Ist die Tür von Papst Franziskus für Kaspers „neue Barmherzigkeit“ zu?

Papst Franziskus und ein stillschweigender Kurswechsel des "perfekten Jesuiten"
Papst Franziskus und ein stillschweigender Kurswechsel des „perfekten Jesuiten“

(Rom) „Die zweite und letzte Session der Bischofssynode über die Familie rückt näher und die Temperatur der Diskussion erhöht sich immer mehr“, so der Vatikanist Sandro Magister in seiner jüngsten Analyse. „Seit dem Ende der Synode von 2014 hat der Papst Dutzende Mal zu Abtreibung, Scheidung und Homosexualität Stellung genommen. Er hat aber kein einziges Worte mehr zugunsten der von den Erneuerern geforderten ‚Öffnungen‘ geäußert.“
Seit vergangenem März vertritt der Vatikanist Sandro Magister die These, Papst Franziskus habe eine Kehrtwende in Sachen „neuer Barmherzigkeit“ a là Kasper vollzogen. Eine These, die er nun bekräftigt, indem er neue Indizien zu ihrer Untermauerung anführt. Magister steht damit noch allein auf weiter Flur. Katholisches.info dokumentiert dennoch seine Beobachtungen.

Hat Papst Franziskus eine stillschweigende Wende vollzogen?

Franziskus habe eine innere Wende vollzogen, die dadurch zum Ausdruck komme, daß der Papst keine Gesten mehr zugunsten des deutschen Kardinals und ehemaligen Vorsitzenden des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen Walter Kasper setze. Eine stillschweigende Wende, weshalb sie bisher kaum wahrgenommen werde. Das habe damit zu tun, daß die Verteidiger der katholischen Ehe- und Morallehre dem Papst in dieser Sache nicht mehr vertrauen, während die Kasper-Fraktion das Vertrauen, das sie aufgrund zahlreicher Signale in diesen Papst gesetzt hatte, zu verlieren beginne (siehe auch Bischofssynode: Kaspers Stern im Sinken?).

Die Kasper-Fraktion beginnt zu zweifeln, die Müller-Fraktion zweifelt noch immer

Die Kasper-Fraktion sei nun verunsichert, kaum in geringerem Ausmaß als es bisher schon die Verteidiger der katholischen Ehe- und Morallehre waren. Setzt sich Papst Franziskus zwischen alle Stühle? Die Gruppe um die Kardinäle Kasper und Marx beginnt zu zweifeln. Die Gruppe um die Kardinäle Müller und Burke zweifelt noch immer (siehe auch Franziskus und Marx für überlieferte Ehe- und Morallehre: Wende oder Schalmeien?).

Am vergangenen 17. März schrieb Sandro Magister erstmals, daß Papst Franziskus sich von Kardinal Kasper distanziere. Als Indizien dafür nannte er:

die Beförderung des Afrikaners Robert Kardinal Sarah, eines entschiedenen Verteidigers des Ehesakraments zum Präfekten der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung;

• das Mißfallen des Papstes über die Androhung eines Schismas durch Kardinal Reinhard Marx von München-Freising und Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz bei der Pressekonferenz vom 26. Februar zum Abschluß der Frühjahrsvollversammlung. Marx hatte unverhohlen mit dem Schisma gedroht, sollte Rom nicht spuren, wie die Mehrheit der deutschen Bischöfe es wünsche;

• die Absage an „überzogene Erwartungen“ im Zusammenhang mit der Bischofssynode im Interview mit dem mexikanischen Fernsehsender Televisa, das am 12. März ausgestrahlt wurde;

• das Festhalten an Kardinal Gerhard Müller als Präfekt der Glaubenskongregation, obwohl dieser durch diese Position zum ranghöchsten und einflußreichsten Gegner der „neuen Barmherzigkeit“ wurde. Je deutlicher Papst Franziskus im Zusammenhang mit dem ersten Teil der Bischofssynode im vergangenen Oktober eine Unterstützung des Kasper-Vorschlags erkennen ließ, desto mehr verstärkte Kardinal Müller seine Aktivitäten, diese „Wende“ in der Kirche zu verhindern. Den Kasper-Vorschlag verurteilte er, trotz des offenkundigen päpstlichen Liebäugelns mit diesem, in einer Rede am 1. Dezember 2014 als „subtile christologische Häresie“.

