Oberrabbiner beklagt Synodenpapier: „Wir Juden leben in der Sünde? Unsere Ära ist zu Ende?“

Oberrabbiner Riccardo Di Segni und Papst Franziskus
Oberrabbiner Riccardo Di Segni und Papst Franziskus

(Rom) Riccardo Di Segni, der Oberrabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde von Rom beklagt, daß der „Dialog“ mit der Katholischen Kirche schwierig sei. Ihn beschäftigt ein Satz des Schlußdokuments der Außerordentlichen Bischofssynode über Ehe und Familie, die am vergangenen Sonntag zu Ende gegangen ist. Der Oberrabbiner stößt sich an zwei Aussagen des Dokuments, die er als „unfreundliche“ Kritik am Judentum interpretiert.

Die zwei Punkte, die den Oberrabbiner stören, faßt er so zusammen: einmal die Vorstellung, die Juden würden in der Sünde leben; zum anderen die Aussage, ihre Ära sei zu Ende. Soweit die Wiedergabe von Di Segni. Und was steht im Abschlußbericht?

In der Relatio Synodi heißt es unter Nummer 15: „Diese Verbindung [zwischen Mann und Frau, Anm.d.Red.] wurde durch die Sünde beschädigt und wurde die geschichtliche Form der Ehe im Volk Gottes, für die Moses die Möglichkeit gewährte, einen Scheidungsbrief auszustellen. Diese Form war vorherrschend zur Zeit Jesu. Mit Seinem Kommen und der Versöhnung der gefallenen Welt dank der durch Ihn gewirkten Erlösung, endete die von Moses eingeleitete Ära.“
Dieser Teil des Synodenberichts wurde mit 167 gegen 13 Stimmen von den Synodenvätern angenommen.

Oberrabbiner Di Segni ist jedenfalls verärgert: „Mit einer gewissen Härte in Form und Substanz kommen die Bischöfe daher, um heute uns, die wir der Tora des Moses folgen, zu sagen, daß wir in der Sünde wären und daß unsere Ära zu Ende ist. Wie schwierig ist doch der Dialog!“

Der Arzt Riccardo Shemuel Di Segni ist seit 1999 Direktor des Collegio Rabbinico Italiano (Italienisches Rabbinenkolleg) und seit 2002 Oberrabbiner der römischen Juden. Während Oberrabbiner Italo Zolli1 nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in einer öffentlichen, im Radio übertragenen Veranstaltung der Israelitischen Kultusgemeinde Roms Papst Pius XII. den Dank der jüdischen Gemeinschaft für seine Hilfe aussprach, sich später taufen ließ und aus Dankbarkeit und Verehrung für Papst Pius XII. (Eugenio Pacelli) den neuen christlichen Namen Eugenio Pio annahm, und Oberrabbiner Elio Toaff (1951-2002) Pius XII. gegen Kritik verteidigte, zur Judenverfolgung geschwiegen zu haben, übte Oberrabbiner Di Segni bereits mehrfach Kritik an einer Seligsprechung von Pius XII.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: UCCR

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  1. Geboren 1881 als Israel Anton Zoller in der mehrheitlich jüdischen Stadt Brody im damals österreichischen Galizien, 1904 Übersiedlung nach Wien und bei Kriegsende nach Triest, das 1920 von Italien annektiert wurde. Im Zuge der vom italienischen Faschismus vorangetriebenen Italianisierung mußte der Lehrstuhlinhaber für Hebräisch und Jüdische Literatur an der Universität Padua sowie Rabbiner von Triest und dann Oberrabbiner von Rom 1933 seinen Namen in Italo Zolli italianisieren. Gestorben als Eugenio Pio Zolli 1956 in Rom. []

33 Comments

  1. jetzt habe ich mal eine bescheiden Frage: Warum interessiert sich ein Rabbiner dafür, was die Katholiken lehren. Mich interessiert ja auch nicht, was die Rabbiner lehren.

