Jesuit Waldenfels: „Franziskus relativiert mit lockeren Worten Stellenwert der Theologie“

Franziskus und Bartholomäus
Franziskus und Bartholomäus

(München) Der deutsche Jesuit Hans Waldenfels sieht in der Tatsache, daß Papst Franziskus in der Blauen Moschee in Istanbul gebetet hat, ein „wichtiges Signal“, das er „begrüßt“. Überhaupt „relativiert Franziskus mit seinen Gesten und seinen lockeren Worten auch den Stellenwert der Theologie“, so Waldenfels und das sei gut so. „Enttäuschend“ findet der deutsche Jesuit hingegen die gemeinsame Erklärung von Papst Franziskus und dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus I.

Der emeritierte Bonner Fundamentaltheologe meinte gestern gegenüber der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA) zum „personlichen inneren“ Papst-Gebet in einer Moschee: „Auf Muslime wirken solche Gesten positiv und verbessern die Atmosphäre“.  Nun sei abzuwarten, ob die Türkei den Christen Erleichterungen gewähre. Mit dem Gebet in der Blauen Moschee, so Waldenfels, habe der Papst ein Zeichen des „großen Respekts vor dem Ort bekundet“.
„Die Frage, ob der Papst nun ‚bei‘ oder ‚mit‘ den Muslimen gebetet hat, ist theologisch genauso spitzfindig wie die Frage, ob Muslime und Christen zum selben Gott beten“, meinte der deutsche Theologe.

Gebet in Moschee war „positives Zeichen“ für Muslime, der Rest sind „Spitzfindigkeiten“

Pater Hans Waldenfels (links)
Pater Hans Waldenfels (links)

Schließlich, so Waldenfels, der wie Papst Franziskus dem Jesuitenorden angehört, gelte der islamischen Glaubenssatz „Es gibt keinen Gott außer Gott“ genauso für Christen, denn „Gott ist Gott“. Die Vorstellungen von Gott seien bei den Menschen zwar unterschiedlich, doch über alle Unterschiede hinweg gelte: „Beten kann man überall“.

Begrüßenswert findet Pater Waldenfels auch, daß Papst Franziskus den „Stellenwert“ der Theologie „mit seinen Gesten und seinen lockeren Worten“ relativiere. Der argentinische Papst stelle die Glaubenspraxis und Frömmigkeit nämlich über die theologischen Debatten. „Theologie, die nicht Praxis wird, taugt aus seiner Sicht nichts“, das sei nur hierzulande noch nicht hinreichend begriffen worden.
Enttäuschend findet der Jesuit Waldenfels hingegen die gemeinsame Erklärung von Papst und Ökumenischem Patriarchen vom vergangenen Sonntag. Darin sei lediglich wie in früheren Erklärungen der Willen zur Einheit betont, aber Neues habe sie nicht gebracht.

Text: KAP/Giuseppe Nardi
Bild: Asianews/Katholische Akademie Bayern (Screenshot)

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46 Comments

  1. Ein „wichtiges Signal“ war im Sinne von Waldenfels anscheinend auch das Gebet eines Dialog-Imams in den Vatikanischen Gärten (- zum Abschluß der Papstreise ins Heilige Land -), in dem er Allah zur Vernichtung der Ungläubigen aufrief. Und Allah hat ihn wohl erhört, denn die Mordorgie der ISIS in Syrien und im Irak hub an. (Leider hat der sonst so verdienstvolle Papst Johannes Paul II. mit seiner Koranküsserei ein sehr schlechtes Beispiel gegeben.)
    Bei solchen Hirten ist es nicht verwunderlich, daß sich die Herde auflöst.

    • Die Betonung liegt auf „Ungläubige“. Damit sind aus islamischer Sicht auch die Christen gemeint. Die Muslime glauben nämlich nicht, dass Christen und Muslime denselben Gott haben. Und wie recht sie haben. Wir haben nicht denselben Gott. Unser Gott sagt „Du sollst nicht töten“, deren Gott sagt „Tötet sie, wo ihr sie findet“.
      Per Mariam ad Christum.

