Welche Rolle spielte geheimes Netzwerk „Sankt Gallen“ bei Rücktritt Benedikts XVI. und der Wahl Bergoglios?

Enthüllende Biographie über Kardinal Danneels
Enthüllende Biographie über Kardinal Danneels

(Brüssel) Belgiens ehemaliger Primas und Erzbischof von Mecheln-Brüssel, Godfried Kardinal Danneels stand auf der Mittelloggia der prächtigen Fassade des Petersdoms, als am Abend des 13. März 2013 Franziskus der Welt als neuer Papst vorgestellt wurde. Wie kam er zu diesem Ehrenplatz? Die Frage ist nicht neu, sondern gab bereits in jenem historischen Moment Rätsel auf. Nun haben die Historiker Karim Schelkens und Jürgen Mettepenningen eine Biographie über Kardinal Danneels vorgelegt, in der sie die Mitgliedschaft des Kardinals in einem geheimen Netzwerk von Bischöfen und Kardinälen enthüllen. Das Netzwerk namens „Gruppe Sankt Gallen“ setzte sich zum Ziel, den Einfluß des damaligen Glaubenspräfekten Joseph Kardinal Ratzinger zurückzudrängen und dessen Wahl zum Papst zu verhindern. Als dies scheiterte, galt es, das Pontifikat Benedikts XVI. zu boykottieren und schließlich die Wahl des Argentiniers Jorge Mario Bergoglio zu erwirken. Die Buchvorstellung fand am vergangenen Dienstag auf dem Koekelberg bei Brüssel statt.

Danneels wurde 2013 schnell als „Papstmacher“ genannt

Neben dem brasilianischen Kardinal Claudio Hummes wurde Danneels unmittelbar nach der Papstwahl als einer der Förderer von Jorge Mario Bergoglio genannt. Der Platz an der Seite des neuen Papstes nach dem Habemus Papam war nur ein Indiz dafür. Ein anderes war die ausgelassene Genugtuung, mit der Danneels die Wahl des argentinischen Erzbischofs begrüßte.

Noch gewichtiger war die Tatsache, daß der ehemalige belgische Primas seither im Vatikan aus und ein geht und direkten Zugang zu Papst Franziskus hat. Daß der ehemalige Erzbischof von Mecheln-Brüssel mit Franziskus-Vorgänger Benedikt XVI. nicht gut konnte, war ein offenes Geheimnis. Als bedenklich wurde es registriert, daß Papst Franziskus ausgerechnet Kardinal Danneels unter die 16 vom Papst persönlich ernannten Synodalen der Bischofssynode über die Familie 2014 reihte. Gleiches geschah 2015. Wenn in wenigen Tagen die Bischofssynode im Vatikan beginnt, wird Kardinal Danneels wieder durch ausdrückliche Berufung von Papst Franziskus dabei sein und über Ehe, Familie und Homosexualität mitentscheiden, obwohl seine Rolle im Homo- und Pädophilie-Skandal der belgischen Kirche höchst unklar ist.

Ivereighs Enthüllung des „Team Bergoglio“

Kardinal Danneels bei der Buchvorstellung am Dienstag auf dem Koekelberg
Kardinal Danneels bei der Buchvorstellung am Dienstag auf dem Koekelberg

Was Karim Schelkens und Jürgen Mettepenningen nun vorlegten, wurde in abgeschwächter Form bereits Ende November 2014 von Austen Ivereigh, dem ehemaligen Pressesprecher von Kardinal Murphy-O’Connor in seinem Papst-Franziskus-Buch „Der große Reformer“ berichtet. Ivereigh schrieb, daß es ein Team Bergoglio, bestehend aus vier Kardinälen, gab, die gezielt eine Kampagne zur Wahl Bergoglios organisiert hatten. Dabei handelte es sich um die deutschen Kardinäle Walter Kasper und Karl Lehmann sowie Murphy-O’Connor und Kardinal Danneels (siehe Organisierten Kasper, Lehmann, Danneels, Murphy-O‘Connor eine verbotene Kampagne zur Wahl Bergoglios?).

Ivereigh schreibt in seinem Buch: „Sie hatten ihre Lektion von 2005 gelernt. Zuerst sicherten sie sich die Zustimmung von Bergoglio“. Ein zweites Mal wollten sie nicht erleben, wie der Argentinier, wenn es darauf ankommt, einknickt und seine Kandidatur zurückzieht, wie 2005. „Auf die Frage, ob er bereit sei, sagte er, er glaube, daß in dieser Zeit der Krise für die Kirche sich kein Kardinal verweigern könnte, wenn er gefragt wird.“ Murphy-O’Connor habe Bergoglio darauf aufmerksam gemacht, nun besonders vorsichtig zu sein, doch nun sei „er an der Reihe“. Bergoglio antwortete: „capisco“, ich verstehe.

Mit Ivereighs Buch wurde die Frage laut, ob das Team Bergoglio ganz uneigennützig gehandelt oder ob es Wahlkapitulationen gegeben hatte. Mit anderen Worten: Haben sie von Kardinal Jorge Mario Bergoglio Zusicherungen gefordert, gewisse Personalentscheidungen zu treffen oder die Kirche auf einen bestimmten Kurs umzulenken, etwa in Fragen der katholischen Ehe- und Morallehre, wie sie die Bischofssynode behandelt? Und hat Kardinal Bergoglio entsprechende Zusicherungen gegeben? Die Fragen haben bisher keine Antwort gefunden und bleiben daher Spekulation.

Informelles Team Bergoglio in Wirklichkeit organisierter Geheimzirkel Sankt Gallen

Karim Schelkens und Jürgen Mettepenningen werden in ihrer Danneels-Biographie noch deutlicher als Ivereigh. Sie berichten nicht nur von vier Kardinälen, die Ivereigh „Team Bergoglio“ nannte, sondern von einem ganzen Netzwerk von Bischöfen und Kardinälen, die sich selbst einen Namen gaben: „Gruppe Sankt Gallen“. Mit anderen Worten: die subversiven Tätigkeiten einer geheim organisierten Gruppe in der Kirche, um sie auf einen bestimmten Kurs zu bringen, waren weit umfangreicher als Ivereigh enthüllte.

Dabei stehen die beiden Autoren, ebensowenig wie Ivereigh gegenüber Kardinal Murphy-O‘Connor, in einem Gegensatz zu Kardinal Danneels. Kardinal Danneels war persönlich bei der Buchvorstellung in der Basilika auf dem Koekelberg anwesend und schrieb bereitwillig Widmungen in das soeben vorgestellte Buch. Schelkens und Mettepenningen sind beide als Kirchenhistoriker an der Katholischen Universität Löwen tätig. Mettepenningen schaffte es für kurze Zeit zum Pressesprecher von Erzbischof Leonard. Wegen Meinungsverschiedenheiten fiel Mettepenningen dem Erzbischof öffentlich in den Rücken, sprach sich für das Frauenpriestertum aus und kritisierte die Entscheidung des Erzbischofs, der Petrusbruderschaft in seinem Erzbistum ein Apostolat zu erlauben. Die persönliche Haltung von Schelkens und Mettepenningen verleihen ihren Ausführungen besondere Glaubwürdigkeit.

Gründer und Initiator der gegen den damaligen Glaubenspräfekten Joseph Kardinal Ratzinger gerichteten Gruppe war der ehemalige Erzbischof von Mailand, der Jesuit Carlo Maria Martini, der sich selbst als „Antepapst“ bezeichnet hatte. Martini berief geheime Treffen von Bischöfen und Kardinälen in Sankt Gallen in der Schweiz ein mit dem Ziel, die Kirche zu modernisieren, sie mit dem Zeitgeist zu versöhnen und die „Rückständigkeit“, in die sie –laut Martini – durch die Ablehung der Französischen Revolution geraten sei, zu überwinden.

Karl Lehmann und Walter Kasper von Anfang an dabei

"Antepapst" Carlo Maria Martini, Initiator des Geheimzirkels "Gruppe Sankt Gallen"
„Antepapst“ Carlo Maria Martini, Initiator des Geheimzirkels „Gruppe Sankt Gallen“

Das erste Treffen soll 1996 stattgefunden haben. Damals regierte Ivo Fürer als Bischof in Sankt Gallen. Die Geheimtreffen waren bestenfalls wenigen Experten vage bekannt. Es gab einiges Munkeln, Konkretes wußte aber niemand zu berichten, weshalb die Behauptung einer subversiven antirömischen Gruppe in der Kirche leicht als „Verschwörungstheorie“ abgetan werden konnte.

1999 schloß sich Kardinal Danneels der Gruppe an, der damals unter anderen bereits die Kardinäle Walter Kasper und Karl Lehmann aus Deutschland, Kardinal Basil Hume aus Großbritannien, Kardinal Achille Silvestrini aus Italien und der niederländische Bischof Adriaan Van Luyn angehörten.

Die Mitglieder des Geheimzirkels tarnten ihre Treffen als „spirituellen Urlaub“. Der geheime Zusammenschluß diente der gegenseitigen Unterstützung in einer Zeit, die sie als „dunkel“ empfanden.

Kardinal Ruini ermittelte wegen Gerüchten über Geheimbund

Die Gerüchte über die Existenz des Geheimbundes gelangten bis in den Vatikan. Dieser beauftragte Kardinal Camillo Ruini, den Vorsitzenden der Italienischen Bischofskonferenz und Kardinalvikar von Rom, einen der engsten Vertrauten von Papst Johannes Paul II. und Papst Benedikt XVI., Ermittlungen anzustellen. Der Zirkel der Eingeweihten wußte jedoch so geschickt die eigenen Aktivitäten zu verbergen, daß Ruini ohne konkrete Ergebnisse zurückkehrte. Gleichzeitig, so Schelkens und Mettepenningen, habe die Gruppe Sankt Gallen damit begonnen, Versuche zu unternehmen, den Kurs des Vatikans zu beeinflussen.

Die zentrale Frage für die Gruppe lautete: Wer wird Nachfolger von Johannes Paul II. Das erklärte Ziel des Geheimzirkels war es, die Wahl von Joseph Kardinal Ratzinger zum Papst zu verhindern. Kardinal Bergoglio wurde 2005 mit Hilfe Martinis als Gegenkandidat gegen den deutschen Kardinal in Stellung gebracht. Kardinal Martini hoffte bis zuletzt mit den Stimmen für seinen Ordensbruder Bergoglio zwar nicht die Wahl des argentinischen Erzbischofs durchzusetzen, aber die Wahl Ratzingers blockieren zu können.

