Christlicher Zionismus

Christilicher ZionismusGastbeitrag von Wolfgang Casparet*

Die Calvinisten treffen sich über ihre puritanische Ausrichtung am Alten Testament mit den Juden. Dies gilt nicht nur für das Religiöse, sondern auch säkularisiert für das Politische. Da die meisten Calvinisten wie auch die Mehrheit der Juden in den Vereinigten Staaten leben, kommt es zu einer Verschränkung der calvinistischen und jüdischen Ansichten und Interessen. Wer dies nicht verstanden hat, versteht nicht die geistige und politische Ausrichtung des amerikanischen Welthegemons.

Schon das Christentum ist nicht einheitlich, der Calvinismus teilt sich ebenfalls wiederum in verschiedenen Freikirchen, wie auch das Judentum nicht homogen ist. Innerhalb des Calvinismus geben die fundamentalistischen Evangelikalen den Ton an, ähnlich bei den Juden die Zionisten – Amerika gilt manchen sogar als der eigentliche Sitz des Zionismus (Piper 2005).

Die Evangelikalen

Schon von ihrem calvinistischen Ansatz her fühlen sich die Evangelikalen nicht nur den Juden allgemein, sondern speziell den Zionisten verbunden. Während für die jüdischen Zionisten Israel die Heimstatt der Juden darstellt, sehen die Evangelikalen die Juden und Israel unter einem ganz speziellen Gesichtspunkt, dem Prämillenarismus. Dieser erklärt sich aus der fundamentalistischen Auslegung der Offenbarung des Johannes im Neuen Testament. In dieser Geschichtsphilosophie des Christentums herrscht der Diabolos, der Teufel, Verwirrer, Verführer, Satan, Luzifer, der Antichrist auf der gegenwärtigen sündigen Welt. Demzufolge muss die Welt eine Zeit schwerer Trübsal durchmachen, ehe sie in einer apokalyptischen Katastrophe untergeht und Christus glorreich wiederkehrt.

Nach der Wiederkehr Christi (1. Parusie) wird der Teufel gefangen genommen und das Tausendjährige Reich („Millenium“) der Gerechten und Heiligen folgt. Darauf entkommt der Teufel noch einmal kurz, wird dann aber endgültig in die Hölle verbannt, Christus kommt nochmals wieder (2. Parusie) und das Jüngste Gericht hebt an. Die evangelikalen Prämillenaristen sehen nun in der Rückkehr der Juden nach Palästina das Aufkommen der bevorstehenden (ersten) Wiederkunft Christi und fördern daher diese. Im alttestamentarischem Verbundenheit nach Ezechiel 37:12: „So spricht Gott der Herr: Siehe, ich will eure Gräber auftun und hole euch, mein Volk, aus euren Gräbern herauf und bringe euch ins Land Israels.“

Um Jerusalem und Israel

zions hope ChristiansDie christlich-fundamentalistischen Prämillenaristen nehmen aber erstaunlicherweise nicht Jesu Worte zur Kenntnis „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ (Johannes 18:36). Selbst aus der Offenbarung (21:2) wird ignoriert „Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabfahren“. Oder aus dem Hebräer-Brief 12:22 „Sondern ihr seid gekommen zu dem Berge Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem“. Ähnlich im Galater-Brief 4:26 „Aber das Jerusalem, das droben ist, das ist die Freie; die ist unser aller Mutter“. Jerusalem und Israel der Zukunft sind aus christlicher Sicht keine geographischen Orte, wie es der evangelikale Zionismus annimmt, sondern metaphysische. Die evangelikale Parteinahme für die konkrete zionistische Landnahme in Palästina entspricht also nicht den Worten des Neuen Testaments.

Das Wort Jesu (Matthäus 5:17) „Glaubt nicht, dass ich gekommen bin, das Gesetz und die Propheten aufzuheben; ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen“, definiert sich im Christentum neu (Johannes 14,6): „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich“. Es wird zu „Die Erfüllung des Gesetzes ist also die Liebe“ (Römer-Brief 13:10). Wie man auf dieser Basis zu der Meinung, kommen kann, „Jedes Sandkorn zwischen dem Toten Meer, dem Jordan und dem Mittelmeer gehört den Juden. Dazugehören auch das Westjordanland und Gaza“ oder „Wir stehen für das Recht, dass alles Land, das Gott Abraham in seinen Bund vor 4000 Jahren gegeben hat, Israel gehört …. Palästinenser gibt es nicht“ (Lampman 2004), bedarf einer wahrhaft puritanischen Denkart.

Ambivalenten

defending christian zionismAuf diese Weise wundert es nicht, dass „die amerikanischen christlichen Zionisten, abgesehen von den israelischen Streitkräften, vielleicht der letzte strategische Aktivposten des jüdischen Staates sind“ (Pipes 2003). Der Kommunikationsdirektor von Benjamin Netanjahu schrieb (Freund 2006): „Danken wir Gott für die christlichen Zionisten. Ob es uns gefällt oder nicht – die Zukunft der Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Staaten hängt vielleicht weniger von den amerikanischen Juden als von den amerikanischen Christen ab.“ Der Mehrheitsführer der Republikaner Richard Armey erklärte sich „zufrieden damit, wenn Israel sich das ganze Westjordanland nimmt“ und musste sich erst später von seinem Diktum distanzieren „die Palästinenser sollten wegziehen“ (Engel 2002). Zwar „würden die meisten amerikanischen Juden mit den neuen christlichen Rechten nichts zu tun haben wollen“ (Cohen) und nennen die evangelikale-zionistische Zusammenarbeit eine „unheilige Allianz“ (Mort 2002). Auch fürchten Zionisten die Missionierungsabsichten der Evangelikalen (Gorenberg 2000). Doch sieht es David Harris als leitender Direktor des American Jewish Committee pragmatisch: „Das Zeitenende mag morgen kommen, aber heute geht es um Israel“ (nach Broadway 2004).

Die mindestens 40 Millionen erklärten evangelikalen Christen (Mearsheimer und Walt 2007, S. 197) auf der Seite der amerikanischen Rechten, der Republikaner, arbeiten somit an der Errichtung des „jüdischen Jahrhunderts“ (Slezkine 2004/2006). Nach anderen Quellen sind es 70 Millionen Evangelikale in Amerika und sogar 600 Millionen weltweit (Nelson 2003), jedenfalls wenn man die philosemitischen Tendenzen vor allem der evangelischen Kirchen, aber auch anderer nach 1945 einbezieht. Damit stellen die politisch engagierten Evangelikalen jedenfalls in den herrschenden USA einen Gutteil einer der beiden Parteien, während die Mehrheit der Juden die andere Partei bevorzugt (nach Helmreich 2012). Steht also – wenn es nach Amerika geht – das christliche Millenium oder die Verwirklichung der Prophezeiungen des Alten Testamentes vom Sieg Jahwes vor der Türe?

