Traditionalisten küren Papst Franziskus zum Mann des Jahres. Aber es ist nicht, wonach es klingt!

The Remnant kürt Papst Franziskus zum etwa anderen "Mann
The Remnant kürt Papst Franziskus zum etwa anderen „Mann des Jahres“

(Washington) Der folgende Artikel wurde von der traditionsverbundenen, in den Vereinigten Staaten erscheinenden Zeitung „The Remnant“ veröffentlicht. Katholisches.info bietet Ihnen, liebe Leser, die deutsche Übersetzung. Weiterführende Links als Belege der „Errungenschaften“ von Papst Franziskus (in englischer Sprache) finden sich auf der Internetseite von „The Remnant“.

von Christopher A. Ferrara

Der Titel „Mann des Jahres“, der von den Massenmedien einer gender-neutralen „Person des Jahres“ verliehen wird, reflektiert die Wirkung, die eine öffentliche Figur auf die Weltereignisse des vorangegangenen Jahres hatte. Insofern war es ganz verständlich, sogar vorhersehbar, dass „Time“, das führende Nachrichtenmagazin der Welt, und „The Advocate“, die namhafteste homosexualistische Publikation der Welt, Papst Franziskus 2013 zur „Person des Jahres“ ernannten.

Die Welt versteht, auch wenn die meisten Katholiken es vergessen haben, dass die katholische Kirche die letzte Schranke gegen die tödliche zivilisatorische Apostasie ist, an der die Machthaber seit fast drei Jahrhunderten gearbeitet haben. In den beim Publikum ankommenden Worten, Gesten und öffentlichen Auftritten, welche Papst Franziskus beinahe täglich anbietet und welche die Medien prompt zum Nachteil seiner Vorgänger und des Images der Kirche herausposaunen, sehen die Macher der Weltmeinung ihre letzte, beste Gelegenheit, die Kirche endgültig außer Dienst zu stellen. Die Medien erkennen, dass dieser Papst – was immer seine Intentionen – so spricht, als wäre er entschlossen, die kirchliche Selbstzerstörung zu vollenden – per impossibile –, die von Paul VI. zu spät inmitten der katastrophal törichten „Öffnung zur Welt“ des Zweiten Vatikanischen Konzils beklagt wurde.

Papst Franziskus setzt sich auf Petersplatz Clownnase auf
Papst Franziskus setzt sich auf Petersplatz Clownnase auf

Aus der traditionellen katholischen Perspektive dieser Zeitung indes ist Papst Franziskus der Mann des Jahres aus einem anderen Grund: den unbeabsichtigten Konsequenzen seines zunehmend besorgniserregenden Pontifikats. Das heißt, der „Franziskus-Effekt“ macht endlich vielen Katholiken außerhalb traditionalistischer Kreise die schreckliche Realität der nachkonziliaren Revolution in der Kirche bewusst und konfrontiert sie mit einer Krise, welche die „Normalisten“ nicht länger hinter ihren gewöhnlichen schwachen Interpretationen von Ereignissen verbergen können. Dieses Erwachen ist verkörpert durch die beißenden Kommentare einer zurecht aufgebrachten katholischen Frau, Konvertitin und Romanautorin, angesichts der bevorstehenden Enzyklika von Franziskus zum „Klimawandel“, die von den Medien bereits als der nächste Fortschritt der „Franziskus-Revolution“ begrüßt wird. Unter dem Titel „Ich bin beunruhigt“ schreibt sie:

Ich bedauere, dass der gegenwärtige Heilige Vater so kraftvoll über Themen spricht, von denen niemand erwartet, er kenne sie besser als jeder andere. Was sein volkstümliches Image betrifft, so ist es mir ziemlich egal, welche Farbe seine Schuhe haben, in welcher Art von Auto er sich fortbewegt oder wo er entscheidet, seinen Haushalt einzurichten. […] Nichts ist verführerischer als Schmeichelei und Applaus, besonders von einer launischen und sensationshungrigen Presse, und nichts ist fataler für unsere Seelen als Eitelkeit. […] Ich vermute, „Enzykliken“ zu anderen Themen können überall geschrieben werden, solange man Schuhe in politisch korrekter Farbe trägt.

Wie diese Gedanken andeuten, stellt sich Franziskus’ wesentlichste Wirkung nicht heraus als das, was von der Welt beklatscht wird, sondern als seine ungewollte Demonstration dessen, dass die Revolution zu weit gegangen ist, dass es Zeit ist, zu dem Punkt zurückzukehren, an dem das menschliche Element der Kirche vom Pfad der Tradition abgewichen ist, um einer eingebildeten „Erneuerung“ nachzugehen, und dass derzeit nichts drängender ist als eine Wiederentdeckung von alledem, was während eines verderblichen Experiments der Neuartigkeit aufgegeben wurde, welches Franziskus bis zum bitteren Ende zu verfolgen gewillt scheint – gemäß dem „Traum“, den er in seinem persönlichen Manifest „Evangelii Gaudium“ artikulierte:

Ich träume von einer missionarischen Entscheidung, die fähig ist, alles zu verwandeln, damit die Gewohnheiten, die Stile, die Zeitpläne, der Sprachgebrauch und jede kirchliche Struktur ein Kanal werden, der mehr der Evangelisierung der heutigen Welt als der Selbstbewahrung dient.

