXIV“ nach seinen unvorsichtigen Aussagen bei seiner Abreise aus Mecheln) gegen Joseph Card. Ratzinger.
        Den Kardinälen wurde übrigens vor der Konklave eine Dokumentationsmappe mit einschlägigen Abbildungen aus dem von Danneels verteidigtem Religionsbuch Roeach3 ausgehändigt.
        (Die Abbildungen sind im Internet minuskül u.a. unter dem Google-stichwort „Jef Bulckens“ zu sehen).
        2005 reiste Danneels äusserst böse sofort nach der Papstwahl v. Benedikt XVI ab, und nahm als Affront nicht einmal an der an die Kardinäle angebotene Festmahlzeit teil.

        2013 nach der Wahl stand Danneels nebst Franziskus auf der Loggia.
        2014 wurde Danneels als persönliche Gast von Franiscus auf die erste Synode für die Familie eingeladen.
        2015 wurde Danneels als persönliche Gast von Franiscus auf die zweite Synode für die Familie eingeladen.

        Hier ist von Nichtwissen keine Sprache, auch nicht von Nichtwissenwollen.
        Die Worte Unseres Herrn Jesus‘ Christi sind von allen gekannt;
        und hier wird mit Absicht und öffentlich demonstriert, was man davon und von den treuen Gläubigen hält.
        Im Übrigen liefen parallel mit den Schandtaten in Belgien auch in Argentinien ähnliche Sachen ab (z.B. „Sana me con ti boca. El arte de besar“ 1995 Lumen, Buenos Aires, v. Fernandez; und an der anderen Seite des Rio de la Plata, in Montevideo (Uruguay) die Estbattementen von Mario Battista Ricca (jetzt im domus Santa Marta gelandet).
        Spielt alles keine Rolle.

        Es ist doch alles seit Langem gut und breit bekannt;
        aber Mut war nie die hervorragende Tugend von Leuten an der Spitze.

      • @Wolfgang Franz
        Im Vatikan war Kastration eher im künstlerichen Bereich der Musik einzuordnen und nicht wie im heidnischen Elagabal-Kult der leider in den ersten 2 Jhd.n.Chr. in Rom aufflackerte, wo Kastraten neben Homosexuellen, Transvestiten und Tempelprostitution gefordert war. Warum kastriert man eigentlich nicht jeden Priester, wenn man sowas duldete bzw. von anderen einforderte? Eine provokante und fiktive Frage, doch eigentlich wäre es ja eine „zöllibatäre Garantie“ und ein Totschlagargument um eine Infiltration Homosexueller im Vatikan zu vermeiden. So schnell wie die homosexuellen Priester türmen würden könnte man gar nicht schauen. Auf die Idee kam man nicht, aber um der lieben Kunst willen um sich am Gesang zu erfreuen war es dann wohl doch genehm genug. Sehr suspekt ist das mit dem Kastratentum im Vatikan.

      • @ Wolfgang Franz

        Ich gebe Ihnen insofern recht, als die Kirche eine Kirche der Sünder ist. Aber Sie haben nicht recht damit, dass die Aufgabe des Klerus wäre, hier den moralischen Wächter zu spielen.

        Aufgabe des Klerus ist, die Überlieferung lebendig weiterzugeben und die Sakramente zu spenden.

        Ganz und gar nicht recht geben kann ich Ihnen bei Ihrer Meinung, der Verfall der Moral hätte erst mit dem Vat. II angefangen. Das ist einfach historisch ganz falsch. Vielmehr hat sich der Klerus in manchen Phasen mehr Hurerei erlaubt als das gemeine Volk – verzeihung, aber das sind einfach Fakten. Das ist nichts Neues.

        Und da stellt sich schon die Frage, wie solche, die selbst verkommen leben, noch in rechter Weise die Überlieferung weitergeben können.
        Sie mögen die Sakramente spenden können, aber man kann mit ihnen keinerlei weitere Gemeinschaft haben und schon gar nicht nach ihrem Vorbild leben.

        Der Ausbruch des Vat. II war auch (aber nicht nur!) eine Antwort auf die katholische Doppelmoral. Immerhin waren es im 19. Jh v.a. auch die Reaktionäre, die, die so ganz besonders fromm taten, die teilweise ein säuisches Leben lebten, mit Mätressen, ständigem Ehebruch und maskulinem Zynismus. Seltsamerweise hat daran auch schon damals keiner der Päpste Anstoß genommen – so lange seine Position gestärkt wurde, schluckte der Vatikan offenbar jede moralische Sauerei.

        Es tut mir leid – ich bin selbst viel zu lange solchen naiven Vorstellungen erlegen, aber wenn man mit wachem Blick die Geschichtszeugnisse ansieht, ergibt sich kein rosiges Bild, ja: nicht mal ein akzeptables.
        Und daher ist es folgerichtig und nachvollziehbar, dass in La Salette der Klerus als „Kloaken“ betitelt wurde (!) und ein „Wehe“ über der Machtbesessenheit der Bischöfe ausgerufen wurde (und das betraf ganz besonders die Reaktionäre!).

        Ich fürchte, das Klischee, das in den Köpfen der Tradis wabert, ist ein falsches Schwarzweißbild, das sie unfähig macht, die Realität gestern und heute zu verstehen. Sie antworten mit Wahn auf Wirklichkeit.

        Insgesamt erinnert mich diese typische Tradi-Geschichtsdeutung an die hochideologische marxistische Geschichtsschreibung, die aus jedem historischen Konflikt, un sei er 1000 Jahre her, eine Klassenkampfsituation rekonstruiert hat. Dabei wurde sehr viel schön- und sehr viel schlechtgeredet. Aber die Quellen wollte man nicht in ihrer Gesamtheit anerkennen.

      • @ Suarez

        Ja, es ist schrecklich und wenn man sich noch dazu vergegenwärtigt, was es für die spirituelle Dimension bedeutet, da die immer noch vorhandene Gnadenvermittlung von diesen Kardinälen, Bischöfen und Priestern nach unten erfolgt, so verstehen wir da, was wir jetzt haben.

        Es scheint, dass die Befürwortung der Homosexualität, welche eigentlich nur aufgrund der eigenen Homosexualität vorhanden sein kann, das Auswahlkriterium für einen Bischof ist. Schauen wir uns doch die neuesten Aussagen von Koch, Woelki, Bode etc. an.

        Da Sie alle in den 1980-gern und Anfang der 1990-gern wohl studiert haben und wohl von den Jesuiten, wo sich dergleichen wirklich stark tummelt, beeinflußt worden sind, so ist wirklich zwei und zwei zusammenzuzählen.

