Erste Dreier-„Homo-Ehe“ in Thailand – „Alles ist Familie – Nichts ist Familie“

Dreier-"Homo-Ehe"
Dreier-“Homo-Ehe“

(Bangkok) Um den Homo-Phantasien die Spitze zu geben, fand die erste Dreier-„Homo-Hochzeit“ der Welt am Valentinstag statt. Ein Tag, der an den frühchristlichen Märtyrer erinnert, der in der Christenverfolgung von Kaiser Claudius II. hingerichtet wurde, doch inzwischen von Kommerz, Kitsch und „Lifestyle“ usurpiert wurde. Die Nachricht von Nanopress über die drei „Frischvermählten“ machte schnell die Runde. Die Bilder der „Hochzeit“ wurden auf Facebook verbreitet.

Wie Nanopress berichtet, sind Joke 29 Jahre, Art 26 Jahre und Bell 21 Jahre alt. Alle drei haben sich im Rahmen einer hochzeitsähnlichen Feier „ewige Liebe geschworen“. Das Ganze fand in ihrem Haus in der Provinz Uthai Thani in Thailand statt. Auf Facebook begründete einer der drei Männer die Dreier-Verbindung mit den Worten: „Die Liebe ist bedingungslos und beschränkt sich nicht nur auf zwei Personen. Die Liebe bringt den Frieden in die Welt.“ Ob er den Unterschied zwischen Liebe und Sex kennt, geht aus dem Facebook-Eintrag nicht hervor.

„Die unglaubliche und verrückte Geschichte zeigt eindeutig die möglichen und bereits realen konkreten Verzerrungen der Gender-Ideologie, die auf ein Recht auf uneingeschränkte Entscheidungsfreiheit des Individuums beharrt. Sind die ethischen Schranken erst einmal eingerissen, wird jedweder ‚Wunsch‘ zum ‚Recht‘, auch der, daß drei Männer eine ‚Ehe‘ nachäffen. Wenn die 68er Revolution den Tod der Familie proklamierte, setzen die heutigen Gender-Theoretiker unter dem Motto „alles ist Familie“ dieses Ziel in die Tat um, denn wenn „alles Familie ist, sagen sie in Wirklichkeit, daß nichts Familie ist“, so Corrispondenza Romana.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Corrispondenza Romana

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17 Comments

  1. Nun gut, ist die Ehe nicht mehr auf 1 Mann und 1 Frau definiert (= begrenzt), dann sind MENAGES in allen Kombinationen moeglich – mit welcher Begruendung soll man 3-er etc. Verbindungen nicht zulassen, wenn es nur noch darum geht, dass man sich liebt und fuer einander Verantwortung uebernimmt?

    Duerfen eigentlich 2 Cousins eine homosexuelle eingetragene Partnerschaft eingehen ?

  2. Ooooch wie süß!

    Aber Spaß beiseite: In Thailand wurde jedoch wie in vielen anderen Kulturen immer eine Transgender-Subkultur gepflegt. Hier dazu mehr:

    „Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war in der thailändischen Gesellschaft eine dreipolige Geschlechtereinteilung in männlich, weiblich und kathoey (‚Zwitter‘) verbreitet. Auch in einigen buddhistischen Ursprungsmythen werden drei originäre Geschlechter genannt.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Kathoey

    Also heute nennt man das Transgender – das hat jeweils verschiedene Namen. Aber man muss zugeben, dass es das alles auch schon „früher“ gab, und zwar teilweise sehr ausgeprägt und klar umrissen.
    Extrem ist das auch in Indien mit den Hijras http://de.wikipedia.org/wiki/Hijra

    Bei uns wurde dieses dritte Geschlecht v.a. im Kastratenwesen gezüchtet – leider ausgerechnet und besonders vom Papst und den Bischöfen, weil sie eine „übermenschliche“, also übergeschlechtliche Stimme für die liturgischen Gesänge züchten wollten.

    Erst Papst Pius X. hat dieses Unwesen in „Tra le sollicitudine“ untersagt!
    Die Tragik dieser Zwischenmenschen, die keinem Geschlecht angehörten, wurde vielfach thematisiert. Lesenswert dazu die Erzählung „Sarassine“ von Balzac vom Beginn des 19. Jh. Hier online zu lesen: http://gutenberg.spiegel.de/buch/sarrasine-4866/1

    Auch hier wäre dringend eine kritische Betrachtung auch der kirchlichen Gepflogenheiten in der „guten“ Vergangenheit vonnöten. Die Tatsache, dass es häufig ausgerechnet kirchliche Würdenträger waren, die diese Zwischenwesen erzeugten, sollte uns wirklich zu denken geben.