Päpstliche Verneigung vor der Königin von Jordanien
Päpstliche Verneigung vor der Königin von Jordanien

Es ist dieser grenzenlose Progressivismus – anscheinend unbehindert durch jegliche Ehrfurcht für das, was die Kirche in ihrer „Arbeitsweise“ durch die Jahrhunderte überliefert hat –, der für den „Franziskus-Effekt“ verantwortlich ist, der ihm die endlose Bewunderung der Welt eingetragen hat. In weniger als zwei Jahren haben wir bereits die folgenden „Errungenschaften“ des bergoglianischen Pontifikats erlebt:

  • eine beispiellose Geringschätzung traditioneller Gewänder, Bräuche und des Protokolls des Papsttums, mit dem Ergebnis, dass die Medien Franziskus’ „Demut“ verherrlichen zum Nachteil all seiner Vorgänger, einschließlich kanonisierter Heiliger, die diesen Traditionen als der Sakralität des Amtes des Stellvertreters Christi geschuldet die Ehre erwiesen haben;
  • weitere demonstrative Zurschaustellungen von „Demut“, stets direkt vor den Kameras (Essen mit den Mitarbeitern des Vatikans in der Cafeteria, „Selfies“ mit Leuten in der Menge, Busfahrt zu den jährlichen Exerzitien, das Tragen der eigenen schwarzen Tasche in das gecharterte Flugzeug, etc.), welche die Medien zusätzlich als nachteilige Darstellung über vorherige Päpste ausnutzen;
  • Perversion des traditionellen mandatum am Gründonnerstag, die der Einsetzung des Priestertums und der Eucharistie bei der ersten Messe, die von unserem Herrn gefeiert wurde, gedenkt, da er die Füße von Nichtkatholiken – einschließlich muslimischer Frauen – wusch und küsste, und so eine heilige Tradition degradierte, indem er sie seinem persönlichen Wunsch unterordnete, „Demut“ auf neue Art zur Schau zu stellen;
  • die berühmt-berüchtigte Erklärung „Wer bin ich, darüber zu urteilen?“ angesichts homosexueller Personen im katholischen Priestertum, die für den Eindruck einer beispiellosen neuen „Offenheit“ gegenüber homosexuellen Personen in der Kirche sorgte, und der er bis jetzt nichts entgegensetzte, sondern die er im Gegenteil weiter kultiviert hat, wie man bei der Synode zur „Familie“ sah, die er kontrollierte;
  • zahllose skandalös verwirrende und heterodoxe Interviews und Unterhaltungen mit Journalisten, einschließlich des doktrinären Atheisten Eugenio Scalfari, das vom vatikanischen Verlag kürzlich mit der Zustimmung von Franziskus in Buchform veröffentlicht wurde und so alle Versuche seiner Apologeten widerlegte, zu argumentieren, er sei falsch zitiert oder falsch verstanden worden;
  • ein anhaltender Missbrauch der Heiligen Schrift während seiner täglichen „Meditationen“ im Casa Santa Marta: Christus gibt nur vor, mit seinen Jüngern zu zürnen; Maria habe, als ihr Sohn gekreuzigt wurde, vielleicht sagen wollen: „Lügen! Ich wurde betrogen!“; die Pharisäer waren „Rigoristen“ in Sachen Ehe (wo unser Herr sie doch in Wirklichkeit zurückwies, weil sie lax waren); Matthäus hielt an seinem Geld fest, als Christus ihn berief (wobei er ihm in Wirklichkeit sofort nachfolgte); das Evangelium ist lediglich eine „Reflektion“ über die „Gesten“ Christi und die Kirche in ihren Werken leiblicher Barmherzigkeit, und die Kirche „erteilt keine Lektionen über Liebe, über Barmherzigkeit“; Paulus habe erklärt, „Ich rühme mich nur meiner Sünden“ (wenn er sich in Wirklichkeit nur seiner Schwachheit rühmte, nicht seiner Vergehen gegen Gott); etc.
  • Päpstlicher Handkuß für antiklerikalen Priester und Homo-Aktivisten
    Päpstlicher Handkuß für Priester mit „antiklerikalem Credo“ und Engagement für „Homo-Rechte“

    konstante öffentliche Angriffe gegen Gläubige, die Franziskus beschuldigt, „sich den anderen überlegen [zu] fühlen, weil sie bestimmte Normen einhalten oder weil sie einem gewissen katholischen Stil der Vergangenheit unerschütterlich treu sind“, „in übertriebener Weise die Sicherheit in der Lehre“ zu suchen, „eine ostentative Pflege der Liturgie, der Lehre und des Ansehens der Kirche“ im Sinn zu haben, und „eine vermeintliche doktrinelle oder disziplinarische Sicherheit“ zu zeigen, „die Anlass gibt zu einem narzisstischen und autoritären Elitebewusstsein“ – so verkennt er auf unüberlegte Weise die Motive traditioneller römischer Katholiken, die den zweitausendjährigen Glauben ihrer Väter praktizieren;