        1. In der Seminaristenzeit „Infiziert“.
        2. Permanentes Doppelleben und Erpressbarkeit.
        3. Lobby-Bildung und gegenseitige Unterstützung
        4. Kirchliche Karriere
        5. Teilnahme an der Bischofsynode 2015.

        Ja, ja, der Teufel hegt auch langfristige Pläne. Er hat aber nicht das letzte Wort.
        Die verhältnissmäßige Jugend eines Bischofs spricht nicht unbedingt für ihn. Er ist unsicher, will den Älteren imponieren, zu ihnen gehören oder sie bekämpfen, was selten ist. Er ist auf diesem Posten unerfahren und von seinen Beratern abhängig. Wenn er noch erpressbar ist, so kann man ihn zu allem zwingen. Ist ja nicht das erste Mal, dass so etwas passiert.

        Hier ein angebliches Zeugnis von kard. Döpfner. http://www.herzmariens.ch/Eucharist/Handkomm/doepfner.htm

        Es kann echt sein und falls nicht, so hat der Verfasser ein überzeugendes Psychogramm gezeichnet, denn es hätte durchaus so sein können.

      • @Zeitschnur:
        Sie haben mich bzgl. der Hierarchie falsch verstanden. Ich meinte das Wächteramt der Hierarchie gegenüber dem Klerus. Nichts anderes.
        Trieb der Weltklerus mehr Hurerei als die Laien, so war das unterschiedlichen ökonomischen Situationen geschuldet. Ein reicher Prälat findet leichter eine Geliebte als ein armer Bauer. Sehr nett die Ausführungen des Caesarius von Heisterbach dazu.
        Als Vater eines Sohnes sehe ich aber einen fundamentalen Unterschied zwischen einer Geliebten und dem Mißbrauch kleiner Jungs. Das eine ist innerhalb der Natur, das andere in schlimmstem Gegensatz zu ihr. Ein Hurenskandal hätte nicht die US-Kirche fast und die irische gründlich zerstört.
        Bitte unterstellen Sie mir kein „naives Geschichtsbild“. Sie wollen selbst (zurecht) nicht angepöbelt werden, dann tun Sie es bitte selbst auch nicht.

      • @ Wolfgang Franz

        Ich habe vor allem mir selbst in der Vergangenheit ein naives Kirchengeschichtsbild bescheinigt… und dann auch nicht Ihnen persönlich, sondern einer gewissen „typischen“ Tradi-Lesart… die sich in der Kirche „früher, vor dem Konzil“ irgendwie heile Zustände vorstellt, v.a. im 19. Jh. Aber gerade das 19. Jh ist von Chaos ganz eigener Art gezeichnet.

        Sie haben zwar recht damit, dass man hurende Kardinäle leichter hinnimmt, wenn sie erwachsene Frauen „lieben“.

        Unklar ist jedoch auch in der Forschung, ob es eine pädophile Praxis auch im Mittelalter gegeben haben mag – das lässt sich schwer beurteilen, zumal das Mittelalter noch keine „Kindheit“ kennt und seine Kinder in einem Alter verheiratete, bei dem uns schwindlig wird. Für uns sind das Minderjährige. Mädchen durften mit 12 verheiratet werden – das ist schon Wahnsinn. Ich wäre da biologisch noch gar nicht reif gewesen… und nicht nur ich…

    • Fr. Zeitschnur, offenbar sind Sie jetzt auch noch einem Verschwörungstrüppchen beigetreten. Wieso wird Benedikt nicht geglaubt, wenn er selber SAGT, dass er nicht nur freiwillig, sondern sogar noch auf göttliches Geheiß zurückgetreten ist? „Gott hat es mir gesagt.“ http://www.welt.de/politik/ausland/article119248451/Benedikt-XVI-Gott-hat-es-mir-gesagt.html

      Und ja, ich glaube (auch) nicht, dass Pius XII. Nepotismus betrieben hat, wie Sie ihn beschreiben, sonst hätte er nicht 1953 das letzte Konsistorium mit der Ernennung von Kardinälen abgehalten. Das 1958-er Konklave zählte daher nur 51 Teilnehmer! http://www.catholic-hierarchy.org/bishop/bpacelli.html

      Dafür ist das, was Suarez bezgl. Kardinal Danneels resp. dessen Appointment ad personam zur „Familiensynode“ herausstreicht, tatsächlich eine einzige Schande, die die MSM keinem Papst außer Franziskus nachgesehen hätten. Was für eine abstoßende Übereinstimmung zugunsten dessen Agenda.

      • Verstehe nicht, worauf Sie sich beziehen? Welches Verschwörungstrüppchen? Haben Sie mien Posting nicht gelesen?!
        Ich habe gar nichts gesagt zu den Hintergründen von Benedikts Rücktritt, was meinen Sie also?! Ich habe genau genommen zu seinem Rücktritt überhaupt nichts gesagt…

        Was Pius XII. betrifft, sauge ich mir das ja nicht aus den Fingern:

        „Im 20. Jahrhundert verschaffte Papst Pius XII. außerhalb des Kirchenrechts seinen bürgerlichen Neffen Giulio, Carlo und Marcantonio Fürstentitel (Principi Pacelli) und hohe Posten in der italienischen Politik- und Finanzwelt.“

        Das finden Sie hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Nepotismus_am_Heiligen_Stuhl

        Ist aber auch sonst vielfach bezeugt, zumal der Sachverhalt ja objektiv vorliegt und keine Medienerfindung ist, sondern „hartes Faktum“ ist…

        Ist also keine „Glaubenssache“, lieber Carlo, sondern eine Frage der Akzeptanz und Wahrnehmung unumstößlicher Fakten…

      • Das als zeitgenössischer Artikel blättert die Machenschaften Pius XII. noch mal etwas weiter auf: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42624170.html

        Es ist im übrigen auch gleich, das nun eingehend zu zerreiben. Feststeht, dass in der Kirche fast von Anfang an Vetternwirtschaft, Ämterkauf und Amts- und machtmissbrauch immerhin so häufig vorkamen, dass es deswegen immer wieder massive Gegenbewegungen und Reformverlangen geben musste…

      • „Dass die Vorgänge um den Rücktritt Benedikts mehr als dubios waren, sieht ein Blinder mit Krückstock – selbst die Außenwelt sieht das.“

        Da war nichts dubios. Ein Papst (nicht nur er, aber erst recht), der Jesus Christus unverkürzt verkündet, steht nun mal Sturm. Dies gilt es zugunsten des Himmels auszuhalten, wofür andere sogar bis zum Martyrium gegangen sind, statt sich regemäßige Empfänge, gelehrte Lesungen, Konzerte und Kommissar R. zu gönnen!

        Ihre Beispiele zu Pius XII. hauen ins Leere, schließlich waren dies Posten außerhalb seines Einflussbereichs! Und mit dem alten Kram müssen Sie jetzt nicht nachträglich daherkommen, es ging um Pius XII.