    • Ist es ihnen denn lieber, wenn sich die Leute nicht für die katholische Lehre und das Evangelium interessieren?

      • bevor sie sich beschweren, dass wir Katholiken was falsch machen: sicherlich, wenn jemand katholisch werden möchte, sollte er das natürlich tun, so wie es eben die katholische Lehre vorschreibt. Aber von außen Veränderungen zu verlangen, ist doch schon eine Frechheit.

  2. „Sein Blut komme ueber uns und unsere Familien“
    Das schrie der Mob beim Christus Prozess und das hat sich an diesem Volk erfüllt.
    Gott wird sie nie verstossen, weil er sich nicht widerruft und die Juden haben eine göttliche Verheissung seit Abraham.
    Aber sie haben seinen Sohn ans Kreuz schlagen lassen und das geht ihnen nach, egal was für Schalmeien aus dem Vatikan kommen und wer auch immer Papst ist.
    Seid dem Zweiten Vatikanischen Konzil lernen wir ja, das die Juden damit nichts zu tun haben und ein verirrter Mob gehandelt hat.
    Da das Judentum auf alles Wichtige in der Welt (Geld, Publizistik, Wissenschaft, Fernsehen Internet, Geheimdienste) und eben auch auf die Kirche massiven Druck ausübt, wagt sich auch kein Offizieller der Kirche mehr, konträr zu denken ohne von ALLEN als „Nazi“ verunglimpft zu werden.
    Aber zB. die Reaktion auf den Film „die Passion Christi“ ist bezeichnend fuer die Gemengenlage.
    Wären sie wirklich so unschuldig wäre die Reaktion niemals so massiv ausgefallen.
    Mel Gibson hat in seiner Darstellung wahrscheinlich noch untertrieben, die Wirklichkeit dürfte für Jesus Christus noch viel furchtbarer gewesen sein.
    Als nächstes wird man die Kirche nötigen, den Karfreitag abzuschaffen, mit der derzeitigen Nomenklatur im Vatikan und Umgebung, könnte das auch gelingen.

    • So ist es. Und darum bleibt es – bei allem, was wir Traditionstreuen ansonsten an ihm zu beklagen haben – eine geschichtliche Großtat von Benedikt XVI., dass er die Fürbitte für die Umkehr der verirrten, fehlgeleiteten Judenheit wieder in den Messkanon aufgenommen hat.
      Die Kirche kann niemals „philosemitisch“ sein!

      • Benedikt hat keine Fürbitte in den Meßkanon für die Juden aufgenommen. Sie meinen wohl die von ihm neuformulierte Karfreitagsfürbitte, mit der er auf Druck des Weltjudentums die jahrtausendealte im Missale Romanum 1962 ersetzt hat. Diese Nachgiebigkeit gegenüber den Todfeinden des Christentums ist wahrlich kein Ruhmesblatt, und sie hat Ratzinger auch nicht den erwarteten Beifall der Synagoge eingebracht, sondern deren erneuten Haßfeldzug, weil es wieder einmal nicht genug Entgegenkommen war. Juda haßt und verfolgt die Kirche Christi bis zu dem Tag, an dem sie sich von Christus lossagt und damit aufhört, Kirche Christi zu sein und sich der Satanssynagoge anschließt.

    • So ein Unsinn, es wagt sich keiner mehr die Gegner, die auch die unseren sind, nämlich die Palästinenser, bzw. die Muslime zu kritisieren, hier einige Beispiele: http://www.pi-news.net

      Augsburg: Graue Wölfe und Muslimbrüder demonstrieren für ein „Freies Palästina“

      Paris: Pro-Palästina-Mob greift Synagoge an

      UN erhöht Palästina zum Beobachterstaat

      “Rote Heidi” kämpft um Anerkennung Palästinas

      Die Juden mögen vielleicht halsstarrig und unverschämt sein, aber sie haben genug Feinde, die sie schlimm bedrohen, und die auch die unseren sind!
      Die Muslime, besonders die IS
      „Wer Juda flucht ist selbst verflucht, gesegnet ist wer Juda segnet“, das gilt immer noch, segnen Sie die Juden wie der heilige Augustinus es getan hat: Die Juden haben ein Kainsmal auf der Stirn, darum darf man sie nicht anrühren und muss jedem wehren, der sie anrührt!