Literaturhinweis

Bill BROADWAY: „The Evangelical-Israeli Connection: Scripture Inspires Many Christians to Support Zionism Politically, Financially“, Washington Post, 27. März 2004.
Naomi M. COHEN: „Dual Loyalties: Zionism and Liberalism“, in Allon GAL: Envisioning Israel. The Changing Ideals and Images of American Jews. The Magnes Press and Wayne State University Press, Jerusalem and Detroit 1996, S. 326.
Matthew ENGEL: „Senior Republican Calls on Israel to Expel West Bank Arabs“, Guardian, 4. Mai 2002.
Michael FREUND: „Christian Zionists Key to Continued U.S. Support for Israel“, Jewish Press (online), 27. Dezember 2006.
Gershom GORENBERG: The End of Days: Fundamentalism and the Struggle for the Temple Mount. Free Press, New York 2000).
Jeffrey HELMREICH: Amerikas Juden sind mehrheitlich für Obama. Mittelbayerische Zeitung, 28.6.2012.
Jane LAMPMAN: „Mixing Prophecy and Politics“, Christian Science Monitor, 7. Juli 2004.
Daniel PIPES: „[Christian Zionism]: Israel’s Best Weapon“, New York Post (online), 15. Juli 2003.
John J. MEARSHEIMER und Stephen M. WALT: Die Israel-Lobby. Wie die amerikanische Außenpolitik beeinflusst wird. Zuerst „The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy“ 2007. Aus dem Englischen von Ulrike BISCHOFF u.a.. Campus Verlag, Frankfurt a.M. 2007.
Jo-Ann MORT: „An Unholy Alliance in Support of Israel“, Los Angeles Times, 19. Mai 2002.
Craig NELSON: Christian Zionists: Evangelicals a new lifeline for Israelis. Atlanta Journal-Constitution, 25 Dezember 2003.
Michael Collins PIPER: The New Jerusalem. Zionist Power in America. 2. Auflage, Sisyphus Press, Washington 2005.
Daniel PIPES: „(Christian Zionism): Israel’s Best Weapon“, New York Post (online), 15. Juli 2003.
Yuri SLEZKINE: Das jüdische Jahrhundert. Zuerst „The Jewish Century” 2004. Mit einem Vorwort von Dan DINER. Aus dem Englischen von Michael ADRIAN, Bettina ENGELS und Nikolaus GRAMM. Verlag Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2006.

*Wolfgang Caspart, österreichischer Philosoph und Politikwissenschaftler. Der vorliegende Beitrag wurde erstmals 2006 vorgelegt.

Bild: hugequestions.com/e4unity

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45 Comments

  1. Liebe Mathilde Vietze, sie meinen wohl unter „weltoffen“ sich ständig dem modernen Zeitgeist sich anzupassen; was hat das noch mit dem überlieferten Glauben zu tun ? Man muss Roberto de Mattei nur gratulieren für sein klare Analyse.

  2. Das heutige Israel ist genauso ein Apartheidsstaat wie es das ehemalige von holländischen Kalvinisten gegründete Südafrika war. Und dass diese beiden Staaten gemeinsam an der Entwicklung der Atombombe gearbeitet haben, war sicherlich mehr als ein Zufall. Hier ist zusammengewachsen, was zusammengehört hat.

    • Das Grundübel im Protestantismus: fehlendes weltweites Lehramt, lauter Privatmeinungen in der Exegese, die so „bibeltreu“ seien, aber schon im Ansatz Quatsch sind usw. Die Evangelikalen und Calvinisten mögen gut wirtschaftende Menschen in ihren Reihen haben, aber im Seelenleben sind sie gespalten zwischen ihren Häresien und der Realität.

    • @katzenellenbogen
      Sie verweisen völlig zu Recht auf die Gemeinsamkeit von Judentum und dem Denken der holländischen Kalvinisten. Es ist auch lohnend diese Wesensverwandschaft anhand eines Beispiels zu vertiefen. Die Heilige Schrift kennt im Buche Genesis Kap.9 Vers 25.26 die Schilderung des Fluchs Kanaan, dessen Vater Ham Noahs Blösse aufgedeckt hatte. In der Bibel ist nirgends davon die Rede, dass Kanaan schwarz gewesen wäre, nur dass er zum Knechte seiner Brüder geworden wäre. Ganz im Gegenteil die katholische Kirche, sprach immer mit Hochachtung von den Schwarzen. Einer der heiligen drei Könige, die das Christuskind anbeteten, war nach katholischer Tradition schwarz, auch wenn die Quellen darüber uneins sind ob es Casper oder Balthasar war. Der Heilige Augustinus war auch Afrikaner. Ein Kommentar jüdischer Rabbiner aus dem 5.Jahrhundert N.C. der Midrash Rabba behauptete zum ersten Male, dass Kanaan, als sichtbares Zeichen seines Fluches schwarz geworden wäre. Ein polnischer Rabbi Jakob Ben Isaac Ashkenasi (1550-1625), wiederholte diese Behauptung in seinen Kommentaren der Thora. Zu diesem Zeitpunkte gab es in den westeuropäischen Hafenstädte zahlreiche jüdische Gemeinden und nach der Reformation auch eine wachsende reformierte Kirche. Diese Überzeugung, dass die Schwarzen zu natürlichen Dienern der anderen Menschen, also der Weissen, somit geborene Sklaven wären, sickerte somit vom Judentum in das protestantische reformierte Denken, mit verheerenden Konsequenzen für den Status der Schwarzen. Reformierte und jüdische Reeder organisierten gemeinsam den transatlantischen Sklavenhandel, binnen zwei Jahrhunderten wurden 20 Millionen Afrikaner, Männer, Frauen und Kinder als Sklaven in die „Neue Welt“ verbracht, allein ein Fünftel kam schon während der unmenschlichen Überfahrt zu Tode. Die talmudischen jüdischen Gelehrten waren also die geistigen Urheber dieses Menschheitsverbrechens! In dieser Zeit 17., 18.Jahrhundert siedelten auch reformierte Holländer in die Kapprovinz, dem späteren Südafrika, und nahmen dieses religiöse Denken mit. Das war der Ursprung ihrer Geringschätzung der Schwarzen, die in die Apartheitspolitik mündete. Juden waren in Südafrika angesehene Mitglieder der weissen Herrenschicht, überwiegend im Minen und Diamantenhandel tätig. Es ist auch zu bemerken dass das Verhältnis zwischen Juden und Schwarzen auch heute nicht bereinigt ist. Am Ende des 20.Jahrhunderts organisierte Israel die Umsiedlung eines alten Stammes äthiopischer Juden, die Fallashas nach Israel. Weil aber diese Menschen traditionell mehr Kinder als die „weissen“ Juden hatten und man eine „Afrikanisierung“ Israels befürchtete, verabreichte man den jüdischen Frauen aus Äthiopien ohne sie darüber im Vorfeld aufgeklärt zu haben vor ihrer Einreise eine Langzeitempfängnisverhütung, die in manchen Fällen zur Sterilität führte. Die schwarzen Israelis werden seither als Juden zweiter Klasse in der israelischen Gesellschaft behandelt.