      • Geschätzte Fr. Zeitschnur,

        Man kann da schon etwas differenzieren. Nepotismus ist per se nichts böses. Überhaupt kommt es darauf an aus welcher kulterellen Perspektive (Süd- opder Nordeuropäer und in welchem Zeithorizont) man ihn beurteilt. Der große Barockpapst Alexander VII. Chigi wollte z.b. seine Neffen und andere Verwandten ursprünglich nicht in Rom haben weil er sich von seinem Vorgänger Innozenz X. diesbezüglich unterscheiden wollte. Das hat aber großes Unverständnis bei den Römern ausgelöst, man warf ihm vor er zeige keine piatas gegenüber seiner eigenen Familie, sodaß er schließlich seine Familiaren doch zu kommen erlaubte und einige auch in Ämter einsetzte. Man darf auch nicht übersehen, daß ein Papst Vertrauenspersonen haben muß um regieren zu können. Und die meisten Nepoten zumindest im späten 16Jh und im 17.h-18Jh haben ihre päpstlichen Oheime bei der Regierung der Kirche mehr oder weniger doch recht recht gut unterstützt (überhaupt weil in einem vormodernen Staatswesen man sich auf Klientelsysteme stützen mußte um überhaupt gestalten zu können). Der Freiburger Kurien- und Papsthistoriker Prof. emer. Wolfgang Reinhard hat dies in mehreren Werken (besonders zum Papstum von Paul V. Borghese aber auch zu anderen Päpsten) sehr gut und anschaulich erklärt.
        Das was Sie da über Pius XII. anführen stimmt natürlich. Ich weiß aber, daß in der damaligen italienischen und römischen Gesellschaft nur die wenigsten das als anstößig empfunden haben. Heute denkt man darüber freilich anders,. aber damals war das wirklich keine große Geschichte. Man muß schon etwas den mentalitätsgeschichtlichen Kontext beachten.
        Intention Ihres Kommentars ist aber wohl, daß Sie aufzeigen wollen, daß jeder Papst seine Leute (heute halt nicht mehr Verwandte sondern eben Gesinnungsfreunde) positioniert und mit Ämtern ausstattet. Das tut auch Bergoglio. Abstrakt betrachtet ist dies natürlich sein gutes Recht.

      • Werte Frau Zeitschnur, hätten Sie die Güte, uns fürderhin mit auf die Schnelle ergoogelten Weisheiten aus tendenzösen und/oder unseriösen Quellen wie SPIEGEL und wikipedia zu verschonen!? Danke verbindlichst!!

      • @ Carlo

        Die Umstände waren sehr wohl dubios. Zuvor der Vatileaks-Skandal, ein Jahr zuvor diese ominöse Morddrohung gegen Benedikt. Dann der Homoskandal in der Kirche, dieses Dossier, das drei alte Kardinäle erstellen sollten – wo ist es?, auch die „Welt“ sah da durchaus einen Zusammenhang, wenigstens der Art „Der arme alte Mann kann nicht mehr“ oder dergl.

        Der „alte Kram“ sollte nur zeigen, dass Vetternwirtschaft und Seilschaften gewissermaßen „normal“ sind – auch in der Kirche. Man kann nicht etwas beklagen, was heute läuft und dabei ausblenden, dass es früher nicht besser war.

        Pius XII. hat seine Neffen in hohe Ämter chauffiert – Ämter im Vatikan. Sorry, aber das ist nicht ohne und kam auch nicht gut an damals…

      • @ J.G. Ratkaj

        Ihr Argument wäre ein Beispiel für katholische Doppelmoral. Für uns gilt: Kein Ansehen der Person!
        Alles andere ist unwürdig.

        Ihr Argument erinnert an diese seltsame Richterin, die angesichts eines türkischen Ehrenmordes an einer jungen Frau mildernde Umstände geben wollte, weil in der anderen Kultur die Ehre halt so wichtig sein, das Ermorden der eigenen Verwandten erlaubt und so weiter.

        Gelten in der Kirche die Gebote nicht für alle?

        Und warum gab es immer wieder starke Bewegungen in der Kirche gegen Simonie und Nepotismus?!?!

      • @ hicesthodie

        Willkommen zurück – Sie haben sich nicht gändert. Ich habe nichts „ergoogelt“, sondern Links gesucht für die Leser.
        Wie wärs für Sie aber mit einem Benimmkurs?

      • @Zeitschnur:
        Das Verständnis für die besondere Situation einer anderen Zeit und Kultur in dieser Zeit und Kultur ist etwas ganz anderes als Verbrechen einer fremden Kultur in unserer juristisch weniger zu ahnden. Das passt nicht zusammen.

        Die Bewegungen gegen Simonie haben sich nicht im gleichen Maße gegen Nepotismus gewandt. Einen Verwandten zu fördern, der grundsätzlich geeignet für den Job ist, ist nicht dem Verkauf von Ämtern zu vergleichen.

        Mir scheint, bei aller langsam wachsenden Freundschaft :), daß Sie etwas an der Conditio Humana leiden. Der Mensch ist zur Sünde geneigt und Männer sind meist nicht vom Kopf gesteuert. Das ist so und wird sich auch so schnell nicht ändern. Weder die Taufe noch die Weihe macht einen Menschen besser. Christen im allgemeinen und Priester im besonderen sind nicht besser als andere Menschen.

        Staatlicherseits ist es die Gesellschaft, die geändert wird. Im Hochmittelalter hatten Gottesfriedensbewegung und die Kultivierung der Kriegerschaft vom Gefolgschaftskrieger zum christlichen Ritter erhebliche Auswirkung. Hospitalorden und Stiftungen gab es in der Antike eben nicht. Aber auch der, welcher einem Spital spendete, tat es letztlich aus Eigennutz.

      • Geschätzte Fr. Zeitschnur,

        Nun, ich würde Ihnen trotzdem die Schriften von Prof. Reinhard und seiner Schüler betreffs dem Nepotismus am römischen Hof empfehlen.

      • @ Wolfgang Franz et J.R. Ratkaj

        Was Sie schreiben, ist natürlich sehr ernüchternd und entlarvt christliche Nächstenliebe als Berechnung… Ist das wirklich so? Immer, meine ich? oder rechnen Sie einfach mit der menschlichen Bosheit auch bei Christen? Immerhin lehrte der hl. Paulus da etwa anderes – die rechte Hand solle nicht wissen, was die Linke tut… und wie ist das mit dem „fröhlichen Geber“, den „Gott liebt“?