      • Ach: „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ – ist das neuerdings ein Lehrsatz katholischer Ethik???
        Natürlich sind die Mohamedaner unsere Feinde. Aber Juda, das den Herrn verwarf mordete, ist es auch.

      • Sie wissen schon was das Kainsmal, von dem der heilige Augustinus schrieb, aussagt? Sie brauchen sich keine Illusionen über die halsstarrigen, bösartigen Juden machen, die die lieben die sie hassen und die hassen die sie lieben, trotzdem können Sie den Staat Israel, also die Juden, wenn Sie sich nur an das halten, was der heilige Augustinus über die Juden gesagt hat!
        Und dass die Juden für ihre Sünden nun genug bestraft worden sind, (und es außerdem von den Muslimen und der ganzen den Muslimen hörigen Welt immer noch werden) und der Herr sich Ihnen, wie versprochen, wieder zugewandt hat, finde ich selbst aus (für Gott offener) welticher Sicht betrachtet nicht unlogisch!
        Unlogisch aber und der katholischen Lehre entgegen wäre es, anzunehmen, dass der allmächtige, allwissende Gott auch nur eines seiner Versprechen zurücknimmt oder abändert, der Herr, JHWH sagt, dass er Juda in seine Hände geritzt hat, soll das was in die Hände des Allmächtigen geritzt ist, geändert oder endgültig verworfen werden?
        Seien Sie vorsichtig, wie Sie mit dem was in die Hände des Allmächtigen Herren und Gottes eingeritzt ist, umgehen, erst recht wenn Sie sich um sie zu beschimpfen, auf die Seite der selbst von Atheisten als dämonisch beschriebenen Muslime schlagen!

  3. Wie steht im Prolog des Johannesevangeliums? Er kam in sein Eigentum, die Seinigen aber nahmen Ihn nicht auf.
    Die damaligen Juden haben Christus verworfen und dem Tod überliefert. Der Blutfluch „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder“ wird dem jüdischen Volk immer anhangen, bis zum Jüngsten Tag. Sie waren das auserwählte Volk, dass aber „Blind“ gegenüber den Zeichen des göttlichen Heilands war und nicht umsonst berichtet die Heilige Schrift, dass beim Tod Jesu, der Tempelvorhang zerrissen ist. Warum mischen sich die Rabbiner und andere Juden immer wieder in innerkirchliche Angelegenheiten? Man denke nur an das Geschrei, wegen der Karfreitagsbitte für die Juden im überlieferten Ritus…..

    • Was erwarten Sie denn?
      Dass es den Juden egal ist?
      Solange die Kirche öffentlich ihre Lehre verbreitet und damit auch die Juden „einordnet“, sollte man sich nicht wundern, wenn die Juden darauf in irgendeiner Weise auch reagieren. Das ist doch einfach nur ganz normal…

      Aber ich hätte eine Frage an Sie:
      Wenn Sie sich versündigen und sagen: der Fluch, den ich auf mich lade, komme über alle meine Nachkommen für immer und ewig – was meinen Sie: wird Gott alle Ihre persönlich unschuldigen Nachkommen chancenlos um Ihretwillen verfluchen, auch nach 1000 oder 2000 Jahren?
      War dieser Satz einer kleineren Anzahl von Juden (das waren ja nicht „alle“!) nicht eher das, was man heute „menschliche Schutzschilde“ nennt?
      Eine Erpressung Gott gegenüber und Pilatus – aber lässt sich Gott in dieser Weise erpressen? Ist Gott wie Pilatus?
      Ist es nicht eher so, dass Gott ein Stückweit ernst machte mit dieser Erpressung, aber eben nur bis zu einer gwissen Grenze, weil er sich nicht durch solche Erpressung dazu bringen lassen dürfte, seine eigenen Zusagen zu verleugnen. (Das ist ja der Grund, warum im Karfreitsggebet steht, die Juden seien „perfide“ – das ist ihre damalige Strategie)

      Bin gespannt auf Ihre Antwort.