Im Konklave 2005 erwies sich Kardinal Ratzinger jedoch so stark, daß die Versuche der Gruppe Sankt Gallen, seine Wahl zu verhindern, scheiterten.

Pontifikat Benedikts XVI. boykottieren und unterminieren

Die beiden Autoren berichten, daß die Mitglieder der Gruppe Sankt Gallen gezielt das Pontifikat von Benedikt XVI. behinderten und dessen Botschaft an die Kirche und an die Welt zu verdunkeln suchten. Schelkens und Mettepenningen berichten nichts darüber, ob und welchen Zusammenhang es zwischen den Aktivitäten der Gruppe Sankt Gallen und dem unerwarteten Amtsverzicht des deutschen Papstes gab, der sie mit einem Schlag dem Ziel näherbrachte, die Ära des polnischen und des deutschen Pontifikats zu beenden. Der vor kurzem verstorbene Jesuit Silvano Fausti berichtete in seinem letzten Interview, daß Kardinal Martini am 2. Juni 2012 Papst Benedikt XVI. kategorisch zum Rücktritt aufgefordert habe. Acht Monate später gab der deutsche Papst völlig überraschend seinen Amtsverzicht bekannt (siehe Als Kardinal Martini zu Benedikt XVI. sagte: Du mußt zurücktreten).

Die Historiker schreiben allerdings etwas anderes: „Die Wahl von Bergoglio wurde ohne Zweifel in Sankt Gallen vorbereitet. Und die Grundlinien seines Programms sind jene, die Danneels und seine Kollegen seit mehr als zehn Jahren diskutierten“.

Die dunklen Wolken über dem Pontifikat von Papst Franziskus, dem völlig ungewöhnlichen Rücktritt von Papst Benedikt XVI. und der Wahl des argentinischen Kardinals lösen sich nicht auf, sondern scheinen sich mit fortschreitendem Pontifikat zu verdichten.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: MiL/Catho.be

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roman

Wer es nötig hat, sich in Geheimzirkeln zu treffen scheut das Licht und macht sich zum Gefährten der Finsternis. Wenn es wirklich diese geheimen Treffen und Absprachen gab, dann ist die Wahl von Papst F. ungültig!!!

zeitschnur

…mit dem Argument könnten dann aber in den 2000 Jahren noch ein paar andere Papstwahlen ungültig gewesen sein…

Elias

Armer PAPST Benedikt!!
Wenn das alles stimmt…
(s. auch kath.net heute)

Leone

Bei diesem geheimen Netztwerk spielten sicher noch ein par andere eine hinterhältige Rolle. Der jetzige Homophilen-Freund Bischof Büchel und der ehemalige Abt von Einsiedeln z.B, sowie weitere Wölfe im Schafspelz aus dem Zauberschrank der Modernisten des Schweizer Katholizismus …

Piux

Vielleicht sind ja die wahren Hintermänner von Vatileaks auch in diesem Grüppchen zu suchen???
Bin immer überzeugter, dass der Rücktritt von Papst Benedikt erzwungen worden ist – also wäre sämtliches Geschehen nach dem 28. Februar 2013 hinfällig!

anjali jain

Wahrscheinlich haben Sie Recht! Eigenartig dass jetzt Kardinal Danneels sichselber beschuldigt.Die Verschwoerungstheorieen sind also doch wahr!

J.G. Ratkaj

Er „beschuldigt“ sich nicht selber er packt eher aus angesichts des Triumphs. Da jetzt die Agenda gesichert ist.

marianna

Italienische Medien berichteten seinerzeit kurz, daß „die Hauptfäden von Vatileaks nach Argentinien“ liefen. Hab mir damals den Kopf zerbrochen, wieso gerade Argentinien…

Suarez

Nicht ohne Grund warnte Kardinal Müller kürzlich in einem Interview vor der Gefahr eines neuerlichen Schisma. Bestimmte Kräfte in der Kirche versuchten mit allen Mitteln(!) die Ehelehre der Kirche zu dekonstruieren. Wenn also schon der Präfekt der Glaubenskongregation so deutlich wird, dann steckt die katholische Kirche wahrlich in einer tiefen Glaubenskrise. Dieser Kardinal Danneels ist mir mehr als unsympathisch, der Mann hat etwas durch und durch Suspektes an sich, das fängt schon bei seinem Lächeln an.

Malte

Nicht die Kirche, der Klerus steckt (schon seit mind. 50 Jahren) in der Krise!

Suarez
Sie haben natürlich grundsätzlich recht mit Ihrer Anmerkung, wenn auch der Glaubensschwund des Klerus zwangsläufig Rückwirkungen auf die Erscheinung der Kirche hat. Der Glaube ist eindeutig verdunkelt und droht zumindest in unseren Breiten völlig zu verdunsten. Es ist nun einmal nicht möglich den Klerus von der Kirche als Gesamtes zu trennen und umgekehrt, auch wenn beides nicht in eine völlige Deckung zu bringen ist. Die Kirche bleibt die heilige katholische Kirche auch wenn sie unter dem z.T. unheiligen Klerus leiden muss. Ich vermute übrigens, dass Danneels seine Äußerung aus reinem Zynismus gemacht hat, sie soll zeigen, dass dem kleinen Zirkel… weiter lesen »
Adrien Antoine
Geehrter @Suarez, Ihre Bemerkungen betr. der Glaubenskrise (und damit zusammenhängend: die Bischofskrise, wie schon v. J. Card. Ratzinger festgestellt), der Dekonstruktion der Ehelehre und die Gefahr eines Schismas teile ich ganz. Was Danneels betrifft: Sympathie ist bei der Beurteilung einer Person unwichtig; und ob jemand lächelt oder nicht lächelt und wie er lächelt, ist primordial auch nicht wichtig. Was jedoch viel brisanter ist: Wenn man Danneels über Jahrzehnte gekannt und gefolgt hat und genau liest was er alles getan und geschrieben hat, gibt es mehr als oberflächliche Vermutungen, sondern dagegen substanzielle Hinweise in Überfülle daß Danneels nicht auf dem Boden… weiter lesen »
Suarez

Geehrter Adrien Antoine,
ich schrieb bewusst „Grinsen“, worin sich ja darin durchaus etwas ausdrückt, was man auch als diabolisch empfinden könnte.

Aber Sie haben Recht, so wichtig ist das nicht!

Die Etablierung der von Ihnen genannten Strukturen findet sich wohl nicht nur in Nordbelgien, sondern hier handelt es sich mittlerweile um ein weitreichendes Problem in der Kirche in Europa.

fredius
Benedikt XVI. ist also nicht nur in seinem Pontifikat behindert worden, sondern es wurde ihm na- hegelegt auf sein Amt als Papst zu verzichten. Man kann ohne weiteres schlussfolgern, dass ihm auch gedroht worden ist. Was das Kirchenvolk von Anfang an vermutete, wurde von zuständigen Stellen als Verschwörungstheorie abgetan und zurückgewiesen. Jetzt wird aber durch eine Bio- graphie über Kardinal Dannels bekannt, dass es doch einen geheimen Zirkel und Netzwerk gab und noch immer gibt, mit der Beteiligung von Kardinal Lehmann und Kasper. Besonder Kardinal Lehmann wird nachgesagt, dass er weltweite Verbindungen hat, mit entsprechenden Zielen wie auch die Förderung… weiter lesen »
Bonafide

Das Erschreckendste: Es passt alles zusammen.

Naasson

Eben!

J.G. Ratkaj

Daß Daneels eine maßgeblicher Drahtzieher beim Konklave war zeigte sich schon bei seinem sehr prominenten Platz bei der Proklamation der Wahl Bergoglios:
http://2.bp.blogspot.com/-TIY7wMe_cLo/UUDgytY1X-I/AAAAAAAAEjk/-516hIufS4k/s1600/Pope+Francis2+gss-130313-new-pope-13_grid-12×3.bmp
Das ist sehr unüblich, eigentlich ein Novum, daß ein Kardinal, welcher weder ein besonderes Amt im Kollegium und in Rom inne hat so einen priviligierten Platz bekommt. Das spricht Bände.

Jeanne dArc

In gewisser Weise erinnert mich das an den sogenannten „Andenpakt“: http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/75261458 — allerdings war der gescheitert ! Dass es so etwas auch im Dunstkreis des Vatikan gibt finde ich beschämend. Haben unsere Hirten eigentlich nichts Besseres zu tun ?!

mira

Nichts Besseres zu tun ist gut, hatten doch diese Lobby-Simonisten („unsere Hirten“ stell‘ ich mir wirklich anders vor!), die von Anfang an den Plan hegten, die Kirche zu zerstören nie etwas anderes im Sinn.
Noch schaut der Herr geduldig zu, frei nach dem Motto : Lasst beides wachsen bis zur Ernte. Der Tag des Herrn aber wird die Geister scheiden und ihre dunklen Pläne und geheimen Machenschaften zutage fördern: Dann „bleibt nichts verborgen was nicht offenbar werden würde.“ – Sind diese Kirchen-Mafiosis wirklich so verblendet zu glauben, sie könnten dem kommenden Gericht entgehen?

Heinrich
Grundsätzlich ist die Frage welchen Zweck hat eine Vereinigung, ist sie wie bei Homolobbies, Logen oder teilweise Studentenverbindungen auf Vetternwirtschaft oder Konspiration aus, ist es kriminell. Beim Andenpakt ist es aber anders dort stand ein existenzieller und politischer Grabenkampf im Vordergrund der teilweise bis ins nachrichtendienstliche geht und gegen solche Konspirationen vorgeht. Gewisse Dinge will diese satanische Homo-Mafia nicht in der breiten Öffentlichkeit, und wenn doch dann nur soviel davon wie es ihnen nützt!!! Apropos es gibt sogar Aussagen amerikanischer Nachrichtendienstlicher und polizeilicher Beamten über einen Pädophilenring im Weißen Haus. Seltsam das dann Mutti Merkel, das amerikanische Schosshündchen, beim Spiegel… weiter lesen »
hicesthodie
Glaubt denn hier einer ernsthaft, dass dieser Akt eines abrupten Papstrücktritts ohne wirklich hinreichende Gründe (Benedikt könnte noch heute die Geschicke der Kirche spielend lenken), dafür aber präzisem Timing (Wahlbeteiligung Kasper), freiwillig und ohne perfidem Zwang geschah!? Ich bin mir sicher, dass mit dieser galligen Gruppe so mancher weltliche Geheimdienst, dem Bendedikts erfolgreiche Re-Katholisierung als ein gefährliches Hindernis auf dem Weg zur neuen Weltordnung erschien, sehr eng zusammengearbeitet hat, bis hin zur Manipulation des Konklaves. Das alles sind natürlich Spekulationen. Aber wie lässt es sich rational erklären, dass die Versammlung der Kardinäle sich mehrheitlich für diesen für das Petrusamt in… weiter lesen »
Malte

Unglaublich, dass ein Mensch nicht davor zurückschreckt, sich im Papstkostüm zum Hampelmann der (Vereinten) Nationen zu machen.
Wer das Gericht Gottes nicht mehr fürchtet, muss den Glauben verloren haben (falls er ihn vorher besaß).