  2. „Es gibt keinen Gott außer Gott“
    Es gibt keinen Gott außer Jesus Christus!!! Es ist doch purer Satanismus der da betrieben wird, auf der einen Seite hält man die Gebote Moses empor und dann geht man in die Moschee und betet das goldene Kalb, den Gott Baal, an. Ich hab von dieser Konzilsmoschee die Schnauze gestrichen voll, ich brauch keine Einheit mit Leuten die in Wahrheit gar keine Einheit mit mir wollen. Es ist eine Lüge. Wenn sie Jesus nicht lieben, wie wollen sie mich dann lieben? Ja man sieht immer mehr wie manch Würdenträger sich an die Hure Babylon, Mekka, verkauft hat. Wahrlich reich sind die Wüstensöhne Mekkas geworden und reich und fett manch ein Judas im Priestergewand, das wird eine leichte und schnelle Jagd bald. Fette Beute und Waidmannsheil!

    • In der Tat: Sehr zurückhaltend ausgedrückt. Solche Nächstenliebe kann ich leider nach 2 Jahren Bergoglio Herrschaft nicht mehr aufbringen. Diese Gestalt auf Petri Thron wurde von wem auch immer dort postiert, aber nicht vom Heiligen Geist. Mohammed Ali Bergoglio tut das schlimmste, was ein Christ tun kann: Er betreibt Götzendienst- vor den Augen der ganzen Welt. An einem Ort, an dem die Gottessohnschaft Jesu Christi geleugnet wird. Und hernach nuschelt er in die Mikrophone der Welt etwas von Frieden und Eintracht. Diese feige Verlogenheit ist kaum mehr erträglich: da bringen die islamistischen Mordbanden allerorten Hunderte von Christen um und der feige Bergoglio macht Patschehändchen und tut auf fromm. Es lässt sich wirklich nicht mehr ertragen.

  3. Die Jesuiten hatten im 19. Jahrhundert um die 35.000 Mitglieder, zum Stichtag 1. Januar 2013 waren es genau 17.287. Zwar ist die Zahlenstärke nicht mit Qualität zu verwechseln, jedoch sollte sich ein kirchlicher Orden ernsthafte Gedanken machen, wenn sich seine Mitgliederanzahl halbiert. Der Beginn des Niedergangs der Jesuiten fällt zeitlich seltsamerweise in den identischen Zeitraum wie die Aachener Konferenz von Mitte Juni 1928 zwischen Hermann Gruber SJ und den Freimaurern Kurt Reichl, Eugen Lennhoff und Ossian Lang. Zwischen Erstem und Zweitem Weltkrieg sind bei den Jesuiten die Weichen in Richtung Progressismus gestellt worden. Das Jesuitentum alten Schlags findet man heuzutage bei den Dienern Jesu und Mariens (SJM).

  4. Der Krawattenjesuit ist also froh, daß sein Ordensbruder die Theologie auf sein eigenes Schrebergartenniveau herabnivelliert. No Bravo, wenn die Intelligentia weg ist, dann ist es auch bald um die Inhalte des Glaubens geschehen und der Weg ist frei für den gnostischen Welteinheitsbrei der Neuen Religion.
    @Frontius: Kapieren Sie nicht, daß der unselige JoPa II DER Wegbereiter für die große Apostasie war, die wir heute erleben? Montini hat die Liturgie zerstört, Wojtyla das Dogma, Bergogliaccio erledigt den Rest, der noch übrig ist, und Ratzinger war stets der große Demiurg im Hintergrund, den manche Leichtgläubige für „konservativ“ halten, nur weil er ein paar traditionelle Versatzstücke aus der Mottenkiste gekramt hat und hin und wieder den NOM auf Lateinisch zelebrierte. Dio mio!

      • Der Freimaurer und „Schöpfer“ des NOM Annibale Bugnini übrigens auch, versus orientem und sehr erbaulich.

    • So ist es. Das Quartett der vier Dunkelmänner Montiti-Woytila-Ratzinger-Bergogliocco hat alles zerstört, was zu zerstören war.

      • @Traditionstreuer
        Wo bitte hat Benedikt XVI. irgendetwas „zerstört“??? Er hat der Kirche viel geschenkt.