Die „Neuheit“ war die Unterstützung des Papstes für die antirömische Haltung

Daß die Mehrheit der deutschsprachigen Bischöfe substantielle Veränderungen von Lehre und pastoraler Praxis im „kulturellen Kontext“ ihrer Länder einfach als gegeben anerkennen, sei „nichts Neues“, so Magister. Die deutschen Bischöfe hätten bereits hinter Kasper gestanden, als dieser im Februar 2014 vor dem Kardinalskollegium seinen Vorschlag zur Anerkennung von Zweitehen vorlegte. „Die Neuheit ist eine andere“, so Magister. Die „Neuheit“ sei die Haltung von Papst Franziskus, der diesen antirömischen deutschen Sonderweg unterstützte.

„Bis zur Synode im Oktober 2014 ermutigte Jorge Mario Bergoglio wiederholt und auf die verschiedensten Weisen die Forderung nach ‚Öffnungen‘ in Sachen Homosexualität und Zweitehe und das jedes Mal mit großer Resonanz in den Medien. Kardinal Kasper sagte ausdrücklich, seine explosive Rede beim Kardinalskonsistorium mit dem Papst ‚vereinbart‘ zu haben“, so Magister.

Widerstand führte 2014 zur Niederlage der „Neuerer“ – Seither neuer Weg des Papstes?

„Bei der Synode erwiesen sich aber die Widerstände gegen die neuen Paradigmen als viel stärker und umfassender als gedacht und führten zur Niederlage der Erneuerer. Die halsbrecherische Relatio post disceptationem als Halbzeitbilanz wurde von der Kritik vernichtet und führte zu einer deutlich traditionelleren Haltung im Schlußbericht“, so Magister.

Papst Franziskus selbst habe zu diesem Umschwung beigetragen, da er im Zuge des heftigen Konflikts Verteidiger der Unauflöslichkeit der Ehe in die Redaktion des Schlußberichts der Synode berief, die sich ursprünglich nur aus Neuerern zusammengesetzt hatte.

„Vor allem aber seit dem Ende der Synode hat Papst Franziskus einen neuen Weg eingeschlagen“, so Magister. „Seit Ende Oktober 2014 findet sich kein einziges Mal mehr, daß er auch nur das geringste Zeichen gesetzt hätte, die Paradigmen der Erneuerer zu unterstützen. Im Gegenteil. Er intensivierte die Ansprachen zu allen umstrittenen Fragen der Synode: Verhütung, Abtreibung, Scheidung, Zweitehe, Homo-Ehe, Gender-Ideologie. Und jedes Mal sprach er als ‚Sohn der Kirche‘, wie er sich gerne bezeichnet, mit granitener Treue zur Tradition und ohne einen Millimeter von dem abzuweichen, was vor ihm Paul VI., Johannes Paul II. oder Benedikt XVI. gesagt hatten.“

Zusammensetzung der Synode 2015 noch ungünstiger für Kasper als 2014

Die „überzeugtesten Bewunderer Bergoglios“ gründeten nach dessen Wahl den „Cenacolo degli amici di papa Francesco“ (Freundeskreis Papst Franziskus). Die Mentoren dieser Gründung sind die Kardinäle Walter Kasper und Francesco Coccopalmerio. Der „Freundeskreis“ trifft sich einmal im Monat. Am vergangenen 17. März war man sich dort noch sicher, daß Papst Franziskus auf der Seite der „Öffnungen“ steht. „Die Realität sieht aber anders aus. Als perfekter Jesuit, ist Bergoglio ein großer Realist und hat bereits verstanden – allein schon anhand der Namen der Synodalen, die von den verschiedenen Bischofskonferenzen für die Bischofssynode 2015 gewählt wurden –, daß bei der zweiten und letzten Session der Synode das Verhältnis noch deutlich ungünstiger für die Neuerer sein wird.“