Piux

Genau das Timing des Rücktritts ist sehr interessant. Mußte die Sedisvakanz noch vor dem 4. März 2013 beginnen. Mit dem 80. Geburtstag an 4. März hätte der einflußreiche Kard. Kasper sein Stimmrecht verloren.

Franzel
Papst Benedikt XVI. hatte sicherlich genügend Kenntnis von diesen Kardinälen, und zu Beginn seines Pontifikats bat er bekanntlich die Gläubigen für ihn zu beten, daß er nicht vor den Wölfen fliehe. Er war ja seit Anfang der 1980er Jahre die rechte Hand von Papst Johannes Paul II. Es gab in den 90er Jahren schon schwere Kämpfe mit den Kirchenfeinden, so daß sich der Papst damals genötigt sah, etwa ein Frauenpriestertum nochmals in unmißverständlicher Sprache für alle Zeiten auszuschließen. Papst Benedikt XVI. hatte alles gegeben, um die Kirche auf dem richtigen Kurs zu halten und zu festigen, aber dann mußte er… weiter lesen »
ein besorgter Christ

das ist doch alles Unfug.
Benedikt wird in Mater Ecclesia bleiben und wenn Franziskus demnächst auch noch zurücktritt, wird es eben dort eine PapstWG geben und das Papstamt wird durch ein Leitungsgremium ersetzt werden, wenn nicht (kleiner Scherz) Hans Küng, der ja immer noch Priester ist, der nächste Papst wird.
Ich habe Kardinal Ratzinger sehr geschätzt, aber dieser halbe Rücktritt hat meine Wertschätzung, sehr ins Wanken gebracht.

J.G. Ratkaj

Ratzinger und Bergoglio haben mehr gemein als es naive Konservative zugeben möchten. Sein Adlatus Gänswein hat das mehrmals bestätigt. Die Abdankung oder der „Rücktritt“ (als ob es sich beim Papstamt um ein weltliches Amt handeln würde, zu genau diesem wurde es durch Ratzingers Schritt letztlich degradiert und auch desavouiert) Ratzingers hat seine wahre Gesinnung aber eigentlich endgültig manifest gemacht. Trotzdem hoffen sie noch immer auf ihn und setzten ihre kindischen Träumereien bezüglich ihm noch weiter fort.

Franzel

Sie reden Unfug, nicht ich mit Verlaub @ein besorgter Christ. Papst Benedikt hat gekämpft wie ein Löwe und kämpft weiter in Gebet und Aufopfern und hat sich das Papstamt von den Gegnern nicht entwinden lassen. Er hat nur die Amtsführung abgegeben, nicht das Amt.
Eine Papst WG wirds nicht geben, auch wenn Ihnen das in Ihrer ideologischen Verbohrtheit wohl sicher zupaß käme.
Ich glaube ihnen kein Wort, wenn Sie sagen, daß Sie Kardinal Ratzinger geschätzt haben, denn Kardinal Ratzinger hat als Papst nichts anderes gemacht als die wahre Lehre und Glaubensinhalte deutlich zu verkündigen.

zeitschnur
@ Franzel Ich habe Benedikt auch einmal sehr geschätzt. Aber das war vor seinem Rücktritt und bevor ich seine ganzen Schriften gelesen hatte. Er ist in vielem eindeutig ein „modernistischer“ Theologe, das betrifft viele Gebiete, v.a. und zentral aber seine Ablehung der Sühnopfertheologie (er widerspricht ausdrücklich Trient in der „Einführung ins Christentum“), seine Psychologisierung des Wunders (widerspricht dem Vat. I) und noch einiges andere, darunter auch seine Herabsetzung Mariens in die „Scharnierrolle“ zwischen AT und NT (die an sich biblisch schwer begründbar ist. Solche Scharnierrollen haben Johannes der Täufer und auch Josef, der Mann der Maria. Sie selbst aber ist… weiter lesen »
Severin
@zeitschnur Man muss dabei aber unbedingt zwischen einem frühen und einem späten Ratzinger unterscheiden. Mag er als junger Professor und engagierter Teilnehmer von Vat. II noch modernistische Ansichten vertreten haben, muss man ihm doch zugute halten, dass er mit zunehmendem Alter einen Kurswechsel vollzogen hat, der mit dem Motu proprio von 2007 noch nicht abgeschlossen war. Auch einem Kardinal Ratzinger und späteren Papst Benedikt muss man einen geistlichen Reifungsprozess zugestehen dürfen. Vom ersten bis zum letzten Tag seines (bisherigen) Pontifikats hat er nichts anderes getan, als gründlich aufzuräumen und überall die göttliche Ordnung wieder herzustellen, soweit es in seinem Vermögen… weiter lesen »
ein besorgter Christ

sorry severin, das ist es ja gerade,
wenn der Papst aus Schwachheit zurückgetreten wäre, weil er seine Geisteskräfte schwinden sähe, man hätte das im Falle Ratzinger, menschlich nachvollziehen können.
So hießt es immer „Et ist ja so fit, er ist so geistig fit, er schreibt Bücher…..“
Ja warum ist er dann zurückgetreten?
Und warum hat er die, die gegen ihn waren, nicht abserviert?
Er war ja der Papst!
Oder noch mal anders: wenn die Piraten das Schiff erobert haben, warum erzählt man uns dann seit Jahren, auch von Seiten der Päpste und konservativen Bischöfe, es sei alles in Ordnung in der KIrche?

zeitschnur
@ severin Ihre Deutung vom Petrus in ketten halte ich für sentimental – mit Verlaub. Benedikt hat es gemütlich, er lebt in beheizten Räumen, hat seine Leute um sich, er isst und schläft gut, kann sich den Luxus erlauben, um höchsten Alter noch Bücher zu schreiben. Was will man eigentlich mehr? Andere in seinem Alter sind seit 20 Jahren schon tot, um es mal pointiert zu sagen… Ratzinger hat sich in manchem gewandelt, aber nicht in allem. Sein jugendliches Plädoyer für die Zulassung wiederverheiratet Geschiedener zu hl. Kommunion hat er zumindest in der radikalen Form zurückgenommen. Aber auch er hat… weiter lesen »
Methodus

@ severin / Ihr Schreiben, Gott vergelt’s Ihnen, lieber Severin, Gelobt sei Jesus Christus. Amen.

kirchenmaus

Die Hexenmeister der Hexenküche St. Gallen (wie passend wenn man Gallen von Galle ableitet) mischen in brodelnden Hexenkesseln ungeniert ihre Fliegenpilzsuppen und Giftcocktails und preisen sie den Menschen als Zauber- und Liebestränke an. Fast wie im Märchen, wenn da nicht die Sache mit dem happy end wäre……und selbst auf einen Harry Potter ist kein Verlass mehr…..

zeitschnur

St. Gallen ist nach dem hl. Gallus benannt, einem keltischen Wandermönch, der im 7. Jh lebte. Er wird als Gründer des Klosters St. Gallen angesehen und damit auch als „Stadtgründer“. Man nennt sie auch „Gallusstadt“. https://de.wikipedia.org/wiki/Gallus_%28Heiliger%29
Bleiben wir nüchtern.

kirchenmaus
@zeitschnur Ach nee, was Sie nicht sagen! Das hat ja hier sonst keiner gewusst!!! Aber trotzdem danke für die Belehrung! Sie sehen es mir aber bitte nach, wenn ich den hl. Gallus nicht in der Hexenküche verbraten wollte? – Merci! Lobend darf ich aber feststellen, dass Ihre Kritik diesmal sehr konstruktiv war und nichts mehr von diesem überheblichen Rundumkahlschlag hatte, dem man hier manchmal schon zum Opfer fiel. Sie machen Fortschritte, weiter so! Lassen wir doch jeden so sein wie er ist und jeden so kommentieren wie er kann. – Der liebe Gott hat sich nun mal diese bunte Herde… weiter lesen »
Reinhold

Da stimme ich zu, weil es richtig ist (und auch noch kurz)

Malte

@Reinhold

Der war gut!

zeitschnur

@ kirchenmaus

Bitte keinen Zickenkrieg hier – das nervt einfach nur!

Ansonsten @ die selbstverschuldeten Platzhirsche: Der eine röhrt und markiert markig sein Revier, der andere denkt und spricht. Jedem das seine…

Elias

Man möge die Passage über den Papst in der „Ständigen Anweisung der Alta Vendita“ (19. Jh.) nachlesen. DIE Verschwörung existiert, sie nimmt sich Zeit; das übrige steht in der Offenbarung des hl. Johannes. Das muss uns genügen. Das Gegrübel und Schwafeln über wer ist was wo und wann ist dummes Altweibergeschwätz; „Zeitschnur“ hat völlig recht.

Piux

„Jemand, der nicht kanonisch gewählt, (aber) auf dem Höhepunkt jener Drangsal zum Papsttum erhoben worden sein wird, wird sich bemühen, in raffinierter Weise (wörtlich: mit Scharfsinn) vielen das tödliche Gift (wörtlich: den Tod) seines Irrtums einzuflößt.“

aus der Papstweissagung, die dem hl. Franziskus von Assisi zugeschrieben wird.

