Papst Franziskus: „Wind von Pfingsten“ möge über Bischofssynode wehen, damit sie den „Schrei des Volkes“ hört

Eröffnung der Bischofssynode 2014 durch Papst Franziskus im Petersdom in Rom
Eröffnung der Bischofssynode 2014 durch Papst Franziskus im Petersdom in Rom

(Vatikan) Mit zwei Ansprachen gab Papst Franziskus bei der Gebetsvigil am Vorabend und bei der Predigt zur Eröffnung der Bischofssynode den 191 Synodenvätern einiges mit auf den Weg. Daraus ergeben sich zwei Fragen:  Was sagte der Papst? Und vor allem: Was meinte der Papst damit genau? Was meint er konkret im Zusammenhang mit der Bischofssynode und deren Fragestellungen, wenn er die „Hirten“ mit den „Winzern“ aus dem Gleichnis Jesu gleichsetzt, die Gottes „Traum“ von seinem Volk „vereiteln“ und den Menschen“unerträgliche Lasten auf die Schultern“ legen? Und was, wenn er sagt, daß der „Schrei des Volkes“ ertönt, und sich die Hirten den „Geruch“ des Volkes aneignen und dessen Willen ergründen und sich schließlich vom „Wind von Pfingsten“ anrühren lassen sollen, um „kreative“ (…) „neue und ungeahnte Möglichkeiten“ zu entdecken?

Mit einem Pontifikalamt im Petersdom eröffnete Papst Franziskus am heutigen Vormittag die Außerordentliche Bischofssynode über die Familie. Zwei Wochen lang werden 191 Synodenväter und 60 Berater und Beobachter zum Thema Familie und Ehe diskutieren. Grundlage ist ein Arbeitspapier, das vom ständigen Sekretariat der Synode unter dem Vorsitz von Generalsekretär Lorenzo Kardinal Baldisseri, einem engen Vertrauten des Papstes, erarbeitet wurde. Täglich soll eine Presseerklärung über den Verlauf der Bischofssynode informieren.

Pontifikalamt im Petersdom – Der „Traum Gottes“

In seiner Predigt sprach der Papst vom Weinberg als „Traum Gottes“. Dieser „Traum“ sei „sein Volk: Er hat es gepflanzt und er pflegt es mit geduldiger und treuer Liebe, damit es ein heiliges Volk wird, ein Volk, das viele gute Früchte der Gerechtigkeit bringt.“ Doch „sowohl in der alten Weissagung als auch im Gleichnis Jesu wird der Traum Gottes vereitelt.“

Jesus wende sich mit seinem Gleichnis „an die Führungsschicht“: „Das ist die Aufgabe der Führenden im Volk: den Weinberg mit Freiheit, Kreativität und Fleiß zu pflegen.“ Mit der „Führungsschicht“ meint der Papst die Hirten und vergleicht diese mit den Winzern, die den Weinberg „an sich gerissen haben; in ihrer Gier und ihrem Hochmut meinen sie, mit ihm zu machen, was sie wollen, und so nehmen sie Gott die Möglichkeit, seinen Traum von dem Volk, das er sich erwählt hat, zu verwirklichen.“

Der Papst geht noch weiter in seiner Anklage an die Hirten: „Und um diese Gier zu befriedigen, laden die schlechten Hirten den Menschen unerträgliche Lasten auf die Schultern, die zu tragen sie selber aber keinen Finger rühren (vgl. Mt 23,4).“

Die Bischofssynode sei dazu da, „den Weinberg des Herrn besser zu pflegen und zu hüten, an seinem Traum, seinem Plan der Liebe für sein Volk mitzuarbeiten. In diesem Fall verlangt der Herr von uns, uns um die Familie zu kümmern, die von Anfang an ein wesentlicher Bestandteil seines Liebesplans für die Menschheit war.“

„Führungsschicht“ – „gierige Winzer“ – „Hirten“

Dann meinte der Papst an die Synodenväter gerichtet: „Wir sind alle Sünder, und auch für uns kann es die Versuchung geben, aus Gier, die in uns Menschen immer vorhanden ist, den Weinberg ‚an uns zu reißen‘. Der Traum Gottes kollidiert stets mit der Heuchelei einiger seiner Diener. Wir können den Traum Gottes ‚vereiteln‘, wenn wir uns nicht vom Heiligen Geist leiten lassen.“ Was aber meint Papst Franziskus, wenn er sagt, sich vom „Heiligen Geist leiten lassen“? „Der Geist schenkt uns die Weisheit, die über das reine Wissen hinausgeht, um großherzig in wahrer Freiheit und demütiger Kreativität zu arbeiten.“

„Brüder, um den Weinberg gut zu pflegen und zu hüten, ist es nötig, daß unsere Herzen und unsere Gedanken in der Gemeinschaft mit Jesus Christus bewahrt sind durch den ‚Frieden Gottes, der alles Verstehen übersteigt‘ (Phil 4,7). So wird unser Denken und Planen mit dem Traum Gottes übereinstimmen: sich ein heiliges Volk heranzubilden, das ihm gehört und die Früchte des Reiches Gottes bringt (vgl. Mt 21,43).“

Gebetsvigil am Petersplatz für die Bischofssynode über die Familie
Gebetsvigil am Petersplatz für die Bischofssynode über die Familie

Der Papst tätigte damit keine inhaltliche Äußerung zu den im Vorfeld der Bischofssynode heiß diskutierten Fragen, allen voran der Zulassung wiederverheiratet Geschiedener zur Kommunion oder die Anerkennung einer Zweitehe durch die Kirche.

Am gestrigen Samstag nahm Papst Franziskus an einer Gebetsvigil auf dem Petersplatz für einen „guten Verlauf“ der Bischofssynode teil. Zu ihr hatte die Italienische Bischofskonferenz eingeladen. Mehr als 80.000 Menschen waren gekommen, vor allem Familien. In den Zeugnissen, leuchtete die katholische Glaubenslehre auf. Darunter befand sich auch ein kirchlich getrautes Paar, das sich zivilrechtlich scheiden hatte lassen, doch nach sechs Jahren wieder zusammenfand.

In seiner Rede sagte der Papst: „Bereits das convenire in unum um den Bischof von Rom ist ein Gnadenereignis, in dem sich die bischöfliche Kollegialität auf einem Weg der geistlichen und pastoralen Urteilsfähigkeit manifestiert.“

Pulsschlag der Zeit Gehör schenken – „Geruch“ der Menschen von heute wahrnehmen

Und an die Synodenväter gewandt: „Um zu erforschen, was heute der Herr von Seiner Kirche wünscht, müssen wir dem Pulsschlag dieser Zeit Gehör schenken und den „Geruch“ der Menschen von heute wahrnehmen, bis wir von ihren Freuden und Hoffnungen, ihren Traurigkeiten und Sorgen durchdrungen sind (vgl. Gaudium et spes, Nr. 1). Dann werden wir mit Glaubwürdigkeit die Frohe Botschaft über die Familie vorbringen können.“

Und weiter: „Vom Heiligen Geist erbitten wir für die Synodenväter vor allem die Gabe des Hörens“. Die in Rom versammelten Bischöfe müßten „auf Gott hören, bis sie mit Ihm den Schrei des Volkes hören“; „auf das Volk hören, bis sie den Willen einatmen, zu dem Gott uns ruft“.

