Der Verrat der Kleriker – Irland und die Abstimmung über die „Homo-Ehe“

Erzbischof Diarmuid Martin von Dublin mit Papst Franziskus
Erzbischof Diarmuid Martin von Dublin mit Papst Franziskus

(Dublin) Auf der Suche nach einer Erklärung, wie ein katholisches Volk wie die Iren mit 62,1 Prozent für die Legalisierung der „Homo-Ehe“ stimmen konnte, versuchen manche, die ganze Schuld auf die Unkorrektheit der Regierung zu schieben. Andere ziehen es vor, im Chor mitzujubeln und dabei die Stimmen „progressiver Katholiken“ als abstimmungsentscheidend hervorzuheben. Allerdings ist schon der Begriff „progressive Katholiken“ ein Widerspruch in sich, denn entweder ist man wirklich katholisch, dann handelt es sich um Katholiken ohne jeden Zusatz, oder man ist nicht wirklich katholisch, aber dann handelt es sich auch nicht um Katholiken.

In Wirklichkeit gibt es einen dritten Faktor, der für das schwerwiegende Abstimmungsergebnis entscheidender war, als die beiden genannten: der Verrat der Kleriker.

„Öffnungen“ bestimmter Hirten gegenüber der Homo-Lobby

Es besteht kein Zweifel, daß die sogenannten „Öffnungen“ bestimmter Hirten gegenüber der Homo-Lobby unter den Gläubigen Verwirrung gestiftet und das Stimmverhalten an den Urnen beeinflußt haben.

Wenn der derzeitige Mainstream sein „Homo-Lied“ singt, gibt es auch unter den Rechtschaffenen einen Teil, der unter der einseitigen Werbung den Weg des kleinsten Widerstandes geht, was man dann bekanntlich „modern“ und „zeitgemäß“ nennt. Da haltgebende Gegenstimmen sich in den meinungsbildenden Medien Irlands kaum Gehör verschaffen konnten, wäre der Stimme der Bischöfe ein um so größeres Gewicht zugekommen.

Die Presseagentur Médias Presse-Info warf dem irischen Episkopat „Schwachheit und Unfähigkeit“ vor, eine brauchbare Verteidigungslinie gegen den homosexuellen Vormarsch auf der Insel des Heiligen Patrick aufzurichten. Einigen Bischöfen ist das durchaus gelungen. Das Ausscheren anderer bot den Gegnern jedoch die taktische Gelegenheit, ein Bild der Zerstrittenheit zu vermitteln und vor allem den abweichenden, den gefälligen Stimmen Sichtbarkeit zu verleihen und die anderen totzuschweigen.

Dublins Erzbischof und die Quadratur des Kreises

So sind die Aussagen einiger irischer Prälaten vor der Volksabstimmung zumindest als problematisch zu bezeichnen. Zu diesen Prälaten gehört auch Dublins Erzbischof Diarmuid Martin, der sich in der Quadratur des Kreises versuchte. Er meinte, von einer Koexistenz einer „Ethik der Gleichheit“, die die „affektiven Beziehungen“ Homosexueller anerkennt, und des einmaligen Charakters einer Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau sprechen zu müssen.

Vom Mea-culpa-Komplex getrieben, fügte er entschuldigend hinzu: „Ich bin mir bewußt, daß die Härte, mit der die irische Kirche die Schwulen und Lesben in der Vergangenheit behandelt hat, in einigen Fällen auch heute noch behandelt, es für LGBT-Personen schwer macht, die Ehrlichkeit dessen anzunehmen, was ich vorschlage.“

In der Tat blieb sich der Erzbischof treu. Nach Bekanntwerden des Abstimmungsergebnisses lenkte er den Blick auf die sogenannte Macht des Faktischen. Man müsse nun „den Tatsachen ins Auge sehen“, könne das „Offensichtliche nicht leugnen“ und müsse im Ergebnis eine „soziale“ und „kulturelle Revolution“ erkennen. Worte, die von den Medien mit großer Genugtuung aufgenommen wurden.