Miterlöserin
bei der Auslegung des 2 Thess 2 tut sich ein Dilemma auf, will man nicht die an Petrus ergangene Verheißung „Non praevalebunt“ unseres Herrn übergehen. Traditionell wird der, „der zuerst beseitigt werden muß“ mit dem Papst identifiziert. Und offenkundig ist der Widersacher, der sich in den Tempel Gottes setzt, kein rechtmäßiger Papst, sitzt er nicht rechtmäßig auf dem cathedra Petri. Und genau hierin liegt der Schlüssel für die Auslegung dieser Schlüsselstelle: Der Widersacher gibt sich als Papst aus, obwohl er nicht rechtmäßig, sondern mittels manipulierter Wahl aus einem Konklave hervorgegangen ist. Der Rest ist schnell erzählt: Nach dem großen Abfall:… weiter lesen »
Miterlöserin
Wie aber sind die Konsequenzen Versuchen wir also, von Gott her zu denken: Was passierte mit dem Volk Israel, wenn dieses Gottes Wege verließ, zu murren began und Götzen anbetete? Gott überließ sie den Konsequenzen ihres eigenen sündhaften Handelns. Was also erwartet uns? Wir können es lesen in der Bibel, vor allem im letzten Buch, in der Apokalypse. Aber auch in den sog. Privatoffenbarungen wie Fatima oder aber auch der Frau aller Völker. Und bei Deutung sowohl der 43. Botschaft der Frau aller Völker vom 5.10.1952 sowie dem eucharistischen Erlebniss der Seherin Ida Peerdeman vom 31.5.1965 fällt der Beginn der… weiter lesen »
Prochristo1
Göttliches Zeichen: Super-Blutmond vom Montag, 28. September Bei einer totalen Mondfinsternis schimmert der Mond in rötlichem Licht – aus diesem Grund wird der Mond dann Blutmond genannt. Vier solche aufeinanderfolgende totale Mondfinsternisse [Blutmonde] nennt man Tetraden. (Bezüglich Mondfinsternisdaten: Siehe http://www.eclipse.gsfc.nasa.gov) Beim Vollmond vom kommenden Montag, 28. September 2015, wird es sich um einen sogenannten Blutmond handeln. Genauer: Um den vierten der vier Blutmonde der Jahre 2014/2015. Genaue Uhrzeit dieses Blutmonds: Von 4:10 bis 5:23 in der Frühe, Höhepunkt der Rötung um 4:47 mitteleuropäischer Zeit. Die Daten der vier Blutmonde: 15. April 2014, 8. Oktober 2014, 4. April 2015, 28. September… weiter lesen »
Reinhold

Schwer verdaubar und doch wohl außerkatholisch.

Prochristo1

Warum ausserkatholisch? Jesus war Jude!

anjali jain

@Prochristol: Danke fuer diese sehr interessante Berichte. Wir koennen nur beten! Dass unserer Papst Benedikt mit Arglist vertriebeb worden ist, dass hatte ich mich immer schon gedacht, und jetzt hat dieser Kard. Danneels es mit Stolz[!] selber verraten! Ein nicht-glaubiger Bekannter von mir sagte, das war schon immer so dass Paepste Feinde und Verraeter um sich hatten die versuchen sie zu stuerzen.Dass es also nichts neues ist.Und dass einige frueheren Paepste auch ermordet worden seien.Dass das halt Kirchengeschichte ist.Mir trifft es aber jetzt so sehr, da ich Papst Benedikt so sehr liebe.

mira

Lieber @ anjali jain,
ich bin ganz gerührt von Ihrer Liebe zu Papst Benedikt. Auch ich liebe ihn sehr und bete, dass der Herr ihm noch lange eine gute Gesundheit schenkt. Ich würde mir wünschen, dass alle Priester, die hier mitlesen, ihn täglich in die Hl. Messe miteinschließen.
Deo gratias!

siri

Eigentlich ist das eine überflüssige Frage.
Nach der authentischen Lehre der Kirche lenkt ausschließlich der Heilige Geist das Konklave, und nicht irgend ein „geheimes Netzwerk“.
Doch spätestens seit der letzten Papstwahl 2013, die auf den unsäglichen Borgoglio fiel, kann ich der Lehre der Kirche – zumindest in dieser Hinsicht – keinen Glauben mehr schenken. Entweder war es tatsächlich ein gemeines (ist kein Verschreiber!) Netzwerk, oder der so viel und oft gelobte und beschworene „(Un)Geist des Konzils“, aber ganz sicher kein Heiliger Geist.

roman

Wenn ein Grüppchen von auserwählten Konklavianern im Vorfeld der letzten Papstwahl verschiedene Kontinente bereist hat, um mit Gleichgesinnten geheime Absprachen zu treffen und auszumachen wer wen wann und wie zu wählen hat – dann wurde der Hl. Geist beim letzten Konklave total ausgesperrt! Wahrscheinlich saß deshalb eine weiße Taube außen auf dem Dach der Sixtina, während man drinnen wählte! Der Hl. Geist wurde ergo durch den Vogel (das Hirngespinst) elitärer Kirchenmänner ersetzt – und was dabei herauskam haben wir jetzt auszubaden!

T. de Ahumada

Nach der Lehre der Kirche lässt der Heilige Geist es aber durchaus auch zu, dass Seinem Wirken in einem Konklave sehr menschliche Widerstände entgegengesetzt werden können… Es hat in der Kirchengeschichte schon immer mal Päpste nicht nach dem dem Willen Gottes sondern nach dem Willen der Menschen gegeben. Vielleicht war es sogar die Mehrheit der bisherigen Päpste… Ich fürchte, damit muss man leben, ohne gleich von Glauben an die Vorsehung Gottes abzufallen. Ich bin mir sicher: Wir haben zur Zeit genau den Papst, den wir verdienen!

mira

Da der liebe Gott allmächtig und allwissend ist, geschieht nichts unter der Sonne was nicht Seinen unergründlichen Ratschlüssen entsprechen würde.
Auch die bösen Geister sind nach wie vor Engel, wenn auch gefallene, die IHM dienen müssen und die ER benutzt um SEINEN HEILIGEN WILLEN zu vollstrecken. Sie haben großen Anteil daran, an unserer Heiligung mitzuwirken. ER allein versteht es auf kummen Zeilen gerade zu schreiben….

Die HL. SCHRIFTEN müssen sich erfüllen!

zeitschnur

Danke für die Differenzierung – der Papst ist ein Sünder, er fällt nicht vom Himmel und er kann sich willentlich gegenüber dem Hl. Geist verschließen, ebenso wie alle anderen Menschen, Konklavisten eingeschlossen.

Suarez

T. de Ahumada

Genau das, was Sie hier hervorheben, findet sich in den GS von Joseph Ratzinger, Bd. 8/1 „Kirche – Zeichen unter den Völkern“, in den Betrachtungen zum Charakter und Wesen der Bischofssynode.

Der Hl.Geist wirkt, aber er zwingt nicht!

Die Sünde ist des Menschen alleinige Tat.

Hans

Ein interessanter Hinweis, deren Botschaftsgehalt ich nicht deuten kann:
Die Rücktrittserklärung von Papst Benedikt stammt vom 11.02.2013, dem 84. Jahrestag der Lateranverträge, die die Unabhängigkeit des Vatikans festschrieben. Ich glaube jedoch nicht,
dass es sich bei der terminlichen Übereinstimmung um einen Zufall handelt. Benedikt hat m.E.
damit ein Zeichen setzen wollen.

zeitschnur

Und welches?

Oder ist nicht irgendwie fast an jedem Tag ein Gedenkdatum an irgendwas? Es gibt ganze Bücher darüber…

„Unabhängigkeit des Vatikans“ ist euphemistisch ausgedrückt… der Vatikan schloss unter der faschistischen Regierung diese Verträge, gewissermaßen das „bittere“ Ende eines Prozesses, in dem der Kirche durch die italienische Einigung fast aller Raum genommen worden war…

Reichsrömer

Es kann jetzt niemand mehr behaupten, daß die Wahl des mediokren, und unfähigen Modernistenknechtes Bergoglio, nicht durch ein dunkles Komplott zustande kam. Doch
Benedikt XVI. wußte sehr genau, was für üble Machenschaften schon während seiner
Wahl gelaufen sind, und wer dahinter stand. Es war in seiner Macht diese Kräfte zu
eliminieren. Er hat es nicht getan. Für mich ist Benedikt als Papst nur ein mit traditionellen Gewändern behangener Modernist gewesen. Er hatte nie vor die Tradition voll und ganz
zu unterstützen, sonst wäre das Motu proprio „“Summorum Pontificium“ viel klarer und eindeutiger
zugunsten der Tradition formuliert worden.

mira

@Reichsrömer
Ihr Name scheint ihr Programm zu sein! Es ist jedenfalls äußerst lieblos und abschreckend, so von Papst Benedikt zu reden!
Die Tradition ohne Liebe, wie sie leider von vielen Tradionalisten praktiziert wird, ist leere Fassade und führt nicht zum Heil. Weil GOTT die LIEBE ist, hat jedes religiöse und liturgische Tun nur einen Sinn, wenn es zu dieser größeren Liebe hinführt. Am Ende zählt nicht das Zeremoniell – allein die Liebe ist der MASSSTAB GOTTES !

zeitschnur

Dennoch spricht der Reichsrömer etwas Wahres aus: Benedikt hat sich traditionell gegeben – was Kleider und Style betrifft. Aber seine Worte sind und waren es nicht. Ebeneso wenig seine Handlungen. Es ist nicht lieblos, das nüchtern festzustellen, sondern vernünftig.