„Rückkehr zum Ursprung christlicher Erfahrung öffnet neue, ungeahnte Möglichkeiten“

Gleichzeitig zum „Hören“, rief der Papst zur „Bereitschaft zu einem ehrlichen, offenen und brüderlichen“ Dialog auf, „der uns dazu führt, uns mit pastoralem Verantwortungsbewußtsein der Fragen, die dieser Epochenwandel mit sich bringt anzunehmen. Lassen wir es zu, daß sie sich in unser Herz ergießen, ohne je den Frieden zu verlieren, sondern mit der gelassenen Zuversicht, daß der Herr zu gegebener Zeit es nicht daran fehlen lassen wird, zur Einheit zurückzuführen. Berichtet uns die Kirchengeschichte, wie wir wissen, nicht vielleicht von vielen ähnlichen Situationen, die unsere Väter mit beharrlicher Geduld und Kreativität zu überwinden wußten?“

Das „Geheimnis“ liege in einem „Blick“, so der Papst, so sei die „dritte Gabe“, um die es zu bitten gelte, „wenn wir wirklich unsere Schritte auf dem Boden der heutigen Herausforderungen überprüfen wollen“, den „Blick fest auf Jesus Christus gerichtet“ zu lassen. „Wenn wir uns seine Art zu denken, zu leben und mit Menschen umzugehen, zu eigen machen, werden wir uns nicht schwertun, die Arbeit der Synode in Hinweise und Wege für die Seelsorge der Person und der Familie zu gießen. Denn jedes Mal, wenn wir zum Ursprung der christlichen Erfahrung zurückkehren, öffnen sich neue und ungeahnte Möglichkeiten.“

„Wind von Pfingsten möge uns kreative Liebe schenken“

Diese drei Dinge, das Hören, die synodale Diskussion über die Familie, selbige geliebt mit dem Blick Christi, „werden eine Gelegenheit der Vorsehung sein, mit der wir nach dem Beispiel des heiligen Franziskus die Kirche und die Gesellschaft erneuern. Mit der Freude des Evangeliums werden wir den Gleichschritt einer versöhnten und barmherzigen Kirche, arm und Freundin der Armen, wiederfinden. Eine Kirche, die imstande ist, „ihre Trübsale und Mühen, innere gleichermaßen wie äußere, durch Geduld und Liebe zu besiegen“ (Lumen gentium, Nr. 8).

„Möge der Wind von Pfingsten über der Synodenarbeit wehen, über der Kirche, über der ganzen Menschheit. Möge er die Knoten lösen, die die Menschen daran hindern, sich zu begegnen. Möge er die blutenden Wunden heilen und die Hoffnung neu entfachen. Es gibt so viele Menschen ohne Hoffnung! Möge er uns jene kreative Liebe schenken, die es möglich macht zu lieben, wie Jesus geliebt hat. Und unsere Verkündigung wird die Lebendigkeit und die Dynamik der ersten Missionare des Evangeliums wiederfinden.“

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Giornalettismo/Avvenire

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58 Comments

  1. Au weia. Schon die Eröffnungsansprache jagt mir kalte Schauer über den Rücken. Nachdem die Kirche schon durch das letzte „Pfingsten“ beim Konzil an den Rand des Abgrundes gedrückt wurde, geht dasselbe Gewinsel schon wieder los. Und aus dem Mund von Bergoglio verheißt das nichts Gutes. Denn mittlerweile kennen wir ja schon das Bergoglianische Barmherzigkeitsspiel. Seine Aufforderung, offen und ehrlich zu sein, wird einigen, die so mutig sind das entgegen seinem Willen auch zu tun Amt und Würde kosten- da gehe ich jede Wette ein. Und welche Bischöfe, Kardinäle und Priester für Bergoglio schlechte Hirten sind, das kann man glasklar aus seinen Sätzen herauslesen. Das ist die neue Nächstenliebe, die nur so strotzt vor Toleranz und Barmherzigkeit. Da war ja die frühere heilige Inquisition ein Schmusekater dagegen.

    • Sie glaubten am Konzil den Heiligen Geist von Urpfingsten, erleuchtet durch die MODERNE eines Besseren belehren zu müssen!

      • Eine Frage: warum wissen Sie, dass es beim Konzil, das die Versammlung der ganzen Kirche ist – und dieser Kirche ist von Jesus der Beistand verheißen –, nicht der Heilige Geist war? Irgendwie sehe ich da nicht klar, die Argumentation ist doch widersprüchlich. Entweder man glaubt an den Beistand mit allen Konsequenzen der Anerkennung dessen, was ein Konzil verkündet oder man glaubt nicht. Ist man in letzterem Fall dann noch rechtgläubig?

      • @Galilei Weil diese Konzil nur ein pastorales war, das von sich aus auf den Beistand des Heiligen Geistes verzichtete. Und weil es Dinge lehrt, die es vorher nicht gab, und gegenteilig zu dem sind, was die Kirche vorher lehrte. Wenn das was vorher Götzendienst war, heute Religionsfreiheit ist, und das was früher Häresie war heute Ökumene ist, und und und, dann stimmt etwas nicht. Wenn Jesus immer davon redet wie ihm und seine Jünger die Welt ablehnend gegenübersteht, dann kann es nicht sinnvoll sein mit dem 2. Vatikanum die Welt zu umarmen, es sei denn man hielte den Religionsgründer für einen Neurotiker.

      • @galilei Dass man das was das 2 Vatikanum als Pastoralkonzil beschloss nicht glauben muss , das ist geradezu unstrittig, manche meinen dass es ein Dokument , das mir jetzt nicht einfälllt , gäbe, das man glauben müsste. So glaube ich vielmehr, dass, wenn das Konzil nicht nur pastoral sondern dogmatisch gewesen wäre, es diese Beschlüsse von der Religionsfreiheit, Nostra Aetate, Ökumene (so) nicht gefasst hätte. Das ist ja der Traum von Johannes Paul II. und den Nachfolgern , dass man dieses Konzil doch noch als verbindliche Wahrheit einfordern könnte, wissen aber dass es nicht durchgeht, und deshalb nimmt man jetzt den Umweg über die (H)Eiligsprechungen. Ich frage mich auch, warum die „Piusbrüder“ das 2. Vatikanum anerkennen sollen, wenn ohnehin Übereinstimmung besteht, dass das 2. Vatikanum keine Glaubenswahrheiten verkündete und verkünden konnte.

      • Galilei,

        was nützt ein Beistand, den keiner haben will. Glauben Sie, der Heilige Geist legte den Konzilsteilnehmern einen Colt an die Schläfe und diktierte die Texte?

        Da der Glaube nicht absurd ist und die Wahrheit kohärent ist, darf man inkohärente Texte voller Absurditäten (Religionsfreiheit, Ökumenismus etc.) selbst dann verwerfen, wenn sie scheinbar lehramtlich sind.

      • Es gibt 2 dogmatische Konstitutionen des 2. Vatikanums:“ Lumen Gentium“ und „Dei Verbum“. Hier wurde nur nicht die bisherige Form des „Anathema“ verwendet, aber sie haben natürlich Lehranspruch!. Pius IV. erklärt in seiner Bulle „Iniunctum nobis“: „Ebenso anerkenne ich … alles übrige, was von den … ökumenischen Konzilien … überliefert, definiert und erklärt wurde.“
        Also nicht nur definiert – ausdrücklich als Erklärung bennannt sind 3 Dokumente des 2. Vatikanums: „Gravissimum educationis“, „Nostra aetate“ und vor allem „Dignitatis humanae“ (Erklärung über die Religionsfreiheit).
        War Pius IV. im Unrecht?