        Allerdings bin ich immer noch nicht überzeugt von dem, was Sie schreiben.
        Zum Beispiel hat sich ja Pius X. standhaft geweigert – also eine oder sogar zwei Generation VOR Pius XII, seiner Familie auch nur die geringsten Vorteile zu verschaffen, obwohl sie es dringend nötig gehabt wäre – vom ökonomischen Standpunkt aus betrachtet: seine Mutter war eine arme Witwe…

        Sooooo „normal“ scheint Vetternwirtschaft also doch nicht gewesen zu sein, warum sonst sollte ein Papst, noch dazu ein italienischer (das sage ich im Hinblick auf @ Ratkajs „Romanità-Standpunkt!), hier an diesem Punkt keinerlei Schatten auf sich fallen sehen wollen?

  21. Ja, Papst Benedikt hatte von Anfang an werter @Suarez, auch schon als Kardinal, was den Mißbrauch von Jugendlichen angeht, auf schonungslose Offenlegung gedrängt und seines dazu getan. Seit „Papst“ Bergoglio regiert, ist das aber kein Thema mehr. Wenn man den Mißbrauchsbeauftragten der DBK, Herrn Bischof Ackermann, hört wie er dem sexuellen laissez-faire das Wort redet, dann erkennt man schnell, daß dieser Mann entweder nichts begriffen hat oder gar absichtlich so redet.

    Ich möchte an dieser Stelle auch Papst Benedikt ausdrücklich gegen die Mißliebigen und Falschinterpreten @zeitschnur und @Reichsrömer in Schutz nehmen. Denn sie wissen nicht, was sie sagen…

    • …doch, @ Franzel, ich zumindest weiß sogar sehr genau, was ich sage, weil ich es in Benedikts Büchern gelesen habe.

      Vielleicht sollten Sie das noch nachholen – die Lektüre meine ich…

      • Ja @zeitschnur: viele Bücher von Papst Benedikt wie von Kardinal Ratzinger habe ich gelesen und lese gerade wieder das 1. Jesus-Buch.
        Ich würde aus meiner sicherlich niedrigen Warte- und dennoch- sagen, daß kaum ein Theologe es so versteht und verstand wie Joseph Ratzinger, die Geister zu unterscheiden. Obgleich er ja so belesen ist, was auch eine Gefahr darstellt für den Lesenden, hat er den Durch- und Überblick.

        Auch allein seine Ansprachen und Reden in Deutschland (Berlin, Erfurt, Freiburg, Regensburg usw.) bei seinen 3 Besuchen, sind einfach historisch zu nennen, von bleibendem großen Wert.

      • Sehr richtig. Die Publikationen Bendedikts offenbaren seine ganze ambivalente Haltung zur Tradition. Trotzallem müssen wir ihm dankbar
        sein für Summorum Pontificium, auch wenn das Motu proprio unzureichend
        ist.

      • @ Reichsrömer: Pontifex ist ein reiner Konsonantenstamm und bildet deswegen keinen Genetiv auf -ium, sondern um. Es muss heißen „pontificum“.

      • @ambrosios,
        Es freut mich sehr daß Sie hier so aufmerksam mitlesen.
        Diese Informationssite ist äusserst lehrreich.
        Um Joseph Card. Ratzinger zu zitieren bei seinem Besuch an die Abtei Fontgombault bei der zweiten Liturgischen Konferenz dort in 2001:
        „Hier schlägt wirklich das Herz der Kirche!“.

      • Hochgeehrter Adrien Antoine,

        der von Ihnen angesprochene @Ambrosios geruht Ihnen ja nun auf kath.net ebenfalls „sedisvakantistische Umtriebe“ zu unterstellen!

        Und da dieser @Ambrosios nicht weiß, dass man in der Schweiz aus Kantonalkirche austreten kann, aber dennoch Glied der katholischen Kirche bleibt, wirft er unbefangen dem verehrten @Kostadinov vor, sich exkommuniziert zu haben. Ich zitiere ausnahmsweise für Ambrosios mal Wikipedia: „In der Schweiz kann man auch aus der betreffenden Landeskirche (Kantonalkirche) austreten, aber trotzdem Mitglied der Kirche bleiben, wie das Bundesgericht festgestellt hat.“

        Da Frau Lorleberg um Seriosität auf kath.net bemüht ist, schaltet sie diesen Unfug unbedenklich frei.

        Interessant ist auch, wie hier alles von den Blockwarten auf kath.net mitgelesen wird!

        Selbst die durch und durch liebenswürdige Marienzweig wurde mit einer herabsetzenden Invektive bedacht,

        Da schriebt eine @Seramis heute zu unserem stets regsamen @Adson_von_Melk: „Ich habe diese Seite, um die es ging, nämlich auch einmal aufgerufen und kurz einige Passagen gelesen, darunter drei Leserkommentare. Die Texte waren unauffällig, aber die Nicknames bemerkenswert: Suarez, Marienzweig und Kostadinov.

        Marienzweig hat sich also des Kapitalverbrechens schuldig gemacht, mit @Suarez und @Kostadinov zusammen auf einem Forum gesehen worden zu sein! So etwas geht natürlich unter Katholiken gar nicht!

        Irgendwie kommt mir das wie eine Neuauflage stalinistischer Überwachungsideologie vor.

        Besagter @Ambrosios hat dann auch noch ein höchst zwiespältiges, um nicht zu sagen, vorsätzlich distanziertes Verhältnis zur Wahrheit, wenn er heute auf kath.net schreibt: „@ Suarez wird wohl nicht mehr antworten, wie man aus seinen postings anderswo sehen kann. Seinen Sedisvakantismus lobt dort ausdrücklich „Egon“.

        Mit Egon meint er @e.g.o.38 , der sich noch redlich auf kath.net abmüht, der Realität der neuen kasperschen Barmherzigkeit etwas entgegenzusetzen. Man möge mich korrigieren, aber einen Egon habe ich hier noch nicht bemerkt, schon gar nicht, der meinen angeblichen „Sedisvakantismus“ lobte.

        Im übrigen, das Buch von Kardinal Sarah „Gott oder nichts“ ist gut, ich lese es gerade. Ja, derzeit vollzieht sich eine „Rebellion gegen Gott“, wie Kurienkardinal Sarah es sehr präzise auf den Punkt bringt!

        In dieser danneelschen/lehmannschen/kapserschen Kirche trügerischer „Barmherzigkeit“ will man Gott aussperren und das den Gläubigen dann auch noch als katholische Pflicht ausgeben.

      • @Ambrosios

        Ich wüsste nicht warum ich mich entschuldigen sollte.

        Ihr höchst zwiespältiges, um nicht zu sagen, vorsätzlich distanziertes Verhältnis zur Wahrheit beruht auf der üblen Unterstellung, ich vertrete Sedisvakantismus.