Methodus

Danke @ mira,für Ihre Worte.

mira

@zeitschnur
Wie ich oben schon sagte, kommt es nicht darauf an, ob die Worte von Papst Benedikt traditionell (= nur Fassade!) waren oder nicht, sondern allein darauf, dass bei Benedikt Wort und Tat übereinstimmten und dass er die LIEBE lebte !
Wann wird auch der letzte Tradionalist verstehen, dass Tradition allein (= weil man’s halt so macht und nicht anders!) noch lange keine Eintrittskarte für den Himmel ist?

zeitschnur
@ mira Erstens bin ich kein Traditionalist, sondern ein Traditionalistenkritiker (dafür muss ich mich regelmäßig von einem Tradi-Shitstorm auf niedrigstem Niveau überschütten lassen). Zweitens sehe ich Benedikt als einen in sich sehr wohl schlüssigen „Typus“ in der Kirche an – aber für ihn bedeutet die Ästhetik v.a. Ästhetik. Er steht zu den Insignien seiner Sozialisation, ohne sie als Ausdruck einer ewigen Wahrheit zu betrachten. Ich denke, er steht Martin Mosebach nahe: Man will nicht formlos sein, man will Ästhetik, um sich darin einigermaßen zu „erden“ und zugleich zu „himmeln“, aber man verknüpft mit dieser Form keine ausschließliche Wahrheit. So war… weiter lesen »
J.G. Ratkaj

Sehr richtig. Die Abdankung Ratzingers machte seine liberale Gesinnung endgültig manifest. Ratzinger war und ist ein großer Blender. Sie sehen es ja wie naive Konservative noch immer ihre infantilen Hoffnungen ganz auf ihn setzen. Ratzinger war immer Liberaler, freilich hat er die Radikalisierung vieler seiner Gesinnungsfreunde nicht mitgemacht. Deswegen nannten sie ihn „konservativ“. Er ist einer der schwächsten Päpste der Neuzeit. Sein Pontifikat hat der bergoglianischen Smuta den Weg bereitet.

mira
Lieber @J.G. Ratkaj, Ihre radikalen Ansichten über Papst Benedikt erschrecken mich aufs Heftigste, haben Sie doch hier bisher das Bild eines verständnisvollen, besonnenen und gerechten Kommentators abgegeben. – Wirklich sehr traurig und schade, dass Sie für diesen heiligmäßigen Papst keine anderen Worte finden und ihm derart feindlich gesinnt sind. Papst Benedikt hat ALLES ihm Mögliche getan, um das Schiff der Kirche wieder auf Kurs zu bringen. Die „Meuterei auf der Sancti“ hat gezeigt, dass das Schiff längst von feindlichen Piraten eingenommen war, gegen die der zielstrebige Kapitän nicht die geringste Chance hatte. Es blieb ihm keine andere Wahl, als das… weiter lesen »
Methodus

Nein. Es ist Ihre Sicht, OK. Wer Papst Benedikt XVI. war und ist, weiss der Allmächtiger Gott. Ich bete für den Papst Benedikt XVI, dankbar.

Heinrich
@mira „Meuterei auf der Sancti“, das gefällt mir. Mich erinnert es eher an „Die Schatzinsel“. Das Schiff der Schatzsucher hieß Hispanola und passt ja zu den Jesuiten, der Pratenkapitän Silver hat einen Papagei und Käpt‘n Franzl twittert gerne und Silver humpelt was ein Indiz ist da Käpt‘n Franzl gerne den Namen Jesus bei seinen Reden öfters vergisst. Ein Pirat heisst auch Israel in dem Roman, sogar der Pantheismus ist bei dem mit Ziegenhäuten bekleideten und verwilderten Benn Gun wiederzufinden. Auf der Schatzinsel ist ein Teleskophügel wo wir wieder bei den Jesuiten sind, die Schatzkiste haben die Piraten aber nicht bekommen,… weiter lesen »
mira

@Heinrich
Die von Ihnen aufgezeigten Parallelen sind nicht nur witzig, sondern treffen direkt ins Schwarze. Das Wort „Piratenkapitän“ für Papst werd‘ ich mir merken, da wir nach Pirat Daneels Outing im Moment ja keinen solchen mehr haben und schließlich beide Wörter mit „P“ anfangen. An das Happy End mit dem Schatz glaub‘ ich auch, da der Regisseur den Film schon im Kasten hatte, bevor er überhaupt abgedreht wurde! Die Piraten freuen sich zu früh – das Schiff lässt sich nicht kapern!……..die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen….

Methodus

„Mit traditionellen Kleidern behangener Modernist“? Benedikt XVI. war nie mit Etwas behangen, er hat diese Gewänder getragen, in Demut, im Amt des Papstes, des Nachfolgers Petri, zur Ehre Gottes. Das ist meine Sicht. Gelobt sei Jesus Christus. Amen.

Ambrosios

Es muss heißen „pontificum“.

Ambrosios

Es muss heißen: „pontificum“. Pontifex gehört zu den Konsonatenstämmen.

fides vincit

Hoffentlich lesen möglichst viele Bischöfe, die an der Synode teilnehmen werden, was der elende Daneels da offenbar von sich gegeben hat.

Es beginnen anscheinend auch schon die Versuche -lt. Meldung von Rorate Caeli- das Ganze unter den Teppich zu kehren bzw. zu relativieren. Verständlich!

Daneels hat in seiner senilen Hybris ein bißchen zu viel geplaudert!

Peinlich vor allem für Bergoglio! Herrlich, wie Daneels seine Kreatur jetzt selbst ad absurdum führt!

Engelchen

Ja, die menschliche Eitelkeit bringt es an den Tag.

zeitschnur
Dass die Vorgänge um den Rücktritt Benedikts mehr als dubios waren, sieht ein Blinder mit Krückstock – selbst die Außenwelt sieht das. Dennoch ist Vetternwirtschaft, Intrige, Simonie, Nepotismus in der Kirche absolut nichts Neues. Man kann sogar sagen: dieses Unwesen kennzeichnet die Kirche seit der konstantinischen Wende. Immer wieder musste sie in Reformprozessen genau dieses Unwesen abwerfen, bis es wieder zurückgeschwappt kam – in neuen Gewändern. Auch Pius XII. soll ja einem relativ ungehemmten Nepotismus gefrönt haben. Glaubt hier jemand im Ernst, dass Kirchenfürsten JEDER Couleur nicht schon immer hintenherum Strippen gezogen haben und versucht haben, ihre „Männer“ an die… weiter lesen »
Suarez
Es gibt eine neue Dimension des Bösen in der Kirche und die hat auch etwas mit dem Versuch zu tun, die Lehre der Kirche hinsichtlich Schöpfungsordnung in ihr Gegenteil zu verkehren. Ich glaube, es ist bis heute nicht begriffen worden, was da wirklich mitten in der Kirche vorgeht. Der Skandal um durch Priester missbrauchte Kinder – durchweg Jungs – hat doch die Pforte der Hölle ein Stück weit geöffnet. Kann man sich denn etwas Grauenhafteres vorstellen als solchen Missbrauch durch Hirten, die dem Seelenheil der Menschen dienen sollten? Was heißt das für die Priesterausbildung, welche Rückschlüsse muss man da einfach… weiter lesen »
zeitschnur
Ob das wirklich so ist? Oder entzaubert sich nur für uns etwas, das wir vorher illusionär gesehen haben? Immerhin wurde schon im 19. Jh die Verkommenheit des Klerus beklagt – nicht zuletzt in La Salette, das immerhin die Priester als „Kloaken“ bezeichnet. Das Aushebeln der „Schöpfungsordnung“ gehört zu den Folgen des Sündenfalss – das darf man nicht ausblenden. Will saen: die Schöpfungsordnung ist tief verwundet seit Adam und Eva und hat sich in der Kirche zwar teilweise erholen können, aber eben nur teilweise, denn das Böse hat von Anfang an weitergewirkt – in der Kirche, nicht außerhalb (!) – und… weiter lesen »
Adrien Antoine
Geehrter @Suarez, Vor ein paar Tagen erschien auf der gut informierten Website http://www.kavlaanderen.blogspot.be ein Artikel über die psychiatrische Hintergründe der Pädophileskandalen in Belgien und über die Rolle von Danneels. Da fiel der Terminus TPS („Theatralische Persönlichkeitsstörung“), mit Histrionie und nicht selten gewaltige Fixierung auf abstoßendes (uns anstoßgebendes) sexuelles Verhalten. Über dieses Kapitel wird in allen Sprachen geschwiegen. Wo vanGheluwe sitzt bzw. was mit ihm seit 2011 passiert ist, weiß man nicht; zu Bischof geweiht , kann er nicht „entweiht“ werden bzw. könnte er ggf.andere Bischofsweihen durchführen und jede Menge Unfug begehen; er ist offensichtlich, weil uneinsichtig (und gerade bei der… weiter lesen »
Kostadinov

dem ist nix hinzuzufügen!