      • @Galilei Pius V. konnte nichts anerkennen, was zu seiner Zeit noch nicht existierte. „Gravissimum educationis“, „Nostra aetate“ und vor allem „Dignitatis humanae“ (Erklärung über die Religionsfreiheit) sind die Dokumente die Erzbischof Lefebvre nicht unterschrieben hat, und die nach meinem religiösen Wissen, – ich bin kein Theologe- im krassen Widerspruch zu dem stehen, was die Kirche bis dahin lehrte. Ich habe von den Erleichterungen die das 2. Vatikanum uns bescherte nur sehr zurückhaltend Gebrauch gemacht, und fahre diesen Gebrauch bestmöglich zurück, ich hatte in mir immer das Gefühl, dass das, was die Kirche seit dem 2. Vatikanum lehrt, für den Himmel nicht mehr ausreicht. Ich hätte nichts dagegen für mich als Person, ich hätte für mich die Möglichkeit die sexuelle Freiheit, die mir im Religionsunterricht verkündet wurde, für mich in Anspruch zu nehmen, ich gehöre nicht zu denen, zu denen die Frauen nein danke sagen und homosexuell bin ich nicht. Ich lasse und ließ aus Angst vor dem Feuer der Hölle, aber auch aus Ehrfurcht vor Gott meinem Herrn so manche Gelegenheit verstreichen.

      • @wickerl Sexualität ist auch nichts für eine Gelegenheit, sondern sie muss verantwortlich gelebt werden, d.h. sie kann nur in einer stabilen und dauerhaften Beziehung Sinn finden. Wenn man sich danach richtet, dann braucht man sich vor der Hölle nicht zu fürchten. Ich wünsche Ihnen, dass Sie eine Partnerin finden, zu der die Beziehung fürs ganze Leben hält – so wie es für eine christliche Ehe vorgesehen ist. Und ich wünsche Ihnen, dass Sie in solch einer Beziehung auch sexuelle Erfüllung finden. Sexualität ist nämlich eine „Erfindung“ Gottes und dient neben der Fortpflanzung auch dazu, dass die „gegenseitige Liebe der Ehegatten ihren gebührenden Platz behalte, wachse und reife“ (II. Vat, Gaudium et spes 50 über die Fruchtbarkeit der Ehe).

      • @galilei Das brauchen Sie mir nicht zu sagen, und ich finde Ihr Posting völlig überflüssig, das müssen Sie den Nachkonziliaristen sagen! Ich gehöre auch nicht zu denen die Erfüllung finden müssen, ich komme auch ohne diese zurecht!

  2. Erneut leider diese theologisch „flappsige“ Formulierungsweise des Papstes. „Der Traum Gottes“ ???? Hat die Allmacht und die Allwissenheit der allerheiligsten Dreifaltigkeit etwa „Träume“? Die allerheiligste Dreifaltigkeit, Gott ist Ewige Gegenwart und weiss….die Schöpfung ist ein einziger Gedanke Gottes.

    Was vielleicht so Manchen nicht (mehr ) bekannt sein dürfte…..

    Die Kirche lehrt die 
    Vorherbestimmung (Prädestination)
    zur ewigen Seligkeit !
    Also den Ewigen Göttlichen Willensratschluss im Hinblick auf die himmlische Seligkeit.

    Konkret:

    Das Konzil von Trient hält fest,
    dass die allerheiligste Dreifaltigkeit, Gott…..
    Durch Seinen Ewigen Willensratschluss 
    vorherbestimmt hat, 
    wer die ewige Seligkeit erreichen wird und wer nicht. 

    Wobei wie bereits erwähnt, anzumerken ist,dass die gesamt Schöpfung ein 
    einziger Gedanke (!) Gottes ist.
    Gott kennt keine „Zeitenreihenfolge“….
    Er ist Ewige Gegenwart….
    Allmächtiger und Allwissender …..
    Er weiss also um jene, die die ewige Seligkeit erlangen.

    Der hl. Paulus:
    -
    „Röm 8,29
    denn alle, die er im voraus erkannt hat, 
    hat er auch im voraus dazu bestimmt, 
    an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben, 
    damit dieser der Erstgeborene von vielen Brüdern sei.

    Und der hl. Paulus im Brief an die Epheser:
    -
    „Eph 1,11
    Durch ihn sind wir auch als Erben 
    vorherbestimmt und eingesetzt 
    nach dem Plan dessen, der alles so verwirklicht
    wie er es in seinem Willen beschließt;

    -

    Bereits im Jahre 853 wurde auf derSynode von Quierzy
    folgendes 
    „Über den freien Willen des Menschen und über die Vorherbestimmung“
    festgehalten:
    -
    „Gott der Allmächtige hat den Menschen ohne Sünde, 
    rechtschaffen und mit freiem Willen ausgestattet erschaffen und ins Paradies gestellt; 
    er wollte, daß dieser in der Heiligkeit der Gerechtigkeit bleibe. 
    Weil der Mensch von dem freien Willen übel Gebrauch machte, 
    sündigte er und ist gefallen und ward zur »Masse der Verdammnis« 
    des ganzen menschlichen Geschlechts. 
    Der gute und gerechte Gott aber hat 
    aus eben dieser Masse der Verdammnis 
    gemäß seinem Vorherwissen erwählt, 
    welche er durch die Gnade vorherbestimmt hat 
    zum Leben, und hat ihnen das ewige Leben vorherbestimmt; 
    von den übrigen jedoch, 
    die er durch gerechtes Urteil in der Masse der Verdammnis beließ, 
    wußte er vorher, daß sie ins Verderben gehen würden, 
    aber er hat ihnen nicht vorherbestimmt, 
    ins Verderben zu gehen;
    doch er hat ihnen, weil er gerecht ist, ewige Strafe vorherbestimmt. 
    Und darum sagen wir, daß es nur eine einzige Vorherbestimmung gibt,
    die entweder auf das Geschenk der Gnade abzielt 
    oder auf gerechte Vergeltung.

    Die Freiheit des Willens haben wir im ersten Menschen verloren,
    und wir haben sie durch Christus unsern Herrn empfangen; 
    wir haben sowohl den freien Willen zum Guten, 
    unter Vorausgang und Hilfe der Gnade, 
    als auch den freien Willen zum Bösen 
    in Ermangelung der Gnade. 
    Den freien Willen aber haben wir, 
    weil er durch die Gnade befreit und durch die Gnade von der Verdorbenheit geheilt ist.

    Gott der Allmächtige „will, daß alle Menschen“ ohne Ausnahme „gerettet werden“, (1 Tim 2,4)
    wiewohl nicht alle gerettet werden. 
    Daß aber manche gerettet werden, ist Geschenk dessen, der rettet; 
    daß hingegen manche ins Verderben gehen, ist das Verdienst derer, die ins Verderben gehen.

    Wie es keinen Menschen gibt, 
    gab oder geben wird, 
    dessen Natur 
    in Christus Jesus unserm Herrn
    nicht angenommen wäre,so gibt, gab und wird es keinen Menschen geben, 
    für den er nicht gelitten hätte, 
    wiewohl nicht alle
    durch das Mysterium seines Leidens erlöst werden. 
    Daß nun aber nicht alle durch das Mysterium seines Leidens erlöst werden, 
    liegt nicht an der Größe und Fülle des Lösepreises, 
    sondern ist denen anzulasten, 
    die untreu sind und nicht glauben mit dem Glauben, „der durch die Liebe wirkt“.
    Denn der Kelch des menschlichen Heils, 
    welcher bereitet ist aus unserer Schwäche und göttlicher Kraft, 
    hat es zwar an sich, allen zu nützen; 
    doch wenn er nicht getrunken wird, heilt er nicht.“
    -

    Gott hat keinen „Traum“; die Wahl zwischen ewiger Glückseligkeit oder ewigen Tod liegt hat der Mensch kraft seines freien Willens; entweder Mitarbeit an den Gnaden des Heiligen Geistes und somit Reue über die begangenen Sünden UND Willen zur Umkehr, zur Abkehr von der Sünde – dem Streben nach Heiligkeit – oder verstocktes Verbleiben im eigenen Willen und somit in der Unbussfertigkeit. Kein noch so blumig umschriebener am „Herzschlag der Zeit“ zu vernehmender „Schrei des Volkes“ und schon gar nicht „der Wille des Volkes“ in einem ang. „Epochenwandel“ wird daran auch nur ein Jota ändern können.

