Offener Brief einer besorgten amerikanischen Katholikin an Papst Franziskus

Papst Franziskus Offener Brief einer besorgten Katholikin
Papst Franziskus: Offener Brief einer besorgten Katholikin

(Washington/Rom) Die amerikanische Katholikin Maike Hickson verfaßte einen Brief an Papst Franziskus, den sie Katholisches.info zur Verfügung stellte. Der mit ehrlicher Liebe für die Kirche verfaßte Brief zeigt die gefährlichen geistlichen und sozialen Gefahren auf, die durch die „Öffnungen“ drohen, mit denen die Unauflöslichkeit der Ehe in Frage gestellt werden. Sie liefert dabei grundlegende Überlegungen zum Verständnis von Sünde. Sie betont die Notwendigkeit, an zwei Fronten zu kämpfen. Einerseits nicht darin nachzulassen Zeugnis für die Wahrheit abzulegen und sich gleichzeitig nicht entmutigen zu lassen, sondern die Rüstung des Gebets anzulegen und sich besonders des Rosenkranzes zu bedienen, bis der Herr die nötige Hilfe zukommen läßt, den Glauben bestärkt und die Hirten erleuchtet.

Die in Deutschland geborene promovierte Akademikerin, studierte Geschichte und Französische Literatur. Nach mehreren Jahren in der Schweiz heiratete sie den amerikanischen Historiker und Kulturwissenschaftler Robert Hickson, der als Professor für Strategic and Cultural Studies an verschiedenen universitären Einrichtungen des amerikanischen Verteidigungsministeriums lehrte. Das Ehepaar hat zwei Kinder und lebt in den USA. Maike Hickson publizierte bereits in zahlreichen Wochen- und Monatszeitschriften.

  1. Dezember 2014

Ein Schrei des Herzens einer Konvertitin

„Lieber Chefredakteur, lieber Riccardo, warum schreibe ich Dir diese ganzen Dinge? Weil ich heute nacht nicht schlafen konnte. Und weil ich verstehen will – und ich richte diese Frage an die Leser der Bussola – was noch in dieser Kirche passieren muß, damit die Katholiken aufstehen, sich endlich erheben. Damit sie sich erheben und von den Dächern ihre ganze Empörung hinausschreien.
Achtung: ich wende mich an die einzelnen Katholiken, nicht an die Vereinigungen, die Kreise, Zirkel, Bewegungen oder irgendwelche Sekten, die seit Jahren versuchen im Namen anderer die Gehirne der Katholiken zu verwalten, indem sie den Adepten die Linie vorgeben. Sie alle scheinen mir unter Aufsicht gestellt, als wären sie minus habens, fremdgesteuert von mehr oder weniger charismatischen und mehr oder weniger vertrauenswürdigen Figuren. Nein: ich richte meinen Appell an das Gewissen jedes Einzelnen, an ihr Herz, an ihren Glauben, an ihre Lebendigkeit, bevor es zu spät ist.“ (Offener Brief von Mario Palmaro an Riccardo Cascioli, Schriftleiter der Nuova Bussola Quotidiana v. 8. Januar 2014)

Lieber Heiliger Vater,

mit der Besorgnis des Herzens habe ich mich entschlossen, diesen offenen und ehrlichen Brief zu schreiben. Ich werde über Dinge sprechen, die ich unter normalen Bedingungen nie öffentlich gemacht hätte. Ich tue es, oder möchte es jedenfalls tun, für das Wohl der Kirche, zur größeren Ehre Gottes und zum Heil der Menschen. Sie können darüber urteilen.

Vergangene Nacht konnte ich nicht schlafen. Die Lage der Heiligen Mutter Kirche besorgt mich. Im Laufe des Jahres 2014, besonders durch Ihre öffentliche Wertschätzung für den Vorschlag von Kardinal Walter Kasper, daß die „wiederverheirateten“ Geschiedenen die heilige Kommunion empfangen können, haben Sie, Heiliger Vater, die Tür zu viel Verwirrung bezüglich der Moral der Katholischen Kirche und zu viel Leichtsinn durch die kirchliche Hierarchie aufgetan.

Einige Erklärungen bei der Bischofssynode über die Familie im Oktober 2014 haben diese Verwirrung noch verschärft. Im Dezember 2014 haben Sie selbst in einem Interview mit La Nacion eine laxe Haltung der Kirche gegenüber jenen empfohlen, die außerhalb der Kirche nach einer Scheidung geheiratet haben, indem Sie sagten: „Nur die Kommunion ist nicht die Lösung. Die Lösung ist die Integration“. Es scheint, daß es Ihre Absicht ist, daß diese nicht nur die heilige Kommunion empfangen können, sondern auch am kirchlichen Leben als Lektoren oder Taufpaten der Kinder teilnehmen sollen.

