Vor der Bischofssynode – Vorrangige Option für die Familie (VII)

Die Ehe, ein Sakrament
Die Ehe, ein Sakrament

Aus der Handreichung Vorrangige Option für die Familie. 100 Fragen und 100 Antworten im Zusammenhang mit der bevorstehenden Bischofssynode über die Familie vom 4. bis 25. Oktober 2015 im Vatikan.

13. Frage: Welche Familien sind dann heute in Not und brauchen Hilfe und Schutz?

Antwort: Viele Arten von Familien stehen heute vor echten und ernsthaften Problemen. Denken wir nur an die Familien, die den Angriffen gegen ihre moralische Integrität oder gegen die christliche Erziehung ihrer Kinder standhalten müssen (wie zum Beispiel der Indoktrinierung der Kinder in den Schulen im Rahmen des sogenannten „Gender Mainstreaming“); an die kinderreichen Familien, die keine angemessene Hilfe und Unterstützung von den öffentlichen Stellen erhalten (und manchmal auch von ihren Hirten nicht unterstützt werden). Denken wir an Familien, die sich in finanzieller oder psychologischer Not befinden, wie etwa Alleinerziehende, wo ein alleingebliebener Vater oder eine alleingebliebene Mutter nicht ohne Hilfe überleben kann oder von den Kindern getrennt wurde; denken wir an Familien, die durch Konflikte oder Skandale zerrissen wurden, an Menschen, die aus ihrer gewohnten Umgebung herausgerissen wurden, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, ungerecht diskriminiert werden oder aus politischen Gründen im Asyl leben müssen (vgl. hl. Johannes Paul II., Familiaris Consortio, Nr. 77).
Das sind die Familien, die in echter Not leben und denen von der Synode vorrangig Beachtung geschenkt werden sollte. Außerdem, „muss aber auch der Wert des Zeugnisses jener Eheleute Anerkennung finden, die, obwohl sie vom Partner verlassen wurden, in der Kraft des Glaubens und der christlichen Hoffnung keine neue Verbindung eingegangen sind. (…) Aus diesem Grund schulden ihnen die Hirten und Gläubigen der Kirche Ermutigung und Hilfe“ (hl. Johannes Paul II., Familiaris Consotio, Nr. 20).

14. Frage: Welche sind die am häufigsten gebrauchten Wörter im Fragebogen und in den synodalen Texten?

Antwort: Nach dem Wort Familie, das natürlich das meistgebrauchte ist, kommen vor allem Leben, Liebe, Pastoral, Barmherzigkeit, Zuneigung, Frau besonders häufig vor. Das Wort Doktrin (Lehre) erscheint nur drei Mal in nebensächlichen Kontexten; die Wörter Moral (Sitten), Tugend, Treue und Keuschheit werden nur einmal erwähnt. Wichtige Ausdrücke zum Thema Familie wie Verlobung, Ehebruch, Verhütung, Abtreibung kommen überhaupt nicht vor (vgl. Enrico Cattaneo, Non solo famiglia. Ecco le parole chiave del sinodo [Nicht nur Familie. Die Schlüsselwörter der Synode], in: La Nuova Bussola Quotidiana, 3.2.2015).

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Angaben zur Handreichung:
Aldo di Cillo Pagotto/Robert F. Vasa/Athanasius Schneider: Vorrangige Option für die Familie. 100 Fragen und 100 Antworten im Zusammenhang mit der Synode. Vorwort von Jorge A. Kardinal Medina, Edizioni Supplica Filiale, Roma 2015, www. supplicafiliale.org

Die gedruckte Ausgabe in deutscher Sprache kann angefordert werden bei:
Deutsche Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum (TFP)
Gladiolenstrasse 11
60437 Frankfurt am Main
segreteria.supplicafiliale [a] outlook.com
www.tfp-deutschland.org

Text: Giuseppe Nardi
Bild: InfoVaticana

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1 Comment

  1. Alle Menschen, besonders die Familien brauchen Schutz und Hilfe. Gerade in Stress-Situationen
    die leicht zu Spannungen führen, brauchen diese Menschen Zuspruch und Mitgefühl. Aber in der
    Regel ist niemand da, besonders in den Großstädten, der helfen könnte. Hier hilft oft nur der fes-
    te Glaube und die Hinwendung zu Gott und den Heiligen. Deshalb ist auch hier die Kirche in der
    Pflicht, diesen Gauben zu stärken und zu festigen.

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