Bischof Schneider: „Synodendokument eine wirkliche Schande – Ehre des Apostolischen Stuhls beschmutzt“

Bischof Athanasius Schneider
Bischof Athanasius Schneider

(Astana) Das folgende Interview über die Familiensynode mit Msgr. Athanasius Schneider, Weihbischof der Erzdiözese der Allerheiligsten Jungfrau Maria in Astana, Kasachstan, erschien in der polnischen Zeitschrift Polonia Christiana und wurde bereits an anderer Stelle (Gloria.tv, Arbeitskreis für Katholiken) veröffentlicht.
Wegen seiner Bedeutung und weil das Interview hochaktuell ist, wollen wir es dennoch auch dokumentieren. Bischof Schneider nimmt sich kein Blatt vor den Mund, wenn er vom vorläufigen Schlußdokument der Bischofssynode vom vergangenen Oktober als einer „wirklichen Schande“ spricht, mit der der „Apostolische Stuhl beschmutzt“ wurde. Eine unzweideutige Kritik an Papst Franziskus. Kein Bischof des deutschen Sprachraums übte bisher auch nur annährend eine solche Kritik. Mehr noch: Es wurde überhaupt keine Kritik geübt an den Inhalten, der fragwürdigen Regie und der dahinterstehenden Absicht. Wer Kritik äußert, tut es nur hinter vorgehaltener Hand. Andere schweigen mit Bauchschmerzen. Ein weiterer Teil beteiligt sich tatkräftig an der Beschmutzung.

Der Rußlanddeutsche Athanasius Schneider ist ein Regularkanoniker vom Heiligen Kreuz (OCR), die sich selbst als Brüder vom Heiligen Kreuz bezeichnen. 1990 zum Priester geweiht, ernannte ihn Papst Benedikt XVI. 2005 zum Synodalen der Bischofssynode über die Eucharistie. 2006 folgte mit der Ernennung zum Weihbischof von Karaganda die Bischofsweihe. Seit 2011 ist Msgr. Schneider Weihbischof des Erzbistums Astana. Er besitzt die Erlaubnis, im slawisch-byzantinischen Ritus zu zelebrieren, ist Liturgiebeauftragter der Russischen Bischofskonferenz, zelebriert regelmäßig in der überlieferten Form des Römischen Ritus und ist ein großer Förderer der eucharistischen Anbetung und der knienden Mundkommunion.

1. Frage: Exzellenz, was ist Ihre Meinung zur jüngsten Synode über die Familie? Was ist deren Botschaft für die Familie?

S.E.Athanasius Schneider: „Während der Synode gab es Augenblicke offensichtlicher Manipulation seitens einiger Prälaten, die Schlüsselpositionen in der Redaktion und Leitung der Synode einnahmen. Der Zwischenbericht (Relatio post disceptationem) war eindeutig ein vorgefertigter Text ohne Bezug zu den tatsächlichen Aussagen der Synodenväter. In den Abschnitten über Homosexualität, Sexualität und „wiederverheiratete Geschiedene“ und deren Zulassung zu den Sakramenten vertrat der Text eine radikale, neuheidnische Ideologie.
Das ist das erste Mal in der Kirchengeschichte, dass ein solcher heterodoxer Text als Dokument einer offiziellen Versammlung katholischer Bischöfe unter der Leitung eines Papstes veröffentlicht wurde, unbeschadet der Tatsache dass der Text nur einen vorläufigen Charakter besaß. Dank sei Gott und den Gebeten der Gläubigen auf der ganzen Welt, dass eine konsistente Anzahl von Synodenvätern diese Agenda entschlossen abgelehnt hat, die den korrupten und heidnischen Mainstream unserer Zeit widerspiegelt, der weltweit durch politischen Druck und durch die fast allmächtigen offiziellen Massenmedien durchgesetzt wird, die den Prinzipien der weltweiten Gender-Ideologie-Partei loyal sind.
Ein solches, wenn auch nur vorläufiges Synodendokument ist eine wirkliche Schande und ein Hinweis auf das Ausmaß, in dem der Geist der antichristlichen Welt in so wichtige Ebenen des Lebens der Kirche eingedrungen ist. Dieses Dokument wird für künftige Generationen und für die Historiker ein schwarzer Flecken sein, der die Ehre des Apostolischen Stuhls beschmutzt hat. Glücklicherweise ist die Schlussbotschaft der Synodenväter ein echt katholisches Dokument, das die göttliche Wahrheit über die Familie ausdrückt, ohne über die tieferen Wurzeln der Probleme zu schweigen, das heißt, über die Realität der Sünde. Es gibt wirklich Mut und Trost für katholische Familien.
Einige Zitate: „Wir denken an die vom Leben auferlegten Lasten und Leiden, die durch ein Kind mit besonderen Bedürfnissen entstehen kann, durch schwere Krankheit, durch die Schwierigkeiten des Alters oder durch den Tod eines geliebten Menschen. Wir bewundern die Treue so vieler Familien, die diese Leiden mit Mut, Glauben und Liebe ertragen. Sie sehen sie nicht als eine ihnen auferlegte Last, sondern als etwas, in dem sie sich selber geben und die Leiden Christi in der Schwachheit des Fleisches sehen. […] Die eheliche Liebe, die einzigartig und unauflöslich ist, hält trotz vieler Schwierigkeiten durch. Sie ist eines der schönsten und zugleich am weitesten verbreiteten Wunder. Diese Liebe breitet sich durch Fruchtbarkeit und Zeugung aus. Sie umfasst nicht nur die Zeugung von Kindern, sondern auch die Gabe des göttlichen Lebens in der Taufe, die religiöse Unterweisung und die Ausbildung der Kinder. […] Die Anwesenheit der Familie von Jesus, Maria und Joseph in deren bescheidenem Haus schwebt über euch“.

2. Frage: Wer eine Änderung der kirchlichen Lehre zu moralischen Fragen (z.B. Zulassung „wiederverheirateter Geschiedener“ zur Heiligen Kommunion oder eine Form der Zulassung homosexueller Lebensgemeinschaften) erwartet hat, wurde wahrscheinlich durch die Schluss-Relatio enttäuscht. Existiert aber nicht die Gefahr, dass eine Infragestellung und Diskussion von Dingen, die für die Lehre der Kirche grundlegend sind, zukünftig die Türen für schwere Missbräuche und für ähnliche Versuche einer Revision der kirchlichen Lehre öffnen können?

S.E. Athanasius Schneider: Ein göttliches Gebot, in unserem Fall das sechste Gebot, die absolute Unauflöslichkeit der sakramentalen Ehe, eine von Gott bestimmte Regel, bedeutet, dass jene, die sich im Zustand schwerer Sünde befinden, nicht zur Heiligen Kommunion zugelassen werden können. Das wird durch den heiligen Paulus in seinem durch den Heiligen Geist inspirierten Brief in 1. Korinther 11,27-30 gelehrt. Darüber kann man nicht abstimmen, so wie man niemals über die Gottheit Christi abstimmen könnte.
Eine Person, die in einem unauflöslichen sakramentalen Eheband lebt und ungeachtet dessen eine dauerhafte eheähnliche Lebensgemeinschaft mit einer anderen Person unterhält, ist durch göttliches Gesetz vom Empfang der Heiligen Kommunion ausgeschlossen. Diese Person durch eine öffentliche kirchliche Erklärung zuzulassen, würde auf verwerfliche Weise eine Leugnung der Unauflöslichkeit der christlichen Ehe legitimieren und gleichzeitig das sechste Gebot Gottes leugnen: „Du sollst nicht ehebrechen“.
Keine menschliche Institution, nicht einmal der Papst oder ein Konzil, besitzen die Autorität und Kompetenz, eines der zehn Gebote oder die göttlichen Worte Christi auf irgendeine, auch nicht geringe oder indirekte Weise aufzuheben: „Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht trennen“ (Math. 19,6). Ungeachtet dieser leuchtenden Wahrheit, die immer und gleichbleibend – weil unveränderlich – durch alle Zeiten vom kirchlichen Lehramt bis in unsere Tage, zum Beispiel in „familiaris consortio“ von Johannes Paul II, im Katechismus der Katholischen Kirche und von Papst Benedikt XVI. gelehrt wurde, hat man auf der Synode über die Frage der Zulassung sogenannt „wiederverheirateter Geschiedener“ zur Heiligen Kommunion abgestimmt. Diese Tatsache ist schwerwiegend und verrät eine Haltung der klerikalen Arroganz gegenüber der göttlichen Wahrheit des Wortes Gottes. Der Versuch, über die göttliche Wahrheit und über das göttliche Wort abzustimmen, ist jener unwürdig, die als Vertreter des Lehramtes das Depositum fidei als gute und treue Verwalter (vgl. Math. 24,45) eifrig weitergeben müssen.
Durch die Zulassung „wiederverheirateter Geschiedener“ zur Heiligen Kommunion etablieren diese Bischöfe nach eigenem Gutdünken eine neue Tradition und übertreten damit das Gebot Gottes. Christus hat die Pharisäer und Schriftgelehrten deswegen einmal getadelt (vgl. Mt. 15,3). Noch schwerwiegender ist die Tatsache, dass diese Bischöfe versuchen, ihre Untreue gegenüber dem Worte Christi durch Argumente wie „pastorale Notwendigkeit“, „Barmherzigkeit“, „Offenheit für den Heiligen Geist“ zu legitimieren. Außerdem haben sie keine Angst und keine Skrupel, die wahre Bedeutung dieser Wörter in einem gnostischen Sinn zu entstellen, indem sie zugleich jene, die ihnen widerstehen und das unveränderliche göttliche Gebot und die nicht vom Menschen gemachte Tradition verteidigen, als starr, skrupelhaft oder traditionalistisch etikettieren. Während der großen arianischen Krise des 4. Jahrhunderts wurden die Verteidiger der Gottheit des Gottessohnes auch als „unnachgiebig“ oder als „Traditionalisten“ bezeichnet. Der heilige Athanasius wurde sogar von Papst Liberius exkommuniziert. Liberius begründete das mit dem Argument, dass Athanasius mit den orientalischen Bischöfen, die meist Ketzer oder Halbketzer waren, nicht in Gemeinschaft war. Basilius der Große erklärte in dieser Situation folgendes: „Nur eine Sünde wird heute hart bestraft: die aufmerksame Beachtung der Überlieferungen unserer Väter. Aus diesem Grund werden die Guten aus ihren Positionen verdrängt und in die Wüste geschickt“ (Ep. 243).
Die Bischöfe, welche die Heilige Kommunion für „wiederverheiratete Geschiedene“ befürworten, sind die neuen Pharisäer und Schriftgelehrten, weil sie das Gebot Gottes vernachlässigen. Sie fördern die Tatsache, dass aus dem Leib und dem Herzen der „wiederverheirateten Geschiedenen“ noch mehr „Ehebruch hervorgeht“ (Mt 15,19), weil sie eine äußerlich „saubere“ Lösung wollen und in den Augen derer, welche die Macht haben (die Massenmedien, die öffentliche Meinung), „sauber“ dastehen wollen. Wenn sie allerdings vor dem Richterstuhl Christi erscheinen, werden sie sicherlich zu ihrer Bestürzung diese Worte Christi hören: „Was zählst du meine Satzungen auf, was redest du von meinem Bund, da du doch Zucht hasst und meine Worte hinter dich wirfst? … mit Ehebrechern hältst du Gemeinschaft“ (Ps 50/49,16-18).
Der Schlussbericht der Synode enthält leider auch den Absatz mit der Abstimmung über eine Zulassung „wiederverheirateter Geschiedener“ zur Heiligen Kommunion. Auch wenn er die erforderlichen zwei Drittel der Stimmen nicht erreichte, bleibt die Sorge und erstaunliche Tatsache, dass die absolute Mehrheit der anwesenden Bischöfe zugunsten einer Zulassung „wiederverheirateter Geschiedener“ zur Heiligen Kommunion abgestimmt hat, ein trauriges Spiegelbild der geistlichen Qualität des katholischen Episkopats in unseren Tagen. Darüber hinaus ist traurig, dass dieser Absatz, der die erforderliche qualitative Mehrheit nicht erreichte, in der Schluss-Relatio verblieben ist und für eine weitere Diskussion an alle Diözesen gesendet wird. Das wird die dogmatische Verwirrung bei Priestern und Gläubigen sicherlich nur erhöhen, weil in der Luft ist, dass göttliche Gebote und die göttlichen Worte Christi und des Apostels Paulus menschlicher Entscheidungsfindung unterworfen werden. Ein Kardinal, der offen und nachdrücklich eine Zulassung „wiederverheirateter Geschiedener“ zur Heiligen Kommunion und sogar die schändlichen Aussagen des Zwischenberichtes über homosexuelle „Paare“ unterstützte, zeigte sich mit dem Schlussbericht unzufrieden und erklärte frech: „Das Glas ist halb voll“ und im Bild bleibend meinte er, dass man daran arbeiten müsse, damit das Glas im nächsten Jahr auf der Synode ganz voll sei. Wir müssen aber fest glauben, dass Gott die Pläne der Unehrlichkeit, der Untreue und des Verrats zunichtemachen wird. Christus hält unfehlbar das Ruder des Bootes seiner Kirche inmitten eines so großen Sturms. Wir glauben und vertrauen dem wahrhaftigen Herrscher der Kirche, unserem Herrn Jesus Christus, der die Wahrheit ist“.

3. Frage: Wir erleben derzeit eine massive Aggression gegen die Familie. Diese Aggression wird im Bereich der Wissenschaft von einer enormen Verwirrung bezüglich des Menschen und der menschlichen Identität begleitet. Leider gibt es Vertreter der kirchlichen Hierarchie, die bei der Erörterung dieser Fragen Meinungen äußern, die der Lehre des Herrn widersprechen. Wie sollen wir mit den Menschen, die Opfer dieser Verwirrung werden, sprechen, um ihren Glauben zu stärken und sie zum Heil zu führen?

S.E. Athanasius Schneider: „In dieser außerordentlich schwierigen Zeit reinigt Christus unseren katholischen Glauben, damit die Kirche durch diese Prüfung heller leuchte und wirklich Licht und Salz für die fade neuheidnische Welt sei Dank der Treue und dem reinen, einfachen Glauben zunächst der Gläubigen, der Kleinen in der Kirche, der „Ecclesia docta“ (der lernenden Kirche), die in unseren Tagen die „Ecclesia docens“ stärken wird (die lehrende Kirche, das heißt, das Lehramt) sowie während der großen Glaubenskrise im vierten Jahrhundert, zu welcher der selige Kardinal John Henry Newman schreibt: „Das ist eine sehr bemerkenswerte Tatsache, die aber eine Moral enthält. Vielleicht wurde sie zugelassen, um der Kirche, die genau in dieser Zeit aus ihrem Zustand der Verfolgung hervorkam, die große Lehre des Evangeliums einzuprägen, dass nicht die Weisen und Mächtigen, sondern die Unbedeutenden, die Ungelernten und die Schwachen die wahre Stärke der Kirche darstellen. Das Heidentum wurde vor allem von den einfachen Gläubigen gestürzt. Die Gläubigen haben unter der Leitung des Athanasius und der ägyptischen Bischöfe, und an einigen Orten unterstützt von ihren Bischöfen und Priestern, den schlimmsten Häresien widerstanden und sie aus dem heiligen Bereich ausgemerzt. … In dieser Zeit der immensen Verwirrung wurde das Dogma der Göttlichkeit unseres Herrn verkündet, durchgesetzt, bewahrt. Menschlich gesprochen wurde sie weit mehr von der „Ecclesia docta“ als von der „Ecclesia docens“ bewahrt. Die Gesamtheit der Bischöfe war ihrer Aufgabe untreu geworden, während die Gesamtheit der Laien treu zur Taufe stand. Bald erklärte der Papst, bald ein Patriarch, ein Metropolit oder sonst ein wichtiger Bischof oder ein Generalkonzile, was man nicht hätte sagen sollen oder sie taten, was die offenbarte Wahrheit verdunkelte und kompromittierte. Auf der anderen Seite war das christliche Volk unter der Leitung der Vorsehung die kirchliche Stärke eines Athanasius, Hilarius, Eusebius von Vercelli und anderer großer und einsamer Bekenner, die ohne die Gläubigen gescheitert wären“ (Arianer des vierten Jahrhunderts, 466).
Wir müssen gewöhnliche Katholiken ermutigen, dem gelernten Katechismus, den klaren Worten Christi im Evangelium und dem ihnen überlieferten Glauben ihrer Väter und Vorväter treu zu bleiben. Wir müssen Studienzirkel und Vorträge über die beständige Lehre der Kirche zu Fragen der Ehe und Keuschheit organisieren und dazu vor allem junge Menschen und Ehepaare einladen. Wir müssen die große Schönheit eines Lebens in Keuschheit, die große Schönheit der christlichen Ehe und Familie, den großen Wert des Kreuzes und des Opfers in unserem Leben aufzeigen. Wir müssen das Beispiel der Heiligen sowie beispielhafter Personen darstellen, die zeigten, dass sie, obwohl sie die gleichen Versuchungen des Fleisches, die gleiche Feindseligkeit und den gleichen Spott der heidnischen Welt erlitten, dennoch mit der Gnade Christi ein glückliches Leben in Keuschheit, in einer christlichen Ehe oder in der Familie führten. Der Glaube, der reine und integrale katholische und apostolische Glauben, wird die Welt überwinden (vgl. 1. Joh. 5,4).
Wir müssen Gruppen von Jugendlichen mit reinen Herzen, Familiengruppen und Gruppen katholischer Ehepaare, die ihren Eheversprechen verpflichtet sind, gründen und fördern. Wir müssen Kreise organisieren, die zerbrochenen Familien und alleinerziehenden Müttern moralisch und materiell helfen, Gruppen, die mit Gebet und Rat getrennte Paare unterstützen, Gruppen und Personen, die „wiederverheirateten Geschiedenen“ helfen, einen Prozess der ernsthaften Umkehr zu ermöglichen, indem sie in Demut ihre sündhafte Lage erkennen und mit der Gnade Gottes die Sünden verlassen, die das Gebot Gottes und die Heiligkeit des Sakraments der Ehe verletzen. Wir müssen Gruppen schaffen, die Personen mit homosexuellen Tendenzen sorgsam unterstützen, den Pfad der christlichen Bekehrung zu gehen, den glücklichen und schönen Pfad eines keuschen Lebens und ihnen schließlich in diskreter Weise eine psychologische Heilung anbieten. Wir müssen unseren Zeitgenossen in der neuheidnischen Welt die befreiende Gute Nachricht der Lehre Jesu Christi vor Augen führen und predigen, dass das Gebot Gottes, auch das sechste Gebot, weise und schön ist: „Das Gesetz des Herrn ist vollkommen. Es erquickt die Seele: das Zeugnis des Herrn ist zuverlässig. Es macht den Einfältigen weise. Die Satzung des Herrn sind richtig, sie erfreuen das Herz: das Gebot des Herrn ist lauter, es erleuchtet die Augen „(Ps. 19/18,7-8)“.

4. Frage: Während der Synode, bemängelten Erzbischof Gądecki von Posen und einige andere bedeutende Prälaten öffentlich, dass die Ergebnisse der Diskussionen von der immerwährenden Lehre der Kirche abwichen. Gibt es eine Hoffnung, dass es inmitten dieser Verwirrung, ein Erwachen der Mitglieder des Klerus und jener Gläubigen geben wird, die sich bisher nicht bewusst waren, dass es im Inneren der Kirche Leute gibt, welche die Lehre des Herrn untergraben?

S.E. Athanasius Schneider: „Es gereicht dem polnischen Katholizismus sicherlich zur Ehre, dass der Präsident des katholischen Episkopats, Seine Exzellenz Erzbischof Gądecki mit Klarheit und Mut die Wahrheit Christi über die Ehe und die menschliche Sexualität verteidigt hat. Dadurch offenbarte er sich als ein wahrer geistlicher Sohn von Johannes Paul II. Kardinal George Pell bezeichnete die liberale Sex-Agenda und die angeblich barmherzige und seelsorgerische Forderung nach einer Zulassung „wiederverheirateter Geschiedener“ zur Heiligen Kommunion während der Synode sehr treffend als Spitze des Eisbergs und Art Trojanisches Pferd in der Kirche.
Dass es mitten im Schoß der Kirche Leute gibt, welche die Lehre des Herrn untergraben, wurde für die ganze Welt dank des Internets und der Arbeit einiger katholischen Journalisten offensichtlich, denen nicht gleichgültig war, was mit dem katholischen Glauben geschieht, der für sie ein Schatz Christi ist. Ich war erfreut, dass einige katholische Journalisten und Internet-Blogger sich als gute Soldaten Christi benahmen und die öffentliche Aufmerksamkeit auf die klerikale Agenda einer Unterminierung der beständigen Lehre unseres Herrn hinlenkten. Kardinäle, Bischöfe, Priester, katholische Familien, katholische Jugendliche müssen klar sagen: Ich weigere mich, mich dem neuheidnischen Geist dieser Welt anzupassen, auch wenn dieser Geist von einigen Bischöfen und Kardinälen verbreitet wird. Ich werde deren trügerische und abwegige Instrumentalisierung der heiligen Barmherzigkeit Gottes und deren Behauptung eines „neuen Pfingsten“ nicht akzeptieren. Ich weigere mich, die Statue des Götzen der Gender-Ideologie, die Zweitehe und das Konkubinat zu beweihräuchern. Auch wenn mein Bischof das machen würde, ich werde es nicht tun. Mit der Gnade Gottes werde ich lieber leiden als die ganze Wahrheit Christi über die menschliche Sexualität und die Ehe zu verraten.
Die Zeugen werden die Welt überzeugen, nicht die Lehrer, sagt Paul VI. in „Evangelii nuntiandi“. Die Kirche und die Welt brauchen dringend unerschrockene und ehrliche Zeugen der ganzen Wahrheit der Gebote und des Willens Gottes und der ganzen Wahrheit der Worte Christi über die Ehe. Moderne klerikale Pharisäer und Schriftgelehrte, jene Bischöfe und Kardinäle, welche die neuheidnischen Götzen der Gender-Ideologie und des Konkubinat beweihräuchern, werden niemanden überzeugen, an Christus zu glauben oder bereit zu sein, das Leben für Christus hinzugeben. Es ist tatsächlich so: „Veritas Domini manet in aeternum“ (Ps. 116: „Die Wahrheit des Herrn bleibt auf ewig“) und „Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit“ (Hebr. 13,8) und „die Wahrheit wird euch frei machen“ (Joh. 8,32). Dieser letzte Satz war eine der Lieblings-Bibelzitate von Johannes Paul II., des Papstes der Familie. Wir können hinzufügen: Die geoffenbarte und unveränderlich überlieferte göttliche Wahrheit über die menschliche Sexualität und die Ehe wird den Seelen innerhalb und außerhalb der Kirche wahre Freiheit zu bringen. Inmitten einer Krise der Kirche und des schlechten moralischen und dogmatischen Beispiels einiger Bischöfe seiner Zeit tröstete der heilige Augustinus die einfachen Gläubigen mit den Worten: „Was auch immer wir Bischöfe sein mögen, Ihr seid sicher, die ihr Gott zum Vater und seine Kirche zur Mutter habt“ (Contra litteras Petiliani III, 9, 10)“.