Wolfgang Franz
Liebe Zeitschnur. Die Kirche ist eine Kirche der Sünder. Das war sie auch schon vor der konstantinischen Wende, denn die Auseinandersetzung darüber war ja davor. Der Mensch ist so. Und deshalb gibt es die Hierarchie, daß sie gegen die immer vorkommenden Verbrechen einschreitet. Daß die Hierarchie hierin in unserer Zeit versagt hat, ist die Folge der Barmherzigkeitsduselei nach dem II. Vaticanum. So hat es sogar der entsprechende Bericht des irischen Parlaments hervorgehoben. Auch die Kirche muß in der Welt arbeiten. Sonst geht sie unter. Und auch das muß man, wie alles Menschliche, verstehen. Das mit den Kastraten war auch wohl… weiter lesen »
Adrien Antoine
Geehrter @Suarez, Als papabile bei der Konklave 2013 wurde Bergoglio damals kurz vor seiner Wahl nach den Pädofilieskandalen befragt, worauf er antwortete „…daß, wie man hörte, dies in einigen Bistümern ein Problem schien gewesen zu sein… aber daß er persönlich davon nichts wußte…“ Bei der Konklave 2005 spielte die Pädophilie in der Kirche eine gewaltige Rolle, und wohl in der damaligen Konfrontation von Danneels (der sog. „Johannes XXIV“ nach seinen unvorsichtigen Aussagen bei seiner Abreise aus Mecheln) gegen Joseph Card. Ratzinger. Den Kardinälen wurde übrigens vor der Konklave eine Dokumentationsmappe mit einschlägigen Abbildungen aus dem von Danneels verteidigtem Religionsbuch Roeach3… weiter lesen »
Heinrich
@Wolfgang Franz Im Vatikan war Kastration eher im künstlerichen Bereich der Musik einzuordnen und nicht wie im heidnischen Elagabal-Kult der leider in den ersten 2 Jhd.n.Chr. in Rom aufflackerte, wo Kastraten neben Homosexuellen, Transvestiten und Tempelprostitution gefordert war. Warum kastriert man eigentlich nicht jeden Priester, wenn man sowas duldete bzw. von anderen einforderte? Eine provokante und fiktive Frage, doch eigentlich wäre es ja eine „zöllibatäre Garantie“ und ein Totschlagargument um eine Infiltration Homosexueller im Vatikan zu vermeiden. So schnell wie die homosexuellen Priester türmen würden könnte man gar nicht schauen. Auf die Idee kam man nicht, aber um der lieben… weiter lesen »
zeitschnur
@ Wolfgang Franz Ich gebe Ihnen insofern recht, als die Kirche eine Kirche der Sünder ist. Aber Sie haben nicht recht damit, dass die Aufgabe des Klerus wäre, hier den moralischen Wächter zu spielen. Aufgabe des Klerus ist, die Überlieferung lebendig weiterzugeben und die Sakramente zu spenden. Ganz und gar nicht recht geben kann ich Ihnen bei Ihrer Meinung, der Verfall der Moral hätte erst mit dem Vat. II angefangen. Das ist einfach historisch ganz falsch. Vielmehr hat sich der Klerus in manchen Phasen mehr Hurerei erlaubt als das gemeine Volk – verzeihung, aber das sind einfach Fakten. Das ist… weiter lesen »
Tradition und Glauben
@ Suarez Ja, es ist schrecklich und wenn man sich noch dazu vergegenwärtigt, was es für die spirituelle Dimension bedeutet, da die immer noch vorhandene Gnadenvermittlung von diesen Kardinälen, Bischöfen und Priestern nach unten erfolgt, so verstehen wir da, was wir jetzt haben. Es scheint, dass die Befürwortung der Homosexualität, welche eigentlich nur aufgrund der eigenen Homosexualität vorhanden sein kann, das Auswahlkriterium für einen Bischof ist. Schauen wir uns doch die neuesten Aussagen von Koch, Woelki, Bode etc. an. Da Sie alle in den 1980-gern und Anfang der 1990-gern wohl studiert haben und wohl von den Jesuiten, wo sich dergleichen… weiter lesen »
Wolfgang Franz
@Zeitschnur: Sie haben mich bzgl. der Hierarchie falsch verstanden. Ich meinte das Wächteramt der Hierarchie gegenüber dem Klerus. Nichts anderes. Trieb der Weltklerus mehr Hurerei als die Laien, so war das unterschiedlichen ökonomischen Situationen geschuldet. Ein reicher Prälat findet leichter eine Geliebte als ein armer Bauer. Sehr nett die Ausführungen des Caesarius von Heisterbach dazu. Als Vater eines Sohnes sehe ich aber einen fundamentalen Unterschied zwischen einer Geliebten und dem Mißbrauch kleiner Jungs. Das eine ist innerhalb der Natur, das andere in schlimmstem Gegensatz zu ihr. Ein Hurenskandal hätte nicht die US-Kirche fast und die irische gründlich zerstört. Bitte unterstellen… weiter lesen »
zeitschnur
@ Wolfgang Franz Ich habe vor allem mir selbst in der Vergangenheit ein naives Kirchengeschichtsbild bescheinigt… und dann auch nicht Ihnen persönlich, sondern einer gewissen „typischen“ Tradi-Lesart… die sich in der Kirche „früher, vor dem Konzil“ irgendwie heile Zustände vorstellt, v.a. im 19. Jh. Aber gerade das 19. Jh ist von Chaos ganz eigener Art gezeichnet. Sie haben zwar recht damit, dass man hurende Kardinäle leichter hinnimmt, wenn sie erwachsene Frauen „lieben“. Unklar ist jedoch auch in der Forschung, ob es eine pädophile Praxis auch im Mittelalter gegeben haben mag – das lässt sich schwer beurteilen, zumal das Mittelalter noch… weiter lesen »
Carlo
Fr. Zeitschnur, offenbar sind Sie jetzt auch noch einem Verschwörungstrüppchen beigetreten. Wieso wird Benedikt nicht geglaubt, wenn er selber SAGT, dass er nicht nur freiwillig, sondern sogar noch auf göttliches Geheiß zurückgetreten ist? „Gott hat es mir gesagt.“ http://www.welt.de/politik/ausland/article119248451/Benedikt-XVI-Gott-hat-es-mir-gesagt.html Und ja, ich glaube (auch) nicht, dass Pius XII. Nepotismus betrieben hat, wie Sie ihn beschreiben, sonst hätte er nicht 1953 das letzte Konsistorium mit der Ernennung von Kardinälen abgehalten. Das 1958-er Konklave zählte daher nur 51 Teilnehmer! http://www.catholic-hierarchy.org/bishop/bpacelli.html Dafür ist das, was Suarez bezgl. Kardinal Danneels resp. dessen Appointment ad personam zur „Familiensynode“ herausstreicht, tatsächlich eine einzige Schande, die die… weiter lesen »
zeitschnur
Verstehe nicht, worauf Sie sich beziehen? Welches Verschwörungstrüppchen? Haben Sie mien Posting nicht gelesen?! Ich habe gar nichts gesagt zu den Hintergründen von Benedikts Rücktritt, was meinen Sie also?! Ich habe genau genommen zu seinem Rücktritt überhaupt nichts gesagt… Was Pius XII. betrifft, sauge ich mir das ja nicht aus den Fingern: „Im 20. Jahrhundert verschaffte Papst Pius XII. außerhalb des Kirchenrechts seinen bürgerlichen Neffen Giulio, Carlo und Marcantonio Fürstentitel (Principi Pacelli) und hohe Posten in der italienischen Politik- und Finanzwelt.“ Das finden Sie hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Nepotismus_am_Heiligen_Stuhl Ist aber auch sonst vielfach bezeugt, zumal der Sachverhalt ja objektiv vorliegt und keine… weiter lesen »
zeitschnur

Das als zeitgenössischer Artikel blättert die Machenschaften Pius XII. noch mal etwas weiter auf: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42624170.html

Es ist im übrigen auch gleich, das nun eingehend zu zerreiben. Feststeht, dass in der Kirche fast von Anfang an Vetternwirtschaft, Ämterkauf und Amts- und machtmissbrauch immerhin so häufig vorkamen, dass es deswegen immer wieder massive Gegenbewegungen und Reformverlangen geben musste…

Carlo

„Dass die Vorgänge um den Rücktritt Benedikts mehr als dubios waren, sieht ein Blinder mit Krückstock – selbst die Außenwelt sieht das.“

Da war nichts dubios. Ein Papst (nicht nur er, aber erst recht), der Jesus Christus unverkürzt verkündet, steht nun mal Sturm. Dies gilt es zugunsten des Himmels auszuhalten, wofür andere sogar bis zum Martyrium gegangen sind, statt sich regemäßige Empfänge, gelehrte Lesungen, Konzerte und Kommissar R. zu gönnen!

Ihre Beispiele zu Pius XII. hauen ins Leere, schließlich waren dies Posten außerhalb seines Einflussbereichs! Und mit dem alten Kram müssen Sie jetzt nicht nachträglich daherkommen, es ging um Pius XII.

J. G. Ratkaj
Geschätzte Fr. Zeitschnur, Man kann da schon etwas differenzieren. Nepotismus ist per se nichts böses. Überhaupt kommt es darauf an aus welcher kulterellen Perspektive (Süd- opder Nordeuropäer und in welchem Zeithorizont) man ihn beurteilt. Der große Barockpapst Alexander VII. Chigi wollte z.b. seine Neffen und andere Verwandten ursprünglich nicht in Rom haben weil er sich von seinem Vorgänger Innozenz X. diesbezüglich unterscheiden wollte. Das hat aber großes Unverständnis bei den Römern ausgelöst, man warf ihm vor er zeige keine piatas gegenüber seiner eigenen Familie, sodaß er schließlich seine Familiaren doch zu kommen erlaubte und einige auch in Ämter einsetzte. Man… weiter lesen »
hicesthodie

Werte Frau Zeitschnur, hätten Sie die Güte, uns fürderhin mit auf die Schnelle ergoogelten Weisheiten aus tendenzösen und/oder unseriösen Quellen wie SPIEGEL und wikipedia zu verschonen!? Danke verbindlichst!!

zeitschnur
@ Carlo Die Umstände waren sehr wohl dubios. Zuvor der Vatileaks-Skandal, ein Jahr zuvor diese ominöse Morddrohung gegen Benedikt. Dann der Homoskandal in der Kirche, dieses Dossier, das drei alte Kardinäle erstellen sollten – wo ist es?, auch die „Welt“ sah da durchaus einen Zusammenhang, wenigstens der Art „Der arme alte Mann kann nicht mehr“ oder dergl. Der „alte Kram“ sollte nur zeigen, dass Vetternwirtschaft und Seilschaften gewissermaßen „normal“ sind – auch in der Kirche. Man kann nicht etwas beklagen, was heute läuft und dabei ausblenden, dass es früher nicht besser war. Pius XII. hat seine Neffen in hohe Ämter… weiter lesen »
zeitschnur

@ J.G. Ratkaj

Ihr Argument wäre ein Beispiel für katholische Doppelmoral. Für uns gilt: Kein Ansehen der Person!
Alles andere ist unwürdig.

Ihr Argument erinnert an diese seltsame Richterin, die angesichts eines türkischen Ehrenmordes an einer jungen Frau mildernde Umstände geben wollte, weil in der anderen Kultur die Ehre halt so wichtig sein, das Ermorden der eigenen Verwandten erlaubt und so weiter.

Gelten in der Kirche die Gebote nicht für alle?

Und warum gab es immer wieder starke Bewegungen in der Kirche gegen Simonie und Nepotismus?!?!

zeitschnur

@ hicesthodie

Willkommen zurück – Sie haben sich nicht gändert. Ich habe nichts „ergoogelt“, sondern Links gesucht für die Leser.
Wie wärs für Sie aber mit einem Benimmkurs?

Wolfgang Franz
@Zeitschnur: Das Verständnis für die besondere Situation einer anderen Zeit und Kultur in dieser Zeit und Kultur ist etwas ganz anderes als Verbrechen einer fremden Kultur in unserer juristisch weniger zu ahnden. Das passt nicht zusammen. Die Bewegungen gegen Simonie haben sich nicht im gleichen Maße gegen Nepotismus gewandt. Einen Verwandten zu fördern, der grundsätzlich geeignet für den Job ist, ist nicht dem Verkauf von Ämtern zu vergleichen. Mir scheint, bei aller langsam wachsenden Freundschaft :), daß Sie etwas an der Conditio Humana leiden. Der Mensch ist zur Sünde geneigt und Männer sind meist nicht vom Kopf gesteuert. Das ist… weiter lesen »
J.G.Ratkaj

Geschätzte Fr. Zeitschnur,

Nun, ich würde Ihnen trotzdem die Schriften von Prof. Reinhard und seiner Schüler betreffs dem Nepotismus am römischen Hof empfehlen.

zeitschnur
@ Wolfgang Franz et J.R. Ratkaj Was Sie schreiben, ist natürlich sehr ernüchternd und entlarvt christliche Nächstenliebe als Berechnung… Ist das wirklich so? Immer, meine ich? oder rechnen Sie einfach mit der menschlichen Bosheit auch bei Christen? Immerhin lehrte der hl. Paulus da etwa anderes – die rechte Hand solle nicht wissen, was die Linke tut… und wie ist das mit dem „fröhlichen Geber“, den „Gott liebt“? Allerdings bin ich immer noch nicht überzeugt von dem, was Sie schreiben. Zum Beispiel hat sich ja Pius X. standhaft geweigert – also eine oder sogar zwei Generation VOR Pius XII, seiner Familie… weiter lesen »
Franzel

Ja, Papst Benedikt hatte von Anfang an werter @Suarez, auch schon als Kardinal, was den Mißbrauch von Jugendlichen angeht, auf schonungslose Offenlegung gedrängt und seines dazu getan. Seit „Papst“ Bergoglio regiert, ist das aber kein Thema mehr. Wenn man den Mißbrauchsbeauftragten der DBK, Herrn Bischof Ackermann, hört wie er dem sexuellen laissez-faire das Wort redet, dann erkennt man schnell, daß dieser Mann entweder nichts begriffen hat oder gar absichtlich so redet.