        Ich wollte gerade zur Mässigung aufrufen, weil diese Keulenschwingerei unerträglich wird. Eine kräftige Sprache ist kein Problem, aber einfach nur sinnlos Beschimpfungen? Das überlasse ich dann lieber Ihrer Gewissenserforschung der Komplet.

      • @Lioba:

        Benedikt XVI./Dr. Ratzinger hat der Kirche also „viel geschenkt“, wie Sie sagen. Was hat er ihr denn (ausser „Summorum pontificum“, das für ihn selber reine Theorie blieb, denn er hat die Messe aller Zeiten niemals zelebriet als Papst!) der Kirche geschenkt?

        Okay, ich sag’s Ihnen:
        - Er hat theologische „Jesusbücher“ geschrieben, die auf jeder Seite „Erkenntnisse“ der modernistischen „Historisch-kritischen Methode“ darlegen, anstatt kraftvoll die Kirche zu regieren, wie es seines Amtes gewesen wäre. (Kein Papst vor ihm hat während seines Pontifikats dicke Bücher geschrieben!)
        - Er hat den Erzhäretiker Küng nach Castel Gandolfo eingeladen und es sich mit seinem „Freund aus alten Tagen“ (sic!) vier Stunden lang bei edlem Speis und Trank gut gehen lassen. Kurz darauf hatte er für S.E. Bischof Fellay von der FSSPX gerade nur eine halbe Stunde Zeit.
        - Er hat in Istanbul in der „Blauen Moschee“ gebetet – wie jetzt sein Nachfolger.
        - Er hat in Rom in der Kirche der häretischen „Lutheraner“ in einem „ökumenischen Gottesdienst“ gepredigt.
        - Er hat bei seinem Deutschlandbesuch 2011 den Chef der evangelischen Gemeinschaft, Schneider mit „Lieber Bruder Schneider“ angesprochen Zudem sprach er – gegen seine eigene Maßgabe in ‚Dominus Iesus‘ – wiederholt von „evangelischer Kirche“! Damit hat er zahlreiche Gläubige verwirrt.
        - Er hat das erneute Gräuel „Assisi 3″ zu verantworten – buddhistische Hühnerschlachtung auf einem Seitenaltar inklusive.
        -Er hat im Blick auf die in sich schlechte und in jeder Hinsicht unerlaubte Nutzung von Kondomen „graduelle“ Lockerungen des Verbots für Prostituierte befürwortet.

        Ja all dieses, und noch viel mehr, hat Dr. Ratzinger/Benedikt der Kirche geschenkt.

      • Traditionstreuer,Sie haben es gut zusammengefasst. Ich würde nur noch seine Abdankung hinzufügen mit der einen verhängnisvollen Präzedenzfall geschaffen. Auch diese entsprang einem Denken, das Sie bei Ratzinger feststellten. Wir können wohl auch annehmen wo der große Dante Ratzinger verortet hätte. [vgl.:‚es kann sein, dass ich dort jemanden kannte / ich sah und erkannte den Schatten dessen / der aus Feigheit den großen Verzicht leistete‘ (Inf. III, 58-60)]Ich erwähne nicht zu viel denn ansonsten eilen die Benedetto-Blockwarte zu harsch herbei.
        Zwischen Ratzinger und Bergoglio passt in der Tat kein Blatt.

        Lesen Sie mal:
        http://www.faz.net/aktuell/politik/portraets-personalien/ohne-die-last-seines-amtes-vater-benedikt-im-gespraech-13306544.html

      • @Ratkaj: Vergelt’s Gott für Ihren Kommentar, der mir aus dem Herzen gesprochen ist. Ja, es ist wahr, die Benedetto-Blockwarte hier stehen allzeit bereit zum Draufschlagen. Weil sie bez. dieser Person den Kopf konsequent in den Sand stecken. Mozetta, rote Schühchen und „Summorum pontificum“ reichen ihnen aus, und schwuppdiwupp wird aus dem Modernisten der grosse Traditionalist.
        Das von Ihnen verlinkte FAZ-“Interveiw“ mit dem selbsternannten „Vater Benedikt“ führt geradewegs in den Bereich von Dante, den Sie zitiert haben. Abgründig.