+ Athanasius Schneider,
Weihbischof der Erzdiözese der Allerheiligsten Jungfrau Maria zu Astana, Kasachstan.

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122 Comments

  1. Wunderbar! Diese schonungslos wahrhaftigen Worte eines wahrhaftigen Zeugen wirken unglaublich befreiend und stärkend. Mit Gottes Hilfe kann einer weiteren Beschmutzung der Ehre des Apostolischen Stuhles Einhalt geboten werden!

  2. Dieser Bischof macht seinem Namen „Athanasius“ wirklich alle Ehre. Nur wie lange noch bis auch diesen Verteidiger der katholischen Lehre der Bannstrahl aus Rom trifft. Dieser Bannstrahl ist bisher ja allen konservativen und Verteidigern der traditionellen Lehre vorbehalten. Sie werden dann von der übergroßen Vaterliebe des Bischofs von Rom namens Franziskus getroffen und von seiner Barmherzigkeit aus dem Amt entfernt. Franziskus will natürlich wissen, was die Bischöfe denken und ist dieses zeitgemäss, finden sie auf seiner Weide Zuflucht. Sind sie aber der traditionellen Lehre und dem überlieferten Lehramt treu, werden sie aus dem „Schafstall“ entfernt. Dieser Papst ist für die Kirche wirklich eine große Prüfung und trägt zur Scheidung der Geister bei….. Bleiben wir treu zur Lehre der Kirche und lassen uns nicht vom Zeitgeist blenden. Erzbischof Lefebvre hat getan, was die Kirche immer geglaubt und gelehrt hat und wurde bekämpft als der päpstliche Stuhl noch klar und unverbrüchlich an der Sittenlehre der Kirche festhielt und wenigstens diese immer wieder verteidigt hat. Jetzt wird selbst die Sittenlehre vom Bischof von Rom zur Diskussion freigegeben und durch seine Widersprüche langsam aufgeweicht.

    • Gregorius @ Dieser Darlegung und Schilderung kann man nur zustimmen. Die Gefahr
      wird deutlich erkannt. Es ist in Bezug auf die Traditionstreuen damit zu rechnen, dass
      früher oder später eine Situation geschaffen wird, welche den mutigen Bischof Athana-
      sius zum Schweigen bringen wird. Seine Aussagen betreffen vor allen Dingen, beson-
      ders die deutschen Bischöfe, allen voran Kardinal Marx. Des weiteren muss man um das Schicksal von Kardinal Müller von der Glaubenskongregation bangen, denn auch er hat bei der Synode Kritik geübt. Wie weit wird Papst Franziskus noch gehen ? Wie weit
      wird man ihm noch folgen ?

      Man kann nur noch beten !

  3. Bischof Athanasius Schneider ein wahrer „defensor fidei“ !

    Wir erinnern uns auch gerne an die Aussagen von Bischof Schneider bez. dem Vaticanum II..
    „katholisches.info“ berichtete; als Auszug die Einleitung:
    -
    „Bischof Athanasius Schneider: Mehrdeutigkeiten in Konzilsdokumenten korrigieren – Interview auf ChurchMilitant.tv

    (New York) Der deutschstämmige Weihbischof von Astana im zentralasiatischen Kasachstan, Msgr. Athanasius Schneider gab dem katholischen US-InternetsenderChurchMilitant.tv ein Interview, in dem er eine Korrektur der Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils forderte, die – so Schneider – zu Fehlentwicklungen beigetragen haben.
    Bischof Schneider gehört zu den profiliertesten Vertretern jenes Teils der katholischen Kirche, der nicht durch Anpassung an die Welt Stärke zu finden sucht, sondern durch die Verkündigung der unverkürzten Glaubenswahrheit in der Welt. Bereits mehrfach äußerte er auch Kritik am Zweiten Vatikanischen Konzil, etwa bei den internationalen Jahrestagungen zum Motu proprioSummorum Pontificum in Rom. In einem Fernsehinterview für ChurchMilitant.tvwiederholte er seine Kritik, woraufpius.info aufmerksam machte.“
    -

    Der Artikel in voller Länge:

    http://www.katholisches.info/2013/10/07/bischof-athanasius-schneider-mehrdeutigkeiten-in-konzilsdokumenten-korrigieren-interview-auf-churchmilitant-tv/
    -

    Bischof Athanasius Schneider hat auch das sehr empfehlenswerte Büchlein „Dominus est“ über die hl. Kommunion geschrieben.

    Er ist nachfolgend in einem Vortrag über den rechten Umgang mit dem allerheiligsten Sakramentes des Altares zu hören:

    http://www.kirche-in-not.de/app/mediathek/play/sItem/0030000981
    -

  4. Schon allein die Tatsache, dass der Summus Pontifex anordnete, die „relatio post disceptationem“ auf Italienisch und nicht auf Latein zu veröffenlichen, zeigt zweiffellos, dass das Papier ausserhalb des üblichen Weges zustande gekommen ist und dass der Summus Pontifex dabei mitgemauschelt hat.
    Es handelt sich also um eine „relatio ante disceptationem“.
    Dies ist eines Summus Pontifex unwürdig und hat dem Ansehen des Papsttums und dem Ansehen derlei Synoden schwersten Schaden zugefügt.
    Der „Verfasser“ des Paiers, der Hegelianer und Rahnerianer Erzbischof Bruno Forte hat seinen ersten Denkzettel schon verpasst bekommen.

  5. Die Ereignisse in Kirche und Welt haben eine unheimliche Dynamik angenommen. Hat denn noch niemand bemerkt, welche Ungeheuerlichkeit sich dieser Tage wieder im Vatikan abspielt? Eine interreligiöse Konferenz unter dem Titel „Humanum“, an der sich Muslime, Juden, Hindus, Buddhisten, Mormonen, … beteiligen, zum Thema E h e. Papst Franziskus hat die Eröffnungsrede gehalten:
    https://www.redstate.com/2014/11/19/while-youre-distracted-humanum-is-happening/
    Die amerikanische Episkopalkirche ist dem gottlosen Vorbild von Papst Franziskus (Vatikanische Gärten, Pfingstsonntag 2014) gefolgt und hat einen Imam, Hamad Ahmad Chebli, in der Nationalkathedrale in New York eine islamische Gebetsfeier abhalten lassen!
    http://defund.com/allah-the-most-gracious-the-most-merciful-praised-on-us-house-floor-reps-literally-bow-to-muslim-god/?utm_source=fnot1&utm_medium=facebook

    • Ich meine, das mal von Nasim Ben Iman [sic! 'Ben Iman – Sohn des Glaubens'], einem Konvertiten, der seit seiner Abkehr vom Islam wirklich unermüdlich (und sehr mutig!) Aufklärungsarbeit leistet und Vorträge über die ‚Religion des Friedens‘ hält (auf yt findet man einiges von ihm), gehört zu haben: sobald ein Imam in einer Kirche öffentlich gebetet (oder zumindest, ob offen oder „versteckt“ im arab. Text, dabei die Schahada rezitiert) hat, kann die Umma, die Gemeinschaft aller Muslime, (zumindest theoretisch) daraus den Rechtsanspruch herleiten, daß diese Kirche dadurch zur Moschee „umgewidmet“ worden ist und für immer zum Besitz der Umma (bzw. Allahs) gehören wird (bei der Hagia Sophia z.B. ging das sehr schnell: Mehmet II. ließ einen Imam das islam. Glaubensbekenntnis von der Kanzel verkünden, und schon war die Kathedrale zur Moschee geworden – bzw. entweiht). Noch[!] hätte dies etwa bei uns in Mitteleuropa keinerlei Auswirkungen; kehren sich jedoch einmal die religiösen Mehrheitsverhältnisse um (Geburtenrate, weitere Einwanderung, „Konversionen“), sieht die Sache schon anders aus …

    • @ Zeitschnur
      Was Sie verbreiten ist Donatismus in Reinkultur!

      Gerade weil die Kirche die Kirche der SÜnder ist, merkt man kaum, dass sie die reine Braut ist.
      Sünden sind auch die Sünden des Geistes, gerade heutzutage schwer virulent, ergo auch die Sünde des hochmütigen sich klasse vorkommen, weil man, das was Jahrtausende als Sünde definierten, relativiert…..
      ja es gilt das Wort aus dem Brief des Judas Iskarioth „verabscheut sogar das Gewand eines Menschen, der der Sünde verfallen ist.“ aber man muss da auch den Satzanfang mitlesen der da lautet „erbarmt euch ihrer voll Furcht!“

      Natürlich stehen die Priester unter einem mörderischen Druck, natürlich scheint sich alles aufzulösen und es sieht aus, als würde der Stuhl Petri von seinem aktuellen Inhaber genüsslich zu Kleinholz verarbeitet werden, um dann auf einem „Freude schöner Götterfunken Fest“ zusammen mit allem anderen „Muff von Jahrtausenden“ verbrannt zu werden, zur Freude der weltlichen Welt.
      Natürlich ist das für jeden halbwegs Frommen eine unmögliche Situation, aber die alles entscheidende Frage ist „wenn die Kirche nicht mehr Kirche ist, wo ist sie dann?“ und dazu kommt auch in der Vergangenheit vor 200 Jahren pflegte die Kirche bisweilen den Eindruck zu erwecken, auf den Tischen der Welt zum Beifall selbiger zu tanzen, von daher ist unsere aktuelle Lage zwar schlimm, aber nicht besonders originell.
      Ich seh das so, unsere geistige Heimat die Kirche ist besetzt, wer treu ist, der bleibt.
      Das ist nur eine Haltung die im Denken der modernen Menschen gar nicht vorkommt und zwar weltweit nicht.
      Und nochmal, bislang hat Papst Franziskus zwar eine Menge missverständlicher, irritierender, in der Extrapolation häretischer Äußerungen, sowie Gesten von sich gegeben,. aber all das hat er nicht lehramtlich, mit Autorität getan!
      Er übt sein Lehramt (gottseidank, könnte man fast sagen) nicht aus, wir haben im Endeffekt 2 Päpste von denen keiner lehrt, was schon eine seltsame Situation ist, aber deshalb dem Lehramt Häresie zu unterstellen, halte ich für verkehrt.
      Sie analysieren wirklich scharf, aber Sie scheinen mir dem Irrtum verfallen zu sein, als gäbe es irgendwo auf dieser Erde für lange Zeit eine Institution die das Wahre, Schöne, Gute sichtbar und klar durch die Zeiten trägt. Eine Lichtfigur die durch die dunklen Schlachtfelder der Welt schreitet.
      Im Grunde ist die Kirche sowas, nur eben im Verborgenen, die eigenen Schätze fast nicht mehr wahrnehmend.

      • Der Donatismus ist in seiner genauen „Lehre“ und Zielsetzung kaum oder nur bruchstückhaft rekonstruierbar und war in einer historisch völlig anderen Lage virulent. Man sollte daher nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, zumal wir ja weder über unsere eigene Lage noch über diese histoische einen vollständigen Überblick haben.
        Es ist also nicht nützlich, mich nun in diese Schubalde stecken zu wollen.

        Ich denke, dass Sie das, was ich vortrage, vergröbert in die Schublade „Perfektionismus“ und „Reinheitswahn“ abzulegen versuchen. Es gibt die Meinung, der Donatismus habe die Gültigkeit der Sakramente von der persönlichen Würde des Spenders abhängig gemacht.

        Nun habe ich jedoch so nie argumentiert!

        Es geht nicht um die Reinheit des Spenders der Sakramente, sondern darum, ob die Sakramente nach ihrer totalen formellen Zerstückelung und Verfremdung durch Paul VI. (aber auch schon durch Pius XII. und Johannes XXIII.), noch DIE Sakramente sind, die sie zuvor waren, oder ob es sich nicht um eine vollkommen „neue“ Kirche mit einer Nachäffung der alten Sakramente geben könnte, die dann natürlich auch als sie selbst – in dieser nachäffenden Form – nicht gültig sein können, aber nichtsdestoweniger dennoch eine tägliche Schmähung und Verhöhung Christ – nicht des apostolischen Stuhels (!) – bedeuten und jeder, der sich daran wissentlich beteiligt, den Frevel mitmacht.

        Wer das noch nicht erkannt hat, ist natürlich auch nicht zu belangen.

        Sie haben wohl auch vergessen, wer meine „Lichtfiguren“ sind – Sie haben selbst dagegen ausführich in der Vergangenheit opponiert… Nein, @ besorgter christ, gerade ich habe keine irdischen Lichtfiguren, sondern habe immer betont, dass ich alleine auf die mächtige Fürsprache Mariens vertraue, dass ich ihr mein Leben zur Verfügung gestellt habe und hoffe, diesem Versprechen nicht untreu zu werden, damit sie mich erzieht und ihrem geliebten Sohn vorstellt, wie es in einem alten Gebet heißt:

        „Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir,
        o heilige Gottesgebärerin.
        Verschmähe nicht unser Gebet in unsern Nöten,
        sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren,
        o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau.
        Unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
        Versöhne uns mit deinem Sohne,
        empfiehl uns deinem Sohne,
        stelle uns vor deinem Sohne.
        Amen.“ (aus dem 3. Jh !!!)

        Es ist doch gleich, ob ein Papst seine Häresien ex cathedra verkündet oder sonst Tag für Tag – ein Häretiker kann doch nicht der Fels sein! Und Häretiker ist man, wenn man Häresien offen anhängt und sie auch verbreitet, dies aber anhaltend und unbelehrbar.

      • @ zeitschnur, es ist ein himmelweiter Unterschied, ob ein Papst Irrlehren Ex cathedra verkündet oder privat!
        Glauben Sie wenn irgendein Reanissancepapst mit seiner Mätresse rumpousiert hat, dann hat der dabei nicht, was das 6. Gebot angeht massiv häretisches von sich gegeben????
        Nur ist das was er entsprechende Papst da ganz konkret gesagt hat, egal ,weil privat.
        Es wäre natürlich besser gewesen, er habe nicht persönlich gesündigt, schon klar.
        So was nun die Sakramente angeht, so sind die gültig, weil die Kirche definitiv die Vollmacht hat, über die Form zu befinden.
        Dass die Form des Novus Ordo einem schlecht montierten Auto gleicht, dass beständig auseinanderfällt, steht auf einem anderen Blatt.
        Definitiv Recht haben sie, wenn sie das Nachrennen der Frommen zu diesem oder jenem kritisieren, stören tut mich nur, dass sie die Not der Frommen nicht sehen wollen.
        Jemand der über Jahre hinweg schlecht ernährt und vernachlässigt worden ist, der macht halt einen entsprechenden Eindruck.

        So und das folgende schreibe ich mal ganz abstrakt.
        Sich Gott und seiner Mutter anvertrauen, davon reden mir die Leute schon seit ich denken kann.
        Festgestellt habe ich: sobald Gott von dem Angebot Gebrauch macht, und den Menschen unters Kreuz stellt, bzw sogar ans Kreuz hängt, sprich ihm das tut, was er den Seinen verheißen hat, nämlich ’nen Haufen Ärger bereitet , oder ihnen den Blick so schärft, dass sie die Not sehen, die andere nicht sehen wollen, die Not die sich hinter all dem Glitter, Glimmer, Glamour, all dem Soziologengewäsch bzw frommen Gerede versteckt, sobald Gott das tut, was man ihm da so zuversichtlich versprochen hat, ist es einem dann auch wieder nicht recht!
        In diese Zeit gestellt sein, scharf sehen, wo die Mietmenschen mal wieder die Theaterkulisse mit der Wahrheit (Christus und seine Braut, die Kirche) verwechseln, das ist eine große Gabe, aber auch ein Kreuz.
        Aller Segen den Gott gibt hat was vom Kreuz.

  6. Schon wieder ein großartiges Interview. Dieses Mal mit einem Weihbischof, der eindeutig und selbstbewusst den katholischen Glauben verkündigt und uns Gläubige ermutigt.

    Ein Schlüsselsatz ist für mich, dass keine menschliche Institution, weder der Papst noch ein Konzil, die Autorität und die Kompetenz besitzen, weder die Zehn Gebote, noch die göttlichen Worte Christi aufzuheben.
    Sein Hinweis auf den hl. Athanasius, der exkommuniziert wurde, ist in diesem Zusammenhang bemerkenswert. Der Glaubensgehorsam steht über dem Gehorsam den kirchlichen Autoritäten gegenüber, und wenn es der Papst ist. Wenn diese Autoritäten den Glauben verraten. Bischof Schneider nennt die Maßstäbe: den Katechismus, die hl. Schrift. Hier ist unser Glaube niedergelegt, dokumentiert. Niemals darf es darum gehen, eigene Vorstellungen mit dem geoffenbarten Glauben zu verwechseln.

    Machen wir uns nichts vor: Die schweren Auseinandersetzungen kommen noch, noch stehen wir am Anfang. Und wenn die glaubenstreuen Bischöfe deutlich in der Minderheit sein werden: entscheidend ist die Treue. Über die Gottheit Jesu Christi kann nicht abgestimmt werden, so wenig, wie über den geoffenbarten Glauben und seine Gebote.

    Der innerkirchliche Konflikt scheint sich an der Lehre über die Ehe und Familie zu entzünden. Doch vergessen wir nicht den „glühenden Kern“ unseres Glaubens, den der hl. Pius X. als sein Motto wählte: „Alles in Christus erneuern.“ Dieser Grundsatz des heiligen Papstes ist als Aufgabe unersetzlich. Anders kann sich unsere Kirche nicht mehr aus dieser Glaubenskrise befreien.

    • Zeitlos @ … Zeitlos sagt… Zeitlos sagt… Zeitlos sagt ! Lieber Himmel wer kann denn soviel schreiben, wer kann soviel lesen, wer hat soviel Zeit ! Natürlich ist Ihr Bemühen
      positiv zu bewerten, ebenso Ihr Wissen. Aber diese Flut an einem Stück ? Trotzdem
      Danke !

      • Ja,sie,die Zeit… ist eben erleuchtet. Blendend. Ich schaue mir das Ewige Licht, das stille Flackern…am Hochaltar an und knie nieder. Bete.

  7. Auf mich wirkt dieses Interview surreal.
    Bischof Schneider ist zwar mit Sicherheit ein rechtschaffener Mann und alles, was er vorträgt, wirkt persönlich glaubwürdig.

    Ich stelle mir seinen Alltag vor: Sicher liest er treu Brevier und führt ein reines Leben – kein Zweifel. Er zelebriert im Novus Ordo (muss er ja als nachkonziliarer Bischof), aber lieber im alten Ritus und in einem slawischen Ritus. Er ist persönlich ein integrer Mann, baut hübsche Kirchen, weit ab vom mitteleuropäischen dekadenten Getümmel, in einer katholischen Nische, die vielleicht gewisse Freiheiten erlaubt.

    Er übt scharfe Kritik am „Papst“. Allein schon an der Formulierung, die „Ehre des apostolischen Stuhles“ sei „beschmutzt“ worden, bin ich aber hängengeblieben. „Ein solches, wenn auch nur vorläufiges Synodendokument ist eine wirkliche Schande und ein Hinweis auf das Ausmaß, in dem der Geist der antichristlichen Welt in so wichtige Ebenen des Lebens der Kirche eingedrungen ist. Dieses Dokument wird für künftige Generationen und für die Historiker ein schwarzer Flecken sein, der die Ehre des Apostolischen Stuhls beschmutzt hat.“ Eine „Schande“, „Hinweis auf das Ausmaß des antichristlichen Geistes in der Kirche…“, „schwarzer Flecken“.
    Er spricht richtig von göttlichen Geboten, die unveränderlich sind und davon, dass es Gott sei Dank Laien gibt, die sich wehren wie einst zu Athanasius Zeiten.
    „Dass es mitten im Schoß der Kirche Leute gibt, welche die Lehre des Herrn untergraben, wurde für die ganze Welt dank des Internets und der Arbeit einiger katholischen Journalisten offensichtlich, denen nicht gleichgültig war, was mit dem katholischen Glauben geschieht, der für sie ein Schatz Christi ist.“

    Ich schüttle den Kopf – es ist wirklich surreal, weil es „die ganze Welt“ einfach überhaupt nicht interessiert, was ein paar Laien im Internet zu dieser Synode sagen! Oder hat einer der geschätzten Leser auch nur eine Erwähnung dieser Blogger in den Medien wahrgenommen?

    Wie zelebriert man täglich im Novus Ordo, obwohl man ihn für sakrilegisch hält, und dann wieder im alten Ritus? Oder hält man den Novus Ordo (wie Benedikt es verordnet hat!) nicht für sakrilegisch, sondern für „ein und dasselbe“ wie den alten Ordo, aber warum dann der alte Ritus, wenn es gleich ist? Wenn das alles so ist, wie von Benedikt verfügt, dann gibt es an sich keinen Grund, sich am alten Ritus abzuarbeiten und die Gläubigen mit Mundkommunion und dergleichen zu stressen.
    Und vor allem: was richtet solche geistliche Zweigleisigkeit in einer Priesterseele an?
    Und bei den Laien?