Und weiter: „Franziskus weiß, daß die Letztentscheidungen ihm zustehen, ihm allein. Er weiß aber auch, daß es unmöglich sein wird, der ganzen Katholizität Neuerungen aufzuzwingen, die weit davon entfernt sind, den kollegialen Konsens der Bischöfe zu finden. Denn diese wohnen nicht nur in der dekadenten deutschen Kirche, sondern in Afrika, in Asien und an all jenen lebendigen ‚Rändern‘ der Welt, die ihm so wichtig sind.“

Päpstliche Ansprachen zu Abtreibung, Scheidung, Verhütung, Homosexualität

Sandro Magister veröffentlichte zudem eine Liste mit den Ansprachen, in denen Papst Franziskus seit dem Treffen des „Freundeskreises Papst Franziskus“ im März zu Abtreibung, Scheidung, Verhütung und Homosexualität Stellung nahm. Alle Texte wurden auf der Internetseite des Heiligen Stuhls veröffentlicht.

Generalaudienz vom 18. März 2015
Schreiben an die Internationale Kommission gegen die Todesstrafe vom 20. März 2015
Begegnung mit der Jugend in Neapel vom 21. März 2015
Generalaudienz vom 25. März 2015
Generalaudienz vom 8. April 2015
Generalaudienz vom 15. April 2015
Morgendliche Predigt in Santa Marta vom 17. April 2015
Morgendliche Predigt in Santa Marta vom 21. April 2015
Generalaudienz vom 22. April 2015
Ansprache an die Bischöfe von Namibia und Lesotho vom 24. April 2015
Ansprache an die Bischöfe von Benin vom 27. April 2015
Generalaudienz vom 29. April 2015
Ansprache an die Gemeinschaft Vita Christiana vom 30. April 2015
Ansprache an Antje Jackelen, lutherische Erzbischöfin von Uppsala vom 4. Mai 2015
Generalaudienz vom 6. Mai 2015
Ansprache vom 9. Mai 2015 an die Bischöfe von Mozambique
Regina Caeli vom 10. Mai 2015
Ansprache an die Bischöfe von Togo vom 11. Mai 2015

Gegen den Zeitgeist, aber nicht zu auffällig und nicht zu deutlich?

Eine detaillierte Analyse der von Magister genannten Texte kann an dieser Stelle nicht erfolgen. Einige sind sehr deutlich. Auffallend war auch die Diskrepanz zwischen den politisch korrekten Themen, die Schwedens lutherische Erzbischöfin Jackelen in Rom vorbrachte und der Mahnung des Papstes, in Sachen Lebensrecht keine neuen Spaltungen zwischen den Konfessionen aufkommen zu lassen und den erreichten Stand in der Ökumene nicht zu gefährden.

Die kargen Worte beim Regina Caeli von vergangenem Sonntag an die Teilnehmer beim Marsch für das Leben in Rom würden Magisters These allerdings nicht gerade stützen. Die wenigen Worte waren schlampig vorbereitet und nannten weder Roß noch Reiter, weder den Marsch für das Leben noch das Anliegen, ein kompromißloses Nein zur Abtreibung. Obwohl Zehntausende zum Marsch gekommen waren, wurden sie nicht namentlich vom Papst begrüßt, sondern nur als „Initiative“ angesprochen. Die anwesenden Beamten der Forstwache, die ein „nationales Fest der Naturparke“ ausrichteten, wurden hingegen ausdrücklich begrüßt. Ebenso die „Teilnehmer einer Tagung der Italienischen Bischofskonferenz zur Unterstützung einer Qualitätsschule“.