Bischof McKewon: Katholiken sollen „reife“ Entscheidung treffen, egal ob Ja oder Nein

Bischof Donal McKewon von Derry unterstützte den Erzbischof sogleich in dieser Position. Vor dem Urnengang hatte sich McKewon darauf beschränkt, auch die Gläubigen zu einer „reifen“ Entscheidung aufzufordern, egal ob sie mit Ja oder Nein stimmen würden. Als wäre das eine soviel wert wie das andere und letztlich jede Entscheidung für Katholiken gleich gültig. Mehr noch: „Ich möchte nicht, daß jemand aus schlechten, sprich sektiererischen und unangemessenen Gründen oder aufgrund von Einschüchterung mit Nein stimmen würde.“ Wodurch er den Eindruck vermittelte, als sei es nachgerade unmöglich, allein deshalb gegen die Legalisierung der „Homo-Ehe“ zu stimmen, weil das die einzig richtige Entscheidung ist.

Denn umgekehrt fügte Bischof McKewon seiner Aussage hinzu: „Ich bezweifle nicht, daß es viele der Kirche treue Menschen gibt, die für ein Ja sind. Ich werde nicht sagen, daß sie falschliegen“. Eine Erklärung, die einer Kapitulation gleichkommt und mehr noch einer Abdankung von seinen Pflichten als Bischof, als der er die Lehre der Kirche in Erinnerung zu rufen und zu verteidigen hat.

Es irritiert und verunsichert nicht wenige Gläubige, daß diese Art von politisch korrekten Prälaten für ihre unglücklichen Aussagen (um es ganz harmlos zu formulieren) nicht zurechtgewiesen wird, sondern völlig unbehelligt agieren kann oder in ihrer Haltung sogar bestärkt wird.

Irische Verfassung wie weggespült

Natürlich ist für das Abstimmungsergebnis in Irland nicht nur der „Verrat der Kleriker“ verantwortlich. Selbst die Verfassung des Inselstaates wurde durch diesen Dolchstoß schwer getroffen. In der irischen Verfassung heißt es wörtlich: „Im Namen der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, von der jede Autorität ausgeht und auf die sich alle Handlungen der Menschen wie der Staaten als unserem höchsten Ziel auszurichten haben, erkennen Wir, das Volk von Irland, in Demut alle unsere Verpflichtungen gegenüber unserem göttlichen Herren, Jesus Christus, der unseren Vätern durch Jahrhunderte der Heimsuchung hindurch beigestanden hat…“

Durch den Ausgang des Referendums scheint das alles weggespült. Irland und die Iren reihen sich vielmehr in die traurige Liste der Länder und Völker ein, die einer Neuevangelisierung bedürfen.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Corrispondenza Romana

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defendor
Welch ein erbärmliches Auftreten der irischen Bischöfe. Derartige „zeitgemässen“ Verunstaltungen der Lehre der Kirche keimten bereits schon Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts auf. So war im Jahre 1837 in der Zeitschrift „Der Katholik“ zu lesen : - [….] „Wir wagen nicht zu entscheiden, ob die Aussprüche dieser heiligen Apostel gerade nur auf unsere Zeit hindeuten; aber gewiß ist es, daß in unsern Tagen der Abfall vom heiligen katholischen Glauben so groß, der Ungehorsam gegen Gottes und der Kirche Gebote so allgemein, und darum das Verderbniß der Sitten unter dem Christenvolke so angewachsen ist, daß es Thorheit wäre, dieses nicht… weiter lesen »
fredius
Wieder einmal zeigt es sich ganz deutlich, dass die Krise und der Glaubensabfall in der katholischen Kirche, auf die schwachen, müden Bischöfe zurückgeht. Wohl selber keinen Glauben und Gottesfurcht, sind die meisten Bischöfe, (siehe Deutschland) nicht fähig, die Gläubigen zu leiten und zu lehren und zu belehren. Das beste Beispiel liefert jetzt das katholische Irland. Die zuständigen Bischöfe, allen voran Erzbischof Martin von Dublin, haben die Zügel, weil bequem, schleifen lassen. Bei einem so ernsten Thema wie die Homo-Ehe, hätten die Hirten lautstark Stellung beziehen müssen und das rechtzeitig vor der Abstimmung. Mit Sicherheit trägt die Abstimmung dazu bei, dass… weiter lesen »
Pater Pio
Wie konnte es dazu kommen, dass ein katholisches Volk derart abstimmte? Man sieht hier einfach, was es heute heißt, sich katholisch zu nennen. Die Realität ist für Irland keine andere als für Deutschland oder andere europäische Länder. Sofern man von einer Kirchenbesucherquote von 10 % ausgeht, hätte man die Zahl ermittelt, die all die umfasst, die sich von der Katechese und der Predigt noch einigermaßen leiten – oder verführen – lassen. Aber hier liegt nicht der casus cnaxus. Diese 10 % Erreichbaren mögen dann von mir aus auch durch manche wankelmütige Äußerung eines Bischofs verunsichert worden sein. Von mir aus… weiter lesen »
zeitschnur