  • eine offene Verachtung der traditionellen Liturgie der Kirche, die Franziskus als „eine Art Mode“ ablehnt, von der gewisse Leute „abhängig“ sind;
  • die brutale Zerschlagung der Franziskaner der Immakulata wegen ihrer zunehmenden Verbundenheit mit der traditionellen lateinischen Messe und ihrer „jedenfalls traditionalistischen“ Richtung, und das Anvisieren der Franziskanerinnen der Immakulata für ein ähnliches Schicksal unter dem Deckmantel einer vollkommen ungerechtfertigten „Apostolischen Visitation“ durch modernistische Nonnen;
  • die warme Begrüßung protestantischer Geistlicher und Fernsehprediger als „Brüder“, an deren Bekehrung Franziskus „nicht interessiert“ zu sein erklärt, obwohl sie Millionen Schafe aus der katholischen Herde stehlen, die ihm anvertraut wurde, wie sie es in ganz Lateinamerika getan haben, das immer weniger katholisch ist;
  • die frappierende Erklärung, es sei „Sünde gegen den Willen Christi“, sich auf die Unterschiede in der Lehre der Kirche zu den Protestanten zu fokussieren, denn „die Taufe, die wir teilen, ist wichtiger als unsere Unterschiede“ – so verwirft er praktisch jede Lehre des Magisteriums und die unfehlbaren Anathemata der Kirche gegen die Irrtümer Luthers und anderer protestantischer Sekten;
  • eine sture Verteidigung des Islams, der gesamten Geschichte der durch ihn erfolgten Christenverfolgung entgegen, die bis heute andauert, einschließlich Franziskus’ Erklärung in „Evangelii Gaudium“, „der wahre Islam und eine angemessene Interpretation des Korans stehen jeder Gewalt entgegen“ – eine Behauptung, die zu machen er absolut keine Kompetenz hat;
  • eine Verteidigung des Islam gegen die gut begründete Behauptung, er befürworte an sich Gewalt gegen „Ungläubige“: „Das kann man einfach nicht sagen, wie man auch nicht sagen kann, dass alle Christen Fundamentalisten sind. Wir haben unseren eigenen Anteil [an Fundamentalisten]. Alle Religionen haben diese kleinen Gruppen“ – so suggeriert er, dass römisch-katholische Traditionalisten oder protestantische Bibelverfechter auf einer Stufe mit muslimischen Fanatikern stehen, die morden, vergewaltigen und zahllose andere Akte der Gewalt und Verfolgung gegen Christen begehen oder sie regelmäßig zum Tod verurteilen für „Blasphemie“ oder „Apostasie“, gemäß den etablierten juristischen Systemen muslimischer Länder;
  • die Einladung, in den vatikanischen Gärten „für den Frieden zu beten“ an einen muslimischen Imam, der, den Koran im Beisein von Franziskus zitierend, Allah anrief, er „möge uns zum Sieg gegen die Ungläubigen verhelfen“ (also Nichtmuslime), worauf Gewalt in massivem Ausmaß im arabisch-israelischen Konflikt ausbrach sowie die barbarische muslimische Christenverfolgung durch Muslime in verschiedenen Ländern;
  • das lächerliche „Fußballspiel für den Frieden“, persönlich arrangiert von Franziskus, bei dem „gay pride“-Flaggen zu sehen waren und eine obszön gekleidete, herumwirbelnde argentinische jugendliche Pop-Diva die Hymne „Imagine“ von John Lennon sang, die zu einem Ende aller Religion aufruft, während eine Gruppe von Kindern sie umringte und bewundernd einherschaute;
  • das Gebet neben einem muslimischen Imam in der Blauen Moschee in Istanbul zu dem Zeitpunkt, zu dem in muslimischen Nationen Christen erhängt, bei lebendigem Leib verbrannt, vergewaltigt, versklavt und aus ihren Häusern vertrieben wurden, während der Imam, mit dem Franziskus betete, und seine Amtskollegen auf der ganzen Welt sich weigern, die von muslimischen Fanatikern verübten Gräueltaten zu verurteilen;
  • Päpstlicher Handkuß für Holocaustüberlebende in Israel
    Päpstlicher Handkuß für Holocaustüberlebende in Israel

    das Versagen, zu intervenieren und für die Freiheit von Maryam Yahya Ibrahim Ishaq zu plädieren, der schwangeren katholischen Konvertitin, die von der islamischen Diktatur im Sudan für „Abfall vom Islam“ zum Tode verurteilt worden war, obwohl Regierungen, Religionsführer und Menschenrechtsorganisationen auf der ganzen Welt – erfolgreich – für ihre Freilassung stritten;

  • Stillschweigen und Tatenlosigkeit angesichts schriftlicher Appelle von Asia Bibi, die wegen „Blasphemie“ vom islamischen Regime in Pakistan zum Tode verurteilt worden war, während Papst Benedikt XVI. öffentlich zum Fallenlassen aller Anklagepunkte gegen sie aufrief und sogar der russische Patriarch der orthodoxen Kirche kürzlich ein formelles Statement veröffentlichte, worin er erklärte, dass „unsere Millionen umfassende Herde ihre Stimme mit jener der großen Zahl von Menschen auf der ganzen Welt vereint, die für die Rettung des Lebens dieser christlichen Frau eintreten“, und Pakistans Präsidenten dazu aufrief, ihr eine Begnadigung zu gewähren;
  • die beharrliche Förderung der Irrtümer von Walter Kardinal Kasper, einschließlich seines irrsinnigen Vorschlags, öffentliche Ehebrecher zur heiligen Kommunion zuzulassen, was Franziskus selbst erlaubte, als er Erzbischof von Buenos Aires war;
  • eine Synode zur „Familie“, die, wie vorauszusehen war, überging in einen Angriff auf die Familie, einschließlich einer „Öffnung“ für Homosexuelle und öffentliche Ehebrecher im beschämenden Zwischenbericht, den Franziskus billigte und an die Presse verteilen ließ, noch bevor die Synodenväter ihn gesehen hatten, was zu einem Aufstand von Bischöfen und sogar Kardinälen gegen die Manipulation der Synode führte;
  • die Einführung eines „Gottes der Überraschungen“ während eines Klagelieds gegen „sogenannte Traditionalisten“, nachdem die Synodenväter den Zwischenbericht abgelehnt hatten und daran scheiterten, auch im Abschlussbericht eine Sprache einzuführen, die eine „Öffnung“ gegenüber Homosexuellen und der heiligen Kommunion für öffentliche Ehebrecher andeutet;
  • das Beibehalten abgelehnter Texte der Synode zum Gebrauch im Prozess der Synode von 2015, obwohl die Synodenväter es unterlassen hatten, sie zu bestätigen;
  • das Einmischen in internationale Angelegenheiten, um einen nachteiligen Gefangenenaustauch zwischen den Vereinigten Staaten und der kommunistischen Diktatur von Kuba zu ermöglichen, was den verfolgten Katholiken von Kuba nichts brachte, die derzeit unter einem scharfen Vorgehen der Regierung gegen Christen leiden, es Barack Obama aber erlaubte, eine Normalisierung der Beziehungen mit Kuba zu erklären, wofür sowohl er als auch Diktator Raúl Castro Franziskus öffentlich dankten;
  • unscheinbare, aber vielsagende Gesten wie das Tragen einer Clowns-Nase, das Hochspringen, um einen Baseball zu fangen, der ihm aus der Menge zugeworfen wurde (und dafür sorgte, dass sein Pileolus herunterfiel), und die Platzierung eines Weltjugendtags-Strandballs auf dem historischen Marienaltar der Basilika Santa Maria Maggiore direkt beim Tabernakel (vor dem Franziskus keine Geste der Ehrfurcht machte), an Ort und Stelle gehalten von einem Weltjugendtags-T-Shirt, da der Ball Anstalten machte, wegzurollen;
  • die „Franziskus-Revolution“ im Allgemeinen, wie reflektiert in seiner ausdrücklichen „Furcht […], uns einzuschließen in die Strukturen, die uns einen falschen Schutz geben, in die Normen, die uns in unnachsichtige Richter verwandeln, in die Gewohnheiten, in denen wir uns ruhig fühlen“.
Päpstliche Videobotschaft an Evangelikale zur Einheit der Christen
Päpstliche Videobotschaft an Evangelikale zur Einheit der Christen

