Papst „irritiert“, Kasper verärgert über Widerstand gegen „neue Barmherzigkeit“

Papst Franziskus "irritiert", Kardinal Kasper verärgert über Widerstand von Kardinälen gegen "neue Barmherzigkeit"
Papst Franziskus „irritiert“, Kardinal Kasper verärgert über Widerstand von Kardinälen gegen „neue Barmherzigkeit“

(Rom) Kardinal Walter Kasper reagierte – nicht zum ersten Mal – sichtlich verärgert auf Kritik, die gegen ihn erhoben wird. Dieses Mal stößt ihm die Veröffentlichung eines Buches mit Beiträgen von fünf Kardinälen, dem Sekretär der römischen Kongregation für die Ostkirchen und weiteren Fachleuten, die sich seiner These einer entdogmatisierenden „neuen Barmherzigkeit“ widersetzen, in deren Namen Kasper wiederverheiratet Geschiedene zur Kommunion zulassen möchte. Kardinal Kasper ist über die fünf Mitbrüder im Kardinalsamt verärgert und Papst Franziskus soll über diese „irritiert“ sein. So „irritiert“, daß er Kardinal Müller drängte, seine Beteiligung zurückzuziehen?

Wehleidig zeigte sich Kasper gegenüber Journalisten, weil er von der Veröffentlichung des Buches aus den Medien erfahren habe müssen. „In meinem ganzen Leben ist mir so etwas noch nicht passiert“, klagte er dem Vatikanisten Andrea Tornielli.

„Nie dagewesene Situation“

Nicht genug damit: „Wenn Kardinäle, die die engsten Mitarbeiter des Papstes sind, auf eine so organisierte und öffentliche Weise eingreifen, befinden wir uns zumindest was die jüngste Geschichte angeht, vor einer nie dagewesenen Situation“. Kardinal Kasper geht in diesen Tagen noch weiter. Deutlicher als in den vergangenen Monaten beruft er sich direkt auf Papst Franziskus, um seine Position zu stärken. Dabei war es Kardinal Kasper, der mit seiner Rede im vergangenen Februar vor dem Kardinalskollegium die Feindseligkeiten begonnen und den Angriff gegen das Ehesakrament initiiert hatte.

Aus heutiger Sicht stellte das Kardinalskonsistorium für Kardinal Kasper eine Generalprobe vor der Bischofssynode dar. „Ich habe keine definitive Lösung vorgeschlagen. Ich habe aber, nachdem ich das mit dem Papst vereinbart hatte, Fragen gestellt und Überlegungen für mögliche Antworten geboten.“ Die Betonung Kasper liegt auf „mit dem Papst vereinbart“.

Kasper und die Verschwiegenheitspflicht

Kaspers Versuchs eine Monopolstellung in der Debatte zu erreichen
Kaspers Versuch eine Monopolstellung in der Debatte zu erringen

Doch stimmt, was der deutsche Kardinal überempfindlich behauptet, daß das Vorgehen der fünf Kardinäle letztlich unerhört und „nie dagewesen“ sei? Kasper scheint ein kurzes Gedächtnis zu haben. Das Kardinalskonsistorium unterlag, wie allgemein in der Kirche üblich, der Verschwiegenheitspflicht. „Alle Kardinäle hielten sich daran. Alle außer Kasper”, so der Vatikanist Sandro Magister. Nur wenige Wochen nach dem Konsistorium erschien die Rede in Buchform. Der Herder Verlag bewarb das Erscheinen sofort, so daß entsprechende Absprachen bereits vor dem Konsistorium oder im unmittelbaren Anschluß daran getroffen worden sein müssen. Kasper hatte demnach nie die Absicht, sich an die Verschwiegenheitspflicht zu halten. Dieser sollten alle anderen Kardinäle unterworfen sein, während er für sich in der Öffentlichkeit eine Monopolstellung zum Thema beanspruchte. Eine Exklusivstellung, die ihm im Konsistorium bereits durch Papst Franziskus zugestanden worden war, indem dieser nur Kasper damit beauftragte, zum Thema zu referieren. Eine einseitige Parteinahme, da Kaspers heterodoxe Positionen bekannt waren.