    Nun zu der Formulierung von der „Ehre des apostolischen Stuhles“.
    Geht es denn um die Ehre des apostolischen Stuhles?
    Es geht doch um einen Befehl Jesu, der aufs Engste mit Seiner Beziehung zur Kirche zusammenhängt!
    Es geht doch nicht um die „Ehre des apostolischen Stuhles“!
    Es geht um die Ehre unseres Herrn, die hier beschmutzt wird!
    Ist das aber bereits Folge der täglichen Zweigleisigkeit, die ausblenden muss, dass sie IHN beleidigt?

    • Bischof Schneider vergleicht unsere Lage mit der des 4. Jh, obwohl er selbst zwei Merkmale nennt, die eigentlich zeigen, dass diese Annahme falsch ist:

      1. Er sagt: „Das ist das erste Mal in der Kirchengeschichte, dass ein solcher heterodoxer Text als Dokument einer offiziellen Versammlung katholischer Bischöfe unter der Leitung eines Papstes veröffentlicht wurde.“ Also auch nicht im 4. Jh – und das ist ein gewaltiger Unterschied.

      2. Er spricht davon, dass ein antichristlicher Geist in die wichtigen Ebenen des kirchlichen Lebens eingedrungen sei. Das dürfte ihn an sich nicht erstaunen, sprach doch schon der Liturgiezerstörer Paul VI. davon, dass der „Rauch Satans“ eingedrungen sei – das war vor 40 Jahren, in denen immer wieder Priester und Bischöfe glaubten, sie müssten auf bessere Tage warten, tausend Kompromisse mit diesem Rauch Satans und dem antichristlichen Geist eingingen und dachten, man könne das mit Elan und Eifer unbeschadet aussitzen. –

      Es ist ähnlich, wie bei der Kard. Burke-Predigt – irgendwo ist der Haken, irgendwo wird sichtbar, dass das Gefüge in sich nicht stimmt und deshalb auch keine Chance hat. Denn F. ist nicht Liberius: Liberius war persönlich rechtgläubig, aber zu schwach. F. ist persönlich nicht rechtgläubig und auch noch stark, und das ist das eigentliche Problem. Insofern ist ein Vergleich unerlaubt. Was regt sich der Bischof also auf – er wird gleich nach dem Interview hingehen und in aller Pracht und Würde das Hl. Messopfer oder bloß die „Eucharistiefeier“ im Novus Ordo, aber auf jeden Fall una cum papa nostro Francisco feiern. Er leitet also das Messopfer von einem ab, den er eben noch als antichristlich verdorben bezeichnet hat….

      Aber es ist kein Thema, ob damit der Herr beleidigt und beschmutzt wird. Thema ist, ob der apostolische Stuhl beschmutzt wird.
      Und so gedeutet kann man endlos in allen Halbheiten mitschwimmen, sogar in den Halbheiten der Finsternis. Man spricht von Katechese, von Lehre, vom depositum fidei, vom Kirchenrecht, von Häresien, der ecclesia docens, von Satzungen des Herrn, Katechismen, Studienzirkeln und Keuschheit.
      Aber von IHM, von der tiefen Liebe zu IHm ist überhaupt keine Rede.
      „Wir müssen dies tun und wir müssen jenes tun“ setzt er seine Rede fort.
      Sollte unsere erste Frage nicht die sein: „Was willst du, Herr, das wir in dieser schlimmen Lage tun sollen?“

      Mit fällt hier auf, dass selbst Benedikt XVI. im Vergleich dazu sehr häufig von seiner Beziehung „zum Herrn“ gesprochen hat.
      Diese Beziehung auf den Herrn, nicht im Sinne der Satzungen und Regeln, sondern im Sinne einer persönlichen Liebesbeziehung fehlt hier leider total.

      Mir fehlt eine echte Glaubenshaltung – nur aus ihr heraus werden Menschen umkehren.

      Bleibt abzuwarten, wie es mit diesem Bischof in einer antichristlichen Kirche (welch eine Vorstellung!) weitergeht.

      • zeitschnur,
        ja, bleibt abzuwarten wie es weitergeht. Vor allem mit Ihnen. Wenn Sie so weitermachen, werden Sie ein zweiter Luther.

        Wie Sie über die Leute herfallen, jetzt schütten Sie selbst über Bischof Schneider, diesen edlen Streiter Christi ihr Gift aus. Es ist eine Schande. Gibt es irgendeinen Menschen, an dem Sie etwas Gutes lassen?

      • Sie kommen sich wohl ungeheuer wichtig und klug vor in der Rolle des advocatus diaboli? Aber, Beste, einmal mehr machen Sie sich mit Ihrem Sermon LÄCHERLICH! Fangen wir an: Sie behaupten, Exzellenz Schneider bewege sich in einer „katholischen Nische“, die ihm „gewisse Freiheiten erlaube“. Häh!? Ganz offensichtlich wissen Sie nicht, wovon Sie reden, denn es gibt im medialen Zeitalter keine Nischen mehr. Indem Scheider sagt, was er sagt, wird er überall auf der Welt und ganz besonders in der Casa Marta wahrgenommen. Soso, es erscheint Ihnen surreal (hippes Wort!), dass Exzellenz Schneider seine Hoffnung auf die Stimme der Laien setzt und sich über katholische Blogger freut. Beste, wenn Ihnen das surreal erscheint, warum schreiben Sie selbst Kommentare und Artikel auf dieser Seite? Ist das nicht schizophren? Und ich will Ihnen eines sagen: wenn es überhaupt gelingen sollte, dass ein neuer Aufguss der alten Konzilsstrategie unter Bergoglio verhindert werden kann, dann verhindert dies die schnelle Info durch das Internet. Dadurch ist erst jüngst die Manipulation der Bischofssynode im Sinne Bergoglios gescheitert, weil es Seiten wie katholisches.info, rorate-caeli.blogspot ect.pp. gab, die sehr wohl wahrgenommen werden und der Vernetzung dienen. Wer sagt denn, dass der Novus Ordo sakrilegisch ist? Das ist er vielleicht in Ihrem Hirn, aber das Opfer Christi kommt durch ihn zustande, wenn er im Sinn der Kirche gefeiert wird. Ungeachtet dessen ist er, wie Lefebvre ganz richtig sagte, eine Liturgie, die hinter der Vollform der überlieferten Liturgie gefährlich zurückbleibt und deshalb, gemäß dem Grundsatz lex orandi, lex credendi, darauf zu drängen ist, der Vollform wieder allgemeine Geltung zu verschaffen. Diesem Ziel diente auch Ratzingers motu proprio. Wo Sie nur Widersprüche sehen, da sehe ich den ersten Schritt zur Überwindung dieser Misere, die man nicht, ohne größeren Schaden als Nutzen anzurichten, in einer Hauruck-Aktion bewerkstelligen kann, auch wenn Sie sich das in Ihrer geradezu naiv-idealistischen Wunschwelt so denken. Der Gipfel Ihrer sattsam bekannten Haarspaltereien ist nun die antithetische Gegenüberstellung von beschmutzter „Ehre des Apostolischen Stuhles“ und „Ehre unseres Herren“. Ach Du lieber Gott! Als ob nicht mit der Ehre des Apostolischen Stuhles auch die Ehre des Herrn beschmutzt würde. Niemand kann da einen Widerspruch empfinden. Was Sie da sagen ist ein Konstrukt, das peinlich bemüht erscheint. Und was die Anwürfe Ihres zweiten Abschnitts betrifft, so sagen Sie es selbst: es ist ein VERGLEICH, der mitnichten in Abrede stellt, dass auf der Synode zum ersten Mal ganz bewusst der Versuch unternommen wurde, die Ehelehre der Kirche aus den Angeln zu heben und zwar mit voller Unterstützung des regierenden Pontifex. Das ist in der Tat neu, denn selbst Johannes XXIII. und Paul VI. kann man dieses nicht vorwerfen, wenngleich sie eine solche Entwicklung wohl herbeiführen halfen.

      • Soso, Ihnen fehlt bei Exzellenz Schneider also eine echte Glaubenshaltung, von der tiefen Liebe zu IHM sei bei Ihm überhaupt keine Rede. Geht’s noch!? Es ist ja gerade sie Stärke von Athanasius Schneider, dass sich seine gesamte kritische Haltung zur Schieflage der Konzilskirche aus einer tiefen, unverstellten, kindlichen Liebe zu Gott und seiner Kirche speist. Er führt uns geistlich verarmte, aszetisch nackt dastehende, dekadent-laue Westchristen zu den Wurzeln unseres Glaubens zurück und lässt uns erkennen, dass „Satzungen und Regeln“, recht befolgt, Zeugnis von tiefer Liebe zu IHM geben können und dass die Nichtbeachtung solcher Regeln schon immer ein Indikator für die Laxheit des Unglaubens ist. Ja, und dann setzen Sie allem noch die Krone auf: verschränken hinter Ihrem PC verbal genüsslich die Arme und warten ab, „wie es nun mit diesem Bischof weitergeht“. Was bezwecken Sie eigentlich mit dieser defätistischen Oppositions-Tour? Merken Sie gar nicht, wie zersetzend Sie wirken?

      • Geehrte @Zeitschnur,

        Sie analysieren äusserst scharf; aber mir dünkt es daß Sie hier in der Kritik an S.E. Athanasius Schneider über das Ziel hinausschießen.
        Ob jemand nun häufig von seiner Beziehung zum Herrn spricht oder nicht, ist nicht so wichtig; viel wichtiger ist es, diese Beziehung tagtäglich und intensiv, ja stets intensiver zu leben.
        Das ist jedoch kein Thema für ein Interview.

        Ich weiß nicht ob die Makkabäer oder die Johanniter v. Rhodos und Malta große Theologen waren.
        Aber ich weiß sehr wohl daß sie -ohne auf Gefahr für Leib und Gut zu achten- treu zu ihrem Glauben standen und sich für das Volk Gottes und damit für Gottes Heilsplan eingesetzt haben.

        Hochachtungsvollst

      • Alleine die Tatsache, dass hier zwei Poster (M.S. – da reicht es wohl nicht zu mehr als dümmlicher Privatanmache – & leider neuerdings auch der an sich bisher über diesen Schmutzstil erhabene und sonst auch geschätzte hicesthodie: Ich gehe davon aus, dass Sie wissen, dass das nicht okay ist…) unsachlich und mit persönlicher Pöbelei reagieren (wo sind die Stil- und Tonhüter?) lassen erahnen, dass meine Bedenken, die ich keineswegs unfreundlich oder unsachlich geäußert und im übrigen auch begründet habe, offenbar ins Schwarze treffen.

        @ hicesthodie & Adrien Antoine

        Da es immerhin um das Seelenheil geht, bitte ich Sie beide, noch einmal zu bedenken:

        Wenn Schneider recht hat und die Kirche bis hoch zur Spitze im „antichristlichen Geist“ ist, dann ist es unmöglich, innerhalb dieses antichristlichen Geistes den Geist Christi aufrecht zu halten.

        Offenbar unterschätzen Sie beide den Geist der Finsternis total. „Was hat das Licht mit der Finsternis zu schaffen?“
        Gott hat die Seinen in solchen Phasen immer exiliert, denn sie würden sich ja sonst am Frevel beteiligen (das ist Schneiders Tragik!). Das ist durchgängiges Motiv schon in der Schrift – selbst der starke Prophet Elia wurde von Gott irgendwann herausgenommen und am Bach Krit versorgt.

        Es gibt die Stunde, in der man nichts mehr ausrichten kann. Diese Stunde ist längst erreicht, seit Jahrzehnten schon. Sie sehen das vielleicht nicht, aber an dem, woran sich auch heute gutgläubige Priester die Zähne ausbeißen, sind schon vor 40 Jahren Priester gescheitert.

        Und sehen Sie es nicht: all diese Leute, die sich Hoffnungen gemacht haben, dass sie ihre „alte Messe“ wieder etablieren können, lässt man wie Käfer ein Stückchen krabbeln und schnipst sie dann runter in den Grill.

        Ich möchte Ihnen empfehlen, das Motu proprio Benedikts samt dem Begleitschreiben an die Bischöfe noch einmal (oder überhaupt erst einmal) zu lesen:
        http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/motu_proprio/documents/hf_ben-xvi_motu-proprio_20070707_summorum-pontificum_ge.html
        http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/presse_import/2007_047b_papstbrief_motuproprio.pdf

        Sie werden dann zugeben müssen, dass Benedikt eine scharfe Abgrenzung von allen, die ausschließlich die alte Messe wollen, vollzieht.
        Bedingung für seine Erlaubnis ist, dass man den Novus Ordo als „ein und denselben römischen Ritus“ anerkennt und nicht ablehnen darf!

        Und nun kommt eine Frage für die Vernunft und differenzierteres Denken:
        Wie kann einer dann noch begründen, warum er den alten Ritus für den besseren hält?
        Wie kann er die Neue Messe, mit der Paul VI. ausdrücklich einen völlig neuen und konträrern Ritus schaffen wollte, seelneruhig parallel zum alten Ritus feiern?

        Das geht nur unter Ausblendung der Tatsache, dass es hier um Jesus geht, dass es eben um Seine Ehre geht und nicht um unsere.

        Es ist Ihnen nicht möglich, diese gravierenden Frage, abzuschmettern – da hilft alles Gepöbel nichts.

      • @ zeitschnur

        „Aber es ist kein Thema, ob damit der Herr beleidigt und beschmutzt wird. Thema ist, ob der apostolische Stuhl beschmutzt wird. „
        Die katholische Kirche ist der mystische Leib Jesu Christi, der Apostolische Stuhl das Haupt dieses mystischen Leibes. Ein Angriff auf die Kirche ist ein Angriff auch gegen Christus.
        „Man spricht von Katechese, von Lehre, vom depositum fidei, vom Kirchenrecht, von Häresien, der ecclesia docens, von Satzungen des Herrn, Katechismen, Studienzirkeln und Keuschheit.“
        Also wenn der Wille zur Keuschheit nicht der Liebe zu IHM entspringt dann weiß ich auch nicht weiter wie man Ihnen helfen kann. Ist so ein Liebesbekenntnis zu IHM nicht Zeugnis genug? Entspringt es nicht der Härte des Herzens das Christus nicht erkannt wird, obwohl er unter ihnen war und ist, oder auch bei IHNEN?
        Wozu solche Haarspaltereien von Ihnen?

      • Die kritischen Stellungnahmen von „M.S.“ und „Hicesthodie“ zum wirklich zersetzenden Treiben der De-Facto-Konvertitin „Zeitschnur“ in diesem Forum der Tradition kann man nur mit Dankbarkeit zur Kenntnis nehmen. Endlich!

        Die Kritik, daß Fr. Zeitschnur dabei ist, sich als Lutherus redivivus in Stellung zu bringen, ist nur zu berechtigt. Auch ich habe dies in den letzten Wochen mehrfach angemerkt und wurde von ihr dafür mit Gülle übergossen. Aber allen die Tatsache, dass Fr. Zeitschnur ihre „Argumente“ stets aus der „Schrift“ und nie aus der Tradition holt, spricht hier Bände. Ein Trauerspiel.

      • @ Heinrich

        Mir „muss“ niemand „helfen“, nur weil ich unangenehme Fragen stelle – bleiben wir doch bitte auf der Sachebene.

        Ihr Gedankengang blendet etwas aus:

        Das Einhalten von Geboten ist nicht zwingend Zeichen der Liebe.
        (Es ist vielmehr die Erfüllung des Willens Gottes das Zeichen der Liebe – und das geht über das Einhalten von moralischen Regeln weit hinaus! Sonst müssten wir uns als Juden betrachten!)
        Auch die Häretiker leben oft keusch und rechtschaffen, auch die Andersgläubigen tun das – daraus kann man nicht ableiten, dass sie Christus in der Weise lieben, die Er sich wünscht. ja – allzuoft hassen sie IHn, obwohl sie formell „christlich“ leben und moralisch untadelig leben.

        Schon um Jesus herum waren die Pharisäer, die gerade zu akribisch und sophistisch diese formellen Gesetze einhielten – aber die Liebe zu Ihm war dadurch sogar verunmöglicht.

        Eines Tages kam der reiche Jüngling, der alle Gebote hielt und spürte, dass ihm doch das Wesentliche fehlte. Jesus sagte: Verkauf alles und folge mir. Und da lag auch der Hase im Pfeffer. Das konnte der reiche Jüngling nicht.

        Zuletzt mahnt der hl. Paulus, dass alles formelle Rechthaben und Rechttun nichts nützt:

        „Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch rden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergebe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts. (1. Kor. 13)

        Das ist eine sehr, sehr hohe Messlatte!
        Ist auch dem Hl. Paulus nicht zu helfen?

        Klar ist in jedem Fall, dass es nicht genügt, sich auf der formellen und aktionistischen Ebene abzuarbeiten.

        Ein jeder denke doch darüber in Ruhe nach.

        Was nützt es uns, uns an sicherlich integren Menschen aufzurichten, die aber dennoch kein Problem damit zu haben scheinen, sich an der Finsternis zu beteiligen, auf zwei Hochzeiten zu tanzen, aus strategischen Gründen natürlich nur, aber handelt die Liebe strategisch?

        Ja: Handelt die Liebe strategisch?
        Hat Jesus strategisch gehandelt?

      • @ Traditionstreuer

        Die Fäkalsprache, in der Sie über mich herfallen, hat einen schwarzen Urheber.

        Sie sind leider nicht in der Lage, meinen Gedanken geistig zu folgen und kreieren Probleme, die in Ihrer eigenen Unfähigkeit, mich zu verstehen, liegen.

        Sie haben ein Problem damit, dass Sie meine Argumente nicht entkräften können. Und meine Argumente sind immer katholisch – nur kennen Sie die katholische Lehre nicht.

        Vorgestern haben Sie dem Dogma von der Irrtumslosigkeit der Schrift widersprochen, obwohl ich Ihnen das entsprechende Dekret des Vaticanum I und aus einer Enzyklika Pius XII. zitiert hatte – Sie sind also ein offener Häretiker. Sie haben keine Scheu, dem Trienter Konzil, dem Vat. I und päpstlichen Lehrschreiben „Protestantismus“ zu unterstellen.

        Wenn es nicht so ernst wäre, müsste man gerade noch lachen über soviel Absurdität.

        Wer meine Postings kennt, weiß ja, dass ich sehr ausführlich Schrift, lehramtliche Texte, dogmatische Ausführungen u.v.m. zur Untermauerung meiner Gedankengänge zitiere.

        Wer dies bestreitet – da es die Wahrheit ist – ist folglich vom Geist der Lüge besetzt. Und jeder kann es nachprüfen – es ist ja alles öffentlich und gut dokumentiert.

        Es geht nicht um unser schönes Tradiwonderland, sondern um IHN und die Frage, ob wir in Seiner Wahrheit oder in einer bürgerlich-katholischen Illusion leben.
        Träfe letzteres zu – und dafür spricht viel – dann bedeutet das, dass wir verloren wären.

      • @zeitschnur

        Man sollte Verständnis zeigen für die Priester die nach und nach erkennen welch Abgrund mit dem Konzil sich geöffnet hat und versuchen sich dem entgegen zu stemmen und nicht dann mit den Steinen nach ihnen werfen. Sie übersehen das es sich bei dem Artikel um ein Interview und nicht um eine Predigt handelt. Man muss nicht immer von Liebe reden um Liebe zu leben, man kann Liebe auch durch Taten zeigen wie mit dem Interview anstatt durch Lippenbekenntnisse. Welchen Wert Lippenbekenntnisse haben sieht man ja an der Geschichte der Menschheit, Verrat und Lüge kamen oft genug vor. Es ist doch eine Illusion mit dem Lippenbekenntnis, Judas war ja Beleg genug, an ihren Taten werdet ihr Sehen heißt es. Wer auf zwei Hochzeiten tanzt wird so oder so den Preis bezahlen, da stimme ich Ihnen zu. Es ist klar, das auf Worte auch Taten folgen müssen, sprich es kommt die Zeit wo Bischof Schneider auch dann dafür einstehen muss für das was er jetzt sagt, aber soweit ist es noch nicht, aber er wird sich dessen bewusst sein.

      • Bitte werte Zeitschnur ich meine zu erahnen um was es Ihnen geht, nämlich um die alte Feststellung, das auch die „Guten nicht besonders gut sind!“
        Ja das stimmt, sobald ich mehr mit den Frommen zu tun habe, denke ich mir jedesmal, „wenn die vorm Konzil alle so drauf waren, (im Grunde lieblos, rechthaberisch, selbstgefällig, formalistisch, Gebete und Devotionalien wie Fetische behandelnd, stur und nicht reflektierend u.s.w.) dann versteh ich was das Konzil wollte“
        Trotzdem hat das Konzil die Probleme nur verschärft, man ist sozusagen auf der anderen Seite vom Pferd gefallen…….

        Wie gesagt ich verstehe Sie (im Grunde) was ich jedoch nicht verstehe, ist wo Sie Zeiten verortet haben wollen, wo es im Grunde anders war!
        Die Kirche ist schon immer eine Versammlung der SÜnder, eine Versammlung derjenigen die nichts sind in den Augen der Welt, also auch derer, die ganz obercool mit der Welt mittun wollen, es aber nicht hinkriegen….. u.s.w.

        Um es abzukürzen, es ist der HERR der seine Kirche lenkt und leidet und dieser HERR kann mit unseren Tugenden genauso umgehen wie mit unseren Untugenden. Und daruf müssen wir gerade in der aktuellen Lage vertrauen.

      • P.S ich stimme Heinrich vorbehaltlos zu, wenn wir glaubensmäßig auf den strahlenden Held auf dem weißen Pferd warten, warten wir vergeblich.
        Der wird nicht kommen, was kommt sind imperfekte Menschen auf allerhöchstens Eseln, die versuchen in all ihrer Unvollkommenheit Christus nachzufolgen.