Aus diesen und zahllosen weiteren ähnlichen Gründen ist Papst Franziskus der „Mann des Jahres 2014“ von „The Remnant“. Obwohl er dies sicherlich nicht beabsichtigte, zeigt Franziskus der katholischen Welt das Endresultat einer Bewegung, die mit den problematischen Texten des Konzils – derartige Dinge waren noch von keinem ökumenischen Konzil produziert worden – ihren Anfang genommen hatte und mit der Zerstörung des römischen Ritus fortfuhr, der kirchlichen Lähmung, die verursacht wurde von den Viren des „Ökumenismus“, des „Dialogs“ und „interreligiösen Dialogs“ sowie der Einführung einer unerhörten Neuheit nach der anderen, von der Handkommunion bis zu Messdienerinnen, stets begleitet von einem rapiden Einbruch der Berufungen und der Verbreitung von Apostasie unter den Laien.

Mit Franziskus scheinen wir uns dem Endpunkt dieser Bewegung zu nähern: einer faktischen Verschmelzung des größten Teils des menschlichen Elements der Kirche mit der Welt, zu der die Kirche „geöffnet“ wurde, mit dem Papst als respektiertem Moderator weltlicher Diplomatie, sozialer Gerechtigkeit und friedlicher Beziehungen zwischen Menschen aller Religionen oder keiner Religion, während die Mission der Kirche, alle Nationen zu Jüngern zu machen, definitiv abgeschafft wurde von jenen, die den göttlichen Auftrag haben, sie zu erfüllen. Wie Obama im Fernsehen erklärte, indem er Franziskus dafür dankte, den „Durchbruch“ ausgehandelt zu haben, der den kommunistischen Diktatoren in Kuba alles gab, was sie wollten, im Gegenzug für so gut wie nichts, was die Katholiken in Kuba weiterhin ihrem Joch überlässt: „Ich möchte Seiner Heiligkeit Papst Franziskus danken, dessen moralische Beispiel uns die Wichtigkeit zeigt, nach einer Welt zu streben, wie sie sein sollte, anstatt sich einfach mit der Welt abzufinden, wie sie ist.“ Solches Lob für einen Papst von solch einem Mann, aus solch einem Grund, kann nicht verfehlen, ernsthaften Katholiken den fast apokalyptischen Ernst unserer Situation bewusst zu machen.

Und das ist genau der Grund, warum Franziskus als unser „Mann des Jahres“ gesehen werden muss. Denn nun, da das neue Jahr beginnt, können wir die Sicherheit des Glaubens haben, dass Gott bereits viel Gutes aus dem Desaster dieses Pontifikats erwachsen lässt, wenn sich mehr und mehr Katholiken mit Entsetzen abwenden von der zerstörerischen Revolution, die es repräsentiert. Sie schauen wieder auf die Tradition und das Erbe der großen Päpste, die so heldenhaft dafür arbeiteten, die Kirche vor dem zu verteidigen, was sie heute mit so leichtfertiger Hemmungslosigkeit attackiert.

Text: Katholisches.info/b360s
Bild: Una Fides

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33 Comments

  1. Es macht mich traurig das zu lesen, aber es ist leider die absolute Wahrheit und in Deutschland jubelt die Springerpresse und das gemeine Volk glaubt ihr.

  2. Klar ist dieser Papst Mann des Jahres. Wann hat es das jemals gegeben!

    Kirchenfeinde inszenieren eine Petition um jeglicher Kritik an Papst FranzI. einhalt zu gebieten.
    Insbesondere diejenigen Kardinäle die DIE LEHRE DER KIRCHE VERTEIDIGEN sollen mundtot gemacht werden.
    Die Situation ist derart grotesk, daß auch der blauäugigste Katholik zum Nachdenken kommen sollte.

    http://firmiamo.it/fermiamo-gli-attacchi-a-papa-francesco

    https://www.lifesitenews.com/news/extreme-liberals-feminists-and-church-secularizers-demand-halt-to-criticism

  3. Man wird davon auszugehen können, daß dieses Pontifikat noch nicht an seinem Tiefpunkt angelangt ist. Es geht immer wei­ter bergab.
    Nach den Worten des heiligen Papstes Agatho (Brief Omnium bonorum spes, 27. März 680.), darf von dem, was nach der Ordnung bestimmt wurde, nichts vermindert, geändert oder hinzugefügt werden, sondern es ist vielmehr darauf zu achten, daß alles nach Wort und Sinn unverletzt bewahrt wird. Nie hat etwas darauf hingewiesen, daß Bergoglio diese seine eigentliche hehre Aufgabe vor allem nach der Pflicht seines Amtes erfüllt, indem er auf die Lehre achtet.