Die Strategie des Kardinals durchschauend, kamen ihm der Historiker Roberto de Mattei und Giuliano Ferrara, der Chefredakteur der Tageszeitung Il Foglio zuvor und veröffentlichten seine Rede zusammen mit einem vernichtenden Kommentar de Matteis (siehe Was Gott vereint, kann auch Kasper nicht trennen – Versuch einer paradoxen Kulturrevolution in der Kirche). Damit hatten sie Kasper den Überraschungseffekt genommen und dessen Absicht durchkreuzt, die öffentliche Diskussion in seinem Sinn lenken zu können. Um so erboster reagierte der Kardinal bereits damals.

Kasper versucht den Eindruck zu vermitteln, die Glaubenslehre unangetastet zu lassen und „nur“ die Glaubenspraxis ändern zu wollen. De Mattei zeigte hingegen in einer brillanten Analyse auf, daß Kaspers Rede einen eindeutigen Bruch mit dem kirchlichen Lehramt darstellt. Sie stellt auch einen spezifischen Bruch mit Johannes Paul II. und Benedikt XVI. dar, mit denen er bereits 20 Jahre zuvor zum selben Thema einen Streit ausgetragen hatte, unterlegen war, die Sache eingesehen und sich hinter die kirchliche Lehre gestellt zu haben schien. Kasper, damals Bischof von Rottenburg-Stuttgart, war vom Glaubenspräfekten Joseph Kardinal Ratzinger geschlagen, aber nicht gedemütigt worden, wie seine spätere Beförderung durch Johannes Paul II. zum Vorsitzenden des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen zeigte. Offensichtlich war man in Rom der Meinung, der Bischof habe sich geändert und könne durch die Einbindung in Rom endgültig gebändigt werden, jedenfalls im Vatikan weniger Schaden anrichten als in Deutschland.

Papst Franziskus über Buch der fünf Kardinale „irritiert“

Während Kaspers Position erstaunt, erstaunt an jener der fünf Kardinäle Müller, Burke, De Paolis, Brandmüller und Caffarra, die das Buch „In der Wahrheit Christi bleiben“: Ehe und Kommunion in der Katholischen Kirche“ veröffentlichen, eigentlich nichts. Sie verteidigen öffentlich, wie es ihre Pflicht ist, die zweitausendjährige Lehre der Kirche in einer zentralen, die Sakramente betreffenden Frage. Sie tun dies gegen einen von Kardinal Kasper öffentlich geführten Angriff gegen die Glaubenslehre. Die Empörung Kaspers ist daher vorgeschoben und erklärt sich nur, wenn man in Rechnung stellt, daß die fünf Kardinäle, Kaspers Pläne gefährden. Immerhin befindet sich unter ihnen Gerhard Kardinal Müller, der Präfekt der Glaubenskongregation und damit oberster Glaubenshüter. Über ihn kann sich auch Papst Franziskus nicht einfach hinwegsetzen. La Croix, die halboffizielle Tageszeitung der Französischen Bischofskonferenz  berichtete am 17. September, daß Papst Franziskus über die Buchveröffentlichung „irritiert“ sei, gerade weil sich Kardinal Müller unter den Autoren befinde. Der Papst habe, laut La Croix, Kardinal Müller gedrängt, seine Beteiligung an dem Buch gegen Kasper zurückzuziehen, was Müller ablehnte. Sollte dem so sein, dann wäre tatsächlich Papst Franziskus hinter den Kulissen der eigentliche Strippenzieher des Angriffs auf das Ehesakrament im Namen der „neuen Barmherzigkeit“.

Weitere Kardinäle meldeten sich in diesen Tagen zu Wort

Kardinal Kasper spürt in diesen Tagen den Gegenwind besonders stark. Vielleicht stärker als er gerechnet hatte. Neben den fünf von ihm kritisierten Kardinälen haben drei weitere führende Kardinäle, Scola, Ouellet und Pell mit Aufsätzen in der englischen Ausgabe der Zeitschrift Communio Position gegen seine Thesen bezogen. Eine vergleichbare Veröffentlichung in der deutschen Ausgabe hätte Kasper verhindert, da er selbst der Redaktion angehört. In seinem jüngsten, in der Ausgabe 6/2013 (November-Dezember) veröffentlichten Beitrag schrieb Kasper programmatisch über: „Die liturgische Erneuerung – die erste und sichtbarste Frucht des Konzils“.

Kardinal Kasper beharrt: Schulterschluß mit Papst Franziskus und Johannes XXIII.