        Gerade der von Ihnen bezeichnete Link belegt doch das genaue Gegenteil. Ich widerspreche dort ganz entschieden sedisvakantistischen Positionen. Das haben Sie doch sicher auch sehr genau bemerkt und bleiben dennoch bei Ihrer frechen Unterstellung?!

        In der Tat hatte ich den kleinen Kommentar des Users Egon nicht mal bemerkt.

        Sie sollten, wenn Sie und andere „Theologen“ Menschen den christlichen Glauben absprechen, wirklich darüber nachdenken, was Sünde heißt und wie Hochmut endet! Sie kennen doch sicher Mt 18,6!

        Sie haben ein völlig verzerrtes Kirchenbild. Sie beschmutzen das Papstamt, indem sie es in ein diktatorisches Amt umdeuten. Sie verleugnen, dass auch der Papst nur Diener der Wahrheit ist, wie es Papst Benedikt in „Kirche – Zeichen unter den Völkern“ sehr ausführlich erklärt und das Vaticaum II, ausdrücklich hervorgehoben hat. Sie verbiegen die göttliche Wahrheit, indem Sie sie auf eine klerikalen Verfügungsmasse reduzieren. Schlimmer kann man sich nicht am Glauben vergreifen, werter @Ambrosios!

        Bedenken Sie die Worte des Kurienkardinals Sarah, der von der Rebellion gegen Gott spricht und damit Ansichten meint, die den Ihren sehr nahe kommen.

      • Sie haben mir vorhin eine – erwiesenermaßen – falsche Aussage unterstellt.

        Sie sind also der Überzeugung, dass Papst Franziskus wahrhaft und wirklich Papst ist? Dann müssen Sie ihm gehorchen. Steht schon in Unam Sanctam. Sonst gehen Sie Ihres Seelenheiles verlustig. Anderes zu behaupten ist einfach nicht katholisch. Sie winden sich dewegen, weil Sie nicht zugeben wollen, was aus all Ihren Postings quillt: Sie glauben Franziskus nicht gehorchen zu müssen, weil Sie meinen, er ist nicht Papst.

      • Ach ja, haben Sie bei radiovatikan-blog meinen Nick übernommen? Da möchte wohl jemand bei kath.net Verwirrung stiften. Nun, der Nickname steht jedem offen – es ist ein anderes Medium. Aber wissen würde ich es dennoch gerne.

    • @Franzel

      Ich stimme Ihnen da zu.

      Papst Benedikt verdanken wir ja die „Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen“, die er als Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre formulierte und die Papst Johannes Paul II. approbierte.

      Seit der Veröffentlichung dieser „Erwägungen“ schlug Papst Benedikt der blanke Hass auch innerkirchlich entgegen, denn er hatte mit diesen Erwägungen der Glaubenskongregation einen Pflock eingerammt, den progressive Theologen nicht mehr herausbekommen, es sei denn mit dem Bulldozer des offensichtlichen Bruchs mit der kirchlichen Lehre. Das traut sich nicht mal Kardinal Lehmann!

      Was @zeitschnur angeht, so habe ich doch das Gefühl, dass ihr Blick auf die Verstrickung des Menschen in die Sünde stark von der Aufklärung geprägt ist. Sünde ist keine intellektuelle Fehlleistung. Hier muss man immer wieder sehr aufpassen, dass man nicht das Geschäft von Leuten, wie David Berger, betreibt.

      Und natürlich gab es auch vor unserer Zeit schon Unzucht, nur hat diese eine noch ganz andere Qualität, wenn sie von katholischen Priestern praktiziert wird, denen ein Kind doch sollte anvertraut werden können. Leider darf man es heute nicht.

      • … anders herum wird ein Schuh draus: Sie, @ Suarez, sind im Moment in einer Phase starker Aufklärungskritik befangen, wie wir feststellen können (in Ihren derzeitigen Posts) und wittern nun überall „Aufklärung“ in den Gedanken anderer Leute.

        Ich gebe Ihnen den Rat, das,w as ein anderer äußert, erst mal für sich selbst als das zu nehmen, was es sagt.

        Es ist kein guter Debattenstil, wenn man den anderen erst gar nicht mehr verstehen will, sondern erst mal in eine Schublade einordnet, gegen die man dann polemisiert.

        Ich habe mit der Aufklärung nichts zu tun, aber das Denken lasse ich mir gut katholisch und scholastisch dennoch nicht verbieten. Denn nicht jeder, der denkt, ist ein Aufklärer.

        Und ob Sie es glauben oder nicht: die konkret getane Sünde IST eine intellektuelle Fehlleistung, denn erst die bewusst und willentlich getane Sünde gilt als Sünde. Das ist Lehre der Kirche. Um etwas bewusst und willentlich zu tun, muss ich einen geistigen Akt vollziehen. Der bloße Impuls zur Sünde ist noch keine Sünde – auch nicht im bereich der Homosexualität.

        Was das mit D: Berger zu tun hat, erschließt sich hier ohnehin nicht.

        Sorry, aber man kann mit der Aufklärungskritik auch das Kind mit dem Bade ausschütten.

      • Liebe @zeitschnur,

        ich glaube, da ist mit Ihnen jetzt einfach ihr erfrischendes Temperament durchgegangen. Die Sünde ist im Wollen verankert. Sie ist eben kein Irrtum! Ein Irrtum ist aber eine intellektuelle Fehlleistung. Ansonsten wäre Sünde ein bloßes Versehen.

        Ich bin schon seit 20 Jahren in einer starken Aufklärungskritik „befangen“, aus gutem Grund, weil die säkulare Aufklärung in der Tat den größten Betrug der Menschheit ins Werk gesetzt hat. Im übrigen hat diese Kritik selbst bei denen Einzug genommen, die der Aufklärung sich verbunden fühlten, wie z.B. TH.W. Adorno und Horkheimer. Die Kritik ist also nicht bloß meiner situativen Stimmungslage geschuldet.

        Es ist immer wieder erstaunlich, wie es dem aufklärerischen Denken gelingt, das ganze Ausmaß des Grauens seit den ersten Tagen der Französischen Revolution bis auf den heutigen Tag aus dem öffentlichen Bewusstsein zu verdrängen. Allein im letzten Jahrhundert sind auf europäischem Boden an die 100 Millionen Menschen durch von der Aufklärung erzeugte Ideologien ermordet worden.

        Was mir auch immer wieder auffällt, ist, dass immer wieder das Wort Aufklärung wie eine Zauberformel verwendet wird, so dass man sich sofort, wenn jemand sich auf sie beruft, in Ehrfurcht erstarren müsste. Muss man überhaupt nicht, im Gegenteil, man muss der ganzen Aufklärungsideologie endlich mal den Spiegel vorhalten.