      • es glaubt doch wohl keiner ernsthaft, dass dieses Interview direkt von Benedikt stammt.
        Das ganze ist eine PR Aktion zur Beruhigung der Frommen, die damit rechnet dass die Konservativen genauso sind, wie von Traditionstreuer persifliert, nämlich jedes Wort von Benedikt als Gottes Wort betrachtend.
        Meines Erachtens hat schon JPII und verstärkt Benedikt versucht den Patienten Kirche zu therapieren, ohne dass der es merkt, indem sie das getan haben, was man bei Kranken eben tut, die Ressourcen (Kommt von dem Wort source = Quelle) zu stärken, in der HOffnung, dass die Quellen, beim einem mehr mit dem FOcus Moral, bei dem anderen noch mit dem Focus Liturgie, irgendwann so reichlich sprudeln,d ass der ganze Dreck eben weggeschwemmt wird, frei nach Ezechiel (Wasser aus der Tempelschwelle….)
        Und nehmen wir mal an (reine Hypothese) die letzten 4 Päpste wären wirklich so böse, freimaurerische Handlanger gewesen wie die super Tradis gerne behaupten,so hätten die nichts erreicht, wenn die Leut, die ganze normalen Leut da nicht so begeistert auf den Zug Richtung Moderne gesprungenen wären.
        Hat keiner die Katholiken geheißen keine Kinder zu kriegen, auch dem Geld hinterher zu rennen, und all überall den SPruch zu ventilieren „Ja aber heutzutage, geht das ja nicht……………….“
        Der Papst jeder Papst hat den Auftrag die Herde zu hüten und nicht alleine auf dem rechten Weg zu gehen, das ist das Dilemma der letzten Päpste gewesen!

    • und catholicus hat aus übergroßer Demut, das Papstamt, das ihm nach eigener, bescheidener Einschätzung eigentlich zugestanden hätte, abgelehnt. Wenn man sein Sedisvakantengeschwätz liest, möchte man Papst Franziskus fast ( ich betone fast) Recht geben , wenn er mit Blick auf die Dschihad-Terroristen sagt: „auch die Christen haben ihre Fundamentalisten“.

      • Gundula@: Was schwatzen’s denn für blödes Zeug hier? Mann, Sie haben sich offensichtlich hier verirrt. Sie befinden sich hier auf einem katholischen Info und nicht auf einem Bergoglio-Fanclub. Ihr an den Haaren herbeigezogener Vorwurf an catholicus ist absolut unterste Schublade.

      • @ Leone
        Es gibt in dieser Welt nicht nur schwarz und weiß, und ja es gibt Leute die schütteln solang ihr Haupt über der kirchlichen Suppe, bis sie ihr Toupet darin finden!
        Will heißen, es ist absoluter Blödsinn von einer perfekten Kirche bis zu Paul VI zu fabulieren, und an den Päpsten von Paul VI bis Franz nur das Schlechte zu sehen.
        Was soll denn das?
        Auch Päpste sind nicht perfekt, wichtig ist, dass sie glauben und das haben, bei aller Schwäche, wobei auch zu fragen ist, „Was hätten sie denn machen sollen“ die Päpste getan, bis Benedikt auf jeden Fall.

    • Papst Johannes Paul II. hat keine Dogmen zerstört. Noch nicht eines. Ganz im Gegenteil sage ich Ihnen, daß der hl. Papst JP II. gerade für seine Dogmentreue immerzu angegriffen worden war. Sie reden also mit Verlaub gesagt in diesem Fall Unsinn.

  5. Und das nächste Mal kommt der Großmufti nicht in die Vatikanischen Gärten, sondern in den Stephansdom (Wien) und betet einen Rosenkranz.