Kardinal Kaspers Zauberwort lautet „Barmherzigkeit“, die zum besseren Verständnis besser als „neue Barmherzigkeit“ zu bezeichnen ist. Am 18. September wiederholte er gegenüber dem katholischen italienischen Radio InBlu, daß diese neue „Barmherzigkeit“ der Schlüssel seines Vorschlags zur Überwindung des Kommunionverbots für wiederverheiratete Geschiedene sei. Kasper stellt sich dabei gezielt in eine bestimmte Tradition, wirft Stichworte in den Ring, in der Hoffnung, daß die Signale gehört werden und sich Unterstützung für ihn mobilisiert: „Die Barmherzigkeit, das Herz der christlichen Botschaft, ist ein zentrales Thema im Alten und im Neuen Testament. Viele Heilige haben von der Barmherzigkeit gesprochen. Auch Papst Johannes XXIII. sagte am Beginn der Konzilsarbeiten, daß die Kirche die Mittel der Strenge anwenden muß, aber auch die Medizin der Barmherzigkeit.“

Barmherzigkeit ist der Gegenstand jenes Buches, das Papst Franziskus gleich bei seinem ersten Angelus und damit einer der allerersten Reden überhaupt als Papst lobte und allen die Lektüre empfahl. „Barmherzigkeit: Grundbegriff des Evangeliums – Schlüssel christlichen Lebens“, 2012, ebenfalls bei Herder erschienen und im selben Jahr auch in spanischer Übersetzung veröffentlicht, und damit auch Kardinal Jorge Mario Bergoglio zugänglich gemacht worden.

Kaspers Barmherzigkeit: Lob vom Papst – Kritik von Pater Lanzetta

Barmherzigkeit laut Kasper
Die Barmherzigkeit laut Kasper

Man könnte rückblickend in jener päpstlichen Aussage bereits den chronologischen Startschuß zur Bischofssynode über die Familie sehen. Sollte das Lob bereits in diesem Zusammenhang ausgesprochen worden sein, dann müßte in der Tat davon ausgegangen werden, daß die Zulassung der wiederverheiratet Geschiedenen eine Wahlkapitulation im Konklave darstellte und eine der Bedingungen war, die zur Wahl des Erzbischofs von Buenos Aires führten.

Durch das päpstliche Lob aufmerksam gemacht, wird inzwischen auch Kaspers Buch einer genaueren Überprüfung und Kritik unterzogen. Eine Aufgabe die der jüngst habilitierte Pater Serafino Maria Lanzetta übernommen hat. Der Leiter der Zeitschrift Fides Catholica veröffentlichte die umfassende Buchkritik „Die Barmherzigkeit laut Kardinal Kasper“.

Keine Barmherzigkeit für Franziskaner der Immakulata – „Neue Barmherzigkeit“ bei Jesuiten von America

Pater Lanzetta gehört den Franziskanern der Immakulata an, „jenem blühenden Orden, der unter diesem Pontifikat unter kommissarische Verwaltung gestellt und zerschlagen wird, eine Maßnahme, deren Gründe unklar sind, während hingegen sicher ist, daß sie ohne jede Barmherzigkeit erfolgt“, so Sandro Magister.

Über die neue Barmherzigkeit hielt Kardinal Kasper bereits am vergangenen 1. Mai eine Lectio am Boston College, die anschließend in der Wochenzeitung der New Yorker Jesuiten America abgedruckt wurde. Am 12. Mai folgte zudem ein Video-Interview Kaspers mit Pater Matt Malone SJ, dem Schriftleiter dieser Zeitschrift. In einem mit 22. September datierten Leitartikel von „America geben die Jesuiten der Redaktion ohne Wenn und Aber zu erkennen, daß sie sich die Meinung Kaspers zu eigen gemacht haben. Natürlich im Namen der „Barmherzigkeit“.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Il Foglio/Fanpage

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Jupp

Barmherzigkeit = alles zulassen = Anarchie
so stellt sich wohl der Kasper die kath. Glaubenslehre vor.
Am besten gleich die Bibel mit abschaffen.

Ralph

Darauf läuft es in der Tat hinaus. Das ist schon richtig gesehen.

wickerl

Sie füllen so gerne Satan die Hölle an, die Muttergottes sprach schon 1917 von den vielen Menschen die auf die Hölle zueilen, wie muss es erst heute um das Heil der Seelen bestellt sein, und aus den Klageliedern wissen wir ja dass falsche Unterweisungen des Klerus für uns keine Ausrede darstellen.