  3. Für Substitutionstheologen muss die Sammlung der Juden und Gründung des Staates Israel eine ärgerliche Tatsache sein, wo doch Israel und Jerusalem nur noch ein „metaphysisches“ Existenzrecht haben.
    Die Ironie des Philosophen Wolfgang Caspart gegen die Fundamentalisten richtet sich, ob er sich dessen bewusst ist oder nicht, letztlich gegen die Bibel selbst. Auch die frühen Kirchenväter, jene also, die den Aposteln am nächsten standen, legten die Bibel „fundamentalistisch“ aus, in diesem Falle prämillenaristisch. Das änderte sich erst mit Augustinus von Hippo (4.-5. Jh.), als die Kirche vollständig heidenchristlich und römische Staatsreligion geworden war.
    Zur Ersatztheologie und ihrer Unvereinbarkeit mit der Offenbarung:
    http://wegedeslebens.info/Literatur/Ersatztheologie.html

    Ist Israel ein Apartheidstaat?
    https://youtu.be/6UIHvm9PPeM
    https://youtu.be/7Zl3NpAcuBA
    http://haschiwah.org/?p=167

    Der Nahost-Konflikt – leicht erklärt und schwer zu lösen:
    https://youtu.be/8EDW88CBo-8

    • Das ist eine durchaus diskussionswürdige Ansicht, der ich jedoch in ihrer Krassheit kaum zustimmen kann. Von Substitutuionstheologie möchte man doch nun wirklich nicht sprechen, wenn natürlich die angeführten Tendenzänderungen nicht zu bestreiten sind. Der Ausgangsbeitrag mit dem Hinweis auf Gemeinsamkeiten von Calvinisten und Juden ist für sich schon recht bemerkenswert.

    • Die Annahme einer „Substitutionstheologie“ ist bereits ein Denkfehler, unabhängig unter welchem Gesichtspunkt sie in der Kirchengeschichte vertreten wurde (grob gesagt, egal ob antisemitisch behauptet, oder neuerdings auch in manchen katholischen Kreisen philosemitisch bestritten).
      Substitution würde bereits zwei unterschiedliche Elemente voraussetzen: einmal ein Volk Gottes des AT (= die Juden) und ein neues Volk Gottes des NT (= die Christen).
      Es gibt aber nur EIN auserwähltes Volk Gottes in einer linearen Heilsentwicklung.
      Maria, Petrus, Andreas usw. waren Juden und sie haben den Messais erkannt:
      Johannes schildert es in seinem Evangelium auf beeindruckende Weise:
      35 Am Tag darauf stand Johannes wieder dort und zwei seiner Jünger standen bei ihm.
      36 Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes!
      37 Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus.
      40 Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren.
      41 Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte (Christus).

      Es gibt kein „neues“ Volk Gottes, sondern immer nur das EINE Volk. Es ist der Mensch, jeder einzelne Mensch, der sich für den Messias entscheidet oder nicht. Die, die wir heute (wohlgemerkt heute) Juden nennen, sind jene, die sich nicht für den Messias entschieden haben. Sie haben keinen Anteil am auserwählten Volk, außer durch Bekehrung.

      • Das absolute non plus Ultra ist deshalb ein getaufter Jude, also ein Christ aus dem von Gott auserwählten Volk oder auch ein messianischer Jude. Besser geht nicht!

  4. Der christliche Zionismus ist eine gefährliche Sektenbewegung. Er lebt in erster Linie von absurden Verschwörungstheorien und richtet sich gegen das überlieferte (katholische) Christentum.

  5. Die Substitutionstheologie ist nicht dogmatisiert. Sie ist eine bloße theologische Meinung. Wenn daher viele „fundamentalistische“ Katholiken sich auf dieselbe stützen, um die Tatsache, dass es Israel nach wie vor gibt, einfach zu ignorieren oder für nichtig zu erklären, handelt es sich alleine schon auf der Ebene der Wahrnehmung der Wirklichkeit um einen religiösen Wahn.

    Ob es Katholiken nun passt oder nicht: Gott hat das Volk der Juden ganz offenkundig vor der Auslöschung bewahrt. Und nicht nur das.

    Wenn man die Prophetien des AT und NT ansieht, die noch nicht erfüllt sind, muss man als Christ anerkennen, dass Gott mit ihnen noch einen Weg geht. Gott hat sie um der Heiden willen zurückgestellt und für ihren Starrsinn hart bestraft.
    Aber wie uns der hl. Paulus sagt, hat er sie um ihrer Väter willen, mit denen er, der große Gott, der sich selbst nicht widerspricht und nicht untreu wird, weder verworfen noch „ersetzt“ durch die Kirche.

    Wie uns der Völkerapostel sagt, der Apostel, der mit der Heidenmission in großem Umfang überhaupt begann und früh den Dünkel der Heidenchristen wahrnahm und scharf zurückwies (!), wird am Ende „ganz Israel“ ihn erkennen. Diese prophetische Sicht fußt auf der Prophetie des AT, die ebenfalls voraussagt, dass der edle Stamm Israels wieder in seinen ursprünglichen Rang gesetzt wird, wenn er erkennt, dass er seinen Messias durchbohrt hat.

    Eine Bekehrung ganz Israels, wie sie uns in der Hl. Schrift vorausgesagt ist, setzt jedoch auch die örtliche Sammlung der noch „verblendeten“ Juden voraus.

    Manche AT-Stellen sprechen relativ eindeutig auch davon, dass Gott sein erstes Bundesvolk wieder ins Hl.Land führen wird – so wie er es ja nach jeder Zerstreuung schon im AT gemacht hatte.

    Jesus hat uns ja selbst gesagt, dass jede Lästerung wider den Sohn Gottes verziehen werden wird – das betrifft die Sünde der damaligen Juden, hält ihnen aber damit auch ausdrücklich die Vergebung und Restauration offen.
    Anders ist es mit uns:
    Jesus sagte auch, dass dagegen die Lästerung wider den hl. Geist nicht verziehen werden KANN – das betrifft die Kirche hier und heute und den Glaubensabfall der Christen.

    Während die Juden auf ihre Erlösung noch warten, und mit Recht und Verheißung warten, hat ein großer Teil der Kirche sein Heil bereits durch die Lästerung wider den hl. Geist – so sieht es aus – verwirkt.

    Das himmlische Jerusalem steht jedenfalls auf den Säulen der 12 Stämme.
    Und ein alter Grundsatz der katholischen Theologie ist, dass da, wo von realen Personen oder Stämmen die Rede ist, auch diese realen Personen und nicht bloße Metaphern gemeint sind:

    So ist das große Zeichen am Himmel, die Frau, umgeben von der Sonne und mit dem Mond unter den Füßen nicht eine allegorische Abstraktion für die Kirche, sondern das IST die reale Frau Maria, die Gottesmutter. Und so, wie uns die 12 Stämme Israels als die 12 Säulen des himmlischen Jerusalem genannt werden, so sind damit nicht in Wahrheit die Heiden gemeint, sondern eben -

    • - die realen 12 Stämme Israels, die Gott selbst wieder sammeln wird.