    Hebr. 13;8
    “ Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.“
    -

    Sehr schön hat auch ein Kirchenvater 
    - der hl. Vinzenz v. Lerin ( gest. vor 450 ) -
    in seiner Schrift „Commonitorium“ ( Kapitel „Fortschritt im Glauben )“
    die unabdingbare Notwendigkeit des  
    Festhaltens an der hl. Tradition dargelegt:

    -
    „Die Kirche Christi aber, die eifrige und sorgsame 
    Wächterin der bei ihr hinterlegten Glaubenslehren, 
    ändert an ihnen niemals etwas, nimmt nichts hinweg und tut nichts hinzu; 
    sie schneidet Notwendiges nicht ab und fügt Überflüssiges nicht bei; 
    sie läßt das Ihrige nicht fahren und eignet sich Fremdes nicht an; 
    sie ist vielmehr mit aller Sorgfalt nur darauf bedacht, 
    das Alte treu und weise zu verwalten, und zwar das, 
    was von alters her ungeformt und keimhaft überliefert war, 
    genauer zu gestalten und zu feilen, 
    was schon gehörig ausgedrückt und entwickelt war, 
    zu kräftigen und zu sichern, was schon klar- und festgestellt war, zu bewahren.“
    -

    • Dieser „Traum Gottes“ dürfte in Wirklichkeit dem Traum J. M. Bergoglio von seinem
      Kult des Menschen entsprechen.

      So viel Gottvergessenheit ist abscheulich.

  3. Ich frage mich nur, wohin das führen soll, das hätte ja nur einen Sinn wenn man Grund zur Annahme hätte, dass die Urchristen der Urkirche, zusammen mit den Kirchenvätern nicht in der Lage gewesen wären, die Botschaft Christi und des Alten Testamentes richtig zu interpretieren, Wenn diese sie aber richtig interpretiert haben, dann kann man es nicht ändern, weil dann stimmt das so was die Urkirche hinterließ und die Kirchenväter lehrten, und die Geisteswissenschaften waren damals schon so weit wie heute. Diese Leute vom 2. Vaticanum und die Papste aus der Zeit danach scheinen zu glauben dass Jesus nicht in der Lage war das Zeitalter der “ MODERNE“ vorherzusehen und es daher notwendig sei, die Göttliche Lehre und die Göttlichen Gebote an die neuen Zeiten anzupassen. Derartiges gab es schon, in den Tagen vor der Sintflut, in den Tagen als man den Turm von Babel baute, und in den Tagen als der Schrei lautete, kreuzige ihn, sein Blut kommen über uns und unsere Kinder!

  4. Pikanterweise übersetzt Radio Vatikan einen Satz aus der Predigt des Papstes von heute etwas anders als oben im Artikel:

    „Der Traum Gottes kollidiert stets mit der Heuchelei einiger seiner Diener. Wir können den Traum Gottes ‚vereiteln‘, wenn wir uns nicht vom Heiligen Geist leiten lassen. Der Geist schenkt uns die Weisheit, die über die Lehre hinausgeht, um großherzig in wahrer Freiheit und demütiger Kreativität zu arbeiten.“

    … die über die Lehre hinausgeht“???

  5. Es ist einfach nur erschreckend. Dieser Mann geht von Prämissen aus, die diametral zur kirchlichen Lehre, zum Glauben aller Zeiten stehen. Für ihn spricht sich Gott gegenüber der Menschheit nicht durch die Offenbarung und die Lehre der Kirche aus, sondern Gott spricht zur Kirche unmittelbar durch das Volk und dem jeweiligen Geist der Zeiten. Nach Bergoglio west Gott im Volk und spricht durch das Volk zu den Kirchenführern. Deshalb sollen die Hirten den Geruch der Schafe wittern, annehmen und die Kirche und ihre Pastoral (Lehre ist für Bergoglio nur toter Buchstabe) danach ausrichten. Alle Hirten, die das nicht tun, sondern meinen, das Volk nach Gottes unveränderlichen Geboten weiden zu sollen, sind in den Augen Bergoglios nur gierige Mietlinge, die den Menschen stets unnötige Lasten auferlegen, die – so unterstellt er es – Wasser predigen und selber Wein trinken. Die Hirten, die sich an „ewigen Wahrheiten“, an der „Offenbarung Gottes“ ausrichten und wagen, das Volk zu korrigieren und zur Umkehr zu ermahnen, hören nicht auf den Heiligen Geist, der sich im Volke ausspricht und vereiteln den Traum Gottes. Gott träumt nach Bergoglio in seinem Volke offensichtlich heute so, und morgen anders. Die Aftertheologie Bergoglios tritt immer deutlicher zu Tage: die Kirche, als Dienstmagd des Volkes, als Feldlazarett, hat sich jeglicher Lehrautorität zu enthalten, sie ist nicht im Besitz einer geoffenbarten, ewig gültigen Wahrheit, durch deren Verkündigung und Befolgung das Geschöpf (Hirten gemeinsam mit den Schafen!) letztlich sein wahres Glück und seine wahre Berufung erkennt und sein ewiges Heil findet, sondern die Kirche hat sich permanent am Volk zu orientieren, aus dem ihr der wandelbare Gott seinen aktuellen Traum zuraunt. Eine solche Kirche ist dann wirklich nur noch ein Mäntelchen im Wind und hat der Menschheit im Grunde nichts zu sagen, weil die Menschheit sich selbst Gesetz ist. Hier stellt jemand nicht nur die zweitausendjährige Lehr- und Glaubenstradition der Kirche auf den Kopf, sondern schafft den Sinn von Religion innerhalb einer menschlichen Gesellschaft insgesamt ab. Bergoglio und Scalfari sind offensichtlich in der Tat enge Brüder im Geiste. Kein Wunder also, dass jener sich seine Interviews unbesehen von diesem schreiben lässt.

    • „Dem Volk aus’s Maul schauen“ (Luther); „proletarischer Humanismus“ (Marx) – alles schon mal da gewesen …

    • Völlig zutreffende Analyse.
      Das Kirchenoberhaupt hat seine Auffassung dass die Gläubigen in ihrer Gesamtheit
      u n f e h l b a r seien und die Hirten deshalb auf diese hören sollen bereits hörbar kundgetan.
      Gläubige sind selbstverständlich a l l e.