Ich möchte an dieser Stelle auch Papst Benedikt ausdrücklich gegen die Mißliebigen und Falschinterpreten @zeitschnur und @Reichsrömer in Schutz nehmen. Denn sie wissen nicht, was sie sagen…

zeitschnur

…doch, @ Franzel, ich zumindest weiß sogar sehr genau, was ich sage, weil ich es in Benedikts Büchern gelesen habe.

Vielleicht sollten Sie das noch nachholen – die Lektüre meine ich…

Franzel

Ja @zeitschnur: viele Bücher von Papst Benedikt wie von Kardinal Ratzinger habe ich gelesen und lese gerade wieder das 1. Jesus-Buch.
Ich würde aus meiner sicherlich niedrigen Warte- und dennoch- sagen, daß kaum ein Theologe es so versteht und verstand wie Joseph Ratzinger, die Geister zu unterscheiden. Obgleich er ja so belesen ist, was auch eine Gefahr darstellt für den Lesenden, hat er den Durch- und Überblick.

Auch allein seine Ansprachen und Reden in Deutschland (Berlin, Erfurt, Freiburg, Regensburg usw.) bei seinen 3 Besuchen, sind einfach historisch zu nennen, von bleibendem großen Wert.

Reichsrömer

Sehr richtig. Die Publikationen Bendedikts offenbaren seine ganze ambivalente Haltung zur Tradition. Trotzallem müssen wir ihm dankbar
sein für Summorum Pontificium, auch wenn das Motu proprio unzureichend
ist.

Ambrosios

@ Reichsrömer: Pontifex ist ein reiner Konsonantenstamm und bildet deswegen keinen Genetiv auf -ium, sondern um. Es muss heißen „pontificum“.

Adrien Antoine

@ambrosios,
Es freut mich sehr daß Sie hier so aufmerksam mitlesen.
Diese Informationssite ist äusserst lehrreich.
Um Joseph Card. Ratzinger zu zitieren bei seinem Besuch an die Abtei Fontgombault bei der zweiten Liturgischen Konferenz dort in 2001:
„Hier schlägt wirklich das Herz der Kirche!“.

Suarez
Hochgeehrter Adrien Antoine, der von Ihnen angesprochene @Ambrosios geruht Ihnen ja nun auf kath.net ebenfalls „sedisvakantistische Umtriebe“ zu unterstellen! Und da dieser @Ambrosios nicht weiß, dass man in der Schweiz aus Kantonalkirche austreten kann, aber dennoch Glied der katholischen Kirche bleibt, wirft er unbefangen dem verehrten @Kostadinov vor, sich exkommuniziert zu haben. Ich zitiere ausnahmsweise für Ambrosios mal Wikipedia: „In der Schweiz kann man auch aus der betreffenden Landeskirche (Kantonalkirche) austreten, aber trotzdem Mitglied der Kirche bleiben, wie das Bundesgericht festgestellt hat.“ Da Frau Lorleberg um Seriosität auf kath.net bemüht ist, schaltet sie diesen Unfug unbedenklich frei. Interessant ist auch,… weiter lesen »
Ambrosios

Allerwertester Suarez,

ich erwarte eine Entschuldigung dafür, dass Sie mir „ein höchst zwiespältiges, um nicht zu sagen, vorsätzlich distanziertes Verhältnis zur Wahrheit“ unterstellt haben. Das ist eine Sünde.

Schauen Sie hier, was user egon (Zufall?) am 24. September 2015 um 16:35 schrieb:
http://www.katholisches.info/2015/09/17/arbeitspapier-der-synode-vertritt-unter-nr-137-unkatholische-lehre-appell-von-50-moraltheologen-und-philosophen/

Suarez
@Ambrosios Ich wüsste nicht warum ich mich entschuldigen sollte. Ihr höchst zwiespältiges, um nicht zu sagen, vorsätzlich distanziertes Verhältnis zur Wahrheit beruht auf der üblen Unterstellung, ich vertrete Sedisvakantismus. Gerade der von Ihnen bezeichnete Link belegt doch das genaue Gegenteil. Ich widerspreche dort ganz entschieden sedisvakantistischen Positionen. Das haben Sie doch sicher auch sehr genau bemerkt und bleiben dennoch bei Ihrer frechen Unterstellung?! In der Tat hatte ich den kleinen Kommentar des Users Egon nicht mal bemerkt. Sie sollten, wenn Sie und andere „Theologen“ Menschen den christlichen Glauben absprechen, wirklich darüber nachdenken, was Sünde heißt und wie Hochmut endet! Sie… weiter lesen »
Ambrosios

Sie haben mir vorhin eine – erwiesenermaßen – falsche Aussage unterstellt.

Sie sind also der Überzeugung, dass Papst Franziskus wahrhaft und wirklich Papst ist? Dann müssen Sie ihm gehorchen. Steht schon in Unam Sanctam. Sonst gehen Sie Ihres Seelenheiles verlustig. Anderes zu behaupten ist einfach nicht katholisch. Sie winden sich dewegen, weil Sie nicht zugeben wollen, was aus all Ihren Postings quillt: Sie glauben Franziskus nicht gehorchen zu müssen, weil Sie meinen, er ist nicht Papst.

Ambrosios

Ach ja, haben Sie bei radiovatikan-blog meinen Nick übernommen? Da möchte wohl jemand bei kath.net Verwirrung stiften. Nun, der Nickname steht jedem offen – es ist ein anderes Medium. Aber wissen würde ich es dennoch gerne.

Methodus

Danke @ Franzel,so ist es.

Suarez
@Franzel Ich stimme Ihnen da zu. Papst Benedikt verdanken wir ja die „Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen“, die er als Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre formulierte und die Papst Johannes Paul II. approbierte. Seit der Veröffentlichung dieser „Erwägungen“ schlug Papst Benedikt der blanke Hass auch innerkirchlich entgegen, denn er hatte mit diesen Erwägungen der Glaubenskongregation einen Pflock eingerammt, den progressive Theologen nicht mehr herausbekommen, es sei denn mit dem Bulldozer des offensichtlichen Bruchs mit der kirchlichen Lehre. Das traut sich nicht mal Kardinal Lehmann! Was @zeitschnur angeht, so habe ich doch das… weiter lesen »
zeitschnur
… anders herum wird ein Schuh draus: Sie, @ Suarez, sind im Moment in einer Phase starker Aufklärungskritik befangen, wie wir feststellen können (in Ihren derzeitigen Posts) und wittern nun überall „Aufklärung“ in den Gedanken anderer Leute. Ich gebe Ihnen den Rat, das,w as ein anderer äußert, erst mal für sich selbst als das zu nehmen, was es sagt. Es ist kein guter Debattenstil, wenn man den anderen erst gar nicht mehr verstehen will, sondern erst mal in eine Schublade einordnet, gegen die man dann polemisiert. Ich habe mit der Aufklärung nichts zu tun, aber das Denken lasse ich mir… weiter lesen »
Suarez
Liebe @zeitschnur, ich glaube, da ist mit Ihnen jetzt einfach ihr erfrischendes Temperament durchgegangen. Die Sünde ist im Wollen verankert. Sie ist eben kein Irrtum! Ein Irrtum ist aber eine intellektuelle Fehlleistung. Ansonsten wäre Sünde ein bloßes Versehen. Ich bin schon seit 20 Jahren in einer starken Aufklärungskritik „befangen“, aus gutem Grund, weil die säkulare Aufklärung in der Tat den größten Betrug der Menschheit ins Werk gesetzt hat. Im übrigen hat diese Kritik selbst bei denen Einzug genommen, die der Aufklärung sich verbunden fühlten, wie z.B. TH.W. Adorno und Horkheimer. Die Kritik ist also nicht bloß meiner situativen Stimmungslage geschuldet.… weiter lesen »
Wolfgang Franz

@Suarez:
Bei der Frage nach der Sünde ist diesmal Zeitschnur auf dem richtigen aquinatischen Dampfer. Eine intellektuelle Fehlleistung ist kein Versehen und auch kein Irrtum. Sie beruht im Zweifel auf unzureichend geschultem Gewissen. Trotzdem ist es der Intellekt, der dem Willen die sündhafte Entscheidung vorlegt.
Sahen auch zu Thomas von Aquins Zeiten manche anders, speziell die Franziskaner, aber auch Heinrich von Gent. Die Diskussion ist auch heute noch spannend.

Suarez
@Wolfgang Franz Auch ein Irrtum ist immer eine intellektuelle Leistung, nur fehlt die Wahrheit. Insofern ist die Leistung des Intellektes fehlerbehaftet. Nun kommt es darauf an, ob der Mangel absichtlich herbeigeführt wurde, z.B. durch Verstocktheit, dann ist es eine Sünde. Die Kernfrage dreht sich also darum, ob es eine Einsichtsfähigkeit gab zum Zeitpunkt der Fehlleistung oder nicht. Unter unzureichend geschultem Gewissen lässt sich nur ein sich autonom setzendes Gewissen verstehen. Diese Setzung des Gewissens als autonom beruht aber auf einem Willensakt, der sich gegen Gott und seine Gebote stellt. Das geschieht also nicht auf Grund einer Fehlleistung, sondern auf Grund… weiter lesen »
Methodus

@wolfgang Franz/ Bleibt zu hoffen, dass, bei der ganzen Intellektualität und ,,geschultem Gewissen“, oder dem richtigen (diesmal aquinatischen..) Dampfer,auch noch ein Platz für das Sündenbewußtsein, die 10 Gebote, oder sogar den Heiligen Geist, die Liebe,… bleibt. Ja, um manche Sünde, nicht zu wiederholen, ist der Willen nötig, eine Entscheidung… die Kraft… zu entsagen“, treu zu bleiben. So helfe uns der Dreieinige Gott.

zeitschnur

@ Suarez um 12.55 Uhr

Ja sicher, das stimmt, was Sie über den Mythos Aufklärung schreiben – aber habe ich das je geäußert? Bitte projizieren Sie das nicht auf mich.