      Der Kardinalfehler der Substitutionstheologie liegt darin, dass sie unlogisch argumentiert. Denn aus der Erweiterung des Bundes Gottes auf die ganze Welt und die Sammlung auch der Heiden, die im Buch des Lebens stehen, folgt ja logisch nicht die „Verwerfung“ Israels.
      Dieser Schluss ist vollkommen absurd, zumal uns doch ausdrücklich gesagt ist im NT, DASS Israel NICHT verworfen ist, sondern nur verblendet und zurückgestellt. In diesem Sinne sind sie derzeit als „Volk Gottes“ deaktiviert, das stimmt. Theologisch sind sie „zurückgeblieben“ und abgeirrt am wahren Christus vorbei.
      Das bedeutet aber nicht, dass Gott sie verstoßen hätte.
      Das ist nicht nur ausdrücklich NT-Wort, sondern auch logisch unsinnig: eine Deaktivierung und Zurückstellung bedeutet eben gerade nicht die Verwerfung.

      Wie der Zusammenhang im einzelnen ist, ist jedoch nicht Sache der Kirche: der hl. Paulus spricht ebenso eindrücklich von einem „Geheimnis“ der Tiefen der Gottheit.

      Dem Christen stünde also ein wenig Ehrfurcht vor diesem Geheimnis an!

      Israel macht viele normale, politische Fehler, wie auch wir und andere Völker sie machen!!! Es ist geradezu absurd, dass Katholiken von Juden offenbar das Verhalten der Engel erwarten, sie aber gleichzeitig für Satansbraten halten. Eine Idealisierung Israels, wie manche Evangelikale sie an den Tag legen, ist ebenfalls abwegig.

      Kommen wir endlich in der Realität an: die Juden waren dem Fleische nach das Volk Gottes, sind normale Sünder wie wir alle, sie sind zurückgestellt, aber Gott wird sie am Ende wieder erwerben, weil er sie liebt und sie seine erste Liebe waren und sind.

      Kein Volk, das verbannt und zerstreut wurde, hat überlebt. Es sind nur die Juden – und das ist Gottes Hand.
      Alleine das sollte uns zittern lassen, denn Gott hat im AT gewarnt: wer sie anrührt, erregt den Zorn Gottes.

      Nun haben aber Katholiken dieses Volk mehr als alle anderen Menschen auf der Welt missachtet, gequält, verfolgt, ermordet, verleumdet und geschlagen.

      Ich bin mir nicht sicher, ob diese Exzesse – neben anderen „fundamentalistischen“ katholischen Exzessen – als Folge unseren massiven Glaubensabfall hervorgerufen haben.

      Wir wurden gewarnt und haben uns in beispielloser Selbsterhebung und Selbstgerechtigkeit über das Schriftwort gesetzt.

      Das konnte nicht gut gehen.

      Warum sollte man, wenn man hier an diesem Punkt seit 2000 Jahren anmaßend, pharisäisch und untreu war, dann z.B. vor einer Auflösung der Ehemoral zurückschrecken?

      Wer im Kleinen nicht treu ist, ist auch im Großen nicht treu.

      Und noch zum Schluss: Der Antijudaismus ebenso wie der Antizionismus ist nicht Lehre der Kirche und war es auch nie.

      • Wenn Frau Zeitschnur zur Kenntnis nehmen könnte, dass der Staat Israel nicht nur Juden, sondern auch z.B. eine nicht unbedeutende Anzahl von Arabern christlicher Ausrichtung mitunter umfaßt, wäre das schon erfreulich.
        Im Übrigen werden hier Dinge angesprochen, die mit dem Bezugsartikel überhaupt nichts zu tun haben. Der alte offenbar unvermeidbare Fehler.

      • @ Reinhold

        Es fällt manchen schwer, von hier bis um die nächste Ecke zu denken.

        Im übrigen habe ich mich auf den Artikel und einen anderen Kommentar bezogen. Komplex, aber die Welt ist nun mal keine Scheibe, nur weil manche nur zweidimensional denken können.

        Tut mir leid für Sie – aber lesen Sie doch einfach nur die kurzen und blockartigen Kommentare – da dürfte es dann keine Probleme geben.

  6. Die kommentare sollten sich doch am Ausgangsthema orientieren und nicht wie in erster Linie Frau Zeitschnur etwas dahinworbeln, was entfernt liegt, falsch ist und in sich quersteht.

  7. Dies sind die Grenzen von Israel im Tausendjährigen Reich, gemäß den Prophezeiungen Hesekiels:
    http://www.trackingbibleprophecy.com/images/millennium_land.gif
    Vielleicht werden es viele von uns noch erleben und selbst feststellen können, ob die bibiischen Endzeit-Prophezeiungen sich nur metaphorisch-metaphysisch, oder auch handfest-real erfüllen werden. 🙂
    Die Prophezeiungen zum ersten Kommen des Messias, Unseres Herrn Jesus Christus, haben sich jedenfalls r e a l erfüllt…

    • Bei Ezechiel 47 steht ja, dass Gott Israel dieses Land als „Erbbesitz“ zuweist – und es ist bei diesem Propheten erneute Prophetie in die Zukunft! Der Prphet wiederholt nur, was schon lange vorher eindeutig und für immer zugesagt war.

      Vielleicht lesen wir, was der Herr selbst gesagt hat:

      „13 So spricht Gott, der Herr: Das ist die Grenze, innerhalb derer ihr das Land als Erbbesitz an die zwölf Stämme Israels verteilen sollt. Josef erhält das Doppelte.
      14 Jeder einzelne soll darin seinen Erbbesitz erhalten; denn ich habe meine Hand (zum Schwur) erhoben, es euren Vätern zu geben. Darum soll euch dieses Land als Erbbesitz zufallen.
      15 Das ist die Grenze des Landes im Norden: vom großen Meer in Richtung Hetlon bis Lebo-Hamat, Zedad,3
      16 Berota, Sibrajim, das zwischen dem Gebiet von Damaskus und dem Gebiet von Hamat liegt, und bis Hazar-Enan am Rand des Haurangebirges.4
      17 Die Grenze läuft also vom Meer nach Hazar-Enan, wobei das Gebiet von Damaskus und Zafon und ebenso das Gebiet von Hamat im Norden liegt. Das ist die Nordgrenze.
      18 Im Osten bildet der Jordan die Grenze zwischen Gilead und dem Land Israel (von Hazar-Enan), das zwischen dem Haurangebirge und Damaskus liegt, bis hinab zum östlichen Meer und Tamar: Das ist die Ostgrenze.5
      19 Die Südgrenze im Negeb: von Tamar bis zu den Quellen von Meribat-Kadesch und dem Bach, der ins große Meer fließt. Das ist die Südgrenze im Negeb.
      20 Im Westen bildet das große Meer die Grenze bis zur Höhe von Lebo-Hamat. Das ist die Westgrenze.
      21 Dieses Land sollt ihr unter die Stämme Israels aufteilen.
      22 Ihr sollt es als Erbbesitz unter euch und unter die Fremden verlosen, die bei euch leben und die bei euch Söhne und Töchter gezeugt haben. Sie sollen für euch wie einheimische Israeliten sein und sollen sich mit euch zusammen ihren Erbbesitz mitten unter den Stämmen Israels erlosen.
      23 In dem Stamm, bei dem der Fremde lebt, sollt ihr ihm seinen Erbbesitz zuteilen – Spruch Gottes, des Herrn.