  6. „Es gibt keinen Gott außer Gott“ ???
    Ja, wirklich?
    Es ist muslimisches Dogma, dass der Koran Wort für Wort von Allah dem Erzengel Gabriel übergeben, der ihn dann im Traum an den heiligen Propheten Mohammed weitergegeben hat.
    In diesem text finden sich zahlreiche Stellen, in denen Allah unmissverständlich die Ermordung von Christen und Juden befiehlt.
    Na prima, das soll unser christlicher Gott sein ?
    Was haben sich unsere Vordenker dabei gedacht ?

  7. @ein besorger Christ: Dann „sorgen“ Sie sich ruhig weiter. Niemand hat hier behauptet, in der Welt gäbe es nur schwarz und weiss. Und darüberhinaus: Die Päpste Roncalli (mit Ausnahme vielleicht von Benedict) bis und mit Bergoglio sind (waren) ausgesprochene Modernist im Gegensatz zur Lehre der Väter und der bisherigen Päpste. Der Gegenwärtige wütet als einer der schlimmsten. Sehen Sie nicht die desaströse Situation, in die uns diese sogenannten Konzilspäpste hineinmanövriert haben? Und dann Ihr Satz:“Was hätten sie denn machen sollen, die Päpste“. Sie hätten tun können, was ihre heilige Pflicht gewesen wäre: Das tun, was die Kirche bis zum Räuberkonzil immer getan hat! Die unverfälschte Lehre Jesu Christi verkünden und verteidigen, ohne nach Mehrheiten zu schielen und Applaus von den Medien zu erwarten. Erzbischof Lefebvre hat es ihnen gezeigt und sie ermahnt. Aber es scheint sinnlos darauf hinzuweisen, wie bei „Papst“ Franz: Viel Lärm um Nichts und wie ein Vogel Strauss den Kopf in den Sand stecken. Das ist wirklich ein Blödsinn.

    • @Leone:
      Sind Sie Sedisvakantist oder haben Sie eine andere Person als „Papst“ Franz als rechtmässigen Papst erkannt?

    • jetzt aber mal halblang, die Kirche, ist und war, wie ein Blick selbst in schwer triumphalistische Heiligengeschichten zeigt, schon immer mit mehr oder weniger unfähigen Führungspersönlichkeiten gesegnet oder gestraft, je nach Standpunkt.
      Trotzdem ist sie nicht untergegangen und hat die Lehre bewahrt, zwar oft wie versteckt auf dem Dachboden, aber immerhin bewahrt.
      Es gab immer wieder Heilige, die die Kirche auf den rechten Weg gebracht haben und wahrscheinlich waren es gar nicht die großen, von denen wir wissen, wie Paulus der dem Petrus gesagt hat wo’s langgeht, Katharina von Siena, Franziskus von Assisi, und so, es waren wohl mehr die kleinen, treuen, stillen Beter und Dulder, die das erwirkt haben.
      Pius X wäre nichts ohne Merry del val gewesen und auch von anderen großen Päpsten gilt sie wären nicht so groß geworden ohne ihre Mitarbeiter!
      Mich nervt einfach das Geschichtsbild der Tradis die davon ausgehen bis zum TOd Pius XII sind alle Päpste und Bischöfe und Kardinäle, Priester udn Gläubige total rechtgläubig udn gut gewesen, das stimmt so nicht.
      Das entschuldigt zwar die Eskapaden eines Papst Franziskus nicht, aber so originell ist er nun auch wieder nicht, wie er und seine Kritiker tun.

      • Sorry, „besorgter Christ“, unter den Päpste vor 1958 mag manch einer dabei gewesen sein, dessen persönliches moralisches Leben nicht über alle katholischen Zweifel erhaben gewesen ist – aber an der Doktrin hat bis einschl. Pius XII. KEIN Papst auch nur ein Jota gerüttelt! Das ist Fakt.

      • Es kommt drauf an, was Sie unter Doktrin verstehen.
        Neulich habe ich z.B. mitgekriegt, dass etwa ein Papst (!) die unehelichen Kinder des Pizzaro, die dieser mit seiner von ihm verstoßenen Inka-Geliebten hatte, obwohl er, anderweitig verheiratet war, dass also der zuständige Papst genau diese Kinder als ehelich anerkannt hat.

        Dann haben diverse Päpste die Reichweite ihres Amtes auch unterschiedlich gesehen und es gibt und gab die causa Honorius.

