Neuer Pfarrer in Blackfen – überlieferte Messe vor dem Aus

Pfarrer Finigan, der bisherige Pfarrer von Blackfen
Pfarrer Finigan, der bisherige Pfarrer von Blackfen

(London) Erneut müssen traditionsverbundene Katholiken einen massiven Schlag wegstecken. Diesmal trifft es unsere Freunde in England, genauer im südöstlich von London gelegenen Blackfen. Bis September wirkte dort als Pfarrer der in der katholischen Blogosphäre ziemlich bekannte Father Tim Finigan, der nun jedoch nach Margate, mehr oder weniger am südöstlichsten Zipfel der Insel, versetzt wurde. Finigan zelebrierte regelmäßig in der überlieferten Liturgie, auch sonntags und an Feiertagen. Die Sonntagsmesse im alten Ritus war von vier in der Pfarrei zelebrierten Messen die am besten besuchte, wie Rorate Cæli berichtet.

Der neue Pfarrer in Blackfen, Father Steven Fisher, hat nun angekündigt, dass Ende September alle Messen, die dem Ritus von 1962 folgen, eingestellt werden. In seiner ersten Sonntagsmesse in alten Ritus erklärte Fisher: „Jede Aktivität, die wir in dieser Pfarrei zusammen ausführen, muss den Zweck haben, uns in Einheit zusammenzuführen. Nur vereint können wir der Gemeinschaft um uns herum zeigen, was es wirklich heißt, ein Katholik im 21. Jahrhundert zu sein. […] Wir können uns zusammen hinsetzen und einen Plan entwerfen und eine Vision für die Zukunft, um die Vision des Zweiten Vatikanums umzusetzen und dies zu einer starken, lebendigen Pfarrei in der modernen Welt zu machen.“

Weiter sagte Fisher: „Leute von außerhalb der Pfarrei kommen hier auch zur Messe, und wir müssen sie willkommen heißen. Sie sind nicht Teil unserer Gemeinde in derselben Weise – sie haben ihre eigenen Pfarreien –, aber wir müssen sicherstellen, dass sie sich genauso willkommen fühlen, wenn sie hierher kommen, wie die Leute, die in der Gegen leben und zum ersten Mal kommen.“ Laut „Rorate Cæli“ habe der neue Pfarrer die Gemeinde vor der Kommunion auch dazu eingeladen, den Leib unseres Herrn in die Hand zu empfangen. Am zweiten Sonntag war die traditionsverbundene Gemeinde nur noch halb so umfangreich wie an den vergangenen Sonntagen.

Alternativen für diejenigen, die in Blackfen die alte Messe besuchten, dürften für viele außer Reichweite sein, zumal viele Messbesucher nicht aus Blackfen selbst, sondern aus der weiteren Umgebung stammten. Die nächste heilige Messe in der überlieferten Form ist mit dem Auto rund 40 Minuten entfernt. Die neue Pfarrei von Father Finigan mehr als eine Stunde. Und obwohl London aus der Luft nicht allzuweit entfernt ist, ist die Verkehrsführung so gestaltet, dass auch hier mehr als eine Stunde Fahrzeit einzuplanen wäre.

Text: M. Benedikt Buerger
Bild: Blackfencatholic.org

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5 Comments

  1. Ich denke, dass diese Vorgehensweise langsam aber sicher in der gesamten Kirche durchgesetzt wird. Der kurze liturgische Frühling unter Papst Benedikt XVI ist vorbei. Wer sich im Vertrauen auf diesen Frühling zu weit vorgewagt hat, riskiert- um bei einem augenblicklich recht oft gebrauchten terminus technicus zu bleiben- seinen Kopf. Überall begegnet einem Angst, Mißtrauen und Rückzug in den von Rom offiziell anerkannten traditionellen Gemeinschaften. Irgendwie hat man das Gefühl eines nahenden Sturms und geht in Deckung. Wenn das so weiter geht, dann wird irgendwann sogar das Tragen eines barocken Messgewandes für einen Priester gefährlich. Und das soll laut Gänswein die absolute Kontinuität der beiden Päpste sein? Da soll angeblich kein Blatt Papier dazwischen passen? Man kann nur sagen: Träumt weiter- aber irgendwann werdet ihr aufwachen und merken, dass ihr euch in einem real gewordenen schrecklichen Alptraum befindet.

  2. Dies alles trägt die Handschrift des Destroyers auf dem Stuhl Petri: Bergoglio alias Papst F. Achtung Priesbruderschaft St.Pius X! Euer Oberer geht bald nach Rom in die Höhle des Löwen. Passt auf ,dass Ihr Euch die Hände nicht schmutzig macht und in die Falle stolpert. Sonst werdet Ihr verschlungen.

  3. Es sieht so aus, als ob Franz tatsächlich der letzte Papst ist.

    Da gibt es doch so eine Prophezeiung des Malachias.

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