    • Naja – ein solcher Brief ist keine unveränderliche „Lehre“. Jeder Papst hat das Recht und die Pflicht, Ordnungen anzupassen an die regionalen und zeitlichen Umstände. Und niemand kann ihn davon abhalten! Nur ihr dogmatischer und liturgischer Kern (der ja im übrigen festgelegt ist) muss beibehalten werden.

      Das ist ein häufiger Tradifehler, aus der Klamottenkiste uralter päpstlicher Verlautbarungen unbedeutende Schriftstücke, die z.B. rein administrativ waren als „ewig“ zu deklarieren.

      So sind die „Ordnungen“ ja tatsächlich kontinuierlich modifiziert worden, zum Beispiel nach dem Trienter Konzil. Ein Papst hat also sogar das Recht, die Liturgie zu modifizieren!

      Dieses Argument ist daher von der Tendenz her heterodox, weil es erlaubt, frühere Setzungen durch Päpste gegen spätere auszuspielen. So geschieht es z.B. regelmäßig hinsichtlich des „Filioque“.
      Der Heilige Geist ist aber mit jedem Papst, der rechtgläubig ist, und es gilt nicht eine starre „alte“ Lehre, sondern stets die Auslegung des aktuellen Papstes (regula fidei proxima). Sie darf allerdings nicht wesentlichen dogmatischen oder biblischen Aussagen widersprechen (hat das Vaticanum I noch einmal hinsichtlich der Infallibilität des Papstes festgestellt).

      So sehr ich also F. für einen falschen Papst halte, kann man ihm mit Ihrem Argument nicht an den Karren fahren.

      • Dieser Brief wird von Gregor XVI. u.a. in mirari vos zitiert und der Kontext in dem er in anführt meint eben das.

        Ich habe mit Ihnen nie angelegt, aber ich finde es als eine Ungeheuerlichkeit mich von Ihnen als „Tradi“ bezeichnen zu lassen. Das suggerieren Sie durch „Tradifehler, aus der Klamottenkiste“.
        Wer sind Sie, daß Sie das hier bestimmen.
        Bezeichnend natürlich, daß „katholisches.info“ derartiges sofort freischaltet.

      • zeitschnur @ Und wieder schreiben Sie in Ihrer gewohnten Art, zwar viel, aber ungereimt. Genau genommen blickt man nicht durch. Auf der einen Seite ist zu entnehmen, dass Sie gegen Tradis sind ( Ihre Formulierung ), Franziskus für den falschen Papst halten und gleichzeitig seine Handlungen scheinbar gutheißen. Was wollen Sie eigentlich? Inzwischen ist jedem Gutmenschen klar geworden, dass der Papst alles andere ist, als er als Papst sein sollte. In einer Zeit in der weltweit die Gottlosigkeit zunimmt und die Kirche das letzte Bollwerk der Moral und Sitte ist, müsste Franziskus den Glauben der Kirche zum Leuchten bringen. Statt dessen umarmt er in unangemessener Weise Nichtchristen, Naturreligionen und sogar Atheisten. Die eigenen Mitarbeiter ( Kurie ) beschimpft er öffentlich und hält sich selber für barmherzig und gerecht. Er wandelt sich mehr und mehr zu einem Politiker, als zu einem Kirchenmann. Sicher ist, zur Zeit leidet die Kirche und der Glaube Gewalt. Es ist wirklich an der Zeit, die Kirche nicht zu “ modifizieren “, sondern zu ihren Wurzeln zurück zu führen.

      • @ Ratkaj

        Warum zitieren Sie dann nicht die proxima – nämlich „Mirari vos“ anstatt in die ältesten und abgelegensten Zeiten zu greifen? Das ist doch gerade das, was ich so seltsam finde.

        Und wenn ein rechtgläubiger Papst „Mirari vos“ noch mal modifiziert haben sollte (was ich in der Sache nicht geprüft habe), dann wäre das zu zitieren und nicht „Mirari vos“.

        Sie irritieren doch selbst gerade durch diese verkehrt angeordnete Bezugnahme…und bestätigen, was ich geschrieben hatte – so können Sie F. nicht widerlegen!

        Im übrigen ist jemand, der etwas seltsam findet noch niemand, der „bestimmt“.

        Und wer Sie mal kritisiert in einer Aussage „legt sich“ auch nicht „mit Ihnen“ an, sondern hat nur etwas nicht plausibel oder falsch gefunden, was Sie öffentlich verbreiten.
        Erlaubt Ihre Hoheit das etwa nicht? Und sind Sie denn kein Tradi? Was ist daran ehrenrührig oder „ungeheurlich“, so bezeichnet zu werden?

      • @ alfredus

        Sie schreiben: „Genau genommen blickt man nicht durch“, klammern aber aus, dass das „man“ vielleicht nur ein schnödes „ich“ sein könnte…

        Ansonsten: ich habe Verständnis, wenn meine Gedankengänge jemandem zu anstrengend sind. Lesen Sie sie doch einfach nicht und begnügen sich mit den Spot-Kommentaren der üblichen Verdächtigen hier, die dann allerdings auch nicht in die Tiefe gehen und – in der Regel sind’s ja bloß Häme, die üblichen traditionellen Textbausteine über Freimaurer etc. oder persönliche Schmähung – auch keinen befriedigenden Diskurs über komplizierte Themen bieten können.

        Entweder oder.