    • @hicesthodie:Bergoglio schwatzt zwar viel wenn der Tag lang ist, aber hier dieses obsolete Gerede vom „Traum Gottes“, das bedeuet schon ein gehöriges Chuzpe. Interressanterweise hat er diesmal den „Teufel“ aussen vor gelassen. Faszinierend. Nein,er flüchtet sich in Rabulistik und dies enspricht ja ganz offiziell der Linie der Konzilssekte – oder der Konzilskirche-, wie man so schön zu sagen beliebt. Und wie hat es sich denn mit dem „Schrei des Volkes“? Welches Volkes denn? Des katholischen, jüdischen, islamischen oder Atheistischen Volkes oder etwa auch der „kleinen grünen Männchen vom Mars? Das is doch alles sehr Nebelhaft. Es bringt hier alles durcheinander. Der Schrei des Volkes? Ja,das Volk schreit – nach mehr Geld, mehr Autos, mehr Lust, mehr Lohn. Fragen Sie einmal unsere Jugend, was sie vom „Konzil“ und der Bischofssynode haltem, den einachen Arbeiter, usw. Das Volk hat andre Interressen, je nach Klassenzugehörigkeit. Das ganze Gerede und diese theologischen Worthülsen sind nichts weiter als heisse Luft. Genau wie beim „Friedensnobelpreisträger“ Obama. Das ist im Grunde alles, aber der Papst weiss ja alles besser, besser als alle Kirchenväter.

  6. Was Herr B. da predigt, ist zu gescheit, als dass es ein mittelmäßig intelligenter Mensch auch nur ansatzweise erfassen könnte. Hoffentlich kapieren es wenigstens die hochgelahrten Bischöfe. Auch das halte ich für alles andere als gewiss.

  7. Mir scheint fast, als gäbe es eine gewisse Verwandtschaft im Fabulieren unermesslich tiefer Gedanken zwischen der etwas geschwätzigen Erscheinung in Medjugorje und dem frischgebackenen Nobelpreis-Aspiranten.

  8. Wer kann sich an seine eigenen Träume erinnern? Bergoglio kennt sogar die Träume Gottes. Das ist ein Fall für die Inquisition.

  9. Ich weiss nicht mehr weiter, es gibt zwei Möglichkeiten:
    i) entweder ist dieser Bergolgio ein Hinterwäldler, mittelmäßig bis schlechter Dorfpfarrer der warum auch immer Papst geworden ist (war der Heilige Geist sich gerade eine Frikadelle kaufen?)
    ii) er IST der Antichrist, der uns verheißen wurde!

    Wer steht auf, wer kämpft dagegen! Wo ist die Kirche Christi?????

  10. Naja wenn man in den Blick nimmt was Jesus auch über die Familie gesagt hat, von wegen:

    „Wer Vater oder Mutter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert. 38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist mein nicht wert. …und „….Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch begangen. Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg…..“ und …“Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere Frau heiratet, begeht Ehebruch; auch wer eine Frau heiratet, die von ihrem Mann aus der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch“
    sowie aus dem Buch der Sprüche wer aber ein Weib zum Ehebruch verführt, der ist ein herzloser Mensch; er ruiniert seine eigene Seele, indem er solches tut. Schläge und Schmach werden ihn treffen, und seine Schande ist nicht auszutilgen;“ – Sprüche 6,32-33

    wenn man das alles bedenkt dann fragt man sich was das soll mit der Synode und den kryptischen Äußerungen.

  11. Auch besonders bedenklich folgende „freie Interpretation“
    -
    „Der Geist schenkt uns die Weisheit, 
    die über die Lehre hinausgeht, 
    um großherzig in wahrer Freiheit und demütiger Kreativität zu arbeiten.“
    -

    Damit wird gleichsam der befremdliche Eindruck erweckt, 
    dass 
    ausserhalb oder jenseits der Lehre der Kirche
    - der Papst wörtlich : 
    „über die Lehre der Kirche hinausgeht“‚- 
    angeblich “wahre Freiheit“ zu finden sei, 
    die wiederum zu „demütiger Kreativität“ führen solle….
    was dies auch immer heissen soll.

    Und diese „Weisheit“ soll vom „Geist“ geschenkt sein. !?

    Ich kann mich nicht erinnern, dass eine solche „Weisheit“
    jemals Bestandteil der Lehre der Kirche gewesen wäre.

    Es erstaunt kaum, 
    dass sich die freigeistig verseuchten Medien „mit Handkuss“ 
    auf diese und weitere im Artikel zitierten Aussagen
    gestürzt haben und noch auf diese stürzen werden.

  12. Auf den Wandel der Zeit Rücksicht nehmen. Es gibt doch nichts Neues unter der Sonne! War es doch nicht schon vor mehr als 2000 Jahren so wie heute? Lesen wir bei Jeremia 5: „Weiste, geile Hengste sind sie geworden. Jeder wiehert nach der Frau seines Nächsten.“ Was will man uns da vorgaukeln?

  13. O Gott, warum hast Du dies zugelassen??? Dieser Herr B. aus Argentinien ist die größte Katastrophe die über die katholische Kirche seit Urzeiten hereingebrochen ist. Wenn dieser Mann durch den Willen Gottes auf dem Stuhle Petri gelangt ist, dann kann ich nur sagen:
    „Herr Dein Wille ist geschehen, doch kann ich ihn wahrlich nicht verstehen“.
    Hier ist einer dabei das Fundament der Kirche zu sprengen, welches die Abbrüche der letzten fünf Jahrzehnte gerade noch halbwegs überstanden hat. Er fährt den Zug mit immer größerer Geschwindigkeit in den Abgrund, und mit ihm die ganze riesige Schar die ihm zujubeln und verzückt von einem neuen Pfingsten jauchzen, über der verbrannten Erde die den Weg in den Abgrund säumt. Furchtbar dabei ohnmächtig zuschauen zu müssen!!!

  14. „Der Geist schenkt uns die Weisheit, die über das reine Wissen hinausgeht, um großherzig in wahrer Freiheit und demütiger Kreativität zu arbeiten.“
    Laut kath.net (A. Schwibach) hat der Vatikan hier einen Übersetzungsfehler geliefert.

  15. Dass das Erscheinungsbild der katholischen Kirche mit dem 2. Vatikanischen Konzil nach und nach zerstört wurde, damit musste zu rechnen sein. Zu viele Giftkeime sind in die Konzilsdokumente eingearbeitet, die, wenn sie sich entwickeln, zur Zerstörung führen mussten. Sie haben sich entwickelt, wir haben den schlimmsten Glaubenspluralismus aller Zeiten in der katholischen Kirche. Und niemand möge sich einbilden, dass diese schwerste Kirchenkrise zu heilen sei ohne die Verwerfung dieses Konzils. Nicht einfach gefühlsduselig, sondern in harter theologischer Arbeit.

    Dass das derzeit nicht möglich ist, dass schon der Hauch einer Kritik von „Papst Franz“ unnachgiebig verfolgt wird, dürfte bekannt sein.

    Klarsehende Katholiken haben die zerstörerische Wirkung des 2. Vatikanischen Konzils schon ab ca. 1970 erkannt. Doch vermutlich konnte sich kein Katholik vorstellen, dass eine solche Figur wie „Papst Franz“ auf den Stuhl Petri gewählt würde.
    Ein Gotteslästerer. Der es als Papst zu sagen wagt, „die Träume Gottes“ zu deuten. Die „Träume Gottes“ werden von diesem Mann ausgespielt gegen die geoffenbarten Wahrheiten des ewigen, allmächtigen, heiligen Gottes, des Schöpfers allen Seins, ohne dessen Willen wir alle ins Nichts augenblicklich zurücksinken würden.

    Einen solchen Verfall der sichtbaren Gestalt der katholischen Kirche konnte niemand ahnen: Ein Mann wurde auf den Stuhl Petri gehievt, der den Glauben zerstört nicht wie sein Ordensbruder Karl Rahner zum Beispiel. Dieser hat Bücher und Bücher geschrieben, Artikel verfasst in einer solchen Zahl, dass nur noch Rahner-Spezialisten den Überblick haben, wenn überhaupt.
    Er hat eine so hochgestochene Sprache gewählt, die selbst theologisch Gebildete nicht ohne weiteres verstehen. Dennoch haben seine Sätze in der Konzilskirche das Gewicht eines Kirchenlehrers.