      Das einzige, was also nicht rund läuft, sind die Anweisungen hinsichtlich der Fremden. Einiges davon verwirklicht Israel, einiges aber nicht.
      Dass dieses Misslingen allerdings auch wesentlich mit dem Fehlverhalten und der Agressivität insbesondere der Muslime zusammenhängt, darf man nicht ausblenden.

      Prinzipiell aber ist dieses Land Erbbesitz der Israeliten. Sie haben lange vor der Staatsgründung bereits große Teile des Landes, das dünn besiedelt und unfruchtbar war, aufgekauft – von Arabern – und urbar gemacht. Insofern also ist hier nicht das globale „Unrecht“ geschehen, das man ihnen unterstellt. Zwar ist auch einiges Land durch Vertreibung angeeignet worden, aber das ist nicht die Hauptsache.

      Es haben übrigens – und das vergessen viele aufgehetzte Traditionalisten gerne – im Hl. Land immer Juden gelebt. Nicht alle wurden damals vertrieben von den Römern.

      Der evangelikale Zionismus ist jedenfalls tausendmal gesünder als die geradezu pathologische Dämonisierung Israels durch katholische Rechtsradikale.

      • Was ist denn das ? Kommentierung dieses Beitrags von Zeitschnur hätte ich unterlassen, aber „katholische rechtsradikale“ kann ich nun doch nicht unwidersprochen lassen. Das ist nicht mehr tragbar.

      • .. und worin besteht nun sachlich Ihr „Kommentar“?
        Sie fordern doch immer inhaltliche Beziehung – wo ist sie bei Ihnen?
        Im übrigen haben Sie ja ohnehin einen Zeitschnur-Kommentierungsreflex, gleich ob Sie nun etwas zu sagen haben (was selten vorkommt) oder nicht (was meistens der Fall ist).

      • Leserin Zeitschnurs Theorie mit den zwei Bundsvölkern ( Zeitschnurs Kommentare sind sonst sehr anregend) ist kaum nachzuvollziehen.
        Leser Frodo hat es hingegen sehr schön gesagt:
        „Es gibt kein „neues“ Volk Gottes, sondern immer nur das EINE Volk. Es ist der Mensch, jeder einzelne Mensch, der sich für den Messias entscheidet oder nicht. Die, die wir heute (wohlgemerkt heute) Juden nennen, sind jene, die sich nicht für den Messias entschieden haben. Sie haben keinen Anteil am auserwählten Volk, außer durch Bekehrung.“.

  8. Dieses Thema ist sehr kompliziert und vielschichtig. Ich kenne in meinem Freundes- und Bekanntenkreis einige Juden und habe auch Freunde in Israel. Ich war sechs mal in Ägypten (3 x zum Arbeiten) und zwei Mal in Israel. Kenne also beide Seiten. Dass das jüdische Volk eine Bestimmung von Gott hat, empfinde ich auch so wie @Leo Laemmlein und @zeitschnur. Zur Bestimmung Israels und der Juden – Hier die Bibelstellen: Jesaja 11, 10-12, Sacharja 12, 1-10, Jeremia 30-32 (bes. 30, 3 + 31, 8) und Ezechiel 36, 24-28.
    Das Messianische Judentum, das von Evangelikalen der USA in Israel sehr gestützt wird, ist eine komplett andere Sache als das orthodoxe und ultraorthodoxe Judentum, vor allem in Israel ! Das messianische Judentum und die mit ihm verbundenen evangelikalen Gruppen werden in Israel von den orthodoxen und ultraorthodoxen Juden abgelehnt und bekämpft. Es gab deswegen in Tel Aviv und andernorts schon Straßenschlachten, bei denen messianische Pastoren jüdischer Abstammung ins Gefängnis kamen. Ich sehe die messianische Bewegung auch eher kritisch, weil sie einen Jesus Christus, sie nennen ihn ‚Yeschua‘, verkündigt, der nicht den Kriterien des wirklichen Christentums entspricht. Ich habe diese Leute in Israel erlebt und wurde als Katholikin abgelehnt, weil sie Mutter Maria als „Aberglaube“ definieren und die Sakramente der katholischen Kirche als „Magie“ ablehnen. Das ist krude Gegeninquisition und widergöttliche Arroganz.

    • @ Jeanne d‘Arc
      Die messianischen Juden sind heute wohl die von allen Seiten –traditionelles Kirchentum und Judentum– am meisten gemiedenen, gehassten oder verachteten Jünger Jesu. Auf Kirchentagen dürfen orthodoxe Juden, Moslems und Buddhisten auftreten, aber die messianischen Juden schließt man aus. (Man kann das auch als Empfehlung ansehen.)
      Natürlich nennen Juden Jesus „Jeschua“, wie sonst? Schließlich ist das die hebräische Namensform. Entsprechend nennen sie Johannes Jochanan, Matthäus Matti oder Matitjahu, usw. Wenn Martin Buber und Franz Rosenzweig in ihrer Bibelverdeutschung Moses Mosche und Israel Jissrael nennen, stößt sich ja auch niemand daran.
      Mit „Gegeninquisition“ und „widergöttliche Arroganz“ gehen Sie aber arg ins Gericht mit den Messianischen, finden Sie nicht, liebe Jeanne d‘Arc? und bestätigen damit nur meine eingangs gemachte Feststellung über die allseitige Ablehnung.
      Sehen Sie einen Sinn darin, andere Menschen, die nicht denken wie Sie, verstehen zu wollen – erst recht wenn sie an Jesus Christus glauben? Ich nehme an: ja. Um zu verstehen, was das für Gläubige sind, muss man wissen, welches ihr Glaubensfundament ist. Nun, das ist die Bibel des Alten und Neuen Testaments. Das messianische Judentum ist nicht einheitlich. In der Hauptsache ging es von Juden aus, die zum evangelikalen Christentum konvertierten (seit Anfang 19. Jh.). Es gibt auch katholische und reformierte messianische Juden, aber wenige. Insofern war theologisch das messianische Judentum ursprünglich evangelikal ausgerichtet. Das ändert sich in den letzten Jahrzehnten und Jahren. Während die kirchliche Reformation bei Nizäa haltmachte und sich nicht weiter wagte, interessieren sich die messianischen Juden für den Glauben der ursprünglichen Gemeinde Jesu, welcher judenchristlich war. Daher finden Sie unter den messianischen Juden heute zunehmend Anti-Trinitarier. Man macht daraus aber keinen Glaubenskrieg mit gegenseitigen Bannflüchen. Wenn nun also der Tanach (AT) und die Apostolischen Schriften (NT; von manchen nur als Midrasch akzeptiert) Glaubensgrundlage sind, was für ein Verständnis können Sie dann erwarten für katholische Sakramente, Heiligenanrufung und -verehrung, Bilderkult, Trinitätstheologie u.dgl.? Das ist doch alles unbiblisch und -was wichtig ist- in der Bibel selbst untersagte Z u s ä t z e, einmal unabhängig von wahr und falsch. Das tangiert freilich die Substanz des traditionellen Christentums a l l e r großen Konfessionen, und die meisten Katholiken schrecken davor zurück, sich damit auch nur intellektuell auseinanderzusetzen. Das sind aber äußerst wichtige Fragen, gerade im Blick auf die zukünftige Bekehrung Israels zu Jesus Christus/ Jeschua HaMaschiach, dem Sohn Gottes. Und ich sage Ihnen und allen, die das Thema interessiert, voraus, dass Israel sich n i e m a l s zu einem Christentum bekehren wird, das im Widerspruch zum Ersten Gebot und „Sch‘ma Jisrael“ steht, das gläubige Jude seit Jahrtausenden dreimal am Tag beten.