    Es ist heuchlerisch, wenn man sich heutezutage aufplustert gegen den Genderismus, aber ignoriert, dass er offenbar auch naturrechtlich als praktikabel betrachtet wird und wurde. Das Phänomen ist einfach viel zu weit verbreitet in allen Kulturen!

    Wiederum möchte ich darauf hinweisen, dass die Heilung der zerrütteten Geschlechterverhältnisse unbedingt im Zentrum des Glaubens stehen muss – sonst gerät man nur auf Abwege.

    Denn eines steht fest: Kastraten, Hijras etc. sind eben auch eine Folge des Sündenfluchs und wir stehen nicht mehr unter diesem Fluch – egal, was das „Naturrecht“ dazu meint.

    • nun das Kastratenunwesen, das in der Tat eins ist, ist aber nichts genuin katholisches, sondern kam auf in de Renaissance, die, man kann es drehen und wenden, wie man will, ausgelöst wurde durch vor den Türken geflüchtete, byzantinische Künstler und Gelehrte, die eben nicht nur Gutes, sondern auch einen Teil der Fäulnis aus dem Orient mitgebracht haben.
      Die Idee androgyner Zwitterwesen finden wir auch schon bei den ollen Griechen, Hermaphrodit und ja in deren Endphase wurden auch die Götter (Apollo, Zephyr) etwas anderesherum.
      Von daher stimme ich Ihnen sogar zu, das der wildgewordene Genderismus nicht gerade originell ist, aber Schuld der Kirche ist es nun mal nicht.

      • Ich sagte nicht, dass es „Schuld“ der Kirche ist, sondern dass ihn sich aber viele katholische Hierarchen (v.a. Päpste und Fürstbischöfe) zu eigen gemacht haben! Und das ist etwas anderes, das man aber nicht vernachlässigen kann…

        Ich will einfach nur zeigen, dass man die heutige Debatte nicht losgelöst von dem, was war, betrachten darf – unsere Kritiker sind kundiger als wir, die wir über moralisches Aufplustern meist nicht hianuskommen, und werden uns fragen, wieso erst Pius X. das abschaffte, wenn die ganz Frommen nun im Genderismus den Untergang des Abendlandes vermuten.

      • Nachtrag:

        Nach meinen Informationen ist das Kastratenwesen nicht orientalisch bzw. byzantinisch, sondern schon in der Spätantke auch im italischen Raum verbreitet.

        Ob Jesus das meinte, wenn er davon sprach, dass manche von Menschen „verschnitten“ worden seien?
        In Israel war es jedenfalls nicht üblich – dann müsste er griechisch-römische Gepflogenheiten damit meinen. Und aus seiner Rede geht hervor, dass das nichts Seltenes war, dass das zölibatäre Leben aber dem sogar ähnlich ist: solche sind – laut Jesus – solche, die sich um des Himmelreiches willen selbst verschneiden!

        Einer der Kirchenväter soll sich deshalb selbst entmannt haben…

        Das alles ist eine gedankliche Gratwanderung!
        Und wie gesagt: mit markigen Stammtischparolen, und klingen sie noch so „konservativ“, kommt man hier nicht weit.

        Katholisch ist eben nicht, sich zu empören, sondern in die Tiefe zu reflektieren und die ganze, nicht nur die halbe Wahrheit zu bedenken.

        Wieder landet man bei der Erkenntnis, dass das christliche Geschlechterbild, auch das der Familie, total abweicht von allem, was der natürliche Mensch meint für richtig und natürlich halten zu sollen – aber anders als es diese postmoderne Nachäffung tut! Der Genderismus ist so etwas wie die Nachäffung des Menschen im Gnadenstand, die Nachäffung der Heilsordnung, bloß dies alles ohne das Heil in Christus!
        Wenn Katholiken nun meinen, es genügte, die alte Fluchordnung zu reproduzieren und ein wenig fromm zu garnieren, dann reicht das nicht und führt überdies in die Irre.

        Katholisch wäre, dies im Ganzen ins Licht zu heben.