      Undd as, was im Johannes-Prolog steht, trifft auch heute wieder genau zu – bloß auf uns…

      • „Wenn Sie sich versündigen und sagen: der Fluch, den ich auf mich lade, komme über alle meine Nachkommen für immer und ewig – was meinen Sie: wird Gott alle …………………………“

        Erstens, für Gott gibt es keine Zeit, deshalb ist Ihr „Zeitfenster“ Makulatur.(1000-2000Jahre)

        Zweitens der Fluch lastet auf allen, die sich nicht bekehren. Die anderen Juden, wie Petrus, Paulus, etc. sind ja gerade diejenigen, die den Glauben in die Welt gebracht haben, also ist der kath. Glaube aus dem bekehrten Judentum hervorgegangen.

        Drittens wird ein Verbrechen gegen Menschen, von Gott anders gesehen (David – Uriah wg. Bathseba, Verzeihung bei Reue Davids), als ein Verbrechen gegen seinen eingeborenen Sohn (Der Menschensohn wird zwar leiden, aber wehe dem durch den er leiden muß für ihn waere es besser er wäre nie geboren worden).

        Alle hatten die Chance zurückzustecken, einige vom hohen Rat wurden ausgeschlossen, Pilatus niedergeschrien und erpresst.
        Nein, der Satz war wohlüberlegt und hatte eine Mordabsicht gegen Jesus Christus zum Ziel.
        Gott hat sie nur ernstgenommen und ich glaube nicht einmal an „tätige Strafe“, nein, er überläßt den unwilligen Mensch ganz seinem Willen, allerdings auch mit den Konsequenzen und die sind manchmal eben so furchtbar.
        Das Judentum, wie wir es heute kennen hat seine Existenzberechtigung aus der Ablehnung gegen die kath. Kirche.
        Die Annäherungen sind geheuchelt und voller Lüge, denn Vorleistungen sind immer nur von kath.Seite zu erbringen.
        Das ist kein Dialog sondern gelebter Schwachsinn.

      • @ armin

        Um auf den sachlichen Kern Ihres Postings einzugehen: das sehe ich alles ein, aber eben nur für die konkreten „Täter“ damals – wie kann einer dann gleich noch seine Nachkommen in Sippenhaft nehmen und Gott für diese Erpressung einspannen?

        Nirgends in der Schrift ist ein Hinweis drauf, dass Nachkommen für persönliche Sünden der Väter einstehen müssen vor Gott. Vor Gott!
        Die Sünde gegen den Sohn wird in der Schrift als vergebbar bezeichnet, die gegen den Hl Geist nicht.
        Das heißt doch wohl, dass die Sünde der jüdischen Täter damals weniger schwer wiegt als die Sünde von Christen, die vom Glauben abfallen?

        Ich bitte auch zu bedenken, dass ein gewöhnliches jüdisches Kind einfach in etwas hineinwächst und es ebenso wenig hinterfragt wie ein Tradikind seine Tradiwelt hinterfragt.
        Von Jesus weiß so ein Mensch nichts, kann also auch nicht haften für das, was irgendein Vorfahr vielleicht (vielleicht!) getan hat.
        Die allermeisten heutigen Juden sind ohnehin keine Nachfahren der konkreten Täter, sondern persönlich unschuldig hineingewachsen in ein sozialreligiöses Gefüge.