      • @Leo Laemmlein
        Ich sagte, dass die Aussagen einiger dieser Leute diskriminierend und verletzend waren. Ich erwarte, dass man mit mir als Katholikin genauso respektvoll umgeht wie ich mit ihnen umgegangen war.
        So wie Sie sich über den katholischen Glauben äußern, Lieber Leo Laemmlein, erscheint es mir, als dass Sie kein wirklich gläubiger Katholik sind, da Sie die Sakramente (Eucharistie, Beichte u.a.) als „unbiblisch“ definieren. Dann müßten Sie ja die Relevanz des Primat Petri ablehnen, oder wie soll man das verstehen ? Unser Herr Jesus Christus hat nur EINE Kirche gegründet. Die Kopten, Orthodoxen und die Protestanten haben sich später davon abgetrennt und den Leib Christi zerrissen. Über Katholische Glaubens-Grundlagen hier zu disputieren ist mir zu viel.
        Bei der Gruppe der Messianischen, denen ich in Israel begegnet war, habe ich erlebt, dass man liturgische Dinge aus der jüdischen orthodoxen Synagoge übernimmt und gleichzeitig die Evangelien als Steinbruch benützt, um das herauszupicken, was einem zusagt. Die Ablehnung und die feindseligen Reden, die mir als Katholikin entgegenkamen waren alles andere als freundlich. Bei mir entstanden die Fragen: Was wollen diese Leute eigentlich ? Empfinden sie sich als DIE Super-Auserwählten für das Reich Gottes ? Wenn sie keinen Respekt und keine Achtung für Christen der anderen großen Kirchen (Griechisch Orthodoxe Christen verehren z.B. ja auch die Muttergottes) haben, was erwarten sie wie der Herr mit ihnen umgehen soll, wenn er zurückkommt ?
        Ich fand das alles als sehr befremdlich und beklemmend.

  9. Es wird losdiskutiert (eigentlich monologisiert), ohne dass die Christlichen Zionisten einmal vorgestellt worden wären. So allgemein bekannt sind sie ja nun auch nicht. Wie die Strömungen heißen, wäre auch darzustellen gewesen.

  10. Was wissen wir darüber, wie Gott mit seinem zurückgestellten ersten Bundesvolk verfahren wird?

    Ich stellte die Frage oben, aber der Wahn, diese Frage an Gottes Stelle lösen zu sollen, ist bei den meisten Kommentatoren dermaßen hartnäckig ausgefächert, dass sie auch normale Sätze nicht mehr verstehen können.

    Es ergibt keinen Sinn, wenn giftsprühende Katholiken den Juden ihre Auserwähltheit abspenstig machen letztendlich nichts anderes tun als Evangelikale, die diese zurückgestellte Erwähltheit auf eigene Faust wieder aktivieren wollen.

    Antisemiten ähneln Philosemiten doch aufs Haar!

    Und noch was: ich hab nicht gesagt, dass es zwei Bundesvölker gibt!
    Ich sprach von einem zurückgestellten Teil des Bundesvolkes – nämlich den verblendeten Juden, denen sich Gott zuerst dem Fleisch nach verbunden hat. Der alte Bund beruht auf einem Bund dem Fleisch nach – dafür steht auch das Bundeszeichen, die Beschneidung am Fleisch. Der neue Bund wirft dies ab, weil sich der Bund im Fleisch in Christus erfüllt hat.

    Ich habe zitiert, was der hl. paulus dazu schrieb: dass es ein Geheimnis ist und keine Milchmädchenrechnung für begrenzte Geister, die meinen, sie müssten Gott vorbuchstabieren, wem er sich zuwenden kann und wem nicht.

    Es ist ein geheimnis!

    Warum kann man da nicht mal einfach zu der Frage den Mund halten und warten, was Gott tun wird?

    Dass er mit den Juden etwas vorhat, davon zeugt das NT.
    Wem das aus Neid nicht passt – man muss ja kein Christ sein!
    Der Christ erkennt das NT nämlich fraglos an, das NT UND alle darin genannten Geheimnisse.

      • Wer ist ein Jude? Eine gute Frage.

        Der hl. Apostel Paulus lehrt im Römerbrief 2, 29-29: Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht;
        sondern der ist ein Jude, der es inwendig verborgen ist, und das ist die Beschneidung des Herzens, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Das Lob eines solchen ist nicht von Menschen, sondern von Gott.

        Und der hl. Apostel Paulus lehrt im Galater 3,28: Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seit allesamt einer in Christus Jesus.
        Wir, aus den Heiden gehören zu dem geistlichen Samen Abrahams wie Gal. 3,29 lehrt, wir stammen zwar nicht leiblich von Abraham ab, wir sind jedoch seine geistlichen Kinder, wenn wir dem Vorbild seines Glaubens (Abrahams) folgen.

        Durch den Glauben an Jesus Christus sind wir in den edlen Ölbaum eingepropft worden und einige von den Zweigen des edlen Ölbaums sind wegen ihres Unglaubens ausgebrochen worden. Aber Gott kann jene wieder einpropfen, sofern jene nicht im Unglauben bleiben. Der hl.Paulus ermahnt uns, fest zu stehen im Glauben, und nicht stolz zu sein. Röm. 11, 17-24.
        Somit haben die Menschen aus den Heidenvölkern sich im Glauben an Jesus Christus ergeben und so Gottes Verheißungen an Israel erlangt. Durch den Glauben an Jesus Christus sind sie Glieder des Volkes Gottes, des geistlichen Volkes des neuen Bundes geworden.

      • Was Juden sind, hat Christin beantwortet. Die Stelle im Römerbrief wurde expressis verbis dargetan. Sie müssen sich schon an dem orientieren, was die Bibel meint. Dank an Christin in diesem Kontext.

    • In diesem Video wird z.B. unterschlagen, wie Römer 11, 7-10 + 25 die geistige Situation der Juden beschreibt, die vorherrscht, bis Gott zu ihren Gunsten eingreift:
      Juden erleiden solange Verstockung, bis die Vollzahl der Heiden(-christen) eingesammelt wurde. Sie haben eine Decke vor Augen, was ihnen die Beschneidung des Herzens schwer macht.
      Da dieser Zeitpunkt der erreichten Christen-Vollzahl aus den Heiden oder Nationen noch aussteht, findet sich im Volk Israel bis heute geistige Verstockung oder Abstumpfung gegenüber Christus.

      Einzelne Juden finden immer dann zu Christus, wenn sie zu Christus gezogen werden. Johannes 6, 44 + 12, 32.