        Ich halte das mittlerweile für eine fromme Mär, dass alle Päpste bis 1958 rechtgläubig und nur private Schlurris gewesen seien!
        Die Lehre kann nicht geändert werden, von keinen Papst der Welt und wenn er sie änderte, wäre er in dem Moment kein Papst mehr, und den unmoralischeren Päpsten fehlte wohl auch jedes Verständnis für die Lehre, weswegen sie diese auch in RUhe gelassen haben.

      • Pizarro war ein ruhmreicher Eroberer für das Corpus Christianum. Da war es selbstverändlich, dass der Papst ihm gegenüber nicht päpstlicher sein wollte. Auch heute wird bei katholischen, rechten Politikern, die für die Kirche etwas tun, schon mal ein moralisches Auge zugedrückt, und das ist auch richtig so, denn wir haben einen gemeinsamen Feind, und der steht links.

      • Junge, JUnge, werter Traditionstreuer, das macht Ihnen als ausgewiesenem Kirchenfeind sichtbares Vergnügen,. so zu argumentieren, wie Sie denken, dass richtig traditonstreue argumentieren.
        Nehmen Sie zur Kenntnis, dass unser Feind nicht politisch verortet werden kann und das Reich Gottes nicht von dieser Welt ist und man nicht SÜnden verrechnen kann.

      • Wie Traditionstreuer zu Recht betont haben die Päpste vor „dem Konzil“ das depositum fidei treu verwaltet und nicht angetastet.
        Die Versuche der Neo-Cons oder Neo-Traditioneller(deren Methodik den Protestanten gleicht wenn es darum geht alte Romanità zu besudeln.) die alten Päpste mit irgendwelchen Details, den mehr sind die inkriminierten Sachen nicht (welche man zudem im Kontext differenziert zu betrachten hat) die das größere Ganze nie beeinträchtigen konnten weil sie eben den Glauben nicht änderten, zu hinterfragen sind nur aus ihrer Verzweiflung hervorgetretene beschwichtigende Ablenkungsmanöver um das was derzeit in der Abbruchs-Konzils-Kirche geschieht zu relativieren und zu rechtfertigen.

      • Um es mit dem Neu-Kirchen-Jargon zu sagen gibt es einen „graduellen“ Unterschied wenn ein Papst im Besitz der Schlüsselgewalt als oberster Gesetzgeber Kinder legalisiert oder heute man in Rom dazu rüstet die Kirche Gottes umzustürzen und die katholische Religion aus aller Seelen auszurotten und in ihnen verschrobene Begierden einzuflößen und zu entfachen.

      • @ Radkaj
        den graduellen Unterschied sehe ich auch, aber es ging mir darum der weitbverbreiteten These entgegenzutreten, dass die Päpste bis 1958 alle ganz toll und gut gewesen wären.
        Wir müssen einerseits bedenken, dass man bis 1958 eben nicht beständig darüber informiert wurde, was der jeweilige Papst gefrühstückt hat und was er dabei gesagt hat.
        Auch von den Predigten der Päpste erfuhr man nichts.
        Natürlich ist es besorgniserregend, was man „aus Rom“ so hört, aber lehramtlich ist das alles nicht, was man aus Rom so hört.

  8. @Leone: „Sie haben sich offensichtlich hier verirrt. Sie befinden sich hier auf einem katholischen Info und nicht auf einem Bergoglio-Fanclub“
    Es lebt sich natürlich bequemer, wenn man“unter sich ist“ . Da braucht man keine Kritik zu fürchten und womöglich gar selbst die eigene Postion in Frage zu stellen. Also raus mit den unliebsamen Eindringlingen! – Nur sollte man bedenken, dass solche Rausschmisse, wie ich sie hier schon mehfach gelesen habe, auf Außenstehende, die vielleicht noch auf der Suche nach einer religiösen Heimat sind, nicht gerade einladend wirken. Überhaupt sind die Artikel und erst recht die Postings weitgehend negativ, abwehrend. Ob das wirklich echt katholischem Geist entspricht?