      • @ besorgter christ

        Ich warte auf keinen strahlenden weißen Ritter und habe schon öfter meine Zweifel auch an dem, was vorkonziliare Päpste taten, geäußert. Haben Sie das überlesen?

        Es geht nicht drum, dass wir alle nicht perfekt sind, sondern darum, ob etwas in wahrer Hingabe und wahrem Glauben stattfindet.

        Ich habe mit meinen Zweifeln an der „Strategie“ Bischof Schneiders ein Problem benannt, das mir augenfällig scheint. Ein gravierendes theologisches Problem.
        Die Kirche ist eine Kirche der Sünder, aber sie selbst ist reine Braut. Wenn die reine Braut selbst (durch ein häretisches Lehramt) zur Sünderin wird, dann ist das nicht mehr die reine Braut, nicht mehr die Kirche.
        Man kann sich in ihr nicht halten, wenn man nicht Kompromisse mit dieser schweren Sünde schließt. Wer das glaubt, unterschätzt die Macht der Finsternis. Hat uns der Herr nicht tausendmal eingeschärft, mit den Werken der Finsternis keinen Kompromiss zu schließen?
        Man kann nicht unbeschadet Priester oder Bischof sein, weil man sich auf tausend Halbheiten der verfinsterten nachkonzilskirche einlassen muss – theologischer, mystischer und sakramentaler Natur.

        Wenn das alles nicht mehr so wichtig ist, dann fragt man sich wirklich wofür Märtyrer eigentlich gestorben sind, wofür Heilige wirklich alles in die Wagschale für IHN geworfen haben. Hatten die alle überspannte Ideale vom weißen Reiter?

  8. Eine kristallklar aus der wahren Quelle sprudelnde Theologie! So etwas gibt es in allen Ändern des sog. „Westens“ schon gar nicht mehr. Ob es ein Zufall ist, dass solche Theologie auf dem Boden des Heiligen Russlands gedeiht?! Nein, das ist kein Zufall. Dort gibt es noch die Luft der reinen gesunden Lehre einzuatmen und Männer wieder dieser hochwürdigste Herr Bischof können sich entfalten, die hier ins allerletzte Kolster entsorgt würden. Deo gratias!

    • So ist es. Dank sei dem Gott. Frage nur, ob Dieses Licht bei den sich selbsleuchtenden, selbsterleuchtenden beleuchteten Köpfen westlich noch durchkommt. Glaube ja, jedoch in kleinen Nischen. Der Blender braucht zu viel Energie. Das Licht Gottes gibt Kraft, Frieden, Liebe, Hoffnung, das ewige Leben. Die „Erleuchteten“ verpuffen…

  9. Ein sehr tapferer Bischof, geformt durch die harte Arbeit in einem riesigen Distrikt, in der Diaspora, und mit dem richtigen Blick für das Essenzielle.
    Und zugleich mit pointierter glasklarer Sprache.
    Hervorragend!

  10. Zu behaupten, Bischof Schneider habe hier keine Christus-Beziehung, ist einfach eine Unterstellung. Sie schimmert durch das ganze Interview. Nur es ist ein interview und keine Predigt. Und in einem Interview, indem es um theologische Sachfragen geht, hat er nicht über seine ganz persönliche Christus-Beziehung zu sprechen.

    Wir haben zwei Unterscheidungen zu treffen im Vollzug des Glaubens, die Dietrich von Hildebrand sehr gut umschreibt: der Glaube …DASS und der Glaube AN.
    Beide ergeben den Glauben: DASS heißt: Der Glaube an geoffenbarte Glaubenswahrheiten.
    Der Glaube AN ist die Hingabe an Jesus Christus, an den dreifaltigen Gott.

    Wenn Glaubenswahrheiten bestritten werden, wenn theologische Fragen im Interview beantworten werden, ist der „DASS-Glaube“ gefragt. Dass die Hingabe AN Jesus Christus, an den dreifaltigen Gott fehlt, lässt sich daraus überhaupt nicht schließen.

    Im Gegenteil: Auch Evangelikale, Protestanten, Pietisten können einen innigen persönlichen Glauben an Jesus Christus haben. Und doch fehlt es an wichtigen Glaubenswahrheiten.

    Und diesen Fehler habe ich schon mal von @Zeitschnur gehört, und der ist gravierend: Die heilige Messe leitet sich in keiner Weise vom Papst ab. Das wurde noch nie in der Kirche geglaubt, und das wird auch nie in der Kirche geglaubt werden: In jeder hl. Messe wird für den Papst gebetet. Auch für den Diözesanbischof. Doch das Messopfer leitet sich vom Hohenpriester Jesus Christus ab. Jeder katholische Priester am Altar ist Stellvertreter Jesu Christi, setzt das Opfer von Golgotha unblutig sakramental gegenwärtig.

    Noch nie war der Papst der Mittler. Von dem sich die Messe ableitet. Das absurd, das ist bizarr. Das ist eine Theorie, die der hl. Messe vollkommen fremd ist. Sie würde sie entsetzlich verzerren, es würde nicht lohnen, sie zu besuchen, an ihr teilzunehmen.

    Auch wenn auf mich wieder Schelte niederprasselt: Das Glaubenswissen ist notwendig, das Lernen des Katechismus unerlässlich. Dieses Beispiel vom Zerrbild der hl. Messe zeigt es direkt.

    Wenn es um die Verteidigung des Glaubens geht, geht es zunächst um die bedrohten Glaubenswahrheiten. Die zu kennen ein geistliches Leben sehr fördern kann, für die Beziehung zu unserem Herrn sehr fruchtbar ist.

    Also nochmal: Kein Priester und keine Gläubigen leiten die hl. Messe in irgendeiner Form vom Papst ab. Auch nicht Kardinal Burke und Weihbischof Schneider. Jeder Priester am Altar ist Stellvertreter Jesu Christi, wenn er das hl. Messopfer darbringt.

  11. Übrigens behauptet außer den Sedisvakantisten niemand, dass der NOM sakrilegisch ist.
    Natürlich kann er im Falle des Liturgie-Missbrauchs sakrilegisch sein. Aber er gilt nicht von vornherein als sakrilegisch für diejenigen, die entschieden an der Tridentinischen Messe festhalten.
    Der NOM kann auf Dauer den Glauben gefährden. Man kann vor ihm warnen. Doch das heißt nicht, deshalb sei er sakrilegisch.

    Wäre der NOM sakrilegisch, dann hätte seit Paul VI. kein Papst mehr gültig zelebriert. Die meisten Katholiken hätten seit Jahrzehnten nur an sakrilegischen Messen teilgenommen. Eine solche Theorie wagt außer den Sedisvakantisten in der katholischen Kirche niemand.

    • Das ist sachlich falsch. Lefebvre schwankte zwar zugegebenermaßen diesbezüglich wie ein Rohr im Wind, aber auch solche Sätze kamen von ihm:

      „Die Kirche hat immer verboten, an Messen von Schismatikern und Häretikern teilzunehmen, selbst wenn diese Messen gültig sind.“

      „Es ist klar, daß man nicht an sakrilegischen Messen teilnehmen kann, noch an Messen, die unseren Glauben gefährden.“

      (Andernfalls ergäbe das ganze Piusbruderschaftskonzept ja auch keinerlei Sinn, denn dann könnte man ja seelenruhig einfach in die NOM-Messen gehen und ab und zu seine gepflegte prächtige Motu-proprio-Messe besuchen…!)

      Wenn eine Hl. Messe (als Ritus) unseren Glauben gefährdet – das müssen Sie erklären, wieso sie dann NICHT sakrilegisch ist, sind doch die Sakramente Zeichen der heilswirksamen Gnade (so Pius X.)???!!!

      Wie kann ein „glaubensgefährdender, das Seelenheil bedrohender Ritus „ein und dasselbe“ sein wie der alte Ritus? (Benedikt)

      Es ist letztendlich eine Frage der persönlichen Christusbeziehung ob man sich an diesem Frevel beteiligen kann.
      Hat diese Liebe nicht viele dazu getrieben, unter Aufgabe aller ihrer Lebenspläne sich an diesem Sakrileg nicht zu beteiligen?
      So hat der neulich von einem Poster so hochgelobte Pfr. Milch stets gesagt, er könne den NOm „nicht mal mit der Beißzange“ anfassen – warum diese heftige Reaktion (die sehr wohl für die Liebe spricht, die ich bei Schneiders Worten vermisse) wenn nicht aufgrund des Sakrilegischen?

      Christsein ist nichts Halbes, sondern immer etwas Totales.
      Und nur wenn Menschen das so für sich sahen, konnte der Hl. Geist auch wirken.
      Diese Halbherzigkeit und diese Flucht ins Formalistische und Strategische ist m.E. einer der Hauptgründe für den Glaubensabfall – auch bei den Traditionalisten.

      Seit 40 Jahren sind sie auf diesem – m.E. – falschen Kurs, und seit 40 Jahren ging es nur schnurgerade bergab in der Kirche.

      • Und noch eine Frage an Sie:

        Warum ist es denn ausgeschlossen, dass alleine schon rein theoretisch, von der bloßen Möglichkeit her, in der konziliaren Kirche seit 1970 kein Papst mehr gültig zelebriert hat?

        Immerhin waren sich die Alten sehr klar und ernst darüber bewusst, dass der Satan am Ende genau dies durchsetzen wird: dass das Messopfer nicht mehr zelebriert wird, um die Menschen sich selbst und dem Zorn Gottes auszuliefern. Ich habe ja in letzter Zeit so oft Dom Guéranger zitiert – alles spinnerte Dummköpfe und Phantasten oder sind nicht vielleicht die, die das so vehement unterschätzen wie mit Blindheit geschlagen?

        Das Problem der Traditionalisten: Sie reiben sich an rein Formalem auf und unterschätzen die große Gefahr, die durch die Finsternis auf uns alle ausgeht, ja sie spielen mit den Werken der Finsternis wie Politiker…

        Müsste aber ein Kind des Lichtes nicht sofort zurückweichen vor diesen Werken der Finsternis – aus Liebe zu Jesus?

        Sehen Sie denn nicht, dass diese Tatsache mit einem Schlage auch den restlichen Glaubensabfall erklären kann?

        Die Sakramente sind Zeichen der heilswirksamen Gnade. Wenn diese Heilswirksamkeit überhaupt nicht mehr zum Ausdruck kommen kann oder immer weniger, dann ist es doch duraus nicht abwegig, wenn man sich fragt, ob die verformten und „erneuerten“ Sakramente schlicht unwirksam, ungültig geworden sind?!

        Warum tabuisieren Sie einen an sich vernünftigen und völlig logischen Gedankengang?

        Stellen Sie sich vor, es wäre so – wollen Sie sich Ihr Leben lang an einer falschen Front abgearbeitet haben?

      • Was das „Beten für den Papst“ betrifft, sind Sie ebenfalls im Irrtum. Ich weiß, dass in Piuskreisen diese Theorie kursiert um zu rechtfertigen, dass man den (häretischen) Papstnamen erwähnt.

        Lassen Sie uns schauen, was tatsächlich in der Hl. Messe gesagt wird:

        „In primis, quae tibi offerimus pro Ecclesia tua sancta catholica: quam pacificare, custodire, adunare et regere digneris toto orbe terrarum: una cum famulo tuo Pap nostro (NN) et Antistite nostro (NN) et omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus.“

        Deutsch:

        „Vor allem bringen wir sie Dir dar für Deine heilige katholische Kirche, die Du befrieden, behüten, und einen und leiten wollest auf dem ganzen Erdkreis, in Einheit mit Deinem Diener, unserem Papst (NN) und unserem Bischof (NN) und mit allen rechtgläubigen Förderern des katholischen und apostolischen Glaubens.“

        Hier wird also, wie jeder sofort erkennen muss, nicht FÜR den Papst gebetet, sondern die Einheit mit dem Papst und den Bischöfen in der Darbringung des Opfer bekannt. Dass hier kein Platz für einen Häretiker sein kann, folgt aus dem Zusatz „et omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus“.

        Also: Dieses Hl. Messopfer wird in Einheit mit „allen rechtgläubigen Priester/Pflegern des kath. und apost. Glaubens gefeiert – ja es kann überhaupt nur gefeiert werden in dieser Einheit der Rechtgläubigen unter dem Papst. Das gilt prinzipiell auch, wenn eine Sedisvakanz vorliegt – sie ist immer nur vorübergehend.
        Ausdrücklich ist die Rede von der Gemeinschaft der „Rechtgläubigen“.
        Dass der Papst als Stellvertreter Christi der irdische Garant der Einheit der Kirche und auch des Messopfers ist, ist wahrlich nicht meine Erfindung – andernfalls müssten wir uns ja einem protestantischen Kirchenbegriff annähern.

        Nun aber die traditionelle Formel im Brevier, in der tatsächlich nicht „in Einheit mit ihm“, sondern nur FÜR den Papst gebetet wird:

        „Oremus pro beatissimo Papa nostro (NN). Dominus conservet eum, et vivificet eum, et beatum faciat eum in terra et non tradat eum in animam inimicorum eius.“

        Deutsch:

        „Lasst uns beten für unseren Papst (NN). Der Herr erhalte ihn und mache ihn lebendig, und er segne ihn auf Erden und überantworte ihn nicht den Absichten seiner Feinde.“

        Zeitlos – Sie müssen zugeben, dass das zwei paar Stiefel sind.

      • Und noch etwas zum Bedenken hinichtlich des „ab ecclesia“ beim Hl. Messopfer:

        Es wäre tatsächlich absurd, wenn man Tausende frei flottierender Preister, die alle ganz für sich und aus eigenem in persona Christi handeln könnten, annehmen wollte.

        Absurd deshalb, weil damit die Einheit, die diesem Handeln in persona Christi durch das Haupt Christus doch vorausgesetzt werden muss, bestritten würde.

        So definiert das Tridentinum ja auch dogmatisch:

        „Denn nach der Feier des alten Osterlammes (..) setzte er (Christus) ein neues Osterlamm ein, so dass er selbst von der Kirche durch die Priester unter den sichtbaren Gestalten aufgeopfert werden will.“

        (Christus novum instituit Pascha se ipsum ab ecclesia per sacerdotes sub signis visibilibus immolandum.)

        „Von der Kirche“, das ist dieses „ab ecclesia“. Und das ist auch der Grund, warum an sich im Messkanon diese Einheit mit Papst und Bischof und allen rechtgläubigen bbekannt werden muss – es gibt kein Hl. messopfer außerhalb dieser Einheit.

        Und doch ist es sie Frage, wie diese Einheit bestehen soll, wenn der „Papst“ ein offener Häretiker ist, von den Bischöfen ganz zu schweigen.

        Das geht doch alleine logisch nicht.

        Ihr Satz „Also nochmal: Kein Priester und keine Gläubigen leiten die hl. Messe in irgendeiner Form vom Papst ab.“ ist also sachlich nicht haltbar.

        Zwar ist der Papst nicht die letzte Instanz, von der hier abgeleitet wird (die ist in der Tat Christus selbst), aber die „vorletzte Instanz“, er als Stellvertreter Christi, der seine Vollmacht laut Vat. I eben nicht von der Kirche, sondern von Christus direkt erhält, der dieses Messopfer eingesetzt hat.

      • In dem Moment wo das Messopfer abgeschafft wird, hat die Welt exakt noch 3einhalb Jahre, lässt sich bei dem Propheten Daniel nachlesen!
        Da die Welt sich definitiv noch dreht ist das Messopfer nicht 1970 abgeschafft worden!

    • Zeitschnur ist längst Sedisvakantistin. Allerdings nicht von „rechts“ (Tradition), darüber liesse sich noch reden, zumal bei diesem „Papst“. Sondern von „links“ (Protestantismus).

    • @ besorgter christ

      Die Frage der Zeiten beim Propheten Daniel und in der Apokalypse ist allerdings nicht geklärt und die heologen streiten darüber, was damit für zeiträume gemeint sein könnten.

  12. @zeitschnur ist eben ein Übermensch- keine Frage. @zeitschnur hat eine schwere Sünde, mindestens eine: den Hochmut, der unausrottbar besserwisserische Intellektualismus. Aber zum Glück ist das Torheit vor Gott.
    Nichts und niemand kann vor ihr bestehen und selbst „wenn der Herr von den Toten aufersteht“, hat sie was zu nörgeln.

    • Es ist leicht, im Mob über mich herzufallen und mich rein persönlich niederzumachen – lesen Sie das alles mal mit Distanz und dann nehmen Sie esund tragen Sie es Jesus vor. zeigen Sie vor Ihm mit dem Finger auf mich und schlagen Sie Ihm doch vor, wie Er mich zu richten hat.

      Es ist zum Erschrecken, auf welchem Niveau Sie und andere (Ausnahme diesmal.: Zeitlos & Adrien Antoine) hier Ihre Baseballschläger tanzen lassen.

      Keiner dieser Schlägertypen aber hat auch nur ein einziges vernünftiges Argument vorgebracht (wie gesagt mit Ausnahme der oben Genannten).

      es geht nicht um Albernheiten wie die Frage, ob „einer vor mir bestehen kann“. das ist Kindergartenniveau.

      Die Tatsache aber, wie hier reagiert wird, bestätigt meine Bauchschmerzen mit der sogenannten „Tradition“ immer mehr: es sind keine guten Früchte zu sehen.
      Offenbar produziert der Traditionalismus reißende Wölfe, die prügeln anstatt zu arguemntiern, die persönlich beleidigend auftreten anstatt sich sachlich zu erklären, wenn sie anderer Meinung sind.

      Ich habe nüchtern ein Problem benannt, das ich für gravierend halte.
      Ihre geistlosen Reaktionen beweisen, dass ich den Nagel auf den Kopf getroffen habe.

    • Bingo! Frau Zeitschnur erinnert an die berühmte lateinische Fabel von den Dauernörglern und Kritikastern, die selbst, als sie unter Wasser versenkt werden, nicht aufhören wollen:
      „Quamquam sunt sub aqua, sub aqua maledicere temptant“.

      • Sie haben jetzt gerade Auftrieb, weil mich viele angreifen, Sie frohlocken ja richtig, aber die Frage ist, wie es vor IHM aussieht. Vergessen Sie das nicht.

      • Dann überlegen Sie, anstatt sich um mein Seelenheil zu sorgen, wofür allein ich selber sowie mein Beichtvater zuständig sind, lieber mal, woher das wohl kommt, dass mehr und mehr Kommentierende hier Sie als Ärgernis und Ihre jesuitisch-intellektualistisch-verschwurbelten Gedankengänge, die von unten, nicht von oben kommen, als grosse Durcheinanderwirbelung empfinden.

      • @ Traditionstreuer

        O sind wir jetzt plötzlich demokratisch geworden: was der Mob meint, das ist auch recht. Die Mehrheitsmeinung ist die wahrheit?
        Okay – bloß: Was spricht dann noch gegn die französische Revolution?

  13. @ Zeitschnur
    Damit kein Missverständnis stehen bleibt: Ich selbst habe mich ausschließlich für die Tridentinische Messe entschieden, die „Eucharistiefeier“ ist für mich vorbei.

    Doch jetzt kommt die Pastoral, die keineswegs nur „Strategie“ ist: Ich hätte diese hl. Messe nie kennengelernt ohne das Motu proprio „Summorum Pontificum“ von Papst Benedikt XVI.

    Vielen ging es wie mir, obwohl die Zahl „viel“ relativ ist. Ich wurde offensichtlich so geführt, und altrituelle Kapellen befinden sich für mich nicht in unerreichbarer Ferne.

    Diese innere Führung gibt mir kein Recht, die Eucharistiefeier für sakrilegisch zu halten, auch wenn ich sie ausdrücklich meide.

    Zu Erzbischof Lefebvre: Er befand sich in einem beständigen Kampf mit den römischen Autoritäten, vor allem wegen der hl. Messe und dem damit verbundenen traditionellen katholischen Priestertum. In der aktuellen Auseinandersetzung hat er sicher die von Ihnen zitierten Worte gesprochen. Doch sein Werk ist abgeschlossen. Und es geht eindeutig daraus hervor: Er hat vor der Messe Paul VI. immer wieder gewarnt. Dass sie auf Dauer den Glauben gefährde. Doch darüber ging er nicht hinaus. Er betonte: Die Eucharistiefeier sei gültig, wenn der Priester sie gläubig im Sinne der Kirche – aller Zeiten – zelebriere. Er fürchtete jedoch, dass auch der Glaube der Priester bedroht sei durch diese Messe. Doch er behauptete es nicht kategorisch von allen Priestern. Und er betonte auch, dass man nicht von vornherein wisse, welcher Priester die Messe Paul VI. im Sinne der Kirche gläubig zelebriert.

    Doch jetzt kommt der springende Punkt, der Streit mit den Sedisvakantisten: Eine solch weitreichende Aussage, die Messe Paul VI. sei grundsätzlich sakrilegisch, steht uns nicht zu. Das kann nur das Lehramt entscheiden. Und es wird es nicht entscheiden: Weil die sichtbare Kirche Jesu Christi dann nicht mehr bestehen würde.

    Sicher geht es in der Liturgie um die Einheit mit dem Papst und den Bischöfen. Doch wir haben kein Recht, den Ritus zu ändern. Die Worte stehen da, und sie bleiben stehen.
    Wie der einzelne Priester, Kardinal oder Bischof diese Worte interpretierend betet, weiß niemand von uns.

    Wir müssen es nicht wissen. Weil trotzdem das Messopfer gültig zelebriert ist, das Opfer Jesu Christi wird unblutig-sakramental gegenwärtig gesetzt. Durch die Worte der hl. Wandlung, diese sind entscheidend. Auch wenn die hl. Wandlung mit einem Kranz von Gebeten umgeben ist.
    Und in den Gebeten, die unmittelbar vor der hl. Wandlung stehen und den unmittelbar folgenden wird der Papst nicht mehr genannt.