      Aber Juden als Gruppe werden von der Decke vor ihren Augen erst befreit, wenn die Einsammlung der Heiden-Christen beendet ist. Begründung siehe Römer 9 bis 11 (besonders Kapitel 11).
      Damit ist nicht gesagt, dass „Ganz“ israel gerettet wird im Sinne einer Rettung aller Menschen, weil auch im Anschluss an diese noch bevorstehende Juden-Erweckung jeder Jude eine Entscheidung für oder gegen Christus treffen muss.

      Zusätzlich ist zu dem Video zu sagen:

      Eine genealogische oder genetische Rückschau der Juden ist für Menschen heute nur eingeschränkt möglich. Bis zum Jahre 70 n.Chr. wurden jüdische geealogische Listen geführt als Geschlechtsregister. Jeder Jude wusste bis dahin von welchem jüd. Stamm er abstammte. So musste z.B. Joseph, der über David vom Stamm Juda abstammte, bei der Einschreibung, als Jesus geboren wurde, nach Bethlehem ziehen in die Stadt Davids, wo sein Stammesregister geführt wurde. Diese Listen entsprachen ca. den in Matthäus 1 (für Joseph) und Lukas 3 (für Maria) genannten Listen.
      Trotzdem könnte Gott heute genau wissen, wer zu „den Juden“ gehört, von denen er sagt, dass sie zu denen gehören, die „um der Väter willen“ die Möglichkeit zur Rettung erst zuletzt erhalten werden. Römer 11, 28

      Im Gleichnis vom göttl. Ölbaum in Römer 11 sagt Paulus, dass das natürliche Israel die natürlichen Zweige darstellen. Viele dieser Zweige wurden wegen ihrer Vergehen gegenüber Christus ausgehauen. Wir als Christen sind wilde Zweige, die zwischen die natürlichen Zweige eingepfropft werden. Die jüdischen Zweige können wieder eingepfropft werden und wir alle bilden gemeinsam den göttlichen Ölbaum. Auch kann man als Zweig wieder ausgerissen werden.

      Wir haben, wie Paulus anmahnte, mit diesem Hintergrund keinerlei Veranlassung, als Christen mit stolzer Brust Juden zu verurteilen.

      • @sascha M. – „Wir haben, wie Paulus anmahnte, mit diesem Hintergrund keinerlei Veranlassung, als Christen mit stolzer Brust Juden zu verurteilen.“ –

        Das sehe ich genauso ! Ich habe in vielen Begegnungen mit jüdischen Mitbürgern und als Mitglied der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft erlebt, dass die Herzen sich dann öffnen, wenn ich als Christ mein Christentum mit Taten der Nächstenliebe und des Respekts bezeuge. Dies bedeutet, dass ich der Rabbinisch-jüdischen Kultur mit ihren vielen unterschiedlichen Ausprägungen mit Verständnis und Liebe begegne.
        Ich habe mit Juden zusammen gebetet (z.B. Chanukka „Maos-Zur“) oder war bei ihren Festen (Purim, Chanukka) eingeladen. Die jüdische Gesellschaft ist in sich geschlossen und sehr vielfältig. Begegnungen sind nur mit wirklichem Respekt möglich. Ich sehe hier im Forum, dass Viele aufgrund theologischer Aussagen posten. Fast niemand hat einen direkten Kontakt mit jüdischen Mitbürgern und jüdischen Gemeinden. Bevor man sich in theoretischen Gedanken verliert, ist es besser sich in die direkte Realität hineinzubegeben. Ich kann nur sagen: Bevor man über das Judentum und die jüdischen Mitbürger urteilt, sollte man sie und ihre Traditionen im lebendigen Kontakt erlebt und kennengelernt haben. Das Judentum ist eine Tradition, die inzwischen mehr als 4000 Jahre alt ist – Vergessen wir das nicht.

  11. Zeitschnurs Darstellung in diesem Thread deckt sich mit den Kapiteln 9 bis 11 des Römerbriefes.

    Das kann man nur ablehnend ausblenden, wenn man sich nicht an die Heilige Schrift halten möchte oder wenn man sich in der Hl. Schrift nicht auskennt.

  12. Wer Juda flucht ist selbst verflucht, in welchem Rahmen man berechtigte Kritik äußern kann, sagt wunderbar der heilige Augsutinus:

    Verhältnis zu den Juden
    „Augustinus richtete gegen die Juden jahrzehntelang Angriffe. In der gegen Ende seines Lebens[14] verfassten Predigt Gegen die Juden, einer Anleitung zu ihrer Bekehrung, legte er den Juden seiner Zeit die Kreuzigung Jesu zur Last: „In euren Vätern habt ihr Christus getötet.“[15] Er nannte die Juden bösartig, wild und grausam.[16] In den Vorträgen über das Johannesevangelium von 414 bis 417[17] vergleicht er sie mit Wölfen[18], schimpft sie „Sünder“[19], „Mörder“[20], „zu Essig ausgearteter Wein der Propheten“[21], „eine triefäugige Schar“, „aufgerührter Schmutz“[22]. Sie seien des „ungeheuren Vergehens der Gottlosigkeit“[23] schuldig. Bereits in einer Karfreitagspredigt von 397 hatte er ihnen das Alte Testament abgesprochen: „Sie lesen es als Blinde und singen es als Taube.“[24]

    Augustinus formulierte den Gedanken der „Knechtschaft“ der Juden, ihrer „servitus“[25], die 1205 von Papst Innozenz III. zu einer „ewigen“ („perpetua“) erklärt und 1234 in der Dekretensammlung Gregors IX. kodifiziert wurde, während auf kaiserlicher Seite gleichzeitig, von denselben Vorstellungen ausgehend, die sogenannte Kammerknechtschaft der Juden eingerichtet wurde.

    Die Juden hatten in Augustinus’ Augen eine positive Funktion für das Christentum, weil sie, indem sie nicht an die biblischen Prophezeiungen über Jesus glaubten, gerade deren Echtheit bezeugten; „und eben wegen dieses Zeugnisses, das sie uns wider Willen leisten dadurch, dass sie die Texte besitzen und bewahren, sind sie selbst über alle Völker hin verstreut, soweit sich die Kirche erstreckt.“ [26] Weil sie als Zeugen für die Kirche nötig und von Gott vorgesehen seien, dürfe man sie nicht töten, sie trügen ein Kainsmal auf der Stirn.[27]

    Pascal plante Augustinus’ Argumentation im Kapitel Beweise für Jesus Christus seiner Apologie der christlichen Religion heranzuziehen, er notiert in den Pensées: „(…) und es (das jüdische Volk) muß weiterbestehen, um ihn zu beweisen, und es muß im Elend sein, weil sie ihn gekreuzigt haben“.[28]“

    Außerdem ist es ein Witz, dass Caspart behauptet, Calvin, der Abkömmling des Jude hassenden, Hitlerinspirierenden Luther wäre einseitig für die Juden!

    Papst Pius XII stand bereits vor dem II Welkrieg einem jüdischen Staat bereits positiv gegenüber!

    http://www.kathpedia.com/index.php?title=Pius_XII.#Pius_XII..2C_das_dritte_Reich_und_die_Juden

    Johannes XIII war da schon ganz anders (ich dachte, den mögen die ehrlich Konservativen nicht?)