Diese Haltung hieße die Sünde zu ignorieren oder aufzuwiegen oder sogar nachzulassen. Damit würde die Unterscheidung zwischen jenen verwischt, die im Stand der heiligmachenden Gnade leben, die Gott so wohlgefällig ist, weil seine Gebote und Ratschläge befolgt werden, und jenen, die objektiv im Stand der Sünde leben und daher Gott mißfallen wegen der mangelnden Beachtung des Gesetzes und der Weisheit Gottes. Ein solcher Weg würde zur Anarchie und zur Zerstörung der moralischen Fundamente der Katholischen Kirche führen. Man käme schnell zur Regel eines „Alles ist erlaubt“.

Wenn die „wiederverheirateten“ Paare die heilige Kommunion empfangen können, warum soll es dann nicht auch jeder andere Sünder tun können, der sich ebenso weigert, zu bereuen und Buße zu tun? Ein chronischer Säufer, ein Ehemann, der regelmäßig seine Frau schlägt, ein Gewohnheitsverbrecher, oder eine Frau, die ihr Kind im Mutterleib getötet hat und keineswegs bereut? Warum sollte irgendein Katholik noch auf die Gesetze der Kirche hören und ihnen folgen, wenn es keinerlei moralische Disziplinarmaßnahme gegen ihn gibt?

Und wie steht es selbst mit Worten von Jesus Christus? Haben Sie keine Bedeutung mehr? Eine Änderung des katholischen Gesetzes über den Ehebruch hieße, Christus selbst herauszufordern. Der Einladung von Mario Palmaro folgend widersetze auch ich mich öffentlich der Richtung, in die Sie die Kirche, wie es scheint, führen wollen.

Lassen Sie mich erklären, warum.

Ich habe mich vor zehn Jahren bekehrt. Ich wurde 1972 geboren, bin in Deutschland aufgewachsen und lebe nun in den USA. Ich habe eine Welt verlassen, die immer stärker versucht, in das Leben der Katholischen Kirche einzudringen, es umzustürzen, um nicht zu sagen, zu durchdringen. Eine Welt, der Sie, wie es scheint, sich nun unterwerfen und die sie unterstützen. Ich bin ohne Glauben aufgewachsen in einer zerstörten Familie, in einer Welt von Zusammenleben, Abtreibungen, Scheidungen und Egoismus. Ich kannte nicht einmal die Zehn Gebote. Erst recht habe ich sie nicht gelebt. Ich hatte weder eine gesunde Familie, die mir eine starke Identität geben konnte, noch eine sichere Zuflucht oder eine moralische Führung. Dieser Lebensstil führte mich in eine Sackgasse und in die Depression. Als ich meinen künftigen Ehemann kennenlernte, war es, als würde zum ersten Mal Christus in mein Herz eintreten, langsam aber kontinuierlich.

Es gab zwei sehr wichtige Aspekte des kirchlichen Lebens, die für mich Gnadenflüsse waren und durch die ich sehr stark von ihr angezogen wurde, und das geschah bevor ich einen wirklichen übernatürlichen Glauben hatte. Das war an erster Stelle die wunderschöne überlieferte Liturgie, die Messe und das gesungene Stundengebet mit seinen Gregorianischen Gesängen. Und zweitens, gerade die Morallehre der Kirche mit ihrem vollkommenen Verständnis und der Wahrheit über die menschliche Natur.

Da ich ein zügelloses Leben ohne Rücksicht auf die Sünde oder irgendeine tiefergehende Treue geführt hatte, wurde mir nun bewußt, daß dieser Weg nur zur Entmutigung und zum radikalen Pessimums gegenüber jeder Form von tragender und dauerhafter Liebe oder jedweder beständigen Lebensweise führt. Als ich zum Beispiel die Morallehre der Kirche über die Keuschheit und ihre Bedeutung vor der Ehe studierte und auch die Unauflöslichkeit des sakramentalen Versprechens, wurde mir die darin liegende Wahrheit bewußt, wenn auch damals noch nach einem natürlichem Verständnis.