      • @Suarez:
        Bei der Frage nach der Sünde ist diesmal Zeitschnur auf dem richtigen aquinatischen Dampfer. Eine intellektuelle Fehlleistung ist kein Versehen und auch kein Irrtum. Sie beruht im Zweifel auf unzureichend geschultem Gewissen. Trotzdem ist es der Intellekt, der dem Willen die sündhafte Entscheidung vorlegt.
        Sahen auch zu Thomas von Aquins Zeiten manche anders, speziell die Franziskaner, aber auch Heinrich von Gent. Die Diskussion ist auch heute noch spannend.

      • @Wolfgang Franz

        Auch ein Irrtum ist immer eine intellektuelle Leistung, nur fehlt die Wahrheit. Insofern ist die Leistung des Intellektes fehlerbehaftet. Nun kommt es darauf an, ob der Mangel absichtlich herbeigeführt wurde, z.B. durch Verstocktheit, dann ist es eine Sünde. Die Kernfrage dreht sich also darum, ob es eine Einsichtsfähigkeit gab zum Zeitpunkt der Fehlleistung oder nicht.

        Unter unzureichend geschultem Gewissen lässt sich nur ein sich autonom setzendes Gewissen verstehen. Diese Setzung des Gewissens als autonom beruht aber auf einem Willensakt, der sich gegen Gott und seine Gebote stellt. Das geschieht also nicht auf Grund einer Fehlleistung, sondern auf Grund einer Auflehnung gegen Gott und seine Gebote als freier Willensakt. Die für die Gewissensbildung notwendige Orientierung wird verweigert, so aus Hochmut

        Insofern bleibe ich dabei, dass die Fehlleistung selbst nicht beabsichtigt werden kann, sondern nur aus einem schon sündhaften Zustand resultieren kann aber nicht muss!

      • @wolfgang Franz/ Bleibt zu hoffen, dass, bei der ganzen Intellektualität und ,,geschultem Gewissen“, oder dem richtigen (diesmal aquinatischen..) Dampfer,auch noch ein Platz für das Sündenbewußtsein, die 10 Gebote, oder sogar den Heiligen Geist, die Liebe,… bleibt. Ja, um manche Sünde, nicht zu wiederholen, ist der Willen nötig, eine Entscheidung… die Kraft… zu entsagen“, treu zu bleiben. So helfe uns der Dreieinige Gott.

      • @ Suarez um 12.55 Uhr

        Ja sicher, das stimmt, was Sie über den Mythos Aufklärung schreiben – aber habe ich das je geäußert? Bitte projizieren Sie das nicht auf mich.

        Das mit der Intellektuellen Fehlleistung hatte ich übrigens anders verstanden. ich meinte: man sündigt vom Kopf her – nicht vom Bauch her. Der Bauch mag Impulse geben, aber eine Verfestigung dieser Impulse bis hin zur Entscheidung zu sündigen, geht in aller Regel mit einer intellektuellen Umdeutung des Sachverhalts einher („Ausreden“).
        Man erklärt sich selbst, warum die Sünde doch okay sein könnte.
        Und das meinte ich.

    • @Ambrosios

      Mein Charakterbild von Ihnen sagt mir, dass Sie sich hier unter „Egon“ eingeloggt haben, die Diktion des Kommentars spricht dafür. Dieser Ego taucht auch nur an dieser Stelle einmal auf.

      Ich habe Ihnen keine falsche Aussage unterstellt, sondern klar und deutlich darauf hingewiesen, dass ich diesen äußerst merkwürdigen, weil fingierten Kommentar, bislang nicht einmal bemerkt hatte. Ich habe auf diesen Kommentar daher auch nicht geantwortet.

      Sie halten Kurienkardinal Sarah, der von einer derzeit in der Kirche stattfindenden „Rebellion gegen Gott“ spricht, für einen Sedisvakantisten?

      Der von Ihnen mir unterstellten Methoden bediene ich mich nicht, das ist allein der Stil derer, die Danneels verehren.

      • @ Suarez

        Wie können Sie es wagen, ohne mich persönlich zu kennen, sich ein Charakterbild von mir zu machen? Wie können Sie es wagen, aus ein paar Zeilen derartige Vorwürfe zu konstruieren?

        Selbstredend ist Sarah ein Sedisvakantist, wenn er Papst Franziskus nicht für den Papst hält und ihm nicht gehorcht.

  22. werter @Reichsrömer: d i e „Tradition“ gibt es, aber wie wirds verstanden? – Es gibt dazu 2 Parteien in der Kirche- eine große, sehr große und eine kleine- und beide sind verschieden, aber ähnlich im Mißverstehen.
    Es gibt die mündlichen Überlieferungen sowie das geoffenbarte Wort in der Bibel und die Lehren der Kirche, der Väter auch und anderes mehr wie verschiedene Offenbarungen an verschiedene Personen, Heilige oftmals..
    Papst Benedikt hatte sich nicht einmal gegen all das Erwähnte irgendwie gewendet. Ganz im Gegenteil: er war und ist treu.

    Es genügt aber nicht, sich geistig in verklärte Zeiten zu versetzen, sondern das Evangelium immer wieder soz alt und neu zu verkündigen. Ein Priester spricht heute anders als ein Prediger aus dem 18. oder 19 Jahrhundert, denn Menschen wie Zeiten wie Herausforderungen haben sich ein Stück weit geändert. Der Alte Adam, der Sünder ist derselbe geblieben, aber die Lebensumstände sind nicht mehr dieselben. Dasselbe Evangelium und derselbe Christus, aber eine etwas andere Sprache unter Beibehaltung der derselben Wahrheit.
    Aber auch die Wahrheit enthüllt sich ja, insbesondere vom Himmel her, immer mehr und weiter, wenn man mal an die großen Marianischen Dogmen etwa denkt. Das Dogma von Maria als wahrer Mit-Erlöserin steht ja noch aus: zuerst ihr Ja in Nazareth und dann Ihr Stehen beim Sohne unter dem Kreuz wo sie alle Schmerzen mitempfunden und mitgelitten hatte- auf ihre für uns mitheilbringende Weise.

    Die Tridentinische Messe ist (für mich) durchaus ein Allheilmittel, aber es kommt darauf an- auf den Priester und mich selber. Es kommt auf den Priester und seine Glaubenseinsichten an, die er in „neuer“ Sprache verkündigen muß, immer der Wahrheit verpflichtet- kein Thema. Die Tridentinische Messe ist ein Angebot, sich immer wieder geistig zu erneuern und nicht geistig zu erstarren. Die Tridentinische Messe kann tückisch sein und vom Katholischen abbringen. Viele wissen ja schon alles und üben sich im gegenseitigen Schulterklopfen, in eingebildeter Selbstgerechtigkeit auch. Da werden Päpste wie Johannes Paul II. oder Benedikt XVI. als störend gesehen, denn sie widerlegen die eigene geistige Verkalkung, sage ich mal.
    Dasselbe Phänomen soz spiegelverkehrt bei den Besuchern der „Neuen Messe“.