Eine gute Situationsanalyse! Beschreibt auch meinen Eindruck, dass es zu spät ist und man mit menschlichen „Rezepten“ und „Heilmitteln“ nichts mehr ausrichten kann.

Es gibt ein „zu spät“ – mich hat das sehr beeindruckt in Stefan Zweigs Roman „Marie-Antoinette“: Dem Menschen ist eine begrenzte Zeit gegeben, nennen wir es „Gnadenzeit“, und er kann diese Zeit „veruntreuen“, wie Sie schreiben.
Irgendwann ist die Grenze erreicht, und es ist zu spät – nichts hilft und gelingt mehr, jede Intervention, die jetzt noch erfolgt, ist pervers, und wenn sie noch so fromm klingt.

Davon abgesehen: Welch eine wunderbare Präambel hat die Verfassung Irlands ursprünglich erhalten!

carlo

Sehr interessant Ihr Hinweis auf „Marie Antoinette“ resp. diese Feststellung des auch mich sehr beeindruckenden Stefan Zweig, Fr. Zeitschnur !

Jetzt weiß ich auch, woran ich mich unlängst erinnert fühlte, als Sie in einer Ihren Antworten an eine andere Leserin – sinngemäß – von der noch weiten & unstrukturierten Zukunft junger Menschen geschrieben haben, deren Leben mit zunehmendem Alter die Konturen einer spezifischen Vergangenheit annimmt und in dieser Situation dann Vieles sehr anders aussieht.

carlo

Ich muss anfügen, dass mich erwähnte Aussage Zweigs im Zusammenhang mit seinem katastrophalen Ende damals ziemlich deprimiert hatte, und es bleibt ja traurig. Daher sehr wichtig Ihre Einschränkung auf die „menschlichen“ Rezepte & Heilmittel. Denn Einer – nur Er – ist ja immer da, wenn man sich Ihm übergibt.