        „Oder“ ist für mich aber auch okay…

      • a. In der Homiletik lehrte man uns früher, die Früheren anzuführen, gerade dann wenn sie es prägnant zu Satz brachten, sei nie verkehrt. Auch schreibt man doch hier „Kommentare“ und keine Elaborate, die Ansprüchen formeller Traktate genügen müssten.
        b.Ich bin Jahrgang 1928 (geb. in Ofen, Ungarn) , römisch-katholisch, dabei ist es stets geblieben.
        Kategorisierungen wie „Traditionalist“ „Traddi“ hat es zu meinen Zeiten der Prägung nicht gegeben.
        Oder sollte ich jetzt meine damaligen Lehrer, Professoren und andere Geistlickeit, welche mich in Haus, Schule und Hochschulen in den Prinzipien unterwiesen und gelehrt haben nun auch so nennen?
        War Kard. Canali (gest. 1961), dem ich in seinem Privatsekretariat diente „Traditionalist“?
        Das ist doch eine Begrifflichkeit, die es in der „alten“ Kirche niemals gab und erst in der späteren Kontroverse um das II. Vaticanum im populären Diskurs Verbreitung fand.

      • @ Ratkaj

        Na schön – bei diesem hohen Alter sind Sie wirklich außen vor vor diesen Kategorien. Aber heute geht doch alles nur noch nach „Reihen“ und „Lagern“ – vor allem bei den Superfrommen.
        Auch ich musste mich heute hier in diesem Forum fragen lassen, ob ich noch in die „Reihen“ irgendwelcher „Unserer“ gehöre – ich weiß nicht mal, wer diese „Unseren“ sind.

        Es ist offenbar wurscht, ob man Christus nachfolgt oder Maria liebt – Hauptsache „im Lager“ und fest „in den Reihen“. Das ist Katholizismus ohne Christus….und jenseits von Gut und Böse..

        Schön, dass Sie sich von diesem Lagerdenken wenigstens verbal distanzieren – wir nähern uns vielleicht doch wieder dem Katholischen an. Das würde ich mir jedenfalls wünschen in dem Chaos hier.

      • Ein höchstes Lob an @G.J.Ratkaja und @alfredus
        wie sind doch persönliche aufgeregte Verunglimpfungen, die Sie angemahnt haben abträglich. Danke.

      • Geschätzte Fr Zeitschnur,
        So möge es sein. Ich habe gerne jetzt Ihre Replik gelesen.
        Es ist meist eher ein „Verständnis“-problem zwischen uns beiden als eines primär in der Sache.
        Das ist mir zuletzt aufgefallen wenn ich gewisse Begrifflichkeiten verwendet habe.
        Gut, „Verchristlichung“ war in der Verkündigung der 1940er und 1950er noch ein recht geläufiger Terminus. Zumal ich nicht Muttersprachler bin, dazu noch seit Jahrzehnten (1962) nur im Tessin (und gut beizeiten in Zürich) und neuerdings wieder oft in heimatlichen Ungarn lebe, habe ich viele Defizite bei der Beherrschung der aktuellen deutschen Hochsprache.

  4. Ansehnliche Mängelliste….! (klingt wie „jetzt geht die Kirche unter…“)

    Ich möchte die Vision des Heiligen Don Bosco mit den Zwei Säulen in Erinnerung rufen: Auf der linken Säule steht die Eucharistsie, auf der rechten Säule steht die Muttergottes – zwischen den beiden Säulen im Meer ist an Ketten das Schiff Petri festgemacht, auf dem der Papst und die Kurie stehen. Um das Schiff herum tobt ein Sturm und es wird angegriffen.

    Weder das Schiff noch die Säulen gehen unter !
    Die Krise in der Katholischen Kirche besteht doch nicht erst seit heute. Die Nivellierung in den meisten örtlichen Gemeindegottesdiensten läuft ja auch nicht erst seit heute ab (ich könnte da einiges auflisten aus meiner örtlichen Umgebung, dann wäre die Liste drei mal so lang wie die obige). Wo ist das, was Jesus Christus postulierte: „Heilt die Kranken, weckt die Toten auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus !“ (Mt 10, 8) —–wieder Mängelliste ! Warum tut dies so gut wie niemand ? Ist dies eine theologische Krise oder eine weitaus größere ? Haben wir das Wirken Gottes vergessen oder gar verdrängt ?
    Erinnern wir uns an das, was Papst Franzikus sagte, als er nach seiner Wahl auf die Loggia des Petersdoms trat: „Betet für mich ! Ich bitte Euch um Euer Gebet !“
    Durch unsere Gebete und die Aufopferung unserer Leiden wird weder das Papsttum noch die die Heilige Römisch-Katholische Kirche untergehn !

    • Ich zweifle, ob Sie ansatzweise verstehen, was die im Artikel gemachte Aufzählung der Unworte und Untaten desjenigen bedeuten, welcher der Stellvertreter Christi auf Erden genannt wird. Ja, Gott sei Dank! die Heilige Katholische Kirche wird nicht untergehen. Aber wo ist die heilige katholische Kirche? Meinen Sie im Ernst, die reine Braut Christi sei identisch mit der Hure, die von der Welt bejubelt wird?

      • Ich habe sehr wohl verstanden ! Nur sehe ich es als weitaus wichtiger an, als permanente negative Kritik auszuüben, dass gebetet und geopfert wird. Wollen Sie Papst Franziskus und die momentane Kirche abschaffen oder eine Neutronenbombe darauf werfen ?

      • Meine Frage bleibt: w o ist die Kirche Jesu Christi, die Kirche Gottes, die seit dem hl. Ignatius von Antiochien die katholische genannt wird? Ihr will ich angehören. Im Vatikan kann ich sie nicht erkennen. Ein Merkmal der Kirche ist, dass sie Wahrheit lehrt, nicht Lüge. Der interreligiöse Ökumenisms des Vatikans ist die größte Lüge der Kirchengeschichte.