    Wie man Zionistenhasser einordnen kann, sagt wundebar Martin Luther King
    http://ehemalige-synagoge-hemsbach.de/Martin_Luther_King%3A_Brief_an_einen_antizionistischen_Freund-38.html

    • @euca
      Ihre Gedanken bleiben ziemlich unklar, was egal ist, denn: Die Christen vegeuden schon zuviel Zeit mit den Juden. Die einen dafür, die anderen dagegen. Reine Zeitvergeudung. Die einzige nicht vergeudete Zeit diesbezüglich ist, sie zu missionieren.
      Augustinus hat es richtig gesehen, ebenso Bernhard von Clairevaux. Die Juden seit Christus sind der negative Gottesbeweis, die Christen der positive. Mehr Zeit will ich eigentlich nicht damit vergeuden (s.o.).
      Noch eine Anmerkung: Vor Gott zählt nur, wer Ihn erkennt und anbetet. Die Juden gehören nicht dazu. Sie haben Christus verworfen und tun es noch immer (sonst wären sie ja keine Juden). Das ist ihr gutes „Recht“.
      Das Problem sind nicht die Juden (die müssen sich vor Gott dereinst verantworten für ihre Ablehnung Christi: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“, nur durch Christus gelangt man zum Vater (die Juden gelangen also nicht…).
      Das Ärgernis sind die Christen, die Zeit vergeuden, die Juden als Juden (also in ihrem Irrtum) zu verteidigen. Ihre Verantwortung vor Gott wir noch größer sein.
      Die Juden verwerfen Christus, was wortwörtlich heil-los und gnaden-los ist. Christen aber, die solchen applaudieren und sie darin verteidigen… (beten wir für die Bekehrung der Juden, wie für die Bekehrung aller Menschen und vergeuden wir keine Zeit Irrtum und Gotteslästerung zu verteidigen).

      • Wir sollten uns, ganz im Gegenteil, mehr mit den Juden beschäftigen, denn an ihnen hat schon immer viel gehangen, in der Endzeit jedoch noch mehr!

        Das die Juden Christus verworfen haben weiß ich auch, aber wie das einzuordnen ist schreibt, wie gesagt, wunderbar der heilige Augustinus!
        SIE HABEN EIN KAINSMAL AUF DER STIRN!
        WER KAIN ANRÜHRT, DEM WIRD SIEBENFACH VERGOLTEN!
        Kain hat seinen Bruder erschlagen, die Juden sind das Abbild Kains, Jesus Christus das Abbild Abels.
        Ich bin mir über die Bosheit der Juden bewusst, eine messianische Jüdin, die ich einmal aufsuchte, um mit ihr zu reden, gehörte, trotzdem sie auch schon über 60 war, zu den arrogantesten, unbeherrschtesten, und dabei in der Schrift unbewandertesten, heuchlerischsten Personen, die ih je getroffen habe!

        Auch habe ich schon oft von Juden gehört, die unter „Allah ist groß Rufen“ beschossen werden, und trotzdem behaupten, Allah und ihr/unser Gott sei derselbe. An PEGIDA sieht man außerdem, wie sie denen, die sie verteidigen, in den Rücken fallen, das ständige Herumgehacke auf Papst Pius XII, trotz eindeutiger Beweise für seine herrliche Hilfe, welche auch von namhaften gelehrten Juden, gestützt werden (Gary Krupp, Pinchas Lapide) ist ein weiteres Beispiel dafür!
        Sie haben recht, wir müssen für ihre Bekehrung beten!
        Doch die Juden haben ihre Strafe doppelt und dreifach bekommen, und haben sie z.T. immer noch.
        Der Herr hat sich ihnen wieder zugewandt!
        Sie wissen, was der Herr Jesus Christus über die Juden und ihre Bekehrung sagt: Ihnen werden erst die Augen aufgehen, kurz bevor der Menschensohn, Jesus hristus wiederkommt!
        Fatima ist in diesem Punkt eindeutig, dass die Zeit nahe ist. So nahe, dass es wohl keine 2 Generationen mehr dauern wird, bis der Messias in Herrlichkeit wiederkommt!
        Die Gebete für die Bekehrung der Juden wirken unglaubwürdig, wenn wir sie in ihrem Staat, welcher gut zu den Christen ist, nicht unterstützen, erst recht gegen Feinde, welche auch Christen massenhaft ermorden, bzw. ermordet haben!
        Es bleibt dabei: Wer Juda flucht ist selbst verflucht, gesegnet ist wer Juda segnet!
        Ich will den Segen haben, und Sie können Ihn auch haben, wenn Sie Israel, den erstgeborenen Sohn des Herren segnen und gegen seine Feinde, die auch die Feinde der Christen sind, unterstützen!

    • Haben Sie nicht mitbekommen, was ein Christ gesagt hat ? Was Sie ausführen, hat mit dem Thema doch wenig zu tun. Wie kann Hitler Luther inspiriert haben ? Was für ein Unfug !

  13. @ reinhold: Was ein Christ dazu gesagt hat, weiß ich in der Tat nicht!
    Was ich ausführe hat absolut mit dem Thema zu tun, da ich beschreibe, wie die „Zionisten“ bzw. die christlichen Zionisten einzuordnen sind, bzw. die Zionistenhasser!

    Wie Luther Hitler inspirieren zeige ich Ihnen gern: http://www.projektwerkstatt.de/religion/luther/luther_vorbild.html
    oder hier: http://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/die-unruehmliche-rolle-der-evangelischen-kirche-im-dritten-reich/

    • Sie hatten sich offenbar vertan. Luther soll wohl Hitler inspiriert haben und nicht umgekehrt. Das ist aber auch nur eine Mutmaßung. Die Rolle der Evangelischen kirche im NS-System war durchaus nicht einheitlich.

      • Sie hatten sich offenbar zuerst vertan, da Sie aus diesem Satz: „Außerdem ist es ein Witz, dass Caspart behauptet, Calvin, der Abkömmling des Jude hassenden, Hitlerinspirierenden Luther wäre einseitig für die Juden!“ herauslasen, dass Hitler luther inspiriert haben soll, was in der Tat Unfug wäre!
        Die Rolle der evangelsichen Kirche mag nicht einheitlich gewesen sein, die der katholischen Kirche aber war es schon!
        Und falls Sie an die bekennende Kirche denken, die Widerstand geleistet haben soll, so rate ich Ihnen dringend: Lesen Sie das Buch: „Glaubenszeugen oder Versager?“ von Gerhardt Senninger!
        Sie war einheitlich darin, dass sie Luther weder geistig noch geistlich wirklcih etwas entgegenzusetzen hatte, wie durch ein wunder hat sich bei einigen doch irgendwann das Gewissen gemeldet, dann aber nahezu nur in Zusammenarbeit mit Katholiken oder Beschäftigung mit katholischen Inhalten.
        Auch das leuchtende Beispiel Dietrich Bonhoeffer hat dies getan: http://www.taize.fr/de_article4904.html
        Solche wie er oder die Lübecker Märtyrer wurden dann ignoriert oder, sofern das in der evangelsichen Kirche möglich ist, exkommuniziert!
        Ich bin, nebenbei gesagt, eine ehemals stolze Protestantin

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