Die Morallehre der katholischen Kirche ist ein Balsam zur Heilung für alle Seelen, die im Stolz, in der Sinnlichkeit, in der Unehrlichkeit und der Verachtung für das Wohl ihrer eigenen Kinder verloren sind. Dieser Egoismus, der dazu führt, einen geliebten Gefährten zu verlassen und zu einer anderen Person zu wechseln, sobald etwas nicht paßt, indem man das Bedürfnis und den Wunsch der Kinder, die man in der vorigen Verbindung hatte, nach einem eigenen sicheren und stabilen Zuhause, ist auch für die Seelen schädlich, die diese egoistischen Handlungen begehen und darin verharren. Wenn sie auf diese Weise sündigen, sind sie immer weniger frei. Die Sünde ist nicht gut für den Menschen. Das ist es, was ich Stück für Stück verstanden habe. Ich habe verstanden, daß nur dann, wenn man vor der Ehe keusch bleibt und sich von einer vorzeitigen physischen Bindung an eine liebe Person fernhält, und nur dann, wenn man ein klares Bewußtsein dafür hat, eine Verpflichtung für das ganze Leben einzugehen, wenn man heiratet, nur dann wird es mit Hilfe der Gnade eine wohl vorbereitete Verbindung um dauerhaft zu sein. Das Gewissen muß geschult werden, um vorbereitet zu sein und zu wissen, daß es in einer Ehe, trotz aller Probleme, die auftreten können, immer einen Weg gibt, „in guten wie in schlechten Tagen“ zusammenzubleiben.

Ich habe auch verstanden, da ich zuvor eine eifrige Studentin der neopelagianischen Aufklärung des 18. Jahrhunderts war, daß wir Menschen nicht nur abstrakte Ideale brauchen, sondern auch klare Hinweise, wie wir ein gutes und auch besseres Leben führen können. Es genügt nicht von der Schönheit des Menschseins zu sprechen, von der Brüderlichkeit, der Liebe und so weiter. Man muß wissen, wie man konkret diese Ziele erreichen kann. Die Kirche existiert, um uns anzuleiten und um über unsere gefallene Natur mit ihren sündhaften Neigungen und ihrer starken Neigung zum Egoismus und der Verzweiflung hinauszuheben.

Mein persönliches Leben ist ein Zeugnis dafür. Die Kirche mit ihren Vorschriften und Ratschlägen hat mich aus dem Dreck der Sünde und des Egoismus herausgezogen. Und nun, Heiliger Vater, scheint es, daß Sie die Kirche genau in diesen Dreck hineinziehen wollen. Sie sagen zum Sünder, daß das, was er ist und was er tut, trotz allem gut so ist, wie es ist. Sie erheben uns nicht zum höheren Vorbild Christi, wie es die Kirche als Lehrmeisterin der Völker immer getan hat. Sie lassen uns dort, wo wir sind, bestärken oder beruhigen uns sogar in unserer Sünde. Darin liegt die Grausamkeit der Gefühlsduselei, die keine wirkliche Barmherzigkeit ist!

Eine Laxheit gegenüber den Geboten und Ratschlägen Gottes führt nur zu mehr Sünde. Das ist es, was wir an uns selbst erlebt haben, wir, die Kinder der 68er-Kulturrevolution in Deutschland. Sie haben uns erlaubt, schrankenlos im Dreck zu spielen, und unserer Befriedigung und Trägheit zu frönen. Die Folge war die Unmenschlichkeit. Viele Eltern und Lehrer wollten ihre Kinder nicht mehr strafen, wenn sich diese schlecht verhielten. Folglich haben sie das Auftreten unmoralischer und unmenschlicher Verhaltensweisen gefördert. Ich selbst war Zeugin der Auswirkungen dieser antiautoritären Erziehung an der Schule, als ein Mädchen meiner Klasse von ihren Mitschülern aus dem einzigen Grund belästigt wurde, weil sie eine gute Schülerin sein wollte. Der Lehrer in seiner Laxheit hat sich diesem Verhalten nicht widersetzt, so daß das Mädchen bald darauf die Schule verlassen mußte.