      • Nun, Bergoglio schafft das Amt, welches er bekleidet, ja selbst ab.
        Dazu braucht es niemanden anderen. Das tut er selbst.

      • Zu J.G.Ratkaj – 8. Januar 2015 um 16:57: Das Amt hoffentlich nicht, da dieses ja von Gott eingesetzt wurde.

        Zu Leo Laemmlein – 8. Januar 2015 um 16:16: Diese wahre Kirche, ist momentan (da stimme ich Ihnen vollkommen zu) nicht erkennbar. Sie wird nach vielen Entbehrungen und Opfern kommen. Viele katholische Heilige (Don Bosco, Anna-Maria Taigi, Anna Katharina Emmerick u.a.) sagten voraus, dass die Hl. Katholische Kirche wieder neu erstrahlen wird (ich hoffe, dass ich jetzt nicht als „spinnert“ gelte). Trotz aller gegenwärtigen Defizite wird es wieder anders werden. In dieser Hoffnung lebe, bete und opfere ich.

  5. Ich kann sein Gesicht nicht mal mehr ertragen!

    Dieses ganze Desaster ist nur noch zum Weinen!

      • Mir leider auch, er ist mir so fremd wie ein Rabbi oder ein Iman oder der amerikanische Praesident.
        Ich schau nicht mehr hin und danke Gott fuer die FSSPX.

        „Rom wird zerstoert werden und Petrus II die Herde in grosser Truebsal weiden“
        oder
        „Wird der Menschensohn noch Glauben finden, wenn er wiederkommt ?“
        Das ist apokalyptisch !

  6. Diese Mängelliste offenbart mehr über die geistige Enge und Verwirrung in der „Tradition“ als über Bergoglios Pontifikat.

    Denn vor lauter Bäumen sieht man den Wald nicht:

    Es ist im Zweifelsfall wirklich egal, wie ein Papst sich kleidet – er ist der Papst und hat das Recht, sich als Papst auch manches imperialen Ballastes zu entledigen (ist ja im übrigen auch immer wieder geschehen in der Vergangenheit – zum Beispiel bei Coelestin V., der eben diesen imperialen Glanz für sich ablehnte! http://de.wikipedia.org/wiki/Coelestin_V.#mediaviewer/File:Celestine_V_Castel_Nuovo_Napoli_n02.jpg ) und muss vorher niemanden um Erlaubnis fragen. Wenn Christus ihm das eingäbe – wer wollte dagegen aufbegehren?!

    Es ist auch egal, ob ein Papst mehr „Prolo“-Interessen hat oder eher schöngeistige.

    Relevant ist nur eines:
    Bleibt er in der Lehre Christi, der Lehre der Kirche – ja oder nein?
    F. tut es offenkundig nicht.
    Und nur das zählt und macht ihn zweifelhaft.

    Es gab schlimme Zeiten in der Kirche, auch mehrjährige Sedisvakanzen durch innere Streitereien veranlasst – zum Beispiel vor dem erwähnten Coelestin V. Das würde die Kirche ohne weiteres überstehen.

    Wichtig ist dabei allerdings, das Wesentliche nicht zugunsten hektischen Aktionismus durch Unberufene zu verschieben. Es gälte einfach, diesen falschen Papst samt seinen Vorgängern als falschen Papst auszuhalten und – wie der Hl. Thomas es empfahl – zu warten, bis Gott die Geschicke wieder ändert.

    • Ja die Progressisten haben ein undurchschaubares Dickicht geschaffen, ua. eine neue Liturgie, -man darf sie nicht als neu bezeichnen, weil sie eigentlich keine Liturgie ist. Die eine und heilige Liturgie wächst bereits wunderbar auf diesem vatikanischen Mist. Das bezeugen, die vielen Jungpriester, die berufen sind und die Kinder, welche die heilige Liturgie erstmals erleben durften. Die Tridentiner übertreffen, dieses Jahr erstmals die Vatikanisten in Frankreich und im Land von Marcel folgten letztes Jahr auf 3 Vatikanisten Berufungen 14 Tridentiner (natürlich sind es geheime Weihen). Franziskus ist genau der richtige Papst, denn ein gemässigter Papst würde diese vatikanische Kirchenkrise und ihre Verirrungen nicht zum kritischen Punkt führen. Franziskus führt dem Ende zu, was die Bibel prophezeit und wovor die Gottes Mutter warnt.

      • Ich finde das „Dickicht“ der Progressisten eigentlich ziemlich durchschaubar…Chaos ist durch den vielstimmigen Anspruch nicht befugter Personen entstanden, sie alleine vertäten die wahre Tradition. Das wird auch nicht besser dadurch, dass dieselben nun mit Masse aufwarten können (was ja sowieso kein Argument ist).

        Sie erwähnen die biblische Prophezeiung und die führt uns eine landschaft vor Augen, in der es keine „Tradition“ gibt, die das Fähnlein der sieben Aufrechten hochhält, sondern ein echtes und totales Chaos – überall.

        Und das haben wir gerade. F. schafft es vollends, da haben Sie recht, aber die taktierende und ihrerseits mannigfaltigen modernistsichen Irrtümern erlegene Piusbruderschaft tut ganz das Ihre dazu.

        Glauben Sie denn, ein einsamer F. könnte dieses Werk vollbringen?
        Ich glaube es nicht.

        Eine Frage: Was meinen sie mit „geheimen Weihen“? Weiht denn die FSSPX im Geheimen? Oder meinen Sie andere Gläubige, die versuchen, in Geduld und Demut abzuwarten, was Gott selbst tun wird?