Das mit der Intellektuellen Fehlleistung hatte ich übrigens anders verstanden. ich meinte: man sündigt vom Kopf her – nicht vom Bauch her. Der Bauch mag Impulse geben, aber eine Verfestigung dieser Impulse bis hin zur Entscheidung zu sündigen, geht in aller Regel mit einer intellektuellen Umdeutung des Sachverhalts einher („Ausreden“).
Man erklärt sich selbst, warum die Sünde doch okay sein könnte.
Und das meinte ich.

Suarez

@Ambrosios

Mein Charakterbild von Ihnen sagt mir, dass Sie sich hier unter „Egon“ eingeloggt haben, die Diktion des Kommentars spricht dafür. Dieser Ego taucht auch nur an dieser Stelle einmal auf.

Ich habe Ihnen keine falsche Aussage unterstellt, sondern klar und deutlich darauf hingewiesen, dass ich diesen äußerst merkwürdigen, weil fingierten Kommentar, bislang nicht einmal bemerkt hatte. Ich habe auf diesen Kommentar daher auch nicht geantwortet.

Sie halten Kurienkardinal Sarah, der von einer derzeit in der Kirche stattfindenden „Rebellion gegen Gott“ spricht, für einen Sedisvakantisten?

Der von Ihnen mir unterstellten Methoden bediene ich mich nicht, das ist allein der Stil derer, die Danneels verehren.

Ambrosios

@ Suarez

Wie können Sie es wagen, ohne mich persönlich zu kennen, sich ein Charakterbild von mir zu machen? Wie können Sie es wagen, aus ein paar Zeilen derartige Vorwürfe zu konstruieren?

Selbstredend ist Sarah ein Sedisvakantist, wenn er Papst Franziskus nicht für den Papst hält und ihm nicht gehorcht.

Franzel
werter @Reichsrömer: d i e „Tradition“ gibt es, aber wie wirds verstanden? – Es gibt dazu 2 Parteien in der Kirche- eine große, sehr große und eine kleine- und beide sind verschieden, aber ähnlich im Mißverstehen. Es gibt die mündlichen Überlieferungen sowie das geoffenbarte Wort in der Bibel und die Lehren der Kirche, der Väter auch und anderes mehr wie verschiedene Offenbarungen an verschiedene Personen, Heilige oftmals.. Papst Benedikt hatte sich nicht einmal gegen all das Erwähnte irgendwie gewendet. Ganz im Gegenteil: er war und ist treu. Es genügt aber nicht, sich geistig in verklärte Zeiten zu versetzen, sondern das… weiter lesen »
Tradition und Glauben
@ Adrien Antoine In Ihren Beiträgen, die von einiger Sachkenntnis im belgischen Raum zeugen, finde ich die Bestätigung meiner schlimmsten Befürchtungen oder Informationen, die ich aus anderen Quellen habe. Stichwort: Pädophilie und Satanismus, Satanismus und Pädophilie und beides wörtich und ganz Ernst gemeint. Der einzige satanistische Pädophilenring wurde bislang einigermaßen in Großbritannien untersucht und dies deswegen, weil die Betroffenen nicht mehr an der Macht sind und die Ereignisse der Vergangenheit angehören. http://www.express.co.uk/news/uk/370439/Jimmy-Savile-was-part-of-satanic-ring http://www.rt.com/op-edge/168876-savile-scandal-bbc-presenter/ Natürlich gibt es solche Ringe und Netzwerke überall auch in Deutschland, aber es fehlt der politische Wille der Parteien hier wirklich durchzugreifen, weil jede Partei fürchtet, dass… weiter lesen »
Franzel
Interessante Diskussionen zwischen @zeitschnur und @Suarez. Der hl. Apostel Paulus hat ja sehr gut und wissend über Willen, Sünde usw. in Römer 7,15ff geschrieben… 15 Denn ich begreife mein Handeln nicht: Ich tue nicht das, was ich will, sondern das, was ich hasse. 16 Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, erkenne ich an, dass das Gesetz gut ist. 17 Dann aber bin nicht mehr ich es, der so handelt, sondern die in mir wohnende Sünde. 18 Ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist bei mir vorhanden, aber ich… weiter lesen »
zeitschnur
Das beschreibt doch den Zustand des gefallenen Menschen, bevor er Sakramente empfängt. Er stellt unsere Verfasstheit dar, die zwar das Gutte weiß, aber nur äußerst begrenzt tun kann. Am Schluss fragt er, wer uns daraus erlösen kann und gibt die einzige Antwort, die wahr ist: Jesus Christus, der sich für uns geopfert hat, um uns aus dieser Lage freizukaufen. Denn die Kirche hat immer auch gelehrt: Der Herr begnadet zum guten Wollen UND Vollbringen! „Müht euch mit Furcht und Zittern um euer Heil! Denn Gott ist es, der in euch das Wollen und das Vollbringen bewirkt, noch über euren Willen… weiter lesen »
Suarez
Verkürzt könnte man sagen, die Sünde in uns ist die Verabsolutierung des Selbst, die stete Versuchung, sich autonom zu setzen. Wir wissen zwar, dass wir Kinder Gottes sind, doch wollen wir es nicht sein, das Böse in uns will uns immer wieder in den Schein der Autonomie ziehen. Satan ist ja der sich autonom setzende Engel, der dadurch seinen Sturz erfährt. Das Böse will also immer die Autonomie und findet sie nur im Untergang, im Nichts. Das autonome Gewissen ist daher nicht das von der Sünde befreite Gewissen, wie es der Apostel Paulus klar sieht, sondern das immer in der… weiter lesen »
Marienzweig
Lieber Suarez, Ihrer Diskussion mit @zeitschnur und anderen darüber, wie, wo und auf welche Weise Sünde entsteht, konnte ich nicht 100% folgen, da mir hierfür das nötige theologische Wissen fehlt. Der Austausch selbst war zwar interessant, wenn auch für mich eher theoretischer Natur. Und deshalb möchte ich nur eines dazu sagen, doch dies ist mir wirklich sehr wichtig: Es ist der Schmerz, der ganz große, den ich jedesmal empfinde, wenn mir die Sünde voll bewusst geworden ist. Ich habe dann immer so ein starkes Gefühl, dass ich damit Gott sehr weh getan und mir erheblich geschadet habe. Und ist das… weiter lesen »
Suarez
Liebe Marienzweig, Sie sehen das völlig richtig! An anderer Stelle schrieb ich @zeitschnur: „Es ist eben nicht nur der abstrakte Verstand, der uns den Glauben erschließt, er bleibt nicht außen vor, das ist richtig, aber er bedarf der Durchdringung durch die Liebe Gottes. Die Liebe ist aber nie von der Logik erfassbar, sie realisiert sich auf einer anderen Ebene. Aber schon diese Aussage ist viel zu logisch gefasst, als das sie die Wahrheit wirklich treffen könnte. Glaubensgewissheit speist sich aus der göttlichen Liebe nicht aus einem abstrakten Wissen. Darum täuscht uns auch der wahre Glaube nicht und er jeder nicht… weiter lesen »
Suarez
Liebe Marienzweig, eine kleine Ergänzung noch: Unter dem kath.net Artikel Kardinal: „Mehrheit gegen Kommunion für Wiederverheiratete“ findet sich folgender aufschlussreicher Kommentar von @Diasporakatholik: Ambrosios entlarvt sich auf Blogspot.radiovatican Mit wem wir es z.B. bei @Ambrosios zu tun haben, wird aus folgendem von ihm auf Blogspot.radiovatican als Antwort an KAP (30.09.) gesendeten Kommentar deutlich: „Ambrosios sagt: 1. Oktober 2015 um 15:44 Die von Ihnen beschriebenen Denunziationsportale und virtuellen Scheiterhaufen (vor allem das private Linzer Lehramt) brauchen dringend eine Abreibung: Insofern haben Sie völlig recht: Immer feste druff!“ Mit dem „privaten Linzer Lehramt“ ist darin Linz ansässige „kath.net“ gemeint, welches von ihm… weiter lesen »
Adrien Antoine

Liebe @Marienzweig,

Ihre Konsequenz und große Demut rufen meine große Bewunderung hervor.
In schwierigen Umständen eine tiefgreifende Entscheidung treffen und dabei standfestig zu bleiben, ist nicht jedermann vergönnt.
Um so edler das Beispiel von Demut und Treubeharren im Glauben.

Labore et constantia

Ambrosios

Verehrter Suarez,

Sie haben sich mit Diasporakatholik also eine Sockenpuppe zugelegt. Das ist Ihr gutes Recht. Ihre Argumentation zieht aber nur dann, wenn der Ambrosios bei radiovatikan derselbe ist wie bei kath.net.

Marienzweig

Bezüglich Herrn Schneider-Flagmeyer teile ich Ihre Verwunderung.
Ich kenne ihn nicht persönlich, hatte aber einmal kurzzeitig einen privaten Mailkontakt. Darin erzählte er mir, wie er zum Glauben kam.
Das hat mich sehr beeindruckt, auch seine Offenheit mir gegenüber war mir wie ein Geschenk.
Ja, lieber Suarez, bewahren wir unseren Glauben und hüten ihn wie einen kostbaren Schatz. Wenn es uns dazu noch gelingt, ihn durch unser Zeugnis und unser Verhalten weiterzugeben, so wäre das einfach wunderbar.
pace e bene, lieber Suarez!

Marienzweig

@Lieber Adrien Antoine!
Bitte überhöhen Sie mich nicht, ich kenne sehr wohl auch die vielen dunklen Stellen in mir.
Aber eines ist mir wirklich wichtig geworden in meinem Leben:
die tägliche Hingabe an Jesus Christus.
Dies schenkt eine große innere Ruhe und eine gewisse Distanz zur Welt.
Über den Zustand und den tiefen Riss der katholischen Kirche bin ich allerdings oft traurig und ich will verzagen, doch dann überkommt mich auch immer wieder neue Hoffnung.
Denn niemand ist stärker als GOTT, unser Herr!
Seinen guten Segen wünsche ich Ihnen, lieber Adrien!

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