Hier aber geht es um weit mehr, nämlich um die Frage nach den Seelen und ihre Rettung. Helfen Sie als Oberhaupt der Kirche den Seelen dabei in den Himmel zu kommen, indem Sie sie in ihrer Sünde bestärken? Hat das der Heilige Ignatius von Loyola seinen Jesuiten gelehrt? Ist es nützlich, wenn Sie die Dinge vage und zweideutig, unklar, wirr und mißverständlich machen? Wie viele Paare, die lange um ihre Ehe gerungen haben, aber dank der unverkürzten Lehre und Wahrheit Christi treu zusammengeblieben sind, werden nach Ihren jüngsten Worten und nach einigen Erklärungen der Bischofssynode nun in die Laxheit abgleiten und ihre Ehe aufgeben, indem sie denken, daß es für sie nun ja letztlich eine „zweite Möglichkeit“ gibt? Was wird geschehen, wenn Sie jemanden einer momentanen Verzweiflung entreißen, aber zur Anmaßung verleiten, die zusammen mit der Verzweiflung eine der beiden Hauptsünden gegen die Tugend der Hoffnung ist? Sie werden sich eines Tages für jede dieser Seelen vor Gott verantworten müssen, und ich bitte Sie, darüber nachzudenken, was ich Ihnen zu sagen versuche. Ich kann Ihnen sagen, daß ihre Vorgehensweise zu keinem guten Ergebnis führt. Nur die Aufforderung zur Umkehr und der klare Hinweis, wie diese geschieht und wie man in ihr bleibt nach dem Beispiel des heiligen Johannes dem Täufer, wird die Seelen in den Himmel führen. Man darf den Sünder nicht in der Sünde unterstützen, sondern muß ihn wiederaufrichten und ihn aus der Sünde herausführen! Das ist es, was ein guter katholischer Priester mit mir getan hat und wofür ich Ihm und der heiligen Kirche immer dankbar sein werde.

Ich bitte Sie, Heiliger Vater, die Welt ob ihrer Sünden zu ermahnen, eine Welt, die in so viel Unmenschlichkeit eingetaucht ist, weil sie weder Unterweisung noch eine Mutter hat, die sie an die Gesetze Gottes erinnert und sie manchmal auch tadelt. Die Gesetze Gottes sind gut für uns! Sie zeigen der sündigen Welt, wie sie besser werden kann. Sie zeigen allen zusammenlebenden und geschiedenen Menschen, wie sie treu werden können. Treu ihrem Ehepartner und vor allem, vor Gott, treu ihren Kindern. Sie erlauben es uns nicht, weiter zu zerbrechen, was zerbrochen wurde, sondern helfen uns, es zu reparieren und zu heilen.

Es gilt die Eltern zu ermahnen, ihren Egoismus zu zügeln und zuerst an ihre Kinder zu denken und an deren höheres Wohl. Die Scheidung ist der Tod der Seele eines kleinen, verwundbaren Kindes, seiner Hoffnungen, seiner Sicherheiten und seiner Gefühle. Ich spreche aus Erfahrung. Jetzt aber spreche ich auch als Mutter. Wie können Sie von uns erwarten, daß ich und mein Mann unseren Kindern die Zehn Gebote lehren und daß wir wirklich unsere Sünden bereuen, wenn wir beichten, wenn die Kirche gleichzeitig bald jenen, die sich offen den Gesetzen Gottes widersetzen und darin beharren, die heilige Kommunion gewährt ?

Richten Sie uns Sünder alle auf. Rufen Sie uns zur Heiligkeit, einer Heiligkeit, die in einer tiefen Liebe für Christus und seine Mutter gründet, und geben Sie uns klare Anweisungen zu dem, was gut und besser ist. Abschließend zitiere ich Mario Palmaro, dessen Aufforderung zu offenem Widerstand ich mit diesem Brief folge und dessen Protest vor seinem Tod mein Herz und das Herz vieler anderer berührt hat.

„Der Umstand, daß ein Papst den Leuten ‚gefällt‘ ist in der zweitausendjährigen Logik der Kirche völlig irrelevant: Der Papst ist der Stellvertreter Christi auf Erden und muß Unserem Herrn gefallen. Das bedeutet, daß die Ausübung seiner Vollmacht nicht absolut, sondern der Lehre Christi untergeordnet ist, die sich in der katholischen Kirche findet, in ihrer Tradition, und vom Gnadenleben durch die Sakramente gespeist ist.“

Ich bete für Sie, Heiliger Vater, jeden Tag. Gleichzeitig muß ich in diesem Tal der Tränen den treuen Worten von Mario Palmaro Glauben schenken:

„In irgendeinem kleinen, abgelegenen Kirchlein wird es immer einen Priester geben, der heilig das Meßopfer zelebriert, in irgendeiner kleinen Wohnung wird es immer eine einsame alte Frau geben, die mit unerschütterlichem Glauben den Rosenkranz betet, und in irgendeinem verborgenen Winkel wird es immer eine Ordensschwester geben, die für ein Kind sorgt, dessen Leben von allen als wertlos betrachtet wird. Auch wenn alles verloren zu sein scheint, strahlt die Kirche, die Stadt Gottes weiter ihr Licht auf jene der Menschen aus.“