      • Eunuchen gibt es in der gesamten Antike, udn das dürfte die Wurzel sein.
        Und nochmal Sie haben recht, dass alles Böse das schlechtgewordene Gute ist.
        Und wir stehen und leben in dieser gefallenen Welt und haben den Fluch auszuhalten und sogut wir es können zu lieben.
        Träume von einer besseren Welt hier auf Erden, das bringt und brachte innerkirchlich nur Unheil.
        Wie gerade Sie feststellten, kommt ja das Kastratenunwesen daher, das man versuchte den Gnadenstand, das Sein im Himmel, wo man von sich selber erlöst ist, indem man wieder ganz geworden ist, ist, wo die Sexualität, die auch zum eigenen Sein gehört, wieder heilige und rein und gut und erhoben worden, ist, wo das eigene Sein, das aus der Sexualität kommt, komplett mitsamt der Wurzel und allem anderen, das genauso verdorben ist, wie die Wurzel heil und gut gemacht worden ist, ….das man versucht hat, mit unerlaubten Mitteln, das Sein im Himmel vorweg zu nehmen…………..
        Trotzdem gehört es zum Sehnen des Menschen zu versuchen, das vorwegzunehmen, es macht seine Kultur aus.

      • Der Zölibat ist aber tatsächlich ein „Vorwegnehmen“ dieses himmlischen Lebens.

        In Christus, so schreibt der hl. Paulus, ist nicht mehr Mann und Frau, (auch nicht Jude und Grieche etc.), sondern „ihr seid einer“.

        Das ist nicht für später, sondern für jetzt formuliert. Wir stehen auch jetzt nicht mehr unter der Fluchordnung!
        Aber viele unserer Mitmenschen tun es noch – und das ist der springende Punkt. Außerdem wächst jeder von uns in diesem „Abtöten“, das wir sehr wohl jetzt vollziehen sollen (!), aus den Feigenblättern und Tierfellen der Fluchordnung heraus und lernt, alleine mit dem Gnadengewand zu leben.

        Das wäre nämlich katholisch, bloß haben wir das vergessen. In früheren Zeiten haben Heilige das teilweise bis zur irdischen Vollendung angestrebt und auch verwirklicht. Man kann das z.B. an denen sehen, die nicht verwest sind bis zum heutigen Tage (gilt aber nur für die, die sich nicht vorher, um diesen Eindruck zu erzeugen, chemisch aufgepoppt haben). Die Kirche hat dies immer als ein Phänomen des „neuen Gewandes“ betrachtet, weil bei diesen Heiligen nichts mehr zu Staub werden musste – sie sind schon bei lebendigem Leib zu Staub geworden.

        Aber wie gesagt: wir haben das vergessen, verdrängt, abgeschafft. Leider auch in konservativen Kreisen und flüchten unter den Schutzmantel der Fluchordnung, um der Nachäffung des Gnadenstandes ohne Gott etwas entgegenzusetzen.
        Die Postmoderne kennt als erstes Zeitalter keine Büßer mehr! Auch nicht mehr in den angeblich glaubenstreuen Kreisen. Abgesehen von den Geächteten, die die Herz-Marä-Sühnesamstag halten und nach wie vor am Herz-Jesu-Freitag hängen. Aber wie viel sind das?
        Es wird all unser politisches Agieren erfolglos bleiben, und wir sehen, wie sehr es erfolglos bleibt – es liegt daran, dass wir nicht mit dem Segen, sondern dem Fluch nach der Vertreibung aus dem Paradies argumentieren.

      • nur werte Frau Zeitschnur, das Unverwestheit auch als Fluch gilt, bekannt der Ritter von Kalebutz,…und es auch genug verweste Heilige gab und die einzige, die so rein war, dass sie nicht zu Staub zerfallen musste, die Gottesmutter war,l die jedoch mit Leib und Seele zum Himmel aufgefahren ist.
        Also Unverwestheit sagt gar nichts, aus, gibt es immer wieder, und in allen Kulturen.

  3. Das Dreier-Foto oben kann ich nicht einmal im Ironie-Modus „süß“ finden. Und wann und wo und wie genau im Laufe der Menschheitsgeschichte sexuelle und andere Perversionen verbreitet und womöglich sogar kulturprägend waren, mag fachwissenschaftlich von Belang sein. Ich jedenfalls brauche mich nicht in ein vergangenes kuriales Kastratenunwesen zu vertiefen, um den heutigen Gender-Wahn, der den Völkern von internationalen Organisationen aufgezwungen wird, zu verabscheuen, abzulehnen und ihm mich zu widersetzen, und sei es nur durch meine Unterschrift unter eine Petition, und warum um Himmels willen ist es „heuchlerisch“ und ein „Aufplustern“, den verschiedenen globalen Seelenverderbungsfeldzügen zu widerstehen, von denen die Menschheit heimgesucht wird. (Ohne Fragezeichen, da ich keine Antwort erwarte.)