Recordare Jesu pie, quod sum causa tuae viae…

zeitschnur
Mein Hinweis auf Zweigs literarische Verarbeitung des Themas „Franz. Revolution“ sollte v.a. darauf hinweisen, dass es einen Moment gibt auf einer abschüssigen Bahn, ab dem man nicht mehr zurück und die Talfahrt nicht mehr aufhalten kann. Es gäbe allerdings auch nach menschlichem Ermessen eine Zeitlang, bevor die Beschleunigung zu groß ist, eine Umkehrmöglichkeit mit ganz menschlichen Mitteln – auch das gab und gibt es immer wieder. Man nennt das „die Reißleine ziehen“. Dieses Zuspät ist wichtig zu bedenken! Natürlich gibt es für Gott nie die Unmöglichkeit, helfend einzugreifen. Interessant macht aber gerade die Geschichte der franz. Rev., dass Er es… weiter lesen »
Pater Pio
@zeitschnur et al. Der heilige Alphons meint, Gott vermerke jede einzelne Sünde: „Die Sünder führen freilich über ihre Sünden keine Rechnung; aber Gott tut dies, um zu strafen, wenn die Saat reif ist, d.h. wenn die Zahl voll ist: Leget die Sichel an, denn die Ernte ist reif. (Joel 3, 13.) An einer anderen Stelle sagt Gott: Sei nicht ohne Furcht über die nachgelassene Sünde, und häufe nicht Sünde auf Sünde. (Eccli. 5, 5.) Er will damit sagen: Du musst dich auch vor jenen Sünden fürchten, o Sünder, die Ich dir schon verziehen habe; denn wenn du wieder eine neue… weiter lesen »
zeitschnur
@ Pater Pio Auch wenn ich den Ernst in dem langen Zitat richtig finde, bin ich mir nicht sicher, ob das alles theologisch so hieb- und stichfest ist: Solche Texte mögen hilfreich für leichtfertige Leute sein, aber für Skrupulanten sind sie nahezu der Tod! Problematisch finde ich die Meinung, eine bereits vergebene Sünde werde wieder aktiv, wenn man eine ähnliche Sünde wieder tut. So formuliert bekommt man den Eindruck, Gott hätte die Sünde eben doch nicht vergeben. Nun bin ich aber so belehrt worden, dass eine vergebene Sünde wirklich vergeben ist! Sonst wird man ja wahnsinnig! Und ich kann doch… weiter lesen »
Bayernmichel

Das ehemals katholische Irland.
In der Tat geht von der falalen irischen Entscheidung eine schreckliche Wirkung aus. Stück für Stück werden in Europa die abendländischen Werte kippen, denn die Morgenländer könnten sich ja diskriminiert führen. Eintreten für seine Überzeugung ist allerdings anstrengend und man müsste den Gegenwind des Zeitgeistes aushalten.

Pater Pio
Aus der benannten medialen Indoktrination folgt schließlich für die Wahrnehmung aller Äußerungen des Papstes, die er missverständlich in die Medien gibt: Sie – die Äußerungen – haben das Tor ganz weit aufgemacht, durch das sich jetzt alle Kräfte des Umsturzes hindurchdrängen und zusammenrotten, obwohl sie vorher schon ungebündelt und chaotisch ein und aus gingen, die Wahrheit angriffen, dann aber wieder von ihr verunsichert abließen. Der Papst wird in erster Linie über die Medien wahrgenommen, nicht mehr über seine Priester in den Kirchen. Zuerst wurde der Papst medial vereinnahmt, dann wurde durch die missdeutigen Äußerungen das Gewissen narkotisiert und schließlich wurde… weiter lesen »
zeitschnur

Nicht „die Kirche“, sondern falsche Hirten. Sonst aber gebe ich Ihnen recht!

Pater Pio

Ich berichtige: „Die Hirten haben Christus und seine Botschaft verraten.“ ‚Die Kirche‘ kann Christus nicht verraten, allenfalls ein sichtbarer abgefallener Teil, der sich zwar noch ‚Kirche‘ nennt, aber – sofern nicht mehr im Willen Christi seiend – , aufgehört hat Kirche, d.h. fortlebender Christus, zu sein.

Passero

Niemand soll sich wundern, wenn Irland bald von schweren Strafen heimgesucht wird!
Das darf uns aber nicht daran hindern, für die Bekehrung möglichst vieler Menschen zu beten!

siri

Eine „Neuevangelisierung“ Irlands?
Wer soll die denn vornehmen, etwa „Papst“ Franz und seine Modernistenbande?
Zuerst müsste eine Neuevangelisierung des Papstes, der Kurie und den zeitgeistverfallenen Bischöfen und sonstigen Klerikern erfolgen. Die windelweichen Erklärungen des irischen Episkopats sprechen doch eine deutliche Sprache. Und der „Statthalter Christi“ in Rom hüllt sich in Schweigen, wo er doch sonst zu jedem Thema seinen Senf schmiert.