    • @Gregorius
      Ich habe vor kurzem irgendwo was Interessantes zu dem zerrissenen Vorhang gelesen, es wurde etwa so interpretiert: Der Vorhang sei von oben nach unten zerrissen, damit niemand behaupten könne, daß das Menschen getan hätten, sondern daß es Gott persönlich war. Dieser zerrissene Vorhang sei die Einladung an jeden Menschen, der an Jesus glaubt, hereinzukommen, er wird willkommen geheißen. Der Sohn hat die Ablehnung getragen, damit der Vater die Annahme anbieten kann.

      Die Juden haben durch die Jahrhunderte unsäglich gelitten, nicht zuletzt durch „Christen“.

      Z.B. in Ezechiel wird doch wiederholt darauf hingewiesen, daß dieses Leiden auch mal ein Ende hat:

      (36,24 ff) Ich hole euch heraus aus den Völkern, ich sammle euch aus allen Ländern und bringe euch in euer Land. Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein. Ich reinige euch von aller Unreinheit und von allen euren Götzen. Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch… Dann werdet ihr in dem Land wohnen, das ich euren Vätern gab. Ihr werdet mein Volk sein und ich werde euer Gott sein…

      (37,25 ff) Sie und ihre Kinder und Kindeskinder werden für immer darin wohnen und mein Knecht David wird für alle Zeit ihr Fürst sein. Ich schließe mit Ihnen einen Friedensbund, es soll ein ewiger Bund sein. Ich werde sie zahlreich machen. Ich werde mitten unter ihnen für immer mein Heiligtum errichten und bei ihnen wird meine Wohnung sein…

      Ja und daß das, was im Johannes-Prolog steht, heute genau auf uns zutrifft, gibt schwer zu denken.

      • Noch ein kleiner Zusatz aus dem Römerbrief (11,11 ff)
        Nun frage ich: Sind sie etwa gestrauchelt, damit sie zu Fall kommen? Keineswegs! Vielmehr kam durch ihr Versagen das Heil zu den Heiden, um sie selbst eifersüchtig zu machen. Wenn aber schon durch ihr Versagen die Welt und durch ihr Verschulden die Heiden reich werden, dann wird das erst recht geschehen, wenn ganz Israel zum Glauben kommt.

  4. Hey – das ist ist doch toll! Ein Treppenwitz der Geschichte! Ob F. das beabsichtigt hat?
    Der Rabbiner denkt also über die Problematik nach und hat somit eine Chance, sich zu Jesus zu bekehren. Möge es ihm geschenkt werden! Maria, ora pro Judaeis, Du weißt schon…

  5. OR Segni ist wahrscheinlich genauso Miglied der B‘nai B‘rith Loge wie Bergoglio, Altkanzler Kohl, Angela Merkel u.v.a.m. ! Obwohl Protestantin, hat sich letztere ja auch schon des öfteren in innerkirchliche Angelegenheiten eingemischt und es gewagt, Papst Benedikt zu kritisieren. Für Papst F. fand sie bisher nur lobende Worte! Die Absicht, die verfolgt wird, ist offensichtlich!

  6. Bergoglio wird es schon richten. Auch hier wird er tun, was er will. Noch nie war einer so selbstherrlich wie Bergoglio.

  7. Eine bessere Schützenhilfe für seine Sache kann sich Papst Franziskus gar nicht wünschen ( oder ist es eine abgesprochene Aktion? ) Nun wird man sich doch überlegen müssen, ob man die „Älteren Brüder“ in Glauben so „rüde vor den Kopf stoßen kann“.