    Das alles ist ein Notstand. Aber wir, die altrituellen Bischöfe, Priester und Gläubigen, haben diesen Notstand nicht verschuldet. Wir haben diesen Notstand zu ertragen. Im Gebet, im Opfer, im Glauben.

    • Ich hab Ihnen oben noch was zur Ableitung des Hl. Messopfers dazugesetzt. (s.o.)

      Der Ritus wird ja nicht geändert dadurch, dass man aktuell keinen Namen einfügt. Man tut das ja ohnehin bei jeder physischen Sedisvakanz. Das ist also kein gutes Argument.

      Mir geht es übrigens nicht anders als Ihnen: auch ich bin erst durch Benedikt bzw. JPII wieder zur Kirche gekommen.
      Dachte ich.
      Aber heute weiß ich: nein – ich bin durch die Fürsprache Mariens zu IHM zurückgekommen, und Er hat das trotzdem durchgesetzt, egal, was da los war und ist in der Kirche.

      Allein – Sie müssen schon zugestehen, dass die Vorstellung, ein gültiges Opfer, also das Sakrament der Sakramente sei „schädlich für den Glauben“, wo es doch DIE heilsstiftende Gnadenwirkung per se hat. Ich kriegs einfach nicht zusammen.

      Zu der Argumentation mit der Gläubigkeit der Priester: das kann so nicht ganz stimmen. Zwar ist die Inention immer wichtig, aber nicht sooo wichtig, wie oft behauptet.
      Das Sakrament wirkt ex opere operato – also durch sich selbst und seinen Vollzug.

      Also noch mal: Wie kann ein „schädliches“ Sakrament ex opere operato dann bei entsprechender Gutgläubigkeit der Priester doch irgendwie (ja: wie genau frage ich mich) gültig sein?

      Die Ungültigkeit wird aufgrund der veränderten theologischen Grundlage, die Paul VI selbst zugegeben und auch proklamiert hat, behauptet. es geht dabei um die Problematik, dass das „Opus“ zwar durch sich selbst (also die Wandlungsworte), aber ebenso auch durch die interpretierende Ausschmückung durch die Kirche wirkt.
      Hier liegt mein Problem: diese Ausgestaltung ist total entstellt.

  14. @Zeitschnur
    Es stimmt, in Ihre beiden Kommentare vom 20. Nov., haben Sie, (im Gegensatz zu vorangegangenen Beiträgen) diesmal tatsächlich in höflichem, manierlichem Stil und aufs „Papier“ gebracht – das ist sehr lobenswert! Jetzt fällt mir auf, dass Sie sich sofort heftig empören, wenn Ihnen einmal ein „schärferer Wind“ entgegenbläst. Jetzt sehen Sie selbst, wie man sich dabei fühlt!

    Was Ihre Meinung zum Hl. Messopfer betrifft, gebe ich Ihnen vollkommen recht. Man kann die neue Messe Paul VI., eine völlige Neu-“Schöpfung“, nicht als gleichberechtigt mit der alten Messe sehen und sie erst recht nicht feiern bzw. abwechseld feiern, das ist absurd! Ihre „Frage für die Vernunft und differenziertem Denken“ stellen Sie ganz zurecht.
    Ich denke Bischof Schneider ist noch einer der Besten die wir haben. Ob es ihm aber an tieferer Einsicht der Zusammenhänge mangelt oder an Mut „wirklich aufzustehen“, wer weiß das?

    • Nein Dario – Sie unterscheiden hier zwei Dinge nicht:

      Ich bin der Sache sicherlich oft sehr scharf und setzte manche damit total schachmatt, was natürlich ärgerlich ist, aber ich werde im wesentlichen nie persönlich, versetze meine Postings weder mit psychologischen Trickspitzen, wie das hier auch viele tun, noch verzerre ich boshaft deren Sätze.

      Ich setze mich „schärferem Wind“ in der Sache immer klaglos aus. Das wird wohl jeder bestätigen müssen.

      Bisher habe ich entsprechende persönliche Anmache immer schwiegend übergangen.
      Aber jetzt werde ich sie immer kennzeichnen, damit Sie alle sehen, wie oft und wie hässlich ich initial persönlich regelmäßig niedergemacht habe, weil ich das „Falsche“ gesagt habe oder weil oft auch ein Privatkrieg vonseiten der Angreifer dahinter steht (s.u.).

      Es mag Ihnen entgehen, weil ich ja ohnehin „stark“ wirke – aber man geht mit mir nicht fair und nicht katholisch um – seit fast einem Jahr nicht.

      Und was Sie und andere Leser auch nicht wissen können: manche derer, die mich hier angiften, haben mich aufs Übelste auch schon privat mit Schmutz überhäuft. In aller Regel hätten sie gerne, dass ich mit ihne persönlicheren Kontakt aufnehme, ihre Werke lese, die sie mir senden oder sie wollen mich für irgendwelche eigenen Projekte gewinnen. Ich habe leider keine Muße dafür, vor allem angesichts der Masse (das schafft aus Zeit- und Kraftgründen kein Mensch, darauf einzugehen, selbst wenn er es wollte), sage das auch ehrlich, und irgendwann wird ein Schmutzeimer über mich gegossen, der dann auch am Ende hier ins Forum fließt.

      Sie sollten also vorsichtig sein mit dem, was Sie sagen, denn Sie wissen vieles nicht. Ich erwähnte es nie, aber inzwischen denke ich, man sollte das auch öffentlich einmal sagen, damit manchen klar wird, was hier eigentlich läuft.

      Sie wissen bei vielen Anwürfen gegen mich überhaupt nicht, was wirklich dahintersteckt.

      Mir ist es daher wichtig, bei der Sache zu bleiben, möglichst wenig auf die psycho-persönliche Ebene abzudriften oder gar die Richterposition einzunehmen (das ist gerade die neueste masche) meiner Gegner.

      • Zeitschnur, Sie sind unfähig zur Selbstkritik. Das wird aus fast allen Ihren Kommentaren deutlich. Sie beleidigen nicht nur fast immer alle Kommentatoren, die nicht Ihrer Meinung sind, Sie haben hier früher schon die Päpste Pius X., Pius XI, Pius XII. in einer Form beleidigt, dass ich mich gefragt habe, ob Sie jemals katholisch geworden sind, ob Sie es jemals waren.

        Das Schlimme ist: Die Qualität der Kommentarreihe leidet, wenn eine Kommentatorin ständig als Person im Mittelpunkt steht und das Thema des jeweiligen Beitrags im Hintergrund versinkt.

        Ihnen sind alle mehr oder weniger verhasst, die nicht einem Schwarz-Weiß-Denken verfallen sind, sondern davon ausgehen, dass sich die Reform unserer Kirche in Stufen vollzieht, in Entwicklungsschritten. Jeder Schritt in Richtung Tradition, der hilft, dass sie wieder aufleben kann, wird sofort von Ihnen niedergemacht, weil er nicht im Nu die ganz große Wende im Hauruck-Verfahren bringt.

        Deswegen kann vor Ihnen niemand bestehen: Weder Kardinal Burke, noch Weihbischof Schneider, noch der Intellektuelle Roberto de Mattei und andere. Ja, sie haben nicht die große Lösung auf einmal. Doch sie wirken dafür, dass die katholische Tradition, der überlieferte katholische Glaube, wieder aufleben können.

        Bedeutet Ihnen diese Tradition überhaupt etwas? Ich fürchte Nein. Fast alle Ihre Kommentare legen dafür Zeugnis ab.

        Ihr Benehmen hier ist allzu oft einfach nur unerträglich. Oder wie es M.S. mal sehr treffend-witzig formulierte: man muss die weiße Fahne hissen, ehe man sich Ihnen nähert…

      • @zeitschnur
        Zeitschnur, Sie sagen, dass Sie in Ihren Postings (im wesentlichen) nie persönlich werden.
        Aber darf ich Sie einmal mit Ihren eigenen Worten konfrontieren?
        Unter der Überschrift: Auftrag, das Glaubensgut zu bewahren… schreiben Sie zum Beispiel am 13. Nov. 14, 10:54 Uhr: Sie müssen wissen, Zeitlos, wem Sie sich verschrieben haben, aber selbst ein w e n i g I N T E L L I G E N T E R muss doch erkennen, dass hier etwas nicht stimmt.
        Ist das nicht sehr persönlich, anmaßend und kränkend? Kann man dies denn anders verstehen?

      • @ Dario

        Nicht so hastig – auch ich bin mal unabkömmlich…

        Die von Ihnen zitierte Bemerkung ist eine Reaktion auf eine ganze Serie an persönlichen Ausfällen der zeitlos gegen mich (lesen Sie doch mal das Kommentarfeld unmittelbar drüber am 13. November, auf das ich dann mit Ihrem Zitat REAGIERT habe.)

        Hier eine Zusammenstellung des unmittelbar und initial vorhergehenden Angriffs der zeitlos auf mich in dem besagten Thread, um s Ihnen leichter zu machen, die Wahrheit klarer zu sehen:

        O-Ton Zeitlos:

        „Ihre geradezu sinnfreien, inhaltslosen Ausfälle“

        „Sie haben sich offen geoutet, als Sie Ihr Bekenntnis zu Bischof Thuc ablegten“ (davon konnte natürlich keine Rede sein – typisches Anschuldigungsmuster bei zeitlos)

        „Sie können Ihre Verleumdungen, Ihre Lügen, geschickt sprachlich verbrämen, aber Lüge ist und bleibt Lüge.“

        „Solange Ihre Spekulationen in Ihren Gehirnzellen wirbeln“

        „Würden wir am Stammtisch sitzen unter uns, könnte ich darüber hinwegsehen.“

        „Und sie bekommen ein Zerrbild von Ihnen geliefert über „die Tradition“, das bald dem Zerrbild ähnelt, dass „Der Stürmer“ über die Juden gezeichnet hat.“

        „Sie haben sich selbst mehrfach als Künstlerin bezeichnet. Ob Sie es sind, entzieht sich meiner Kenntnis.“
        _______________________________________

        Und dieser allerchristlichste Stil regnet seit Monaten gerade durch zeitlos auf mich herab, wobei sie stets die Angreiferin ist.

        Es ist eine Frage, wie ehrlich und wie unvoreingenommen die Leser hier sind.

        Viele sind ja der Meinung, den Feind dürfte man totschlagen, alles ganz christlich. Und was sie den „Ihren“ zugestehen und auch noch beklatschen, werfen sie den „Feinden“ vor.

        Es ist nicht besser als im Circus maximus.

      • Vorerst: die vielen ausführlichen und teils theologisch gut durchdachten Postings zeugen von der großen und sehr aktiven Leser- und Schreiberschar auf diesem Forum.
        Das allein ist schon sehr erfreulich!
        Und noch viel wichtiger ist, wie hier mit Überzeugung und um der Wahrheit Willen gerungen wird – das gab es schon in der frühesten Christenheit;
        wobei man stets Stil und Anstand haben sollte.

        Sehr geehrte @Zeitschnur, ich bin kein Theologe und Deutsch ist eine Fremdsprache für mich.
        Sie haben in Ihren Postings auf viele sehr wichtige und zutreffende Punkte hingewiesen.
        Sie haben sehr viel zu den Problemen bei der Eucharistie und bei der Liturgie geschrieben – verständlich, wird dort am Direktesten die religiöse Empfindsamkeit des Menschen berührt; das ist übrigens auch auf dem ersten Blick der große Differenzpunkt von S.E. EB Msgr. Lefebvre.
        Nun ist die Kritik an dem NOM sicher berechtigt, aber sie sollte nicht solitär sein:
        Ebenfalls sehr wichtig ist das Stundengebet, das durch die postvatikanischen Reformen, durch äusserst langdrähtige Gregorianikstudien, durch extreme Verzögerung im Vatikan, durch Infantilisierung des Klerus und Desinteresse durch die Bischöfe weitestgehend verschwunden ist.
        Gerade die Psalmen, die das Korsett des Stundengebets ausmachen, sind kaum noch bekannt – wobei Unser Herr selbst sie so regelmäßig gebetet hat.
        Der 1. Psalm: „Beatus vir qui timet Dominum“(Glückselig ist der Mann, der den Herrn fürchtet…) sagt eigentlich schon alles:
        - Er wandelt nicht nach dem Rate der Bösen und steht nicht auf dem Wege der Sünder und sitzt nicht wo die Spötter sitzen…
        - Er hat am Gesetze des Herrn seine Lust und betrachtet das Gesetz Tag und Nacht
        - …und alles was er tut, gelingt ihm wohl.
        - Darum werden die Gottlosen im Gerichte nicht bestehen und die Sünder nicht in der Gemeinde der Gerechten.
        - Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten und der Pfad der Gottlosen führt ins Verderben.

        Es kommt in der Tat auf uns persönlich an: wie jeder sich an seinen Stand bemüht.
        Ich habe die alte lateinische Messe noch als Bübchen gelernt, habe dann die ganze Verballhornung und Banalisierung des NO untergehen müssen; ich habe den Protest v. Msgr. Lefebvre in den frühen Phasen miterlebt- es war gerade für ihn, der in dem treuestem Gehorsam zum Pontifex maximus großgeworden war (und dies dann noch in dem teils stark laizistischen und teils äusserst gehässig antikatholischen und antiklerikalen Frankreich), besonders schwer, die Fronde gg. die liturgische und ideologische Verirrung auszuüben und zu führen.
        Das kann man wahrscheinlich aus 42 Jahren Distanz nicht verstehen.
        Besonders erschwerend kam dazu, daß P. Alain Sarto OP, sein theologischer Ratsmann, kurz nach dem Konzil an einem gebrochenen Herzen starb.
        Ich persönlich habe für Msgr. Lefebvre den größten Respekt und besonders für seinen Mut und seine Selbstüberwindung.

      • Sehr geehrte @Zeitschnur,
        Wenn die Hirten desorientiert werden und sich teils aus dem Staub machen und die Herde ganz durcheinander gerät, dann werden tüchtige Schäferhunde selbst aktiv werden und weitgehend selbstständig die Herde zusammenhalten und schützen gegen Raubtiere.
        Das tun sie aus Instinkt, sehr häufig sehr richtig, jeder nach seinen Möglichkeiten.
        Ich persönlich finde es fantastisch, daß Bischöfe von kleinen (cq Gläubigenzahl) Diözesen ohne größere finanzielle Macht, und Kardinäle ohne Fürcht offen ihre Meinung sagen und die Gläubigen des usus antiquus nicht berauben.
        Mut ist selten, besonders bei kirchlichen Würdenträgern; gerade deshalb ist ein tapferes Beispiel zu loben.
        Und was die Gültigkeit eines Sakraments betrifft:
        Eine sehr gute Frage! Wie kann man das überhaupt bestimmen?
        Erstens muß der Spender der Sakramente gültig geweiht sein (es darf also kein obex gegen seine Weihe vorgelegen haben), er muß das Sakrament auch zudienen wollen (intentio), die Gläubigen müssen es empfangen können (es darf kein obex, Grendel, Verhinderung vorliegen).
        Ihre Frage nach der Gültigkeit von vielem was in den letzten 5 Jahrzehnten passiert ist, ist tatsächlich substanziell.
        Ich habe auch keine tiefe theologische Antwort;
        Aber ich würde hier die Aussage Unseres Herrn zum Herzen nehmen:
        „Der Mann, der die Hand an den Pflug legt und zurückblickt, was hinter ihm liegt, ist ungeschickt für das Reich Gottes“.
        Und zweitens denke ich an Abraham, der die Segnung durch den alten ausländischen Priester Melchisedek erbat und ausführen ließ.
        Man muß ackern mit den Ochsen, die man hat („Spartam nactus, hanc orna“) und, in allen schlimmsten Umständen, nicht verzagen sondern hoffen auf den Herrn und seine Zusage an uns („fides“ heißt auch „Vertrauen“);

        und die geehrte @Zeitlos möge mich verzeihen, gerade hier in höchster Not ist mir die Fürsprache der Hl. Jungfrau Maria besonders wichtig.

        Recordare, Virgo Mater, in conspectu Dei, ut loquaris pro nobis bona et ut avertas indignationem suam a nobis.

      • @ Adrien Antoine

        Danke für Ihr Posting – schön, dass Sie das Brevier erwähnen. Ich habe vor ungefähr einem Jahr damit angefangen, es auch zu lesen. Zwar hatte ich zuvor auch jahrelang das „ausgedünnte“ Stundenbuch, aber inzwischen habe ich das benediktinische monastische Brevier.
        Das ist wahr: das Psalmgebet umschließt alle meine Fragen klagen und all meine Jubel.
        Am Ende sind wir doch nur dazu geboren, um den ewigen Herrscher zu preisen. Sein Lob zieht uns, die wir ursprünglich nur Erde sind, nach oben in Seine göttliche Sphäre, denn wir singen ja mit den Engeln und Erzengeln Sein Lob.

    • @ dario Sie sind als Experte über manierlichen oder nicht manierlichen Stil bei mir gar nicht ausgewiesen- Sie haben den fervor novitii-doch der bedarf -mutatis mutandis auch meinerseits einer beständigen demütigen Läuterung-als alter leider nicht sehr weiser aber aufrichtiger Mensch-lassen wir uns das unaufgeregt sagen.Gott segne Sie und Ihren Eifer!

  15. Zeitschnur, ach ja diese Zündschnur. Nehmt sie nicht zu ernst. Wenn das Forum schon geistig (nicht geistlich!) zu schwach ist ihren Gedankengängen zu folgen, so wird mit Sicherheit der Teufel ihren surrealen Gedanken folgen können. Der ist intelligenzmässig ihr mit Sicherheit überlegen und schliesslich muss auch der Teufel Gott dienen.

    • Das ist eine tröstliche Sichtweise, die Sie hier aufwerfen. Bei aller Verwirrung, die die selbsternannte Besserwisserin hier unter treuen katholischen Lesern anrichtet, am Ende wird sie mit ihrem dunklen Führer, dem Fürsten dieser Welt, auch ihre Knie vor dem Thron Gottes beugen müssen.

  16. @zeitschnur: Ich verwahre mich dagegen, meinen Äußerungen Schmutzstil zu unterstellen! Schmutzig und anmaßend ist es, Exzellenz Schneider das Fehlen „echter Glaubenshaltung“ und ein „Mitschwimmen in Halbheiten der Finsternis“ vorzuwerfen. Das ist Pöbelei auf unterstem Niveau, und es widert mich an, darauf auch noch reagieren zu müssen. Aber solches kann ja nicht widerspruchslos hingenommen werden. Ich erinnere mich an Zeiten, da beklagten Sie, dass kein Kardinal, kein Bischof der Kirche seine Stimme gegen Bergoglio erhebe. Nun, da Sie es endlich tun, ziehen Sie diese mit an Haaren herbeigezogenen Unterstellungen in den Dreck. Wissen Sie, alles was Sie da im Brustton einer für meine Begriffe nicht mehr ganz gesunden Selbstüberzeugung an „unbequemen Fragen“ stellen, sind Ihre ganz persönlichen, subjektiven Verständnisschwierigkeiten, die Sie in unzulässiger Weise verobjektivieren. Aus Ihrem ganzen Sermon greife ich nur einen Punkt heraus: Die Messe in Einheit mit dem Papst feiern. Wenn Sie den von Ihnen zitierten Messtext genauer lesen, dann wird diese ganze Aussage unter den Aspekt der Rechtgläubigkeit gestellt. Wenn der Papst rechtgläubig ist, dann feiern alle Rechtgläubigen in Einheit mit ihm dieses Messopfer, ist er es nicht, kommt dieses Messopfer auch ohne diese Einheit zustande. Es ist dann der Papst, der diese Einheit zerstört, der, wenn Sie so wollen, den Herrn beschmutzt, nicht der Priester oder Bischof, der diese Messe feiert. Diese Einheit ist keine Voraussetzung für die Gültigkeit der Messe, wie @zeitlos schon bemerkte. Wenn Lefebvre den Novus Ordo als sakrilegische Messe bezeichnete, von der man sich fernhalten müsse, dann meinte er eben den sakrilegisch vollzogenen Novus Ordo, bzw. das Galubensgefährdende am Novus Ordo. Natürlich ist es besser, sich der Feier des Novus Ordo zu enthalten, da er den Glauben der Kirche nur verkürzt und nicht vollendet widerspiegelt, deshalb feiert die FSSPX auch ausschließlich im überlieferten Ritus. Aber die Bi-Ritualisten erfüllen eine enorm wichtige Brückenfunktion hin zu jenen, die diesen Ritus nach 40 Jahren Liturgieverbot nicht kennen, bei denen sich keine FSSPX Kapelle in der Nähe befindet usf. Auch das motu proprio hat eine solche Brückenfunktion. Wie anders konnte man vorgehen, um realistisch eine Wende zum Besseren zu erreichen. Und selbst wenn die nachkonziliaren Sakramente nicht mehr das bewirken, was sie bezeichnen, rechtfertigte dies, einfach die Hände in den Schoß zu legen und Jeremiaden über das Ende der Zeiten anzustimmen? Dass Sie das nicht erkennen, sondern sich lieber in Anwürfen und Anschuldigungen gegenüber denen ergehen, die sich ermannen, endlich Bergoglio entgegenzutreten, hinterlässt mich fassungslos.

    • Die Fassungslosigkeit liegt nicht nur bei Ihnen. Sie hat sich bereits weit ausgebreitet hier im Forum. Es gab mal einen guten Spruch, der, wie alle Volksweisheit, als Ausdruck des gesunden Menschenverstandes (und damit des Hl.Geistes) einfach Wahrheit ausdrückt: „Der größte Schuft im ganzen Land / ist und bleibt der Denunziant.“

      Darüber sollte die Renegatin „Zeitschnur“ einmal meditieren.