  7. @Sumsum

    Ich weiß nicht, ob es den Tatsachen entspricht, man hört jedenfalls, Angelina Jolie soll der „Church of Satan“ verpflichtet sein. Wissen Sie etwas darüber?

    • Lieber Dario, über Frau Jolies Verhältnis zur „Church of Satan“ weiß ich leider nicht viel, dagegen umso mehr über ihre Brustimplantate, ihre vielen Ehemänner, ihren Drogenkonsum, ihre gewaltverherrlichenden Hollywoodgurken, die Kinderschar und mit was sonst noch diese Primadonna der Selbstdarstellung und Möchtegerne-Mutter Teresa sich andauernd in den Medien der Neuen Weltordnung so produziert. Es ist wirklich schön zu wissen, daß Papa Bergoglio der erklärten Atheistin Zeit widmete, bestimmt hatten sie viel zu plaudern, wenn schon nicht über das Seelenheil, dann wenigstens über irgendeinen neuen Schinken, den die Dame zu promoten hatte.

    • Frau Jolie bewundert Papst Franzl. dafür was er über Homosexualität/Homosexuelle sagt.

      Es ist nicht schwierig Hinweise im www zu finden, die ihre Nähe zum satanischen, occulten 😱 Hollywood aufzeigt.

  8. Ein herausragender Beitrag, vielen Dank für die Veröffentlichung an die Redaktion!

    Doch ich würde gern die Hoffnung teilen, die aus den Zeilen von Christopher A. Ferrara trotz allem klingt. Dass ein Papst Bergoglio endlich den gläubigen Katholiken die Augen öffnet über den Glaubensabfall, der mit und durch die Dokumente des II. Vatikanischen Konzils eingesetzt hat. Ich kann die Lage nur trostloser beurteilen. Weil der Glaube der Katholiken seit spätestens 1962 so systematisch zerstört wurde, dass sie die Katastrophe gar nicht mehr wahrnehmen können, die sich jetzt vor unseren Augen abspielt. Die Christopher A. Ferrara großartig zusammengefasst hat.

    Können sich Katholiken zu dem überlieferten Glauben ihrer katholischen Kirche „zurück bekehren“, den sie seit über 50 Jahren nur noch verzerrt kennen lernen?

    Es wird ein sehr, sehr mühsamer Weg werden für den Rest der gläubig gebliebenen Katholiken. Ein Kreuzweg. Und die katholische Kirche in Europa hat das Verhältnis zur Theologie des Kreuzes längst vor dem II. Vatikanischen Konzil verloren, vom Verhältnis zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit ganz zu schweigen. Sie hat nichts offiziell geleugnet, doch das II. Vatikanische Konzil hatte eine sehr lange Vorlaufzeit.

    In dieser Vorlaufzeit entwickelten sich nicht nur die progressistischen Häresien, sondern auch jene „Krankheit der Tradition“, vor der Erzbischof Lefebvre so eindrucksvoll in seinem Exerzitienvortrag von 1989 warnt. Nachzulesen im Mitteilungsblatt der FSSPX im Dezember 2014.
    Eine Krankheit, die darin besteht, sich auf Botschaften von Erscheinungen zu konzentrieren auf kosten des katholischen Glaubens, wie er geoffenbart wurde. Einer Krankheit, der ein großer Teil seiner „geistlichen Söhne“ unheilbar zum Opfer gefallen ist.

    Soll Europa nicht völlig ungläubig werden, dann werden wir wahrscheinlich Missionare aus anderen Erdteilen brauchen.
    (Für meine Person bin ich dankbar, wenn ich noch irgendwo in eine heilige Messe nach dem überlieferten Ritus gehen kann und einen Beichtvater finde, für den dieses Messopfer zentral ist).

    • Hochgeehrte @Zeitlos,
      Sie haben einen äusserst feinfühligen Kommentar zu diesem hervorragenden Artikel gegeben.
      Ich kenne den Remnant und Michael Voris seit einigen Jahren und habe großen Respekt für den Mut womit sie für den Glauben und für die Hl. Kirche kämpfen.
      Ihre Frage „Ob sich Katholiken zu dem überlieferten Glauben der Katholischen Kirche „zurück bekehren“, den sie seit über 50 Jahren nur noch verzerrt kennengelernt haben?“ kann ich beantworten: es ist ein vollmundiges JA!
      Die modernistische Tendenz ist inzwischen so debil und infantil geworden, par excellence in den Gebieten wo sie am Schlimmsten gehaust hat, daß die letzte Glaubensresten dort verbröseln und verwehen.
      Die Erinnerung an die frühere Schönheit, Fotos, Filme von früher, der gewaltige Schatz an fromme Literatur, an Dogmatik, an Fundamentaltheologie, die große Schätze in Museen sind ein lebendiges Zeugnis von etwas was man faktisch ausrotten wollte und trotzdem lebendiger denn je ist.
      Gott ruft, jeden Tag, und es ist eine große Ehre das Verlorengeglaubte wiedererzuentdecken und brillanter denn je zu zeigen.
      Die Situation fand ich um 1974 am Schlimmsten- ganz ehrlich: jetzt kommt (endlich!) Schuß in der Sache!

      • Michael Voris gehört aber nicht zu „Remnant newspaper“, im Gegenteil er hat sie im letzten Jahr öffentlich übelst beschimpft für ihre Kritik am Verhalten des Papstes, da er und sein Team von „Church militant“ sich geschworen haben ihn niemals zu kritisieren.

        Remnant newspaper wird vom mutigen und dabei sehr sanftmütigen Michael Matt geleitet, der diese Beleidigungen in vorbildlichster katholischer Form aufgenommen hat und bis zuletzt zur Versöhnung und zum Zusammenhalt aufgerufen hat.

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