Zumindest ein Indiz, daß Bischof Nunzio Galantino, des Papstes starker Mann in der Italienischen Bischofskonferenz, kein Interesse an einer zu sichtbaren Hervorhebung der Lebensrechtsbewegung hatte, die am Sonntag mit ihrem Nein zur Gender-Ideologie gegen die offizielle Politik der italienischen Regierung protestierte. Denn wenn die Italienische Bischofskonferenz ein Anliegen hat, das der Papst bei seiner Sonntagsansprache erwähnen soll, dann hat sie bisher noch immer den Weg gefunden, es in die Redevorlage hineinzuschreiben.

Bischof Galantino sieht sich jedoch als Mann des Papstes, der das tun will, was der Papst wünscht.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Settimo Cielo

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21 Comments

  1. Apropos Barmherzigkeit:
    Was haltet Ihr von diesem „Jahr der Barmherzigkeit“,das am 08.12.2015 beginnen soll?
    Würde mich mal interessieren,denn ich selbst bin da unschlüssig,was ich davon halten soll.
    Einesteils ist es ja nicht schlecht,wenn man die erreichen will,die „an den Rändern“ stehen,aber wäre ein Jahr der Buße und des Gebetes nicht besser in diesen schlimmen Zeiten !?
    Und was haltet Ihr von diesem Logo?
    Also ich empfand es spontan als Verhöhnung von Jesus Christus und meistens ist der erste Eindruck ja der beste.
    Ich drücke es mal ganz brutal aus:
    Jesus kommt für mich als so ein Trottel rüber,der sich mit der ausgebufften Menschheit (sinnlos) abschleppt.

    • Das Logo ist halt in diesem typischen kirchlichen Kitsch-Duktus gestaltet, der seit der Mitte des 20. Jh üblich ist: etwas fahl, flach und unproportioniert. Eindeutig ist die Hand des geschmacklosen Designers zu erkennen.. Nicht zu vergessen diese felsblockartigen Mosaike an öden Hauswänden, Soldatendenkmäler in bombastischer Kastenform aus Buntsandstein und Illustrationen von Kinderbibelgeschichten, die aussehen, als hätte einer mit der Faust Farbe aufs Papier geknallt.

      Dann noch lieber diese frommen, aber herzlosen Comic-Strips…

    • Vorausschickend:

      Ich habe immer eine starke Meinung, so ziemlich „felsenfest“, einfach aus ziemlich extremen Lebenserfahrungen heraus (sozusagen eine „erdbebensichere“ Meinung).

      Nun zum Logo der „Barmherzigkeit“:

      Ja, da haben sich schon viele den Kopf zerbrochen. Wenn man englisch versteht, hier wäre (meiner Meinung nach) die bis jetzt der Wahrheit man nächsten stehende Interpretation zu finden, samt wirklich guter Analyse (die Wahrheit scheint oft zu extrem, das kommt aber nur daher, weil wir uns im Laufe der Geschichte zu weit von ihr entfernt haben…):

      http://www.youtube.com/user/thirdeaglebooks/videos

      (es handelt sich hier im Kurz-Videos, ca. 10 Minuten, also nicht zu lang)

      • Könnte man nicht den Inhalt der Videos mal kurz zusammenfassen?
        Wäre ganz hilfreich!

      • @Stella

        Eine Zusammenfassung ist nicht einfach, denn es gibt ja mittlerweile (unausgesprochen, ganz parallel zur Situation von damals, bevor ein Herr H. an die Macht kam), 2 ganz entgegengesetzte Lager, die sich immer mehr voneinander spalten.