  8. Was soll denn das?
    legt der Oberrabbiner den katholischen Maßstab zugrund, so stimmt was er sagt.
    Legt er seinen eigenen Maßstab zugrunde, so stimmt es nicht, was im Synodenpapier steht.
    Da er aber der Oberrabbiner ist, müsst er seinen eigenen Maßstab zugrunde legen und danach sollte ihm egal sein, was irgendwelche heidnischen ANhänger eines jüdischen Irrlehrers behaupten. Das Synodenpapier müsste seinen Maßstab bestätigen, weil wir ja eh verkehrt liegen und keine Ahnung von Gott haben, weil wir ja nicht sein Volk sind.
    Akzeptiert der Oberrabbiner allerdings den katholischen Maßstab, als den wahren Maßstab, so müsste er konvertieren.

  9. Dass sich der Oberrabiner auf den Schlips getreten fühlt, das war zu erwarten. Das ist so. Wobei es aber unerklärlich ist, wieso er sich nicht auf den Schlips getreten fühlt -oder empört-, wenn sein hochverehrter „Bruder im Geiste“, der Bergoglio-Papst, sich äusserst unterwürfig gegenüber der sogenannten „Religon des Friedens“, den wütenden Islamisten verhält? Fehlanzeige! Kein Widerspruch ist aus dem erlauchten Munde des Rabbiners zu hören. Schon gar nicht dagegen, dass Christen in Israel auf offener Strasse von Juden bespuckt werden … Hier sei ein Blick auf einen wirklich gebildeten Menschen zu werfen: Den Protestantischen Prof. Th. Gerd Lüdemann. Obwohl er aus christologischer Sicht für jeden Christen – insbesondre katholischen, abzulehnen ist, spricht er in seinem jüngsten Buch, doch sehr wichiges an. Tite: Altes Testament + christliche Kirche. Gerd Lüdemann hat die historische Bibelforschung in einem Grade radikalisiert, dass selbst seine Gegner – und davon gibt es zuhauf – immer wieder auf seine Arbeiten zurückgreifen müssen. Lüdermanns kritische Untersuchung behauptet, dass kein Buch Mose von Mose stammt, kein Psalm Davids von David, die allerwenigsten Prophetenworte von den Propheten, dass es einen Exodus Israels aus Ägypten nicht gegeben hat. Diese Ergebnisse (wobei hier zu erwähnen ist, dass selbst jüngst isrealische Archäologen dasselbe wie Lüdemann aussagen), erschüttern gewiss manche Grundfesten des durch Schrift + Bekenntnisse definierten Alten Testaments. Nun, hier handelt es sich um einen protestantischen Theologen und keinen katholischen. Wäre Lüdemann katholisch – es wäre nicht auszudenken, was für eine hysterische Hexenjagd an dieser Stelle gegen die Kirche veranstaltet würde! Aber es ist anzunehmen, dass weder der Papst noch sein rabbinischer Freund, je ein Buch von Lüdemann ernsthaht gelesen haben. Wie sollten sie auch! Sie kämen ernsthaft in Bedrängnis und ihre Scheinwelt und kumpelhafte Schulmeisterei würde wie ein Luftballon zerplatzen. Das wird auch so sein – nicht morgen – aber sicher übermorgen….

    • Ihnen ist schon bekannt, dass das AT kanonisiert ist? Ich meine: von der katholischen Kirche! Kanonisiert als göttliche Offenbarung!
      Schauen Sie mal in einen normalen katholischen Katechismus…
      Was interessiert denn uns, was ein ungläubiger protestantischer Theologe sich so zurechtlegt? Der Mann leugnet immerhin die Auferstehung Jesu Christi: http://de.wikipedia.org/wiki/Gerd_L%C3%BCdemann
      Den juedenfeindlichen Leuten hier ist wirklich nicht zu helfen – selbst die Argumentationen der abgefeimtesten Häretiker werden zuhilfe genommen, um dem schriftwort zum Thema Juden auszuweichen!