Marienzweig

„Und der „Statthalter Christi“ in Rom hüllt sich in Schweigen, wo er doch sonst zu jedem Thema seinen Senf schmiert“
Ja, damit haben Sie recht!
Der Papst schweigt. Er hat vorher geschwiegen und auch jetzt, gerade jetzt in dieser deprimierenden Situation.
Dass es eine Art Schockstarre ist, kann ich mir nicht vorstellen, nicht bei ihm.
Was ist es dann und wie zu deuten?
Er müsste sich doch denken können, dass die glaubenstreuen Iren, die mit „nein!“ gestimmt haben und sich jetzt allein fühlen, auf ein klares, unmissverständliches Wort von ihm hoffen.
Sonst hat er ja auch keinerlei Sprachhemmungen.

siri
@Marienzweig: Das kann ich mir auch nicht vorstellen, daß Papst Franz in Schockstarre fällt! Wer kinderreiche katholische Eltern mit Karnickeln vergleicht, dem bleibt so schnell die Sprache nicht weg! Aber ein „klares, unmissverständliches Wort“ an die noch gläubigen Iren, wie soll das von ihm, ausgerechnet von ihm, kommen? Ich denke sogar, es ist besser, daß er schweigt, denn wenn er nun einen Kommentar abgibt, so ist er entweder sinnfrei, wie so oft, oder aber einer nach dem Motto „allen wohl und niemand weh“. Jesu Wort „Dein Ja sei ein Ja, Dein Nein ein Nein“, das hat er wahrscheinlich noch nie… weiter lesen »
Marienzweig
Mag gut sein, dass die Bischöfe Irlands ihren Teil dazu beigetragen haben, dass dieses verheerende Ergebnis zustande kam. Dennoch, auch wenn sie nicht offensiv genug und ausreichend klar gesprochen haben, muss ich als gläubige katholische Bürgerin ja nicht deshalb mit „Ja!“ für die „Homo-Ehe“ stimmen. Sich unabhängig machen von den Kirchenoberen – das kann zwar bedeuten, dass ich mich tatsächlich von der Kirche und ihrer Lehre abwende, umgekehrt aber auch, dass ich meine Treue und Liebe zu eben dieser Kirche bekunde, ja sogar gerade deshalb, um ein Zeichen zu setzen. Es liegt an jedem Einzelnen selbst. Entweder ich persönlich bejahe… weiter lesen »
fredius
Wieder einmal zeigt es sich mit aller Deutlichkeit, dass für den Niedergang der kath. Kirche und den Glaubensschwund, an erster Stelle die Bischöfe stehen. Das kath. Irland zeigt ganz deutlich das Versagen der zuständigen Bischöfe, allen voran Kardinal Martin von Dublin. Durch nicht zu dem Thema “ Homo-Ehe “ Stellung zu beziehen, bezw. Unterlassung, weil bequemer, ist es zu diesem Ergebnis gekommen. Die Frage ist auch, wie es im allgemeinen mit dem kath. Glauben steht, wieweit ist er noch vorhanden ? Wie wollen diese Bischöfe, wenn sie noch Glauben und ein wenig Gottesfurcht besitzen, vor Gott bestehen ?! Jetzt Krokodiltränen… weiter lesen »
Reinhold

Da gibt es nur eine Aussage zu diesem Ergebnis: eine Niederlage der Menschheit. Die Gründe dürften im Artikel angesprovchen sein. Offenbar wird auch seitens bestimmter Kreise mit einem Überzeugungsmittel nachgewiesen, das jetzt in anderer Sache in Zürich eine Rolle spielt, wenn auch mit anderen Beteiligten.

Pater Pio

Jetzt müsste der Papst unmissverständlich selbst sprechen und nicht seine Sekrätere schicken, die irgend etwas von Niederlage daherreden. Eine Niederlage ist es vielmehr, dass die katholische Kirche über kein geschlossenens depositum fidei, über keine einheitliche Auffassung von Rechtgläubigkeit mehr verfügt.
Da er als Hirte nicht spricht, wird schon wieder wild in Richtung Verschwörungstheorie spekuliert:
„Wendet sich der Vatikan gegen seinen Papst?“ (http://web.de/magazine/panorama/franziskus-wendet-vatikan-papst-30668982)
Sehr vielsagend ist in diesem Zusammenhang die Titelseite der neuesten Spiegelausgabe, die Papst Franziskus als nicht fassbare Gestalt mit tausend Gesichtern zeigt…

defendor

Angesichts des kläglichen Versagens der irischen Hirten stellt sich einmal mehr die Frage, ob heute von so manchen Würdenträgern überhaupt noch beabsichtigt ist, die Wahrheit ohne Wenn und Aber zu verteidigen.