      • @Traditionstreuer, hicesthodie:
        Sie haben beide Recht. Man könnte den Titel dieses Textes hier geringfügig variieren:
        „Frau Zeitschnur eine wirkliche Schande – Ehre der Tradition beschmutzt.“

    • @ hicesthodie

      Worüber regen Sie sich auf? Auch für Sie eine Zusammenstellung Ihrer allerchristlichsten Sätze oben:

      „Sie kommen sich wohl ungeheuer wichtig und klug vor in der Rolle des advocatus diaboli? Aber, Beste, einmal mehr machen Sie sich mit Ihrem Sermon LÄCHERLICH!“

      „Soso, es erscheint Ihnen surreal (hippes Wort!), dass Exzellenz Schneider seine Hoffnung auf die Stimme der Laien setzt und sich über katholische Blogger freut.“

      (Ich sagte allerdings etwas ganz anderes: es sei surreal, zu glauben, dass die Welt (oder gar die Kirche!) nun die Stimme der Laien über Blogs zu der Synode wahrgenommen habe – weil die Welt diese Bloggerszene nicht zur Kenntnis nimmt und F. sich keinen Deut davon von seinen Vorhaben abbringen lässt.)

      „Beste, wenn Ihnen das surreal erscheint, warum schreiben Sie selbst Kommentare und Artikel auf dieser Seite? Ist das nicht schizophren?“

      („Schizophren…“, sagen wir es sachlich: um meine Motive zu schreiben, ging es ja nun nicht, und sie sind gewiss nicht dem Größenwahn verfallen, ich könnte damit die Welt aufrütteln…und womöglich dazu bringen, F. zu stoppen…)

      „Ihrer geradezu naiv-idealistischen Wunschwelt“

      „Der Gipfel Ihrer sattsam bekannten Haarspaltereien“

      „Ja, und dann setzen Sie allem noch die Krone auf: verschränken hinter Ihrem PC verbal genüsslich die Arme und warten ab, „wie es nun mit diesem Bischof weitergeht“. Was bezwecken Sie eigentlich mit dieser defätistischen Oppositions-Tour? Merken Sie gar nicht, wie zersetzend Sie wirken?“
      _______________________

      Ja, zu früheren, insgesamt gesitteteren Zeiten nannte man solche Angrife in diesem Vokabular Schmutzstil.

      Gestern haben Sie sich über Leo Lämmlein hergemacht und regten sich über die auf, die JP II den Korankuss vorwerfen.

      Das macht Ihnen nichts aus?
      Sind das die Früchte einer Haltung, die tatsächlich IHN nicht lieben kann, die auch in diesem Stil mit mir umgeht?!
      Eine Haltung, die nicht radikal zu Jesus stehen will, wenn das Buch geküsst wird, in dem Er verleugnet, verleumdet und verhöhnt wird?

      Ja – das ist wirklich die Frucht. keine Frage.

      Ob ich zerstetzend wirke, nur weil ich die Widersrpüche, in denen Sie sich verfangen haben, benenne?
      _______________________________________

      Letztes Jahr fiel eine wildgewordene Meute über mich her, als ich F. sofort als den sah, der er ist (man konnte das sofort sehen, wenn man nur ehrlich genug war).

      Auch letztes Jahr fielen die unmöglichsten Worte.

      Heute weiß jeder, dass ich recht hatte.

      Warten wir es doch auch jetzt einfach einmal ab – ich habe ein gravierendes Problem ausgesprochen und wir werden sehen, ob es seinen Krankheitskeim ausbreitet.

  17. Aus der Apostelgeschichte
    ————————————

    Kapitel 2:
    37 Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder?
    38 Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße12, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe13 des Heiligen Geistes empfangen.
    39 Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die ferne sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird.
    40 Und noch mit vielen anderen Worten gab er Zeugnis und ermahnte und sprach: Laßt euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht!
    41 Diejenigen, die nun bereitwillig sein Wort annahmen, ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tag etwa 3 000 Seelen hinzugetan.
    42 Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten.
    43 Es kam aber Furcht über alle Seelen, und viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel.
    44 Alle Gläubigen waren aber beisammen und hatten alle Dinge gemeinsam;
    45 sie verkauften die Güter und Besitztümer und verteilten sie unter alle, je nachdem einer bedürftig war.
    46 Und jeden Tag waren sie beständig und einmütig im Tempel und brachen das Brot in den Häusern, nahmen die Speise mit Frohlocken und in Einfalt des Herzens;
    47 sie lobten Gott und waren angesehen bei dem ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich die zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.

    Kapitel 4:
    32 Und die Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele; und auch nicht einer sagte, daß etwas von seinen Gütern sein eigen sei, sondern alle Dinge waren ihnen gemeinsam.
    33 Und mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung des Herrn Jesus, und große Gnade war auf ihnen allen.
    34 Es litt auch niemand unter ihnen Mangel; denn die, welche Besitzer von Äckern oder Häusern waren, verkauften sie und brachten den Erlös des Verkauften
    35 und legten ihn den Aposteln zu Füßen; und man teilte jedem aus, so wie jemand bedürftig war.

  18. @Traditionstreuer, ich verwahre mich auch gegen Ihre Vereinnahmung. Es geht mir nicht darum, zeitschnur vorzuführen oder etwa mundtot zu machen, ganz im Gegenteil. Ich schätze nach wie vor ihre Beiträge sehr hoch und achte ihr Ringen um den Glauben und mit dem Gegenwärtigen Zustand der Kirche. In vielem spricht sie mir aus dem Herzen oder regt mich zum Nachdenken an. Dafür bin ich ihr außerordentlich dankbar und fühle mich ihr im Glauben sehr verbunden. Ich habe auch keine Schwierigkeiten damit, wenn ein Mensch leidenschaftlich argumentiert und dabei auch einmal hart zur Sache geht und einen anderen Standpunkt vertritt, als ich. Der Rubikon ist aber überschritten, wo Kritik zum Selbstläufer wird und man kritisiert um des Kritisierens willen, man dadurch ungewollt in eine Destruktivität abrutscht, die die allgemeine Verwirrung noch vermehrt, anstatt zur Klärung beizutragen. – -
    Wenn ich Sie, liebe @zeitschnur, mit meinen sehr emotionalen Worten verletzt haben sollte, bitte ich das zu entschuldigen, auch ich bin in Folge der uns begleitenden Ereignisse sehr dünnhäutig geworden. Wir sehen, an welchen Rand uns Bergoglio allesamt gebracht hat. Aber wir müssen dagegen ankämpfen, uns notfalls auch einmal revidieren, vor allem versuchen, den glimmenden Docht, das Fünkchen Wahrheit und Hoffnung, das da noch immer glimmt wie das Ewige Licht in der verfinsterten Kirche, zu entfachen, nicht auszulöschen. Sie haben das intellektuelle Potential, ich wünsche mir sehr, Sie nutzen es weiterhin in diesem Sinne, auch hier im Kommentarbereich.

    • Danke für dieses Statement nun – Gott sei Dank, denn ich sagte ja oben, dass ich Sie schätze. Ja, wir sind dünnhäutig geworden.

      Gerade meine Erfahrungen hier im Forum, aber auch im realen Leben, haben mir mit zunehmendem Entsetzen vor Augen geführt, was in „der“ Tradition eigentlich los ist.
      Ich hätte es wissen müssen – nach der kreuztnetaffaire zum Beispiel, die ja bereits offenbart hat, dass es einen satanischen katholisch-traditionalistischen Sumpf wirklich gibt. Leo Lämmlein erwähnt es an einer anderen Stelle: das 20. Jh hat uns doch gezeigt, dass diese Art von Katholizismus die Hölle auf Erden schafft. Daran wird auch offenbar, dass dieser Katholizismus selbst verschwistert ist und war mit dem amerikanischen Geheimdienst und seinen Machenschaften, dann wieder trumpft man gegen die Amerikaner auf, es war der Vatikan die Schleuse, durch die das verbrecherische Nazipack nach Südamerika gerettet wurde. Damit will ich keineswegs Hochhuthschen Pauschalthesen das Wort reden, aber niemand kann die gottlose Vermischung von Politik und Kirche einfach so bestreiten. Und Leo Lämmlein hat auch damit recht, dass diese Problematik bereits am Vorabend der franz. Revolution eine große Rolle gespielt hat. Die Kirche oder besser einige ihrer wadenbeißerischen Vertreter sind ursächlich daran schuld, dass die Lage heute so ist wie sie ist – es sind absolut nicht nur die bösen Progressisten und Modernisten, sondern fast noch gravierender die angeblich Traditionstreuen, die mit ihrer heillosen Vermischung von Glauben und Macht im rechtslastigen Sinne der Kirche den Rest gegeben haben und weiterhin geben.

      Es fehlt allenthalben an dem, ohne das alles nach den Worten des hl. Paulus „nichts“ ist, an der Liebe. Es genügt nicht, die liturgische Tradition aufrechtzuhalten, wenn man sich ansonsten voll und ganz dem Modernismus ergeben hat. Das zeigte mir auch die Luther-Debatte. Wie kann man als echter Katholik sich die spekulativen und distanzlosen Gedanken eines Psychiaters zu eigen machen, der auf der Basis eines anichristlichen, psychologischen Menschenbildes argumentiert? Warum gehen da keine Warnlampen an? Macht die Ablehnung Luthers das Empfinden für die Obszönität einer solchen Seelennot-Schau blind? Haben wir vergessen, dass es keinem Menschen auf der Welt zusteht, in dieser distanzlosen Weise in die Seele eines anderen, und sei es ein Häretiker, einzudringen? Und viele hier haben sich bei vorgeblichem Traditionalismus sehr wohl die sadistischen Strategien der 60er-Jahre-Psychotechniken zu eigen gemacht und klotzen auch damit – warum gehen da keine Warnlampen an?

      Es fehlt an gesunder Distanz und an Selbstkritik. Die mich hier so schwallartig kritisieren sind ja selbst erwiesenermaßen die schlimmsten hier im Forum, hacken wild durch die Gegend und schrecken vor keiner persönlichen Beleidigung zurück, sobald einer ihnen nicht nach dem Mund redet.

      Wenn sie argumentativ nicht durchkommen, empfinden sie das als persönliche Beleidigung…

      • Es fehlt also an persönlicher Liebe zu Christus. Eine ermüdende und fruchtlose Rechthaberei, Verbissenheit, Selbstmitleid, Respektlosigkeit vor Freund und Feind, Diskursunfähigkeit und Verkapselung in der „Messe aller Zeiten“ hat völlig verdunkelt, dass die alte Messe nichts ist, wenn die Liebe fehlt.

        Nur ganz selten spricht hier im Forum einer mal von Jesus und davon, dass Er der Herr ist und dass der Poster Ihn liebt und für Ihn alles hingeben will. Im Gegenteil – sobald an das Tor zu dieser Liebeshaltung, nämlich die allerliebste Gottesmutter auch nur geklopft wird, fliegen Granaten.
        ich wiß, das alle Heiligen es gesagt haben: wer in dieser Weise gegen die Gottesmutter und ihren Rang angeht, ist verworfen. Er mag noch so fromm tun, die Finsternis in diesem Menschen wird irgendwann zutage treten, alte Messe hin alte Messe her.

        In diesem Sinne wirkt das Interview mit Bischof Schneider auf mich ebentatsächlich so, dass das Eigentliche und Wesentliche fehlt: die spürbare Liebe zu Jesus, das persönliche Bekenntnis einer Hingabe, die nicht immer nur gebetsmühlenartig Gesetze und „Must-do“s verbreitet, sondern endlich das befreiende Eingeständnis vorbringt: Herr, wir wissen nicht mehr, was wir tun sollen, es ist Deine Ehre, die mit Füßen getreten wird. was sollen wir tun?

        Ich bleibe dabei: Das fehlt, und diese Haltung wäre meiner festen Überzeugung nach die einzige Rettung in der Lage.

        Ich sehe eine endlose Abwärtsschleife vor Augen, in der ein paar Traditionalisten nun noch versuchen, dies oder jenes zu tun. Aber die Frage muss erlaubt sein, ob das eine Chance, einen Segen, eine Verheißung hat.
        Die Lage in der Kirche ist so verfinstert, dass niemand mehr wirken kann, ohne faule Kompromisse mit dieser Finsternis einzugehen. Sobald ich aber diese Kompromisse geschlossen habe, wird mein Kampf überschattet und das Licht, das ich setzen wollte, wird ins Dunkel getaucht. Was nützt es, die alte Messe im Schulterschluss mit dem Satan zu feiern (um es einmal sehr drastisch zu sagen, damit verständlicher wird, was ich meine)?

        Es ist mir klar, dass diese radikale Warnung alle ärgert, die die Sache politisch und strategisch angehen. Diejenigen, die aber tatsächlich einen Glauben leben, der total ist, der weiß, dass ER absolut heilig ist, die können vielleicht erahnen, was ich meine. Es gibt eine Grenze, nämlich dann wenn der Kompromiss die Beleidigung oder die Beteiligung an der Beleidigung des Herrn mitinbegreift.

        Und diese Grenze ist für mich längst erreicht.

        Ich schlage aber vor, es abzuwarten. Es wird sich sehr bald zeigen, ob ich mit meiner Prognose recht habe oder nicht.

      • Es tut mir leid, ich kann Ihnen nicht folgen. Der Denkfehler bei Ihnen und Leo Lämmlein ist der, dass sie immer denTeil für das Ganze nehmen. Wer ist denn „die Tradition“? Die handvoll Leute hier im Forum, kreuz.net, oder die, die Ihnen begegnen und sauer aufstoßen? Mitnichten. Ich persönlich zähle alle zur Tradition, die sich für das genuin Katholische einsetzen und da ist in den letzten Jahren viel Positives entstanden. Deshalb kann ich in Ratzinger auch nicht „le serpent“ oder in Johannes Paul nur den „Koranküsser“ sehen und verteufeln. Auch hier gilt: an den Früchten werdet Ihr sie erkennen. Und selbst wenn es so wäre, dass sie insgeheim das Schlechte wollten, so hat es Gott doch ins Gute gewendet. Das ist übrigens auch die Hoffnung, die mich Bergoglio ertragen lässt. Natürlich ist der Vatikan eine politische Größe und jeder Kardinal schwört im Konklave den Eid, dass er, sollte er gewählt werden, die Freiheit der Kirche sichern werde. Und in diesem Sinne ist die Verbandelung der Kirche mit der Politik zu verstehen. Pius XII. hat aus diesem Grunde das Konkordat geschlossen und die offene Konfrontation mit Hitler vermieden. Und das war sein gutes Recht und es war sogar seine Pflicht, im Interesse der Kirche zu handeln. Andere Staaten haben die Juden von ihren Landesgrenzen ohne Not in den sichern Tod zurückgeschickt, humanistische Organisationen haben ihnen NICHT geholfen und alle beteiligen sich am verheuchelten Fingerzeigen, um sich an Pius XII. die Hände weiß zu waschen. Im Ganzen gilt: wenn ich davon überzeugt bin, dass die Botschaft Jesu Christi und die Lehre der Kirche wahr sind, dann muss ich auch wollen, dass die Kirche stark ist, um ihren Missionsauftrag zu erfüllen. Die Gefahr, und da gebe ich Ihnen recht, besteht dann darin, dass man die Stärke auch im negativen, der Liebe Christi widersprechenden Sinne benutzt. Bereits die Schrift und die Kirchengeschichte sind voll von derartigen Vorgängen, aber ebenso gab es immer wieder die Heiligen, die die Kirche zur Besinnung brachten. Luther hingegen war kein Heiliger, sondern ein Mann, der sein individuelles Glaubensringen verabsolutierte und seine subjektive Wahrheit der ganzen Kirche mit schroffer Härte und unter bewusster Ausnutzung niederer Motive aufzwingen wollte. Das Buch von Hochwürden Prof. Mock untersucht anhand authentischer Quellen Luthers Persönlichkeitsstruktur und trägt sehr viel zum Verständnis bei, warum Luther so und nicht anders gehandelt hat oder anders handeln konnte. Ich kann daran nichts Verwerfliches erkennen. Auch hier wieder bei Ihnen der pars-pro-toto-Gedankenschluss: Sie wollen Luther gegen ehrenrührige Äußerungen einzelner im Forum in Schutz nehmen, lasten diese dem Buch an und verwerfen selbiges mit pauschalisierten Urteilen, die in mir noch immer den Verdacht aufkommen lassen, dass Sie dieses Buch gar nicht kennen, zumal ich mich zu erinnern meine, dass Sie mich unlängst nach den bibliographischen Angaben zu dieser leider sehr selten zu findenden Publk. fragten

      • Sie haben, und das sage ich ganz ohne Häme, viel mit Luther gemein. Insonderheit, dass Sie Ihre Nöte und die aus einem ECHTEN Glaubensringen geronnen (An-)Fragen absolut setzen und für keinen Erklärungsversuch, keine andere Sicht auf die Dinge offen sind. Viele gute Argumente sind hier vorgebracht worden, die Sie, zumindest was Ihre Äußerungen zu Bischof Schneider anbelangt, wenn schon nicht zur Entschuldigung, so wenigstens zum Nachdenken anregen müssten, aber Sie beharren auf Ihren Ansichten, nehmen Entgegnungen nicht zur Kenntnis, wollen und müssen wahrscheinlich auch im Recht bleiben. Gerade in diesem Thread aber erreicht das einen Punkt, wo Ihre Argumentation ans Irrationale grenzt, wo man angesichts der Unsinnigkeit und Pauschalisierung der Anwürfe gar nichts mehr erwidern mag, weil es sinnlos erscheint, weil man mit Ihnen in keinen Dialog treten kann, sondern nur wie gegen eine Wand redet. Und so war es auch mit Luther. Er war gefangen in seiner Gedankenwelt, niemand drang zu ihm durch, niemand konnte ihm deshalb wirklich helfen. Das ist eine große seelische Not, aus der er sich nur durch Radikalisierung und durch den Umsturz seiner bisherigen Wertewelt befreien zu können glaubte und dabei nur immer weiter ins Verderben rannte. Bei Ihnen und Leo Lämmlein sehe ich die gleiche Gefahr. Ich hoffe, Sie beide finden mit Gottes und Mariens Hilfe aus dieser inneren Not heraus. Mehr sage ich dazu nicht mehr, denn es hieße, dieses Forum zu missbrauchen.

      • @ hicesthodie

        Schlage Ihnen vor, dies nun zu beenden.
        Weil ich Argumente nicht überzeugend finde, bin ich wie Luther?
        Wirklich ein schlagender Beweis!

        Ich möchte darum bitten, dass Sie sachlich bleiben, solche haltlosen und suggestiven Vergleiche unterlassen und anerkennen, dass ich nicht ohne sehr ausführliche und triftige Gründe bei meinem Standpunkt geblieben bin.

        Und im Gegensatz zu Luther versuche ich mich ganz eng und unbeirrt an die Lehre der Kirche zu halten, die ich täglich durchforste.
        Dieser Aspekt scheint Sie aber wohl weniger zu berühren, was auch wieder zu der Marginalisierung häretischer päpstlicher Handlungen passt.
        Seufz.

        Jeder, der nicht wie ein Rohr im Wind der Lehren schwankt, jeder, der nicht einknickt, wenn der Druck zu groß wird, ist ein Luther?

        Nun denn.

        Das trifft übrigens auf jeden Märtyrer dann auch zu, nicht zuletzt auf Jesus.

      • Sie vergessen eines, werte Zeitschnur, dass Christus genau derjenige ist, der das zerknickte Rohr nicht zerbricht und das im Wind schwankende erst recht nicht.
        Ja wir hätten alle gerne, dass der HERR eingreift, dass er dreinschlägt, nicht aus Rachegedanken, sondern damit man selber wieder Luft zum Atmen hat, klarer sieht, Halt hat u.s.w.
        Der HERR tut es nicht, weil er geduldig wartet bis der Sünder umkehrt!
        Wir alle leiden unter der Geduld Gottes, aber wir alle brauchen sie auch!

      • @ besorgter christ

        Leider steht Ihr Posting und Ihre Behauptung, ich würde vergessen, dass er das geknickte Rohr nicht zerbreche (???) in keinem sachlichen Zusammenhang zu meinem Posting.

        Es war weder von geknickten Rohren, noch vom Dreinschlagen, noch von sonst etwas in diesem Sinne die Rede.

        Ich sprach von etwas ganz anderem und bitte Sie, mein Posting doch einfach noch mal zu lesen.

        Es ging wesentlich darum, dass ohne die Liebe alles noch so fromme formalistische Getue nichts bringt – wie es der hl. Paulus sagt.

    • @hicesthodie
      „Schön durchkreuzt“- kontraproduktiv!
      Durch Ihre Entschuldigung an dieser Stelle, fühlt sich zeitschnur nun völlig „reingewaschen“. Sie wird sich deshalb auch weiterhin jeglicher Selbstkritik entziehen, weiterhin davon überzeugt, dass immer die Anderen die Bösen und Schuldigen sind.

      Hat sich zeitschnur schon bei jemandem entschuldigt?

      • Ach Dario, es geht mir doch nicht darum, irgendeinen Sieg davon zu tragen oder jemanden zu erziehen. Zeitschnur hat sich durch meine Wortwahl angegriffen gefühlt und ich habe mich dafür entschuldigt, noch vor dem Sonnenuntergang (Eph. 4,26). In der Sache habe ich jedoch nichts zurückgenommen. Was nun zeitschnurs Verhalten anbelangt, dafür ist Sie allein verantwortlich, und ich denke, jeder Leser kann sich ja auch sein eigenes Urteil bilden. Bedauerlich ist nur, dass dieses großartige Interview durch die Streitereien nicht recht gewürdigt und gleichsam davon überschattet wurde.

      • Ach übrigens Dario – Sie schweigen so auffallend über meine Rückmeldung gestern. Sie wollen es nicht wahrhaben, dass das Problem des „Tones“ wohl eben nicht bei mir liegt, nicht wahr? Es liegt ja objektiv zutage. Und Sie können Ihre Verleumdung gegen mich nicht aufrechthalten angesichts der Fakten.

        Auch neulich haben Sie mir schon diesen pauschalen Vorwurf übergekippt, und als ich wissen wollte, was genau Sie mir vorwerfen, kam nichts außer weiteren pauschalen Ausfälligkeiten. Ist das der Geist der Wahrheit?