  23. @ Adrien Antoine

    In Ihren Beiträgen, die von einiger Sachkenntnis im belgischen Raum zeugen, finde ich die Bestätigung meiner schlimmsten Befürchtungen oder Informationen, die ich aus anderen Quellen habe. Stichwort: Pädophilie und Satanismus, Satanismus und Pädophilie und beides wörtich und ganz Ernst gemeint.

    Der einzige satanistische Pädophilenring wurde bislang einigermaßen in Großbritannien untersucht und dies deswegen, weil die Betroffenen nicht mehr an der Macht sind und die Ereignisse der Vergangenheit angehören.

    http://www.express.co.uk/news/uk/370439/Jimmy-Savile-was-part-of-satanic-ring

    http://www.rt.com/op-edge/168876-savile-scandal-bbc-presenter/

    Natürlich gibt es solche Ringe und Netzwerke überall auch in Deutschland, aber es fehlt der politische Wille der Parteien hier wirklich durchzugreifen, weil jede Partei fürchtet, dass ihre eigenen Leute darin involviert sind, bzw. jede weiß, dass darin ihre eigenen Leute involviert sind.

    Dazu gibt es gute Dokumentationen, aber nichts für schwache Gemüter.

    https://www.youtube.com/watch?v=KoP31LIm81s
    https://www.youtube.com/watch?v=RQ5ZmJmRX1U

    https://www.youtube.com/watch?v=JXAWeQw5fYs

  24. Interessante Diskussionen zwischen @zeitschnur und @Suarez.
    Der hl. Apostel Paulus hat ja sehr gut und wissend über Willen, Sünde usw. in Römer 7,15ff geschrieben…

    15 Denn ich begreife mein Handeln nicht: Ich tue nicht das, was ich will, sondern das, was ich hasse.
    16 Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, erkenne ich an, dass das Gesetz gut ist.
    17 Dann aber bin nicht mehr ich es, der so handelt, sondern die in mir wohnende Sünde.
    18 Ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist bei mir vorhanden, aber ich vermag das Gute nicht zu verwirklichen.
    19 Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will.
    20 Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, dann bin nicht mehr ich es, der so handelt, sondern die in mir wohnende Sünde.
    21 Ich stoße also auf das Gesetz, dass in mir das Böse vorhanden ist, obwohl ich das Gute tun will.
    22 Denn in meinem Innern freue ich mich am Gesetz Gottes,
    23 ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das mit dem Gesetz meiner Vernunft im Streit liegt und mich gefangen hält im Gesetz der Sünde, von dem meine Glieder beherrscht werden.
    24 Ich unglücklicher Mensch! Wer wird mich aus diesem dem Tod verfallenen Leib erretten?
    25 Dank sei Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! Es ergibt sich also, dass ich mit meiner Vernunft dem Gesetz Gottes diene, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde.

    • Das beschreibt doch den Zustand des gefallenen Menschen, bevor er Sakramente empfängt.
      Er stellt unsere Verfasstheit dar, die zwar das Gutte weiß, aber nur äußerst begrenzt tun kann. Am Schluss fragt er, wer uns daraus erlösen kann und gibt die einzige Antwort, die wahr ist: Jesus Christus, der sich für uns geopfert hat, um uns aus dieser Lage freizukaufen.

      Denn die Kirche hat immer auch gelehrt: Der Herr begnadet zum guten Wollen UND Vollbringen!

      „Müht euch mit Furcht und Zittern um euer Heil! Denn Gott ist es, der in euch das Wollen und das Vollbringen bewirkt, noch über euren Willen hinaus.“ (Phil. 2, 12)

      Mit Christus ist es uns möglich, natürliche und übernatürliche Vernunft zu erhalten und über unsere Vorstellung hinaus auch erfüllen zu können.

    • Verkürzt könnte man sagen, die Sünde in uns ist die Verabsolutierung des Selbst, die stete Versuchung, sich autonom zu setzen. Wir wissen zwar, dass wir Kinder Gottes sind, doch wollen wir es nicht sein, das Böse in uns will uns immer wieder in den Schein der Autonomie ziehen. Satan ist ja der sich autonom setzende Engel, der dadurch seinen Sturz erfährt. Das Böse will also immer die Autonomie und findet sie nur im Untergang, im Nichts.

      Das autonome Gewissen ist daher nicht das von der Sünde befreite Gewissen, wie es der Apostel Paulus klar sieht, sondern das immer in der Sünde verstrickte.

      Wir können uns aus diesem Widerspruch auch nicht selbst befreien, sondern nur durch Jesus Christus erlöst werden.

      Erst wenn wir den Willen zur Autonomie überwinden, wenn wir also ein Leib werden in Jesus Christus, sind wir frei. Das setzt Demut voraus, ohne sie gibt es keine Erlösung.

      • Lieber Suarez, Ihrer Diskussion mit @zeitschnur und anderen darüber, wie, wo und auf welche Weise Sünde entsteht, konnte ich nicht 100% folgen, da mir hierfür das nötige theologische Wissen fehlt. Der Austausch selbst war zwar interessant, wenn auch für mich eher theoretischer Natur.
        Und deshalb möchte ich nur eines dazu sagen, doch dies ist mir wirklich sehr wichtig:
        Es ist der Schmerz, der ganz große, den ich jedesmal empfinde, wenn mir die Sünde voll bewusst geworden ist.
        Ich habe dann immer so ein starkes Gefühl, dass ich damit Gott sehr weh getan und mir erheblich geschadet habe.
        Und ist das letzten Endes nicht wichtiger, als zu forschen, in welcher Ecke meines Seins die Sünde entstanden ist?

        Weiter oben habe ich übrigens Ihren Hinweis gelesen, dass auf kath.net @Seramis Ihren Namen, den von Kostadinov und den meinen genannt hat, weil wir hier kommentieren.
        Wenn ich Ihre Enttäuschung, vielleicht auch Verbitterung gut nachvollziehen kann, schon weil Sie jahrelang dort präsent waren, wünsche ich Ihnen dennoch, dass Sie bald ehrlich „loslassen“ und damit innerlich frei werden können.
        Ich hatte Ihnen gesagt, dass ich dort nicht mehr kommentieren würde. Nur einmal noch habe ich es getan und gestern dort früh geäussert, dass „Suarez“ bestimmt fehlen wird, darunter auch mir, denn ich bin sicher, dass es vielen so geht.
        Aber dieser Kommentar wurde gar nicht freigeschaltet – und das war´s jetzt dann endgültig für mich.
        Viel Gutes für Sie, bester Suarez!