Erzbischof Lefebvre dazu:
-

„In unserer Epoche sind der Irrtum und das Laster anziehender als die Wahrheit.
Denn die Wahrheit ist verpflichtend ! Es ist schwerer, die Wahrheit zu verteidigen und in die Praxis umzusetzen, die wahre Moral ist anspruchsvoll.

Im Gegensatz dazu ist es leichter, die Freiheit zu verteidigen,
das Volk möchte lieber diese Sprache hören.
Wenn man daher die Freiheit zum Guten und zum Schlechten zulässt, führt es dazu, dass das Schlechte dominiert.“
-

carlo

Hm, diese Übersetzung dünkt mich nicht gut. Zwischen der Wahrheit und der christlichen Freiheit gibt es doch keinen Widerspruch. Denn laut Leo XIII. ist sie die Fähigkeit, sich im Guten zu bewegen.

Haben Sie auch den Originaltext verfügbar ?

Pater Pio
@defendor Da sagen Sie was: „In unserer Epoche sind der Irrtum und das Laster anziehender als die Wahrheit. Denn die Wahrheit ist verpflichtend ! Es ist schwerer, die Wahrheit zu verteidigen und in die Praxis umzusetzen, die wahre Moral ist anspruchsvoll. […]“ ES IST SCHWER, DIE WAHRHEIT ZU VERTEIDIGEN…“ Die Kirche hat es sich selber leicht gemacht, weshalb es ihr jetzt immer schwerer fällt, überhaupt noch ein Wort der Wahrheit herauszupressen. Ja, ich glaube, man hat Sinn und Geschmack für die Wahrheit, also das Evangelium überhaupt, verloren. Dieses Gefühl der zurückgehaltenen Wahrheit hat man auch bei P. Franziskus: Er würde… weiter lesen »
Leo Laemmlein

Pater Pio
Die Lage ist wohl noch viel schlimmer, als wir wissen oder auch nur ahnen.
Die Muttergottes in La Salette hat es ja mit drastischen Worten prophezeit: eine Kloake der Unreinigkeit.
Kennen Sie die „Offenbarungen Jesu an Priester und Gläubige durch Msgr. Ottavio Michelini“? Darin sagte der Herr diesem katholischen Priester schon in den 70er Jahren: wenn Er ihm den inneren Zustand Seiner Kirche zeigen würde, müsste er vor Entsetzen sterben.

Pater Pio
Ich glaube, niemand von uns weiß darum, wie schlimm es wirklich ist. Dass es aber immer noch schlimmer ist, als man denkt, habe ich gestern sehen müssen. Durch Zufall warf ich einen Blick in eine herumliegende Bildzeitung, was ich besser nicht gemacht hätte. Ich bin seit dem so geschockt, dass ich es nicht mit Worten ausdrücken kann. Ich sehe immer mehr, wie weit sich unser Land von Gott entfernt hat, wenn folgendes möglich ist: http://www.bild.de/unterhaltung/kultur/theater/blut-und-sex-auf-der-buehne-von-die-120-tage-von-sodom-41119734.bild.html Wie gesagt: das läuft unter Unterhaltung und Kultur. Ich habe versprochen, nie wieder eine Bildzeitung anzufassen. Egal wie man so etwas nennen will, man darf… weiter lesen »
Kostadinov

Verglichen mit dem, was kleinen Kindern in der Schule an Sexualerziehung serviert werden soll oder bereits wird, liest sich ihre Plattensammlung ja geradezu putzig 😉

zeitschnur

Ja, das ist richtig ekelhaft, was da in der Bildzeitung abgebildet ist – aber haben Sie auch gelesen, dass der Dreck auf Marquis de Sade beruht?
Und wann hat der gelebt?
1740-1814.
…..