Marcellus
Was fällt diesem nachkonziliaren Greis, der seinem Namen alle Ehre macht, eigentlich ein? Das ist doch eine bodenlose Frechheit: erst versucht er die Ehelehre der Kirche mit fadenscheinigen und mittlerweile unerträglichem Geblubber auszuhöhlen und dann spielt er die beleidigte Leberwurst, wenn treue Katholiken und nach ihrem Gewissen handelnde Kardinäle den Glauben verteidigen. Aus einem solchen Verhalten spricht ein maßloser Hochmut, der völlig vergißt, wer der Herr ist: nämlich nicht er, nicht Bergoglio, sondern Gott. Dieser Kasper ist eine Schande (leider nicht die einzige) für das Kardinalskollegium, das gelobt, den Glauben der Kirche notfalls mit dem eigenen Blut zu verteidigen. Und… weiter lesen »
Ralph

Der Wind weht den Beiden ins Gesicht und das ist gut so. Die Selbstherrlichkeit Berdoglios und seines Kardinals ziehen nicht mehr. Der Glaube gilt und nicht ein seichter Aufmix von Gutmenschentum. Das ist der Glaube, der zählt in unserer Heiligen Kirche.

Markus

Das Dauergrinsen wird dem Kasper schon noch vergehen. Spätestens beim Jüngsten Gericht.
Per Mariam ad Christum.

dhmg

Kasper macht seinem Namen alle Ehre und sein Spiel ist leicht durchschaubar. Ich befürchte Schlimmes für die Bischofssynode im Oktober. Da hilft mal wieder nur noch Beten.

Ralph

Ich befürchte in der Tat auch nichts Gutes. Die Kirche wird dadurch einen weiteren Schaden erleiden.

defendor
Stellen wir doch die Argumentationen noch einmal gegenüber; zunächst Kardinal Kaspers haarsträubenden Aussagen wie etwa diese: - „Wenn ein geschiedener Wiederverheirateter bereut, dass er in erster Ehe versagt hat,wenn er sich nach Kräften mühte, die zweite zivile Ehe aus dem Glauben zu leben, können wir ihm dann das Sakrament der Buße und die Kommunion verweigern?“ Doch viele verlassene Partner sind um der Kinder willen auf eine neue Partnerschaft und auf eine neue zivile Eheschließung angewiesen, die sie ohne Schuld nicht wieder aufgeben können. Oft erfahren sie in solchen Verbindungen nach vorhergehender bitterer Erfahrungen menschliches Glück, ja geradezu ein Geschenk des… weiter lesen »
Ralph

Was Kasper da von sich gegeben hat, ist schon richtig empärend. Die Ehe wird damit zur Disposition gestellt. Machen wir uns nichts vor. Dass jemand heiraten muss, um versorgt zu sein, stimmt doch auch nicht. In aller Regel werden die Probleme mit der zweiten Zivilehe eher noch größer. Ich sage nur Besuchsrecht usw. Das führt alles doch nur zu weiteren Schwierigkeiten.

einfache Konvertitin

Möchte einfach nur an die hier schon oft zitierten Stellungnahmen vom Erzbischof von Buenos Aires Kardinal Bergoglio erinnern, mit denen er sich gegen Beschlüsse etc. von Papst Benedikt wandte und auf seiner Homepage veröffentlichte. Das war natürlich in Ordnung, nicht wahr? Das lässt sich sicher nicht miteinander vergleichten, nicht wahr?