        Die letzten Tage haben Sie selbst einer Posterin entgegengeknallt: „Halten Sie Ihr Mundwerk“.

        Warum sollte ich mich also von einem solchen Menschen für etwas „kritisieren“ lassen, das nicht einmal klar aufgezeigt werden kann?

        Sie knirschen mit den Zähnen, weil Sie mit mir auf der Sachebene nicht fertig werden.
        Ein anderes Problem steht hier auch nicht im Raum.

        Hier vergreifen sich so viele auf so erbärmliche Weise im „Ton“, ganz auffallend auch Sie, und wo haben denn Sie sich schon einmal für Ihre Ausfälligkeiten entschuldigt, die man ja eben so nachweisen kann wie die der zeitlos – es ist alles objektiv und schriftlich niedergelegt.

        Hicesthodie weiß, dass seine Sätze mir gegenüber nicht okay waren. Er hat sich geärgert über meine „abweichende Meinung“ und wurde zudem einen tag vorher noch von M.S aufgehtzt und bewusst gegen mich aufgestachelt und ist dem auf den leim gegangen.
        Ich habe ihm nichts dergleichen initial an der Kopf geworfen.

        Sie sind jedoch voreingenommen und wollen nur das wahrnehmen und als Faktum anerkennen, was Ihren Zorn über mich bestätigt.

        Sie sind derjenige, der sich zu entschuldigen hat, denn ich habe Sie niemals angegriffen – auch das ist objektiv nachweisbar.

      • @zeitschnur: Nur noch soviel: ich habe mich nicht über abweichende Meinungen geärgert, sondern konnte nicht unkommentiert lassen, dass Sie sich über einen vorbildlichen Bischof und zuvor schon über einen vorbildlichen Kardinal der Kirche so anmaßend äußern, wie Sie es – ebenfalls schriftlich niedergelegt und von jedem nachzulesen – getan haben. Im Übrigen muss ich dazu von niemanden aufgehetzt werden. M.S. hat nur ganz richtig gespürt, dass meine Worte an Leo Lämmlein indirekt auch an Sie gerichtet waren. Aber das haben Sie vermutlich nicht einmal registriert.

  19. Dem mutigen Bekennerbischof Athanasius Schneider sei für seine Verteidigung der Wahrheit gedankt!

    Wer sich für die Ehre des Apostolischen Stuhles einsetzt, setzt sich für Christus ein – beides ist nicht voneinander trennbar. Daß Bischof Schneider Stellungnahme und sein Verhalten im allgemeinen ausgerechnet in diesem Forum einer ganz und gar unbilligen, unkirchlichen und auch persönlich beleidigenden Kritik unterworfen wurde, ist nicht hinnehmbar, deswegen begrüße ich ausdrücklich die Schärfe, mit der einige der Kommentatoren Verwahrung gegen die Verunglimpfung des Bischofs eingelegt haben.

    NB: Es geht hier nicht darum, irgendeine Leserin „fertigzumachen“, zumal es sich um eine durchaus intelligente Zeitgenossin handelt. Das sei ausdrücklich betont. Die von ihr geäußerte Kritik in Stilfragen ist nicht immer ganz unberechtigt – das möchte ich jedenfalls für meine Person zugeben. Aber die Kritik an Bischof Schneider möchte ich nachdrücklich zurückweisen!

  20. Zum Thema Blogs, jede Stimme die sich erhebt ist eine Stimme für Christus und sie ist nicht vergebens da sie von einem Menschen ist der auf dem Weg ist seine Seele retten zu wollen. Es gibt den Satz „nur wenn man schreit weckt man Tote auf“ dafür brauchen wir auch Stimmen, wenn dadurch auch nur eine Seele gerettet wird war es das wert. Die Veränderung kommt von IHM und nicht durch Blogs da hat zeitschnur Recht. Wo man ihr auch beipflichten muss, wer auf zwei Hochzeiten (Hl. Messopfer) tanzt wird dafür sein Päckchen tragen müssen. Allerdings wie Adrien Antoine wunderbar sagte „Der Mann, der die Hand an den Pflug legt und zurückblickt, was hinter ihm liegt, ist ungeschickt für das Reich Gottes“ sollten wir jenen die erst nach und nach wach werden und blind waren, ich war auch mal so einer, mit offenen Armen empfangen und nicht mit verschränkten. Ich bin selber vom rechten Pfad abgekommen in der Vergangenheit und dankbar ihn wiedergefunden zu haben und dieses Recht räume ich auch jedem anderem ein. Diese Leute müssen wieder auf das rechte Gleis zurück, zur Messe aller Zeiten, da ist Bischof Schneider definitiv noch nicht, da muss er hin. Kritik und Zweifel sind für mich keine guten Berater dabei, Glaube und Hoffnung ja, aber mit Obacht sonst hat man am Ende ein Messer im Rücken. Kritik ist immer eine Form der Lüge, weil jemand sich über andere zu erhöhen versucht, Kritik sät Zwiespalt, legitim ist Rechtmäßigkeit, Recht und Maß halten! Rechtmäßigkeit braucht keine Kritik, sie steht für sich selbst!

    • „Kritik ist immer eine Form der Lüge etc.“

      Das ist zu pauschal und nicht zu Ende gedacht: Sonst dürfte man ja auch diese Familiensynode nicht mehr kritisieren, logisch?
      Ihr Satz erinnert mich an Johannes XXIII. mit seiner unseligen Meinung, die Irrtümer verschwänden wie der Morgennebel ganz von selbst!
      Das war verheerend falsch!
      Und warum hat die Kirche dann oft Kritik am Unrecht geübt? War das auch immer Lüge?

      Mir ging es im übrigen nicht primär drum, Bischof Schneider zu kritisieren, sondern die Problematik dieses Mannes wie auch aller vergleichbaren Kleriker aufzuzeigen. Die Problematik soll natürlich nicht selbstzweckhaft aufgezeigt werden, sondern deswegen, weil ich es sehr problematisch finde, dass sich viele in „der“ Tradition an diese Männer hängen wie an Fetische und darüber völlig übersehen, dass diese Männer definitiv auf verlorenem Posten stehen und es die Frage ist, ob sie nicht in einer konsequenten Umkehr (die viele andere ja vollzogen haben) wesentlich merh für die Seelen tun könnten. oder anders: nicht so auch noch Seelen in der Konzilskirche zurückhalten, die sich dort um ihretwillen Hoffnungen machen und dort am Ende vor die Hunde gehen.

      Das war der Hintergund meiner Gedankenführung.

      Das haben Sie aber auch verstanden, denke ich!

      Dass jeder seinen Weg gehen muss und darf, das ist natürlich richtig, aber das hat mit der Frage, ob man auf halber Strecke wirklich ein Wegweiser sein kann bzw. dafür „stilisiert“ wird, nichts zu tun.

      Die Messlatte muss immer sein:
      1. Folgen wir unseren eigenen Strategien oder warten wir auf die Weisung des Herrn der Kirche?
      2. In welche Abgründe stürzt die Vermischung mit der nachkonziliaren Finsternis die Seelen, für die ein Priester verantwortlich ist?

      Alle persönlichen Eitelkeiten und „Ich habs doch nur gut gemeint“ oder ein bürgerliches „Das sind doch verdiente Leute (was das wohl heißen mag?)“ sind angesichts der Gefahr für die Seelen doch unerheblich.

      • Sie sprechen was Interessantes an zeitschnur. Ihre Andeutung mit dem Wegweiser bringt mich darauf. Wer immer innerhalb der Konzilskirche irgendwann die Reanimation der Kirche anführt bzw. dem vorangeht, es ist ein bi-ritueller Priester, jemand der definitiv nicht das Idealbild als Wegweiser sein kann. Es sei denn er überwindet die dual-rituelle Konzilskirche und kehrt als einsichtiger Büßer zur Messe aller Zeiten zurück und nimmt alle anderen mit. Die Alternative dazu wäre ein traditioneller Hirte erobert sich seine Stellung innerhalb der Amtskirche und räumt massiv auf.
        Zu Ihrer 2. Frage (nachkonziläre Finsternis d. Seelen), da haben sie recht, das meinte ich auch mit „Päckchen tragen“, da werden einige schon noch ihre Federn für lassen für das was durch das Konzil angerichtet wurde, ganz klar, vielen wird das stinken und das Geschrei wird groß. Zur Frage 1, Bischof Schneider denkt bestimmt auch zum Teil strategisch, solange sie nicht im Widerspruch zum Herrn ist oder rein nur strategisch habe ich auch kein Problem damit.
        Zur Kritik, ich persönlich begrüße auch nicht wenn Kirchenvertreter oder Priester sich öffentlich kritisch äußern, das Lehramt inhaltlich hochhalten oder Kirchenrecht reicht, es ist unumgänglich, nicht mal Papst Franziskus kann die Ehe kippen. Man steht so auch über anderen Theorien oder Behauptungen, bei Kritik schießt man von unten nach oben, von daher die ungünstigere Position auch und vor allem die falsche weil wenn man sich an dem, Recht hält schießt man doch eigentlich von oben. Es gibt Wahrheiten die sind unumgänglich, ein Beispiel, ich hatte mal einen homosexuellen Klassenkamerad, dem sagte ich“ hätte dein Großvater gelebt wie du würdest du heute nicht leben, du steht für eine Philosophie des Todes und am Ende wirst du auch den Preis dafür zahlen müssen“, das hat er verstanden, er liebte seinen Großvater über alles andere. Nach und nach kam er immer mehr in Konflikt mit seiner Ausrichtung da ich ihn mehr und mehr anstieß. Warum sollte ich ihn kritisieren, erste Reaktion ist automatisch immer Abwehr und die steht mir im Weg, wenn ich ihn erreichen will, manchmal ist das Einfache auch verständlicher, wie man sagt man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ich hoffe ich konnte meine Darstellung bezüglich Kritik etwas verdeutlichen.

      • @ Heinrich

        Na gut – da sind wir aber nicht unbedingt so weit voneinander entfernt. Denn wie gesagt habe ich ja weniger Schneider persönlich als diese Problemtaik des „Anteilhabens an den werken der Finsternis“ benannt, die m.E. alle „guten Absichten“ gewissermaßen „löschen“. Ausdrücklich habe ich seine Integrität am Anfang als sicherlich gegeben bezeichnet.

        Wenn Sie die aufgeheizte Luther-Debatte vorgestern hier verfolgt haben, werden Sie feststellen müssen, dass es gerade ich war, die darauf bestand, dass Bücher, die diesen armen und bedauernswerten Häretiker, der so unglücklich war und eine so schwere Hypothek trägt, wenn nicht Wunder am Ende geschehen sind, nun in einer voyeuristischen Psycho-Seelennotschau als Psychopathen bloßstellen wollen, überflüssig und destruktiv sind.

        Ich habe dort – wie Sie hier – die Ansicht vertreten, dass es genügen muss, die Verwerfungen der Kirche der theologischen Irrtümer Luthers vollauf ernst zu nehmen und in diesem Sinne auch der protestantischen Theologie zubegegnen, nicht aber über den Sünder mit 500jähriger Verzögerung herzufallen und zu „kritisieren“ und sein armes Seelenleben, bzw. das, was man darüber spekuliert „aufdeckt“. M.E. ist dies sogar schwer sündhaft. Denn Luthers Seelennot gehört, egal ob als Faktum oder als Spekulation, nicht in die Öffentlichkeit. Einzig seine Beichtväter dürfen damit befasst sein – und hätten darüber immer schweigen müssen.

        Aber dennoch muss man auch ehrlich zugestehen, dass Texte wie der „Syllabus“, „Lamentabili“ oder gerade auch „Pascendi“ von Pius X. eine sogar ziemlich ätzende Kritik an Phänomen sind, die trotz der Listen nicht präzise gekennzeichnet werden. Pius X. schreibt damit eher eine Art „Pamphlet“, nennt nicht ein einziges konkretes Beispiel oder listet bestimmte Autoren auf (dann hätte man ja eine Orientierung dabei gehabt), sondern liefert eine pauschale „Karikatur“ des – wie er selbst ja sagt – im „Volk“ als „Modernista“ bezeichneten „Typus“. Und da kann sich ja nun jeder seinen Lieblingsfeind als „Mopdernisten“ herausgreifen und „kritisieren“ bis zum Abwinken. Das Ergebnis war, dass das Gehetze in der Kirche losging, und selbsternannte Supereiferer alles, was bei Drei nicht auf den Bäumen war, als „Modernist“ denunzierte und angesichts der Masse nicht mehr genau nachvollzogen werden konnte, ob diese Denunziationen immer gerechtfertigt waren. In diesem Fall gebe ich Ihnen recht: das sind Schüsse „von unten“ und ich verwies auch darauf, dass die Gottesmutter in der Erscheinung in La Salette bereits Pius IX. ausdrücklich mahnte: „Er sei vielmehr standhaft und großmütig und kämpfe mit den Waffen des Glaubens und der Liebe.“ https://gloria.tv/?media=297398

        Großmut, Kampfbereitschaft in Glaube und Liebe.

        Ja, damit haben Sie recht, und auch Ihr Beispiel mit dem Homo ist gut – ich habe als Künstlerin sehr viel mit diesen Menschen zu tun und würde sie niemals kritisieren und habe sie auch noch nie kritisiert – obwohl ich ihren Lebenstil für sündhaft halte.

      • @ zeitschnur

        Ja die Luther Debatte hatte ich verfolgt, Psychologie ist meines Erachtens fehl am Platz um Luther zu begegnen, die Auseinandersetzung muss ausschließlich theologisch sein, sonst steht die Auseinandersetzung Luthers auf wackeligen Füssen, er griff die Kirche ja auch theologisch an. Ich halte von Psychologie gar nichts, Psychopharmaka oder der Mesmerismus kam damit auf, das ist Teufelswerk, Propaganda beruht voll auf Psychologie das sagt schon alles.

  21. Wie ist Mgr. Schneiders Karriere einordnen ?

    - 2006 Weihbischof in Karaganda (aktuell vakant, 2 zurückgetretene Bischöfe 65 resp. 50 Jahre alt).
    - 2011 Versetzung als Weihbischof ins Erzbistum Astana: umfasst 576k km2, 4m Einwohner, wovon 90k resp. 2,3% Katholiken.

    Nun ist seine Reisetätigkeit ja sehr beträchtlich. Außer regelmäßig im deutschsprachigen Raum kann man Berichte auch aus den USA und Frankreich verfolgen. Geht es da primär um Mittelbeschaffung für Kasachstans Kirche, denn bei einem Bevölkerungsanteil von 97,7% Nicht-Katholiken im Heimatbistum…?!

    Und zu der weiter oben genannten “Brücken-Funktion” der im NOM wie auch im überlieferten Ritus Zelebrierenden frage ich mich schon auch, wie “man” dies schon nur wegen der äußerlich signifikanten und nach Lex orandi… doch auch bedeutsamen, ja verhängnisvollen Unterschiede vereinbaren kann, das Messopfer einmal so & einmal so darzubringen, wo es aber doch schon um DENSELBEN geht, nicht wahr?!

    Auch über das ebenfalls weiter oben erwähnte “una cum” des Messkanons, und zwar in dem Leserbeitrag, wo es korrigierend zurechtgerückt wurde, finde ich es eigenartig, wie man da so schnell darüber hinweggehen kann. Das kann doch nicht „nur“ ein Problem für die mit der Franziskus-Situation besonders geprüften Priester (und einige Weihbischöfe…) sein, sondern für ALLE gläubig an einer solchen Messe Teilnehmenden. Oder wozu heißt es denn vor und nach dem „una cum“:

    - „Betet, Brüder, dass mein und EUER Opfer wohlgefällig werde bei Gott, dem Allmächtigen Vater.”

    - „Gedenke, o Herr, aller Umstehenden. Für sie bringen wir dieses Lobopfer dar, und SIE SELBST opfern es Dir für sich und alle die Ihrigen, damit ihre Seele gerettet und ihre Hoffnung auf Heil und Wohlfahrt gesichert werde.”

    Tja.

    • Aha, da geht es schon los: die persönliche Integrität des renitenten Bischofs in Zweifel ziehen, um ihn als Person zu vernichten. Das ist, wie wir schon so oft erleben durften, eine gern geübte Praxis im Gesinnungs-Gulag Zweitvatikanische Liebes-und Barmherzigkeitskirche!

      • Nö, wie kommen Sie denn da drauf, werter hic ?

        Für den Fall, dass Sie auf das Fundraising abzielten, hätten Sie das völlig falsch verstanden. Von einer armen (?) Kirche in Kasachstan wäre es doch legitim & effektiv, einen Russlanddeutschen (?) dafür einzusetzen. Immerhin muss er dazu doch sicher über die Genehmigung seines Ordinarius wie auch desjenigen, in dessen Diözese er „gastiert“, verfügen.

  22. @Hicesthodie hat oben in Richtung Frau Zeitschnur bündig festgestellt:
    „Sie haben, und das sage ich ganz ohne Häme, viel mit Luther gemein. Insonderheit, dass Sie Ihre Nöte und die aus einem ECHTEN Glaubensringen geronnen (An-)Fragen absolut setzen und für keinen Erklärungsversuch, keine andere Sicht auf die Dinge offen sind.“

    Eben dies habe ich der Dame auch schon wiederholt gesagt. Hoffentlich lässt sie sich das von dem von ihr angeblich ja so geschätzten „Hicesthodie“ mehr sagen. Im übrigen bestätigt Frau Zeitschnur mit neuerlichen unfassbaren Angriffen auf die Tradition am heutigen Tage, dass aus ihr der Geist des Dunklen spricht, nicht der des Herrn.

    Frau Zeitschnur: Die Rettung einiger rechtsgerichteter Politiker vor ihren linken Häschern durch den Vatikan nach 1945 in Rchtung Südamerika war eine Ruhmestat, die gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Diese Männer haben auch in Südamerika sehr geholfen, diese Ländern vor dem Kommunismus zu bewahren und die Kirche zu schützen!

    • Diese Hetzjagd auf die „Anden-Deutschen“ findet heute noch statt auch durch ausländische Nachrichtendienste in der BRD , das ist auch der wahre Grund warum Deutschland das von der NSA meist überwachte Land der Welt ist. Einige Herrschaften im Ausland, die sich als Freunde Europas bezeichnen, haben richtig Angst vor diesem „Phänomen“, außerdem übte letzte Woche China mit den USA gemeinsam einige Militärmanöver, während die Presse in der BRD lügend berichtet USA und China würden sich andauernd militärisch gegenseitig provozieren. Die Frage ist doch gegen wen sind diese gemeinsamen Manöver gerichtet? Will Amerika und China gemeinsam gegen Marsmenschen kämpfen? Papst Franziskus redet ja auch neuerdings von diesen Marsmenschen in Lederhosen 😉 Langsam Zeit heim zu kommen, für unsere Brüder und Schwestern im Ausland.

    • Dank fùr diese Worte, so wùrde ich es ebenso sagen wollen. Dank auch den anderen, für die wunderbare Beiträge. Es wird schlagartig klar,d urch solche Menschen, wie der Erzbischof Schneider, wer noch und wem und wie wirklich treu ist. Bin dankbar bei einem Pontifikalamt des Bischofs in Tridentischem Ritus aus seiner Hand eine Heilige Kommunion erhalten zu haben. Gelobt sei Jesus Kristus.

  23. Schon die „demokratische Abstimmung“ der Bischöfe war doch recht freimaurerisch und fragwürdig. Man hat die Bischöfe mit einer Eitelkeit eingeseift. Aber mehrheitlich sind sie noch nicht darauf hereingefallen. Und Papst Franziskus ist doch Rotarier. Das passt zusammen. Sollten die Bischöfe mehrheitlich zum Beispiel für die Homoehe stimmen, dann war es doch nicht der Rotarier Papst Franziskus, sondern die Bischöfe. Papst Franziskus hat sich dann nicht geirrt. Er bleibt weiterhin unfehlbar. Es war doch eine demokratische Abstimmung. Bis jetzt weiss ich nicht, was ich von Papst Franziskus zu halten habe.

  24. „Rettung einiger rechtsgerichteter Politiker“ : @Zeitschnur denkt wohl eher an Leute wie Adolf Eichmnann, der 1944den Abtransport den Abtransport der Budapester Juden in die Vernichtungslager organisierte.

    • Ich weiß nicht, an wen Fr. Zeitschnur gedacht hat. Man weiß inzwischen ja gar nicht mehr, was sie denkt, so radikal hat sie ihre früheren Haltung revidiert.
      Was ich aber weiß: Die Figur Eichmann muss differenziert betrachtet werden. Holzschnittartige Phrasen aus den Mainstreammedien helfen nicht weiter. Z.B. hat Eichmann sich nach seiner Rettung durch vatikanische Diplomaten nach Südamerika bekanntermaßen zum kath. Glauben bekehrt und lebte dort als ein treuer Sohn der Kirche. In Bolivien und Argentinien hat er mit seiner sicherheitspolitischen Expertise den Regierungen wichtige Dienste im Kampf gegen die Anarchisten und Kommunisten geleistet. Dadurch blieben diese Länder im Sinne der Kirche regiert. Das kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Seine Entführung durch den zionistischen Geheimdienst zum Schauprozeß nach Jerusalem war ein skandalöser Rechtsbruch.

  25. Noch mal an alle:

    Die Sichtweise, die in Bischof Schneiders Aussagen zum Ausdruck kommt, es werde nun wegen der Auflösung des Ehesakramentes, „die Ehre des apostolischen Stuhles“ beschmutzt, suggeriert, dies sei vorher noch nicht in dieser Weise der Fall gewesen.

    Dabei wird seit 50 Jahren die Lehre der Kirche systematisch und erfolgreich zerstört, und dies so gründlich, auf allen Seiten, in allen Lagern, dass es einem schwindling werden kann und man auch plötzlich versteht, warum es in der Offenbarung heißt, dem Satan sei die Macht gegeben worden, „die Heiligen zu besiegen“.