        Ich werde deshalb keine Übersetzung der Videos machen, sondern bildlich beschreiben, was daran falsch ist:

        - das ganze Logo ist nicht konkret (so wie es Bilder vom „Guten Hirten“ wären), sondern ganz absichtlich abstrakt gehalten

        - wenn man etwas abstrakt hält, kann man (ganz getrost) jede Menge „verwischte“ (sprich: pervertierte, ganz absichtlich böse, schlimmste) Interpretation hineinmischen, ohne dass es der „Dummen Masse“ auffallen könnte

        - das Logo „glänzt“ nur so von pervertierter, direkt satanischer Symbolik, die nicht dem „Zufall“ zugeschrieben werden kann: das kann nur jemand GANZ ABSICHTLICH so gestaltet haben (leider, leider, leider…)

        Viel mehr möchte ich nicht sagen; wir alle haben genug Möglichkeiten, unter wahren Propheten unserer Zeit nachzuforschen über die wahren Beweggründe:
        Beten wir, halten wir Anbetung, und alles notwendige werden wir noch rechtzeitig erfahren…

    • Stella,
      der Christus des Logo hat die Statur einer Frau und das Gesicht eines Ziegenbocks, der Kreuznimbus um das Haupt sieht aus wie ein Hörnerpaar, und der Mensch auf seinen Schultern ist Conchita Wurst.

      • Auf alle Fälle wirkt es irgendwie kurios,ja,es erinnert an die unsäglichen „Bibelcomics“ für Kinder!

      • Hatten wir das nicht gerade neulich schon mal? Michelle Obama ist ein Mann, weil ihr Ringfinger länger ist als der Zeigefinger? Demnach bin ich auch ein Mann, obwohl ich es geschafft habe, zu gebären. Gender auf katholisch, kann man da nur sagen…

        Möchte mal wissen, was Sie eigentlich für ein Frauenbild haben: mit langem Bart, Wundmalen an Händen und Füßen und trotz einer geometrischen Riesenkleid-Kutte, die noch dazu den Schatten eines maskulin schmalen Becken anzeigt zeigt frau immer ihre eindeutige weibliche Figur. Stimmt, ich habe auch kein ausladenens Becken – also kann ich keine Frau sein…
        Wo bitteschön ist hier eine geschlechtsspezifische Gestalt zu sehen unter diesem stilisierten Zeltumhang?!

        Und wo ist hier Conchita Wurst?
        Kann es sein, dass hier ein paar Zeitgenossen einen Knick in der Optik haben und überall nur noch gender sehen?!
        Oder halten Sie inzwischen jeden Mann mit Bart für ne Frau oder äh – nee wie rum jetzt?
        Und der Nimbus in Schwimmringoptik sollen Hörner sein?!
        Hahahahaha!

        Sie fallen wirklich auf jeden amerikanischen Fake rein – kennen Sie eigentlich Leo Taxil?

      • zeitschnur
        Sie dürfen Ihre Fragen an mich gerne selbst beantworten.
        Ich habe meinen Eindruck von dem Logo geäußert, es ist mein Eindruck, Sie brauchen ihn nicht zu teilen.
        Und wieso würde Sie interessieren, was ich für ein Frauenbild habe. Ist das ein Diskussionsthema, oder gar Tatbestand für ein Ermittlungsverfahren.
        Eigentlich lustig, Ihr Kommentar.
        😎

      • @ Leo Lämmlein

        Sollte auch lustig sein – oder besser: die bittere Ironie, die ich angesichts dieser geistigen Verwirrung empfinde.

        Ich hab das schon begriffen: Frauen haben für Sie Vollbärte, ziegenähnliche Köpfe, potentiell Hörner und einen unförmig-igluartigen Körperbau … und auf jeden Fall einen kürzeren Ringfinger als Zeigefinger. Ist doch alles klar.
        Bis auf das mit Conchita Wurst: wenn die Figur um Jesu Hals derselbe ist – wieso glauben Sie Conchitalein nicht, dass er ne Frau ist?
        Schließlich hat auch er einen Vollbart wie Jesus, der als Frau dargestellt ist (! sic – Ihre Meinung, nicht meine!), einen igluartigen Körperbau und einen kürzeren Ringfinger.

        Ist in sich leicht absurd.

        Aber vielleicht unterlaufen einem, wenn man die Genderbrille aufhat, solche logischen Fehler.
        :-))))

        Sehen Sie – und schon habe ich mir die Frage selbst beantwortet.