Gundula
Was der gute Kardinal Kasper auch nicht bedacht hat, als er seinen Coup gegen das Ehesakrament plante, – darauf weisen auch die Vaticanisti hin, die ihm nicht auf den Leim gekrochen sind, – ist daß es nämlich nicht mehr so ist wie beim VK II, wo es Bischöfen vom Schlage Kaspers gelang, „das Konzil entgleisen zu lassen“. Heute wird jeder Schritt und jedes Wort in Medien und blogs verbreitet und hinterfragt, Briefe werden bekannt, deshalb können Geheimaktionen mit Überrumpelungseffekt nicht mehr oder nicht mehr so leicht gelingen. Das macht unseren alten Kardinal und ehemaligen Küng-Assistenten so wütend, abgesehen davon, daß… weiter lesen »
Adrien Antoine
Sehr richtig bemerkt. Es wird immer wieder nicht berücksichtigt daß durch die Globalisierung und die gewaltige Entwicklung der Medien verdeckte Taten, lockere Sprüche und Blödsinn und Unsinn jeglicher Art nicht mehr beschränkt auf Wenigen bleiben (und als solche leicht vertuscht werden konnten) sondern in Windeseile überall verbreitet erden können und durch die Archivierung auch für jedenmann zur Ansicht sind. Ein kleines Exempel am Rande: wie aus der geschichtlichen Evolution seines Wikipedia-eintrags zu sehen wurde bei Jef Barzin, jetzt Dekan von Antwerpen-Noord unter Bonny und sehr gut mit ihm bekannt, in Juni 1984 eng bei der „Aktion zur Unterstützung der Interessen… weiter lesen »
Schatzgräber

Das ist also eine „Theologie auf den Knien“, die keinen Widerspruch erträgt und gleich aus den Fugen gerät, wenn jemand das alles anders sieht.

euca

Betet für diese tapferen Kardinäle, besonders für Kardinal Müller, dass sie nicht einknicken, nur noch beten kann helfen, die einzige Waffe, die jedem immer bleibt!

Stella

@ Ralph:
kann dem nur aus eigener Erfahrung zustimmen!
Vorangegangene Ehen, mit und ohne Kinder sind immer ein Ballast (jetzt nicht negativ gemeint), der in die neue Ehe mitgeschleppt wird und zwar über JAHRE!
Wenn Kinder da sind, dann ist alles noch VIEL schlimmer.
Allerdings denke ich, dass Ehen von christlichen Partnern vielleicht nicht so schnell und unüberlegt geschlossen werden wie bei Atheisten und daher auch der Scheidungswille nicht so schnell aufkommt wie bei Nichtchristen, aber das vermute ich jetzt nur mal so.

zeitschnur
Die Idee, dass Bergoglio der eigentliche „Strippenzieher“ hinter dem Angriff auf das Ehesakrament sein könnte, ist nicht so abwegig, wenn man sich klarmacht, dass sich Bergoglio noch in Argentinien merkwürdig seicht über die Ehe geäußert hat: „Dennoch denkt man heute in der katholischen Doktrin an die geschiedenen und wiederverheirateten Gläubigen, die nicht exkommuniziert sind – wenngleich sie in einer Situation am Rande dessen leben, was die Unauflöslichkeit der Ehe und das Sakrament der Ehe verlangen – , und bittet sie, sich in das Gemeindeleben einzufügen. Die orthodoxen Kirchen haben eine noch größere Offenheit bezüglich der Scheidung. (…) es gab (…)… weiter lesen »
Marienzweig

Liebe Zeitschnur, Sie schreiben:
„… – er ist nicht das Lehramt, auch wenn er es besetzt.“

Sie sehen das so, andere wohl auch und ebenso beschleichen auch mich mehr und mehr Zweifel.
Aber es ist doch offensichtlich, dass Papst Franziskus die überwiegende Mehrheit hinter sich hat.
Für sie besitzt er diese Autorität und sie wird auch nicht hinterfragt, sondern bereitwillig angenommen.
Wenn dies also so ist, wie geht das dann zusammen?
Oder -was auch sein könnte- unser Herr Jesus Christus Papst Franziskus als Petrusnachfolger akzeptiert, im Gegensatz zu uns?