    Ist denn hier keiner, der erfasst, welch furchtbare Aussage damit getroffen wird?

    Sind Sie hier – von wenigen Ausnahmen abgesehen – wirklich so in diesem kindergartenmäßigen „Der hat mich aber geärgert – bäh – selber!“-Niveau befangen, dass Sie nicht bis ins Mark erschrecken vor dem, was dieser Satz aussagt?

    Der Satz sagt uns, dass es nur mit äußerster Not ein Entrinnen gibt, wenn überhaupt.

    Der Satz sagt uns, dass sich am Ende alle schönen katholischen Konstrukte, wenn sie nicht radikal bereits im Himmel verankert waren, scheitern und sogar zur Fallgrube werden. Nun war ein Großteil des katholischen Drumherum rein diesseitg und v.a. wahnsinnig selbstgerecht, im 20. Jh zum Teil sogar offen kriminell. Man muss eher feststellen, dass der Vatikan schon vor dem Konzil angesichts des damals erfolgten globalen Dammbruches kaum mehr Herr der Lage wurde, so verquer und kompliziert verliefen die Kampflinien. Im Grunde war es ab Pius X. (der allerdings auch gravierende administrative Fehler in der Bekämpfung des Modernismus beging und damit ja, wie jeder leicht erkennen kann, das Gegenteil von dem erreichte, was er intendiert hatte) nicht mehr möglich, den eskalierten katholischen Erdkreis zu führen.
    Es gab noch nie eine derart eskalierte und aussichtlose Zeit in der Kirche.

    Das ist die Apokalypse!

    Oben sagt @ besorgter christ, sie verstehe manchmal, was das Konzil wollte angesichts dieses erschreckenden katholischen Irrsinns, der in voller und offen liegender Sündhaftigkeit dennoch großspurig und leicht über andere zu Gericht sitzt, sich zusammenrottet und nicht einen Moment einmal den erschreckenden Gedanken denkt, dass sich dies alles vor SEINEM Angesicht abspielt.
    Wie ernst nehmen solche Katholiken eigentlich den Heiligen Gott?
    Wie ernst nehmen sie die Tradition?
    Wollen sie nur ihre Püppchen aus der Vergangeheit wieder haben oder eine Abschussbasis für ihre satanischen Machtgelüste haben?
    Unterscheidet sich das wirklich noch vom Islamismus (mental)?

    Sieht Bischof Schneider denn nicht, dass der apostolische Stuhl nicht in seiner Ehre beschmutzt wurde, sondern sich aktiv selbst auflöst, indem er ein Glaubensdogma nach dem anderen kassiert?

    Hat nicht Jesus selbst gesagt, man solle den „Sand von den Füßen schütteln“, wenn man irgendwo nicht gewollt wird?

    Ist es daher wirklich Sein Wille, sich an dieser „Front“ weiter abzuarbeiten?

    • Der Rückzug auf das Kindergartenniveau, das auch dieses Forum hier zunehmend aufweist, hängt mit der Verwirrung zusammen, die allgemein vorliegt.

      Man hätte gerne Zufluchtsorte, Zufluchtspersonen, irgendwelche „Leuchttürme“, die einem Hoffnung geben.
      Die Tradis haben sich angewöhnt, Lefebvre als einen solchen Leuchtturm aufzubauen, oder sie stürzen sich begeistert auf jeden Bischof, der den alten Ritus mag.

      Nun hat aber Jesus uns nicht geboten, aufzuschauen zu solchen Leuten. Am Ende, so lehrte er, werden viele in seinem Namen kommen, viele falsche Propheten, es wird heißen „Hier ist Christus, da ist Christus“.

      Ich zitiere das mal:

      „Wenn dann jemand zu euch sagt: Seht, hier ist der Messias!, oder: Da ist er!, so glaubt es nicht. (…) Denkt daran: ich habe es euch vorausgesagt. Wenn sie also zu euch sagen: Seht er ist draußen in der Wüste!, so geht nicht hinaus; und wenn sie sagen: Seht er ist im Haus!, so glaubt es nicht.
      Denn wie der Blitz bis zum Westen hin leuchtet, wenn er im Osten entflammt, so wird es bei der Ankunft des Menschensohnes sein.“ (Mt. 24 23f)

      Das heißt, dass wir in eine Zeit geschickt werden, in der Er scheinbar nicht mehr da ist, und über all da, wo man behauptet, hier sei Er noch, wird Er nicht sein!

      Interessant auch diese Aussage, dass Er nicht in der Wüste und nicht im Haus. Nicht in den angeblich glaubenstreuen Kreisen in der Kirche und nicht außerhalb.
      „Folgt ihnen nicht!“ sagt der Herr.

      Die harmoniebedürftige Seele sagt: „Ach, das ist doch ein Herumnörgeln an allem. Hauptsache wir halten zusammen.“

      Und in dieser Weise verhärtet erschlägt sie den Boten, der an die Warnung Jesu erinnert – es ist wie beim hl. Stephanus.

      An anderer Stelle sagt uns Jesus, was wir stattdessen tun sollen: Aufschauen und Ihn erwarten.

      „Nehmt euch fest vor, nicht im voraus für eure Verteidigung zu sorgen; denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben, sodass all eure Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen können,“ sagte Jesus (Lk. 21, 15) Auch die Geschwister würden einen ausliefern und töten, fährt er fort. Und – ist es nicht so, sogar hier im Forum?

      Dass wir am Ende dieser Zeiten sind, ist an sich eindeutig, auch wenn die genaue Stunde verborgen bleibt:

      „Mit scharfem Schwert wird man sie (die Juden) erschlagen, als Gefangene wird man sie in alle Länder verschleppen und Jerusalem wird von den Heiden zertreten werden, bis die Zeiten der Heiden sich erfüllen.“ (Lk. 21, 24)

      Alle kirchlich anerkannten Prophetien der letzten 200 Jahre bestätigen vollauf und differenzieren diese NT-Prophetie noch.

      Wir sollen uns „fest vornehmen“, sagt der Herr (!), uns keine Strategien zurechtzulegen.

      Ich bitte alle ernthaften Leser, diese Fragen in Ruhe zu bedenken, v.a. aber dies vor dem Angesicht des Heiligen Gottes zu tun und an IHN die Frage zu richten, ob ich nicht doch etwas Wichtiges ausspreche. ER wird jedem antworten – weil Er’s versprochen hat.

      • Das Problem des „Niveaus“ hängt ja schon damit zusammen, daß es heute vollkommen unmöglich geworden ist den unverfälschten apostolischen Glauben akademisch erklärt und vermittelt zu bekommen. Man ist daher heute diesbezüglich gezwungenermaßen Autodidakt. Das noch dazu erschwert wird, daß dies nicht nur für Laien gilt sondern auch für die „Hierarchie“.
        Wir befinden uns in einer Krise, die es so noch nie in der Kirchengeschichte gegeben hat. Selbst im großen Toben der Reformation gab es genug Hirten auf die das gläubige Volk aufblicken konnte und von denen es Orientierung und Stärkung erwarten konnte. Auch das fehlt uns heute vollkommen. Was Sie obig zu Auxiliarbischof Schneider “ geistliche Zweigleisigkeit“ anführten kann ich nur unterstreichen. Deswegen ist Auxiliarbischof Schneider auch mitnichten ein „alter Athanasius“.

      • Liebe @Zeitschnur!
        Sie schreiben:
        Die harmoniebedürftige Seele sagt: „Ach, das ist doch ein Herumnörgeln an allem. Hauptsache wir halten zusammen.“

        Sie mögen vielleicht stärker und innerlich gefestigter sein als andere.
        Ich bin es jedenfalls nicht in diesem Maße, denn so manches Mal fühle ich mich verlassen und mutlos.
        Obschon ich mich ganz Gott verbunden weiß, für das große Geschenk eines tiefen, unverbrüchlichen Glaubens dankbar bin, brauche ich dennoch die Gemeinschaft.
        Ohne andere Gleichgesinnte könnte ich diese Zeit noch schwerer ertragen als ohnehin schon.
        Und so fahre ich mit lieben Menschen zu Exerzitien und Einkehrtagen, feiere mit ihnen in drei Wochen zum erstenmal eine Sühne-Nacht und führe lange Gespräche mit ihnen.
        Immer wieder begegnen mir Menschen, bei denen ich eine Übereinstimmung oder zumindest ähnliches Denken wahrnehme, was mich dann stets wieder ermutigt, nicht den Kopf hängen zu lassen, angesichts der Lage.

        Ich verfolge stets aufmerksam Ihre Diskussionen mit @Zeitlos.
        Aus Ihrer beider Wortbeiträge habe ich schon viel gelernt.
        Wenn ich auch bei weitem nicht mithalten kann, was den theologischen Inhalt Ihrer Diskussionen oder -schärfer formuliert- Gefechte betrifft, möchte ich dennoch keine von Ihnen vermissen.
        Ich denke, Sie beide wollen im Grunde nur das Gute und Richtige!
        Der Fortbestand der Lehre und der katholischen Kirche ist Ihnen beiden ein Herzensanliegen, davon bin ich überzeugt.
        Warum wird das häufig nur so wenig bei Ihnen beiden sichtbar?
        Es macht traurig und deprimiert!

      • Mekkt denn keiner, dass Frau Zeitschnur glasklaren Protestantismus reinsten Wassers propagiert?! Es ist zum Verzweifeln.

      • Geschätzte Fr. Zeitschnur, meinen solidarischen Gruß aus Esztergom/Gran an Sie! Ich hoffe Sie schreiben weiter. Denn sie gehen den Dingen tief auf den Grund und lassen sich durch eine vermeintlich glänzende Oberfläche gar nicht blenden und täuschen.

    • Liebe Zeitschnur, ich verstehe ihren Aufruhr nur zu gut. Allerdings verstehe ich nicht dass sie Bischof Athanasius seine klaren Worte ankreiden als wäre er nicht der unerschrockene Bekennerbischof der er ist. Er ist bereit für die Wahrheit zu sterben!

      Er sagt in dem Interview: Das ist das erste Mal in der Kirchengeschichte, dass ein solcher heterodoxer Text (der eine radikale, neuheidnische Ideologie vertritt), als Dokument einer offiziellen Versammlung katholischer Bischöfe unter der L e i t u n g eines P a p s t e s veröffentlicht wurde, unbeschadet der Tatsache dass der Text nur einen vorläufigen Charakter besaß.

      Es ist nicht die Rede von heterodoxen Texten die irgendwelche Theologen in den letzten 50 Jahren verfasst haben, sondern dass mit Zustimmung des I n h a b e r s des Petrusamtes ein solcher veröffentlicht wird.
      Bischof Schneider ist hier eigentlich sehr klar. Er spricht von der offensichtlichen Manipulation seitens einiger Prälaten, die Schlüsselpositionen in der Redaktion und Leitung der Synode einnahmen und von vorgefertigten Texten.
      Er bezeichnet das vorläufige Synodendokument als wirkliche Schande und ein Hinweis auf das Ausmaß, in dem der Geist der antichristlichen Welt in so wichtige Ebenen des Lebens der Kirche eingedrungen ist.
      Er spricht von Bischöfe und Kardinäle, welche die neuheidnischen Götzen der Gender-Ideologie und des Konkubinat beweihräuchern.
      UND DIES UNTER DEN AUGEN UND OHREN DES PAPSTES.

      Das ist in der Tat ein eklatanter Skandal. Die unzähligen zweideutigen Aussagen des Papstes reichen eigentlich schon um dieses Pontifikat als Desaster zu bezeichnen.
      Allein, eine Häresie hat bisher nicht vertreten.
      Jedoch liegt der Verdacht nahe, dass er Häresie durch andere verbreiten lässt und glaubt sich heraushalten zu können, wie in diesem Fall Erzbischof Forte, der sein Pöstchen bei der kommenden Synode bereits sicher hat.

      Wir durchschauen die üblen Spiele gar nicht, die zur Zerstörung der Kirche gereichen sollen.
      So plant die DBK eine Veränderung des Arbeitsrechts, das keine Berücksichtigung der Lebensführung kirchlicher Angestellten mehr beinhaltet. So werden Menschen die offen Unzucht praktizieren Zugang zu kirchlichen Posten erhalten.
      Die pastoralen Konsequenzen die kirchlichen Regeln diesbezüglich zu verändern sind bedeutsam für die gesamte Kirche. Es wäre nichts anderes als die kirchliche Bestätigung eines Lebensstils der gegen die Gebote Gottes verstößt, so dass wohl kaum noch ein Katholik daran denken wird sich zu bekehren und zu beichten.

      Auch hier wird es keinen Widerstand vom Heiligen Stuhl geben.

      An anderer Stelle wurde darauf hingewiesen: Papst FranzI. lässt dafür beten, daß ihm die Veränderung der Kirche unwiderruflich gelingen möge.

      Welche Anmaßung! Nein, er ist nicht die Sonne sondern ein glanzloser Mond.

  26. @Carlo

    Sie sind nicht gut informiert.
    Die „Carriere“ v. S.E. Weihbischof Athanasius Schneider fängt viel früher an:
    Er wurde geboren in Tokmok (Kirgisien), und wohl in einer schwarzmeerdeutschen Familie, die erst die gewaltige Drangsale im Ersten Weltkrieg, die Russische Revolution mit den dort extremen Bürger- und Völkerkrieg, die kommunistisch-leninistisch-stalinistische Säuberungen, die Deutschenverfolgung in der Sowjetunion seit dem Andiemachtkommen der Nationalsozialisten in Deutschland, die Drangsalierung in dem 2. Weltkrieg, die Trecks nach Norden und Westen, die Rückführung nach der Sowjetunion (Operation Keelhaul) in die Riesenlager in Mittelasien (Trudarmee) erlebte.
    Was Sie an die Bistümer dort auszusetzen haben, verstehe ich nicht:
    Es sind typische Bistümer in der Diaspora (zwischen 0,2% und 1,8% Katholiken auf die Gesamtbevölkerung bezogen, mit einer sehr großen Oberfläche, mit Katholiken aus unterschiedlichen Völkern und mit unterschiedlichen Sprachen);
    Sehr stark geprägt von Jahrzehnten kommunistischer Verfolgung und Unterdrückung, auch und besondrs geprägt von der Liebe zur Liturgie (wobei im Osten sehr lange noch in dem Usus antiquus gefeiert wurde- es fehlte glücklicherweise das Geld um die Bücher für den ordo novus anzuschaffen und Casaroli und Bugnini waren an diese einfache katholische Menschen dort nicht interessiert.
    Allein aus diesem Grunde schon ist Ihre Kritik mit dem „Springen zwischen den beiden Modi“ Unsinn und fällt vernichtend auf die Modernisten:
    Es sind nicht die dortige Gläubigen und ihre Hirte die da „munter wechseln“, sondern es sind die jetzt etablierte moderne Kirchenspitzen und ihre modernistische Jünger die „gehüft“ haben und bei der Wiedervereinigung und den neuen Kontaktmöglichkeiten den dortigen Kirchenteilen diesen Unfug aufgezwungen haben.
    Typisch ist übrigens die starke Präsenz von Ordenspriestern und von weiblichen Religiösen, mit eienem erfreulichen Wachstum und viele Berufungen bei Jugendlichen.
    Das findet ich übrigens überall in entchristlichten und heidnisch-dominierten Gebieten (z.B. die junge Karmel in Norwegen)
    Kirche in Not hat übrigens sehr lobenswert diesen drangsalierten Kirchen sehr geholfen.
    Es gibt in der Kirche viele Feiglinge und Lehnstuhlkommentatoren, und nur wenige Tapfere.
    Es gibt Intelligente und Dummköpfe, und sehr viel Neid.
    Aquila non captat muscas:
    B. Athanasius Schneider OCR sei herzlichst gedankt! Weiter segensreiches Arbeiten!

    • Ja, das ist wohl am besten. Allerdings ist es leider so, dass diese Dame in diesem der Tradition verpflichteten Forum es mit ihren erratischen und traditionsfeindlichen Kommentaren immer wieder schafft, Mitleser zu verunsichern und eine Atmosphäre wie im Hühnerstall zu erzeugen. Deshalb ist es wohl doch unvermeidlich, ihr glasklar entgegenzutreten. (In Klammern: in „vorkonziliaren“ Zeiten hätte sie sich für ihre öffentlichen häretischen Aussagen die Exkommunikation latae sententiae zugezogen. Heute kann man sich da leider nicht mehr gewiß sein. )

  27. Was soll das denn nur? So viele Kommentare und die meisten gelten nicht direkt diesem mutigen Bischof!

    Und warum dieses völlig unnötige Gemotze gegen Frau Zeitschnur? Sicherlich wirkt manch einer ihrer vielen Kommentare mal etwas bevormundend und reflexartig kritisch, aber doch häufig nur, weil Zeitschnur diesem Forum inhaltlich etwas bietet – jedenfalls viel mehr als tatsächliche Zersetzer wie (vermeintlich) „Traditionstreuer“.

    Beim besten Willen, sieht es denn niemand? Typen wie „Traditionstreuer“ sind mutmaßlich Fakeaccounts, die das Forum, den Blog und die tatsächlich glaubenstreuen Katholiken diskreditieren wollen! Vorsicht!

    • Sie sind mal ein Pausenclown! Dann bitte ich um konkrete Belege von Ihnen, mit welchen meiner Aussagen in diesem Forum ich die „tatsächlich glaubenstreuen Katholiken diskreditieren“ wollte. Da bin ich mal gespannt.

  28. Aus dem obigen Bericht möchte ich das für mich Tröstliche behalten:

    „Inmitten einer Krise der Kirche und des schlechten moralischen und dogmatischen Beispiels einiger Bischöfe seiner Zeit tröstete der heilige Augustinus die einfachen Gläubigen mit den Worten:

    „Was auch immer wir Bischöfe sein mögen, Ihr seid sicher, die ihr Gott zum Vater und seine Kirche zur Mutter habt“
    (Contra litteras Petiliani III, 9, 10)“.

    An diese Aussage des Kirchenlehrers möchte ich mich halten!

  29. Da haben Sie recht @bellarminus. @zeitschnur geht aber dem besten Leser zeitweilig auf den Geist. Man muß doch nicht in jeder Suppe Haare finden wollen wo keine sind: das ist kontraproduktiv und zerstörerisch und ist nicht katholisch.

  30. @zeitschnur

    Zu Ihrem Posting vom 23. Nov. 0:59
    „Sie schweigen so auffallend über meine Rückmeldung gestern“

    Zeitschnur, ich war einige Tage krank – Sie müssen hier also nichts hineininterpretieren!

    Was Sie gegen Zeitlos hier vorbringen, ist wahrhaftig nicht fair. Sie kennen die Redensart: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus! Schon etliche Jahre zeigt sich, dass Sie (in mind. 95% der Fälle) derlei Reaktionen durch Ihre Ausfälligkeiten regelrecht provozieren! Sie weigern sich beharrlich, in den „Spiegel“ zu schauen, das ist das Problem. Dass Sie sich unaufhörlich als unschuldiges Opfer präsentieren möchten, ist vergebens und zudem absurd!

    Nun dazu, was Sie mir vorwerfen, bzgl. meines Kommentares am 21. Nov. 16:46 an G. Plutschow, unter der Überschrift: Kardinal Burke: Appell an Papst Franziskus….
    Nach dem lästerlichen, schwer beleidigenden Ausspruch von G. Plutschow (den ich hier nicht wiederholen werde) gegen UNSEREN HERRN schrieb ich, er solle sein frevlerisches Mundwerk halten, was heißt, dass er schweigen soll. Ja und? Was meinen Sie hier fadenscheinig gegen mich vorbringen zu können?
    Das dollste zum Schluß – ich muss mich bei Ihnen entschuldigen?
    Mich wundert nichts mehr!!

  31. Die Ernsthaftigkeit und Gläubigkeit und Kenntnis von zeitschnur ist doch unbestreitbar,
    und mit Angriffen zu antworten auf so einem Portal, ist doch sehr enttäuschend.
    Ich hab das alles auch immer „sagen wir“ lockerer gesehen und mache mir jetzt Sorgen.
    Liebe Zeitschnur, was ist mit den vielen Messen, die ich besucht, die verkürzt und
    oft unwissend leichtsinnig von Priestern gefeiert wurden. Die natürlich für den Papst
    und den Bischof beten und nicht für die Einheit mit ihm und vieles andere. Waren diese
    Messen nicht gültig?

  32. @zeitlos: Werter Zeitlos.Hiermit erreiche ich Sie wahrlich z e i t l o s. Was ist nur los mit Ihnen? Um auf Ihr Posting bereffs einiger Fragen zum Sedisvakantismus und um die sogenannte Messe des Frevlers Montini alias Papst Paul VI. eizugehen, möchte ich gerne wissen, was Sie unter „Lehramt“ verstehen? Sie schreiben in Ihrer Polemik, dass uns ein Urteil über… usw. etc nicht zusteht. Das kann „nur das Lehramt entscheiden“(!). Und weiter fahren Sie fort: Und es wird es nicht entscheiden, weil die sichtbare Kirche Jesu Christi dann nicht mehr bestehen wird. Ach ja? Woher wollen’s das denn wissen? Sind Sie Prophet? Die „sichtbare Kirche Jesu Christi“. Das wäre dann eben die Konzilskirche oder Konzilssekte nicht? Die wird es aber schon vorher nicht mehr lange geben, wenn die so weitermacht wie bisher, weil eben diese Kirche auseinanderfallen wird durch den Liberalismus. Es sei denn – und das wäre möglich und wird es mit Sicherheit auch eines Tages sein – ein drittes Vatikanischen Konzil findet statt und erklärt den NOM ungültig und frevelhaft und REVIDIERT DAS RÄUBERKONZIL VON 1962 vollständig. Oder die Parusie tritt vorher ein, was eher unwahrscheinlich ist, da zuvor der Antichrist kommen muss. Und ein Vorläufer sitzt nun als Bischof von Rom – ob bewusst oder unbewusst – auf dem Stuhl Petri. Das ist doch offensichtlich der nette Herr aus Argentinien, gell zeitlos!

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