    • Genau so ist es,wie Sie sagen.
      Das sich die Perversionen durch alle Kulturen ziehen dürfte nicht neu sein und ich behaupte mal,das alle,die hier lesen oder posten darüber annähernd Bescheid wissen.
      Allein bei der Behauptung,das wir als Christen schon auf der sicheren Seite sind, bin ich mir gar nicht so sicher.
      Die Beschreibungen des Fegefeuers durch A.K.Emmerick,die ich gerade lese, lassen einen schon schaudern und sie sah dort Menschen,die im Leben schon als „heiligmäßig“ galten!
      Also ich wäre schon froh,nicht in die Hölle zu kommen bei allem anderen bin ich mir nicht sicher und das ist auch vielleicht gut so.

      • Das sehe ich aber anders: die meisten wissen überhaupt nicht Bescheid, sondern empören sich nur moralisch und schicken sich hübsche Bildchen von hübschen Familienfotos zu, was man durchaus auch in der Kitschecke ablegen könnte.

        Die „meisten“ wissen nicht, was anderswo und im eigenen Stall abgeht und abgegangen ist!

        Ich kann Euch alle nur warnen: irgendwann halten uns wieder mal die Nichtkatholiken den Spiegel unserer ganzen unter den Teppich gekehrten Sünden vor – wie bei den Missbrauchsskandalen.

        Wollen wir wirklich in jedes offene Messer laufen und nicht lieber selber so ehrlich sein und die entscheidenden Fragen selbst stellen: schonungslos und in der Absicht, wirklich katholische Antworten zu finden und nicht eine paralle katholische Kitschwelt zu zeichnen?

        Im übrigen: ich habe eine Familie und das seit bald 20 Jahren. Und ich bin dankbar, dies nach wie vor leben zu dürfen mit demselben Mann und auch denselben Verwandten von beiden Seiten! Mit Bildchen ist es da allerdings nicht getan! Familie ist eben nun mal kein Lore-Roamn wie dieses Dreier-Kitsch-Teil, für das es ganz sicher KEINE ebenso kitschigen Familien-Parallelen gibt! Und eine Familie ist nicht deswegen besser, weil das so nierenreizend viel „schöner“ AUSSIEHT. Himmel!
        Familie ist harte Arbeit – nichts für schwache Gemüter.

        Aber am Ende heißt es doch, dass im Himmel nicht mehr geheiratet wird, und der Apostel Paulus schrieb, er wollte, alle wären wie er zölibatär. Und: wer verheiratet sei, solle sich so halten wie jemand, der nicht verheiratet sei!

        Das ist jedenfalls die biblische Richtung.

  4. @ Leo Lämmlein

    Wer postet muss sich auch Antwort gefallen lassen…
    Was Sie persönloch zu brauchen meinen oder nicht, ist leider zu kurz gegriffen. Es geht nämlich – uach wenn es hart ist, das zu sagen – nicht um Sie. Auch nicht um mich!
    Die Welt um uns herum fragt uns nach den Realitäten – auch den eigenen in der Kirche. Und will nicht verschaukelt werden mit moralinsaurem Getöse, hinter dem sorgsam die eigene Sünde der Vergangenheit versteckt wird.
    Und das Unter-den-Teppich-Kehren der Realitäten, nur um sich ideologisch wieder okay zu fühlen, löst in den Nichtkatholiken nur Brechreiz aus.
    Ich kennen so viele Protestanten, die deshalb sagen, Katholiken seine Heuchler und Hintertupfer.
    Nein, Verehrter Leo Lämmlein, denen liefere ich nicht auch noch freiwillig Kanonenfutter!
    Außerdem ist es eine Frage der Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit. Für Sie nur eine „fachwissenschaftliche“ Debatte?

    Am wesentlichsten aber ist die Gratwanderung zwischen einem angeblichen „Naturrecht“ in dieser Frage und der Tatsache, dass es vielleicht in dem Punkt keines gibt, sondern nur die Heilsordnung, die von diesem „gefühlten“ Naturrecht erheblich abweicht!

    Sie mögen ja irgendwas unterschreiben – die Frage ist aber, was das bringt und ob es überzeugen kann.
    Ein wenig sollten wir uns schon den historischen Fragen stellen und nicht oben den Kopf in den Sand tunken und unten kräftig mit den Füßen scharren, stets im Wahn, wie der Pharisäer, von sich sagen zu können, immerhin nicht so zu sein sein, wie der Zöllner da hinten.

    Nein: die Wahrheit ist stets ein Ganzes und blendet das Unangenehme nicht einfach bloß aus!

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