zeitschnur
…weil unser Herr Jesus sich eindeutig geäußert hat, weil die Kirche nun 1950 Jahre lang ja definiert hat, wer sich durch welche Irrlehren selbst ausschließt. Wenn Sie Ihr Argument einmal durchdenken, müssen Sie feststellen, dass Sie dann einem voluntaristischen Gottesbild erliegen müssen – Gott kann dogmatisch heute plötzlich das Gegenteil von gestern durch deselben Heiligen Geist „eingeben“. Bevor ich das glaube, lieber Marienzweig, gehe ich eher davon aus, dass dies kein rechtgläubiger Papst ist. Bevor ich Gott lästere, wende ich mich lieber von einem Menschen ab. Bevor ich Gott einen willkürlichen Lügner nennen soll (mir stockt das im Hals..), der… weiter lesen »
Adrien Antoine
Kard. Kasper ist wegen seines feurigen Temperaments und eines großen Dranges sehr vieles zu reformieren und zu ändern gut bekannt; ehrlich-offene Feedback und eine kritische Würdigung der Resultaten seiner Entscheidungen und Gedanken scheinen mir nicht seine Stärke zu sein. Das „Komplott“ der „konservativen“ Kardinälen möchte ich stehen lassen als persönliche Meinung/Aussage v. Kard. Kasper. Dagegen liegt mit Sicherheit eine lange sorgfältig geplante und technisch gut orchestrierte Aktion der Modernisten vor um die katholische Familienmoral grundlegend zu ändern: Der Auftrag des Papstes an Kard. Kasper den Einführungsvortrag zu halten in Februar 2014 war eine spezielle Hervorhebung der von K.Kasper gepromoteten Ideen.… weiter lesen »
Adrien Antoine
Dies zusammen mit dem Büchlein „Ein Holzkohlefeuer mit Brot und Fischen“ gibt doch zu bestimmten Zweifeln betr. Bonnys theologische Qualitäten Anlaß. So ist natürlich die Frage ob er dieses Papier selber geschrieben hat. Umso mysteriöser wird alles noch wenn man seine enge Bekanntschaft mit Jef Barzin, Dechant von Antwerpen-Noord(“Warm Antwerpen“),Mitbegründer des Vereins zur Unterstützung der Interessen der Pädophilen in der Kirche (in Juni 1984 in Kerk&Leven breit annonciert), evaluiert; auf der Homepage des Bistums Antwerpen stehen bei dem pastoralen Besuch in Stabroek (Juni 2014) sowie bei vielen anderen Gelegenheiten beide brüderlich zusammen. Als Altstudent und Kollege-Professor von Roger vanGheluwe. dem… weiter lesen »
Franzel

Es gab wahrscheinlich schon im Vorkonklave Absprachen zwischen denjenigen Kardinälen, die eine Aufweichung und Abschaffung der Sakramente befürworten. Zu dieser Annahme paßt jedenfalls das Statement des damaligen Vorsitzenden der DBK, Herrn Erzbischof Zollitsch, daß es jetzt so richtig losgehe. Man hatte ja auf diesen Tag X, den Rücktritt von Papst Benedikt XVI., hingearbeitet.
Es ging im Konklave darum, einen diesbezüglich geeigneten Kandidaten zu küren.

IMEK
Am Samstag den 20. 09 hat der Vatikanist Tosatti folgenden wahrlich explosiven Text bezüglich einer taktischen Planung des Ablaufs der anstehende Bischofsynode verfaßt und in La Stampa veröffentlicht. Eine perfide und effektive Manipulation der Synodalen. Die Gegner von Kasper&Co. sollen mundtot gemacht werden, koste es was es wolle! http://www.lastampa.it/2014/09/20/blogs/san-pietro-e-dintorni/sinodo-come-lo-manovro-oXJ6UULjDh9eXsdKCAdrHL/pagina.html englische Übersetzung auf rorate coeli http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/09/synod.html „….In short, things for Kasper and Co. would appear not to be going so well. Yet there might be a way of helping him, along with trying to stop the bothersome voices from being too loud. The first point consists in asking that the written… weiter lesen »
IMEK
„In effect the Synod itself will not be so important, but the synthesis that will be made thereof, and which will carry the Pope’s signature as a “Post-Synodal Exhortation”. Besides, very probably it will not be a clear definitive text, but based on “fluctuating” interpretation – in such a way that anyone reading it may construe for himself the parts that are agreeable to him.“ Demnach ist die eigentliche Synode gar nicht so wichtig, sondern die Synthese die daraus gemacht wird und als Postsynodale Exhortation die Unterschrift des Papstes tragen wird. Der Text des apostolischen Schreiben soll derart verfasst werden,… weiter lesen »
Adrien Antoine

Wie aus meistens sehr gut informierten Kreisen aus Kleinbrabant zu hören war, sollte Kard. Danneels schon letzte Woche in Rom gewesen sein für Besprechungen.
„Something is rotten in the state of Danmark „(Hamlet)
(Das ist hier natürlich in übertragenem Sinne gemeint! Nichts gegen die dänische Menschen)

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