Heiliger Vater, ich bitte Sie, damit das Licht des Glaubens und der Liebe Gottes in die Welt strahlt, der Welt die Wahrheit zu sagen, daß sich Teile der Schöpfung im Aufstand gegen Gott befinden, und der Welt aufzuzeigen, wo sie irrt, und das auch auf die Gefahr hin zu tun, Ihre derzeitige Popularität und Ihren vermeintlich guten Ruf in der Welt zu verlieren. Die Welt braucht das ganze Zeugnis der katholischen Kirche heute mehr denn je, wie es scheint. Kompromißlos und mit der ganzen Wahrheit. Dann werden sie auch viel Vertrauen bekommen, eine größere erzieherische Autorität und wirklichen Respekt.

Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Asianews

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7 Comments

  1. Danke an Frau Maike Hickson und die Redaktion.
    Ein mutiger, ehrlicher Brief, der an den anderen Brief von Frau Lucrecia Rego de Planas vom 23.9.2013 erinnert (http://www.katholisches.info/2013/10/21/er-liebt-es-von-allen-geliebt-zu-werden-dramatischer-brief-einer-katholikin-an-papst-franziskus/).
    Damals, vor anderthalb Jahren, konnten Optimisten noch auf Besserung hoffen.
    Heute muss man fürchten, dass Frau Hicksons Satz „Das war an erster Stelle die wunderschöne überlieferte Liturgie, die Messe und das gesungene Stundengebet mit seinen Gregorianischen Gesängen“ – dass ein solcher Satz zu Maßnahmen gegen die Gregorianik führen kann… (Ach ich weiß, das war ätzend. Aber ist die Realität nicht noch ätzender?)
    Beten wir um ein Bekehrungswunder!

    • Danke Ihnen für den Einwurf und die Erinnerung, dass es wirklich schon eineinhalb Jahre her ist, seitdem Frau Rego de Planas ihren Brief an Papst Franziskus veröffentlicht hat. Eine Reaktion von F. darauf war für mich in keiner Weise wahrnehmbar, im Gegenteil.
      Jetzt sollte klar sein, dass es eine Aussicht auf Besserung nicht mehr gibt und nie wirklich gab, was die Amtsführung von Papst Franziskus angeht.
      Bei aller gegebenen Freiheit, die jeder Papst in gewissem Maße hat und bei aller gebotenen Nächstenliebe oder Respekt gegenüber dem Papst bzw Papstamt als solchem, muss uns doch die Zeit nun endlich klug gemacht haben.
      Es wäre hilfreich, eine Chronologie aufzustellen bezüglich der vielen Ungereimtheiten und ungewöhnlichen Vorkommnisse die das Pontifikat von Papst Franziskus bisher mit sich gebracht hat. In Zeiten des, salopp gesagt, kollektiven Gedächtnisschwunds(durch Informationsüberangebot und Reizüberflutung) würde das eine Beurteilung erheblich erleichtern.
      Der Brief von Maike Hickson wird im Vatikan wohl kaum Beachtung finden, so wie alle bisherigen Versuche, Papst Franziskus einen guten Rat zu geben.
      Wer sich an die Glaubenslehre der katholischen Kirche hält, der irrt nie. Wie sagte doch Jesus (Mt 24,35) „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen“. In diesem Sinne.

  2. Dank an Maike Hickson für diesen Brief der so vieles anspricht, was uns Katholiken auf der Seele brennt.

  3. Diesen Brief könnte ich,Zeile für Zeile unterschreiben,denn mir erging es ähnlich wie der Schreiberin.
    Allerdings befürchte ich,das diese so gut gemeinten Briefe ins Leere zielen,da bin ich wohl schon einen Schritt weiter als die Schreiberinnen.
    Der Adressat wird sie entweder achtlos beiseite legen oder,was vielleicht noch schlimmer ist,hämisch grinsen.
    Aber zum Telefonhörer wird er,mit Sicherheit,nicht greifen !

    • Nicht aufgeben liebe Zeitschnur! Leute von Ihrem intellektuellen Format sollten auch solche Briefe schreiben …

      Sie haben mir schon mehrfach vorgeworfen, Dinge, die ich für die Tradition halte (FSSPX, FSSP) zu positiv zu sehen bzw. ein Träumer zu sein… alles Große beginnt doch mit einem Traum und jeder Traum mit einem Träumer… wenn dann noch das Gebet dazu kommt, wer weiß!

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