      • zeitschnur
        Wenn bittere Ironie aufsteigt, empfiehlt es sich, ihr nicht nachzugeben.
        Ein wiedergeborener, erlöster Christ hat die Möglichkeit, sich aus dem Fleisch zurückzuziehen und in das neue, vom Heiligen Geist eingepflanzte Lebensprinzip umzuziehen, aus einem psychischen Menschen ein pneumatischer Mensch zu werden.
        Paulus meinte es ernst und konkret, als er sagte: „Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen.“ (Gal 5,16)
        http://wp.me/p2UUpY-1aV

      • @ Leo Lämmlein

        Das mag ja sein – sicher gilt das auch für mich. Dennoch ist es völlig unsinnig, sich in solche Interpretationen hineinzusteigern – genau wissen wir es ja nicht, was der „Künstler“ meint und es geht auch nicht eindeutig hervor
        Damit muss es auch gut sein.
        Solange man nicht eindeutig zuordnen kann, sollte man es auch nicht tun – Das geht einfach zu weit und ist rein emotional und furchtbar unsachlich.
        das widerspricht der christlichen Nüchternheit.
        Der pneumatische Mensch dürfte auch nicht den lieben langen Tag auf evangelikale Hirngespinste hereinfallen…

        Was nützt das alles?
        Dass in Rom etwas schon lange nicht mehr stimmt, sieht ein Blinder mit Krückstock.
        Ob da nun irgendwelche Logos noch hinhauen ist absolut sekundär – am Logo hängt nichts, gar nichts!

    • Zum „Jahr der Barmherzigkeit“ habe ich auch eine etwas zwiespältige Haltung.
      Wir alle sind stets Gottes Barmherzigkeit bedürftig, doch hatte ich sofort den Verdacht, diese ausgerufene, zeitlich bemessene Barmherzigkeit sollte vor allem denjenigen zugute kommen, von denen ständig die Rede ist: den Zweit- oder gar Drittverheirateten und auch den Homosexuellen.
      Vor allem auch deshalb, weil dieses Jahr der Barmherzigkeit zeitlich so nahe an der Bischofssynode liegt.
      Wie es sich wirklich verhält, kann man nicht wissen.

      Zum Logo habe ich mich hier schon vor einigen Tagen geäussert. Es beeindruckt mich in keiner Weise.
      Dies habe ich auch auf der betreffenden Homepage in der Kommentarspalte geäussert und begründet.
      Es kam lediglich eine Bestätigung, eine Antwort blieb bis heute aus.

      • Ich bin da nicht so mißtrauisch, was dieses „Jahr der Barmherzigkeit“ angeht. Es ist doch gut, daß es das gibt. Die Barmherzigkeit ist ja auch die Vorstufe zur Gerechtigkeit Gottes. Wer also bei bzw. mit der Barmherzigkeit zu betrügen sucht, wird ganz sicher Gottes Gerechtigkeit erfahren.

        Aber manchmal gewinnt man den Eindruck, daß viele gar nicht kapiert haben oder ausblenden, daß sie selbst ebenfalls die Barmherzigkeit Gottes benötigen.
        Nur wer ohne Sünde ist, hat die Barmherzigkeit Gottes nicht nötig, aber das sind gemäß den Worten des Evangelisten Johannes alles Lügner.

    • Stella,diese Kristusabbildung mit den,,,Ski“und bunten Kopfbedeckung,fand ich unter Abbildung Päpstliche Kapelle,Bild,wo Capella Sixtina in das Bild der Kapelle Redemptoris Mater,übergeht.In der Gestalltung dieser Kapelle ist wohl die Die Tendenz…sichtbar.Diese Abbildung hat natürlich noch nicht Etwas-Jemndem um den Hals und sein Kleid ist weniger breit.