    „Papst Franz“ erspart sich diese Mühe. Er spricht über den katholischen Glauben immer wieder wie ein schlechter und zudem besoffener Poet. Er unterbietet jeden theologischen Stammtisch.
    Und alle gehorchen. Das ist der eigentliche Verfall. Unsere katholischen Vorfahren müssten an diesen Generationen von Katholiken verzweifeln. Sie jubeln in ihrer Mehrheit einem Papst zu, der sich als „Traumdeuter Gottes“ aufspielt und gegen die geoffenbarten Glaubenswahrheiten den Glauben zerstört.

    Wenn ein für die Weltkirche bedeutungsloser Pastoralreferent, eine Gemeindereferentin so bedeutungslos wie eine Ameise, so einen Unsinn reden, dann empört sich der konservative Teil einer katholischen Gemeinde der Konzilskirche.
    Wenn der Papst diesen Wirrsinn von sich gibt, falten sie die Hände und hören dem „Heiligen Vater“ andächtig zu.

  16. „Solo Dios basta!“
    Ich brauchte Jahre, um glauben zu können, dass Gott mich -gerade auch mich- liebt.
    Darüber bin ich so froh, dankbar und glücklich.
    Und ich denke mir, dass ER sich freut zu sehen, wie ich versuche, mich in Liebe und Vertrauen an seine Gebote zu halten, leider nicht immer ganz erfolgreich.
    Wenn wir Gott lieben, Ihn ehren, Ihn und seine Weisung ernst nehmen,
    wenn wir Ihm vorbehaltlos vertrauen auch in Zeiten des Kreuztragens – ich glaube, das genügt IHM.
    „Solo Dios basta!“

    Seine Träume zu kennen, erwartet Er sicher nicht von uns und auch nicht von Papst Franzikus.
    Allerdings könnte ich mir vorstellen, wie er diese Worte gemeint hat.

  17. „demütige Kreativität“ (kathnews)
    „kreative Liebe“
    „über die Lehre der Kirche hinaus“
    „dem Pulsschlag dieser Zeit Gehör schenken“

    Die Richtung ist also vorgegeben.
    Werden die Bischöfe mitziehen, „im Gleichschritt“, wie Papst Franziskus sagt?

  18. Das sind klare Einschüchterungsversuche nach dem Motto: „Wer nicht mitmacht, stellt sich gegen den ‚Heiligen Geist‘ und wird von diesem hinweggefegt.“
    „Demütige Kreativität“ ist auch leicht zu dechiffrieren: Demut gegenüber den modernistischen Autoritäten und Neuerern, Kreativität darin, jeden Traditionsbruch als Kontinuität „auf höherer Ebene“ erscheinen zu lassen.

  19. Wenn Papst Bergoglio das so gesagt hat „… die über die Lehre hinausgeht…“, dann ist seine Marschrichtung klar. An anderer Stelle las ich: “.. die über das Wissen hinausgeht…“.

    Auf jeden Fall strebt er nach einer Veränderung der gültigen Lehre. Das ist leider, oder Gott sei Dank, Faktum, damit sich endlich die Spreu vom Weizen trennen kann.
    Insofern sind das gute Nachrichten aus Rom.

  20. Ich kann nur sagen, dass jeder Progressive weiß, was diese Formulierungen und Ansprachen bedeuten. das kann man leicht erfahren, wenn man ihre Publikationen liest, z.B. „National Catholic Reporter“, die besten Draht nach Rom haben.

    Wenn ein progressiver „Schrei des Volkes“ oder „Urkirche“ hört, weiß er sofort dass das Ausdrücke aus der Befreiungstheologie sind, was übersetzt „Befreiung von der lehramtlichen Theologie“ heißt.
    Man muss nur sehen, was diese Leute aus Lateinamerika gemacht haben. Sie haben den Rückfall ins Heidentum initiiert und unterstützt.

    Das Problem mit den „Konservativen“ oder auch den „Traditionskatholiken“ ist, dass diese seit 50 Jahren nicht wirklich begreifen was gespielt wird. Man muss öfter bei den Progressiven lesen, die wissen dass schon die ganze Zeit was los ist. Z.B. sagte Papst Franziskus Freund Bischof Kräutler(der in Brasilien hauptsächlich für die Umwelt statt für die Seelen kämpft) schon letztes Jahr, dass „Evangelii Gaudium“ Befreiungstheologie pur ist. Konservative nehmen solche Aussagen zu ihrem eigenen Schaden meist nicht ernst.

    „Evangelii Gaudium“ ist „Befreiungstheologie pur“:
    http://derkatholikunddiewelt.blogspot.de/2013/12/evangelii-gaudium-ist.html

    Highlights der Papstpredigt zur Synodeneröffnung:
    http://derkatholikunddiewelt.blogspot.de/2014/10/die-papstpredigt-zur-synodeneroffnung.html

  21. „Der Traum Gottes kollidiert stets mit der Heuchelei einiger seiner Diener. Wir können den Traum Gottes ‚vereiteln‘, wenn wir uns nicht vom Heiligen Geist leiten lassen.“
    Bildet euch nicht zu viel ein. Ihr könnt überhaupt nichts vereiteln. Das Wort des Herrn wird seine Bahn ziehen wie ein Komet. Ihr könnt den Menschen einreden das ihr das Paradies auf Erden schaffen wollt in all eurer Vermessenheit, aber wir sind nur Verbannte und leben im Exil auf dieser Welt. Unsere wahre Heimat ist beim Vater im Himmel und da wollen wir hin. Eure Klimmzüge vor den paar Jahren die wir in dieser Welt haben bringen euch zwar tosenden Beifall vor den Massen aber wirken vor der Ewigkeit des allmächtigen dreifaltigen Gottes höchst lächerlich. Da nutzen auch die größten und schönsten Sprechblasen nichts.
    Per Mariam ad Christum.

  22. „Irgendwann im Leben eines Jeden kommt einmal der Punkt, wo er sich entscheiden muss: „Wie halte ich es mit Gott?“
    Kann ich an Ihn glauben oder nicht?
    Nehme ich Ihn und Seine Gebote an oder schiebe ich beides zur Seite?

    Ich habe den Eindruck, dass sich auch die katholische Kirche auf eine solche klare Entscheidung zur Standortbestimmung zubewegt.
    Behält sie ihr eigenständiges Profil und macht sich dadurch viele zum Feind oder nähert sie sich den Positionen der Protestanten an und erntet Beifall?
    Du, katholische Kirche, wie wirst du dich entscheiden?“

    Warum durfte dieser Kommentar auf kath.net nicht erscheinen?
    Es wird nun höchste Zeit, dass ich meinen Vorsatz, dort nichts mehr zu kommentieren, endlich konsequent in die Tat umsetze.

    • Marienzweig
      Ich sehe die Grenzen inzwischen anders verlaufen.
      Da haben wir einerseits die Großkirchen, vorneweg die römisch-katholische Kirche. Das sind die Kirchen, die im Ökumenischen Rat der Kirchen mitmachen. Diese Kirchen sind alle in die interreligiöse Agenda und die kurz bevorstehende antichristliche Neue Weltordnung verstreckt. Kurz gesagt: die Großkirchen sind Teil der Hure Babylon. Katholisch oder protestantisch spielt da keine Rolle mehr.
      Und da ist die kleine Herde derer, die an Jesus Christus, in dem a l l e i n das Heil ist, festhalten, am Wort Gottes und an den Geboten Gottes, die sich absondern von der verdorbenen Welt und falschen religiösens Systemen und sich heiligen für ihren Bräutigam, der kommen wird, um sie zu sich zu nehmen.