Marienzweig
Lieber Pater Pio! Genau wie Sie habe ich vor einiger Zeit meine CD´s durchforstet und mich von den allermeisten getrennt. Es kam einer Befreiung gleich. Mit den Büchern hatte ich dasselbe schon vor einem Jahr gemacht. Es war eine eine Wonne, sie in die Tonne zu werfen. Darf ich Ihnen von einem Schlüsselerlebnis erzählen? Vor drei Jahren machte ich eine Wallfahrt durch Italien. Assisi, Manopello, Lanciano – das ganze Programm. Es waren ganz besondere Tage, ich lebte in einer anderen Welt und war tief berührt. Dann ging es zurück nach Padua. Schon im Außenbezirk der Stadt stach ein riesengroßes Werbeplakat… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Die Journalistin Mary O‘Regan, die selbst in Irland aufgewachsen ist, hat im Catholic Herald die Gründe für den Niedergang des irischen Katholizismus analysiert. Bis vor kurzem gab es kaum eine irische Familie ohne einen Priester oder eine Ordensperson. Die Sex-Skandale des Klerus haben die Iren tief verwundet und beschämt. Als Reaktion darauf haben sie nicht etwa sich anderen christlichen Kirchen angeschlossen, sondern sich vom christlichen Glauben überhaupt abgewendet. In die aufgerissene Leere ist der Säkularismus eingezogen (http://www.catholicherald.co.uk/commentandblogs/2015/05/25/the-irish-churchs-failures-have-caused-its-people-to-choose-secularism-over-faith/ ). Nun hat Joe Biden, US-Vizepräsident, nachgestoßen. In dem LGTB-Magazin The Advocate schrieb er in einem Artikel, die Amerikaner sollten dem Beispiel der… weiter lesen »
Pater Pio

Was ist die neue katholische Barmherzigkeit? Den Sünder verarzten, ihn streicheln, ihn verzärteln, ihn von seiner letzten Gewissensqual frei zu sprechen, nicht damit er sich bekehre, sondern dass er fröhlich weitersündigen kann.
@Leo Laemmlein
„Der Papst steht ja an der Spitze der feindlichen Macht, die den Vatikan erobert hat und besetzt hält und die antichristliche UN-Agenda in der katholischen Kirche auf Biegen und Brechen durchsetzt.“
So sieht’s wohl aus.

Leo Laemmlein

Kardinal Burke zeigte sich bewegt von dem Ergebnis der Volksabstimmung in Irland und meinte, das sei schlimmer als Heidentum. Er sagte: „Das heißt Gott herausfordern. Es ist unglaublich. Heiden mögen homosexuelles Verhalten toleriert haben, aber niemals wagten sie zu sagen, das sei eine Ehe.“
http://www.thetablet.co.uk/news/2108/0/ireland-is-worse-than-the-pagans-for-legalising-gay-marriage-says-senior-cardinal

Pater Pio

Auch wenn’s hart klingt. Jeder mit Ja stimmende Ir(r)e ist irgendwie rausgefallen aus der ecclesia communio, was so viel heißen müsste, er ist ex-kommuniziert.

zeitschnur
Irland ist das erste Land, das offenbar eine „echte“ Homoehe einführen wird. Sehe ich das richtig? Es ist etwas anderes, eine homosexuelle Partnerschaft zu „legalisieren“, also ihr eine Rechtsform zu geben. Immer noch was anderes! Die „andere“ Rechtsform stellt die Hürde zum Adoptionsrecht dar. Die soll nun endgültig fallen. Und wenn ein „katholisches Land“ es vormacht, dann MÜSSEN gewissermaßen alle anderen „endlich“ mitziehen – so der Tenor in den weltlichen Medien. Nennt man die Verrechtlichung solcher Beziehungen aber „Ehe“, muss man ihnen alles zuerkennen, was eine Ehe an privaten und gesellschaftlichen Rechten beinhaltet. Die Vorstellung darüber, was eine Ehe ist,… weiter lesen »
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