  2. Es ist vielleicht interessant etwas zurückzublicken. Eine wenig bekannte Episode ereignete sich im Jahre 1923.
    Der Kirchenrechtler P. Raymond Dulac erinnert daran, dass im Konsistorium vom 23. Februar 1923, Pius XI. mehrere Kardinäle über die Zeitmässigkeit befragte, ein ökumenisches Konzil einzuberufen.
    Unter den befragten Kardinälen waren auch Merry del Val, Boggiani und Billot.
    Die Antwort der Kardinäle war ein deutliches davon Abraten.
    Interessant waren die Begründungen.
    Kardinal Billot warnte den Papst:
    -
    “Das Vorhandensein tiefer Differenzen quer durch den Episkopat kann nicht verborgen werden.
    Sie gehen das Risiko ein, sich Diskussionen, die unbestimmt hinausgezögert werden, auszusetzen.”
    -

    Und Kardinal Billot warnte vor der Gefahr des Manövrierens des Konzils durch modernistische Kräfte; diese beschrieb er so:
    -
    “….die schlimmsten Feinde der Kirche, die Modernisten, die, wie gewissen Hinweise zeigen, bereits im Begriff sind, die Revolution in der Kirche, ein neues 1789 hervorzubringen.”
    -

  3. Papst Franziskus hat sich nicht geändert, höchstens seine Taktik, falls nicht auch diese von vornherein mit zum Plan gehörte.
    Papst Franziskus ist Politiker, nicht Hirte.
    Er macht Weltpolitik und dürfte derzeit die politisch einflussreichste Figur auf der Weltbühne sein.
    Mit dem Evangelium hat das wenig zu tun, aber viel mit dem Geschehen in den letzten Tagen der Endzeit, siehe Offenbarung des Johannes.

  4. Jeder der glaubt, daß sich dieser Häretiker auf dem Stuhle Petri sich auch nur ein Jota geändert hat, der ist auf dem Holzweg. Was ich aber glaube, daß er sich einem immer stärker werdenden Widerstand von Seiten glaubenstreuer Kardinäle und Bischöfe gegenüber sieht. Es wird nicht mehr alles widerspruchlos hingenommen. Vorallem Kardinal Müller überrascht mich in seiner Haltung. Man kann nur hoffen, daß er nicht durch seine Gegner zu Fall gebracht wird. Ich bin denke und hoffe, daß wenn die Synode im Oktober nicht so läuft wie Bergoglio und seine Getreuen sich dies vorstellen, daß er dann zurücktritt und hoffentlich in Santa Marta sein Zimmer verläßt, und nach Argentinien zurück fliegt, wo er hin gehört. Doch es kann leider ja auch anders kommen. Die Wurzel allem Übels im vergangen Saeculum waren die Häretiker Rahner und Guardini, beides Jesuiten und geistige Väter von Bergoglio und Kasper und deren Anhänger. Von dem heiligen Jahr der Barmherzigkeit kann ich nur sagen, daß dies ein Schwachsinn mehr aus einem schon ziemlich kranken Gehirn darstellt.

  5. Eine „Vision“: das Handeln und das Wirken des Papstes Franziskus ist doch diabolisch. Das Denken des Kardinales Kasper und anderer der Papstfreunde ,gebraucht er nur. Er ernährt sich so, zerkaut und spuckt dann aus, was die Erde vergiften soll. Dieser Papst irrt sich in seinem Tun nicht. Auch seine Aussage von „Karnikeln“ ist seine wahre Meinung. Gott schütze seine Schöpfung, in Jesus Christus, in Ewigkeit Amen.

    • Das mit den „Karnickeln“ ist in der vulgären Volkssprache ein Ausdruck für „gedankenloses Kinderkriegen“.

      F. dürfte da alles sonst wo vorbeigehen – er hat einfach keine Lust auf diese Themen. So sagt er mal heute dies und mal morgen jenes. Ist doch eh egal – das ist mein Eindruck von seiner wahren Meinung. Und genau so kommt er auch bei der Welt rüber.

  6. @Polos:
    Ja Danke,ich wollte nur hören ob mich mein Bauchgefühl nicht getäuscht hat,ich hatte gleich eine totale Abneigung,als ich dieses Logo sah.
    Mir kam es wie eine Verhöhnung vor im ersten Moment.

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