      • Leo Lämmlein!
        Seit ich hier auf katholisches.info bin habe ich, so weit es mir möglich ist, ein wenig Ihren Weg verfolgen können.
        Ich habe z.B. den Austausch zwischen Ihnen und @Zeitschnur verfolgt und dabei den Eindruck gewonnen, dass Sie sich inzwischen von der katholischen Kirche (auch von der offiziellen evangelischen?) innerlich entfernt haben.
        Ihre obigen Worte bestätigen dies.
        Dies ist Ihr persönlicher Weg und zu respektieren.

        Ich dagegen -obwohl katholisch- habe erst vor 10 Jahren zu einem lebendigen Glauben gefunden und war und bin noch immer so glücklich darüber.
        Die katholische Kirche ist mir Heimat geworden.
        Muss ich nun -und nicht nur ich- erleben, wie sie dabei ist, sich selbst zu relativieren?

        Mir ist klar, dass Papst Franziskus meine Gefühle und die der vielen Anderen womöglich herzlich egal sind.
        Er ist gewillt, durchzuziehen, was er sich vorgenommen hat.
        Er hat eine bestimmte Personengruppe im Blick und lässt dafür die andere, die treue und lehramtlich ausgerichtete hinter sich.
        Ich frage mich manchmal, was Jesus zu diesem allem sagen würde.
        Wir kennen seine Weisungen, die Er nicht nur an die damals Lebenden, sondern auch an uns weitergegeben hat.
        Nimmt Er Papst Franziskus und seiner Bischöfe zuliebe und aufgrund „modernerer“ Moralvorstellungen Seine Worte zurück und entschärft sie?
        Damit der Pontifex und seine veränderte Kirche wohlangesehen sind und auf Anerkennung der Welt zählen darf?

      • Marienzweig,
        was für Sie (und zeitschnur und möglicherweise andere) wie meine Entfernung von der Kirche aussieht, ist vielleicht nur die Entfernung der römisch-katholischen Kirche von Jesus Christus.
        Ich freue mich, dass Sie zum Glauben gefunden haben, und wünsche Ihnen, dass Sie immer besser verstehen, wem dieser Glaube gilt und was er beinhaltet.
        Auch der Apostel Paulus spricht von der Heimat, die wir Christen gefunden haben:
        „Unsere Heimat (andere Übersetzungen: unser Wandel, unser Bürgerrecht) aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter, der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, sodass er gleichförmig wird seinem Leib der Herrlichkeit…“ (Phil 3,20-21).
        Sie fragen, was Jesus zu dem allem sagen würde. Aber das ist nicht schwer herauszufinden. Die Antwort finden wir in seinem Wort, der Bibel. Antwort finden wir auch im Gebet, wenn wir Gemeinschaft mit ihm haben.

      • Lieber Leo Lämmlein,

        bzgl. des zur Rede stehenden Abdriftens von der römisch-katholische Kirche möchte ich zu bedenken geben:
        Gott hat doch mit seinem Volk einen BUND geschlossen, diese Prägung, denke ich, sollte nicht vordergründig gelöst / abgeändert werden. Andererseits zeigt uns das Gleichnis vom Gastgeber des königlichen Hochzeitsmahles, der nach Fernbleiben der Hochzeitsgäste, schließlich x-beliebige Leute von der Straße einladen lässt, ja sie zu seinem Gastmahl nötigt – allerdings mit der selbstredenden Bedingung sich hierfür zu würdigen, mit Hochzeitskleid zu erscheinen (also keine Allerlösung auch wenn viele Wohnungen im Hause des Himmlischen Vaters bereitet sind und ER auch Schafe führt , die nicht aus seinem Stall sind).

        Es ist wahrlich nicht leicht, bei all dem was in Rom passiert, an SEINEN Bund zu glauben / festzuhalten, aber sollte denn berechtigter Protest wirklich zu einem Bruch führen (das ist wohl auch das Dilemma der FI – ungeachtet des Gehorsamsgelübdes). In letzter Konsequenz könnte jede Gruppierung sein eigenes Ding machen und, selbst wenn sie am überlieferten depositum fidei festhält, für sich beanspruchen, Kirche zu sein: es gebiert ja nur weitere Splitterungen.
        Das Sieb wird zwar immer enger, aber wir sollten den BUND, den ER mit uns geschlossen hat, nicht vergessen.

        Ich denke es ist wirklich die Zeit, für ausreichend Öl für die Lampen zu sorgen. Das Öl ist wohl v.a. das Gebet, ohne das die Flamme der Liebe nicht brennen kann.

    • @ Marienzweig
      „Du katholische Kirche, wie wirst du dich entscheiden?“

      Die Katholische Kirche muss sich nicht entscheiden, da sie von unserem Herrn Jesus Christus selbst gegründet ist! Sie ist und bleibt w a h r in bis in alle Ewigkeit!
      Das ungläubige, modernistische, verräterische Rom hat sich zum ewigen Heil oder Untergang zu entscheiden. Die Aussichten sind wahrlich düster!

      • Mit „entscheiden“ meinte ich die Frage, ob die katholische Kirche den Weg der Gebote Jesu Christi verlässt oder nicht.
        ER sagt: „Ich bin der Weg, …“
        Natürlich haben Sie recht, dass sie diese Entscheidung gar nicht treffen dürfte, denn sie ist vollkommen an die Worte ihres Stifters gebunden.
        Aber wenn Papst Franziskus und gefolgsame Bischöfe von sich aus diese Bindung lockern, was dann?

      • @Marienzweig, Sie schreiben:
        „Mit „entscheiden“ meinte ich die Frage, ob die katholische Kirche den Weg der Gebote Jesu Christi verlässt oder nicht.
        ER sagt: „Ich bin der Weg, …“
        Natürlich haben Sie recht, dass sie diese Entscheidung gar nicht treffen dürfte, denn sie ist vollkommen an die Worte ihres Stifters gebunden.
        Aber wenn Papst Franziskus und gefolgsame Bischöfe von sich aus diese Bindung lockern, was dann?“

        Dann stellt sich vermutlich ernsthaft die Frage ob Papst Franziskus noch der legitime Papst ist, oder ob er sich selbst exkommuniziert hat… rein sachlogisch müssten wir dann in einer Sedisvakanz sein.

        Liege ich falsch, was sagen die kirchenrechtlich mehr gebildeten zu meiner These?

    • BAD IS THE NEW GOOD ?!