      • Frau @Zeitschnur: Offenbar haben Sie mein POSTING NICHT VERSTANDEN! Ich erwähnte G.Lüdemann gerade in Bezug zu der von Ihnen ins Feld geworfenen Wörthülse judenfeindlich. Sie liegen hier nämlich Lichtjahre enfernt von der Realität. Hatten Sie sich wenigstens die Mühe gemacht, Lüdemanns Untersuchungen ohne Vorurteile zu lesen, dann würden Sie feststellen, dass eben derselbe G.Lüdemann gerade der Kirche AntisemitIsmus vorgeworfen hat. Damit können Sie mir hier das geradezu absurde Etikett „judenfeindliche Leute“ keinesfalls anheften. Das, was Sie mir hier unerstellen, ist Rabulistik. Darüberhinaus sind Sie gar nicht auf die von mir erwähnte Tatsache eingegangen, dass selbst jüdische ARCHÄOLOGEN zu ähnlichen Untersuchungen wie Lüdemann gekommen sind.

      • Verzeihen Sie mir, aber ich glaube, Ihnen ist nicht bewusst, in welch trübem protestantischem Gewässer Sie fischen:

        In „Dei Filius“ (Vaticanum I wurde folgendes definiert:

        „Wer die Bücher der heiligen Schrift nicht vollständig mit allen ihren Teilen, wie sie das heilige Konzil von Trient aufgezählt hat, als heilig und kanonisch annimmt oder leugnet, dass sie von Gott inspiriert sind: der sei mit dem Anathema belegt.“

        Eine Strategie, Fälschungen zu behaupten und gleichzeitig zu suggerieren, man könne auf diese Weise auch am Schriftkanon festahlten, wird ebenfalls auf demselben Konzil verworfen.

      • Ach, werte Frau Zeitschnur, Sie fischen doch selber seit Monaten in schlammigem protestantischem Wasser! Bewerfen Sie also nicht glaubenstreue Kommentatoren mit solchem!

  10. Was denn dieser Herr, halte er sich nun an die „Tora“ oder nicht, mit dem Volk Gottes zu tun? Die Äußerungen des Rabbiners sind doch völlig sachfremd und können daher eine innerhalb des Volkes Gottes (der Katholiken also) akzeptierte Lehre gar nicht treffen.

  11. Die betrefeffende Aussage ist in der Tat äußerst mißverständlich und was die Heilsgeschichte betrifft sehr abgekürzt und ist somit unrichtig. Da wird Gottes Weg mit seinem Volk in 2 Sätzen abgekanzelt- balla balla. So einfach wie dargestellt ist das alles nicht.
    Was in dieser Nr 15 steht ist billigste „Readers Digest Theologie“- zum Schämen, nicht mehr und nicht weniger.

  12. Letzten Dienstag war im Tagesevangelium, besser gesagt der Tageslesung etwas sehr Passendes zum Thema zu lesen:

    Brief des Apostels Paulus an die Epheser 2,12-22.

    „Brüder! Einst wart ihr von Christus getrennt, der Gemeinde Israels fremd und von dem Bund der Verheißung ausgeschlossen; ihr hattet keine Hoffnung und lebtet ohne Gott in der Welt.
    Jetzt aber seid ihr, die ihr einst in der Ferne wart, durch Christus Jesus, nämlich durch sein Blut, in die Nähe gekommen.
    Denn er ist unser Friede. Er vereinigte die beiden Teile – Juden und Heiden – und riss durch sein Sterben die trennende Wand der Feindschaft nieder.
    Er hob das Gesetz samt seinen Geboten und Forderungen auf, um die zwei in seiner Person zu dem einen neuen Menschen zu machen.“

    Besonders auf den letzten Satz möchte ich verweisen, die Thora ist demgemäß vor Gott längst aufgehoben.

    Dazu steht im Paulusbrief an die Galater 2,16:

    „Weil wir aber erkannt haben, dass der Mensch nicht durch Werke des Gesetzes gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir dazu gekommen, an Christus Jesus zu glauben, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch Werke des Gesetzes wird niemand gerecht.“

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