    • @Tantumquantum:
      Wer „auf der Suche“ ist, der möge gerne auf einen Kindergeburtstag gehen. Oder in eine Stuhlkreisrunde der Liberalen, was auf dasselbe rauskommt.

      • Jetzt noch einmal eine dumme Frage, wenn man nicht „suchen“ darf: Wie kann Eurer Meinung ‎nach jemand, der nicht in Eure Zirkel, ausserhalb derer anscheinend kein Heil ist, hineingeboren ‎wurde, zum Heil gelangen?‎

        Und ich mein das jetzt nicht ironisch, ich versteh euch zwei einfach nicht (vllt bin ich ja dumm). ‎Was muss eurer Meinung nach jemand tun, der dummerweise in die Konzilskirche reingeboren ‎wurde, um zum wahren Glauben (nach eurer Lesart) zu kommen?‎

        Dass Stuhlkreise lächerlich sind, wissen wir ja alle, also darauf braucht ihr nicht rumreiten…‎

      • @Kostantinov: Er soll nicht diffus und geistfrei „suchen“, sondern sich den Katechismus besorgen (aber nicht den aktuellen!), ihn eifrig studieren und dann bei einem traditionstreuen Priester (solche gibt es noch, sogar vereinzelt in der Konzilskirche!) die Sakramente empfangen. Dann hat sich’s wie von selbst „ausgesucht“, ein für alle Mal!

      • Da mir der Katechismus von Pius X nicht von selber in den Briefkasten flattert und man leider ‎auch nicht auf Schritt und Tritt in einen traditionstreuen Priester stolpert, muß man diese Dinge ‎‎„suchen“, dann lassen sie sich auch „finden“, ungefähr so, wie man einen verlorenen Schlüssel ‎sucht…‎

        Bei aller gebotenen Sprachsensibilität zu diesem Thema: nicht jeder, der das Wort „suchen“ ‎benutzt, meint ein Abhängen in irgendwelchen Alt-68-Selbsterfahrungsgruppen oder sonstigen ‎Zirkeln, wo man um der Suche willen sucht. Ich suche, weil mir was fehlt, nicht weil das suchen ‎so toll ist und – wie uns die Stuhlkreis-Katholiken einreden wollen – suchen schöner als finden ist

        Können wir uns darauf einigen? ;-)‎

    • Leone ist kernkatholisch! Da könnten Sie sich mit Ihrem relativistischem Geschwurbel was von abschneiden!

    • „auf der Suche“
      „mutig“
      „offen“
      oder
      „lebendige Tradition“
      etc etc
      sind Neologismen der Konzilskirche in ihrer vollkommen gescheiterten Pastoration.

      • Bravo, so ist es!
        Ich darf dieses Wörterbch des Konzilshorros noch um einige weitere Schreckenstermini ergänzen:
        „Dialog“
        „Auf dem Weg sein“
        „biblische Begründung“
        „katholische Weite“
        „Eucharistie“ (statt Hl. Messopfer)
        „Wortgottesdienst“
        „Pfarrgemeinderat“
        „geschwisterlich“
        „Friedensgruß“

        etc. etc.

      • „Brüche im Leben“
        „erneuern“
        „Seelsorgeteam“
        „Gemeindebeauftragter“
        „Gemeindeleiter“
        „Abendmahl“
        „Ökologie“
        „Menschenrechte“

      • Yepp! Und der Unworte noch kein Ende:

        „Gerechtigkeit“
        „Bewahrung der Schöpfung“
        „Zärtlichkeit“
        „differenziert sehen“
        „graduell“
        „in Relation zu“
        „mütterlich“
        „Frauenrechte“
        „Evangelische Kirche“
        „Gleichberechtigung“
        „Augenhöhe“
        „Mitbeteiligung“

      • Ich darf mich in diese „wunderbare“ Anthologie der Schreckensbegriffe auch noch einloggen:

        „Gremien“
        „Bischofskonferenz“
        „Religionsfreiheit“
        „Ökumene“
        „Ortskirche“
        „Geistliche Bewegungen“
        „Gespräch“
        „Moderation“
        „Bischof von Rom“
        „Option für die Armen“
        „Befreiung“

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