      „Bad is the new good“ ist auf T-Shirt´s zu lesen !
      Es ist unglaublich, die zur Zeit auf der Erde lebenden Wesen,
      bemerken nicht, dass das Gute Bös, und das Böse gut genannt wird!
      WEHE, wenn dies eintrifft, sprach Jesus – unser guter Hirt!
      Die Lüge erreicht ihren Höhepunkt schon:
      „Mit einem Kuss verrätst du den Menschensohn?“
      Denn mit Zugeständnissen häretischer Art,
      übt der Mensch heute wieder Verrat!
      Dass Gott die Menschen liebt, das ist wahr:
      durch die Ankunft und das Kreuz Jesu wurde es offenbar!
      Doch dieser Sohn Gottes wird unter den roten Teppich der Ökumene gekehrt-
      Satan wird freier Eintritt in das Allerheiligste gewährt !
      Wenn der Gräuel an heiliger Stätte sichtbar wird
      sind die Meisten so sehr verwirrt
      dass sie weder den Pferdefuß sehen
      noch auf welcher Seite sie stehen
      Selbst die Architektur vieler Gotteshäuser entlarvt es ja,
      dass das ein Werk des Teufels war.
      Seine Anhänger verkaufen den Meister nicht für Geld
      sondern für Ansehen und Ruhm in der Welt.
      Plötzlich weiß Keiner der Gläubigen mehr,
      warum getrennt war das christliche Heer!
      Der Geist der Einheit wird beschworen,
      die Eine-Welt-Religion geboren.
      Die Freude über die Gemeinschaft unter Brüdern ist groß,
      doch wer ist da der Vater bloß ?
      Der Antichrist wird auf die Weltbühne kommen -
      er lügt: er will sie im falschen Schein ersonnen.
      Als Lichtträger ist er bekannt,
      doch leider heute unerkannt.
      Perfekt ist die Fromme Fassade getarnt -
      in der Offenbarung ist der Mensch gewarnt !
      Die Doppelzüngigkeit – die Lüge zu sehen,
      hinter das Geheimnis der Hure zu gehen,
      ist verbunden mit tiefem Schmerz,
      es trifft mitten ins Herz:
      Dass eine ganze Welt verführt –
      die Menschen nicht zu Gott geführt !
      Sondern in des Widersachers Hände,
      finden sie ein schreckliches Ende!
      „Ich bin der Papst“ sind des Teufels Worte
      das war ein Trick der ganz schlimmen Sorte:
      „ich versteck mich im Papst – dort wird mich niemand finden,
      dort werde ich alle im frommen Gewand an mich binden!“
      Selbst viele Traditionalisten fallen auf diese List herein
      und gehen dem falschen Messias auf den Leim.
      Ein versteckter Stolz macht Viele taub und blind,
      sie wollen nicht sehen, wie sie wirklich sind!
      Sie rühmen sich nicht ihrer Schwäche und bauen daher auf Sand -
      durch diesen Hochmut begeben sie sich in die falsche Hand!!!
      Das Kreuz des eigenen ich auf sich zu nehmen,
      den antichristlichen Geist in sich selbst wahrzunehmen,
      ist das Gebot der Stunde!Und führt zu der frohen Kunde:
      JESUS ist der Retter und Erlöser der Welt!
      IHM gebührt all Ehre und LOB… – ohne END !
      Durch Einsicht und Reue wächst die Liebe zu Gott immer mehr,
      das Öl in den Lampen der Jungfrauen wird nicht leer!
      SO sind sie bereit,
      wenn der Bräutigam erscheint !!!

  23. Welch eine Verwirrung!
    Was für ein Chaos!
    Allüberall!
    Während die einen die finstere Saat zum explosionsartigen Erblühen treiben, entlarven sich die anderen in in all ihren jämmerlichen Vorurteilen und verkürzten Schlüssen.
    Keiner erklärt hier etwas sauber: was ist denn der Unterschied zwischen „Naturalismus“ und „Naturrecht“? Und was ist der Unterschied zwischen Gnadenordnung und Fluchordnung?
    Wie aufgescheuchte Hühner gackern wir hier herum –
    Es ist vorbei, die Zeit ist verstrichen – tatenlos gemessen an dem, was hätte getan werden müssen.
    Die einen werden immer „orthodoxer“ und fallen vor lauter Tradition in den Arianismus im Gewand des „Patriarchalismus“ zurück, die andern hecheln der Fiktion ad fontes nach und landen am Ende im Protestantismus. Und der Mainstream – ob „alt“ oder „modern“ – ist einfach nur in irgendeiner Form charismatisch und spielt den heiligen Geist gegen Gott aus, Maria gegen die Frauen und die Kirche gegen den Staat. Oder umgekehrt. Ist auch egal…
    Ja, die Zeit ist verstrichen. Der wirkliche theologische Wurf wurde nicht geworfen. Er hätte mittels Rosenkranz, der davisischen Steinschleuder gegen Goliath, geworfen werden müssen, mittels Russlandweihe und mittels Haupterheben, mittels eindeutiger Position – es unterblieb und unterbleibt bis heute.
    Und auf dem sinkenden Schiff träumen ein paar Phantasten noch vom bewaffneten Kampf gegen – ja gegen wen eigentlich?
    Vom Kampf, den Jesus ausdrücklich verboten hat?!
    Wer das Schwert erhebt kommt durch das Schwert um?!
    Nein?
    Das Schwert kommt immer zu spät!

    • Das mit der Russlandweihe- man denke an die Weihe von 1984- die ja auch Russland gegolten hat, wenngleich nciht so wie von der Gottesmutter gewünscht, hat ja noch am besten funktioniert, Russland hat sich im Gegensatz zur Westkirche eine würdigie Liturgie und eine christliche Sexualmoral bewahrt, während die Westkirche sich der Sünde Sodoms sehr geöffnet hat, man braucht sich so manchen Bischof und Kardinal nur äußerlich anschauen und oder mit wem er nach Rom angereist kommt. Andere machen wieder in einer äußerst denkwürdigen Gesellschaft in Badgastein Urlaub, das bei diesen Leuten so beliebt ist wie Südtirol und Tel Aviv.

      • Die orthodoxe Liturgie ist nach der vorkonziliaren Haltung nicht rechtgläubig, und darum auch des Messopfers nicht würdig. Die äußere, opulente Form sollte einen da nicht blenden. Erst nach dem Konzil wurden die gravierenden Unterschiede verwischt und nivelliert von katholischer Seite aus. Und erst recht hat Russland keine rechtgläubige Sexualmoral bewahrt. Sie machen den Fehler, alles an der Homogeschichte aufzuhängen.
        Die orthodoxe Kirche erlaubt den Ehebruch, folgt andererseits der tertullianischen „Häresie“ von der Unangemessenheit und Sündhaftigkeit der Wiederverheiratung von Witwe(r)n, und dies alles entgegen dem ausdrücklichen Wort Jesu – tut mir Leid: von dort sollte man sich gar nichts erwarten! Nicht zuletzt verzerrt das falsche Gottesbild der Orthodoxie auch das Menschenbild entscheidend.

        Entweder man ist ganz treu – oder gar nicht!

  24. Das „Volk“ schreit nach Sündenlosigkeit, wenn das mal stimmt, das mit dem „Volk“. Vielleicht ist „Volk“ nur eine Vokabel zum Zwecke der Augenwischerei.
    Was sagt der Papst ?: er weiß doch wo es lang zu gehen hat. Warum dafür „das Volk“ in Haftung nehmen?
    Sein, des Papstes Volk will auf jeden! Fall die Kommunion für Personen, die sie nicht empfangen dürfen.

    Oh, wie wird der Hl. Geist vom Papst pervertiert!

  25. [email protected] haben es interressanterweise erwähnt: Das Gerede vom Volk, von dem „an die Ränder gehen*, der vebeulten Kirche, der Kirche der Armen. Ja,so spricht Bergoglio und das „Rote Rom“ und das seit 1964….. Diese Volksgerede erinnert sehr an Mao’s Sprüche. Volkskirche, Volksarmee, Barfussärze, usw, ect. Bergoglie mag vielleicht kein Linker sein, aber er spricht und denkt wie ein Linker. Mao -katholisch gefärbt, lässt grüssen. Das kann nur in die HOSE Gehen, so wie mit der Vierebande in China……

  26. Bergoglio der Volkstribun hört den Schrei des Volkes und folgt seinem selbstgemachten Jesus bzw. dem, dem er dient.
    Denn von Jesus wissen wir, dass sein Wort sich nicht mit dem Winde dreht und er sein Wort auch nicht änderte als das Volk schrie „kreuzigt Ihn“.

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