      • Liebe Marienzweig,

        Sie sehen das völlig richtig!

        An anderer Stelle schrieb ich @zeitschnur: „Es ist eben nicht nur der abstrakte Verstand, der uns den Glauben erschließt, er bleibt nicht außen vor, das ist richtig, aber er bedarf der Durchdringung durch die Liebe Gottes. Die Liebe ist aber nie von der Logik erfassbar, sie realisiert sich auf einer anderen Ebene. Aber schon diese Aussage ist viel zu logisch gefasst, als das sie die Wahrheit wirklich treffen könnte.

        Glaubensgewissheit speist sich aus der göttlichen Liebe nicht aus einem abstrakten Wissen. Darum täuscht uns auch der wahre Glaube nicht und er jeder nicht in gespaltener Zunge, wie es heute ein Teil unserer Hirten tun.“

        Das gilt natürlich ganz besonders auch für das Sündenbewusstsein.

        1 Kor 1,18 Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft.
        1 Kor 1,19 Es heißt nämlich in der Schrift: Ich lasse die Weisheit der Weisen vergehen / und die Klugheit der Klugen verschwinden.
        1 Kor 1,20 Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortführer in dieser Welt? Hat Gott nicht die Weisheit der Welt als Torheit entlarvt?

        Bezüglich meines Hinweises auf kath.net dürfen Sie mir glauben, dass es sich nicht um einen Ausdruck meiner Verbitterung handelt – das Thema ist erledigt – sondern darum, wie heute die Glaubenswirklichkeit in einem Teil unserer Kirche tatsächlich aussieht. Man kann an diesen nur bösartig zu nennenden Kommentaren, die durch den Eingriff der Moderation nun unwidersprochen bleiben, sehr genau sehen, welche Form von „Barmherzigkeit“ sich da nunmehr etabliert. @Adson_von_Melk droht da schon z.B.@Adrien Antoine ganz massiv.Insofern ist das alles ein Gradmesser für das, wie mittlerweile bestimmte Gruppen in der Kirche eine totalitäre Zensur aufbauen wollen.

        Und an den Reaktionen von Kardinal Marx konnte man ebenfalls sehr deutlich sehen, dass progressiv gestimmte Bischöfe nichts so sehr fürchten, wie Katholiken, die katholisch sind und es auch bleiben wollen und die auch bereit sind, dafür Leid auf sich zu nehmen. Das Internet hat eine nicht zu unterschätzende Öffentlichkeit. Allein schon, dass mittlerweile derart zensiert wird, sollte einem jeden, der das freie Wort liebt, tiefste Sorge bereiten.

        Um so wichtiger ist es, weiterhin für das einzustehen, was wir glauben. Wir müssen uns durch unser klares Bekenntnis zum Glauben der „Rebellion gegen Gott“, wie Kurienkardinal Sarah warnt, widersetzen.

      • Liebe Marienzweig,

        eine kleine Ergänzung noch:

        Unter dem kath.net Artikel Kardinal: „Mehrheit gegen Kommunion für Wiederverheiratete“ findet sich folgender aufschlussreicher Kommentar von @Diasporakatholik:

        Ambrosios entlarvt sich auf Blogspot.radiovatican
        Mit wem wir es z.B. bei @Ambrosios zu tun haben, wird aus folgendem von ihm auf Blogspot.radiovatican als Antwort an KAP (30.09.) gesendeten Kommentar deutlich:
        „Ambrosios sagt:

        1. Oktober 2015 um 15:44

        Die von Ihnen beschriebenen Denunziationsportale und virtuellen Scheiterhaufen (vor allem das private Linzer Lehramt) brauchen dringend eine Abreibung: Insofern haben Sie völlig recht: Immer feste druff!“

        Mit dem „privaten Linzer Lehramt“ ist darin Linz ansässige „kath.net“ gemeint, welches von ihm ja in übelster Weise als „Denunziationsportal“ und „virtueller Scheiterhaufen“ herabgesetzt wird.
        ______

        Scheinbar merkt die kath.net Moderation langsam, wem sie da aufsitzt, sonst hätte sie wohl den Kommentar nicht freigeschaltet. Die anderen Akteure (Charles X) sind vom gleichen Kaliber.

        Was mich wundert, ist, dass Leute wie Schneider Flagmeier seelenruhig zusehen, wie da der katholische Glaube verfälscht wird. Was sollen dann aber diese Artikel voller Sorge über den Zustand unserer Kirche auf dem Blog des Forums der Deutschen Katholiken, wenn man andererseits einfach schweigt?

      • Liebe @Marienzweig,

        Ihre Konsequenz und große Demut rufen meine große Bewunderung hervor.
        In schwierigen Umständen eine tiefgreifende Entscheidung treffen und dabei standfestig zu bleiben, ist nicht jedermann vergönnt.
        Um so edler das Beispiel von Demut und Treubeharren im Glauben.

        Labore et constantia

      • Verehrter Suarez,

        Sie haben sich mit Diasporakatholik also eine Sockenpuppe zugelegt. Das ist Ihr gutes Recht. Ihre Argumentation zieht aber nur dann, wenn der Ambrosios bei radiovatikan derselbe ist wie bei kath.net.

  25. Bezüglich Herrn Schneider-Flagmeyer teile ich Ihre Verwunderung.
    Ich kenne ihn nicht persönlich, hatte aber einmal kurzzeitig einen privaten Mailkontakt. Darin erzählte er mir, wie er zum Glauben kam.
    Das hat mich sehr beeindruckt, auch seine Offenheit mir gegenüber war mir wie ein Geschenk.
    Ja, lieber Suarez, bewahren wir unseren Glauben und hüten ihn wie einen kostbaren Schatz. Wenn es uns dazu noch gelingt, ihn durch unser Zeugnis und unser Verhalten weiterzugeben, so wäre das einfach wunderbar.
    pace e bene, lieber Suarez!

  26. @Lieber Adrien Antoine!
    Bitte überhöhen Sie mich nicht, ich kenne sehr wohl auch die vielen dunklen Stellen in mir.
    Aber eines ist mir wirklich wichtig geworden in meinem Leben:
    die tägliche Hingabe an Jesus Christus.
    Dies schenkt eine große innere Ruhe und eine gewisse Distanz zur Welt.
    Über den Zustand und den tiefen Riss der katholischen Kirche bin ich allerdings oft traurig und ich will verzagen, doch dann überkommt mich auch immer wieder neue Hoffnung.
    Denn niemand ist stärker als GOTT, unser Herr!
    Seinen guten Segen wünsche ich Ihnen, lieber Adrien!

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